S14 (S-Bahn Zürich)
| Linienbezeichnung | S14 |
|---|---|
| Verkehrssystem | S-Bahn Zürich |
| Verkehrsverbund | Zürcher Verkehrsverbund |
| Betreiber | Schweizerische Bundesbahnen |
| Linienweg | Affoltern am Albis–Zürich Altstetten–Zürich Hauptbahnhof–Zürich Oerlikon–Uster–Hinwil |
| Endstationen | Affoltern am Albis und Hinwil |
| Anzahl Stationen | 17 |
| Takt | 30 Minuten |
| Fahrzeit | ungefähr 70–71 Minuten |
| Eröffnung | 27. Mai 1990 |
| Heutige Linienführung seit | 13. Dezember 2015 |
| Spurweite | 1435 mm |
| Stromsystem | 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom |
| Regelmässiger Fahrzeugeinsatz | Doppelstock-Pendelzüge mit Re 450 |
Die S14 ist eine Linie der S-Bahn Zürich. Sie verbindet Affoltern am Albis und das Knonaueramt über Zürich Hauptbahnhof, Zürich Oerlikon, das Glattal und Uster mit Wetzikon und Hinwil. Betreiberin ist die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB); das Angebot wird vom Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) bestellt und in dessen Tarif- und Fahrplansystem integriert.
Die S14 durchquert den Kanton Zürich von Südwesten nach Osten. Sie erfüllt sowohl eine regionale als auch eine städtische Funktion: Im Knonaueramt ergänzt sie die S5, im Zentrum von Zürich benutzt sie die Durchmesserlinie mit dem Bahnhof Löwenstrasse und dem Weinbergtunnel, und zwischen Wallisellen, Uster, Wetzikon und Hinwil dient sie als wichtige Grundverbindung des Zürcher Oberlands.
Im Fahrplanjahr 2026 verkehrt die S14 grundsätzlich im Halbstundentakt. Für die gesamte Strecke von Affoltern am Albis nach Hinwil benötigt sie ungefähr 70 Minuten, in der Gegenrichtung rund 71 Minuten. In den späten Abendstunden verkehren einzelne Züge nur zwischen Zürich Altstetten und Hinwil.[1]
Linienverlauf
Die S14 beginnt im Bahnhof Affoltern am Albis, dem bedeutendsten regionalen Verkehrsknoten des Knonaueramts. Von dort führt sie über Hedingen, Bonstetten-Wettswil und Birmensdorf in das Limmattal.
Nach den Halten Urdorf Weihermatt und Urdorf erreicht die Linie den Bahnhof Zürich Altstetten. Von dort fährt sie auf dem westlichen Ast der Durchmesserlinie direkt zum unterirdischen Bahnhof Löwenstrasse des Zürcher Hauptbahnhofs. Anders als die S5 bedient die S14 den Bahnhof Zürich Hardbrücke nicht.
Vom Zürcher Hauptbahnhof führt die Linie durch den 4,8 Kilometer langen Weinbergtunnel nach Zürich Oerlikon. Anschliessend verläuft sie über Wallisellen nach Dübendorf und weiter durch das mittlere Glattal nach Schwerzenbach, Nänikon-Greifensee und Uster.
Östlich von Uster folgt die S14 der Bahnlinie über Aathal nach Wetzikon. Nach einem längeren fahrplanmässigen Aufenthalt in Wetzikon fährt sie auf dem südlichen Abschnitt der ehemaligen Effretikon–Hinwil-Bahn bis zur Endstation Hinwil.
Der Linienweg verbindet mehrere unterschiedlich geprägte Regionen:
- das Knonaueramt,
- das Limmattal,
- das Zürcher Stadtzentrum,
- Zürich Nord,
- das mittlere Glattal,
- das Zürcher Oberland.
