Rhein

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Rhein
Länge 1'233 km[1]
Einzugsgebiet rund 200'000 km²[1]
Traditionelle Quelle Tomasee im Kanton Graubünden
Quellhöhe etwa 2345 m ü. M.
Quellflüsse Vorderrhein und Hinterrhein
Zusammenfluss der Quellflüsse bei Reichenau in der Gemeinde Tamins
Mündung Nordsee im niederländischen Rhein-Maas-Delta
Mündungshöhe 0 m
Durchflossene oder berührte Staaten Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland, Frankreich, Niederlande
Staaten im Einzugsgebiet zusätzlich Italien, Luxemburg und Belgien
Mittlerer Abfluss rund 2'200 m³/s bei Lobith nahe dem Mündungsdelta
Wichtige Nebenflüsse Aare, Ill, Thur, Neckar, Main, Mosel, Lahn, Sieg, Ruhr, Lippe
Bedeutende Städte Basel, Strassburg, Karlsruhe, Mannheim, Mainz, Koblenz, Bonn, Köln, Düsseldorf, Duisburg, Arnhem, Rotterdam

Der Rhein ist einer der bedeutendsten Flüsse Europas. Er entspringt mit mehreren Quellbächen in den Schweizer Alpen, durchfliesst oder berührt sechs Staaten und mündet nach 1'233 Kilometern im niederländischen Rhein-Maas-Delta in die Nordsee. Sein Einzugsgebiet umfasst rund 200'000 Quadratkilometer und reicht von den Alpen bis zur Nordseeküste.[1]

Der Rhein verbindet Landschaften mit sehr unterschiedlichen natürlichen und kulturellen Merkmalen. Sein Lauf führt von hochalpinen Quellgebieten durch das Bündnerland, das Alpenrheintal, den Bodensee, den Hochrhein, die Oberrheinische Tiefebene, das enge Tal des Mittelrheins, das niederrheinische Tiefland und schliesslich durch das weit verzweigte niederländische Delta.

Für die Schweiz besitzt der Rhein eine besondere Bedeutung. Er entwässert zusammen mit seinen Nebenflüssen einen grossen Teil des Landes, bildet auf langen Abschnitten eine Staats- oder Kantonsgrenze, speist den Bodensee, durchfliesst Schaffhausen und Basel und verbindet die Schweizer Wirtschaft über die Rheinschifffahrt mit den Seehäfen an der Nordsee.

Der Fluss ist zugleich Lebensraum, Trinkwasserquelle, Verkehrsweg, Energieträger und Erholungsraum. Rund 60 Millionen Menschen leben in seinem Einzugsgebiet. Etwa 30 Millionen Menschen beziehen aufbereitetes Rheinwasser, meist über Uferfiltrat, als Trinkwasser.[2]

Name

Der deutsche Name lautet Rhein. Auf Französisch heisst der Fluss Rhin, auf Italienisch Reno, auf Niederländisch Rijn und auf Rätoromanisch je nach Region Rein oder Rain.

Der Name ist bereits in der Antike belegt. Die lateinische Form lautet Rhenus, die griechische Rhēnos. Als sprachlicher Ursprung wird meist eine indogermanische Wurzel mit der Bedeutung «fliessen» oder «strömen» angenommen.

Der Rhein gab zahlreichen Landschaften, Regionen, Städten und Verwaltungseinheiten ihren Namen. Dazu gehören unter anderem:

In Literatur und Volkskultur wird der Fluss gelegentlich als «Vater Rhein» bezeichnet.

Verlauf

Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins gliedert das Hauptgewässer nach hydrografischen und naturräumlichen Merkmalen in sechs grosse Abschnitte:

  • Alpenrhein und Bodensee;
  • Hochrhein;
  • Oberrhein;
  • Mittelrhein;
  • Niederrhein;
  • Deltarhein.[3]

Vor dem Alpenrhein liegen die Quellgebiete des Vorder- und Hinterrheins.

Quellgebiete

Der Rhein besitzt keinen einzelnen Quellbach, sondern ein weit verzweigtes System alpiner Zuflüsse. Als traditionelle Rheinquelle gilt der Tomasee, rätoromanisch Lai da Tuma, in der Nähe des Oberalppasses. Aus dem See fliesst der Rein da Tuma, der zum Vorderrhein wird.[4]

Der Tomasee liegt am Fuss des Piz Badus in einem geschützten alpinen Gebiet. Die Bezeichnung als Rheinquelle beruht auf historischer Tradition und touristischer Kennzeichnung. Hydrologisch bestehen im verzweigten Quellgebiet weitere Bäche, die je nach Messweise länger oder wasserreicher sein können.

