Schweizerische Bundesbahnen
| Schweizerische Bundesbahnen SBB | |
|---|---|
| Französischer Name | Chemins de fer fédéraux suisses CFF |
| Italienischer Name | Ferrovie federali svizzere FFS |
| Rätoromanischer Name | Viafiers federalas svizras VFS |
| Rechtsform | Spezialgesetzliche Aktiengesellschaft des öffentlichen Rechts |
| Gründung | 1. Januar 1902 |
| Umwandlung in eine AG | 1. Januar 1999 |
| Sitz | Bern |
| Eigentümer | Schweizerische Eidgenossenschaft 100 % |
| Verwaltungsratspräsident | André Wyss |
| Vorsitzender der Konzernleitung | Vincent Ducrot |
| Branche | Eisenbahnverkehr, öffentlicher Verkehr, Güterverkehr und Immobilien |
| Verwaltetes Streckennetz | rund 3'258 km |
| Reisende | rund 1,39 Millionen pro Tag |
| Beförderte Güter | rund 170'000 Nettotonnen pro Tag |
| Mitarbeitende | rund 35'800 im Konzern |
| Website | sbb.ch |
Die Schweizerischen Bundesbahnen, abgekürzt SBB, sind das grösste Eisenbahnunternehmen der Schweiz und eines der bedeutendsten öffentlichen Unternehmen des Landes. Auf Französisch heissen sie Chemins de fer fédéraux suisses (CFF), auf Italienisch Ferrovie federali svizzere (FFS) und auf Rätoromanisch Viafiers federalas svizras (VFS). Im gemeinsamen Unternehmenslogo werden die drei Abkürzungen SBB CFF FFS verwendet.
Die SBB betreiben einen grossen Teil des schweizerischen Personenfernverkehrs, zahlreiche Linien des regionalen Personenverkehrs und mehrere S-Bahn-Netze. Zum Konzern gehören ausserdem der Schienengüterverkehr, der Betrieb und Ausbau eines rund 3'258 Kilometer langen Eisenbahnnetzes sowie ein umfangreiches Immobiliengeschäft an Bahnhöfen und in deren Umgebung.
Rechtlich sind die SBB eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bern. Sämtliche Aktien befinden sich im Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Der Bund muss gemäss dem Bundesgesetz über die Schweizerischen Bundesbahnen jederzeit die kapital- und stimmenmässige Mehrheit besitzen. Der Bundesrat legt jeweils für vier Jahre die strategischen Ziele des Bundes als Eigentümer fest.[1]
Im Jahr 2025 beförderten die SBB im Durchschnitt rund 1,39 Millionen Reisende pro Tag. Auf dem von SBB Infrastruktur verwalteten Netz verkehrten täglich rund 11'569 Züge verschiedener Eisenbahnunternehmen. Die Zugpünktlichkeit im Personenverkehr betrug 93,2 Prozent.[2]
Auftrag und Stellung im schweizerischen Verkehrssystem
Die SBB bilden das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz. Sie verbinden die grossen Städte, Agglomerationen, ländlichen Regionen und Tourismusgebiete und stellen Anschlüsse an zahlreiche Privatbahnen, Busunternehmen, Schifffahrtslinien und ausländische Eisenbahnen her.
Der gesetzliche Kernauftrag umfasst Dienstleistungen im öffentlichen Verkehr und in damit zusammenhängenden Bereichen. Dazu gehören insbesondere:
- die Bereitstellung und der Betrieb von Eisenbahninfrastruktur;
- der Personenfernverkehr;
- der regionale Personenverkehr;
- der nationale und internationale Güterverkehr;
- Dienstleistungen an Bahnhöfen;
- die Bewirtschaftung bahnbezogener Immobilien.
Die SBB sind weder Eigentümerin noch Betreiberin des gesamten schweizerischen Eisenbahnnetzes. Bedeutende weitere Eisenbahnunternehmen sind unter anderem die BLS AG, die Schweizerische Südostbahn, die Rhätische Bahn, die Matterhorn-Gotthard-Bahn, die Zentralbahn und zahlreiche regionale Verkehrsbetriebe.
Das schweizerische öffentliche Verkehrssystem beruht auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen, Gemeinden, Transportunternehmen und Tarifverbünden. Im regionalen Personenverkehr bestellen Bund und Kantone gemeinsam bestimmte Verkehrsangebote und leisten dafür Abgeltungen. Der eigenwirtschaftlich betriebene Fernverkehr unterliegt einer Konzession des Bundes.
Geschichte
Private Eisenbahnen im 19. Jahrhundert
Der Aufbau des schweizerischen Eisenbahnnetzes begann im 19. Jahrhundert zunächst weitgehend durch private Gesellschaften. Die erste vollständig auf Schweizer Gebiet gelegene Bahnstrecke war die 1847 eröffnete Schweizerische Nordbahn zwischen Zürich und Baden, die als Spanisch-Brötli-Bahn bekannt wurde.
