S3 (S-Bahn Zürich)

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S3 der S-Bahn Zürich
Linienbezeichnung S3
Verkehrssystem S-Bahn Zürich
Linienart Durchmesserlinie
Betreiber Schweizerische Bundesbahnen
Verkehrsverbund Zürcher Verkehrsverbund
Grundangebot Zürich HardbrückeWetzikon ZH
Verlängerung Zürich Hardbrücke–Bülach in den Hauptverkehrszeiten
Anzahl Stationen 15 auf dem vollständigen Linienweg
Reisezeit rund 60 Minuten Bülach–Wetzikon
Takt 30 Minuten im Grundangebot
Einführung 1993
Heutige Linienführung seit 9. Dezember 2018
Spurweite 1435 mm
Stromsystem 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom
Fahrzeuge modernisierte Doppelstock-Pendelzüge mit Re 450

Die S3 ist eine Linie der S-Bahn Zürich. Ihr Grundangebot verbindet Zürich Hardbrücke über Zürich Hauptbahnhof, Zürich Stadelhofen, Effretikon und Pfäffikon ZH mit Wetzikon ZH. Von Montag bis Freitag werden die Züge während der morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeiten über Zürich Oerlikon, Glattbrugg und Oberglatt ZH bis Bülach verlängert.

Die Linie wird von den Schweizerischen Bundesbahnen betrieben. Zwischen Zürich Hardbrücke und Wetzikon verkehrt sie während des grössten Teils des Tages im Halbstundentakt. Für die vollständige Fahrt zwischen Bülach und Wetzikon benötigt ein Zug rund eine Stunde.[1]

Die S3 verbindet drei unterschiedlich geprägte Regionen des Kantons Zürich. Der nördliche Linienast erschliesst das Zürcher Unterland, der mittlere Abschnitt führt durch die Stadt Zürich und das Glattal, während der südöstliche Ast die Gemeinden zwischen Effretikon und Wetzikon im Zürcher Oberland bedient.

Linienverlauf

Bülach–Zürich Oerlikon

Die verlängerten Züge der S3 beginnen im Bahnhof Bülach. Von dort folgen sie der Bahnstrecke Oerlikon–Bülach in Richtung Zürich.

Der erste Zwischenhalt befindet sich in Oberglatt ZH. Der Bahnhof ist ein regionaler Verkehrsknoten und Abzweigpunkt der Strecke ins Wehntal. In Oberglatt bestehen unter anderem Anschlüsse an die S9 und die S15.

Von Oberglatt fährt die S3 ohne Halt in Rümlang nach Glattbrugg. Der Bahnhof Glattbrugg erschliesst den südlichen Teil der Stadt Opfikon und bietet Anschlüsse an weitere S-Bahn-Linien, regionale Busse sowie die Stadtbahn Glattal.

Anschliessend erreicht die Linie Zürich Oerlikon. Dieser Bahnhof gehört zu den grössten Eisenbahnknoten der Schweiz und bietet zahlreiche Verbindungen in Richtung Flughafen Zürich, Winterthur, Schaffhausen, Zürich Hauptbahnhof und an das linke Zürichseeufer.

Die S3 benutzt zwischen Bülach und Zürich Oerlikon nicht die Flughafenlinie. Die Bahnhöfe Zürich Flughafen, Kloten und Kloten Balsberg werden daher nicht bedient.

Zürich Oerlikon–Zürich Hauptbahnhof

Von Zürich Oerlikon führt die S3 über die Käferberglinie nach Zürich Hardbrücke. Die Strecke verläuft dabei teilweise durch den Käferbergtunnel und umgeht den Bahnhof Zürich Wipkingen.

Zürich Hardbrücke ist ausserhalb der Hauptverkehrszeiten der nordwestliche Endpunkt der S3. Der Bahnhof erschliesst die Arbeitsplatz- und Wohngebiete von Zürich-West. Es bestehen Anschlüsse an zahlreiche S-Bahn-Linien sowie an Tram- und Buslinien der Verkehrsbetriebe Zürich.