Der Vorderrhein fliesst durch die Surselva. Bedeutende Orte an seinem Lauf sind Sedrun, Disentis/Mustér, Trun und Ilanz/Glion. Unterhalb von Ilanz durchquert er die Rheinschlucht, rätoromanisch Ruinaulta. Die Schlucht entstand nach dem gewaltigen Flimser Bergsturz, dessen Ablagerungen der Fluss im Verlauf von Jahrtausenden durchschnitten hat.

Der Hinterrhein entspringt im Rheinwald an den Hängen des Rheinwaldhorns und des Rheinquellhorns. Er fliesst unter anderem durch Hinterrhein, Splügen, die Rofflaschlucht und die Viamala.[5]

Bei Reichenau in der Gemeinde Tamins vereinigen sich Vorderrhein und Hinterrhein. Ab diesem Zusammenfluss trägt der Fluss die Bezeichnung Alpenrhein.

Alpenrhein

Der Alpenrhein fliesst von Reichenau über Chur, Landquart, Bad Ragaz, Buchs, Vaduz und das St. Galler Rheintal zum Bodensee.

Im oberen Abschnitt liegt der Fluss vollständig in der Schweiz. Weiter flussabwärts bildet er die Grenze zwischen der Schweiz und Liechtenstein sowie zwischen der Schweiz und Österreich.[6]

Zu den bedeutenden Zuflüssen gehören die Plessur, die Landquart, die Tamina und die Ill. Die Ill entwässert grosse Teile des österreichischen Vorarlbergs.

Der Alpenrhein war ursprünglich ein dynamischer Gebirgsfluss mit zahlreichen Seitenarmen, Kiesbänken, Inseln und regelmässig überfluteten Auen. Hochwasser bedrohten jedoch Dörfer und Landwirtschaftsflächen. Seit dem 19. Jahrhundert wurde der Lauf durch Dämme, Begradigungen und Durchstiche stark verändert.

Bei Fussach und Hard mündet der Alpenrhein in den Bodensee. Der heutige Hauptlauf folgt dem 1900 eröffneten Fussacher Durchstich. Ein älterer Flussarm wird als Alter Rhein bezeichnet.

Bodensee

Der Rhein durchfliesst den Bodensee, der aus Obersee, Seerhein und Untersee besteht.

Beim Eintritt in den Obersee lagert der Alpenrhein einen grossen Teil seiner mitgeführten Sedimente ab. Dadurch wächst das Rheindelta langsam in den See hinein.

Der Obersee ist der grösste Teil des Bodensees. An seinen Ufern liegen Gebiete der Schweiz, Österreichs und Deutschlands. Der Rhein verlässt den Obersee bei Konstanz als rund vier Kilometer langer Seerhein.

Der Seerhein verbindet den Obersee mit dem Untersee. Der Wasserspiegel des Untersees liegt geringfügig tiefer als jener des Obersees.

Bei Stein am Rhein verlässt der Fluss den Untersee. Ab diesem Punkt wird er als Hochrhein bezeichnet.

Der Bodensee besitzt eine wichtige Ausgleichsfunktion. Er dämpft Hochwasserspitzen, hält Sedimente zurück und beeinflusst Temperatur und Wasserführung des Hochrheins.

Hochrhein

Der Hochrhein reicht von Stein am Rhein bis Basel.[7]

Auf langen Abschnitten bildet er die Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland. Daneben bestehen Gebiete, in denen beide Ufer zur Schweiz oder beide Ufer zu Deutschland gehören. Zu den Schweizer Städten und Orten am Hochrhein zählen Stein am Rhein, Schaffhausen, Rheinau, Eglisau, Bad Zurzach, Laufenburg, Stein, Rheinfelden und Basel.

Unterhalb von Schaffhausen liegt der Rheinfall. Er ist etwa 150 Meter breit und rund 23 Meter hoch und gehört wegen seiner grossen Wasserführung zu den mächtigsten Wasserfällen Europas.

Der Rheinfall entstand durch eiszeitliche Veränderungen des Flusslaufs. Widerstandsfähige Kalksteinschichten bilden die heutige Fallkante. Mehrere Felsen teilen das Wasser in einzelne Ströme.

