Urdorf
| Urdorf | |
|---|---|
| Staat | Schweiz |
| Kanton | Zürich |
| Bezirk | Dietikon |
| BFS-Nummer | 0250 |
| Postleitzahl | 8902 |
| Koordinaten | 47° 23′ N, 8° 26′ O |
| Höhe | 416 m ü. M. |
| Fläche | 7,58 km² |
| Einwohner | 10'479 (31. Dezember 2025) |
| Einwohnerbezeichnung | Urdorfer, Urdorferin |
| Gemeindepräsidentin | Filiz Di Liberto (parteilos) |
| Gemeindeexekutive | Gemeinderat mit 7 Mitgliedern |
| Legislative | Gemeindeversammlung |
| Website | urdorf.ch |
Urdorf ist eine politische Gemeinde im Bezirk Dietikon des Kantons Zürich. Sie liegt am südlichen Rand des Limmattals, unmittelbar südwestlich von Schlieren und westlich der Stadt Zürich. Die Gemeinde gehört zur Metropolregion Zürich und bildet einen Übergangsraum zwischen dem dicht besiedelten Limmattal, dem Reppischtal und den bewaldeten Höhen des Zürcher Mittellands.
Die heutige Gemeinde entstand 1931 durch den Zusammenschluss der zuvor selbstständigen Gemeinden Oberurdorf und Niederurdorf. Während Urdorf bis weit ins 20. Jahrhundert landwirtschaftlich geprägt blieb, entwickelte es sich nach dem Zweiten Weltkrieg rasch zu einer Wohn-, Gewerbe- und Dienstleistungsgemeinde. Einen besonderen Wachstumsschub brachte die Nähe zur Stadt Zürich, verbunden mit dem Ausbau von Bahn, Strassen und regionalem öffentlichem Verkehr.
Ende 2025 lebten 10'479 Menschen mit Hauptwohnsitz in Urdorf. Davon besassen 7'588 das Schweizer Bürgerrecht und 2'891 eine ausländische Staatsangehörigkeit.[1]
Urdorf verfügt über zwei Haltestellen der S-Bahn Zürich, mehrere Busverbindungen und Stationen der Limmattalbahn. Mit der Kantonsschule Limmattal, zahlreichen Sportanlagen und einem bedeutenden Arbeitsplatzgebiet besitzt die Gemeinde eine regionale Funktion, die über ihre Einwohnerzahl hinausgeht.
Name
In einer auf das Jahr 1124 datierten Urkunde erscheint der Ortsname in der heutigen Form Urdorf. Die entsprechende Überlieferung ist nur in späterer Abschrift erhalten. Weitere mittelalterliche Belege stammen aus dem 12. und 13. Jahrhundert.
Der Name besteht aus dem Grundwort -dorf und einem nicht abschliessend geklärten Bestimmungswort. Dieses wird teilweise mit einem althochdeutschen Personennamen in Verbindung gebracht. Der Ortsname könnte demnach ursprünglich «Dorf des Uro» oder «Dorf des Uro beziehungsweise Urold» bedeutet haben.
Die seit dem Mittelalter unterscheidbaren Siedlungen wurden als Oberurdorf und Niederurdorf bezeichnet. Oberurdorf bildete den grösseren Dorfkern am Schäflibach, während Niederurdorf weiter nördlich in Richtung Limmattal lag.
In der schweizerdeutschen Mundart wird Urdorf ungefähr als Urdorf ausgesprochen. Die Einwohnerinnen und Einwohner werden als Urdorferinnen und Urdorfer bezeichnet.
Geografie
Lage
Urdorf liegt im südwestlichen Teil der Agglomeration Zürich. Das Siedlungsgebiet erstreckt sich von der Ebene des Limmattals über das Tal des Schäflibachs bis an die bewaldeten Höhen zwischen Limmattal und Reppischtal.
Die Gemeinde grenzt an Zürich, Schlieren, Dietikon, Birmensdorf und Uitikon sowie an die aargauischen Gemeinden Rudolfstetten-Friedlisberg und Bergdietikon.[2]
Das Gemeindegebiet umfasst gemäss den geografischen Kennzahlen des Bundesamts für Statistik 758 Hektaren beziehungsweise 7,58 Quadratkilometer.[3]
Der Bahnhof Urdorf liegt auf rund 442 Metern über Meer. Der höchste Punkt des Gemeindegebiets befindet sich im Gebiet Oberbuechholz beziehungsweise Hohbüel auf 587 Metern, der tiefste Punkt an der Bernstrasse im Gebiet Schönenwerd auf ungefähr 395 Metern über Meer.[2]
Landschaft
Die Landschaft wurde wesentlich durch die eiszeitlichen Gletscher geprägt. Das heutige Siedlungsgebiet liegt in einer flachen bis sanft ansteigenden Geländemulde, die von Moränen, Schottern und lehmigen Ablagerungen gebildet wird.
Im Norden geht Urdorf in den dicht besiedelten und stark durch Verkehrswege geprägten Raum des Limmattals über. Südlich und westlich des Dorfes bestimmen Wälder, Landwirtschaftsflächen und Hügelzüge das Landschaftsbild.