Von Zürich Hardbrücke fahren die Züge durch das Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs in den unterirdischen Bahnhofteil Museumstrasse. Die S3 benutzt dort gewöhnlich die Gleise 41 bis 44.

Im Zürcher Hauptbahnhof bestehen Anschlüsse an den nationalen und internationalen Fernverkehr, das übrige S-Bahn-Netz sowie das städtische Tram- und Busnetz.

Zürich Hauptbahnhof–Effretikon

Vom Hauptbahnhof führt die S3 durch den Hirschengrabentunnel nach Zürich Stadelhofen. Der Bahnhof Stadelhofen ist einer der wichtigsten Knoten der S-Bahn Zürich und ermöglicht Umstiege zu weiteren S-Bahn-Linien, den Zürcher Tramlinien und der Forchbahn.

Anschliessend fährt die S3 durch den Zürichbergtunnel nach Stettbach. Die 1990 eröffnete Tunnelverbindung bildet ein Kernstück der S-Bahn Zürich und schuf eine direkte Bahnverbindung zwischen dem Zürcher Stadtzentrum und dem mittleren Glattal.[2]

In Stettbach bestehen Anschlüsse an Tram- und Buslinien sowie an weitere S-Bahn-Verbindungen. Von dort führt die S3 über Dietlikon nach Effretikon. Der Bahnhof Wallisellen wird von der Linie nicht bedient.

Effretikon ist ein bedeutender Verzweigungsbahnhof. Die Hauptstrecke führt von dort über Kemptthal nach Winterthur, während die S3 auf die Strecke in Richtung Illnau und Wetzikon wechselt.

Effretikon–Wetzikon

Südöstlich von Effretikon folgt die S3 der Bahnstrecke Effretikon–Hinwil. Dieser Abschnitt führt durch das Zürcher Oberland und ist ausserhalb der Bahnhöfe weitgehend eingleisig.

Die erste Station ist Illnau. Danach hält die Linie in Fehraltorf und Pfäffikon ZH. Pfäffikon ist der Hauptort des gleichnamigen Bezirks und ein wichtiger Umsteigepunkt zu regionalen Buslinien.

Zwischen Pfäffikon und Wetzikon bedient die S3 den Bahnhof Kempten. Er erschliesst den nördlichen Teil der Stadt Wetzikon sowie das gleichnamige Quartier.

Der Bahnhof Wetzikon ist der südöstliche Endpunkt der S3. Dort bestehen Anschlüsse an die S5, S14, S15 und S19 sowie an zahlreiche Buslinien der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland. Wetzikon ist einer der wichtigsten Verkehrsknoten des Zürcher Oberlands.

Bediente Stationen

Im Jahresfahrplan 2026 umfasst der vollständige Linienweg der S3 folgende Stationen:[1]

Nr. Bahnhof Gemeinde Region Bemerkungen
1 Bülach Bülach Zürcher Unterland Endpunkt während der Hauptverkehrszeiten
2 Oberglatt ZH Oberglatt Zürcher Unterland Abzweigung der Wehntalbahn
3 Glattbrugg Opfikon Glattal Anschluss an S-Bahn, Bus und Stadtbahn Glattal
4 Zürich Oerlikon Zürich Stadt Zürich Grosser Umsteigeknoten
5 Zürich Hardbrücke Zürich Stadt Zürich Endpunkt des Grundangebots
6 Zürich HB Zürich Stadt Zürich Zentraler Eisenbahnknoten der Schweiz
7 Zürich Stadelhofen Zürich Stadt Zürich Anschluss an Tram, Forchbahn und weitere S-Bahn-Linien
8 Stettbach Dübendorf Glattal Anschluss an Tram- und Buslinien
9 Dietlikon Dietlikon Glattal Regionaler Bahn- und Busanschluss
10 Effretikon Illnau-Effretikon Glattal Verzweigungs- und Umsteigebahnhof
11 Illnau Illnau-Effretikon Zürcher Oberland Bahnhof des Ortsteils Illnau
12 Fehraltorf Fehraltorf Zürcher Oberland Kreuzungsbahnhof der eingleisigen Strecke
13 Pfäffikon ZH Pfäffikon ZH Zürcher Oberland Regionaler Bahn- und Busknoten
14 Kempten Wetzikon Zürcher Oberland Erschliessung des Quartiers Kempten
15 Wetzikon ZH Wetzikon Zürcher Oberland Endbahnhof und wichtiger Umsteigeknoten

