Kanton Aargau: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Kanton Aargau liegt im Übergangsraum zwischen der Nordwestschweiz, dem Schweizer Mittelland und der Zentralschweiz. Im Norden bildet der Rhein über weite Strecken die Staatsgrenze zwischen der Schweiz und dem deutschen Bundesland | Der Kanton Aargau liegt im Übergangsraum zwischen der Nordwestschweiz, dem Schweizer Mittelland und der Zentralschweiz. Im Norden bildet der Rhein über weite Strecken die Staatsgrenze zwischen der Schweiz und dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg. | ||
Im Westen grenzen Basel-Landschaft und Solothurn an den Aargau, im Südwesten der Kanton Bern. Im Süden liegen Luzern und Zug, im Osten der Kanton Zürich. | Im Westen grenzen Basel-Landschaft und Solothurn an den Aargau, im Südwesten der Kanton Bern. Im Süden liegen Luzern und Zug, im Osten der Kanton Zürich. | ||
Version vom 22. Juli 2026, 23:35 Uhr
| Kanton Aargau | |||
|---|---|---|---|
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| Staat | Schweiz | ||
| Hauptort | Aarau | ||
| Beitritt zum Bund | 1803 | ||
| Amtssprache | Deutsch | ||
| Fläche | 1403,80 km² | ||
| Einwohner | 743'643 Stand: 31. Dezember 2025 | ||
| Bevölkerungsdichte | rund 530 Einwohner pro km² | ||
| Bezirke | 11 | ||
| Gemeinden | 196 | ||
| Höchster Punkt | Geissfluegrat, 908 m ü. M. | ||
| Tiefster Punkt | Rhein bei Kaiseraugst, 261 m ü. M. | ||
| Kantonskürzel | AG | ||
| Website | ag.ch | ||
Der Kanton Aargau ist ein Kanton im Norden der Schweiz. Sein Hauptort ist Aarau. Der Aargau grenzt an die Kantone Basel-Landschaft, Solothurn, Bern, Luzern, Zug und Zürich sowie im Norden entlang des Rheins an Deutschland.
Mit 743'643 Einwohnerinnen und Einwohnern Ende 2025 gehört der Aargau zu den bevölkerungsreichsten Kantonen der Schweiz.[1] Die Kantonsfläche beträgt 140'380 Hektaren beziehungsweise 1403,80 Quadratkilometer. Der Kanton umfasst elf Bezirke und 196 politische Gemeinden.[2]
Der Aargau liegt zwischen den grossen schweizerischen Wirtschafts- und Bevölkerungszentren Zürich, Basel, Bern und Luzern. Er besitzt kein einzelnes übermächtiges Zentrum, sondern ein Netz mittelgrosser Städte und Agglomerationen. Zu den wichtigsten Orten gehören Aarau, Baden, Wettingen, Brugg, Zofingen, Rheinfelden, Lenzburg, Wohlen, Oftringen, Spreitenbach und Bad Zurzach.
Charakteristisch sind die grossen Flüsse Aare, Reuss, Limmat und Rhein, die bewaldeten Höhen des Juras, das landwirtschaftlich geprägte Mittelland, das Freiamt, das Fricktal, der Hallwilersee sowie das sogenannte Wasserschloss der Schweiz bei Brugg. Dort vereinigen sich Aare, Reuss und Limmat, bevor die Aare bei Koblenz in den Rhein mündet.
Der heutige Kanton wurde 1803 durch die Mediationsakte geschaffen. Er vereinigte mehrere Gebiete, die zuvor über Jahrhunderte unterschiedlichen Herrschaften, Konfessionen und politischen Ordnungen angehört hatten. Diese Herkunft erklärt, weshalb der Aargau häufig als «Kanton der Regionen» bezeichnet wird.
Name
Der Name «Aargau» setzt sich aus dem Flussnamen Aare und dem althochdeutschen Wort Gau für ein Gebiet oder eine Landschaft zusammen. Der Name bedeutet somit ungefähr «Gebiet an der Aare».
Die Bezeichnung ist bereits im frühen Mittelalter belegt. Der historische Aargau war jedoch wesentlich grösser als der heutige Kanton. Er umfasste zeitweise auch Gebiete des heutigen Kantons Bern und weitere Landschaften entlang der Aare.
Auf Französisch heisst der Kanton Argovie, auf Italienisch und Rätoromanisch Argovia. Die Einwohnerinnen und Einwohner werden als Aargauerinnen und Aargauer bezeichnet.
Das Kantonskürzel AG wird auf Fahrzeugkontrollschildern, in Postadressen, amtlichen Statistiken und geografischen Bezeichnungen verwendet.
Geografie
Lage und Grenzen
Der Kanton Aargau liegt im Übergangsraum zwischen der Nordwestschweiz, dem Schweizer Mittelland und der Zentralschweiz. Im Norden bildet der Rhein über weite Strecken die Staatsgrenze zwischen der Schweiz und dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg.
Im Westen grenzen Basel-Landschaft und Solothurn an den Aargau, im Südwesten der Kanton Bern. Im Süden liegen Luzern und Zug, im Osten der Kanton Zürich.
