Zürcher Oberland

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Zürcher Oberland
Kanton Kanton Zürich
Regionstyp Landschafts-, Kultur-, Wirtschafts- und Planungsregion
Bezirke Vor allem Hinwil, Pfäffikon und Uster
Planungsverband Regionalplanung Zürcher Oberland
Verbandsgemeinden 20
Einwohner 180'550 (Planungsregion, 2025)
Bedeutende Zentren Uster, Wetzikon, Rüti, Pfäffikon und Hinwil
Höchster Punkt Schnebelhorn, 1292 m ü. M.
Bedeutende Erhebungen Bachtel, Hörnli, Allmen und Schnebelhorn
Bedeutende Gewässer Greifensee, Pfäffikersee, Lützelsee, Töss, Glatt, Jona und Kempt
Sprache Deutsch, im Alltag überwiegend Zürichdeutsch
Regionalorganisationen Regionalplanung Zürcher Oberland und Standortförderung Zürioberland

Das Zürcher Oberland ist eine Landschafts-, Kultur-, Wirtschafts- und Planungsregion im östlichen und südöstlichen Teil des Kantons Zürich. Die Region reicht von den dichter besiedelten Gebieten um Uster, Wetzikon und den Greifensee bis zu den voralpinen Höhen des Bachtels, des Hörnlis und des Tössberglands. Mit dem 1292 Meter hohen Schnebelhorn liegt der höchste Punkt des Kantons Zürich im Zürcher Oberland.[1]

Das Zürcher Oberland ist keine historische oder politische Verwaltungseinheit mit überall eindeutig festgelegten Grenzen. Je nach geografischem, kulturellem, wirtschaftlichem oder touristischem Zusammenhang werden unterschiedliche Gebiete zur Region gezählt. Einen amtlich bestimmten Kern bildet die Regionalplanung Zürcher Oberland mit 20 Gemeinden aus den Bezirken Hinwil, Pfäffikon und Uster. In diesem Planungsgebiet lebten 2025 rund 180'550 Menschen.[2]

Das Landschaftsbild wird von eiszeitlich geformten Hügelzügen, Seen, Mooren, bewaldeten Tobeln, Streusiedlungen und den voralpinen Bergen des Tössberglands geprägt. Gleichzeitig gehören Uster, Wetzikon und Rüti zu den bedeutenden Wohn-, Arbeits- und Verkehrszentren der Agglomeration Zürich.

Wirtschaftsgeschichtlich zählt das Zürcher Oberland zu den wichtigsten frühen Industrieregionen der Schweiz. Im 18. und 19. Jahrhundert entstanden entlang der wasserreichen Bäche und Flüsse zahlreiche Spinnereien, Webereien und Maschinenfabriken. Fabrikanlagen, Kanäle, Kosthäuser und Fabrikantenvillen erinnern bis heute an die Textilindustrie, welche die Region gesellschaftlich und räumlich tiefgreifend veränderte.

Name und Abgrenzung

Die Bezeichnung «Oberland» beschreibt ein höher gelegenes Gebiet im Gegensatz zum tieferen Land in Richtung der Stadt Zürich, des Glatttals und des Zürcher Unterlands. Der Name bezieht sich damit sowohl auf die Höhenlage als auch auf die Lage oberhalb beziehungsweise östlich der Stadt Zürich.

Im Zürichdeutschen wird die Region als Züri Oberland bezeichnet. Die Kurzform Zürioberland wird besonders von regionalen Organisationen, Tourismusbetrieben und Produzenten verwendet.

Eine allgemein verbindliche Aussengrenze besteht nicht. Im engeren Sinn entspricht das Zürcher Oberland weitgehend dem Gebiet der Regionalplanung Zürcher Oberland. Diese umfasst 20 Gemeinden.

Die wirtschaftliche und touristische Standortförderung verwendet einen grösseren funktionalen Raum. Ihr gehören auch Gemeinden ausserhalb der Planungsregion und einzelne Gemeinden der benachbarten Kantone Thurgau und St. Gallen an. Die Standortförderung Zürioberland zählt 26 Mitgliedsgemeinden und -städte aus drei Kantonen.[3]

Im alltäglichen Sprachgebrauch werden teilweise auch angrenzende Gebiete des Tösstals, des oberen Zürichsees, des Pfannenstiels oder der Kantone St. Gallen und Thurgau dem weiteren Zürcher Oberland zugerechnet.