Stationen
Im Fahrplanjahr 2026 bedient die S14 folgende 17 Stationen:[2]
| Nr. | Bahnhof | Gemeinde | Region |
|---|---|---|---|
| 1 | Affoltern am Albis | Affoltern am Albis | Knonaueramt |
| 2 | Hedingen | Hedingen | Knonaueramt |
| 3 | Bonstetten-Wettswil | Bonstetten / Wettswil am Albis | Knonaueramt |
| 4 | Birmensdorf ZH | Birmensdorf ZH | Knonaueramt |
| 5 | Urdorf Weihermatt | Urdorf | Limmattal |
| 6 | Urdorf | Urdorf | Limmattal |
| 7 | Zürich Altstetten | Zürich | Stadt Zürich |
| 8 | Zürich Hauptbahnhof | Zürich | Stadt Zürich |
| 9 | Zürich Oerlikon | Zürich | Stadt Zürich |
| 10 | Wallisellen | Wallisellen | Glattal |
| 11 | Dübendorf | Dübendorf | Glattal |
| 12 | Schwerzenbach ZH | Schwerzenbach | Glattal |
| 13 | Nänikon-Greifensee | Uster / Greifensee | Glattal |
| 14 | Uster | Uster | Zürcher Oberland |
| 15 | Aathal | Seegräben | Zürcher Oberland |
| 16 | Wetzikon ZH | Wetzikon ZH | Zürcher Oberland |
| 17 | Hinwil | Hinwil | Zürcher Oberland |
Betrieb
Takt und Betriebszeiten
Die S14 verkehrt tagsüber grundsätzlich alle 30 Minuten. Der durchgehende Halbstundentakt zwischen Affoltern am Albis und Hinwil besteht vom frühen Morgen bis in den Abend.
In Richtung Hinwil verlassen die Züge Affoltern am Albis im Grundtakt zu den Minuten 12 und 42. Zürich Hauptbahnhof wird rund 28 Minuten später erreicht. Nach einem kurzen Aufenthalt fährt der Zug durch den Weinbergtunnel weiter nach Zürich Oerlikon und in das Zürcher Oberland.
In der Gegenrichtung verlassen die Züge Hinwil grundsätzlich zu den Minuten 07 und 37. Der Bahnhof Zürich Hauptbahnhof wird nach ungefähr 41 Minuten erreicht, Affoltern am Albis nach insgesamt rund 71 Minuten.
Spätabends enden die aus Hinwil kommenden Züge teilweise bereits in Zürich Altstetten. Gleichzeitig beginnen einzelne Fahrten in Richtung Hinwil erst in Altstetten. Der Abschnitt zwischen Zürich Altstetten und Affoltern am Albis besitzt daher kürzere tägliche Betriebszeiten als der östliche Linienast.[1]
Eine Nacht-S-Bahn mit der Linienbezeichnung SN14 besteht im Fahrplanjahr 2026 nicht. Die nächtliche Erschliessung der von der S14 bedienten Regionen erfolgt über andere Nacht-S-Bahn- und Nachtbuslinien.
Aufenthalte in Zürich und Wetzikon
Im Zürcher Hauptbahnhof beträgt der fahrplanmässige Aufenthalt nur wenige Minuten. Die S14 benutzt dort den unterirdischen Bahnhof Löwenstrasse mit den Gleisen 31 bis 34. Ein Fahrtrichtungswechsel ist nicht erforderlich.
In Wetzikon besteht ein längerer fahrplanmässiger Aufenthalt. Dieser ist in den Taktknoten des Zürcher Oberlands eingebunden. Während dieser Zeit bestehen Anschlüsse zu anderen S-Bahn- und Buslinien.
Der Knoten Wetzikon gehört seit der Eröffnung der Zürcher S-Bahn zu den prägenden Elementen des regionalen Fahrplans. Die Ankunfts- und Abfahrtszeiten mehrerer Linien sind so aufeinander abgestimmt, dass kurze Übergänge zwischen den Zügen möglich sind.[3]
Überlagerung mit anderen Linien
Auf dem westlichen Abschnitt ergänzt die S14 die S5. Beide Linien verkehren jeweils im Halbstundentakt zwischen Affoltern am Albis und Zürich und ergeben gemeinsam ein ungefähr viertelstündliches Bahnangebot.
Die Linien benutzen zwischen Zürich Altstetten und Zürich Hauptbahnhof unterschiedliche Wege:
- Die S5 bedient Zürich Hardbrücke.
- Die S14 fährt ohne Halt in Hardbrücke über den westlichen Ast der Durchmesserlinie zum Bahnhof Löwenstrasse.
Zwischen Uster und Wetzikon ergänzt die S14 ebenfalls die S5. Zusammen stellen die beiden Linien auf diesem Abschnitt einen annähernden Viertelstundentakt her.
Zwischen Dübendorf und Uster wird das Angebot durch die S9 ergänzt. Die S9 erreicht diesen Abschnitt jedoch aus Richtung Zürich Stadelhofen und Stettbach, während die S14 über Zürich Oerlikon und Wallisellen fährt.
