Rapperswil-Jona
| Rapperswil-Jona | |
|---|---|
| Staat | Schweiz |
| Kanton | Kanton St. Gallen |
| Wahlkreis | See-Gaster |
| Gemeindenummer | 3340 |
| Gemeindetyp | Politische Gemeinde und Stadt |
| Entstehung | 1. Januar 2007 durch Vereinigung von Rapperswil und Jona |
| Stadtteile und Ortschaften | Rapperswil, Jona, Kempraten, Busskirch, Bollingen, Wagen und Wurmsbach |
| Fläche | 22,44 km² |
| Höhe | rund 409 m ü. M. |
| Tiefster Punkt | 407 m ü. M. bei Busskirch |
| Höchster Punkt | 544 m ü. M. im Eggwald bei Wagen |
| Seeufer | rund 14 km |
| Einwohner | 28'454 (1. Januar 2026) |
| Postleitzahlen | 8640, 8645, 8646 und 8715 |
| Sprache | Deutsch |
| Stadtpräsidentin | Barbara Dillier |
| Exekutive | fünfköpfiger Stadtrat |
| Legislative | Bürgerschaft an der Bürgerversammlung und an der Urne |
| Website | www.rapperswil-jona.ch |
Rapperswil-Jona ist eine politische Gemeinde und Stadt im Kanton St. Gallen. Sie liegt am oberen Zürichsee und gehört zum Wahlkreis See-Gaster. Die heutige Stadt entstand am 1. Januar 2007 durch die Vereinigung der früheren politischen Gemeinden Rapperswil und Jona.
Mit 28'454 Einwohnerinnen und Einwohnern am 1. Januar 2026 ist Rapperswil-Jona nach der Kantonshauptstadt St. Gallen die zweitgrösste Stadt des Kantons. Das Gemeindegebiet umfasst die mittelalterliche Stadt Rapperswil, das wesentlich grössere Siedlungsgebiet von Jona sowie die historischen Ortschaften und Weiler Kempraten, Busskirch, Bollingen, Wagen und Wurmsbach.[1]
Rapperswil-Jona ist ein bedeutendes regionales Zentrum für Wirtschaft, Bildung, Verkehr, Kultur und Tourismus. Die Stadt ist besonders für die Rapperswiler Altstadt, das Schloss Rapperswil, ihre Rosengärten, den Seedamm von Rapperswil, die historische Holzbrücke nach Hurden, Knies Kinderzoo, den Hauptsitz des Sanitärtechnikunternehmens Geberit und den Campus Rapperswil-Jona der OST – Ostschweizer Fachhochschule bekannt.
Die Stadt bezeichnet sich aufgrund ihrer Lage und ihrer historischen Rosengärten auch als «Rosenstadt» und «Perle am Obersee». Ihre Siedlungsstruktur ist von einem deutlichen Gegensatz geprägt: Rapperswil besitzt einen kompakten mittelalterlichen Stadtkern, während Jona aus einem ehemaligen Bauerndorf zu einem ausgedehnten Wohn-, Gewerbe- und Dienstleistungsgebiet gewachsen ist.
Geografie
Lage
Rapperswil-Jona liegt am nordöstlichen Ende des Zürichsees, ungefähr 30 Kilometer südöstlich der Stadt Zürich. Das Stadtgebiet befindet sich an der Übergangszone zwischen dem dicht besiedelten Zürichseegebiet, der Linthregion und den Voralpen.
Rapperswil liegt auf einer Halbinsel an einer natürlichen Verengung des Zürichsees. Der Seedamm verbindet die Stadt mit Hurden und der Gemeinde Freienbach im Kanton Schwyz. Er trennt den Hauptteil des Zürichsees vom östlich gelegenen Obersee.
Die ehemalige Gemeinde Jona umgab das kleine Stadtgebiet von Rapperswil auf der Landseite fast vollständig. Ihr Gebiet reichte von Kempraten im Nordwesten über Jona und Wagen bis nach Bollingen und Wurmsbach am Obersee. Seit der Vereinigung bilden diese historisch unterschiedlichen Räume eine gemeinsame Stadt.
Die Gemeindefläche beträgt 22,44 Quadratkilometer. Davon sind 6,25 Quadratkilometer beziehungsweise rund 28 Prozent bewaldet. Fast die Hälfte des Gemeindegebiets besteht aus Acker-, Wiesen- und übrigen Grünflächen. Die Länge des Seeanstosses beträgt rund 14 Kilometer.[1]
Landschaft
Das Landschaftsbild wird vom Zürichsee, dem Obersee, sanften Hügelzügen, bewaldeten Höhen und den Flusstälern der Jona und ihrer Zuflüsse geprägt.
Der niedrigste Punkt des Gemeindegebiets liegt bei Busskirch auf 407 Metern über Meer. Der höchste Punkt befindet sich im Eggwald bei Wagen auf 544 Metern über Meer.
Westlich und nördlich des dicht bebauten Stadtgebiets liegen Kempraten und die Wohnquartiere Lenggis und Meienberg. Im Osten gehen die Siedlungen von Rapperswil und Jona nahezu ohne sichtbare Grenze ineinander über.
Südöstlich schliessen sich landwirtschaftlich genutzte Gebiete, Feuchtflächen und die Ortschaften Busskirch, Bollingen und Wurmsbach an. Wagen liegt erhöht am Übergang zum Gebiet von Eschenbach.