Gemeinden der Planungsregion

Die Regionalplanung Zürcher Oberland ist ein Zweckverband nach dem zürcherischen Planungs- und Baugesetz. Sie erarbeitet den regionalen Richtplan und stimmt die Entwicklung von Siedlung, Verkehr, Landschaft, Naherholung sowie Ver- und Entsorgung zwischen den Gemeinden ab.[2]

Verbandsgemeinden der Regionalplanung Zürcher Oberland
Gemeinde Bezirk Teilraum
Bäretswil Hinwil Bachtelgebiet
Bauma Pfäffikon Tösstal
Bubikon Hinwil Südliches Oberland
Dürnten Hinwil Bachtelgebiet
Fehraltorf Pfäffikon Kempttal und Pfäffikerseegebiet
Fischenthal Hinwil Oberes Tösstal und Tössbergland
Gossau Hinwil Drumlinlandschaft
Grüningen Hinwil Südliches Oberland
Hinwil Hinwil Bachtelgebiet
Hittnau Pfäffikon Hügelgebiet nördlich des Pfäffikersees
Mönchaltorf Uster Greifenseegebiet
Pfäffikon Pfäffikon Pfäffikerseegebiet
Russikon Pfäffikon Nördliches Oberland
Rüti Hinwil Südöstliches Oberland
Seegräben Hinwil Pfäffikerseegebiet
Uster Uster Greifensee und urbanes Oberland
Wald Hinwil Bachtel- und Jona-Gebiet
Wetzikon Hinwil Regionales Zentrum zwischen Pfäffikersee und Bachtel
Wila Pfäffikon Tösstal
Wildberg Pfäffikon Hügelgebiet zwischen Kempt- und Tösstal

Uster und Wetzikon sind die grössten Städte der Region. Rüti, Pfäffikon und Hinwil erfüllen weitere regionale Zentrumsfunktionen.

Geografie

Lage

Das Zürcher Oberland liegt im Osten und Südosten des Kantons Zürich. Im Westen geht es in das Glatttal und die Agglomeration Zürich über. Im Norden grenzt es an den Raum Winterthur, im Osten an die Kantone Thurgau und St. Gallen und im Süden an den oberen Zürichsee sowie die Region um Rapperswil-Jona.

Die Region bildet einen Übergangsraum zwischen dem Schweizer Mittelland und den Voralpen. Die westlichen Gebiete um Uster, den Greifensee und Fehraltorf liegen vergleichsweise tief und sind stark besiedelt. Gegen Osten steigt das Gelände über Wetzikon, Hinwil, Wald und das Tösstal zu den höchsten Erhebungen des Kantons Zürich an.

Landschaftsräume

Das Zürcher Oberland lässt sich in mehrere Landschaftsräume gliedern:

  • die Greifensee- und Glatttallandschaft;
  • die Pfäffikersee- und Kempttallandschaft;
  • die Drumlinlandschaft zwischen Gossau, Bubikon, Hinwil und Wetzikon;
  • das Bachtelgebiet;
  • das Tösstal;
  • das Tössbergland und die Hörnlikette;
  • das südliche Oberland um Rüti, Dürnten, Bubikon und Grüningen.

Diese Räume gehen ohne scharfe natürliche Grenzen ineinander über. Sie unterscheiden sich jedoch deutlich hinsichtlich Topografie, Besiedlung, landwirtschaftlicher Nutzung und Verkehrsanbindung.

Eiszeitliche Prägung

Die tieferen Gebiete des Zürcher Oberlands wurden während der Eiszeiten durch den Rhein-Linth-Gletscher geformt.

Der Gletscher hinterliess Moränen, Schotterflächen, Feuchtgebiete und zahlreiche längliche Hügel, die als Drumlins bezeichnet werden. Die besonders ausgeprägte Drumlinlandschaft zwischen Gossau, Hinwil, Dürnten, Bubikon und Wetzikon gehört zu den charakteristischen Landschaften des Kantons Zürich.

Die Längsrichtung der Drumlins zeigt die frühere Bewegungsrichtung des Gletschereises. Zwischen den Hügeln entstanden Mulden, Moore, kleine Seen und landwirtschaftlich genutzte Ebenen.

Der Pfäffikersee und der Greifensee liegen in eiszeitlich ausgeformten Becken. Nach dem Abschmelzen der Gletscher bildeten sich an ihren Ufern ausgedehnte Ried- und Moorlandschaften.

Tössbergland

Das Tössbergland ist der am stärksten voralpin geprägte Teil des Zürcher Oberlands. Es liegt im oberen Tösstal und an der Grenze zu den Kantonen St. Gallen und Thurgau.

Die Landschaft besteht aus steilen, bewaldeten Hängen, tief eingeschnittenen Tobeln, Nagelfluhrippen, abgelegenen Höfen und kleinen Weilern.

Das Gebiet gehört teilweise zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Es besitzt einen hohen Wert für Natur, Landschaft und Erholung.

Zu den höchsten Erhebungen gehören:

Bedeutende Erhebungen
Berg Höhe Lage und Bedeutung
Schnebelhorn 1292 m ü. M. Höchster Punkt des Kantons Zürich an der Grenze zum Kanton St. Gallen
Hörnli 1133 m ü. M. Markanter Aussichtspunkt an der Grenze zwischen Zürich, Thurgau und St. Gallen
Bachtel 1115 m ü. M. Hausberg des mittleren Zürcher Oberlands mit Aussichtsturm
Allmen rund 1079 m ü. M. Bewaldete Erhebung im Bachtelgebiet

Bachtel

Der Bachtel erhebt sich zwischen Hinwil, Wald und Dürnten. Er gilt als einer der bekanntesten Aussichtspunkte des Zürcher Oberlands.