Der Abschnitt Wetzikon–Hinwil wird im regulären Personenverkehr hauptsächlich von der S14 bedient. Dort bildet sie mit ihrem Halbstundentakt die Grunderschliessung.
Geschichte
Einführung der Zürcher S-Bahn
Die S14 wurde mit der Eröffnung der Zürcher S-Bahn am 27. Mai 1990 eingeführt. Ihr ursprünglicher Linienweg führte von Zürich Hauptbahnhof über Zürich Wipkingen, Zürich Oerlikon, Wallisellen, Dübendorf, Uster und Wetzikon nach Hinwil.[4]
Die Linie verband damit das Zürcher Oberland direkt mit Zürich Nord und dem Zürcher Hauptbahnhof. Gleichzeitig ersetzte sie einen Teil der zuvor bestehenden Regionalzugangebote.
Für die Eröffnung der S-Bahn waren verschiedene Infrastrukturausbauten erforderlich. Dazu gehörte unter anderem ein zusätzlicher Doppelspurabschnitt zwischen Aathal und Wetzikon. Er verbesserte die Fahrplanstabilität und ermöglichte die dichte Zugfolge im Raum Uster–Wetzikon.[3]
Die S14 verkehrte bereits in ihrer ursprünglichen Form grundsätzlich im Halbstundentakt. Zwischen Wetzikon und Hinwil übernahm sie den gesamten regulären Regionalverkehr.
Linienführung über Wipkingen
Bis 2014 benutzte die S14 zwischen Zürich Hauptbahnhof und Zürich Oerlikon die Strecke durch den Wipkingertunnel. Sie hielt dabei im Bahnhof Zürich Wipkingen.
Im Zürcher Hauptbahnhof endeten beziehungsweise begannen die Züge an oberirdischen Kopfgleisen. Da der Zug dort wendete, mussten Lokomotive und Steuerwagen für die anschliessende Fahrt nicht umgesetzt werden; die eingesetzten Pendelzüge konnten ihre Fahrtrichtung ohne Rangiermanöver wechseln.
Im Zusammenhang mit dem Ausbau von Bahn 2000 benutzte die S14 zeitweise auch die provisorischen Gleise 51 bis 54 des Bahnhofs Sihlpost. Diese zusätzlichen Gleise waren geschaffen worden, um während der umfangreichen Umbauten im Zürcher Hauptbahnhof genügend Kapazität für die S-Bahn bereitzustellen.[3]
Durchmesserlinie
Am 15. Juni 2014 wurde die erste Etappe der Durchmesserlinie Zürich mit dem Bahnhof Löwenstrasse und dem Weinbergtunnel in Betrieb genommen. Die S14 wurde gemeinsam mit den Linien S2 und S8 auf die neue Strecke verlegt.[5]
Seither fährt die S14 zwischen Zürich Hauptbahnhof und Zürich Oerlikon durch den Weinbergtunnel. Der Halt in Zürich Wipkingen entfiel.
Während der ersten Betriebsphase der Durchmesserlinie wendeten die S14-Züge im unterirdischen Bahnhof Löwenstrasse. Die vollständige Durchbindung nach Westen war erst nach der Fertigstellung der Zufahrten von Zürich Altstetten möglich.
Der Weinbergtunnel ist 4,8 Kilometer lang und verbindet den Zürcher Hauptbahnhof direkt mit Zürich Oerlikon. Er entlastete die ältere Strecke durch den Wipkingertunnel und schuf zusätzliche Kapazitäten für durchgehende S-Bahn- und Fernverkehrslinien.
Verlängerung nach Affoltern am Albis
Mit der vollständigen Inbetriebnahme der Durchmesserlinie zum Fahrplanwechsel vom 13. Dezember 2015 wurde das S-Bahn-Netz im Westen Zürichs neu geordnet.
Die bisher in Zürich endende S14 wurde über Zürich Altstetten, Urdorf, Birmensdorf und Hedingen nach Affoltern am Albis verlängert. Sie übernahm diesen Linienast von der bisherigen S15.
Gleichzeitig wurden weitere Linien neu geordnet:
- Die S5 übernahm die durchgehende Verbindung von Zürich über Affoltern am Albis nach Zug.
- Die S9 wurde in Richtung Rafz und Schaffhausen geführt.