Zu den bedeutenden Waldgebieten gehören der Honeret, das Oberbuechholz und weitere Wälder an den Hängen zum Reppischtal. Diese Gebiete dienen der Forstwirtschaft, dem Naturschutz und der Naherholung.
Nach Angaben der Gemeinde entfallen ungefähr 33 Prozent des Gemeindegebiets auf Wald, 32 Prozent auf Landwirtschaftsflächen, 26 Prozent auf das Siedlungsgebiet und 9 Prozent auf Verkehrsflächen.[2]
Schäflibach
Der Schäflibach durchfliesst Urdorf von Süden nach Norden. Er entspringt im Gebiet zwischen Birmensdorf, Uitikon und Urdorf und fliesst über Schlieren der Limmat zu.
Der Bach war für die historische Siedlungsentwicklung von grosser Bedeutung. An ihm lagen Landwirtschaftsbetriebe, Brunnen und eine Mühle. Gleichzeitig konnte er bei starken Niederschlägen über die Ufer treten und Schäden verursachen.
Im Zuge des Siedlungswachstums wurde der Schäflibach abschnittsweise verbaut, begradigt oder eingedolt. Neuere Projekte verfolgen das Ziel, Hochwasserschutz und ökologische Aufwertung miteinander zu verbinden. Ufer sollen naturnäher gestaltet, die Artenvielfalt gefördert und der Bach als öffentlicher Freiraum aufgewertet werden.[4]
Klima
Urdorf besitzt ein gemässigtes mitteleuropäisches Klima. Die Sommer sind häufig warm und niederschlagsreich, die Winter kühl und zeitweise neblig.
Die Lage am Rand des Limmattals begünstigt bei windschwachen Wetterlagen die Bildung von Nebel und Kaltluft. An den südlich ausgerichteten Hängen kann sich die Luft dagegen stärker erwärmen.
Mit der Verdichtung des Siedlungsgebiets gewinnen Schatten spendende Bäume, unversiegelte Böden, offene Gewässer und zusammenhängende Grünräume für das lokale Klima an Bedeutung.
Ortsteile und Quartiere
Die Gemeinde besteht historisch aus den beiden Ortsteilen Oberurdorf und Niederurdorf.
Oberurdorf bildet den älteren und grösseren Dorfkern. Hier befinden sich die alte reformierte Kirche, historische Bauernhäuser, die ehemalige Mühle und weitere ältere Gebäude.
Niederurdorf liegt weiter nördlich. Die frühere Kleingemeinde entwickelte sich besonders nach dem Bau der Kantonsstrasse und der Eisenbahn.
Weitere gebräuchliche Gebiets- und Quartierbezeichnungen sind:
- Weihermatt;
- Zentrum;
- Spitzacker;
- Moos;
- Berg;
- Neumatt;
- Herweg;
- Birmensdorferstrasse;
- Urdorf-Nord;
- Schönenwerd;
- Oberbuechholz.
Die Grenzen dieser Quartiere besitzen keine eigenständige politische Bedeutung. Für die räumliche Planung, Schulorganisation und statistische Betrachtung werden teilweise abweichende Gebietseinteilungen verwendet.
Bevölkerung
Urdorf zählte während Jahrhunderten nur wenige hundert Einwohnerinnen und Einwohner. Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von Landwirtschaft, Handwerk und lokaler Heimarbeit.
Im 19. Jahrhundert blieb das Wachstum zunächst bescheiden. Erst der Ausbau der Verkehrsverbindungen und die zunehmende wirtschaftliche Verflechtung mit Zürich und dem Limmattal veränderten die Gemeinde grundlegend.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine starke Bautätigkeit ein. Einfamilienhausquartiere, Mehrfamilienhäuser, Schulen und Gewerbebauten entstanden auf früheren Landwirtschaftsflächen.
Zwischen 1950 und 1970 vervierfachte sich die Einwohnerzahl nahezu. Seit den 1980er-Jahren verläuft das Wachstum langsamer, setzte sich jedoch mit einzelnen Schwankungen fort.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1850 | 770 |
| 1900 | 711 |
| 1950 | 1'929 |
| 1960 | 3'809 |
| 1970 | 7'960 |
| 1980 | 8'589 |
| 1990 | 8'382 |
| 2000 | 9'270 |
| 2010 | 8'979 |
| 2020 | 10'009 |
| 2022 | 10'327 |
| 2024 | 10'503 |
| 2025 | 10'479 |
Die Bevölkerung ist sprachlich, kulturell und religiös vielfältig. Neben Deutsch werden unter anderem Italienisch, Albanisch, Portugiesisch, Spanisch, Englisch und verschiedene südslawische Sprachen gesprochen.
Die hohe Zahl von Arbeitsplätzen und die gute Verkehrsanbindung führen zu starken Pendlerbewegungen. Viele Einwohnerinnen und Einwohner arbeiten in Zürich, Schlieren, Dietikon oder anderen Gemeinden der Region. Umgekehrt pendeln zahlreiche Beschäftigte nach Urdorf.