Die Lage zwischen Basel, Zürich, Bern und Luzern hat die wirtschaftliche und verkehrstechnische Entwicklung des Kantons stark geprägt. Zahlreiche Verkehrswege von nationaler Bedeutung durchqueren das Kantonsgebiet.
Landschaftsräume
Der Aargau weist trotz seiner vergleichsweise kleinen Fläche unterschiedliche Landschaften auf. Er lässt sich grob in mehrere natürliche und historische Räume gliedern:
- den Aargauer Jura;
- das Fricktal;
- das untere Aaretal;
- das Limmattal;
- das Reusstal;
- das Freiamt;
- das Seetal;
- das Wynental;
- das Suhrental;
- das Wiggertal;
- den westlichen Aargau um Zofingen.
Der nördliche und nordwestliche Teil gehört zum Jura. Kalkhügel, Tafeljuralandschaften, bewaldete Höhen, Trockenwiesen und kleine Täler prägen diese Region.
Das zentrale und südliche Kantonsgebiet gehört überwiegend zum Mittelland. Hier wechseln sich Flusstäler, Moränenlandschaften, Wälder, Äcker, Wiesen und dicht besiedelte Agglomerationen ab.
Das Fricktal liegt zwischen Jura und Rhein. Es ist landschaftlich und wirtschaftlich eng mit der Region Basel und dem südlichen Baden verbunden. Wegen seines vergleichsweise milden Klimas spielen Obst- und Weinbau eine wichtige Rolle.
Das Freiamt liegt im Südosten des Kantons zwischen Reuss, Lindenberg und der Grenze zum Kanton Zürich. Es war historisch überwiegend katholisch geprägt und besitzt bis heute eine ausgeprägte regionale Identität.
Höhenlage
Der höchste Punkt des Kantons ist der 908 Meter hohe Geissfluegrat bei Erlinsbach. Weitere bedeutende Erhebungen sind der Stierenberg, der Strihen, die Wasserflue, die Lägern und der Lindenberg.
Der tiefste Punkt liegt am Rhein bei Kaiseraugst auf etwa 261 Metern über Meer.[3]
Die Höhenunterschiede sind wesentlich geringer als in den Alpenkantonen. Dennoch entstehen zwischen den Rheinlagen, den Flusstälern, dem Jura und den höher gelegenen Gebieten unterschiedliche klimatische und landschaftliche Bedingungen.
Gewässer
Der Aargau ist stark durch seine Flüsse geprägt. Die wichtigsten sind:
Die Aare durchquert den Kanton von Südwesten nach Norden. Bei Brugg nimmt sie zunächst die Reuss und kurz danach die Limmat auf. Dieses Gebiet wird als Wasserschloss der Schweiz bezeichnet. Bei Koblenz mündet die Aare in den Rhein.
Das Wasserschloss ist nicht nur geografisch bedeutend, sondern besitzt auch wertvolle Auen-, Wald- und Gewässerlebensräume. Es gehört zu den zentralen Gebieten des Auenschutzparks Aargau.[4]
Der Hallwilersee ist der einzige grössere See, der teilweise im Kanton Aargau liegt. Sein südlicher Teil gehört zum Kanton Luzern. Der See wird von der Aabach durchflossen und ist ein bedeutendes Erholungsgebiet.[5]
Weitere bedeutende Wasserflächen sind der Klingnauer Stausee, der Flachsee an der Reuss und verschiedene kleinere Weiher und Stauseen.
Klima
Der Aargau besitzt ein gemässigtes mitteleuropäisches Klima. Die Sommer sind meist warm, die Winter kühl und in den tieferen Lagen häufig nebelreich.
Das Fricktal und die Rheinregion gehören zu den klimatisch milden Gebieten des Kantons. Dort gedeihen Weinreben, Kirschen und weitere Obstsorten. Im Jura und auf höher gelegenen Hügeln sind die Temperaturen tiefer und die Niederschlagsmengen teilweise höher.
Im Winter treten im Mittelland häufig Hochnebel und Inversionslagen auf. Der Klimawandel führt zu steigenden Durchschnittstemperaturen, häufigeren Hitzetagen, längeren Trockenperioden und intensiveren Starkniederschlägen.
Bevölkerung
Am 31. Dezember 2025 lebten 743'643 Personen im Kanton Aargau. Gegenüber Ende 2024 nahm die Bevölkerung um 8'107 Personen beziehungsweise 1,1 Prozent zu. 534'379 Personen besassen die Schweizer Staatsangehörigkeit, 209'264 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Der Ausländeranteil betrug 28,1 Prozent.[1]
Das Bevölkerungswachstum beruht vor allem auf der Zuwanderung aus anderen Kantonen und aus dem Ausland. Die Nähe zu Zürich, Basel und weiteren Arbeitsplatzzentren macht den Aargau zu einem bedeutenden Wohnkanton.
Die Bevölkerung verteilt sich auf zahlreiche Städte, Agglomerationsgemeinden und ländliche Orte. Besonders dicht besiedelt sind:
- der Raum Baden–Wettingen;
- das Limmattal;
- der Raum Aarau–Suhr;
- die Region Brugg;
- das untere Aaretal;
- das Freiamt um Wohlen;
- der Raum Zofingen–Oftringen;
- die Gemeinden entlang der Grenzen zu Zürich und Basel.
