S5 (S-Bahn Zürich)

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S5 der S-Bahn Zürich
Linienbezeichnung S5
Verkehrssystem S-Bahn Zürich
Linienart Durchmesserlinie
Betreiber Schweizerische Bundesbahnen
Endpunkte Zug
Pfäffikon SZ
Anzahl Stationen 22
Reisezeit rund 92 bis 99 Minuten
Takt grundsätzlich 30 Minuten
Eröffnung 27. Mai 1990
Heutige Linienführung seit Dezember 2015
Verkehrsverbünde Zürcher Verkehrsverbund, Tarifverbund Zug
Spurweite 1435 mm
Stromsystem 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom
Fahrzeuge RABe 511 Regio-Dosto

Die S5 ist eine Linie der S-Bahn Zürich. Sie verbindet Zug über Steinhausen, das Knonauer Amt, Zürich Hauptbahnhof und Uster mit Rapperswil und Pfäffikon SZ. Die Linie wird von den Schweizerischen Bundesbahnen betrieben und verkehrt tagsüber grundsätzlich im Halbstundentakt.

Die S5 gehört zu den längsten Durchmesserlinien des Zürcher S-Bahn-Netzes. Sie führt durch die Kantone Zug, Zürich, St. Gallen und Schwyz. Dabei verbindet sie das Zugerland und das Knonauer Amt mit dem Zentrum Zürichs, dem Zürcher Oberland und der Region am oberen Zürichsee.

Zwischen Zürich Stadelhofen und Uster verkehrt die S5 als beschleunigte Verbindung ohne Zwischenhalt. Auch zwischen Uster und Wetzikon hält sie nicht in Aathal. Auf dem westlichen Linienast zwischen Zug und Zürich Hauptbahnhof bedient sie dagegen grundsätzlich alle Stationen.

Die heutige Linienführung von Zug nach Pfäffikon SZ besteht seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015. Sie entstand im Rahmen der vierten Teilergänzungen der S-Bahn Zürich und verknüpfte zwei zuvor von unterschiedlichen Linien bediente Korridore.

Linienverlauf

Die S5 beginnt im Bahnhof Zug, einem bedeutenden Knoten des schweizerischen Fern- und Regionalverkehrs. Von dort führt sie zunächst über die Stationen Steinhausen Rigiblick und Steinhausen nach Knonau.

Zwischen Zug und Zürich benutzt die Linie die Bahnstrecke Zürich–Zug durch das Knonauer Amt. Nach Knonau folgen die Bahnhöfe Mettmenstetten, Affoltern am Albis, Hedingen, Bonstetten-Wettswil und Birmensdorf ZH.

Im Limmattal bedient die S5 Urdorf Weihermatt und Urdorf. Anschliessend erreicht sie Zürich Altstetten und Zürich Hardbrücke. Im Zürcher Hauptbahnhof hält sie in der unterirdischen Station Museumstrasse.

Durch den Hirschengrabentunnel gelangt die Linie nach Zürich Stadelhofen. Von dort fährt sie durch den Zürichbergtunnel und passiert Stettbach, Dübendorf, Schwerzenbach und Nänikon-Greifensee ohne Halt. Der nächste Halt ist Uster.

Zwischen Uster und Wetzikon benutzt die S5 die Glatthalbahn. Sie verkehrt auch auf diesem Abschnitt als beschleunigte Linie und hält nicht im Bahnhof Aathal. Ab Wetzikon bedient sie Bubikon, Rüti ZH, Jona und Rapperswil SG.

Zwischen Rapperswil und Pfäffikon SZ überquert die S5 den Zürichsee auf dem Seedamm von Rapperswil. Die Station Hurden wird von der regulären S5 nicht bedient. Der Endbahnhof Pfäffikon SZ liegt am südlichen Ende des Seedamms und ist ein wichtiger Umsteigeknoten für Verbindungen in Richtung Chur, Ziegelbrücke, Einsiedeln, Samstagern und Zürich.