Geschichte
Vorgeschichte
Das Gebiet von Urdorf war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Im Gebiet Rainweg und Moosmatt wurden Spuren einer bronzezeitlichen Siedlung entdeckt.
Die Lage zwischen dem Limmattal und den Übergängen ins Reppischtal bot Zugang zu Wasser, fruchtbaren Böden, Wald und natürlichen Verkehrswegen.
Weitere Einzelfunde zeigen, dass Menschen das Gebiet auch während der Eisenzeit nutzten. Eine lückenlose Besiedlungsgeschichte lässt sich aus den archäologischen Funden jedoch nicht ableiten.
Römische Zeit
In Oberurdorf befand sich im Gebiet Heidenkeller ein römischer Gutshof. Die Anlage entstand wahrscheinlich in der Mitte des 2. Jahrhunderts nach Christus.
Archäologische Untersuchungen wiesen ein Hauptgebäude von ungefähr 37 auf 27 Metern sowie ein separates Badegebäude nach. Der Gutshof diente vermutlich der landwirtschaftlichen Versorgung der umliegenden Region und der nahe gelegenen Siedlungen.
Das Limmattal war in römischer Zeit ein wichtiger Verkehrsraum zwischen Turicum, dem heutigen Zürich, und Vindonissa beim heutigen Windisch. Urdorf lag südlich dieser Hauptverbindung, war aber über lokale Wege mit ihr verbunden.
Nach dem Ende der römischen Herrschaft wurden die Gebäude aufgegeben und verfielen. Die Bezeichnung Heidenkeller erinnert an die später nicht mehr verstandenen Mauerreste.
Mittelalter
In einer auf 1124 datierten Urkunde erscheint der Ortsname in heutiger Schreibweise. 1179 wurde Besitz in Urdorf in einem Güterverzeichnis des Klosters Engelberg erwähnt.[5]
Die Kapelle St. Georg im Reppischtal ist für das Jahr 1173 belegt. Eine dem heiligen Nikolaus geweihte Kapelle in Oberurdorf wurde 1184 erwähnt. Aus ihr entwickelte sich die heutige alte reformierte Kirche.
Im Spätmittelalter bestanden Oberurdorf und Niederurdorf als getrennte Siedlungen. Oberurdorf war deutlich grösser und verfügte über eine Mühle am Schäflibach, eine Taverne und mehrere grössere Bauernhöfe.
Das Kloster St. Blasien im Schwarzwald besass in Oberurdorf einen bedeutenden Dinghof. Weitere Grundbesitzer waren kirchliche Institutionen und weltliche Adelsfamilien.
Die hohe Gerichtsbarkeit gehörte zeitweise zur Grafschaft Baden. Die niederen Gerichts- und Herrschaftsrechte waren auf verschiedene Besitzer verteilt.
Zürcher Herrschaft
Seit dem späten 15. Jahrhundert erwarb die Stadt Zürich schrittweise Herrschaftsrechte in Urdorf. Oberurdorf wurde schliesslich der Zürcher Obervogtei Birmensdorf zugeordnet.
Niederurdorf blieb in einzelnen Rechts- und Verwaltungsfragen anders organisiert. Die komplizierten Zuständigkeiten zwischen Zürich, Baden und verschiedenen Grundherren bestanden teilweise bis zum Ende des Ancien Régime.
Mit der Zürcher Reformation in den 1520er-Jahren wurde Urdorf evangelisch-reformiert. Die Kirche und kirchliche Besitzverhältnisse wurden neu geordnet.
Bad Urdorf
1526 liess der Zürcher Bürgermeister Hans Steiner an einer als heilkräftig geltenden Quelle ein Gebäude errichten. Daraus entwickelte sich das Bad Urdorf.
Das heutige Gasthaus zur Sonne geht in seinem Kern auf diese Anlage zurück. Der Badebetrieb erlebte besonders im 17. Jahrhundert eine Blütezeit.
Besucherinnen und Besucher kamen wegen des mineralhaltigen Wassers, zur Erholung und zu gesellschaftlichen Zusammenkünften. Neben dem eigentlichen Bad bestanden Unterkunfts- und Verpflegungsmöglichkeiten.
Mit dem Aufkommen moderner Kurorte und veränderten medizinischen Vorstellungen verlor Bad Urdorf allmählich an Bedeutung. Das Gasthaus blieb jedoch ein wichtiger Teil des Dorflebens.
Helvetik und moderne Gemeindeordnung
Die Helvetische Revolution von 1798 beendete die alten Herrschafts- und Gerichtsverhältnisse. Oberurdorf und Niederurdorf wurden moderne politische Gemeinden.
Nach der Mediationsakte von 1803 gehörten beide zum Bezirk Zürich. Zuvor waren sie zeitweise dem Bezirk Horgen zugeteilt worden.
1830 und 1831 versuchten die kantonalen Behörden, Oberurdorf und Niederurdorf zu einer Gemeinde zusammenzuschliessen. Die Einwohner von Niederurdorf widersetzten sich der Vereinigung. 1832 wurden die Gemeinden wieder getrennt.