Der Aargau besitzt keine einzelne Grossstadt. Seine Siedlungsstruktur ist polyzentrisch: Mehrere regionale Zentren übernehmen Verwaltungs-, Bildungs-, Einkaufs- und Versorgungsfunktionen.
Sprache
Die Amtssprache ist Deutsch. Im Alltag werden überwiegend schweizerdeutsche Dialekte gesprochen.
Die traditionellen Aargauer Dialekte gehören zum hochalemannischen Sprachraum. Wegen der Lage zwischen Basel, Zürich, Bern, Solothurn und Luzern unterscheiden sie sich regional deutlich. Im Fricktal bestehen Übergänge zum Baseldeutschen und zu süddeutschen Dialekten, während im Freiamt Einflüsse aus Zürich und der Zentralschweiz erkennbar sind.
In Behörden, Schulen, Medien und schriftlichen Veröffentlichungen wird Schweizer Hochdeutsch verwendet. Durch Zuwanderung werden zahlreiche weitere Sprachen gesprochen, darunter Italienisch, Portugiesisch, Albanisch, Serbisch, Kroatisch, Türkisch, Spanisch, Englisch und Ukrainisch.
Religion
Der Aargau ist historisch sowohl reformiert als auch katholisch geprägt. Die konfessionelle Verteilung geht wesentlich auf die früheren Herrschaftsgebiete zurück.
Der Berner Aargau wurde im 16. Jahrhundert reformiert. Die Freien Ämter und das Fricktal blieben mehrheitlich katholisch. In der ehemaligen Grafschaft Baden bestanden katholische, reformierte und gemischtkonfessionelle Gemeinden.
Im 19. Jahrhundert war der Aargau ein wichtiger Schauplatz der Auseinandersetzungen zwischen liberalem Staat und katholischer Kirche. Besonders bekannt ist der Aargauer Klosterstreit von 1841.
Von grosser Bedeutung für die jüdische Geschichte der Schweiz sind Endingen und Lengnau im Surbtal. Während langer Zeit durften sich jüdische Familien in der damaligen Eidgenossenschaft dauerhaft fast nur in diesen beiden Dörfern niederlassen. Die Synagogen, Friedhöfe und Wohnhäuser zeugen von dieser Geschichte.
Heute ist die religiöse Landschaft vielfältig. Neben den reformierten und römisch-katholischen Landeskirchen bestehen freikirchliche, orthodoxe, muslimische, jüdische, hinduistische, buddhistische und weitere Gemeinschaften. Der Anteil der Personen ohne Religionszugehörigkeit nimmt zu.
Geschichte
Ur- und Frühgeschichte
Das Gebiet des heutigen Kantons war bereits in der Alt- und Mittelsteinzeit besiedelt. Zu den frühen Funden gehören Steinwerkzeuge und Siedlungsspuren im Fricktal und in anderen Regionen.
Am Hallwilersee wurden Überreste jungsteinzeitlicher und bronzezeitlicher Pfahlbausiedlungen entdeckt. Fundstellen bei Seengen und Beinwil am See gehören zusammen mit weiteren prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen zum UNESCO-Welterbe.[6]
Während der Eisenzeit lebten keltische Bevölkerungsgruppen in der Region. Das Gebiet gehörte zum Lebensraum der Helvetier und weiterer keltischer Gruppen.
Römische Zeit
Nach der römischen Eroberung wurde das Gebiet Teil des Römischen Reiches. Wegen seiner Lage an wichtigen Flüssen und Verkehrswegen besass es grosse strategische Bedeutung.
In Windisch befand sich das Legionslager Vindonissa. Es war das einzige dauerhaft angelegte römische Legionslager auf dem Gebiet der heutigen Schweiz. Rund um das Lager entstanden zivile Siedlungen, Werkstätten, Badeanlagen, Strassen und ein Amphitheater.
In Kaiseraugst lag ein Teil der römischen Koloniestadt Augusta Raurica. Der spätrömische Festungsort Castrum Rauracense entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum am Rhein.
Das heutige Baden war unter dem Namen Aquae Helveticae für seine Thermalquellen bekannt. Die römischen Badeanlagen legten den Grundstein für die lange Tradition Badens als Kur- und Bäderstadt.
Weitere römische Gutshöfe, Strassen und Siedlungen sind im gesamten Kantonsgebiet nachgewiesen.
Frühmittelalter und Habsburger
Nach dem Ende der römischen Herrschaft siedelten sich alemannische Bevölkerungsgruppen an. Im Mittelalter gehörten die verschiedenen Landschaften zu unterschiedlichen Grafschaften, Klöstern und Herrschaften.
Die Region war das Stammland der Habsburger. Die um 1020 errichtete Burg Habsburg bei Brugg gab dem später europaweit herrschenden Geschlecht seinen Namen.
Auch die Klöster Muri, Wettingen und Königsfelden besassen grosse religiöse, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung.
Im Hochmittelalter entstanden zahlreiche Städte und Marktflecken. Dazu gehörten Aarau, Baden, Brugg, Bremgarten, Lenzburg, Zofingen, Rheinfelden, Laufenburg und Mellingen.
Eroberung von 1415
Im Jahr 1415 eroberten eidgenössische Orte einen grossen Teil des habsburgischen Aargaus. Auslöser war der Konflikt zwischen König Sigismund und Herzog Friedrich IV. von Österreich.