Gewässer
Das wichtigste Fliessgewässer ist die Jona. Der Fluss kommt aus dem Zürcher Oberland, durchquert das Stadtgebiet und mündet bei Busskirch in den Obersee.
Weitere kleinere Bäche entwässern die Hügelgebiete von Wagen, Kempraten und Bollingen. Ein Teil der Gewässer wurde im Verlauf der Siedlungsentwicklung begradigt, eingedolt oder in künstlich befestigte Gerinne gelegt.
Der Zürichsee und der Obersee besitzen eine grosse Bedeutung für Landschaft, Naherholung, Wassersport, Schifffahrt und Tourismus. Die Stadt verfügt über mehrere öffentlich zugängliche Uferabschnitte, Badeanlagen, Häfen und Spazierwege.
Stadtgliederung
Rapperswil-Jona ist keine aus einem einzigen Zentrum entstandene Stadt. Das Gemeindegebiet besteht aus mehreren historisch gewachsenen Siedlungskernen.
| Ort | Charakter | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Rapperswil | Historischer Stadtteil | Mittelalterliche Altstadt, Schloss, Bahnhof, Hafen und touristisches Zentrum |
| Jona | Grösster Stadtteil | Verwaltungszentrum, Wohn- und Geschäftsquartiere, Schulen und Sportanlagen |
| Kempraten | Wohnquartier und historischer Siedlungsplatz | Römischer Vicus, Seeufer und Bahnstation |
| Busskirch | Historisches Kirchdorf | Kirche St. Martin und Mündung der Jona in den Obersee |
| Wagen | Ländlich geprägte Ortschaft | Landwirtschaft, Dorfkern und Übergang zum voralpinen Hügelland |
| Bollingen | Seeuferdorf | Kirche St. Pankratius, ländliche Landschaft und Turm von Carl Gustav Jung |
| Wurmsbach | Kloster- und Landwirtschaftsgebiet | Kloster Wurmsbach und Seeufer |
Neben diesen traditionellen Ortschaften bestehen Quartiere wie Lenggis, Meienberg, Blumenau, Schachen, Erlen, Rankwald, Südquartier und Spitzenwies. Die Grenzen zwischen vielen Quartieren sind im heutigen Siedlungsbild kaum mehr erkennbar.
Geschichte
Ur- und Frühgeschichte
Das Gebiet von Rapperswil-Jona gehört zu den ältesten nachweisbaren Siedlungslandschaften am Zürichsee. Archäologische Funde belegen menschliche Anwesenheit seit der Jungsteinzeit.
Im Uferbereich wurden Überreste von Siedlungen entdeckt, die zwischen ungefähr 4300 und 800 v. Chr. bestanden. Die unter Wasser oder in feuchtem Boden erhaltenen Holzkonstruktionen, Werkzeuge, Keramikgefässe und weiteren Gegenstände ermöglichen detaillierte Einblicke in das Leben der frühen bäuerlichen Gesellschaften.
Besondere Bedeutung besitzen die Fundstellen Rapperswil-Jona/Hombrechtikon–Feldbach und Rapperswil-Jona–Technikum. Sie gehören seit 2011 zum grenzüberschreitenden UNESCO-Welterbe «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen».[2]
Archäologische Untersuchungen wiesen zudem Überreste mehrerer prähistorischer Holzbrücken zwischen Rapperswil und Hurden nach. Die ältesten bekannten Konstruktionen stammen aus der Bronzezeit. Sie zeigen, dass die Seeenge bereits lange vor der Entstehung der mittelalterlichen Stadt als Verkehrsübergang genutzt wurde.
Römische Zeit
In der römischen Epoche bestand in Kempraten ein bedeutender Vicus. Die Siedlung lag an der Verbindung zwischen Zürich, Winterthur, dem Walenseegebiet, Chur und den Bündner Alpenpässen.
Kempraten war vom 1. bis zum 4. Jahrhundert ein regionaler Handels-, Gewerbe- und Etappenort. Die dortige römische Siedlung ist die grösste bisher nachgewiesene Anlage dieser Art im heutigen Kanton St. Gallen.
Auch in Busskirch, Jona und Wagen wurden römische Funde entdeckt. Die Kirche St. Martin in Busskirch steht auf den Überresten römischer Bauten.
Gräberfelder aus dem frühen Mittelalter belegen die alemannische Besiedlung der Region seit dem 7. Jahrhundert. Reste früher Kirchen in Kempraten, Busskirch und Jona zeigen, dass das Gebiet spätestens im 8. und 9. Jahrhundert christianisiert war.[3][4]
Entstehung Jonas
Der Fluss Jona wird 834 in einer Urkunde als Johanna erwähnt. Die Siedlung Jona entwickelte sich aus mehreren Höfen und bäuerlichen Genossenschaften.
Auf dem Gebiet der späteren Gemeinde Jona entstanden sechs wichtige Siedlungen:
- Jona;
- Busskirch;
- Kempraten;
- Wurmsbach;
- Bollingen;
- Wagen.
Diese Orte bildeten eigene kirchliche, wirtschaftliche und genossenschaftliche Strukturen. Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei und Weinbau bestimmten das Leben der Bevölkerung.
Um 1200 vereinigten die Herren von Rapperswil einen grossen Teil der Grundherrschaft und der hohen Gerichtsbarkeit. Die bäuerliche Bevölkerung des Umlands wurde zum Stand der sogenannten Hofleute zusammengefasst.