Der heutige Bachtelturm ermöglicht bei klarer Sicht einen Blick über das Zürcher Oberland, den Zürichsee und die Alpen. Die Hänge des Bachtels sind von Wäldern, Wiesen, Einzelhöfen und Tobeln geprägt.

Die Bachtellandschaft steht aufgrund ihrer landschaftlichen und biologischen Bedeutung teilweise unter kantonalem Schutz. Gemeinsam mit dem Pfäffikersee und dem Tössbergland gehört sie zu den wichtigsten Naherholungsräumen des Kantons.[4]

Gewässer

Greifensee

Der Greifensee ist das flächenmässig grösste Gewässer des Zürcher Oberlands. Er liegt zwischen Uster, Maur, Fällanden, Schwerzenbach, Greifensee und Mönchaltorf.

Der See entwässert über die Glatt zum Rhein. Sein flaches Umland besitzt bedeutende Ried-, Schilf- und Flachwassergebiete.

Der Greifensee und seine Ufer stehen weitgehend unter Natur- und Landschaftsschutz. Das Gebiet ist ein Wasser- und Zugvogelreservat von nationaler Bedeutung.[5]

Gleichzeitig ist der See ein stark genutzter Naherholungsraum. Wandern, Velofahren, Baden, Rudern, Segeln und Schifffahrt gehören zu den verbreiteten Freizeitaktivitäten.

Pfäffikersee

Der Pfäffikersee liegt zwischen Pfäffikon, Seegräben und Wetzikon. Er ist von einer besonders wertvollen Moor- und Riedlandschaft umgeben.

Das Pfäffikerseegebiet ist die grösste zusammenhängende Moorlandschaft des Kantons Zürich und ein bedeutender Lebensraum für Vögel, Amphibien, Insekten und seltene Pflanzen.[6]

Zu den bekannten Schutzgebieten gehören das Robenhauserried, das Torfriet und die Riedflächen am Nord- und Ostufer.

Ein Rundweg erschliesst den See für den Fussverkehr. Wegen der empfindlichen Lebensräume gelten Einschränkungen für Wassersport, Hunde, Veloverkehr und das Betreten der Schutzzonen.

Lützelsee

Der Lützelsee liegt in einer geschützten Landschaft bei Hombrechtikon nahe dem südwestlichen Rand des Zürcher Oberlands.

Er ist deutlich kleiner als Greifen- und Pfäffikersee. Zusammen mit umliegenden Mooren, Hecken, Obstgärten und Landwirtschaftsflächen bildet er jedoch eine besonders vielfältige Kulturlandschaft.

Töss

Die Töss entspringt im Tössbergland und durchfliesst das Tal über Fischenthal, Bauma, Wila und Turbenthal in Richtung Winterthur.

Der Fluss war für die wirtschaftliche Entwicklung des Tösstals von grosser Bedeutung. Seine Wasserkraft trieb Mühlen, Sägereien, Spinnereien und Webereien an.

Im 19. und 20. Jahrhundert wurde die Töss auf vielen Abschnitten begradigt und verbaut. Der Kanton arbeitet heute an Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekten, um dem Fluss wieder mehr Raum und eine natürlichere Struktur zu geben.[7]

Zwischen Fischenthal und Turbenthal kann das Wasser zeitweise vollständig im durchlässigen Schotterbett versickern. Dieses Austrocknen einzelner Abschnitte ist ein seit Langem bekanntes natürliches Phänomen.

Weitere Flüsse

Die Kempt entwässert den nördlichen Teil der Region über das Kempttal zur Töss.

Die Aa verbindet den Pfäffikersee mit dem Greifensee. Vom Greifensee fliesst das Wasser über die Glatt weiter zum Rhein.

Im südöstlichen Oberland entspringt die Jona. Sie fliesst durch Wald und Rüti zum oberen Zürichsee.

Klima

Das Klima des Zürcher Oberlands unterscheidet sich nach Höhenlage und Geländeform.

Die tieferen Gebiete um Uster, Wetzikon und die Seen besitzen ein gemässigtes Mittellandklima. In den höheren Lagen des Tössberglands sind die Temperaturen niedriger und die Niederschläge höher.

Die nach Norden und Westen gerichteten Hänge erhalten häufig Stauniederschläge. Im Winter liegt in den höheren Gebieten regelmässiger Schnee, während die tieferen Zentren zunehmend nur kurze Schneeperioden erleben.

Nebel tritt besonders in den tieferen See- und Tallagen auf. Die Höhen des Bachtels, des Hörnlis und des Tössberglands können im Winter oberhalb der Nebeldecke liegen.

Natur und Landschaftsschutz

Das Zürcher Oberland besitzt eine aussergewöhnliche Vielfalt an Mooren, Seen, Wäldern, Trockenstandorten, Bachlandschaften und landwirtschaftlichen Kulturlandschaften.