Das erste eidgenössische Eisenbahngesetz von 1852 überliess den Bau und Betrieb der Eisenbahnen grundsätzlich privaten Unternehmen und den Kantonen. In den folgenden Jahrzehnten entstanden mehrere grosse Gesellschaften, darunter:
- die Schweizerische Centralbahn;
- die Schweizerische Nordostbahn;
- die Vereinigten Schweizerbahnen;
- die Jura-Simplon-Bahn;
- die Gotthardbahn-Gesellschaft.
Die Privatbahnen bauten in vergleichsweise kurzer Zeit ein dichtes Netz auf. Gleichzeitig führten Konkurrenz, unterschiedliche technische Standards, hohe Baukosten und wiederkehrende Finanzkrisen zu Problemen. Mehrere Unternehmen gerieten in wirtschaftliche Schwierigkeiten oder waren auf staatliche Unterstützung angewiesen.
Die Vorstellung, die wichtigsten Eisenbahnen in den Besitz des Bundes zu überführen, gewann deshalb gegen Ende des 19. Jahrhunderts an Unterstützung. Befürworter erwarteten eine einheitlichere Betriebsführung, besser abgestimmte Fahrpläne und eine stärkere Ausrichtung auf die volkswirtschaftlichen Interessen des Landes.
Volksabstimmung und Gründung
Am 20. Februar 1898 stimmte das Schweizer Volk dem Bundesgesetz über den Erwerb und Betrieb von Eisenbahnen für Rechnung des Bundes zu. Die Vorlage wurde mit 386'634 Ja- gegen 182'718 Nein-Stimmen angenommen. Im Abstimmungskampf warben die Befürworter mit dem Grundsatz, die schweizerischen Eisenbahnen sollten dem schweizerischen Volk gehören.[3]
Der Bund übernahm zunächst die Schweizerische Centralbahn. Deren Strecken wurden bereits ab dem 1. Januar 1901 auf Rechnung des Bundes betrieben. Als offizielles Gründungsdatum der SBB gilt jedoch der 1. Januar 1902, an dem auch die Schweizerische Nordostbahn in die neue Bundesbahn eingegliedert wurde.
In den folgenden Jahren wurden weitere grosse Bahngesellschaften übernommen:
| Jahr | Bahngesellschaft | Bedeutende Strecken oder Gebiete |
|---|---|---|
| 1902 | Schweizerische Centralbahn | Basel, Olten, Bern, Luzern und Teile der Nordwestschweiz |
| 1902 | Schweizerische Nordostbahn | Zürich, Ostschweiz, Bodensee und Rheinfallgebiet |
| 1902 | Vereinigte Schweizerbahnen | Ostschweiz und Rheintal |
| 1903 | Jura-Simplon-Bahn | Westschweiz, Jura und Simplonachse |
| 1909 | Gotthardbahn-Gesellschaft | Gotthardstrecke zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin |
| 1913 | Jura neuchâtelois | Bahnstrecken im Neuenburger Jura |
| 1918 | Tösstalbahn | Zürcher Oberland und Tösstal |
| 1922 | Seetalbahn | Luzern–Lenzburg und Beinwil am See–Beromünster |
Mit der Verstaatlichung entstand ein landesweit tätiges Bahnunternehmen. Die Vereinheitlichung von Tarifen, Betriebsvorschriften, Fahrzeugen und technischen Anlagen dauerte jedoch mehrere Jahrzehnte.
Elektrifizierung
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die meisten Züge noch von Dampflokomotiven gezogen. Die Schweiz war dabei weitgehend auf importierte Kohle angewiesen. Während des Ersten Weltkriegs führten Versorgungsengpässe und stark steigende Kohlepreise zu erheblichen Einschränkungen des Bahnbetriebs.
Die SBB beschleunigten daraufhin die Elektrifizierung ihres Netzes. Als einheitliches Bahnstromsystem setzte sich Wechselstrom mit 15 Kilovolt und zunächst 16⅔ Hertz durch. Die Frequenz wird heute mit 16,7 Hertz bezeichnet.
Eine wichtige Pionierstrecke war die 1919 elektrifizierte Verbindung zwischen Bern und Thun. Ab 1920 wurde der elektrische Betrieb auf der Gotthardstrecke schrittweise eingeführt. Die Wasserkraft der Alpen ermöglichte es, einen grossen Teil der benötigten Energie im Inland zu erzeugen.
In den folgenden Jahrzehnten wurden fast alle Haupt- und Nebenstrecken elektrifiziert. Die Elektrifizierung verringerte die Abhängigkeit von Kohleimporten, verbesserte die Leistungsfähigkeit auf Gebirgsstrecken und prägte die Entwicklung der schweizerischen Lokomotivindustrie.
Ausbau und Modernisierung nach 1945
Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Nachfrage im Personen- und Güterverkehr stark an. Die SBB bauten Bahnhöfe, Doppelspurabschnitte, Rangieranlagen und Sicherungssysteme aus. Dampflokomotiven verschwanden schrittweise aus dem regulären Betrieb.
Gleichzeitig nahm die Konkurrenz durch das Automobil und den Strassengüterverkehr zu. Die SBB reagierten mit schnelleren Zügen, dichteren Fahrplänen und einer Modernisierung des Rollmaterials. Bekannte Fahrzeuge dieser Zeit waren die Elektrolokomotiven der Reihen Ae 6/6, Re 4/4 II und Re 6/6.