Gründung Rapperswils
Die Stadt Rapperswil wurde spätestens in den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts durch die Herren beziehungsweise Grafen von Rapperswil gegründet. Das Adelsgeschlecht verlegte seinen Sitz von Altendorf auf die strategisch günstig gelegene Halbinsel am Zürichsee.
Die Bürger von Rapperswil werden 1229 erstmals urkundlich genannt, die Stadt selbst 1233. Die Burg entstand auf dem markanten Schlosshügel über dem See. Die bereits bestehende Siedlung Endingen wurde in die Stadtbefestigung einbezogen.
Rapperswil lag an wichtigen Handels-, Pilger- und Verkehrswegen. Der Wasserweg über den Zürichsee führte weiter nach Weesen, zum Walensee und zu den Bündner Pässen. Zugleich verlief hier eine Route zum Kloster Einsiedeln.
Die Stadt entwickelte sich zum wirtschaftlichen und politischen Zentrum einer ausgedehnten Herrschaft. Märkte, Zölle und der Verkehr über die Seeenge bildeten wichtige Einnahmequellen.
Habsburgische Herrschaft
Nach dem Aussterben des Rapperswiler Geschlechts gelangte die Herrschaft im 14. Jahrhundert an die Linie Habsburg-Laufenburg. Im Jahr 1350 zerstörten Zürcher Truppen grosse Teile der Stadt und der Burg.
1354 erwarb Herzog Albrecht II. von Habsburg die Herrschaft. Unter habsburgischer Leitung wurden Stadt und Schloss wiederaufgebaut.
Zwischen 1358 und 1360 entstand eine rund 1450 Meter lange hölzerne Brücke über die Seeenge nach Hurden. Sie erleichterte den Handel, den Viehtrieb und den Pilgerverkehr nach Einsiedeln erheblich.
1415 erhob König Sigismund Rapperswil zur freien Reichsstadt. In dieser Zeit gelangten auch Jona, Kempraten, Busskirch, Wagen und Bollingen unter die direkte Herrschaft der Stadt.
Zugewandter Ort der Eidgenossenschaft
Im Alten Zürichkrieg befand sich Rapperswil in einer schwierigen Lage zwischen Habsburg und den expandierenden eidgenössischen Orten.
1458 besetzten eidgenössische Truppen die Stadt. 1464 schloss Rapperswil mit Uri, Schwyz, Unterwalden und Glarus ein Schirmbündnis. Die Stadt wurde damit ein zugewandter Ort der Alten Eidgenossenschaft.
Rapperswil behielt seine innere Selbstverwaltung, musste den Schirmorten jedoch militärische und aussenpolitische Rechte zugestehen. Die Stadt beteiligte sich an eidgenössischen Kriegszügen und diente wiederholt als Tagungsort.
Während der Reformation schlossen sich Teile der Bevölkerung vorübergehend der reformierten Bewegung an. Nach dem Sieg der katholischen Orte im Zweiten Kappelerkrieg von 1531 wurde die katholische Ordnung wiederhergestellt.
Im Ersten Villmergerkrieg von 1656 wurde Rapperswil von Zürcher Truppen belagert, konnte jedoch gehalten werden. Nach dem Zweiten Villmergerkrieg von 1712 übernahmen Zürich, Bern und Glarus die Schirmherrschaft.
Verhältnis zwischen Stadt und Land
Bis 1798 bildeten Rapperswil und das umliegende Gebiet eine gemeinsame Herrschaft, waren politisch und gesellschaftlich jedoch nicht gleichgestellt.
Die Bürger der Stadt verfügten über politische Vorrechte, Marktrechte, Zolleinnahmen und Gemeindegüter. Die Bewohner Jonas und der übrigen Hofgemeinden waren Untertanen der Stadt.
Die Hofleute bewirtschafteten landwirtschaftliche Flächen, Wälder und Alpen. Sie verfügten über lokale Genossenschaften und gewisse Selbstverwaltungsrechte, hatten aber keinen gleichberechtigten Zugang zur städtischen Politik.
Diese Unterschiede prägten das Verhältnis zwischen Rapperswil und Jona bis weit ins 19. Jahrhundert.
Helvetik und Kanton St. Gallen
1798 besetzten französische Truppen Rapperswil. Die alte Stadtrepublik und das Untertanenverhältnis wurden aufgehoben.
Rapperswil und Jona wurden als getrennte Munizipalitäten dem Kanton Linth der Helvetischen Republik zugeteilt. Die ehemalige Landbevölkerung Jonas verlangte zunächst eine gemeinsame Gemeinde. Die Stadtbürger von Rapperswil lehnten dies ab, da sie ihre Gemeindegüter nicht mit dem früheren Untertanengebiet teilen wollten.
Mit der Mediationsakte von 1803 wurden Rapperswil und Jona selbstständige politische Gemeinden des neu gegründeten Kantons St. Gallen.
Die Trennung kirchlicher, finanzieller und sozialer Einrichtungen dauerte teilweise bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts.
Industrialisierung
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lebte die Bevölkerung Jonas noch überwiegend von Landwirtschaft, Viehzucht und Weinbau.
An der Grenze zwischen Rapperswil und Jona entstanden jedoch frühe Industriebetriebe. Der Stadtbach lieferte Energie für Mühlen, Sägen, Färbereien und Spinnereien.