Die Gemeindetrennung blieb noch fast ein Jahrhundert bestehen, obwohl Schule, Kirche, Versorgung und Verkehrsfragen zunehmend eine Zusammenarbeit erforderten.
Verkehr und Wandel im 19. Jahrhundert
Zwischen 1848 und 1850 wurde die Kantonsstrasse von Dietikon über Urdorf nach Birmensdorf ausgebaut. Die neue Verkehrsachse verlagerte einen Teil der Siedlungs- und Gewerbeentwicklung vom alten Dorfkern an die Strasse.
1864 wurde die Eisenbahnlinie Zürich–Affoltern am Albis–Zug eröffnet. Der Bahnhof Urdorf verbesserte die Verbindung nach Zürich, Zug und in das Knonauer Amt.
Die Industrialisierung erfasste Urdorf weniger stark als die benachbarten Gemeinden Schlieren und Dietikon. Viele Einwohner arbeiteten jedoch zunehmend ausserhalb der Gemeinde.
Landwirtschaft und Kleingewerbe blieben bis ins frühe 20. Jahrhundert bedeutend. Viehzucht, Milchwirtschaft, Ackerbau und Obstbau prägten die Umgebung.
Zusammenschluss von Ober- und Niederurdorf
Die beiden Gemeinden arbeiteten in immer mehr Aufgabenbereichen zusammen. Die getrennten Verwaltungen erwiesen sich angesichts gemeinsamer Infrastruktur und wachsender Anforderungen als wenig zweckmässig.
1930 stimmten die Stimmberechtigten von Oberurdorf und Niederurdorf dem Zusammenschluss zu. Am 1. Januar 1931 entstand die heutige politische Gemeinde Urdorf.
Der Zusammenschluss schuf eine gemeinsame Verwaltung und erleichterte die koordinierte Entwicklung von Schule, Strassen, Wasserversorgung und Siedlungsgebiet.
Seit dem 1. Juli 1989 gehört Urdorf zum neu geschaffenen Bezirk Dietikon. Zuvor war die Gemeinde Teil des Bezirks Zürich.
Zweiter Weltkrieg
Während des Zweiten Weltkriegs lag Urdorf im Bereich der Limmatstellung, einer wichtigen Verteidigungslinie der Schweizer Armee.
Die Urdorfer Senke galt als möglicher Durchgangsraum für mechanisierte Truppen. Deshalb entstanden Panzersperren, Unterstände, Strassenbarrikaden und betonierte Waffenstellungen.
Teile dieser Anlagen sind erhalten geblieben. Sie dokumentieren die militärischen Vorbereitungen der Schweiz während des Aktivdienstes und gehören heute zum historischen Kulturgut der Region.
Wachstum nach 1950
Nach 1950 setzte ein aussergewöhnlich starkes Bevölkerungswachstum ein. Die Nähe zu Zürich, verfügbare Bauflächen und die zunehmende Motorisierung machten Urdorf zu einer beliebten Wohngemeinde.
Neue Quartiere entstanden besonders in Weihermatt, Spitzacker, Moos und entlang der Verbindungen nach Schlieren und Dietikon.
Der Ausbau der öffentlichen Infrastruktur folgte dem Bevölkerungswachstum. 1958 erhielt Urdorf eine eigene Sekundarschule. 1959 entstand eine selbstständige reformierte Kirchgemeinde, 1960 eine römisch-katholische Kirchgemeinde.
Sportanlagen, Schulhäuser, Gemeindeverwaltung und Versorgungseinrichtungen wurden erweitert. Das frühere Bauerndorf wandelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte zu einer Agglomerationsgemeinde.
Neuere Entwicklung
1977 nahm die Kantonsschule Limmattal ihren Betrieb in Urdorf auf. Sie stärkte die regionale Bedeutung der Gemeinde als Bildungsstandort.
Von 1996 bis 2009 führte der Zürcher Pfarrer Ernst Sieber in Urdorf eine offene Einrichtung zur Unterstützung suchtkranker Menschen.
Im 21. Jahrhundert konzentrierte sich die Entwicklung verstärkt auf die innere Verdichtung und die Umgestaltung bereits bebauter Gebiete. Besonders Urdorf-Nord gewann als Arbeitsplatz- und Entwicklungsgebiet an Bedeutung.
2022 wurden die politische Gemeinde und die Schulgemeinde zu einer Einheitsgemeinde zusammengeführt. Seither liegen politische Verwaltung und Volksschule unter einer gemeinsamen Gemeindeorganisation.
Die vollständige Inbetriebnahme der Limmattalbahn im Dezember 2022 verbesserte die Erschliessung des nördlichen Gemeindegebiets und schuf neue Voraussetzungen für die räumliche Entwicklung.
Politik
Urdorf ist eine Einheitsgemeinde nach dem Recht des Kantons Zürich. Die früher selbstständige Schulgemeinde ist seit 2022 in die politische Gemeinde integriert.
Gemeindeversammlung
Die Gemeindeversammlung bildet die Legislative. Stimmberechtigte Einwohnerinnen und Einwohner entscheiden direkt über Budget, Rechnung, Bau- und Zonenordnung, grössere Kredite und weitere kommunale Geschäfte.