1982 wurde in der Schweiz der landesweite Taktfahrplan eingeführt. Die meisten wichtigen Verbindungen verkehrten fortan in regelmässigen Zeitabständen. Das System erleichterte die Fahrplanplanung und schuf an den Knotenbahnhöfen besser aufeinander abgestimmte Anschlüsse.
Bahn 2000
1987 nahm das Schweizer Stimmvolk das Konzept Bahn 2000 an. Ziel war nicht in erster Linie eine möglichst hohe Spitzengeschwindigkeit, sondern eine Verkürzung der Reisezeiten zwischen den wichtigsten Knoten, damit dort regelmässige und zuverlässige Anschlüsse angeboten werden konnten.
Zu den bedeutendsten Bauwerken gehörte die Neubaustrecke zwischen Mattstetten und Rothrist. Mit dem Fahrplanwechsel vom Dezember 2004 wurde die erste Hauptetappe von Bahn 2000 in Betrieb genommen. Auf zahlreichen Strecken konnte ein Halbstundentakt eingeführt oder vorbereitet werden.
Das Konzept «so schnell wie nötig» wurde zu einem kennzeichnenden Grundsatz der schweizerischen Bahnplanung. Infrastruktur, Fahrplan und Anschlüsse werden dabei gemeinsam entwickelt.
Bahnreform und Umwandlung in eine Aktiengesellschaft
Im Rahmen der ersten schweizerischen Bahnreform wurden die SBB zum 1. Januar 1999 aus der zentralen Bundesverwaltung ausgegliedert und in eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Bund blieb alleiniger Aktionär.
Mit der Reform erhielten die SBB eine grössere unternehmerische Selbstständigkeit. Gleichzeitig wurden Infrastruktur und Verkehr organisatorisch und rechnerisch stärker voneinander getrennt. Andere Eisenbahnverkehrsunternehmen erhielten unter bestimmten Voraussetzungen Zugang zum von SBB Infrastruktur betriebenen Netz.
Die Beziehung zwischen dem Bund und den SBB wird seither unter anderem durch das SBB-Gesetz, strategische Ziele des Bundesrates, Infrastrukturvereinbarungen, Konzessionen und Bestellungen im regionalen Personenverkehr geregelt.
Neue Eisenbahn-Alpentransversale
Die SBB waren wesentlich an der Inbetriebnahme der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale beteiligt. Der 2007 eröffnete Lötschberg-Basistunnel wird von der BLS betrieben, ist aber in das nationale und internationale Angebot eingebunden.
Der Gotthard-Basistunnel wurde 2016 eröffnet. Mit einer Länge von 57,1 Kilometern ist er einer der längsten Eisenbahntunnel der Welt. Der Ceneri-Basistunnel folgte 2020. Die neuen Tunnel verkürzten die Reisezeiten zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin und verbesserten die Bedingungen für den alpenquerenden Güterverkehr.
Organisation
Der SBB-Konzern ist nach einer Stammhausstruktur organisiert. Im Mutterunternehmen bestehen vier operative Divisionen sowie das Segment Güterverkehr:
- Markt Personenverkehr;
- Produktion Personenverkehr;
- Infrastruktur;
- Immobilien;
- Güterverkehr.
Hinzu kommen konzernweite Steuerungs- und Dienstleistungsfunktionen wie Finanzen, Human Resources, Informatik, Kommunikation, Unternehmensentwicklung, Sicherheit sowie Recht und Compliance.[4]
Verwaltungsrat
Der Verwaltungsrat trägt die oberste Verantwortung für die strategische Führung und die Aufsicht über die Geschäftsleitung. Seine Mitglieder werden durch die Generalversammlung gewählt. Solange der Bund alleiniger Aktionär ist, nimmt der Bundesrat die Befugnisse der Generalversammlung wahr.
Das Personal muss gemäss dem SBB-Gesetz im Verwaltungsrat angemessen vertreten sein. Seit 2026 ist André Wyss Präsident des Verwaltungsrates.[5]
Konzernleitung
Die Konzernleitung ist für die operative Führung verantwortlich. Ihr gehören der Vorsitzende sowie die Leitungen der operativen Divisionen, des Güterverkehrs und mehrerer zentraler Fachbereiche an.
Seit dem 1. April 2020 ist Vincent Ducrot Vorsitzender der Konzernleitung und CEO der SBB. Zuvor war er unter anderem Leiter des SBB-Fernverkehrs und Generaldirektor der Transports publics fribourgeois.[6]
Personenverkehr
Der Personenverkehr bildet den öffentlich sichtbarsten Bereich der SBB. Er umfasst den nationalen Fernverkehr, den regionalen Verkehr, Teile mehrerer S-Bahn-Systeme sowie internationale Verbindungen.
Fernverkehr
Im schweizerischen Fernverkehr betreiben die SBB vor allem Züge der Kategorien:
- InterCity;
- InterRegio;
- EuroCity;
- Intercity-Express;
- TGV;
- Nightjet und weitere internationale Nachtzüge.