1803 nahm Christian Näf eine mechanische Baumwollspinnerei in Betrieb. 1811 gründeten die Brüder Brändlin eine weitere grosse Spinnerei. Entlang des Stadtbachs entstand ein zusammenhängendes Industriegebiet.
1874 eröffnete Caspar Melchior Gebert in Rapperswil eine Spenglerei. Aus diesem Handwerksbetrieb entwickelte sich später die weltweit tätige Geberit-Gruppe mit Hauptsitz in Jona.
Weitere bedeutende Unternehmen entstanden in der Metall-, Kunststoff-, Elektro- und Werkstoffindustrie. Die 1877 gegründete Firma Weidmann entwickelte sich zu einem international tätigen Industrieunternehmen.
Die Eröffnung der Zürichsee-Dampfschifffahrt, der Bau neuer Strassen und der Anschluss an das Eisenbahnnetz förderten die wirtschaftliche Entwicklung.
Eisenbahn und Seedamm
1859 erhielt Rapperswil eine Eisenbahnverbindung. 1878 wurde der neue steinerne Seedamm nach Hurden eröffnet. Er trug eine Strasse und ein Eisenbahngleis und ersetzte die mittelalterliche Holzbrücke.
1894 folgte die rechtsufrige Zürichseebahn nach Zürich. Mit der Eröffnung der Bahnstrecke durch den Rickentunnel im Jahr 1910 wurde Rapperswil auch direkt mit Wattwil und der Ostschweiz verbunden.
Die Lage an mehreren Bahn-, Strassen- und Schifffahrtslinien machte Rapperswil zu einem wichtigen Verkehrsknoten.
Wachstum im 20. Jahrhundert
Im 20. Jahrhundert entwickelten sich Rapperswil und Jona gemeinsam zu einem regionalen Zentrum.
Rapperswil blieb wegen seines kleinen Gemeindegebiets dicht bebaut. Es konzentrierte sich zunehmend auf Handel, Dienstleistungen, Bildung und Tourismus.
Jona verfügte dagegen über grosse Baulandreserven. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden neue Wohnquartiere, Gewerbegebiete, Schulen und Sportanlagen.
Die Einwohnerzahl Jonas wuchs von rund 4000 Personen im Jahr 1950 auf fast 17'000 im Jahr 2000. Die einst getrennten Siedlungskerne Rapperswil, Jona, Kempraten und Busskirch wuchsen zunehmend zusammen.
Anfang der 1970er-Jahre wurde am See das Interkantonale Technikum Rapperswil eröffnet. Daraus entstand später die Hochschule für Technik Rapperswil und schliesslich der Campus Rapperswil-Jona der OST.
Gemeindevereinigung
Mit dem räumlichen Zusammenwachsen mussten Rapperswil und Jona immer mehr Aufgaben gemeinsam lösen. Dazu gehörten Raumplanung, Verkehr, Schule, Feuerwehr, Versorgung, Kultur und Sport.
Ein erster Fusionsversuch scheiterte 1999 am Widerstand in Jona. In Rapperswil war die Zustimmung deutlich höher.
2003 stimmten die Stimmberechtigten beider Gemeinden in einer Konsultativabstimmung grundsätzlich einer Vereinigung zu. Anschliessend wurden ein Fusionsvertrag, eine neue Gemeindeordnung, eine Verwaltungsorganisation und ein gemeinsames Wappen ausgearbeitet.
2005 nahmen beide Gemeinden die erforderlichen Grundlagen an. Die neue Stadt Rapperswil-Jona entstand am 1. Januar 2007.[5]
Bei ihrer Gründung zählte die vereinigte Stadt 25'326 Einwohner. Bis Anfang 2026 wuchs die Bevölkerung auf 28'454 Personen.
Bevölkerung
Rapperswil-Jona ist die zweitbevölkerungsreichste Stadt des Kantons St. Gallen. Das Wachstum verlief besonders stark in der ehemaligen Gemeinde Jona.
| Stichtag | Einwohner |
|---|---|
| 1. Januar 2007 | 25'326 |
| 1. Januar 2010 | 26'034 |
| 1. Januar 2015 | 26'501 |
| 1. Januar 2020 | 27'078 |
| 1. Januar 2023 | 28'054 |
| 1. Januar 2024 | 28'260 |
| 1. Januar 2025 | 28'399 |
| 1. Januar 2026 | 28'454 |
Die Bevölkerung konzentriert sich vor allem in Rapperswil, Jona, Kempraten und den angrenzenden Quartieren. Wagen, Bollingen und Wurmsbach bewahrten stärker ländliche Strukturen.
Die Nähe zur Agglomeration Zürich, gute Verkehrsverbindungen, der See, Arbeitsplätze und ein breites Bildungs- und Freizeitangebot machen die Stadt zu einem gefragten Wohnort.
Die Alltagssprache ist überwiegend Schweizerdeutsch. Als Schriftsprache und Amtssprache wird Deutsch verwendet. Durch Zuwanderung werden zahlreiche weitere Sprachen gesprochen.
Historisch war die Bevölkerung mehrheitlich römisch-katholisch. Seit dem 19. Jahrhundert wuchs auch die reformierte Bevölkerung. Heute bestehen römisch-katholische und evangelisch-reformierte Kirchgemeinden sowie verschiedene weitere Religionsgemeinschaften.
Politik
Gemeindeorganisation
Rapperswil-Jona ist als Gemeinde mit Bürgerversammlung organisiert. Die Gesamtheit der in Gemeindeangelegenheiten Stimmberechtigten bildet die Bürgerschaft.