- Die S15 übernahm den Ast nach Niederweningen und erhielt auf der anderen Seite Zürichs eine Verbindung nach Uster und Rapperswil.
Der Linienabtausch sollte möglichst viele nachfragestarke Direktverbindungen schaffen und die mit der Durchmesserlinie verfügbaren Kapazitäten nutzen.[6]
Seit dieser Neuordnung besitzt die S14 im Wesentlichen ihren heutigen Linienweg.
Bedeutung für das Knonaueramt
Die Verlängerung der S14 nach Affoltern am Albis schuf neue umsteigefreie Verbindungen aus dem Knonaueramt nach Zürich Oerlikon, Wallisellen, Dübendorf, Uster und in das Zürcher Oberland.
Vor 2015 wurde der Abschnitt zwischen Affoltern am Albis und Zürich durch die S5 und die S15 bedient. Der Ersatz der S15 durch die S14 veränderte insbesondere die Direktverbindungen nördlich und östlich des Zürcher Hauptbahnhofs.
Für Fahrten nach Zürich Hardbrücke ist die S5 günstiger, weil die S14 den Bahnhof ohne Halt umfährt. Reisende aus dem Knonaueramt nach Zürich Oerlikon profitieren dagegen von der direkten Führung der S14 durch den Weinbergtunnel.
Die S14 erschliesst auf dem westlichen Linienast folgende regionale Schwerpunkte:
- Affoltern am Albis als Zentrum des Bezirks,
- Hedingen,
- den gemeinsamen Bahnhof Bonstetten-Wettswil,
- Birmensdorf,
- die Wohn- und Arbeitsplatzgebiete von Urdorf,
- den Verkehrsknoten Zürich Altstetten.
Das gemeinsame Angebot von S5 und S14 trug wesentlich dazu bei, dass die Bahn zur wichtigsten Verbindung zwischen dem Knonaueramt und Zürich wurde.
Bedeutung im Glattal und Zürcher Oberland
Zwischen Zürich Oerlikon und Hinwil verbindet die S14 mehrere stark gewachsene Wohn- und Arbeitsplatzgebiete.
Wallisellen ist ein wichtiger Umsteigepunkt zu den S-Bahn-Linien in Richtung Winterthur und zum Tramnetz der Glattalbahn. Dübendorf erschliesst eine der grössten Städte des Kantons Zürich sowie Arbeitsplatz- und Entwicklungsgebiete rund um den Flugplatz Dübendorf.
Schwerzenbach und Nänikon-Greifensee dienen als Zugänge zu den Gemeinden am Greifensee. Der Bahnhof Uster ist ein bedeutender regionaler Knoten mit Anschlüssen an S-Bahn- und Buslinien.
Zwischen Uster und Wetzikon übernimmt die S14 gemeinsam mit der S5 einen grossen Teil des Regionalverkehrs. Aathal wird von beiden Linien bedient und besitzt dadurch ein vergleichsweise dichtes Bahnangebot.
Wetzikon ist der wichtigste Verkehrsknoten des Zürcher Oberlands. Dort bestehen Anschlüsse in Richtung Effretikon, Rapperswil, Bauma und Pfäffikon SZ. Die S14 führt von Wetzikon weiter nach Hinwil, dem Hauptort des gleichnamigen Bezirks.
Infrastruktur
Die S14 benutzt mehrere historisch und betrieblich unterschiedliche Bahnstrecken:
| Abschnitt | Bahnstrecke beziehungsweise Infrastruktur |
|---|---|
| Affoltern am Albis–Zürich Altstetten | Bahnstrecke Zürich–Zug, auch Knonauerlinie |
| Zürich Altstetten–Zürich Hauptbahnhof | Westlicher Ast der Durchmesserlinie Zürich |
| Zürich Hauptbahnhof–Zürich Oerlikon | Bahnhof Löwenstrasse und Weinbergtunnel |
| Zürich Oerlikon–Wallisellen | Bahnstrecke Zürich–Winterthur beziehungsweise Verbindung über Oerlikon |
| Wallisellen–Uster | Glattallinie über Dübendorf |
| Uster–Wetzikon | Bahnstrecke Wallisellen–Uster–Rapperswil |
| Wetzikon–Hinwil | Südlicher Abschnitt der Bahnstrecke Effretikon–Hinwil |
Alle Abschnitte sind normalspurig und mit 15 Kilovolt bei 16,7 Hertz Wechselstrom elektrifiziert.