Das eroberte Gebiet wurde nicht zu einem einheitlichen Staat, sondern unterschiedlich aufgeteilt:
- Der westliche Teil, der sogenannte Berner Aargau, kam unter die Herrschaft Berns.
- Die Freien Ämter wurden von mehreren eidgenössischen Orten gemeinsam verwaltet.
- Die Grafschaft Baden wurde zur Gemeinen Herrschaft mehrerer eidgenössischer Orte.
- Das Fricktal blieb bis zum Ende des 18. Jahrhunderts unter habsburgisch-vorderösterreichischer Herrschaft.
Diese Teilung prägte die konfessionelle, politische und kulturelle Entwicklung der Regionen über mehrere Jahrhunderte.
Reformation und frühe Neuzeit
Bern führte 1528 in seinem Herrschaftsgebiet die Reformation ein. Der Berner Aargau wurde dadurch überwiegend reformiert.
Die Freien Ämter und das Fricktal blieben mehrheitlich katholisch. Die Grafschaft Baden war konfessionell vielfältiger.
Während der Villmergerkriege von 1656 und 1712 war das Freiamt ein wichtiger Kriegsschauplatz. Nach dem Zweiten Villmergerkrieg verschoben sich die politischen Machtverhältnisse innerhalb der Eidgenossenschaft zugunsten der reformierten Orte Bern und Zürich.
Das Fricktal blieb Teil Vorderösterreichs und war politisch und wirtschaftlich auf den süddeutschen Raum ausgerichtet.
Helvetische Republik
1798 marschierten französische Truppen in die Eidgenossenschaft ein. Die alten Herrschaftsverhältnisse wurden aufgehoben und die zentralistische Helvetische Republik gegründet.
Das Gebiet des heutigen Aargaus war während der Helvetik in mehrere Verwaltungseinheiten gegliedert:
- den Kanton Aargau aus dem ehemaligen Berner Aargau;
- den Kanton Baden aus der Grafschaft Baden und den Freien Ämtern;
- den Kanton Fricktal aus den früher vorderösterreichischen Gebieten.
Der Kanton Fricktal bestand formell nur kurze Zeit und nahm innerhalb der politischen Neuordnung eine besondere Stellung ein.[7]
Gründung des Kantons 1803
Mit der Mediationsakte vom 19. Februar 1803 wurden die Kantone Aargau, Baden und Fricktal zu einem neuen Kanton Aargau vereinigt. Hinzu kam das zuvor luzernische Amt Merenschwand.
Gleichzeitig wurden einzelne Gemeinden an den Kanton Zürich abgetreten. Der neue Kanton erhielt damit weitgehend seine heutige Gestalt.[8]
Aarau wurde zum Hauptort bestimmt. Die historisch und konfessionell sehr unterschiedlichen Gebiete mussten nun gemeinsame Institutionen, Gesetze und eine kantonale Identität entwickeln.
Die Einteilung in elf Bezirke berücksichtigte weitgehend die historischen Grenzen. Sie besteht in ihren Grundzügen bis heute.
Regeneration und Klosterstreit
Im Jahr 1830 führte der sogenannte Freiämtersturm zu einer liberalen Verfassungsreform. Die neue Kantonsverfassung von 1831 stärkte die politischen Rechte und die Gewaltenteilung.
Die Beziehungen zwischen dem liberalen Staat und der katholischen Kirche verschärften sich. 1841 beschloss der Grosse Rat die Aufhebung der acht Aargauer Klöster. Dies führte zum Aargauer Klosterstreit und zu einer schweren politischen Krise innerhalb der Eidgenossenschaft.
Ein Teil der Frauenklöster wurde später wieder zugelassen. Der Konflikt trug zur konfessionellen Polarisierung bei, die schliesslich im Sonderbundskrieg von 1847 und in der Gründung des schweizerischen Bundesstaates von 1848 mündete.
Industrialisierung
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Aargau zu einem bedeutenden Industriekanton. Die Wasserkraft der Flüsse und Bäche, die zentrale Lage und der Ausbau der Eisenbahn begünstigten die wirtschaftliche Entwicklung.
Wichtige Branchen waren:
- Textilindustrie;
- Stroh- und Hutgeflechtindustrie;
- Maschinenbau;
- Metallverarbeitung;
- Zementindustrie;
- Chemie;
- Elektroindustrie;
- Nahrungsmittelproduktion.
Im Freiamt entwickelte sich die Strohflechterei zu einer international ausgerichteten Exportindustrie. In Baden, Turgi, Brugg und im unteren Aaretal entstanden Maschinen- und Elektrotechnikunternehmen.
Die Eröffnung von Eisenbahnlinien verband die Aargauer Städte mit Zürich, Basel, Bern, Luzern und Deutschland. Gleichzeitig wuchsen die Industrieorte und es entstanden neue Arbeitersiedlungen.
20. und 21. Jahrhundert
Im 20. Jahrhundert verstärkten sich Industrialisierung, Siedlungswachstum und Verkehr. Die Regionen Baden, Wettingen, Spreitenbach und das Limmattal wurden zunehmend Teil des Zürcher Wirtschaftsraums.