Die Bürgerschaft entscheidet an der Bürgerversammlung unter anderem über:
- die Gemeindeordnung;
- Jahresrechnung und Budget;
- den Gemeindesteuerfuss;
- grössere Ausgaben;
- Initiativen;
- den Beitritt zu Gemeinde- und Zweckverbänden.
Geschäfte, für die das Gesetz eine Urnenabstimmung verlangt, werden schriftlich an der Urne entschieden. Die Bürgerversammlung findet in der Regel dreimal jährlich statt.[6]
Mehrere Vorstösse zur Einführung eines Stadtparlaments wurden diskutiert, fanden jedoch keine ausreichende Zustimmung. Rapperswil-Jona gehört damit zu den grössten Schweizer Städten ohne kommunales Parlament.
Stadtrat
Der Stadtrat ist die Exekutive der Stadt. Seit Beginn der Amtsdauer 2025–2028 besteht er aus fünf vollamtlichen Mitgliedern.
Jedes Mitglied führt ein eigenes Ressort. Die Stimmberechtigten wählen den Stadtrat und die Stadtpräsidentin beziehungsweise den Stadtpräsidenten für vier Jahre.
Stadtpräsidentin ist seit 2025 Barbara Dillier. Sie leitet das Ressort Präsidiales.[7][8]
Bis Ende 2024 bestand der Stadtrat aus sieben Mitgliedern, von denen drei vollamtlich und vier nebenamtlich tätig waren. Die Verkleinerung sollte Zuständigkeiten vereinfachen und allen Mitgliedern eine gleichwertige Ressortverantwortung übertragen.
Stadtforum
Das Stadtforum ist ein beratendes Mitwirkungsgremium. Es setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Parteien, Verbänden, Vereinen und weiteren Organisationen zusammen.
Es berät wichtige Grundsatzfragen, entwickelt Stellungnahmen und unterstützt den Stadtrat bei der Vorbereitung grösserer Projekte. Das Stadtforum besitzt keine gesetzgeberischen Entscheidungsbefugnisse.[9]
Wappen
Das Wappen der vereinigten Stadt verbindet Symbole der beiden früheren Gemeinden.
Es zeigt die Rapperswiler Rosen und eine blaue waagrechte Wellenlinie. Die Rosen stammen aus dem historischen Wappen Rapperswils. Die Wellenlinie symbolisiert den Fluss Jona und den Zürichsee.
Das neue Wappen wurde am 1. Dezember 2005 zusammen mit der Gemeindeordnung der zukünftigen Stadt angenommen.[10]
Die Rose ist nicht nur ein heraldisches Zeichen. Sie prägt auch die touristische Identität Rapperswils als Rosenstadt.
Wirtschaft
Rapperswil-Jona ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort in der Region Obersee-Linth. Anfang 2026 verzeichnete die Stadt 1363 Unternehmen mit 12'417 Arbeitsplätzen.
Von den Arbeitsplätzen entfielen ungefähr:
- 2 Prozent auf den ersten Sektor;
- 21 Prozent auf Industrie und Bau;
- 77 Prozent auf Dienstleistungen.[1]
Die Wirtschaftsstruktur ist vielfältig. Neben Handel, Gastronomie, Tourismus, Gesundheitswesen und öffentlichen Dienstleistungen bestehen international tätige Industrie- und Technologieunternehmen.
Der bekannteste Konzern mit Hauptsitz in Rapperswil-Jona ist Geberit. Das Unternehmen stellt Sanitärsysteme und verwandte Produkte her und gehört zu den bedeutendsten Arbeitgebern der Stadt.
Weitere Unternehmen sind in den Bereichen Kunststofftechnik, Maschinenbau, Elektronik, Werkstofftechnik, Bau, Planung, Informatik und Medizintechnik tätig.
Die historische Altstadt ist ein wichtiges Einkaufs- und Gastronomiezentrum. In Jona befinden sich zusätzliche Einkaufszentren, Gewerbegebiete und Dienstleistungsbetriebe.
Viele Einwohner arbeiten ausserhalb der Stadt, insbesondere in der Agglomeration Zürich. Gleichzeitig pendeln zahlreiche Beschäftigte aus der Region nach Rapperswil-Jona.
Verkehr
Eisenbahn
Der Bahnhof Rapperswil ist ein bedeutender Eisenbahnknoten am oberen Zürichsee. Von hier bestehen Verbindungen:
- entlang des rechten Zürichseeufers nach Zürich;
- über Uster in den Zürcher Hauptbahnhof;
- über den Seedamm nach Pfäffikon und in Richtung Ziegelbrücke und Chur;
- über Uznach und den Rickentunnel nach Wattwil und St. Gallen.
Weitere Bahnstationen befinden sich in Jona, Kempraten und Blumenau.
Der Bahnverkehr ist Teil der Netze des Zürcher Verkehrsverbunds und des Tarifverbunds Ostwind. Rapperswil-Jona liegt dadurch an der Schnittstelle zwischen den Verkehrsregionen Zürich, Ostschweiz und Zentralschweiz.
Strassenverkehr
Der Seedamm ist eine der wichtigsten Strassenverbindungen zwischen den Kantonen St. Gallen und Schwyz. Er wird täglich von einem hohen Verkehrsaufkommen belastet.