Unterhalb des Rheinfalls fliesst der Rhein durch teilweise enge, bewaldete Täler. Bei Rheinau bildet er eine auffällige Flussschlinge mit der ehemaligen Klosterinsel.

Bei Koblenz im Kanton Aargau mündet die Aare in den Rhein. Die Aare führt am Zusammenfluss im langjährigen Mittel rund 557 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, der Rhein etwa 439 Kubikmeter. Hydrologisch ist die Aare damit der wasserreichere Fluss.[8]

Trotzdem behält der gemeinsame Fluss aus historischen und geografischen Gründen den Namen Rhein.

Am Hochrhein liegen zahlreiche Wasserkraftwerke. Sie erzeugen Strom, verändern jedoch Strömung, Geschiebetransport und Lebensräume. Die Kraftwerke besitzen deshalb Fischaufstiegsanlagen und weitere ökologische Ausgleichsmassnahmen.

Oberrhein

Der Oberrhein beginnt bei Basel und reicht bis Bingen. Südlich von Karlsruhe bildet der Fluss auf langen Abschnitten die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland.

Zwischen Basel und Mainz durchfliesst der Rhein die Oberrheinische Tiefebene. Diese liegt in einem geologischen Grabenbruch zwischen Vogesen und Schwarzwald im Süden sowie Pfälzerwald und Odenwald im Norden.

Bedeutende Städte am Oberrhein sind:

Der Oberrhein besass ursprünglich zahlreiche Mäander, Seitenarme, Kiesinseln und ausgedehnte Auen. Im 19. Jahrhundert wurde er unter Leitung des Ingenieurs Johann Gottfried Tulla systematisch begradigt. Später folgten Staustufen, Kraftwerke, Dämme und Schifffahrtskanäle.

Die Eingriffe verkürzten den Lauf, beschleunigten die Strömung und verbesserten den Hochwasserschutz in einzelnen Gebieten. Gleichzeitig gingen grosse Auenflächen verloren, und der Grundwasserspiegel veränderte sich.

Bei Mannheim mündet der Neckar, bei Mainz der Main und bei Bingen die Nahe in den Rhein.

Mittelrhein

Der Mittelrhein reicht von Bingen bis Bonn. Er durchbricht das Rheinische Schiefergebirge in einem engen und stellenweise tief eingeschnittenen Tal.[9]

Zwischen Bingen und Koblenz liegt das Obere Mittelrheintal. Der 65 Kilometer lange Abschnitt mit Weinbergen, historischen Städten, Burgen und Ruinen gehört seit 2002 zum UNESCO-Welterbe.[10]

Zu den bekannten Orten gehören:

Bei Sankt Goarshausen liegt der Loreley-Felsen. Die enge Flusskurve mit starken Strömungen und früher zahlreichen Untiefen war für die Schifffahrt gefährlich und wurde zum Schauplatz zahlreicher Sagen.

Bei Koblenz mündet die Mosel am sogenannten Deutschen Eck in den Rhein. Weiter flussabwärts folgt die Mündung der Lahn bei Lahnstein.

Niederrhein

Der Niederrhein beginnt nördlich von Bonn. Der Fluss verlässt das enge Mittelrheintal und fliesst durch die Kölner und Niederrheinische Bucht.

Bedeutende Städte sind:

Zu den wichtigsten Nebenflüssen gehören Sieg, Wupper, Ruhr, Emscher und Lippe.

Duisburg besitzt einen der grössten Binnenhäfen der Welt. Der Niederrhein ist stark durch Güterschifffahrt, Häfen, Industrieanlagen und dicht besiedelte Stadtregionen geprägt.

Früher bildete der Fluss zahlreiche Mäander und Nebenarme. Durch Deiche, Uferbefestigungen und Durchstiche wurde er in ein weitgehend festgelegtes Bett gezwängt.[11]

Bei Bimmen und Lobith überquert der Rhein die deutsch-niederländische Grenze.

Deltarhein

In den Niederlanden teilt sich der Rhein in mehrere Arme. Dieser Abschnitt wird als Deltarhein bezeichnet.