Bediente Stationen

Im Jahresfahrplan 2026 bedient die S5 folgende Stationen:[1]

Nr. Bahnhof Gemeinde Kanton Bemerkungen
1 Zug Zug Zug Endbahnhof; Anschluss an Fernverkehr, S-Bahn und Stadtbahn Zug
2 Steinhausen Rigiblick Steinhausen Zug Station im südlichen Teil Steinhausens
3 Steinhausen Steinhausen Zug Erschliessung des Ortszentrums
4 Knonau Knonau Zürich Erste Station im Gebiet des Zürcher Verkehrsverbundes
5 Mettmenstetten Mettmenstetten Zürich Regionaler Bahn- und Busknoten
6 Affoltern am Albis Affoltern am Albis Zürich Wichtigster Verkehrsknoten des Knonauer Amts
7 Hedingen Hedingen Zürich Anschluss an regionale Buslinien
8 Bonstetten-Wettswil Bonstetten Zürich Erschliesst Bonstetten und Wettswil am Albis
9 Birmensdorf ZH Birmensdorf Zürich Regionaler Umsteigeknoten
10 Urdorf Weihermatt Urdorf Zürich Erschliessung der Weihermatt
11 Urdorf Urdorf Zürich Bahnhof des Ortszentrums
12 Zürich Altstetten Zürich Zürich Bedeutender Umsteigebahnhof im Westen Zürichs
13 Zürich Hardbrücke Zürich Zürich Anschluss an S-Bahn-, Tram- und Buslinien
14 Zürich HB Zürich Zürich Zentraler Eisenbahnknoten der Schweiz
15 Zürich Stadelhofen Zürich Zürich Anschluss an S-Bahn, Tram und Forchbahn
16 Uster Uster Zürich Erster Halt nach Zürich Stadelhofen
17 Wetzikon ZH Wetzikon Zürich Bedeutender Knoten des Zürcher Oberlands
18 Bubikon Bubikon Zürich Anschluss an regionale Buslinien
19 Rüti ZH Rüti ZH Zürich Regionaler Bahn- und Busknoten
20 Jona Rapperswil-Jona St. Gallen Stadtteilbahnhof von Rapperswil-Jona
21 Rapperswil SG Rapperswil-Jona St. Gallen Anschluss an Fernverkehr, S-Bahn, Bus und Schifffahrt
22 Pfäffikon SZ Freienbach Schwyz Endbahnhof; Anschluss in Richtung Chur, Einsiedeln und Zürich

Betrieb

Takt und Fahrzeiten

Die S5 verkehrt während des grössten Teils des Tages alle 30 Minuten. Einzelne frühe und späte Verbindungen besitzen einen verkürzten Laufweg oder werden mit anderen Linien verknüpft.

Für die gesamte Strecke zwischen Zug und Pfäffikon SZ benötigt die S5 je nach Zuglauf rund 92 bis 99 Minuten. Die unterschiedlichen Fahrzeiten entstehen unter anderem durch verschieden lange Aufenthalte und betriebliche Verknüpfungen im Raum Rapperswil und Pfäffikon SZ.

Die Fahrt von Zug nach Zürich Hauptbahnhof dauert etwa 45 Minuten. Zwischen Affoltern am Albis und Zürich Hauptbahnhof beträgt die Reisezeit ungefähr eine halbe Stunde.

Von Zürich Hauptbahnhof nach Uster benötigt die beschleunigte S5 rund 18 Minuten. Wetzikon wird vom Zürcher Hauptbahnhof in ungefähr 24 Minuten erreicht. Die Fahrt von Zürich nach Rapperswil dauert rund 40 Minuten.

Beschleunigte Bedienung

Auf dem östlichen Linienast besitzt die S5 den Charakter einer schnellen S-Bahn. Zwischen Zürich Stadelhofen und Uster fährt sie ohne Halt durch die Bahnhöfe Stettbach, Dübendorf, Schwerzenbach ZH und Nänikon-Greifensee.

Diese Stationen werden hauptsächlich von der S9 sowie weiteren Linien bedient. Zwischen Uster und Wetzikon fährt die S5 ohne Halt durch Aathal.

Zusammen mit der S15 bietet die S5 zwischen Zürich und Uster einen annähernden Viertelstundentakt beschleunigter Verbindungen.

Auf dem westlichen Ast ergänzt die S14 die S5 zwischen Affoltern am Albis und Zürich. Durch die Überlagerung beider Linien entsteht dort während eines grossen Teils des Tages ebenfalls ein ungefährer Viertelstundentakt.

Anschlüsse

In Zug bestehen Anschlüsse an Fernverkehrszüge nach Zürich, Luzern, Arth-Goldau, dem Tessin und Italien. Zudem halten dort die Linien der Stadtbahn Zug und zahlreiche regionale Buslinien.

Affoltern am Albis ist der zentrale Busknoten des Knonauer Amts. Von dort verkehren Busse unter anderem nach Hausen am Albis, Aeugst am Albis, Ottenbach, Muri AG und Zürich Enge.

In Zürich Altstetten, Zürich Hardbrücke, Zürich Hauptbahnhof und Zürich Stadelhofen bestehen zahlreiche Umsteigemöglichkeiten auf andere S-Bahn-, Tram-, Bus- und Fernverkehrslinien.