Weitere Hauptachsen führen nach Rüti, Eschenbach, Uznach und Schmerikon. Der Durchgangs- und Zielverkehr verursacht insbesondere im Bereich der Altstadt, des Seedamms und der zentralen Stadtteile regelmässig Verkehrsprobleme.
Seit Jahrzehnten werden verschiedene Entlastungs- und Tunnellösungen diskutiert. Die Planung ist wegen der dichten Bebauung, des Seeufers, der Schutzgebiete und der hohen Kosten anspruchsvoll.
Bus und Schifffahrt
Regionale und städtische Buslinien verbinden die Bahnhöfe mit den Wohnquartieren, den Ortschaften Wagen und Bollingen sowie den Nachbargemeinden.
Rapperswil ist zudem ein wichtiger Anlegeort der Zürichsee-Schifffahrt. Kursschiffe verbinden die Stadt mit Zürich, den Seegemeinden und weiteren Orten am Obersee.
Holzbrücke und Seedamm
Die historische Holzbrücke zwischen Rapperswil und Hurden wurde im 14. Jahrhundert errichtet und mehrmals erneuert. Sie blieb über 500 Jahre in Betrieb.
1878 ersetzte der steinerne Seedamm die alte Konstruktion. Er nahm Strasse und Eisenbahn auf.
Am 6. April 2001 wurde eine neue Fussgänger-Holzbrücke eingeweiht. Sie orientiert sich am historischen Verlauf, ist 841 Meter lang und steht auf 233 Pfählen. Sie gilt als längste Holzbrücke der Schweiz.[11]
Die Brücke gehört zum Jakobsweg und verbindet Rapperswil mit dem Pilgerweg nach Einsiedeln.
Bildung und Forschung
Rapperswil-Jona verfügt über ein umfassendes Angebot an Kindergärten, Primarschulen und Oberstufenzentren.
Die wichtigste Hochschuleinrichtung ist der Campus Rapperswil-Jona der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Er liegt unmittelbar am Zürichsee in der Nähe des Bahnhofs.
Der Campus ging aus dem Interkantonalen Technikum Rapperswil und der späteren Hochschule für Technik Rapperswil hervor. Seit dem 1. September 2020 ist er Teil der OST, die durch den Zusammenschluss der Hochschulen in Rapperswil, Buchs und St. Gallen entstand.[12]
Schwerpunkte bestehen unter anderem in:
- Informatik;
- Elektrotechnik;
- Maschinentechnik;
- Bauingenieurwesen;
- erneuerbaren Energien und Umwelttechnik;
- Raumplanung;
- Landschaftsarchitektur;
- angewandter Forschung und Entwicklung.
Der Hochschulstandort stärkt die Bedeutung der Stadt als Zentrum für Technik, Planung, Digitalisierung und nachhaltige Entwicklung.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Altstadt von Rapperswil
Die Rapperswiler Altstadt liegt zwischen Bahnhof, Hafen und Schlosshügel. Ihr Grundriss, die engen Gassen, Plätze, Bürgerhäuser und Teile der Befestigungsanlagen erinnern an die mittelalterliche Stadtentwicklung.
Zu den wichtigsten Plätzen gehören:
- Hauptplatz;
- Fischmarktplatz;
- Engelplatz;
- Endingerplatz;
- Curtiplatz;
- Stadthofplatz.
Das historische Rathaus wurde 1419 erstmals erwähnt. Das heutige Erscheinungsbild entstand durch mehrere Umbauten.
Die Altstadt ist heute ein Zentrum für Gastronomie, Detailhandel, Veranstaltungen und Tourismus. Der Autoverkehr ist in weiten Teilen eingeschränkt.
Schloss Rapperswil
Das Schloss Rapperswil steht auf dem Lindenhof über der Altstadt. Es wurde im 13. Jahrhundert durch die Herren von Rapperswil errichtet und nach der Zerstörung von 1350 unter habsburgischer Herrschaft wieder aufgebaut.
Die Anlage besitzt drei markante Türme und umschliesst einen Innenhof. Von der Umgebung des Schlosses bietet sich ein weiter Blick über den Zürichsee, den Seedamm und die Alpen.
Zwischen 1870 und 2022 war im Schloss mit Unterbrechungen das Polenmuseum untergebracht. Es erinnerte an die polnische Geschichte, den Unabhängigkeitskampf und die Beziehungen zwischen Polen und der Schweiz.
Die Polensäule auf dem Lindenhof und weitere Denkmäler erinnern weiterhin an diese Verbindung. Nach einer umfassenden Sanierung wurde das Schloss einer breiteren kulturellen und touristischen Nutzung zugeführt.
Am Schlosshügel befindet sich ein Hirschpark. Der Hirsch ist mit der Gründungssage Rapperswils verbunden.
Stadtpfarrkirche St. Johann
Die katholische Stadtpfarrkirche St. Johann steht unmittelbar neben dem Schloss.
Eine Vorgängerkirche wurde wahrscheinlich bereits im frühen 13. Jahrhundert errichtet. Nach einem Brand im Jahr 1882 entstand ein neugotischer Neubau, der 1885 geweiht wurde.
Die Kirche bildet zusammen mit dem Schloss, dem Lindenhof und der Altstadt ein weithin sichtbares Bauensemble.
Kapuzinerkloster
Das Kapuzinerkloster am Endingerhorn wurde 1603 gegründet und 1606 erbaut. Es liegt direkt am See unterhalb des Schlosshügels.