Die Knonauerlinie ist teilweise einspurig. Doppelspurabschnitte und Kreuzungsmöglichkeiten in den Bahnhöfen ermöglichen dennoch den Halbstundentakt der S5 und S14.
Im Stadtgebiet benutzt die S14 vollständig doppelspurige, stark belastete Strecken. Die Durchmesserlinie erlaubt eine direkte Fahrt von Zürich Altstetten über den Hauptbahnhof nach Oerlikon, ohne dass der Zug wenden muss.
Zwischen Wallisellen und Uster sowie zwischen Uster und Wetzikon teilt sich die S14 die Infrastruktur mit weiteren S-Bahn-, Güter- und Dienstzügen. Die Fahrplantrassen sind deshalb eng aufeinander abgestimmt.
Fahrzeuge
Auf der S14 werden planmässig modernisierte Doppelstock-Pendelzüge der ersten Generation eingesetzt. Eine solche Komposition besteht aus:
- einer Lokomotive der Baureihe Re 450,
- mehreren Doppelstockwagen,
- einem Steuerwagen,
- einem modernisierten Niederflur-Zwischenwagen.
Die Pendelzugbauweise ermöglicht den Richtungswechsel ohne Umsetzen der Lokomotive. Die Lok befindet sich je nach Fahrtrichtung an der Spitze oder am Ende des Zuges.
Die Doppelstock-Pendelzüge wurden ursprünglich für die Eröffnung der Zürcher S-Bahn entwickelt. Eine Einheit ist ungefähr 100 Meter lang. Während der Hauptverkehrszeiten können mehrere Einheiten zu längeren Zügen gekuppelt werden.
Im Rahmen des Modernisierungsprogramms DPZplus wurden die Fahrzeuge technisch und gestalterisch erneuert. Der Einbau eines Niederflur-Zwischenwagens verbesserte den Zugang für Personen mit eingeschränkter Mobilität, Reisende mit Kinderwagen und Fahrgäste mit Gepäck.[7]
Der ZVV kennzeichnet alle regulären S14-Verbindungen als rollstuhlgängig. Niederflureinstiege bestehen jedoch nur bei den entsprechend ausgerüsteten Zwischenwagen und nicht an sämtlichen Türen des Zuges.[8]
Bei Fahrzeugstörungen, Bauarbeiten oder betrieblichen Abweichungen können auch andere für die Zürcher S-Bahn geeignete Zugtypen eingesetzt werden.
Veloselbstverlad
Für die Mitnahme von Velos gelten die allgemeinen Bestimmungen der Zürcher S-Bahn. Von Montag bis Freitag ist der Veloselbstverlad während der Hauptverkehrszeiten zwischen 6 und 8 Uhr sowie zwischen 16 und 19 Uhr in entsprechend gekennzeichneten S-Bahn-Zügen eingeschränkt beziehungsweise nicht gestattet.
An Samstagen, Sonntagen, allgemeinen Feiertagen und am 1. Mai bestehen diese zeitlichen Einschränkungen nicht. Reisende benötigen neben ihrem persönlichen Fahrausweis einen gültigen Fahrausweis für das Velo.[1]
Fahrgastinformation und Tarif
Auf der gesamten Linie gilt der Tarif des Zürcher Verkehrsverbunds. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der durchfahrenen Tarifzonen. Innerhalb der gelösten Zonen können neben der S-Bahn auch Busse, Trams, Stadtbahnen und die in den Verbund einbezogenen Schiffsverbindungen benutzt werden.
Die Stadt Zürich bildet die Tarifzone 110 und wird bei der Preisberechnung doppelt gezählt. Für eine Fahrt über die gesamte S14-Strecke sind mehrere Zonen erforderlich.
Billette sind erhältlich:
- an Billettautomaten,
- über die ZVV-App,
- über SBB Mobile,
- an bedienten Verkaufsstellen,
- über automatische Ticketingsysteme wie EasyRide und FAIRTIQ.
In den Zügen findet Selbstkontrolle statt. Ein gültiges Billett muss vor dem Einsteigen gelöst oder das automatische Ticketing aktiviert werden.
Zukunft
Die langfristige Weiterentwicklung der S14 hängt von den Ausbauvorhaben der Zürcher S-Bahn ab. Der ZVV plant unter der Bezeichnung S-Bahn 2G ein neues Angebotskonzept mit einer inneren S-Bahn und einer Express-S-Bahn.