Das Fricktal orientierte sich stärker an Basel, während der westliche Kantonsteil eng mit der Region Olten–Zofingen verbunden ist. Aarau entwickelte sich als Verwaltungs-, Bildungs- und Dienstleistungszentrum.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Bevölkerung stark zu. Viele Menschen zogen aus anderen Kantonen und aus dem Ausland in den Aargau.
Gemeindezusammenschlüsse veränderten die kommunale Landschaft. Seit dem 1. Januar 2026 besteht der Kanton aus 196 politischen Gemeinden.[9]
Politik
Kantonsverfassung
Die heutige Verfassung des Kantons Aargau wurde am 25. Juni 1980 angenommen und trat am 1. Januar 1982 in Kraft.
Sie definiert den Aargau als demokratischen Rechtsstaat und als Glied der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Die Staatsgewalt wird durch die Stimmberechtigten und die kantonalen Behörden ausgeübt.
Die politischen Rechte umfassen insbesondere:
- Wahlrecht;
- Stimmrecht;
- Volksinitiative;
- obligatorisches Referendum;
- fakultatives Referendum.
Die Gemeinden besitzen im Rahmen des kantonalen Rechts eine weitgehende Autonomie.
Grosser Rat
Der Grosse Rat ist das kantonale Parlament. Er besteht aus 140 Mitgliedern und wird alle vier Jahre im Verhältniswahlverfahren gewählt.[10]
Die Wahlkreise entsprechen den elf Bezirken. Die Sitze werden entsprechend der Bevölkerungszahl auf die Bezirke verteilt.
Der Grosse Rat:
- beschliesst kantonale Gesetze;
- verabschiedet Budget und Rechnung;
- überwacht Regierung, Verwaltung und Justiz;
- genehmigt wichtige Staatsverträge;
- entscheidet über kantonale Planungen und Kredite.
Der Grosse Rat ist ein Milizparlament. Seine Mitglieder üben ihr politisches Amt normalerweise neben einer beruflichen Tätigkeit aus. Die Sitzungen finden im Grossratsgebäude in Aarau statt.
Regierungsrat
Der Regierungsrat des Kantons Aargau ist die leitende und oberste vollziehende Behörde. Er besteht aus fünf Mitgliedern, die vom Volk für vier Jahre im Mehrheitswahlverfahren gewählt werden.[11]
Jedes Regierungsmitglied leitet eines der fünf Departemente:
- Departement Volkswirtschaft und Inneres;
- Departement Bildung, Kultur und Sport;
- Departement Finanzen und Ressourcen;
- Departement Gesundheit und Soziales;
- Departement Bau, Verkehr und Umwelt.
Die Staatskanzlei unterstützt den Regierungsrat und koordiniert die Regierungsgeschäfte.
Das Präsidium führt den Titel Landammann. Die Stellvertretung wird als Landstatthalter bezeichnet. Beide Funktionen wechseln regelmässig.
Gerichte
Die oberste kantonale Gerichtsbehörde ist das Obergericht des Kantons Aargau. Daneben bestehen unter anderem:
- elf Bezirksgerichte;
- Spezialverwaltungsgericht;
- Zwangsmassnahmengericht;
- Jugendgericht;
- Schlichtungsbehörden;
- Friedensrichterkreise.
Entscheide der höchsten kantonalen Instanzen können unter den gesetzlichen Voraussetzungen an das Schweizerische Bundesgericht weitergezogen werden.
Vertretung im Bund
Der Kanton Aargau entsendet 16 Mitglieder in den Nationalrat und zwei Mitglieder in den Ständerat.
Bei eidgenössischen Verfassungsabstimmungen verfügt der Aargau über eine ganze Standesstimme.
Bezirke und Gemeinden
Der Kanton ist in elf Bezirke gegliedert.
| Bezirk | Hauptort | Regionale Einordnung |
|---|---|---|
| Aarau | Aarau | Kantonshauptort, Suhrental und unteres Wynental |
| Baden | Baden | Limmattal, Agglomeration Baden–Wettingen |
| Bremgarten | Bremgarten | Freiamt und unteres Reusstal |
| Brugg | Brugg | Wasserschloss, unteres Aaretal und Bözberg |
| Kulm | Unterkulm | Wynental, mittleres Seetal und Hombergregion |
| Laufenburg | Laufenburg | oberes Fricktal |
| Lenzburg | Lenzburg | Aabachtal, Seetal und zentrale Mittellandregion |
| Muri | Muri | oberes Freiamt und Lindenberg |
| Rheinfelden | Rheinfelden | unteres Fricktal und Rheingebiet |
| Zofingen | Zofingen | Wiggertal und südwestlicher Aargau |
| Zurzach | Bad Zurzach | Studenland, Surbtal, Rhein- und unteres Aaretal |
Die 196 politischen Gemeinden unterscheiden sich stark hinsichtlich Bevölkerung, Fläche, Finanzkraft und Siedlungsstruktur. Neben Städten und Agglomerationsgemeinden bestehen zahlreiche kleine ländliche Gemeinden.
Viele Gemeinden besitzen eine Gemeindeversammlung. Grössere Gemeinden können ein kommunales Parlament führen, das meist als Einwohnerrat bezeichnet wird.