Das Kloster entstand im Zusammenhang mit der katholischen Erneuerung nach der Reformation. Es ist bis heute ein geistlicher und kultureller Ort.
Ein öffentlicher Weg führt entlang des Klosters und des Seeufers.
Rosenstadt
Rapperswil ist seit dem 20. Jahrhundert als Rosenstadt bekannt. Mehrere öffentliche Gärten enthalten Tausende Rosenstöcke und zahlreiche Sorten.
Die Rosengärten liegen unter anderem beim Kapuzinerkloster, am Schanzweg und in der Umgebung des Schlosshügels. Ein Duftrosengarten wurde besonders für sehbehinderte und blinde Menschen gestaltet.
Die Rose ist ein zentrales Element des Stadtwappens und der touristischen Vermarktung.
Stadtmuseum
Das Stadtmuseum Rapperswil-Jona befindet sich in historischen Gebäuden bei der Stadtpfarrkirche.
Seine Ausstellung behandelt rund 800 Jahre Stadt- und Kulturgeschichte. Themen sind unter anderem Archäologie, Herrschaft, Handwerk, Handel, Religion, Alltagsleben und die Entwicklung von Rapperswil und Jona.[13]
Kunst und Veranstaltungsorte
Das Kunst(Zeug)Haus befindet sich in einem ehemaligen Zeughaus zwischen Rapperswil und Jona. Es zeigt schweizerische Gegenwartskunst und wechselnde Ausstellungen.
Weitere Kulturorte sind:
- die Alte Fabrik;
- die Kellerbühne Grünfels;
- das Kulturzentrum Kreuz;
- die Stadtbibliothek;
- das ZAK;
- das Haus der Musik;
- verschiedene kirchliche und private Veranstaltungsräume.
Knies Kinderzoo und Circus Knie
Rapperswil-Jona ist der Heimatort des Schweizer Circus Knie. Das Winterquartier und wichtige betriebliche Einrichtungen des Zirkus befinden sich in der Stadt.
Knies Kinderzoo wurde 1962 eröffnet. Er richtet sich besonders an Familien und ermöglicht einen vergleichsweise direkten Kontakt mit verschiedenen Tierarten.
Der Kinderzoo gehört zu den meistbesuchten touristischen Einrichtungen der Region.
Kloster Wurmsbach
Das Zisterzienserinnenkloster Mariazell Wurmsbach liegt am Ufer des Obersees.
Es wurde 1259 gestiftet und 1261 in den Zisterzienserorden aufgenommen. Das Kloster prägte die religiöse, landwirtschaftliche und bildungsgeschichtliche Entwicklung der Umgebung über Jahrhunderte.[14]
Bollingen und der Turm von Carl Gustav Jung
Im ländlich geprägten Bollingen befindet sich der sogenannte Turm von Bollingen. Der Psychiater Carl Gustav Jung liess das private Gebäude ab den 1920er-Jahren in mehreren Etappen errichten.
Der Turm war Rückzugs-, Wohn- und Arbeitsort Jungs. Er befindet sich in Privatbesitz und ist nicht regulär öffentlich zugänglich.
Natur und Naherholung
Rapperswil-Jona besitzt einen hohen Anteil an Grün-, Landwirtschafts- und Waldflächen.
Beliebte Naherholungsgebiete sind:
- das Seeufer zwischen Rapperswil und Busskirch;
- die Holzbrücke nach Hurden;
- der Lindenhof;
- die Uferwege bei Kempraten;
- das Joner Allmeindgebiet;
- der Stampf bei Busskirch;
- die Wälder bei Wagen;
- die Landschaft um Bollingen und Wurmsbach;
- die Sport- und Badeanlagen im Lido.
Mehrere Feuchtgebiete und Riedflächen sind ökologisch wertvoll. Sie bieten Lebensräume für Wasservögel, Amphibien, Insekten und seltene Pflanzen.
Der Zürichsee und der Obersee werden zum Segeln, Rudern, Schwimmen und für weitere Wassersportarten genutzt.
Sport
Der bekannteste Sportverein der Stadt sind die SC Rapperswil-Jona Lakers. Der Eishockeyclub trägt seine Heimspiele im Sportgebiet Lido aus und besitzt eine grosse regionale Anhängerschaft.
Weitere bedeutende Sportarten sind Fussball, Leichtathletik, Schwimmen, Rudern, Segeln, Tennis, Turnen und Kampfsport.
Die Stadt betreibt Sportanlagen im Lido und im Grünfeld. Dazu gehören Eisstadion, Fussballplätze, Leichtathletikanlagen, Hallen und weitere Einrichtungen.
Rapperswil-Jona ist regelmässig Austragungsort von Lauf-, Radsport-, Triathlon- und Wassersportveranstaltungen.
Verkehrspolitik und Stadtentwicklung
Das starke Wachstum der Bevölkerung und der Arbeitsplätze stellt die Stadt vor räumliche und verkehrspolitische Herausforderungen.
Zu den zentralen Themen gehören:
- die Verdichtung bestehender Siedlungsgebiete;
- der Schutz von Landschaft und Seeufer;
- die Aufwertung der Zentren von Rapperswil und Jona;
- bezahlbarer Wohnraum;
- der Ausbau des öffentlichen Verkehrs;
- sichere Fuss- und Veloverbindungen;
- die Entlastung vom motorisierten Verkehr;
- die Erneuerung von Schul- und Sportanlagen.