InterCity-Züge verbinden die grössten Zentren des Landes. InterRegio-Züge erschliessen zusätzlich wichtige mittlere Städte und Tourismusregionen. Internationale Angebote werden häufig gemeinsam mit ausländischen Partnerunternehmen wie der Deutschen Bahn, der SNCF, den Österreichischen Bundesbahnen und Trenitalia betrieben.
Wichtige nationale Hauptachsen führen von Genf über Lausanne, Bern und Zürich nach St. Gallen, von Basel über Bern zum Wallis, von Basel und Zürich über den Gotthard ins Tessin sowie von der Nordostschweiz über Zürich und Luzern in die Zentralschweiz.
Regionalverkehr und S-Bahnen
Die SBB betreiben Regionalzüge und RegioExpress-Verbindungen in zahlreichen Kantonen. Sie sind an mehreren S-Bahn-Netzen beteiligt, darunter:
- S-Bahn Zürich;
- S-Bahn Basel;
- S-Bahn Bern;
- Réseau express régional vaudois;
- Léman Express;
- S-Bahn Luzern;
- S-Bahn St. Gallen;
- S-Bahn Tessin.
Das konkrete Angebot wird im regionalen Personenverkehr von Bund und Kantonen bestellt. Je nach Region arbeiten die SBB mit kantonalen Verkehrsbetrieben, Privatbahnen und grenzüberschreitenden Partnern zusammen.
Der 2019 vollständig in Betrieb genommene Léman Express verbindet Genf und die umliegenden Regionen mit französischen Orten im Raum Haute-Savoie. Er gehört zu den grössten grenzüberschreitenden S-Bahn-Systemen Europas.
Fahrplan und Vertrieb
Die SBB betreiben mit ihrer Website und der Anwendung SBB Mobile wichtige digitale Vertriebskanäle des schweizerischen öffentlichen Verkehrs. Darüber können Fahrpläne abgerufen sowie Billette und Abonnemente gekauft werden.
Viele Angebote sind nicht ausschliesslich Produkte der SBB, sondern Teil des nationalen direkten Verkehrs, der Alliance SwissPass oder regionaler Tarifverbünde. Dazu gehören das Generalabonnement, das Halbtaxabonnement und zahlreiche Verbundabonnemente.
Der SwissPass dient als Trägermedium für Abonnemente und weitere Mobilitätsleistungen. Für internationale Reisen verkaufen die SBB unter anderem Billette für Züge in die Nachbarländer und für europäische Nachtzugverbindungen.
Güterverkehr
Der Güterverkehr des Konzerns wird hauptsächlich durch die SBB Cargo AG und weitere Konzerngesellschaften erbracht. Das Angebot umfasst den Binnenverkehr, Import- und Exportverkehre sowie internationale Transporte auf den europäischen Nord-Süd-Achsen.
Zu den wichtigsten Betriebsformen gehören:
- Einzelwagenladungsverkehr;
- Ganzzüge;
- kombinierter Verkehr;
- Transporte für Industrie, Handel, Logistik und Bauwirtschaft;
- alpenquerender Güterverkehr.
Beim Einzelwagenladungsverkehr werden einzelne Güterwagen verschiedener Kunden gesammelt, in Rangierbahnhöfen neu zusammengestellt und zu ihren Zielregionen befördert. Dieses System ermöglicht die Schienenbedienung zahlreicher Anschlussgleise, ist jedoch betrieblich aufwendig.
SBB Cargo International konzentriert sich auf internationale Verbindungen, insbesondere auf dem europäischen Nord-Süd-Korridor zwischen den Nordseehäfen, Deutschland, der Schweiz und Italien.
Im Jahr 2025 wurden im Güterverkehr des SBB-Konzerns durchschnittlich rund 170'000 Nettotonnen pro Tag befördert.[2]
Die wirtschaftliche Zukunft des schweizerischen Einzelwagenladungsverkehrs wird seit Jahren politisch diskutiert. Der Güterverkehr steht in starkem Wettbewerb zum Strassentransport und ist zugleich für die Verlagerung des alpenquerenden Verkehrs von der Strasse auf die Schiene von grosser verkehrs- und umweltpolitischer Bedeutung.
Infrastruktur
SBB Infrastruktur betreibt den grössten Teil des normalspurigen Eisenbahnnetzes der Schweiz. Die Division plant den Fahrplan, führt den Zugverkehr, unterhält die Anlagen und realisiert Ausbauprojekte.
Zum Infrastrukturbereich gehören unter anderem:
- Gleise und Weichen;
- Brücken und Tunnel;
- Bahnhöfe und Perrons;
- Fahrleitungen und Bahnstromanlagen;
- Stellwerke und Sicherungssysteme;
- Betriebszentralen;
- Telekommunikationsanlagen;
- Rangierbahnhöfe.
Das verwaltete Streckennetz umfasste 2025 rund 3'258 Kilometer. Die SBB-Statistik führte 800 Bahnhöfe und Haltestellen des Personenverkehrs auf. Davon wurden 763 durch SBB Infrastruktur betreut.[7]
Das SBB-Netz steht im Rahmen des gesetzlich geregelten Netzzugangs auch anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen offen. Voraussetzung sind unter anderem eine Netzzugangsbewilligung, eine Sicherheitsbescheinigung und eine Netzzugangsvereinbarung.