Zu den wichtigsten Schutzgebieten gehören:

  • der Pfäffikersee mit seinen Mooren und Riedflächen;
  • das Greifenseeschutzgebiet;
  • die Drumlinlandschaft Zürcher Oberland;
  • das Tössbergland;
  • die Bachtellandschaft;
  • der Lützelsee und seine Umgebung;
  • zahlreiche Tobel, Feuchtwiesen und lichte Wälder.

Greifensee und Pfäffikersee gehören zu den drei Wasser- und Zugvogelreservaten von nationaler Bedeutung im Kanton Zürich.[5]

Das Bevölkerungswachstum und die starke Freizeitnutzung führen zu Konflikten zwischen Naturschutz, Landwirtschaft, Verkehr und Erholung. Besucherlenkung, Ranger, Schutzverordnungen und gezielte Pflege sollen empfindliche Lebensräume erhalten.

Geschichte

Ur- und Frühgeschichte

Die Seen und Feuchtgebiete des Zürcher Oberlands wurden bereits in der Jungsteinzeit besiedelt.

Besonders bedeutende archäologische Fundstellen liegen am Pfäffikersee. Die Feuchtböden bewahrten Holz, Pflanzenreste, Textilien, Werkzeuge und Gebäudeteile über Jahrtausende.

Die Fundstelle Wetzikon-Robenhausen gehört zum seriellen UNESCO-Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen. Sie wurde bereits 1858 durch den Pfahlbauforscher Jakob Messikommer untersucht.[8]

Weitere Fundstellen bei Pfäffikon, Seegräben, Greifensee und Uster belegen eine lange Siedlungsgeschichte. Ein Pfahlbauweg zwischen Pfäffikon und Wetzikon vermittelt die urgeschichtliche Bedeutung der Region.[9]

Römische Zeit

In römischer Zeit bestanden im Zürcher Oberland Gutshöfe, kleinere Siedlungen und Verkehrswege.

Die Region lag zwischen den römischen Zentren Turicum, Vitudurum und den Verkehrswegen am Zürich- und Obersee. Landwirtschaft, Viehzucht und lokale Handwerke bildeten die wirtschaftliche Grundlage.

Archäologische Funde wurden unter anderem in Uster, Wetzikon, Pfäffikon, Rüti und weiteren Gemeinden entdeckt.

Mittelalter

Im Mittelalter war das Zürcher Oberland in zahlreiche Herrschaftsgebiete gegliedert.

Bedeutenden Einfluss besassen:

  • die Grafen von Kyburg;
  • die Grafen von Rapperswil;
  • die Habsburger;
  • das Kloster St. Gallen;
  • das Prämonstratenserkloster Rüti;
  • die Johanniterkommende Bubikon;
  • lokale Adelsfamilien und geistliche Grundherren.

Das um 1206 gegründete Kloster Rüti entwickelte sich zu einem bedeutenden geistlichen und wirtschaftlichen Zentrum. Es besass Güter, Zehnten und Patronatsrechte in weiten Teilen der Region.

Die Johanniterkommende Bubikon wurde im 12. Jahrhundert gegründet. Ihre erhaltenen Gebäude gehören zu den wichtigsten mittelalterlichen Ordensanlagen der Schweiz.

Grüningen erhielt im Mittelalter städtische Rechte und wurde zum Mittelpunkt einer Herrschaft. Nach dem Übergang an Zürich diente das Schloss als Sitz des Landvogts.

Herrschaft der Stadt Zürich

Im 14. und 15. Jahrhundert gelangten grosse Teile des Zürcher Oberlands unter die Herrschaft der Stadt Zürich.

Die Landschaft war in Landvogteien, Obervogteien und Gerichtsherrschaften gegliedert. Zu den wichtigen Verwaltungszentren gehörten Grüningen, Kyburg und Greifensee.

Die städtische Obrigkeit kontrollierte Gerichte, Militärwesen, Kirche und grosse Teile der Wirtschaft. Die Landbevölkerung verfügte jedoch in den Dörfern und Wachten über lokale Selbstverwaltungsrechte.

Mit der Reformation wurden die Klöster Rüti und Bubikon aufgehoben beziehungsweise säkularisiert. Ihre Güter gingen grösstenteils an die Stadt Zürich über.

Heimindustrie

Seit dem 17. Jahrhundert verbreitete sich im Zürcher Oberland die textile Heimarbeit.

Bauernfamilien spannen Baumwolle und webten Stoffe in ihren Wohnhäusern. Kaufleute aus Zürich und anderen Städten lieferten das Rohmaterial und übernahmen den Verkauf der fertigen Produkte.

Die Heimarbeit war besonders wichtig, weil die kleinräumige und hügelige Landwirtschaft vielen Familien kein ausreichendes Einkommen bot.