Urdorf besitzt kein Gemeindeparlament. Die Gemeindeversammlung entspricht der in kleineren und mittelgrossen Zürcher Gemeinden verbreiteten Form der direkten kommunalen Demokratie.
Bestimmte Beschlüsse unterliegen einer obligatorischen Urnenabstimmung. Gegen andere Entscheide kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen das fakultative Referendum ergriffen werden.
Gemeinderat
Der Gemeinderat bildet die Exekutive. Er besteht aus sieben nebenamtlich tätigen Mitgliedern und arbeitet nach dem Milizsystem.[6]
Die Mitglieder werden von den Stimmberechtigten für eine vierjährige Amtsdauer gewählt. Das Gemeindepräsidium wird in einer gesonderten Wahl bestimmt.
Seit dem 1. Juli 2026 ist Filiz Di Liberto Gemeindepräsidentin. Die parteilose Kandidatin wurde am 14. Juni 2026 im zweiten Wahlgang mit 1'599 Stimmen gewählt.[7]
Sie folgte auf Sandra Rottensteiner von der Evangelischen Volkspartei, die das Gemeindepräsidium während 18 Jahren ausgeübt hatte und auf Ende Juni 2026 zurücktrat.
Wappen
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:
- In Silber ein hersehender schwarzer Stierkopf.
Der schwarze Stierkopf wird in der lokalen Mundart auch als Stieregrind bezeichnet. Das Motiv ist seit dem 18. Jahrhundert belegt.
Die älteste bekannte Darstellung befindet sich auf einem Viergemeinden-Grenzstein aus dem Jahr 1778 im Gebiet Sandloch.
Die Herkunft des Motivs ist nicht sicher geklärt. Möglich ist eine Verbindung zu Viehzucht und Landwirtschaft, die das Dorfleben über Jahrhunderte prägten.
Wirtschaft
Historische Wirtschaftsstruktur
Bis ins 20. Jahrhundert lebte ein grosser Teil der Bevölkerung von Landwirtschaft und Kleingewerbe. Viehzucht, Milchwirtschaft, Obstbau und Ackerbau waren besonders wichtig.
Am Schäflibach bestand eine Mühle. Handwerker versorgten die lokale Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen.
Das Bad Urdorf brachte zusätzliche Einnahmen durch Gäste und Reisende. Heimarbeit und Nebenerwerbstätigkeiten ergänzten das landwirtschaftliche Einkommen.
Mit dem Ausbau von Bahn und Strassen konnten Einwohner zunehmend Arbeitsplätze in Schlieren, Dietikon und Zürich erreichen.
Gegenwärtiger Wirtschaftsstandort
Heute besitzt Urdorf eine breit gefächerte Wirtschaftsstruktur. Nach Angaben der Gemeinde bestehen ungefähr 670 Arbeitsstätten mit insgesamt rund 8'700 Beschäftigten.[2]
Wichtige Bereiche sind:
- Handel und Logistik;
- Gesundheits- und Sozialwesen;
- Bildung;
- Bau- und Ausbaugewerbe;
- Unternehmensdienstleistungen;
- Informatik und Kommunikation;
- Fahrzeug- und Maschinengewerbe;
- öffentliche Verwaltung;
- Gastronomie und persönliche Dienstleistungen.
Das grösste Arbeitsplatzgebiet liegt im Norden der Gemeinde. Es grenzt an Schlieren und Dietikon und ist durch Bahn, Limmattalbahn, Bus und Strasse gut erschlossen.
Die Gemeinde verfolgt das Ziel, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und das Gebiet Urdorf-Nord schrittweise zu einem gemischten, urbaneren Quartier weiterzuentwickeln.
Verkehr
Eisenbahn
Urdorf liegt an der Bahnstrecke Zürich–Affoltern am Albis–Zug. Auf Gemeindegebiet beziehungsweise unmittelbar an der Gemeindegrenze befinden sich zwei S-Bahn-Haltestellen.
Der Bahnhof Urdorf liegt grösstenteils auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Schlieren, erschliesst jedoch das Zentrum und den nördlichen Teil Urdorfs.
Die Haltestelle Urdorf Weihermatt befindet sich im südwestlichen Siedlungsgebiet und bedient unter anderem die Sportanlagen und die Kantonsschule.
Beide Haltestellen werden von Linien der S-Bahn Zürich bedient, insbesondere von der S5 und der S14. Direkte Verbindungen bestehen unter anderem nach Zürich, Zug, Affoltern am Albis, Dietikon und ins Zürcher Oberland.
Limmattalbahn
Die Limmattalbahn verbindet Zürich Altstetten mit Schlieren, Urdorf, Dietikon und Killwangen-Spreitenbach.
Im Dezember 2022 wurde die vollständige Strecke in Betrieb genommen. In Urdorf liegen unter anderem die Haltestellen Urdorf Nord und Kantiallee.[8]
Die Linie 20 verkehrt entlang des Limmattals und bietet Anschlüsse an S-Bahn und Bus. Sie erschliesst das Arbeitsplatzgebiet Urdorf-Nord, die Kantonsschule und das nahe Spital Limmattal.