Uster und Wetzikon sind die wichtigsten Umsteigeknoten des Zürcher Oberlands. In Wetzikon bestehen Anschlüsse in Richtung Hinwil, Bauma, Pfäffikon ZH und Rapperswil.

Rapperswil bietet Verbindungen nach Wattwil, Ziegelbrücke, Uznach, Einsiedeln und entlang des rechten Zürichseeufers. In Pfäffikon SZ kann unter anderem auf den Interregio in Richtung Chur sowie auf die S2, S8, S25 und S40 umgestiegen werden.

Nachtverkehr

In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag wird ein grosser Teil des Linienwegs von der Nacht-S-Bahn SN5 bedient.

Die SN5 verkehrt zwischen Knonau und Pfäffikon SZ über Mettmenstetten, Affoltern am Albis, Zürich Hauptbahnhof, Zürich Stadelhofen, Uster, Wetzikon, Rapperswil und den Seedamm.[2]

Im Unterschied zur Tageslinie bedient sie auf einzelnen Abschnitten zusätzliche Stationen. Dazu gehören insbesondere die kleineren Bahnhöfe zwischen Zürich Stadelhofen und Uster sowie teilweise Hurden.

Der reguläre Nachtbetrieb der SN5 endet im Knonauer Amt in Knonau und wird nicht bis Zug geführt. Für die Benutzung des ZVV-Nachtnetzes genügt ein gültiger Fahrausweis für die befahrenen Tarifzonen; ein besonderer Nachtzuschlag wird nicht erhoben.

Rollmaterial

Auf der S5 verkehren vorwiegend sechsteilige Doppelstocktriebzüge der Reihe RABe 511. Die SBB und der Zürcher Verkehrsverbund bezeichnen diese Fahrzeuge als Regio-Dosto oder als Doppelstockzüge der dritten Generation.

Die Züge wurden von Stadler Rail gebaut und ab 2011 für die Zürcher S-Bahn beschafft. Sie verfügen über eine hohe Beförderungskapazität und eine für den S-Bahn-Verkehr geeignete Beschleunigung.

Alle Fahrgasttüren besitzen Niederflureinstiege. Bei entsprechend ausgebauten Perrons ist dadurch ein weitgehend stufenfreier Ein- und Ausstieg möglich. Zur Ausstattung gehören Klimaanlagen, Fahrgastinformationssysteme, Toiletten und Mehrzweckbereiche für Velos, Kinderwagen und Gepäck.[3]

Je nach Nachfrage können zwei Triebzüge miteinander gekuppelt werden. Besonders auf dem stark ausgelasteten Abschnitt zwischen Zürich und dem Zürcher Oberland werden lange Doppelstockkompositionen eingesetzt.

Geschichte

Entstehung der Bahnstrecken

Die heutige S5 benutzt mehrere Bahnstrecken unterschiedlicher Entstehungszeit. Der westliche Linienast durch das Knonauer Amt wurde am 1. Juni 1864 als Verbindung von Zürich Altstetten nach Zug eröffnet.

Die Strecke verlor nach der Eröffnung der direkteren Verbindung Zürich–Thalwil–Zug im Jahr 1897 ihre Bedeutung für den überregionalen Personenverkehr. Sie entwickelte sich zu einer regionalen Bahn für die Gemeinden des Knonauer Amts.

Der östliche Linienast zwischen Zürich und Uster entstand als Teil der Glatthalbahn. Die Verbindung von Uster über Wetzikon und Rüti nach Rapperswil wurde in mehreren Etappen eröffnet.

Zwischen Rapperswil und Pfäffikon SZ verläuft die Linie über den Seedamm. Die Eisenbahnverbindung auf dem Seedamm wurde 1878 eröffnet und verband die Strecken am rechten und linken Zürichseeufer miteinander.

Einführung der S5 im Jahr 1990

Die S5 gehörte zu den ursprünglichen Linien der am 27. Mai 1990 eröffneten S-Bahn Zürich. Sie war von Beginn an als schnelle Verbindung zwischen dem Zürcher Oberland und der Stadt Zürich konzipiert.[4]

Bei der Einführung führte die Linie von Pfäffikon SZ über Rapperswil, Wetzikon, Uster, Zürich Stadelhofen und Zürich Hauptbahnhof in das Zürcher Unterland. Nördlich von Oberglatt wurden die Züge je nach Fahrplan nach Niederweningen oder Rafz geführt.