Wirtschaft
Der Aargau ist einer der bedeutendsten Industrie- und Technologiekantone der Schweiz. Seine zentrale Lage, die gute Verkehrsanbindung und die Nähe zu Zürich, Basel und Bern fördern die wirtschaftliche Entwicklung.
Der Wirtschaftsstandort ist durch zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen sowie einige grosse internationale Arbeitgeber geprägt. Ende 2023 bestanden im Kanton 46'890 aktive Arbeitsstätten.[12]
Wichtige Branchen sind:
- Energie- und Elektrotechnik;
- Maschinen- und Metallindustrie;
- Kunststofftechnologie;
- Chemie und Life Sciences;
- Medizintechnik;
- Informations- und Kommunikationstechnologie;
- Logistik;
- Bauwirtschaft;
- Nahrungsmittelindustrie;
- Finanz- und Unternehmensdienstleistungen.
Industrie und Innovation
Der Aargau gehört zu den grössten Industriekantonen der Schweiz. Besonders stark vertreten sind Unternehmen der Energie-, Elektro-, Maschinen-, Metall-, Kunststoff- und Life-Science-Branchen.
In Villigen und Würenlingen befindet sich das Paul Scherrer Institut. Es ist das grösste Forschungsinstitut für Natur- und Ingenieurwissenschaften der Schweiz. Zu seinen Forschungsgebieten gehören Energie, Klima, Gesundheit, Materialien und Grundlagen der Physik.[13]
Beim Paul Scherrer Institut liegt der Park Innovaare, ein Standort des Schweizerischen Innovationsparks. Er soll die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Unternehmen fördern.
Weitere wichtige Forschungs- und Bildungsinstitutionen sind:
- die Fachhochschule Nordwestschweiz in Brugg-Windisch;
- das Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick;
- das Zentrum für Demokratie Aarau;
- das Hightech Zentrum Aargau;
- industrielle Forschungszentren verschiedener Unternehmen.
Energiewirtschaft
Der Aargau besitzt eine besondere Bedeutung für die schweizerische Energieversorgung. Im Kanton befinden sich unter anderem die Standorte der Kernkraftwerke Beznau und Leibstadt sowie zahlreiche Wasserkraftwerke, Netzanlagen und Unternehmen der Energietechnik.
Die Flüsse Aare, Reuss, Limmat und Rhein werden seit langer Zeit zur Energiegewinnung genutzt. Gleichzeitig gewinnen Solarenergie, Energieeffizienz, Wärmenetze und erneuerbare Energien an Bedeutung.
Landwirtschaft
Die Landwirtschaft nutzt einen erheblichen Teil der Kantonsfläche. Im Mittelland dominieren Ackerbau, Viehwirtschaft, Milchwirtschaft und Obstbau.
Angebaut werden unter anderem:
- Getreide;
- Mais;
- Raps;
- Zuckerrüben;
- Kartoffeln;
- Gemüse;
- Obst;
- Weintrauben.
Das Fricktal ist besonders für den Kirschen- und Obstbau bekannt. Weinbaugebiete befinden sich unter anderem im Fricktal, im unteren Aaretal, im Limmattal und am Hallwilersee.
Verkehr
Der Aargau ist ein zentraler Knotenpunkt des schweizerischen Verkehrsnetzes. Wichtige Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen durchqueren den Kanton.[14]
Strassenverkehr
Die wichtigsten Autobahnen sind:
- die A1 zwischen Zürich, Bern und der Westschweiz;
- die A2 zwischen Basel, Luzern und dem Gotthard;
- die A3 zwischen Basel, dem Fricktal, Zürich und der Ostschweiz.
Bedeutende Autobahnknoten liegen bei Birrfeld, Oftringen, Wiggertal und im Raum Baden.
Die zentrale Lage bringt neben wirtschaftlichen Vorteilen auch Belastungen durch Durchgangsverkehr, Lärm, Luftschadstoffe und Flächenverbrauch.
Eisenbahn
Der Kanton wird von mehreren nationalen Bahnlinien durchquert. Bedeutende Bahnhöfe sind:
- Aarau;
- Baden;
- Brugg;
- Lenzburg;
- Zofingen;
- Rheinfelden;
- Wohlen;
- Wettingen;
- Frick;
- Stein-Säckingen.
Direkte Bahnverbindungen bestehen unter anderem nach Zürich, Basel, Bern, Luzern, Olten, Winterthur und in verschiedene Regionen Süddeutschlands.
Der Regionalverkehr wird durch die S-Bahn Aargau, die Zürcher S-Bahn, die S-Bahn Basel und verschiedene Regionalbahn- und Busunternehmen getragen.
Bus-, Velo- und Fussverkehr
Buslinien erschliessen Gemeinden und Regionen ohne direkten Bahnanschluss. Wichtige Betreiber sind unter anderem die PostAuto AG, die Regionalbus Lenzburg AG, die Busbetriebe Region Brugg und verschiedene städtische Verkehrsunternehmen.
Der Kanton baut sein Netz für den Velo- und Fussverkehr aus. Entlang der Flüsse, durch das Mittelland und über die Jurahöhen verlaufen nationale und regionale Velorouten.
Bildung und Forschung
Für die obligatorische Schule sind der Kanton und die Gemeinden zuständig. Das Schulsystem umfasst Kindergarten, Primarschule und Sekundarstufe I.