Die neue Bahn gilt als wichtiger Impuls für die Entwicklung des nördlichen Gemeindegebiets.
Busverkehr
Mehrere Buslinien des Zürcher Verkehrsverbunds verbinden Urdorf mit Dietikon, Schlieren, Zürich, Birmensdorf, Uitikon und weiteren Gemeinden.
Wichtige Umsteigepunkte befinden sich am Bahnhof Urdorf, bei der Weihermatt, an der Kantiallee und im Zentrum.
Nachtverbindungen ergänzen das Angebot an Wochenenden.
Strassenverkehr
Urdorf liegt an der Hauptverbindung zwischen dem Limmattal und dem Reppischtal. Die Birmensdorferstrasse verbindet Dietikon und Schlieren mit Birmensdorf.
Über nahe Autobahnanschlüsse besteht Zugang zur A3, zur Zürcher Westumfahrung und zum überregionalen Strassennetz.
Die gute Erreichbarkeit führt zu einem hohen Verkehrsaufkommen. Die Gemeinde versucht deshalb, Wohnquartiere vor Durchgangsverkehr zu schützen und den öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Veloverkehr zu stärken.
Fuss- und Veloverkehr
Urdorf verfügt über lokale und regionale Fuss- und Veloverbindungen. Wege führen durch den Siedlungsraum, entlang des Schäflibachs und in die Waldgebiete.
Die Gemeinde ist in regionale Velorouten zwischen Zürich, dem Limmattal, Birmensdorf und dem Reppischtal eingebunden.
Seit 2025 ist Urdorf ausserdem an das Veloverleihsystem Züri Velo angeschlossen.[9]
Bildung
Volksschule
Die Gemeinde führt Kindergärten, Primarschulen und die Sekundarschule. Seit der Bildung der Einheitsgemeinde 2022 ist die Volksschule organisatorisch Teil der politischen Gemeinde.
Der Schulunterricht in Urdorf ist seit dem frühen 17. Jahrhundert belegt. 1673 entstand in Oberurdorf ein eigenes Schulhaus.
Das Bachschulhaus wurde 1838 errichtet. Es gehört zu den historisch bedeutenden öffentlichen Gebäuden der Gemeinde.
Mit dem starken Bevölkerungswachstum nach 1950 wurden zusätzliche Schulhäuser und Kindergärten gebaut. 1958 erhielt Urdorf eine eigene Sekundarschule.[10]
Kantonsschule Limmattal
Die Kantonsschule Limmattal befindet sich im Gebiet Weihermatt. Sie wurde 1977 eröffnet und dient insbesondere Schülerinnen und Schülern aus dem Bezirk Dietikon und dem Knonauer Amt.
Die Schule führt verschiedene gymnasiale Profile und bereitet auf die schweizerische Maturität vor.
Mit der Inbetriebnahme der Limmattalbahn wurde die Erreichbarkeit der Kantonsschule aus dem gesamten Limmattal verbessert.
Sonderpädagogik
In Urdorf befindet sich die Tagessonderschule Kind & Autismus. Sie bietet spezialisierte Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen.
Weitere sonderpädagogische und therapeutische Angebote werden in Zusammenarbeit mit regionalen und kantonalen Institutionen geführt.
Religion
Urdorf war seit der Reformation überwiegend evangelisch-reformiert.
Die alte reformierte Kirche in Oberurdorf geht auf die mittelalterliche Kapelle St. Niklaus zurück, die erstmals 1184 erwähnt wurde.
Die reformierten Einwohner gehörten lange zu auswärtigen Kirchgemeinden. 1959 entstand die selbstständige reformierte Kirchgemeinde Urdorf.
Durch das Bevölkerungswachstum und den Zuzug von Arbeitskräften nahm der Anteil der römisch-katholischen Bevölkerung im 20. Jahrhundert stark zu. 1960 wurde eine eigene katholische Kirchgemeinde gegründet.
Die katholische Kirche Bruder Klaus wurde in den 1960er-Jahren errichtet und bildet mit dem Pfarreizentrum einen wichtigen religiösen und gesellschaftlichen Treffpunkt.
Heute leben in Urdorf Angehörige zahlreicher christlicher, muslimischer, hinduistischer und weiterer Religionsgemeinschaften. Gleichzeitig steigt der Anteil der Personen ohne Zugehörigkeit zu einer Landeskirche.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Alte reformierte Kirche
Die alte reformierte Kirche steht im historischen Kern von Oberurdorf. Ihr Ursprung liegt in der 1184 erwähnten Kapelle St. Niklaus.
Das Gebäude wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach erweitert und umgestaltet. Es gehört zu den wichtigsten historischen Bauwerken der Gemeinde.
Die Kirche und die umliegenden älteren Gebäude vermitteln einen Eindruck des früheren Dorfzentrums.
Gasthaus zur Sonne
Das Gasthaus zur Sonne geht auf das 1526 gegründete Bad Urdorf zurück.