Spinnen und Weben wurden von Männern, Frauen und Kindern ausgeübt. Die Arbeitstage waren lang und die Einkommen unsicher. Dennoch band das Verlagssystem die abgelegenen Dörfer und Weiler früh in internationale Handelsbeziehungen ein.

Industrialisierung

Textilfabriken

Im frühen 19. Jahrhundert wurde die Heimarbeit zunehmend durch mechanische Produktion ersetzt.

Die Flüsse und Bäche des Zürcher Oberlands boten günstige Voraussetzungen für Wasserräder und Turbinen. Entlang der Töss, der Jona, der Aa und zahlreicher Nebenbäche entstanden Spinnereien und Webereien.

Wichtige Industriestandorte waren:

  • Uster;
  • Wetzikon;
  • Rüti;
  • Wald;
  • Bauma;
  • Bäretswil;
  • Turbenthal;
  • Dürnten;
  • Pfäffikon.

Die Fabriken veränderten das Landschaftsbild. Neben Produktionsgebäuden entstanden Kanäle, Speicher, Arbeiterhäuser, Kosthäuser, Fabrikantenvillen und Bahnanschlüsse.

Usterbrand

Am 22. November 1832 zerstörten Heimweber und Handwerker die mechanische Weberei Corrodi und Pfister bei Uster.

Die Beteiligten fürchteten, durch die neuen Maschinen ihre wirtschaftliche Existenz zu verlieren. Das als Usterbrand bekannte Ereignis gilt als bedeutendster Maschinensturm der Schweiz.[10]

Der Usterbrand zeigt die sozialen Spannungen, welche der Übergang von der Heimarbeit zur Fabrikproduktion auslöste.

Maschinenindustrie

Aus der Textilindustrie entwickelte sich eine bedeutende Maschinenindustrie.

Caspar Honegger verlegte 1847 seine Webstuhlproduktion nach Rüti. Die spätere Maschinenfabrik Rüti lieferte Webmaschinen in zahlreiche Länder und gehörte zu den international bedeutenden Unternehmen der Region.

Weitere Betriebe spezialisierten sich auf Textilmaschinen, Metallverarbeitung, Elektrotechnik und Präzisionsmechanik.

Die industrielle Tradition prägt das Zürcher Oberland bis heute. Moderne Unternehmen der Maschinen-, Elektro-, Metall-, Lebensmittel- und Medizintechnik knüpfen teilweise an diese Entwicklung an.

Industrieensemble Neuthal

Die ehemalige Baumwollspinnerei Neuthal zwischen Bäretswil und Bauma entstand zwischen 1827 und 1890.

Das Ensemble umfasst Fabrik-, Lager- und Wirtschaftsgebäude, Wasserkraftanlagen, Arbeiterhäuser, eine Fabrikantenvilla und Parkanlagen.

Heute beherbergt es das Museum Neuthal Textil- und Industriekultur. Die Sammlung funktionsfähiger Textilmaschinen gehört zu den grössten ihrer Art weltweit.[11]

Ustertag und politische Entwicklung

Am 22. November 1830 versammelten sich auf dem Zimikerhügel bei Uster rund 10'000 Männer aus der Zürcher Landschaft.

Sie verlangten eine gerechtere Vertretung der Landbevölkerung, politische Gleichberechtigung und eine neue Kantonsverfassung. Die Versammlung ging als Ustertag in die Geschichte ein.

Der Ustertag leitete die liberale Erneuerung des Kantons Zürich ein. Die Verfassung von 1831 beseitigte einen grossen Teil der politischen Vorrechte der Stadt Zürich gegenüber der Landschaft.

Das Zürcher Oberland wurde dadurch zu einem wichtigen Schauplatz der schweizerischen Regeneration und der Entwicklung des modernen demokratischen Kantons.

Eisenbahnen und Verkehrsentwicklung

Die Industrialisierung förderte den Bau von Eisenbahnen.

1856 wurde Uster durch die Glatttalbahn mit Zürich verbunden. Die Strecke wurde später über Wetzikon und Rüti nach Rapperswil weitergeführt.

Im Tösstal entstanden Bahnverbindungen zwischen Winterthur, Bauma und Wald. Die Uerikon-Bauma-Bahn schuf zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine zusätzliche Verbindung zwischen dem Zürichsee und dem Tösstal.

Die Eisenbahnen ermöglichten den Transport von Kohle, Baumwolle, Maschinen und Fertigprodukten. Gleichzeitig erleichterten sie den Arbeitsweg und förderten das Wachstum der regionalen Zentren.

Nach der Stilllegung einzelner Strecken blieben Teile für den Güter- und Museumsverkehr erhalten. Zwischen Bauma und Hinwil verkehren historische Züge des Dampfbahn-Vereins Zürcher Oberland.

Bevölkerung und Siedlung

Die Bevölkerung der Planungsregion betrug 2025 rund 180'550 Personen.[2]

Die Siedlungsstruktur ist sehr unterschiedlich. Uster und Wetzikon besitzen städtischen Charakter, während Fischenthal, Wildberg oder Hittnau von Dörfern, Weilern und Einzelhöfen geprägt sind.