Betrieb

Grundangebot

Das Grundangebot der S3 verkehrt zwischen Zürich Hardbrücke und Wetzikon grundsätzlich alle 30 Minuten. Die Züge bedienen auf diesem Abschnitt sämtliche im Linienfahrplan aufgeführten Stationen.

Die Fahrt von Zürich Hardbrücke nach Wetzikon dauert rund 42 Minuten. Vom Zürcher Hauptbahnhof wird Wetzikon in ungefähr 37 Minuten erreicht. Zwischen Effretikon und Wetzikon beträgt die Fahrzeit etwa 20 Minuten.

Der Halbstundentakt besteht während des grössten Teils des Tages und bis gegen Mitternacht. Einzelne Früh- und Spätverbindungen beginnen oder enden in Effretikon beziehungsweise besitzen abweichende Fahrzeiten.[3]

Verlängerung nach Bülach

Von Montag bis Freitag werden die Züge der S3 während der morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeiten über Zürich Hardbrücke hinaus bis Bülach verlängert.

In Richtung Wetzikon verkehren die verlängerten Züge morgens und am späten Nachmittag beziehungsweise frühen Abend ab Bülach. In der Gegenrichtung werden entsprechende Züge von Wetzikon über Zürich Hardbrücke nach Bülach geführt.

Die Fahrt zwischen Bülach und Zürich Hardbrücke dauert knapp 20 Minuten. Für den vollständigen Linienweg von Bülach nach Wetzikon benötigt die S3 etwa eine Stunde.

Ausserhalb dieser Zeiträume endet die S3 in Zürich Hardbrücke. Die ganzjährige Grunderschliessung zwischen Bülach und Zürich wird durch die S9 sowie weitere Regional- und Fernverkehrszüge gewährleistet.

Anschlüsse

In Bülach bestehen Anschlüsse in Richtung Schaffhausen, Waldshut, Winterthur und Zürich. Regionale Buslinien erschliessen die umliegenden Gemeinden des Zürcher Unterlands.

Oberglatt ermöglicht den Umstieg zur S15 in Richtung Niederweningen sowie zu verschiedenen Buslinien. Glattbrugg bietet Verbindungen zur S9, S15 und zur Stadtbahn Glattal.

In Zürich Oerlikon, Zürich Hardbrücke, Zürich Hauptbahnhof und Zürich Stadelhofen bestehen umfangreiche Anschlüsse an das Zürcher S-Bahn-, Tram- und Busnetz.

Effretikon bietet Verbindungen nach Winterthur, Zürich Flughafen, Pfäffikon ZH und in weitere Teile des Zürcher Oberlands. In Wetzikon bestehen Anschlüsse in Richtung Uster, Rapperswil, Hinwil, Bauma und Pfäffikon ZH.

Betriebsführung

Die S3 benutzt mehrere stark ausgelastete Streckenabschnitte. Zwischen Zürich Oerlikon und Zürich Hauptbahnhof teilt sie die Infrastruktur mit zahlreichen weiteren S-Bahn-, Fernverkehrs- und Güterzügen.

Auch zwischen Zürich Stadelhofen und Effretikon verkehren mehrere S-Bahn-Linien auf denselben Gleisen. Besonders der dreigleisige Bahnhof Stadelhofen bildet einen Engpass im Zürcher Bahnnetz.

Zwischen Effretikon und Wetzikon ist die Strecke weitgehend eingleisig. Die Zugkreuzungen müssen deshalb genau aufeinander abgestimmt werden. Verspätungen können sich auf diesem Abschnitt rasch auf entgegenkommende Züge übertragen.