Das Gebäude diente über Jahrhunderte als Bade-, Gast- und Versammlungshaus. Es erinnert an die Zeit, als Urdorf wegen seiner vermeintlich heilkräftigen Quelle Gäste aus der weiteren Umgebung anzog.
Mühlegut
Das Mühlegut liegt am Schäflibach und erinnert an die frühere Nutzung der Wasserkraft.
Zum historischen Ensemble gehören Wohn- und Wirtschaftsbauten. Die Anlage ist ein bedeutender Zeuge der landwirtschaftlichen und gewerblichen Vergangenheit.
Bachschulhaus
Das 1838 errichtete Bachschulhaus diente Generationen von Kindern als Schulgebäude.
Der Bau dokumentiert die Entwicklung des öffentlichen Schulwesens im 19. Jahrhundert und gehört zum historischen Ortsbild.
Ortsmuseum
Das Ortsmuseum Urdorf dokumentiert die Geschichte von Ober- und Niederurdorf sowie der vereinigten Gemeinde.
Die Sammlung umfasst archäologische Funde, historische Fotografien, Dokumente, Werkzeuge, Haushaltsgegenstände und Zeugnisse des örtlichen Vereinslebens.
Thematisiert werden unter anderem Landwirtschaft, Schule, Gewerbe, Verkehr, Militärgeschichte und das starke Siedlungswachstum nach dem Zweiten Weltkrieg.
Militärische Anlagen
Im Gebiet der Urdorfer Senke sind Teile der während des Zweiten Weltkriegs angelegten Verteidigungsstellungen erhalten.
Dazu gehören Betonbunker, Waffenstellungen und Abschnitte einer Panzersperre. Sie waren Teil der Limmatstellung und sollten einen Vorstoss durch das Limmattal und über die Übergänge südlich von Zürich erschweren.
Weitere Kulturgüter
Weitere kulturhistorisch bemerkenswerte Orte und Anlagen sind:
- historische Bauernhäuser in Oberurdorf;
- das alte Gemeindehaus;
- Grenzsteine zwischen den umliegenden Gemeinden;
- Brunnen und ehemalige Waschplätze;
- Gebäude der früheren Landwirtschafts- und Gewerbebetriebe;
- die katholische Kirche Bruder Klaus;
- die moderne Schulanlage der Kantonsschule Limmattal.
Sport und Freizeit
Die Sportanlagen Weihermatt bilden das wichtigste Sport- und Freizeitzentrum der Gemeinde.
Zum Angebot gehören das Freibad Weihermatt, die Kunsteisbahn, Fussballplätze, Leichtathletikanlagen und eine Mehrzweckhalle mit Hallenbad.[2]
Die Anlagen werden von Schulen, Sportvereinen und der Bevölkerung genutzt. Sie besitzen auch für benachbarte Gemeinden regionale Bedeutung.
In Urdorf bestehen Vereine für Fussball, Eishockey, Turnen, Tennis, Leichtathletik, Kampfsport und weitere Sportarten.
Die Wälder und Feldwege bieten Möglichkeiten zum Wandern, Joggen und Velofahren. Besonders der Honeret und die Höhen zwischen Limmattal und Reppischtal sind beliebte Naherholungsgebiete.
Das Vereinsleben hat traditionell einen hohen Stellenwert. Musik-, Kultur-, Sport-, Quartier- und Brauchtumsvereine organisieren Veranstaltungen und tragen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.
Raumplanung und Entwicklung
Die Gemeinde steht vor der Aufgabe, zusätzliches Wachstum innerhalb eines weitgehend begrenzten Siedlungsgebiets zu bewältigen.
Das Leitbild Urdorf 2030+ beschreibt die langfristigen Ziele in den Bereichen Siedlung, Mobilität, Umwelt, Gesellschaft, Bildung, Wirtschaft und Finanzen.[11]
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Urdorf-Nord. Das Gebiet soll sich unter dem Leitsatz «Stadt im Dorf» von einem vorwiegend gewerblich genutzten Raum zu einem stärker gemischten Quartier mit Arbeitsplätzen, Dienstleistungen und zusätzlichen Wohnungen entwickeln.[12]
Die Gemeinde rechnet langfristig mit einem Wachstum auf ungefähr 12'000 Einwohnerinnen und Einwohner bis 2040. Neue Nutzungen sollen vor allem durch Verdichtung und Umgestaltung bereits erschlossener Gebiete entstehen.
Die Gesamtrevision der Nutzungsplanung und der Bau- und Zonenordnung soll die rechtlichen Grundlagen für eine geordnete Entwicklung schaffen.[13]
Zu den weiteren Zielen gehören:
- der Schutz des historischen Ortsbilds;
- die Sicherung von Wald- und Landwirtschaftsflächen;
- eine bessere Vernetzung von Grünräumen;
- die Aufwertung des Schäflibachs;
- die Förderung klimaverträglicher Mobilität;
- ausreichend Schul- und Betreuungsraum;
- die Erhaltung eines vielfältigen Arbeitsplatzangebots.
Energie und Umwelt
Urdorf verfolgt eine kommunale Energieplanung, die den Verbrauch fossiler Energieträger reduzieren und erneuerbare Wärmequellen fördern soll.