Auf der Sekundarstufe II bestehen:
- Kantonsschulen;
- Berufsfachschulen;
- Fachmittelschulen;
- Berufsmaturitätsschulen;
- weitere Bildungs- und Brückenangebote.
Kantonsschulen befinden sich unter anderem in Aarau, Baden, Wettingen, Wohlen und Zofingen.
Der Campus Brugg-Windisch ist einer der bedeutendsten Standorte der Fachhochschule Nordwestschweiz. Dort befinden sich mehrere Hochschulen und Institute.
Der Kanton besitzt keine eigene Universität, ermöglicht seiner Bevölkerung jedoch den Zugang zu den schweizerischen Universitäten und Hochschulen. Wegen der Nähe werden besonders häufig Hochschulen in Zürich, Basel, Bern und Luzern besucht.[15]
Kultur
Der Aargau besitzt ein vielfältiges kulturelles Erbe mit römischen Fundstätten, mittelalterlichen Altstädten, Burgen, Schlössern, Klöstern, Industriebauten und modernen Kulturinstitutionen.
Burgen und Schlösser
Der Kanton ist für seine zahlreichen Burgen und Schlösser bekannt. Bedeutende Anlagen sind:
- Schloss Lenzburg;
- Schloss Hallwyl;
- Schloss Wildegg;
- Burg Habsburg;
- Schloss Auenstein;
- Schloss Liebegg;
- Schloss Biberstein;
- Schloss Brestenberg.
Schloss Lenzburg gehört zu den ältesten und bedeutendsten Höhenburgen der Schweiz. Schloss Hallwyl ist eine Wasserburg im Seetal. Die Habsburg gilt als Stammburg des europäischen Herrscherhauses der Habsburger.
Klöster und Kirchen
Zu den bedeutenden Klosteranlagen gehören:
- Kloster Muri;
- Kloster Wettingen;
- Kloster Königsfelden;
- Kloster Fahr;
- die ehemalige Johanniterkommende Leuggern.
Das Kloster Muri wurde 1027 von den Habsburgern gegründet. Königsfelden ist besonders für seine mittelalterlichen Glasfenster bekannt.
Museen und Kulturinstitutionen
Wichtige Kulturinstitutionen sind:
- das Aargauer Kunsthaus in Aarau;
- das Naturama Aargau;
- das Stadtmuseum Aarau;
- das Historische Museum Baden;
- das Stapferhaus in Lenzburg;
- das Museum Langmatt in Baden;
- das Vindonissa-Museum in Brugg;
- die Standorte von Museum Aargau.
Museum Aargau verbindet Schlösser, Klöster, Römerstätten, Sammlungen und industriekulturelle Orte im gesamten Kanton.[16]
Römisches Erbe
Das römische Erbe ist besonders in Vindonissa, Kaiseraugst und Baden sichtbar.
Der Legionärspfad Vindonissa vermittelt das Leben im römischen Legionslager. In Kaiseraugst befinden sich das spätrömische Kastell und bedeutende archäologische Fundstellen.
Bäderkultur
Baden und Bad Zurzach besitzen traditionsreiche Thermalquellen. In Baden reicht die Bädergeschichte bis in die Römerzeit zurück.
Weitere Kur- und Thermalangebote bestehen in Schinznach-Bad und anderen Orten. Die Bäderkultur prägte Architektur, Tourismus und gesellschaftliches Leben.
Brauchtum und Küche
Regionale Bräuche umfassen Fasnachtsveranstaltungen, Jugendfeste, Maienzüge, Winzerfeste, Schützenfeste und lokale Märkte.
Zu den bekannten kulinarischen Spezialitäten gehört die Aargauer Rüeblitorte. Im Fricktal spielen Kirschenprodukte, Obstbrände und Wein eine wichtige Rolle. Weitere regionale Erzeugnisse sind Käse, Fleischwaren, Brot, Honig und Gemüse.
Natur und Umwelt
Der Aargau besitzt eine hohe landschaftliche Vielfalt. Flüsse, Auen, Wälder, Jurahöhen, Trockenwiesen, Landwirtschaftsflächen und Seen bilden wichtige Lebensräume.
Auenschutzpark Aargau
1993 stimmte die Aargauer Bevölkerung der Schaffung des Auenschutzparks zu. Er umfasst mehrere Gebiete entlang von Aare, Reuss, Rhein, Limmat und weiteren Gewässern.
Ziel ist es, Auenlandschaften zu erhalten, wiederherzustellen und miteinander zu vernetzen. Auen gehören zu den artenreichsten, aber auch am stärksten gefährdeten Lebensräumen der Schweiz.
Jurapark Aargau
Der Jurapark Aargau ist ein regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung. Er umfasst Gemeinden im Aargauer Jura und im Fricktal.[17]
Der Park verbindet Natur- und Landschaftsschutz mit regionaler Wirtschaft, Landwirtschaft, Umweltbildung und nachhaltigem Tourismus.
Klingnauer Stausee
Der Klingnauer Stausee liegt an der Aare kurz vor deren Mündung in den Rhein. Er ist ein bedeutendes Rast- und Überwinterungsgebiet für Wasservögel.