Kurz nach dem Grenzübertritt zweigen Waal, Nederrijn und IJssel voneinander ab. Die Waal führt im langjährigen Mittel den grössten Teil des Rheinwassers.[12]

Die Wasserwege verbinden sich im Rhein-Maas-Delta teilweise mit Armen der Maas. Rheinwasser erreicht die Nordsee hauptsächlich:

  • über Waal, Merwede, Noord und Nieuwe Maas zum Nieuwe Waterweg;
  • über das Haringvliet;
  • über die IJssel und das IJsselmeer.[13]

Das Delta ist eine dicht besiedelte und wirtschaftlich hoch entwickelte Region. Deiche, Schleusen, Sturmflutwehre und Pumpwerke schützen grosse Gebiete, die teilweise unter dem Meeresspiegel liegen.

Rotterdam besitzt einen der grössten Seehäfen der Welt. Über den Rhein ist er direkt mit den Industrie- und Wirtschaftsregionen Mitteleuropas verbunden.

Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet des Rheins umfasst rund 200'000 Quadratkilometer. Es erstreckt sich über neun Staaten:

  • Schweiz;
  • Liechtenstein;
  • Österreich;
  • Italien;
  • Deutschland;
  • Frankreich;
  • Luxemburg;
  • Belgien;
  • Niederlande.

Italien besitzt im Bereich des Val di Lei einen kleinen Anteil am Einzugsgebiet. Das Wasser wird dort über den Hinterrhein dem Rheinsystem zugeführt.

Luxemburg entwässert vor allem über Sauer und Mosel zum Rhein. Teile Belgiens gehören über Maas-, Mosel- oder kleinere Nebenflusssysteme zum internationalen Bearbeitungsgebiet.

Die Wasserscheide des Rheins grenzt an die Einzugsgebiete der Rhone, des Po, der Donau, der Elbe, der Weser, der Ems, der Schelde und der Maas.

An einzelnen Stellen wird eine oberirdische Wasserscheide durch unterirdische Fliesswege umgangen. Bekannt ist die Donauversickerung bei Immendingen, deren Wasser über Karstsysteme zur Aach und damit zum Rhein gelangt.

Nebenflüsse

Der Rhein nimmt zahlreiche Flüsse aus den Alpen, den Mittelgebirgen und dem europäischen Tiefland auf.

Nebenfluss Mündungsort oder Region Bemerkung
Aare Koblenz AG Wasserreichster Nebenfluss; entwässert grosse Teile der Schweiz
Ill Alpenrheintal Entwässert grosse Teile Vorarlbergs
Thur bei Flaach Bedeutender Fluss der Nordostschweiz
Töss bei Teufen ZH Entwässert das Zürcher Oberland und den Raum Winterthur
Wutach bei Waldshut-Tiengen Entwässert Teile des Schwarzwalds
Birs bei Basel Entspringt im Berner Jura
Birsig Basel Mündet im Stadtgebiet teilweise unterirdisch in den Rhein
Elz Oberrhein Zufluss aus dem Schwarzwald
Kinzig bei Kehl Bedeutender Schwarzwaldfluss
Neckar Mannheim Entwässert grosse Teile Baden-Württembergs
Main Mainz-Kostheim Längster rechter Nebenfluss des Rheins
Nahe Bingen Mündet am Übergang zum Mittelrhein
Lahn Lahnstein Entspringt im Rothaargebirge
Mosel Koblenz Bedeutender internationaler Nebenfluss aus Frankreich, Luxemburg und Deutschland
Sieg bei Bonn Zufluss aus dem Siegerland
Ruhr Duisburg Gab dem Ruhrgebiet seinen Namen
Lippe Wesel Bedeutender rechter Nebenfluss des Niederrheins

Die Aare besitzt beim Zusammenfluss mit dem Rhein eine grössere mittlere Wasserführung als der Rhein selbst. Der Main ist der längste rechte, die Mosel einer der bedeutendsten linken Nebenflüsse.

Hydrologie

Die Wasserführung des Rheins wird durch unterschiedliche Klimazonen und Landschaftsräume geprägt.

Im Alpenraum stammen grosse Wassermengen aus Niederschlag, Schneeschmelze und zeitweise aus Gletscherschmelze. Der Bodensee speichert Wasser und gleicht kurzfristige Schwankungen teilweise aus.