Bei grösseren Verspätungen können Züge vorzeitig in Effretikon, Pfäffikon ZH oder Kempten wenden, um den nachfolgenden Umlauf wieder pünktlich zu beginnen.

Rollmaterial

Auf der S3 verkehren vorwiegend modernisierte Doppelstock-Pendelzüge der ersten Generation. Eine Komposition besteht aus einer Lokomotive der Reihe Re 450, mehreren Doppelstockwagen und einem Steuerwagen.

Im Rahmen des Modernisierungsprogramms erhielten die Züge einen Niederflur-Zwischenwagen. Dieser besitzt breite Türen und ermöglicht an entsprechend ausgebauten Perrons einen stufenfreien Einstieg.

Die übrigen Wagen verfügen über Einstiege oberhalb der Drehgestelle und sind nur über Stufen zugänglich. Reisende mit eingeschränkter Mobilität müssen deshalb den gekennzeichneten Niederflurwagen benutzen.[4]

Während der Hauptverkehrszeiten werden häufig zwei Einheiten miteinander gekuppelt. Dadurch stehen in einem rund 200 Meter langen Zug mehrere hundert Sitz- und Stehplätze zur Verfügung.

Die Doppelstockzüge bieten eine hohe Beförderungskapazität, benötigen wegen der vergleichsweise wenigen Türen jedoch längere Fahrgastwechselzeiten als neuere Triebzüge.

Geschichte

Vorgängerbetrieb

Die heutige S3 benutzt Bahnstrecken, die zwischen der Mitte und dem Ende des 19. Jahrhunderts entstanden.

Die Verbindung zwischen Zürich und Effretikon gehört zur Hauptstrecke Zürich–Winterthur. Der Abschnitt zwischen Effretikon und Wetzikon wurde 1876 als Teil der Bahnstrecke Effretikon–Wetzikon–Hinwil eröffnet.

Im Zürcher Unterland benutzt die heutige S3 die 1865 eröffnete Strecke Zürich Oerlikon–Bülach. Der Abschnitt über Oberglatt und Glattbrugg gehörte jedoch erst ab 2018 zum planmässigen Linienweg der S3.

Vor der Einführung der S-Bahn Zürich verkehrten auf den einzelnen Abschnitten gewöhnliche Regionalzüge. Durchgehende Verbindungen zwischen dem Zürcher Oberland, der Stadt Zürich und dem Limmattal entstanden erst mit dem Aufbau des S-Bahn-Systems.

Eröffnung der S-Bahn Zürich

Die S-Bahn Zürich nahm am 27. Mai 1990 ihren Betrieb auf. Gleichzeitig begann der Zürcher Verkehrsverbund seine Tätigkeit und führte einen einheitlichen Zonentarif für Bahn, Bus, Tram, Schiff und weitere öffentliche Verkehrsmittel ein.[2]

Das Kernstück des neuen Systems bestand aus dem unterirdischen Bahnhof Museumstrasse, dem Hirschengrabentunnel, dem Bahnhof Zürich Stadelhofen, dem Zürichbergtunnel und der neuen Station Stettbach.

Der heutige östliche Ast der S3 zwischen Zürich und Wetzikon wurde zunächst von der S6 bedient. Die S6 verband damals Baden über das Furttal und Zürich mit Effretikon und Wetzikon.

Einführung der S3

Die S3 wurde im Fahrplanjahr 1993/94 als neue Verbindung zwischen Dietikon, Zürich und Wetzikon eingeführt. Sie verkehrte zunächst im Stundentakt.[5]

Die Linie übernahm den bisherigen östlichen Ast der S6 zwischen Zürich und Wetzikon. Die S6 wurde gleichzeitig auf eine neue Linienführung durch das Furttal und an das rechte Zürichseeufer umgestellt.

Die S3 ergänzte im Limmattal die S12. Durch die Überlagerung beider Linien entstand zwischen Dietikon und Zürich ein dichteres Angebot.