Typisch für das Oberland sind Streusiedlungen. Besonders in den hügeligen Gebieten liegen zahlreiche Höfe und kleine Siedlungen weit verteilt. Die Gemeinde Wald besitzt eine aussergewöhnlich grosse Zahl historischer Siedlungen und Weiler.

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchsen die Gemeinden durch die Nähe zur Stadt Zürich und den Ausbau der S-Bahn stark.

Die Entwicklung konzentrierte sich besonders auf:

  • Uster;
  • Wetzikon;
  • Rüti;
  • Pfäffikon;
  • Hinwil;
  • Fehraltorf;
  • Bubikon und Dürnten.

Das Wachstum führt zu einer zunehmenden Verdichtung, zu höheren Bodenpreisen und zu Konflikten zwischen Siedlung, Verkehr, Landwirtschaft und Landschaftsschutz.

Wirtschaft

Die Planungsregion zählte 2023 rund 12'374 Arbeitsstätten mit 79'848 Beschäftigten.[2]

Das Zürcher Oberland besitzt im Vergleich zum kantonalen Durchschnitt einen hohen Anteil an Industrie- und Produktionsbetrieben.

Bedeutende Wirtschaftszweige sind:

  • Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie;
  • Präzisions- und Medizintechnik;
  • Lebensmittelproduktion;
  • Bau und Immobilien;
  • Handel;
  • Gesundheits- und Sozialwesen;
  • Bildung;
  • Informatik und Unternehmensdienstleistungen;
  • Landwirtschaft;
  • Tourismus und Freizeitwirtschaft.

Viele Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Daneben bestehen international tätige Industriefirmen und spezialisierte Weltmarktführer.

Uster und Wetzikon sind die grössten Arbeitszentren. Bedeutende Gewerbe- und Industriegebiete befinden sich auch in Rüti, Hinwil, Bubikon, Pfäffikon, Bauma und Wald.

Ein grosser Teil der Bevölkerung pendelt in die Stadt Zürich, ins Glatttal, nach Winterthur oder an den oberen Zürichsee.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft prägt trotz des Siedlungswachstums grosse Teile der Region.

In den tieferen Gebieten werden Ackerbau, Gemüsebau, Obstbau und Milchwirtschaft betrieben. In den höheren Lagen dominieren Graswirtschaft, Viehzucht und Forstwirtschaft.

Hochstammobstgärten, Hecken, Einzelbäume, Streuwiesen und kleine Waldstücke gehören zur traditionellen Kulturlandschaft.

Regionale Betriebe produzieren unter anderem:

  • Milch und Käse;
  • Fleisch- und Wurstwaren;
  • Brot und Getreideprodukte;
  • Obst und Fruchtsäfte;
  • Gemüse;
  • Honig;
  • Bier und Spirituosen.

Die Marke «us em Zürioberland» kennzeichnet Produkte mit regionaler Herkunft und Verarbeitung.

Verkehr

Öffentlicher Verkehr

Das Zürcher Oberland ist durch mehrere Linien der S-Bahn Zürich erschlossen.

Wichtige Bahnlinien verbinden Zürich mit Uster, Wetzikon, Pfäffikon, Hinwil, Rüti und Rapperswil. Die S26 führt von Winterthur durch das Tösstal nach Bauma, Wald und Rüti.

Zu den wichtigen Bahnknoten gehören:

  • Uster;
  • Wetzikon;
  • Rüti;
  • Pfäffikon;
  • Hinwil;
  • Bauma.

Die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland sowie PostAuto erschliessen die Gemeinden und abgelegenen Ortsteile mit Buslinien.

Die Reisezeit von mehreren regionalen Zentren zum Zürcher Hauptbahnhof beträgt ungefähr 20 bis 30 Minuten.[12]

Strassenverkehr

Die Autobahn A15, früher Oberlandautobahn genannt, verbindet das Glatttal mit Uster und Wetzikon.

Die fehlende durchgehende Verbindung zwischen Uster, Wetzikon und der A53 bei Hinwil ist seit Jahrzehnten Gegenstand politischer und raumplanerischer Diskussionen.

Weitere wichtige Strassen führen durch das Kempttal, das Tösstal und über den Ricken in den Kanton St. Gallen.

Die wachsende Bevölkerung und der Freizeitverkehr führen besonders in Uster, Wetzikon, Pfäffikon, Rüti und im Umfeld der Seen zu Verkehrsbelastungen.

Das Agglomerationsprogramm Zürcher Oberland koordiniert die Entwicklung von Siedlung und Verkehr. Ein zunehmendes Gewicht liegt auf öffentlichen Verkehrsmitteln sowie auf Fuss- und Veloverbindungen.[13]

Kultur und Brauchtum

Die kulturelle Identität des Zürcher Oberlands wird durch ländliche Traditionen, Industriekultur, reformierte Dorfkultur und das Vereinsleben geprägt.