Am Hochrhein und südlichen Oberrhein treten hohe Abflüsse häufig im Frühling und Sommer auf, wenn Schnee in den Alpen schmilzt. Im Mittel- und Niederrhein spielen winterliche Niederschläge in den Mittelgebirgen eine stärkere Rolle.[14]

Durch die grossen Nebenflüsse nimmt die Wasserführung flussabwärts stark zu. Am Pegel Lobith nahe der deutsch-niederländischen Grenze beträgt der mittlere Abfluss ungefähr 2'200 Kubikmeter pro Sekunde.

Der Rhein transportiert neben Wasser auch Schwebstoffe und gelöste Stoffe. Ein grosser Teil der groben alpinen Sedimente wird bereits im Bodensee abgelagert. Unterhalb des Aarezuflusses nimmt die transportierte Schwebstoffmenge wieder deutlich zu.[15]

Der Rhein in der Schweiz

Der Rhein gehört zu den wichtigsten natürlichen Achsen der Schweiz. Sein Lauf berührt die Kantone Graubünden, St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen, Zürich, Aargau, Basel-Landschaft und Basel-Stadt.

Über die Aare entwässert der Rhein zusätzlich grosse Teile der Kantone Bern, Freiburg, Waadt, Neuenburg, Solothurn, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Wallis.

Damit gehört der überwiegende Teil der Schweiz zum Einzugsgebiet des Rheins. Nur die Einzugsgebiete von Rhone, Ticino, Inn, Maira und einigen kleineren Grenzgewässern entwässern in andere Meere.

Grenzen

Der Alpenrhein bildet Grenzen der Schweiz zu Liechtenstein und Österreich. Der Hochrhein bildet auf langen Abschnitten die Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland.

Innerhalb der Schweiz verläuft der Rhein abschnittsweise auch entlang von Kantonsgrenzen. So trennt er unter anderem Gebiete der Kantone Zürich, Schaffhausen, Aargau, Basel-Landschaft und Basel-Stadt.

Die Grenzlage führte zur Entstehung zahlreicher gemeinsamer Brücken, Kraftwerke, Zollstellen und grenzüberschreitender Verkehrsverbindungen.

Rheinfall

Der Rheinfall liegt zwischen Neuhausen am Rheinfall im Kanton Schaffhausen und dem Gebiet von Schloss Laufen im Kanton Zürich.

Er ist etwa 150 Meter breit und 23 Meter hoch. Im Sommer führt er durchschnittlich deutlich mehr Wasser als im Winter.

Der Wasserfall ist eines der bekanntesten Naturdenkmäler der Schweiz. Aussichtsplattformen, Wanderwege und Schiffsverbindungen erschliessen das Gebiet touristisch.

Basel und die Rheinschifffahrt

Basel liegt an der Stelle, an der der Hochrhein in den Oberrhein übergeht. Die Stadt entwickelte sich wegen ihrer Lage am Fluss zu einem bedeutenden Handels-, Industrie- und Verkehrszentrum.

Ab Basel ist der Rhein für die internationale Güterschifffahrt ausgebaut. Der Geltungsbereich des internationalen Rheinschifffahrtsregimes beginnt nach schweizerischer Auffassung bei der Mittleren Rheinbrücke.[16]

Die Schweizerischen Rheinhäfen in Basel, Birsfelden und Muttenz verbinden die Schweiz mit Rotterdam, Antwerpen und weiteren europäischen Häfen.

Über den Rhein werden unter anderem Mineralölprodukte, Metalle, Baustoffe, landwirtschaftliche Güter, Container und chemische Erzeugnisse transportiert.

Die Rheinschifffahrt besitzt für die Versorgungssicherheit der Schweiz eine besondere Bedeutung. Bei sehr hohem oder sehr niedrigem Wasserstand kann der Schiffsverkehr eingeschränkt oder zeitweise eingestellt werden.

Schifffahrt

Der Rhein ist eine der wichtigsten Binnenwasserstrassen der Welt. Die durchgehende gewerbliche Grossschifffahrt reicht von Basel bis zur Nordsee.

Die rechtliche Grundlage bildet die Revidierte Rheinschifffahrtsakte vom 17. Oktober 1868, die als Mannheimer Akte bezeichnet wird. Sie garantiert grundsätzlich die Freiheit der Schifffahrt von Basel bis zum offenen Meer.[17]

Die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt geht auf den Wiener Kongress von 1815 zurück und gilt als älteste internationale Organisation der Moderne.[18]

Wichtige Binnenhäfen liegen unter anderem in:

  • Basel;
  • Strassburg;
  • Karlsruhe;
  • Mannheim;
  • Ludwigshafen;
  • Mainz;
  • Köln;
  • Neuss;
  • Düsseldorf;
  • Duisburg.