Das Gebiet steht unter Schutz und ist ein beliebtes Ziel für Naturbeobachtung und Spaziergänge.
Hallwilersee
Der Hallwilersee ist ein bedeutendes Natur- und Erholungsgebiet. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war er stark mit Nährstoffen belastet.
Durch Abwasserreinigung, Phosphorreduktion und technische Belüftungsmassnahmen verbesserte sich der Zustand des Sees. Der Schutz vor invasiven Arten und weiteren Belastungen bleibt eine dauerhafte Aufgabe.
Wald
Ein beträchtlicher Teil des Kantons ist bewaldet. Die Wälder dienen der Holzproduktion, dem Schutz von Böden und Gewässern, der Erholung und dem Erhalt der Artenvielfalt.
Der kantonale Staatswald umfasst rund 3'300 Hektaren in zahlreichen Gemeinden.[18]
Sport und Freizeit
Beliebte Sportarten sind Fussball, Turnen, Handball, Eishockey, Radfahren, Wandern, Schwimmen und Leichtathletik.
Bekannte Sportvereine sind unter anderem:
- FC Aarau;
- HSC Suhr Aarau;
- TV Endingen;
- Volley Schönenwerd im angrenzenden Kanton Solothurn mit regionalem Einzugsgebiet;
- verschiedene Turn-, Ruder-, Schwimm- und Radsportvereine.
Der Kanton verfügt über ein dichtes Wander- und Velowegnetz. Besonders beliebt sind Wege entlang der Aare, Reuss, Limmat und des Rheins, um den Hallwilersee sowie im Jurapark.
Wappen und Flagge
Das Kantonswappen ist senkrecht geteilt.
Die heraldisch rechte Hälfte zeigt auf schwarzem Grund einen weissen Wellenbalken. Er symbolisiert die Aare und verweist auf den Namen des Kantons.
Die heraldisch linke Hälfte zeigt auf blauem Grund drei weisse fünfzackige Sterne. Sie erinnern an die drei helvetischen Kantone Aargau, Baden und Fricktal, die 1803 zum neuen Kanton Aargau vereinigt wurden.
Die Kantonsflagge zeigt das gleiche Motiv in quadratischer Form.
Siehe auch
- Aarau
- Geschichte des Kantons Aargau
- Liste der Gemeinden des Kantons Aargau
- Liste der Bezirke des Kantons Aargau
- Liste der Kulturgüter im Kanton Aargau
- Liste der Burgen und Schlösser im Kanton Aargau
- Aargauer Jura
- Fricktal
- Freiamt (Schweiz)
- Hallwilersee
- Wasserschloss der Schweiz
- Auenschutzpark Aargau
- Jurapark Aargau
- Vindonissa
- Habsburg (Burg)
- Aargauer Klosterstreit
Literatur
- Historische Gesellschaft des Kantons Aargau: Argovia. Jahresschrift der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau. Aarau.
- Staatsarchiv Aargau: Geschichte des Kantons Aargau. Aarau.
- Bruno Meier: Ein Königshaus aus der Schweiz. Die Habsburger, der Aargau und die Eidgenossenschaft im Mittelalter. Baden.
- Andreas Steigmeier: Geschichte des Kantons Aargau. Aarau.
- Nold Halder: Geschichte des Kantons Aargau 1803–1953. Aarau.
- Bundesamt für Statistik: Statistisches Jahrbuch der Schweiz. Neuenburg.
Weblinks
- Offizielle Website des Kantons Aargau
- Aargau Tourismus
- Statistik Aargau
- Staatsarchiv Aargau
- Museum Aargau
- Geoportal des Kantons Aargau
- Jurapark Aargau
- Historisches Lexikon der Schweiz
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Aargauer Bevölkerung wächst 2025 um 1,1 Prozent. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Departement Volkswirtschaft und Inneres. 23. März 2026. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Kanton Aargau in Zahlen. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Statistik Aargau. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Raum und Umwelt. In: Statistisches Jahrbuch des Kantons Aargau. Hrsg.: Statistik Aargau. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Auenschutzpark Aargau. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Der Hallwilersee. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Grundlagen und Rahmeninformationen zum kulturellen Erbe. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Departement Bildung, Kultur und Sport. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Helvetisches Archiv. In: Staatsarchiv Aargau. Hrsg.: Kanton Aargau. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Gründung des Aargaus 1803. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Departement Bildung, Kultur und Sport. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Interkommunale Zusammenarbeit und Gemeindezusammenschluss. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Departement Volkswirtschaft und Inneres. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Mitglieder des Grossen Rats. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Parlamentsdienst. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Aargauer Regierungsrat. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Staatskanzlei des Kantons Aargau. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Wirtschaft und Unternehmen. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Statistik Aargau. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Arbeit und Wirtschaft. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Staatskanzlei des Kantons Aargau. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Mobilität und Verkehr. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Statistik Aargau. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Fachstelle Hochschulen und Innovationsförderung. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Departement Bildung, Kultur und Sport. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Kennzahlen Kultur. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Departement Bildung, Kultur und Sport. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Jurapark Aargau. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Geschichte des Aargauer Staatswalds. In: Kanton Aargau. Hrsg.: Abteilung Wald. Abgerufen am 21. Juli 2026.
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