Betriebsführung
Der Eisenbahnbetrieb wird von mehreren Betriebszentralen gesteuert. Diese überwachen den Verkehr, stellen Fahrstrassen ein, bearbeiten Störungen und koordinieren die Information der Reisenden.
Wegen der hohen Auslastung des schweizerischen Netzes können sich Verspätungen rasch auf mehrere Verbindungen auswirken. Eine wichtige Aufgabe besteht deshalb darin, Konflikte zwischen Personen-, Güter- und Bauzügen zu vermeiden und bei Störungen möglichst schnell einen stabilen Fahrplan wiederherzustellen.
Auf stark belasteten Strecken werden moderne Zugbeeinflussungssysteme wie das European Train Control System eingesetzt. Die SBB beteiligen sich zudem an Projekten zur Automatisierung, digitalen Kapazitätsplanung und vorausschauenden Instandhaltung.
Finanzierung der Infrastruktur
Der Ausbau, Betrieb und Substanzerhalt der Eisenbahninfrastruktur werden überwiegend durch öffentliche Mittel finanziert. Eine zentrale Grundlage ist der Bahninfrastrukturfonds, der 2016 im Rahmen der Vorlage über Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur eingeführt wurde.
Der Bund und die Infrastrukturbetreiber schliessen mehrjährige Leistungsvereinbarungen ab. Grössere Ausbauschritte werden durch das Parlament beschlossen und unterliegen teilweise dem fakultativen Referendum oder obligatorischen Volksabstimmungen.
Bahnhöfe und Immobilien
SBB Immobilien bewirtschaftet Bahnhofsgebäude, Geschäftsflächen, Bürogebäude, Wohnungen und Entwicklungsareale. Die SBB gehören zu den grössten Immobilieneigentümerinnen der Schweiz.
Grosse Bahnhöfe wie Zürich Hauptbahnhof, Bahnhof Bern, Bahnhof Basel SBB, Bahnhof Lausanne, Bahnhof Genf-Cornavin und Bahnhof Luzern sind nicht nur Verkehrsknoten, sondern auch Einkaufs-, Dienstleistungs- und Aufenthaltsorte.
Unter der Bezeichnung RailCity wurden mehrere grosse Bahnhöfe als Einkaufszentren vermarktet. Später rückte die einheitliche Marke SBB stärker in den Vordergrund.
Auf ehemaligen Güter- und Betriebsflächen entwickeln die SBB neue Stadtquartiere. Bekannte Beispiele sind die Europaallee in Zürich, das Areal Neugasse in Zürich, das Wankdorfgebiet in Bern und Entwicklungsgebiete bei Bahnhöfen in Lausanne, Basel, Genf und weiteren Städten.
Das Immobiliengeschäft erzielt kommerzielle Erträge. Gleichzeitig muss SBB Immobilien Flächen für den Bahnbetrieb sichern, Bahnhöfe modernisieren und Anforderungen an Denkmalschutz, Barrierefreiheit und Stadtentwicklung berücksichtigen.
Rollmaterial
Die SBB verfügen über eine vielfältige Flotte aus Triebzügen, Lokomotiven, Reisezugwagen und Spezialfahrzeugen. Die Fahrzeuge werden je nach Einsatzgebiet für Fern-, Regional-, S-Bahn- oder Güterverkehr beschafft.
Zu den bekannten Fahrzeugtypen gehören:
- die Lokomotive Re 460;
- die Doppelstockwagen IC2000;
- die Neigezüge ICN;
- der internationale Triebzug Giruno;
- der Fernverkehrs-Doppelstockzug SBB RABe 502;
- verschiedene Ausführungen des Stadler Flirt;
- die Regionalzüge Domino;
- Doppelstockzüge für die Zürcher und weitere S-Bahn-Netze.
Die Re 460 wurde in den 1990er-Jahren für Bahn 2000 entwickelt und prägte über Jahrzehnte das Bild des schweizerischen Fernverkehrs. Der Giruno wird vor allem auf internationalen Gotthardverbindungen nach Italien sowie auf einzelnen nationalen Strecken eingesetzt.
Die Einführung neuer Fahrzeuge war teilweise mit technischen Problemen und Verzögerungen verbunden. Besonders die Fernverkehrs-Doppelstockzüge wurden wegen ihrer Zuverlässigkeit, ihres Fahrkomforts und der Auswirkungen ihrer Wankkompensation öffentlich diskutiert.
Die SBB modernisieren ältere Fahrzeuge, wenn dies wirtschaftlich sinnvoll ist. Dadurch können Züge länger eingesetzt und an neue Anforderungen wie Steckdosen, Mobilfunkempfang, Kundeninformation und barrierefreie Einstiege angepasst werden.
Energieversorgung und Umwelt
Die Eisenbahn gilt aufgrund ihres geringen Flächen- und Energieverbrauchs pro beförderter Person als vergleichsweise umweltfreundliches Verkehrsmittel. Die SBB betreiben einen grossen Teil ihrer Energieversorgung selbst.