Kanäle verbinden den Rhein mit anderen europäischen Flusssystemen. Über den Main-Donau-Kanal besteht eine schiffbare Verbindung bis zur Donau und zum Schwarzen Meer.

Wasserkraft

Am Alpenrhein, Hochrhein und Oberrhein befinden sich zahlreiche Wasserkraftwerke.

Die Kraftwerke nutzen das Gefälle des Flusses zur Stromproduktion. Am Hochrhein werden mehrere Anlagen gemeinsam von schweizerischen und deutschen Unternehmen betrieben.

Zu den bekannten Kraftwerksstandorten gehören:

  • Rheinfelden;
  • Augst-Wyhlen;
  • Laufenburg;
  • Albbruck-Dogern;
  • Eglisau-Glattfelden;
  • Rheinau;
  • Schaffhausen.

Die Staustufen verändern Strömung, Wasserstand und Sedimenttransport. Sie können die Wanderung von Fischen und anderen Wasserorganismen behindern.

Fischtreppen, Umgehungsgewässer, Restwasserregelungen und Renaturierungen sollen diese Auswirkungen vermindern.

Trink- und Brauchwasser

Der Rhein ist eine wichtige Quelle für Trinkwasser, Kühlwasser, Bewässerung und industrielle Nutzung.

Etwa 30 Millionen Menschen beziehen aufbereitetes Rheinwasser. Häufig wird Wasser aus Brunnen gewonnen, die durch Uferfiltrat gespeist werden. Dabei sickert Flusswasser durch Sand- und Kiesschichten und wird auf natürliche Weise teilweise gereinigt.[2]

Der Fluss wird ausserdem zur Kühlung von Kraftwerken und Industrieanlagen genutzt. Die Rückleitung erwärmten Wassers unterliegt Umweltvorschriften, da hohe Temperaturen Fische und andere Organismen belasten können.

Während Trocken- und Hitzeperioden können geringe Abflüsse, hohe Wassertemperaturen und ein steigender Nutzungsdruck zu Konflikten führen.

Hochwasser

Hochwasser gehören zur natürlichen Dynamik des Rheins. Sie entstehen durch lang anhaltende Niederschläge, Schneeschmelze, gesättigte Böden oder die Überlagerung von Hochwasserwellen aus mehreren Nebenflüssen.

Historisch führten Überschwemmungen zu grossen Schäden in Städten, Dörfern und Landwirtschaftsgebieten. Der Fluss wurde deshalb durch Deiche, Dämme, Begradigungen und Rückhaltebecken ausgebaut.

Technischer Hochwasserschutz kann Risiken vermindern, aber nicht vollständig beseitigen. Zudem beschleunigen enge und begradigte Flussbetten teilweise den Abfluss und verlagern Risiken flussabwärts.

Moderne Hochwasservorsorge umfasst:

  • Schutz- und Rückhalteflächen;
  • Deichrückverlegungen;
  • Renaturierung von Auen;
  • internationale Vorhersage- und Warnsysteme;
  • hochwasserangepasste Raumplanung;
  • Objektschutz;
  • Evakuierungs- und Notfallpläne.

Das Programm «Rhein 2040» verfolgt das Ziel, die Hochwasserrisiken am Rhein und seinen Nebenflüssen zwischen 2020 und 2040 um mindestens 15 Prozent zu verringern.[19]

Niedrigwasser

Niedrigwasser entsteht vor allem während längerer Trockenperioden und bei fehlender Schnee- oder Gletscherschmelze.

Niedrige Wasserstände können die Güterschifffahrt erheblich einschränken. Schiffe dürfen dann weniger tief eintauchen und können nur einen Teil ihrer üblichen Ladung transportieren.

Weitere Folgen sind:

  • höhere Transportkosten;
  • geringere Wasserkraftproduktion;
  • steigende Wassertemperaturen;
  • höhere Konzentrationen von Schadstoffen;
  • Belastungen für Fische und andere Wasserorganismen;
  • Schwierigkeiten bei der Kühlwasserentnahme;
  • regionale Einschränkungen der Wassernutzung.

Das ausgeprägte Niedrigwasser von 2018 führte zu erheblichen Einschränkungen der Rheinschifffahrt. Auch am Schweizer Pegel Basel-Rheinhalle lag der Abfluss zeitweise deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.