Im Jahr 1996 wurde der durchgehende Halbstundentakt zwischen Dietikon und Wetzikon eingeführt. Ermöglicht wurde dies durch die zweiten Teilergänzungen der S-Bahn Zürich. Zu den Massnahmen gehörten die Modernisierung mehrerer Bahnhöfe und die Eröffnung der neuen Haltestelle Glanzenberg zwischen Schlieren und Dietikon.[5]

Verlängerung nach Aarau

Mit dem Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2004 wurde die S3 von Dietikon durch den Heitersbergtunnel nach Aarau verlängert.

Zwischen Dietikon und Aarau bediente sie unter anderem Killwangen-Spreitenbach, Mellingen Heitersberg, Mägenwil, Othmarsingen, Lenzburg und Rupperswil. Die neue Haltestelle Mellingen Heitersberg wurde gleichzeitig mit der verlängerten S3 eröffnet.

In der Regel fuhr ein Zug pro Stunde bis Aarau, während der zweite Zug weiterhin in Dietikon endete. Während der Hauptverkehrszeiten wurde das Angebot schrittweise verdichtet.

Die S3 stellte dadurch eine direkte Verbindung vom Aargau über das Limmattal, Zürich und Effretikon bis Wetzikon her. Der vollständige Linienweg gehörte zeitweise zu den längsten Verbindungen der S-Bahn Zürich.

Neuordnung im Jahr 2018

Mit dem Fahrplanwechsel vom 9. Dezember 2018 wurde die dritte und letzte Etappe der vierten Teilergänzungen der S-Bahn Zürich umgesetzt.

Die S11 übernahm den bisherigen westlichen Ast der S3 zwischen Zürich und Dietikon beziehungsweise Aarau. Dadurch entstanden neue Direktverbindungen vom Aargau über Zürich nach Winterthur, Seuzach und ins Tösstal.

Das Grundangebot der S3 wurde auf den Abschnitt Zürich Hardbrücke–Wetzikon verkürzt. Gleichzeitig erhielt die Linie während der Hauptverkehrszeiten einen neuen nördlichen Ast über Zürich Oerlikon, Glattbrugg und Oberglatt nach Bülach.[6]

Die Umstellung verbesserte in den Hauptverkehrszeiten die Verbindung zwischen Bülach, Zürich und dem Zürcher Oberland. Gleichzeitig blieb der bewährte Halbstundentakt zwischen Zürich und Wetzikon erhalten.

Die Trassen der verlängerten S3 waren zunächst Gegenstand eines Konflikts zwischen dem Personen- und Güterverkehr. Der Zürcher Verkehrsverbund setzte sich dafür ein, dass die vorgesehenen Verbindungen nach Bülach angeboten werden konnten.

Infrastruktur

Strecke Bülach–Oerlikon

Die Bahnstrecke zwischen Bülach und Zürich Oerlikon gehört zu den wichtigsten Verbindungen des Zürcher Unterlands. Sie wird von S-Bahn-, Regionalexpress-, Fernverkehrs- und Güterzügen genutzt.

Zwischen Bülach und Oberglatt verkehren neben der S3 unter anderem die S9 und verschiedene Züge in Richtung Schaffhausen. Südlich von Oberglatt kommen die Verbindungen aus dem Wehntal hinzu.

Die hohe Auslastung begrenzt die Zahl der verfügbaren Trassen. Aus diesem Grund wird die S3 gegenwärtig nur während der Hauptverkehrszeiten bis Bülach geführt.

Zürcher Stammstrecke

Zwischen Zürich Hardbrücke und Zürich Stadelhofen benutzt die S3 die ältere unterirdische Stammstrecke der S-Bahn Zürich.

Der Bahnhofteil Museumstrasse des Zürcher Hauptbahnhofs sowie der Hirschengrabentunnel wurden 1990 eröffnet. Sie ermöglichen durchgehende Zugläufe ohne Richtungswechsel im Hauptbahnhof.