Mögliche Massnahmen umfassen Wärmeverbünde, energetische Gebäudesanierungen, Solaranlagen und eine effizientere Nutzung öffentlicher Gebäude.
Die Gemeinde besitzt grosse Waldflächen, die als Lebensraum, Erholungsgebiet und CO₂-Speicher von Bedeutung sind.
Ökologische Aufwertungen entlang des Schäflibachs und an Waldrändern sollen die Vernetzung von Lebensräumen verbessern.
Mit zunehmender Siedlungsdichte werden Hitzeminderung, Baumbestand, Regenwasserrückhalt und unversiegelte Flächen wichtiger. Diese Aspekte werden zunehmend in die Orts- und Freiraumplanung einbezogen.
Persönlichkeiten
Mit Urdorf verbunden sind unter anderem:
- Hans Falk (1918–2002), Maler und Grafiker;
- Jürg Marquard (* 1945), Verleger und Unternehmer;
- Stefan Burkart (1957–2020), Leichtathlet und Olympiateilnehmer;
- Helen Barnett-Burkart (* 1958), Leichtathletin;
- Marco Schönbächler (* 1990), Fussballspieler;
- Alina Pätz (* 1990), Curlerin und mehrfache Weltmeisterin.
Bedeutung
Urdorf steht beispielhaft für die Entwicklung zahlreicher Gemeinden im Zürcher Agglomerationsraum.
Aus zwei kleinen Bauerndörfern entstand innerhalb weniger Jahrzehnte eine dicht besiedelte Wohn- und Arbeitsplatzgemeinde. Trotzdem blieben historische Dorfteile, Wälder und Landwirtschaftsflächen erhalten.
Die Lage zwischen Zürich, dem Limmattal und dem Reppischtal verleiht der Gemeinde eine besondere Funktion. Urdorf ist zugleich Wohnort, Bildungsstandort, Verkehrsraum, Arbeitsplatzgebiet und Ausgangspunkt für die Naherholung.
Mit der Limmattalbahn und der geplanten Entwicklung von Urdorf-Nord dürfte die urbane Bedeutung der Gemeinde weiter zunehmen. Die Herausforderung besteht darin, dieses Wachstum mit Lebensqualität, Grünräumen, leistungsfähiger Infrastruktur und dem dörflichen Erbe zu verbinden.
Literatur
- Elisabeth Lüchinger: Urdorf in der Geschichte. Von der Zeit der ersten Siedler bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Herausgegeben von der Politischen Gemeinde Urdorf, Urdorf 2001.
- Elisabeth Lüchinger-Grob: Urdorf in alten Ansichten. Europäische Bibliothek, Zaltbommel 2002, ISBN 978-90-288-6701-7.
- Elisabeth Lüchinger und weitere: Urdorf. Eine Gemeinde entwickelt sich. Herausgegeben von der Politischen Gemeinde Urdorf, Urdorf 2008, ISBN 978-3-033-01762-7.
- Karl Grunder: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band 9: Der Bezirk Dietikon. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1997, ISBN 978-3-909164-57-8.
- Gemeinde Urdorf: Leitbild Urdorf 2030+. Urdorf.
- Ortsmuseum Urdorf: Chronik der Gemeinde Urdorf. Urdorf.
Siehe auch
- Kanton Zürich
- Bezirk Dietikon
- Limmattal
- Schäflibach
- Schlieren
- Dietikon
- Birmensdorf ZH
- Kantonsschule Limmattal
- Limmattalbahn
- S-Bahn Zürich
- Liste der politischen Gemeinden des Kantons Zürich
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Urdorf
- Geschichte der Gemeinde Urdorf
- Zahlen und Fakten zu Urdorf
- Leitbild Urdorf 2030+
- Ortsmuseum Urdorf
- Kantonsschule Limmattal
- Urdorf im Historischen Lexikon der Schweiz
- Bilder und Mediendateien zu Urdorf
Einzelnachweise
- ↑ Gemeinde Urdorf: Einwohnerstatistik 2025, 12. Januar 2026, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Gemeinde Urdorf: Über Urdorf – Facts & Figures, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Bundesamt für Statistik: Geografische Kennzahlen der Gemeinden, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Gemeinde Urdorf: Aufwertung des Schäflibachs, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Historisches Lexikon der Schweiz: Urdorf, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Gemeinde Urdorf: Gemeinderat, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Gemeinde Urdorf: Wahlprotokoll Gemeindepräsidium, zweiter Wahlgang vom 14. Juni 2026, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Gemeinde Urdorf: Fahrplanwechsel und Inbetriebnahme der Limmattalbahn, 5. Dezember 2022, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Gemeinde Urdorf: Züri Velo kommt nach Urdorf, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Gemeinde Urdorf: Schul-Entwicklung, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Gemeinde Urdorf: Leitbild Urdorf 2030+, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Gemeinde Urdorf: Siedlungsentwicklung, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Gemeinde Urdorf: Gesamtrevision der Nutzungsplanung und Bau- und Zonenordnung, abgerufen am 23. Juli 2026.