Das Bahnstromnetz verwendet Einphasenwechselstrom mit 15 Kilovolt und einer Frequenz von 16,7 Hertz. Der Strom stammt zu einem grossen Teil aus Wasserkraftwerken. Die SBB besitzen eigene Kraftwerke, Beteiligungen an Energieanlagen, Frequenzumformer und ein separates Hochspannungsnetz für die Versorgung des Bahnbetriebs.
Seit 2025 wird der von den SBB ausgewiesene Bahnstrom vollständig aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Die Herkunft wird durch entsprechende Herkunftsnachweise belegt.[8]
Zu den Umweltmassnahmen des Unternehmens gehören:
- die Steigerung der Energieeffizienz von Zügen und Gebäuden;
- die Rückgewinnung von Bremsenergie;
- der Ausbau von Photovoltaikanlagen;
- die Verringerung von Treibhausgasemissionen;
- der Schutz von Lebensräumen entlang der Bahnstrecken;
- Lärmschutzmassnahmen;
- die Wiederverwendung und Wiederverwertung von Baumaterialien.
Gleichzeitig verursachen Bau, Betrieb und Unterhalt der Bahninfrastruktur erhebliche Eingriffe in Landschaft und Siedlungsräume. Ausbauprojekte führen deshalb regelmässig zu Abwägungen zwischen Verkehrsinteressen, Kosten, Lärmschutz, Natur- und Heimatschutz.
Mitarbeitende und Ausbildung
Die SBB gehören zu den grössten Arbeitgeberinnen der Schweiz. Im Konzern arbeiten rund 35'800 Menschen in mehr als 150 Berufen. Bei der SBB AG und der SBB Cargo AG in der Schweiz waren 2025 im Jahresdurchschnitt 32'371 Personen beschäftigt.[9]
Zu den Berufsgruppen gehören unter anderem:
- Lokomotivführerinnen und Lokomotivführer;
- Kundenbegleiterinnen und Kundenbegleiter;
- Fahrdienstleiterinnen und Fahrdienstleiter;
- Ingenieurinnen und Ingenieure;
- Gleis- und Fahrleitungsspezialisten;
- Informatikerinnen und Informatiker;
- Verkaufs- und Beratungspersonal;
- Mitarbeitende in Reinigung, Sicherheit und Logistik;
- Immobilien- und Finanzfachleute.
Die berufliche Grundbildung für zahlreiche Unternehmen des öffentlichen Verkehrs wird durch die Ausbildungsorganisation Login Berufsbildung unterstützt. 2025 waren bei Login rund 1'530 Ausbildungsplätze für die SBB besetzt.
Die Arbeitsbedingungen eines grossen Teils des Personals werden in Gesamtarbeitsverträgen geregelt. Wichtige Sozialpartner sind insbesondere der Schweizerische Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband und weitere Personalverbände.
Personalengpässe in einzelnen Berufen, Schichtarbeit, die zunehmende Digitalisierung und der Generationenwechsel gehören zu den bedeutenden personalpolitischen Herausforderungen.
Kennzahlen
| Kennzahl | Wert | Erläuterung |
|---|---|---|
| Reisende pro Tag | rund 1,39 Mio. | Personenverkehr des SBB-Konzerns |
| Güter pro Tag | rund 170'000 Nettotonnen | Güterverkehr des SBB-Konzerns |
| Züge pro Tag | rund 11'569 | Züge verschiedener Unternehmen auf dem verwalteten Netz |
| Verwaltete Strecken | rund 3'258 km | Streckennetz von SBB Infrastruktur |
| Bahnhöfe und Haltestellen | 800 | Stationen des Personenverkehrs gemäss SBB-Statistik |
| Zugpünktlichkeit | 93,2 % | Personenverkehr |
| Mitarbeitende | rund 35'800 | gesamter Konzern |
| Mitarbeitende von SBB AG und SBB Cargo AG | 32'371 | Jahresdurchschnitt in der Schweiz |
Die Kennzahlen können je nach Abgrenzung unterschiedlich ausfallen. Insbesondere wird zwischen dem gesamten Konzern, dem Stammhaus, einzelnen Tochtergesellschaften und der von SBB Infrastruktur verwalteten Bahnstrecke unterschieden.[2]
Finanzierung und wirtschaftliche Bedeutung
Die Einnahmen des SBB-Konzerns stammen aus verschiedenen Quellen. Dazu gehören Billette und Abonnemente, Güterverkehrserträge, Mieten, Detailhandelsflächen, Dienstleistungen und öffentliche Abgeltungen.
Im Personenfernverkehr tragen die Reisenden einen grossen Teil der Kosten über die Verkehrserträge. Der regionale Personenverkehr wird von Bund und Kantonen bestellt und mitfinanziert. Die Eisenbahninfrastruktur wird zu einem wesentlichen Teil über den Bahninfrastrukturfonds finanziert.
Die wirtschaftliche Lage der SBB wird stark durch Nachfrageentwicklung, Energiepreise, Personalkosten, Baukosten, Zinsen und politische Vorgaben beeinflusst. Die COVID-19-Pandemie führte 2020 zu einem starken Rückgang der Reisendenzahlen und hohen finanziellen Verlusten. In den folgenden Jahren erholte sich die Nachfrage deutlich.