Der Bahnhof Zürich Stadelhofen besitzt nur drei Bahnsteiggleise und wird von zahlreichen Linien benutzt. Bund, Kanton und SBB planen deshalb ein viertes Gleis und einen zweiten Riesbachtunnel.

Zürichberglinie

Die Zürichberglinie verbindet Zürich Stadelhofen durch den Zürichbergtunnel mit Stettbach. Sie verkürzte die Fahrzeit zwischen der Stadt Zürich, dem Glattal und dem Zürcher Oberland erheblich.

Von Stettbach führt die S3 über die Strecke in Richtung Dietlikon und Effretikon. Im Bereich Hürlistein werden die Bahnstrecken nach Winterthur und zum Flughafen miteinander verknüpft.

Strecke Effretikon–Wetzikon

Der Abschnitt zwischen Effretikon und Wetzikon ist für die regionale Erschliessung des Zürcher Oberlands von grosser Bedeutung.

Die weitgehend eingleisige Strecke besitzt Kreuzungsmöglichkeiten in mehreren Bahnhöfen. Der Halbstundentakt der S3 sowie zusätzliche Züge der S19 beanspruchen einen grossen Teil der verfügbaren Kapazität.

Die Perronlängen einzelner Stationen begrenzen die maximale Zuglänge. Für eine weitere Kapazitätserhöhung müssten deshalb neben den Gleis- und Sicherungsanlagen auch mehrere Perrons angepasst werden.

Bedeutung

Die S3 ist eine wichtige Verbindung zwischen der Stadt Zürich und dem Zürcher Oberland. Sie erschliesst Illnau, Fehraltorf, Pfäffikon ZH, Kempten und Wetzikon und verbindet diese Orte ohne Umsteigen mit dem Zürcher Stadtzentrum.

Während der Hauptverkehrszeiten bietet sie zusätzlich eine direkte Verbindung zwischen dem Zürcher Unterland, der Stadt Zürich und dem Oberland. Reisende aus Bülach, Oberglatt und Glattbrugg können damit ohne Umsteigen nach Effretikon, Pfäffikon ZH oder Wetzikon fahren.

Für das Zürcher Oberland bildet die S3 gemeinsam mit der S19 das Grundangebot auf der Strecke Effretikon–Wetzikon. In Effretikon und Wetzikon bestehen Anschlüsse an weitere regionale Bahn- und Buslinien.

Die Linie besitzt auch für den Freizeitverkehr Bedeutung. Sie erschliesst unter anderem den Pfäffikersee, den historischen Ortskern von Pfäffikon, Wander- und Velorouten im Zürcher Oberland sowie die Altstadt von Bülach.

Siehe auch

Literatur

  • Dominik Brühwiler, Werner Schurter, Georges Rey: 25 Jahre Zürcher S-Bahn – Entwicklung von Angebot und Nachfrage. In: Eisenbahn-Revue International, Nr. 6/2015.
  • Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz und Bahnprofil Schweiz CH+. AS Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-909111-74-9.
  • Werner Stutz: Bahnhöfe der Schweiz – Von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg. Orell Füssli, Zürich 1983, ISBN 3-280-01405-0.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Linienfahrplan S3 Bülach–Wetzikon, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  2. 2,0 2,1 Geschichte des Zürcher Verkehrsverbundes, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 4. August 2026.
  3. Fahrplantabelle S3 für das Fahrplanjahr 2026, Zürcher Verkehrsverbund, Stand 9. September 2025, abgerufen am 4. August 2026.
  4. Hindernisfreiheit der S-Bahn-Linien, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 4. August 2026.
  5. 5,0 5,1 25 Jahre Zürcher S-Bahn – Entwicklung von Angebot und Nachfrage, SMA und Partner, Zürich 2015, abgerufen am 4. August 2026.
  6. Zürcher Verkehrsverbund: Fahrplanjahre 2018 und 2019, Kanton Zürich, abgerufen am 4. August 2026.

Wikimedia Commons Wikimedia Commons: Medien zu S3 der S-Bahn Zürich