Zwischen Wetzikon und Zürich Stadelhofen verkehrte die S5 als beschleunigte Linie mit Halt in Uster. Der 1990 eröffnete Zürichbergtunnel verkürzte die Reisezeiten zwischen dem Zürcher Oberland und dem Stadtzentrum erheblich.

Vor der Eröffnung der S-Bahn fuhren die Regionalzüge aus dem Glattal über Wallisellen und Zürich Oerlikon zum Zürcher Hauptbahnhof. Die neue Tunnelstrecke ermöglichte eine deutlich direktere Verbindung über Stadelhofen.

Die schnelle S5 trug wesentlich dazu bei, dass der Anteil des öffentlichen Verkehrs im Pendlerverkehr zwischen dem Zürcher Oberland und Zürich zunahm.[5]

Veränderungen im Unterland

Die Linienführung im Zürcher Unterland wurde seit 1990 mehrfach verändert. Die Äste nach Rafz und Niederweningen wurden im Zuge verschiedener Fahrplan- und Netzanpassungen anderen S-Bahn-Linien zugeteilt.

Die Grundfunktion der S5 als schnelle Verbindung zwischen Pfäffikon SZ, Rapperswil, Uster und Zürich blieb jedoch bestehen.

Mit dem Bevölkerungswachstum im Zürcher Oberland stieg die Nachfrage stark an. Die ursprünglich eingesetzten Doppelstock-Pendelzüge wurden verlängert und später teilweise durch modernere Regio-Dosto ersetzt.

Vierte Teilergänzungen

Die vierte Teilergänzung der S-Bahn Zürich umfasste zahlreiche Infrastruktur- und Angebotsausbauten. Ein zentrales Element war die Neuordnung mehrerer Linien nach der Inbetriebnahme der Durchmesserlinie Zürich und des Bahnhofs Löwenstrasse.

Im Dezember 2015 erhielt die S5 ihre heutige Linienführung. Der bisherige Unterlandast wurde aufgegeben und die Linie ab Zürich Hauptbahnhof über Zürich Hardbrücke, Zürich Altstetten und das Knonauer Amt nach Zug geführt.[6]

Damit entstand eine neue direkte Verbindung zwischen Zug, Affoltern am Albis, Zürich, Uster, Rapperswil und Pfäffikon SZ. Der Abschnitt Zürich–Zug durch das Knonauer Amt war zuvor hauptsächlich von der S9 bedient worden.

Die Verbindung ins Wehntal übernahm die neu geordnete S15. Gleichzeitig wurde die S14 vom Zürcher Oberland in das Knonauer Amt geführt.

Entwicklung seit 2015

Die neue S5 verbesserte die Verbindungen zwischen dem Knonauer Amt und dem Zürcher Oberland. Fahrgäste aus Affoltern am Albis, Hedingen oder Birmensdorf können seither ohne Umsteigen nach Uster, Wetzikon, Rüti und Rapperswil reisen.

Gleichzeitig erhielt Zug eine direkte S-Bahn-Verbindung durch das Knonauer Amt nach Zürich und weiter in das Zürcher Oberland. Für Fahrten zwischen Zug und Zürich bleibt die Fernverkehrsstrecke über Thalwil jedoch deutlich schneller.

Die S5 dient deshalb zwischen Zug und Zürich vor allem der regionalen Erschliessung von Steinhausen und dem Knonauer Amt. Östlich von Zürich übernimmt sie die Funktion einer schnellen, stark nachgefragten Verbindung ins Zürcher Oberland.

Infrastruktur

Knonauer Strecke

Die Strecke zwischen Zürich Altstetten und Zug ist überwiegend einspurig. Zugkreuzungen finden unter anderem in Birmensdorf, Bonstetten-Wettswil, Affoltern am Albis, Mettmenstetten und Knonau statt.

Der Halbstundentakt der S5 und die zusätzlichen Züge der S14 erfordern eine genaue Fahrplankoordination. Verspätungen können sich wegen der eingleisigen Abschnitte auf entgegenkommende Züge übertragen.

Der Abschnitt Zürich Altstetten–Hedingen wurde im Laufe der Jahrzehnte teilweise ausgebaut. Verschiedene Bahnhöfe erhielten längere Perrons, moderne Stellwerke und hindernisfreie Zugänge.

Zürcher Stammstrecke

Zwischen Zürich Altstetten und Zürich Hauptbahnhof fährt die S5 über Zürich Hardbrücke. Im Hauptbahnhof benutzt sie die unterirdischen Gleise 41 bis 44 der Station Museumstrasse.

Der Hirschengrabentunnel verbindet den Hauptbahnhof mit Zürich Stadelhofen. Von dort führt der Zürichbergtunnel nach Stettbach.