Die hohe Verschuldung des Unternehmens und der grosse Investitionsbedarf bleiben Gegenstand politischer Diskussionen. Gleichzeitig erwartet der Bund von den SBB ein qualitativ gutes, sicheres, kundenorientiertes und wirtschaftlich nachhaltiges Angebot.
Die SBB besitzen für die schweizerische Volkswirtschaft eine strategische Bedeutung. Sie ermöglichen Pendlerverkehr, Tourismus, Gütertransporte und die Verbindung der Sprachregionen. Das Bahnnetz ist zudem ein wichtiger Bestandteil der Versorgungssicherheit und der internationalen Verkehrskorridore durch die Alpen.
Sicherheit
Die Sicherheit des Bahnbetriebs wird durch technische Systeme, betriebliche Vorschriften, Ausbildung und behördliche Aufsicht gewährleistet. Das Bundesamt für Verkehr überwacht als Aufsichtsbehörde unter anderem die Einhaltung eisenbahnrechtlicher Sicherheitsanforderungen.
Zu den wichtigen Sicherheitsbereichen gehören:
- Zugbeeinflussung und Stellwerktechnik;
- Unterhalt von Fahrzeugen und Infrastruktur;
- Schutz von Baustellen;
- Sicherheit in Bahnhöfen und Zügen;
- Gefahrguttransporte;
- Notfall- und Ereignismanagement;
- Cyber- und Informationssicherheit.
Schwere Eisenbahnunfälle sind im Verhältnis zur Verkehrsleistung selten. Dennoch können Kollisionen, Entgleisungen, Naturereignisse und Unfälle bei Bau- oder Rangierarbeiten nicht vollständig ausgeschlossen werden. Ereignisse werden durch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle unabhängig untersucht.
An Bahnübergängen, Perronkanten und in Gleisbereichen führt menschliches Fehlverhalten weiterhin zu Unfällen. Die SBB betreiben deshalb Präventionskampagnen und bauen gefährliche Bahnübergänge nach Möglichkeit um oder zurück.
Barrierefreiheit
Das Behindertengleichstellungsgesetz verlangt einen möglichst hindernisfreien Zugang zum öffentlichen Verkehr. Die SBB erhöhen dafür Perrons, bauen stufenfreie Zugänge, installieren Lifte und setzen Fahrzeuge mit Niederflureinstiegen ein.
Nicht alle Bahnhöfe konnten innerhalb der ursprünglich vorgesehenen Fristen vollständig angepasst werden. Wo ein autonomer Zugang noch nicht möglich ist, werden teilweise Hilfestellungen, mobile Lifte oder Ersatzangebote bereitgestellt.
Barrierefreiheit betrifft neben dem Einstieg in die Züge auch Billetautomaten, Kundeninformation, taktile Markierungen, Lautsprecherdurchsagen, digitale Angebote und die Gestaltung von Toiletten und Warteräumen.
Pünktlichkeit und Betriebsqualität
Die Pünktlichkeit der SBB wird sowohl als Zugpünktlichkeit als auch als Kundenpünktlichkeit gemessen. Bei der Kundenpünktlichkeit wird berücksichtigt, wie viele Reisende ihr Ziel rechtzeitig erreichen. Dadurch erhalten stark ausgelastete Züge ein grösseres Gewicht als schwach besetzte Verbindungen.
Das dicht befahrene Netz ermöglicht häufige Verbindungen, reagiert jedoch empfindlich auf Störungen. Baustellen, technische Defekte, extreme Witterung, Ereignisse im Ausland und verspätete internationale Züge können sich auf das gesamte System auswirken.
2025 betrug die Zugpünktlichkeit im Personenverkehr 93,2 Prozent. Zwischen Regionen, Linien und Tageszeiten bestehen Unterschiede. Die SBB investieren in zusätzliche Kapazitäten, robustere Fahrpläne, Fahrzeugunterhalt und eine verbesserte Kundeninformation.
Unternehmensauftritt und Design
Der visuelle Auftritt der SBB gehört zu den bekanntesten Unternehmensdesigns der Schweiz. Das Signet zeigt einen weissen Doppelpfeil in einem roten Feld. Der Pfeil symbolisiert den Verkehr in beide Richtungen, während die seitlichen Querbalken an das Schweizerkreuz erinnern.
Das Logo wurde 1972 vom Berner Grafiker Hans Hartmann gestaltet. Es wird gewöhnlich zusammen mit den Abkürzungen SBB, CFF und FFS verwendet und unterstreicht den mehrsprachigen Charakter des Unternehmens.
Ein weiteres bekanntes Gestaltungselement ist die Schweizer Bahnhofsuhr. Sie wurde 1944 vom SBB-Ingenieur Hans Hilfiker entworfen. Der rote Sekundenzeiger in Form einer Abfertigungskelle entwickelte sich zu einem international bekannten Symbol schweizerischen Industriedesigns.
Die einheitliche Beschilderung der Bahnhöfe, Fahrpläne, Zuginformationen und Fahrzeuge trägt dazu bei, das komplexe Verkehrsangebot leicht erkennbar zu machen.