Zu den regionalen Bräuchen gehört der Schüblig-Ziischtig. Am Fasnachtsdienstag werden traditionell Schüblige gegessen. Der Brauch ist seit mehreren Jahrhunderten belegt und hängt mit dem früheren Beginn der Fastenzeit zusammen.

Weitere kulturelle Traditionen sind:

  • Viehschauen;
  • Chilbis und Jahrmärkte;
  • Fasnachtsveranstaltungen;
  • Jodel- und Blasmusik;
  • Schützenfeste;
  • Turn- und Gesangsvereine;
  • lokale Märkte und Erntedankfeste.

In zahlreichen Gemeinden bestehen Ortsmuseen und historische Sammlungen. Sie dokumentieren bäuerliches Leben, Heimarbeit, Textilindustrie, Handwerk und lokale Geschichte.

Dialekt

Im Zürcher Oberland wird eine regionale Form des Zürichdeutschen gesprochen.

Traditionell unterscheidet sich der Oberländer Dialekt in Lautung und Wortschatz von den Dialekten der Stadt Zürich, des Zürichseeufers und des Raums Winterthur.

Als charakteristisch gelten unter anderem einzelne gedehnte oder verkürzte Vokale sowie besondere Wörter für landwirtschaftliche Geräte, Landschaftsformen und Textilarbeit.

Durch Mobilität, Zuwanderung, Medien und die enge Verbindung zur Agglomeration Zürich werden die regionalen Dialektunterschiede zunehmend schwächer.

Sehenswürdigkeiten und Kulturgüter

Zu den bekannten Sehenswürdigkeiten gehören:

  • das Schloss Uster;
  • das Ritterhaus Bubikon;
  • das Schloss Grüningen;
  • die ehemalige Klosterkirche und das Klosterareal von Rüti;
  • das Industrieensemble Neuthal;
  • das Museum am Pfäffikersee;
  • das Ortsmuseum Wetzikon;
  • der Bachtelturm;
  • historische Fabrikanlagen in Uster, Wetzikon, Rüti, Wald und Bauma;
  • die Altstadt von Grüningen;
  • der Pfahlbauweg am Pfäffikersee;
  • historische Eisenbahnen zwischen Bauma und Hinwil.

Die Industriekultur bildet ein besonderes Merkmal der Region. Viele frühere Fabriken wurden zu Wohnungen, Schulen, Gewerberäumen, Kulturzentren oder Museen umgenutzt.

Tourismus und Naherholung

Das Zürcher Oberland ist ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Bevölkerung der Agglomerationen Zürich und Winterthur.

Beliebte Aktivitäten sind:

  • Wandern;
  • Velofahren und Mountainbiken;
  • Baden;
  • Segeln und Rudern;
  • Langlaufen;
  • Skifahren;
  • Schneeschuhwandern;
  • Naturbeobachtung;
  • Museums- und Industriekulturbesuche.

Bedeutende Ausflugsziele sind:

  • Bachtel und Bachtelturm;
  • Hörnli;
  • Schnebelhorn;
  • Pfäffikersee;
  • Greifensee;
  • Lützelsee;
  • Atzmännig;
  • Tössscheidi;
  • Giessen und Tobel im Tössbergland;
  • Dampfbahn im Zürcher Oberland;
  • Industrieensemble Neuthal;
  • Juckerhof bei Seegräben.

In den höheren Lagen bestehen kleinere Skilifte und Langlaufloipen. Wegen milderer Winter wird der klassische Wintersport jedoch zunehmend wetterabhängig.

Bildung

Das Zürcher Oberland besitzt ein dichtes Netz von Volks-, Berufs- und Mittelschulen.

Die Kantonsschule Zürcher Oberland befindet sich in Wetzikon. In Uster besteht eine weitere Kantonsschule.

Berufsbildungszentren bieten Ausbildungen in technischen, kaufmännischen, gesundheitlichen und gewerblichen Berufen.

Die Nähe zu Zürich, Winterthur und Rapperswil ermöglicht den Zugang zu Hochschulen wie der Universität Zürich, der ETH Zürich, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und der Ostschweizer Fachhochschule.

Regionale Zusammenarbeit

Die Regionalplanung Zürcher Oberland koordiniert die räumliche Entwicklung der 20 Verbandsgemeinden.

Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere:

  • regionale Richtplanung;
  • Abstimmung der Siedlungsentwicklung;
  • Planung regionaler Verkehrsnetze;
  • Schutz von Landschaft und Natur;
  • Sicherung von Erholungsräumen;
  • Koordination von Ver- und Entsorgungsanlagen.

Die Standortförderung Zürioberland arbeitet in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Kultur, Gesellschaft und Regionalprodukte.

Da die funktionale Region über die Kantons- und Bezirksgrenzen hinausreicht, bestehen zudem Kooperationen mit Gemeinden in den Kantonen Thurgau und St. Gallen.