Die beiden Tunnel wurden 1990 als Kernstück der ursprünglichen S-Bahn Zürich eröffnet. Sie ermöglichen die Durchbindung von Linien aus dem Westen Zürichs in das Glattal und Zürcher Oberland.

Abschnitt Zürich–Uster

Die Strecke zwischen Stadelhofen und Uster gehört zu den am stärksten belasteten Korridoren der S-Bahn Zürich. Neben der S5 verkehren dort mehrere weitere S-Bahn-Linien sowie Güter- und Dienstzüge.

Der Bahnhof Zürich Stadelhofen bildet einen bedeutenden Engpass. Bund und SBB planen deshalb ein viertes Gleis und einen zweiten Riesbachtunnel.

Die S5 fährt zwischen Stadelhofen und Uster ohne Halt. Dadurch unterscheidet sie sich von der S9, welche die Zwischenstationen bedient.

Seedamm

Zwischen Rapperswil und Pfäffikon SZ fährt die S5 über den Seedamm. Die Bahnstrecke verläuft dabei auf einem schmalen Damm und über mehrere Brückenabschnitte im Zürichsee.

Der Abschnitt ist Teil einer bedeutenden Verbindung zwischen dem Zürcher Oberland, der March und dem Kanton Graubünden. Neben der S5 verkehren dort Fernverkehrs-, Regional- und Güterzüge.

Die begrenzte Kapazität im Raum Rapperswil, auf dem Seedamm und im Bahnhof Pfäffikon SZ beeinflusst die Fahrplangestaltung. Bei einzelnen S5-Zügen entstehen deshalb längere Aufenthalte in Rapperswil.

Tarif

Der grösste Teil der S5 liegt im Gebiet des Zürcher Verkehrsverbundes. Auch Rapperswil SG und Pfäffikon SZ sind als äussere ZVV-Zonen in den Verbundtarif einbezogen; Pfäffikon SZ gehört zur Zone 181.[7]

Der Abschnitt zwischen Zug und Steinhausen gehört zum Tarifverbund Zug. Für verbundübergreifende Fahrten können Billette des nationalen Direkten Verkehrs oder kombinierte Z-Pass-Angebote verwendet werden.

Bedeutung

Die S5 verbindet mehrere stark wachsende Wohn- und Wirtschaftsregionen. Dazu gehören der Kanton Zug, das Knonauer Amt, die Stadt Zürich, das Zürcher Oberland und die Region Rapperswil-Pfäffikon.

Für das Knonauer Amt bildet sie gemeinsam mit der S14 das Rückgrat des Bahnverkehrs. Affoltern am Albis ist durch die S5 sowohl mit Zürich als auch direkt mit Zug und dem Zürcher Oberland verbunden.

Zwischen Zürich und Uster gehört die S5 zu den schnellsten S-Bahn-Verbindungen. Ihre Fahrzeit ist deutlich kürzer als jene der überall haltenden Linien.

Auch für den Freizeitverkehr besitzt die S5 Bedeutung. Sie erschliesst unter anderem die Altstädte von Zug und Rapperswil, den Zürichsee, den Greifensee, Wandergebiete im Knonauer Amt und zahlreiche Ausflugsziele in der Region Pfäffikon SZ.

Siehe auch

Literatur

  • Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz und Bahnprofil Schweiz CH+. AS Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-909111-74-9.
  • Dominik Brühwiler, Werner Schurter, Georges Rey: 25 Jahre Zürcher S-Bahn – Entwicklung von Angebot und Nachfrage. Zürich 2015.
  • Werner Stutz: Bahnhöfe der Schweiz – Von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg. Orell Füssli, Zürich 1983, ISBN 3-280-01405-0.

Einzelnachweise

  1. Linienfahrplan S5 Zug–Affoltern am Albis–Zürich HB–Uster–Pfäffikon SZ, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  2. Nachtnetz des Zürcher Verkehrsverbundes, Zürcher Verkehrsverbund, Fahrplanjahr 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  3. Angaben zur Hindernisfreiheit der S5, Zürcher Verkehrsverbund, gültig ab 14. Dezember 2025, abgerufen am 4. August 2026.
  4. Geschichte des Zürcher Verkehrsverbundes, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 4. August 2026.
  5. Auswirkungen der schnellen S-Bahn-Verbindungen auf den Pendlerverkehr, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 4. August 2026.
  6. Vierte Teilergänzungen der S-Bahn Zürich, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 4. August 2026.
  7. Regionalnetz und Tarifzonen des ZVV, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 4. August 2026.