Kulturelle Bedeutung
Die SBB sind ein wichtiger Bestandteil des schweizerischen Alltags und der nationalen Selbstwahrnehmung. Der dichte Fahrplan, die Bahnhofsuhr, das mehrsprachige Logo und rote Reisezüge gelten als typische Bilder der modernen Schweiz.
Bahnhöfe waren seit dem 19. Jahrhundert Orte wirtschaftlicher Entwicklung, Migration, Abschied und Ankunft. Ihre Architektur dokumentiert unterschiedliche Phasen der Verkehrs- und Stadtgeschichte.
Historische Fahrzeuge, Dokumente, Pläne und Fotografien werden von der Stiftung SBB Historic bewahrt. Sie betreibt Archive und Sammlungen und macht historische Lokomotiven und Wagen teilweise für Sonderfahrten zugänglich.
Die Bahn erscheint regelmässig in Literatur, Film, Fotografie und Werbung. Gleichzeitig dienen die SBB als Gegenstand politischer Debatten über Service public, Preise, Pünktlichkeit, Regionalentwicklung und die Rolle staatlicher Unternehmen.
Herausforderungen und Zukunft
Die SBB müssen in den kommenden Jahrzehnten eine wachsende Nachfrage auf einem bereits stark ausgelasteten Netz bewältigen. Bevölkerung und Arbeitsplätze konzentrieren sich zunehmend in den grossen Agglomerationen, während auch der Freizeitverkehr wächst.
Zu den zentralen Herausforderungen gehören:
- der Ausbau stark belasteter Bahnknoten;
- die Erneuerung alter Anlagen;
- die Sicherung der Fahrplanstabilität während grosser Bauarbeiten;
- die Beschaffung zuverlässiger Fahrzeuge;
- die Gewinnung von Fachpersonal;
- die Digitalisierung des Bahnbetriebs;
- die Finanzierung langfristiger Investitionen;
- der Erhalt eines attraktiven Güterverkehrs;
- die Anpassung an Hitze, Starkregen, Hochwasser und andere Folgen des Klimawandels.
Die Strategie SBB 2030 sieht unter anderem eine stärkere Kundenorientierung, eine Stabilisierung des Bahnbetriebs, höhere Effizienz und die Vorbereitung weiterer Ausbauschritte vor. Die strategischen Ziele des Bundesrates für die Jahre 2024 bis 2027 bilden einen wichtigen politischen Rahmen.[10]
Geplante oder laufende Grossprojekte betreffen unter anderem die Bahnknoten Basel, Bern, Genf, Lausanne, Luzern, Olten und Zürich. Weil Planung und Bau grosser Eisenbahnanlagen häufig mehrere Jahrzehnte beanspruchen, müssen heutige Entscheidungen die Mobilitätsbedürfnisse weit über das Jahr 2040 hinaus berücksichtigen.
Literatur
- Hans-Peter Bärtschi: Elektrolokomotiven aus Schweizer Fabriken. Orell Füssli, Zürich 2002.
- Paul Winter: Die Geschichte der Schweizerischen Bundesbahnen. Drei Bände. Orell Füssli, Zürich 1947–1964.
- Heinz von Arx: Der Kluge reist im Zuge. Hundert Jahre SBB. AS Verlag, Zürich 2001.
- Christian Zellweger: SBB CFF FFS. Schwabe, Basel 2022.
- Schweizerische Bundesbahnen: Geschäftsbericht 2025. Bern 2026.
- Bundesamt für Verkehr: Verkehrsperspektiven und Ausbau der schweizerischen Bahninfrastruktur. Bern.
Siehe auch
- Schienenverkehr in der Schweiz
- Liste der Schweizer Eisenbahngesellschaften
- Geschichte der Schweizer Eisenbahn
- Bahn 2000
- Neue Eisenbahn-Alpentransversale
- Gotthard-Basistunnel
- Bahninfrastrukturfonds
- SBB Cargo
- SBB Historic
- SwissPass
- Generalabonnement
- Halbtaxabonnement
- Schweizer Bahnhofsuhr
Weblinks
- Offizielle Website der SBB
- Unternehmenswebsite der SBB
- Zahlen und Fakten der SBB
- Geschäftsberichte der SBB
- Stiftung SBB Historic
- Bundesgesetz über die Schweizerischen Bundesbahnen
- Schweizerische Bundesbahnen im Historischen Lexikon der Schweiz
- Bilder und Mediendateien zu den Schweizerischen Bundesbahnen
Einzelnachweise
- ↑ Bundesgesetz vom 20. März 1998 über die Schweizerischen Bundesbahnen, Fedlex, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 SBB Zahlen und Fakten, Daten für das Geschäftsjahr 2025, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Schweizerische Bundesbahnen: Geschichte der SBB, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Schweizerische Bundesbahnen: Organisationsstruktur, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Schweizerische Bundesbahnen: Verwaltungsrat, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Schweizerische Bundesbahnen: Vincent Ducrot – CEO der SBB, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ SBB Zahlen und Fakten: Bahnhöfe und Haltestellen, Daten 2025, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Schweizerische Bundesbahnen: Nachhaltige Energieversorgung, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ SBB Zahlen und Fakten: Personal, Daten 2025, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Schweizerische Bundesbahnen: Strategie SBB 2030, abgerufen am 23. Juli 2026.