Herausforderungen

Das Zürcher Oberland steht vor einem starken Spannungsfeld zwischen Wachstum und Landschaftsschutz.

Zu den wichtigsten Herausforderungen gehören:

  • Bevölkerungswachstum;
  • Verdichtung der Siedlungen;
  • steigender Verkehr;
  • Schutz der Seen und Moore;
  • Erhaltung der Drumlinlandschaft;
  • Anpassung an den Klimawandel;
  • Hochwasserschutz;
  • wirtschaftliche Weiterentwicklung ehemaliger Industrieareale;
  • Sicherung landwirtschaftlicher Flächen;
  • Erhaltung lebendiger Dorfzentren;
  • Finanzierung regionaler Infrastrukturen.

Die Raumplanung verfolgt das Ziel, das Wachstum hauptsächlich in gut erschlossenen Zentren und entlang des öffentlichen Verkehrs zu konzentrieren.

Gleichzeitig sollen ländliche Gebiete, wertvolle Landschaften und natürliche Lebensräume erhalten bleiben.

Bedeutung

Das Zürcher Oberland verbindet auf engem Raum städtische Zentren, ländliche Kulturlandschaften, Seen, Moore und voralpine Berggebiete.

Seine historische Bedeutung beruht insbesondere auf:

  • den prähistorischen Siedlungen an Greifen- und Pfäffikersee;
  • mittelalterlichen Klöstern und Herrschaftszentren;
  • dem Ustertag von 1830;
  • der frühen Textilindustrialisierung;
  • dem Usterbrand von 1832;
  • der international bedeutenden Textilmaschinenindustrie;
  • einer reichen Industrie- und Alltagskultur.

Heute ist das Zürcher Oberland zugleich Wohnregion, Industriestandort, Naherholungsgebiet und Teil der Metropolitanregion Zürich.

Zeittafel

Wichtige Ereignisse
Zeitraum oder Jahr Ereignis
ab etwa 4000 v. Chr. Entstehung jungsteinzeitlicher Ufersiedlungen an Greifen- und Pfäffikersee.
Römische Zeit Landwirtschaftliche Gutshöfe, Siedlungen und Verkehrswege entstehen in der Region.
12.–13. Jahrhundert Gründung und Ausbau des Klosters Rüti und der Johanniterkommende Bubikon.
14.–15. Jahrhundert Grosse Teile des Gebiets gelangen unter die Herrschaft der Stadt Zürich.
1520er-Jahre Reformation und Aufhebung der Klöster.
17.–18. Jahrhundert Ausbreitung der Baumwollspinnerei und -weberei in Heimarbeit.
um 1800 Maschinengarn und mechanische Produktion lösen eine Krise der Heimindustrie aus.
ab 1820 Errichtung zahlreicher mechanischer Spinnereien und Webereien.
22. November 1830 Der Ustertag fordert die politische Gleichstellung von Stadt und Landschaft.
22. November 1832 Beim Usterbrand wird eine mechanische Weberei zerstört.
1847 Caspar Honegger verlegt seine Webstuhlproduktion nach Rüti.
1856 Eröffnung der Eisenbahnverbindung Zürich–Uster.
zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts Ausbau der Eisenbahnen und Aufstieg der Textil- und Maschinenindustrie.
20. Jahrhundert Rückgang der traditionellen Textilproduktion und Ausbau anderer Industriezweige.
ab etwa 1960 Starkes Bevölkerungs- und Siedlungswachstum durch die Nähe zur Stadt Zürich.
1990 Einführung der S-Bahn Zürich verstärkt die Einbindung in die Agglomeration.
2011 Wetzikon-Robenhausen wird Teil des UNESCO-Welterbes «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen».
2025 Die Planungsregion zählt rund 180'550 Einwohnerinnen und Einwohner.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Bezirk Hinwil, Kanton Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Über den Planungsverband, Regionalplanung Zürcher Oberland, abgerufen am 23. Juli 2026.
  3. Gemeinden, Standortförderung Zürioberland, abgerufen am 23. Juli 2026.
  4. Für einen zeitgemässen Schutz der einmaligen Bachtellandschaft, Kanton Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.
  5. 5,0 5,1 Naturschutzgebiete, Kanton Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.
  6. Beitrag an geplantes Naturzentrum für die Pfäffikersee-Landschaft, Kanton Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.
  7. Wie sich die Töss entwickeln soll, Kanton Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.
  8. Wetzikon-Robenhausen, Verein Palafittes, abgerufen am 23. Juli 2026.
  9. Unterwegs am Pfäffikersee, Archäologie und Denkmalpflege Kanton Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.
  10. Arbeiterbewegung, in: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 23. Juli 2026.
  11. Im Zürcher Oberland entsteht ein Museum zur Technik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Kanton Zürich, 20. Juli 2023.
  12. Das Zürcher Oberland, Standortförderung Zürioberland, abgerufen am 23. Juli 2026.
  13. Agglomerationsprogramm Zürcher Oberland, Kanton Zürich, abgerufen am 23. Juli 2026.