Die innere S-Bahn soll im dicht besiedelten Kerngebiet an sämtlichen Stationen halten. Die Express-S-Bahn soll ausserhalb des Kerngebiets alle Stationen bedienen und anschliessend beschleunigt zu wichtigen Stadtbahnhöfen fahren.[9]
Für eine deutliche Angebotsverdichtung sind zusätzliche Infrastrukturen notwendig. Dazu gehören unter anderem der Ausbau des Bahnhofs Zürich Stadelhofen, weitere Kapazitäten im Zürcher Hauptbahnhof und Verbesserungen auf den Zufahrtsstrecken.
Auch im Raum Wetzikon und Hinwil werden zusätzliche Abstell- und Unterhaltskapazitäten für die künftige Zürcher S-Bahn geprüft. Welche Linienbezeichnung und welchen genauen Linienweg die heutige S14 nach der Umsetzung des langfristigen Angebotskonzepts erhalten wird, ist noch nicht abschliessend festgelegt.
Chronologie
| Datum | Entwicklung |
|---|---|
| 27. Mai 1990 | Einführung der S14 zwischen Zürich Hauptbahnhof und Hinwil |
| 1990 | Inbetriebnahme zusätzlicher Doppelspurabschnitte, unter anderem zwischen Aathal und Wetzikon |
| 2004 | Zeitweise Benutzung der provisorischen Sihlpost-Gleise im Zürcher Hauptbahnhof |
| 15. Juni 2014 | Verlegung der S14 vom Wipkingertunnel in den Bahnhof Löwenstrasse und den Weinbergtunnel |
| 2014 | Aufhebung des S14-Halts im Bahnhof Zürich Wipkingen |
| 13. Dezember 2015 | Verlängerung über Zürich Altstetten und Birmensdorf nach Affoltern am Albis |
| 2015 | Einführung der heutigen durchgehenden Linienführung Affoltern am Albis–Hinwil |
| Fahrplanjahr 2026 | Durchgehender Halbstundentakt während des Tages |
Siehe auch
- S-Bahn Zürich
- S5 (S-Bahn Zürich)
- S9 (S-Bahn Zürich)
- S15 (S-Bahn Zürich)
- Durchmesserlinie Zürich
- Bahnstrecke Zürich–Zug
- Bahnstrecke Effretikon–Hinwil
- Knonaueramt
- Zürcher Oberland
Weblinks
- Linienfahrplan S14 beim Zürcher Verkehrsverbund
- Linienfahrplan 2026 als PDF
- Fahrplanauskunft des Zürcher Verkehrsverbunds
- Informationen zur Durchmesserlinie Zürich
- Website der Schweizerischen Bundesbahnen
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Zürcher S-Bahn S14: Affoltern am Albis–Altstetten–Zürich HB–Oerlikon–Hinwil, Fahrplanjahr 2026. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. 2025-09-09(de). Abgerufen am 2026-08-04.
- ↑ Haltestellen- und Linienfahrplan S14. In: Zürcher Verkehrsverbund(de). Abgerufen am 2026-08-04.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 Dominik Brühwiler; Werner Schurter; Georges Rey; Theo Weiss: 25 Jahre Zürcher S-Bahn – Entwicklung von Angebot und Nachfrage. 2015(de). Abgerufen am 2026-08-04.
- ↑ Geschichte des Zürcher Verkehrsverbunds. In: Zürcher Verkehrsverbund(de). Abgerufen am 2026-08-04.
- ↑ Durchmesserlinie Zürich. In: Zürcher Verkehrsverbund(de). Abgerufen am 2026-08-04.
- ↑ Startschuss für den weiteren Ausbau der Zürcher S-Bahn. Hrsg.: Kanton Zürich. 2010-04-28(de). Abgerufen am 2026-08-04.
- ↑ DPZ: der doppelstöckige Pendelzug der S-Bahn Zürich. In: Schweizerische Bundesbahnen(de). Abgerufen am 2026-08-04.
- ↑ Hindernisfreiheit von S-Bahn-Linien. In: Zürcher Verkehrsverbund(de). Abgerufen am 2026-08-04.
- ↑ Projekt S-Bahn 2G. In: Zürcher Verkehrsverbund(de). Abgerufen am 2026-08-04.
Wikimedia Commons: Medien zu S14 der S-Bahn Zürich