Da das Stadtgebiet zwischen See, Kantonsgrenze, bestehenden Siedlungen und geschützten Landschaften liegt, sind die verfügbaren Bauflächen begrenzt.
Die Stadt verfolgt mit dem Stadtentwicklungskonzept und dem Masterplan «StadtLebensRaum 2040» eine langfristige räumliche Planung.
Persönlichkeiten
Mit Rapperswil-Jona verbunden sind unter anderem:
- Carl Gustav Jung, Psychiater und Erbauer des Turms von Bollingen;
- Władysław Plater, polnischer Exilpolitiker und Gründer des Polenmuseums;
- Stefan Żeromski, polnischer Schriftsteller und zeitweiliger Bibliothekar im Polenmuseum;
- Alfredo Noseda, Dirigent und Musikpädagoge;
- Mitglieder der Zirkusfamilie Knie;
- zahlreiche Unternehmer, Kunstschaffende, Sportlerinnen und Politiker aus der Region.
Zeittafel
| Zeitraum oder Jahr | Ereignis |
|---|---|
| ab etwa 4300 v. Chr. | Prähistorische Ufer- und Inselsiedlungen am Zürichsee. |
| Bronzezeit | Bau früher hölzerner Übergänge zwischen Rapperswil und Hurden. |
| 1.–4. Jahrhundert | Römischer Vicus in Kempraten. |
| 834 | Erste schriftliche Erwähnung des Flusses Jona als Johanna. |
| nach 1220 | Gründung der Stadt Rapperswil durch die Herren von Rapperswil. |
| 1229 | Erste Erwähnung der Bürger von Rapperswil. |
| 1233 | Erste ausdrückliche Erwähnung der Stadt. |
| 1259 | Stiftung des Klosters Wurmsbach. |
| 1350 | Zerstörung von Stadt und Burg durch Zürcher Truppen. |
| 1358–1360 | Bau der mittelalterlichen Holzbrücke nach Hurden. |
| 1415 | Rapperswil wird freie Reichsstadt. |
| 1464 | Abschluss des Schirmbündnisses mit Uri, Schwyz, Unterwalden und Glarus. |
| 1603 | Gründung des Kapuzinerklosters. |
| 1798 | Ende der alten Herrschaft; Rapperswil und Jona werden getrennte Gemeinden. |
| 1803 | Eingliederung beider Gemeinden in den neu gegründeten Kanton St. Gallen. |
| 1859 | Anschluss Rapperswils an das Eisenbahnnetz. |
| 1874 | Gründung des späteren Geberit-Unternehmens. |
| 1878 | Eröffnung des Seedamms. |
| 1894 | Eröffnung der rechtsufrigen Zürichseebahn. |
| 1910 | Eröffnung der Bahnverbindung durch den Rickentunnel. |
| 1962 | Eröffnung von Knies Kinderzoo. |
| Anfang der 1970er-Jahre | Eröffnung des Interkantonalen Technikums Rapperswil. |
| 1999 | Erster Fusionsversuch scheitert. |
| 2003 | Grundsätzliche Zustimmung zur Vereinigung von Rapperswil und Jona. |
| 2001 | Eröffnung der neuen Fussgänger-Holzbrücke nach Hurden. |
| 2005 | Annahme von Fusionsvertrag, Gemeindeordnung und neuem Stadtwappen. |
| 1. Januar 2007 | Entstehung der Stadt Rapperswil-Jona. |
| 2011 | Aufnahme der Fundstellen Feldbach und Technikum in das UNESCO-Welterbe. |
| 2020 | Der Hochschulstandort wird Teil der OST – Ostschweizer Fachhochschule. |
| 2025 | Verkleinerung des Stadtrats von sieben auf fünf vollamtliche Mitglieder. |
Siehe auch
- Rapperswil SG
- Jona SG
- Geschichte der Stadt Rapperswil
- Kempraten
- Seedamm von Rapperswil
- Schloss Rapperswil
- Holzbrücke Rapperswil–Hurden
- Kloster Wurmsbach
- Knies Kinderzoo
- SC Rapperswil-Jona Lakers
- OST – Ostschweizer Fachhochschule
- Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
- Liste der Gemeinden im Kanton St. Gallen
- Zürichsee
Weblinks
- Offizielle Website der Stadt Rapperswil-Jona
- Geschichte der Stadt Rapperswil-Jona
- Rapperswil-Jona im Historischen Lexikon der Schweiz
- Rapperswil im Historischen Lexikon der Schweiz
- Jona im Historischen Lexikon der Schweiz
- Tourismusinformationen zu Rapperswil-Jona
- OST – Ostschweizer Fachhochschule
- UNESCO-Pfahlbauten in der Schweiz
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Wichtige Zahlen, Stadt Rapperswil-Jona, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ UNESCO-Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen, Schweizerische Koordinationsgruppe UNESCO Palafittes, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Rapperswil (SG), in: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Jona, in: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Rapperswil-Jona, in: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Bürgerversammlung, Stadt Rapperswil-Jona, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Stadtrat, Stadt Rapperswil-Jona, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Barbara Dillier, Stadt Rapperswil-Jona, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Stadtforum, Stadt Rapperswil-Jona, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Wappen, Stadt Rapperswil-Jona, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Holzbrücke und Seedamm, Stadt Rapperswil-Jona, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ OST – Ostschweizer Fachhochschule, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Geschichte, Stadt Rapperswil-Jona, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Wurmsbach, in: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 23. Juli 2026.