Klimawandel

Der Klimawandel verändert das Abflussregime des Rheins.

Die Gletscher im Alpenraum verlieren an Volumen. Kurzfristig kann verstärkte Schmelze zusätzliche Wassermengen liefern. Langfristig nimmt der sommerliche Beitrag der Gletscher jedoch ab.

Nach den 2024 aktualisierten Szenarien der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins ist im Allgemeinen mit höheren Abflüssen im Winter und niedrigeren Abflüssen im Sommer zu rechnen.[20]

Zu den erwarteten Folgen gehören:

  • häufigere und längere sommerliche Niedrigwasserperioden;
  • steigende Wassertemperaturen;
  • zunehmende Verdunstung;
  • höhere winterliche Hochwasserrisiken;
  • häufigere lokale Starkregen und Sturzfluten;
  • Veränderungen der Lebensräume;
  • Einschränkungen für Schifffahrt und Wassernutzung.

Die Anpassung erfordert eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Wasserwirtschaft, Raumplanung, Landwirtschaft, Energieversorgung, Schifffahrt und Naturschutz.

Wasserqualität

Im 19. und 20. Jahrhundert wurde der Rhein durch Abwasser aus Städten, Industrie, Bergbau und Landwirtschaft stark belastet.

Der Fluss galt in einzelnen Abschnitten zeitweise als biologisch verarmt. Sauerstoffmangel, Schwermetalle, Salze, Nährstoffe und giftige Chemikalien beeinträchtigten das Ökosystem.

Der Ausbau von Kläranlagen und strengere Umweltvorschriften verbesserten die Wasserqualität seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich. Heute werden rund 96 Prozent des Abwassers aus Industrie, Gewerbe und Siedlungen im Rheineinzugsgebiet in Kläranlagen behandelt.[21]

Trotz dieser Fortschritte bestehen weiterhin Belastungen durch:

  • Arzneimittelrückstände;
  • Pflanzenschutzmittel;
  • Industriechemikalien;
  • Mikroplastik;
  • Nährstoffe;
  • Schwermetalle in Sedimenten;
  • hormonell wirksame Stoffe;
  • Biozide und Korrosionsschutzmittel.

Das Programm «Rhein 2040» sieht vor, die Einträge von Mikroverunreinigungen bis 2040 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Zeitraum 2016 bis 2018 zu verringern.[22]

Chemieunfall von Schweizerhalle

Am 1. November 1986 brannte eine Lagerhalle des Chemieunternehmens Sandoz in Schweizerhalle bei Basel.

Mit dem Löschwasser gelangten bis zu 30 Tonnen Pflanzenschutzmittel und weitere Chemikalien in den Rhein. Fische und andere Wasserorganismen starben auf Hunderten von Flusskilometern.[23]

Trinkwasserwerke bis in die Niederlande stellten ihre Wasserentnahme vorübergehend ein. Besonders stark betroffen war der Aalbestand.

Der Unfall wurde zu einem Wendepunkt des internationalen Gewässerschutzes. Die Rheinanliegerstaaten verstärkten die Zusammenarbeit, verbesserten Warnsysteme und beschlossen Programme zur Verringerung gefährlicher Stoffe.

Heute besteht ein internationaler Warn- und Alarmplan. Ein Rhein-Alarmmodell berechnet nach plötzlichen Schadstoffeinträgen, wie sich eine Schadstoffwelle flussabwärts bewegt.[24]

Ökologie

Der Rhein bietet Lebensräume für Fische, Vögel, Insekten, Wasserpflanzen und zahlreiche weitere Arten.

Naturnahe Auen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Regelmässige Überschwemmungen schaffen Kiesflächen, Altarme, Feuchtwiesen und Auenwälder.

Durch Begradigung, Staustufen, Uferverbauung und intensive Nutzung gingen viele dieser Lebensräume verloren. Zahlreiche Seitenarme wurden vom Hauptstrom getrennt.

Renaturierungsprojekte verfolgen unter anderem folgende Ziele:

  • Wiederanbindung von Altarmen;
  • Wiederherstellung natürlicher Ufer;
  • Schaffung von Überschwemmungsflächen;
  • Verbesserung des Geschiebetransports;
  • ökologische Durchgängigkeit von Kraftwerken;
  • Vernetzung von Auen und Nebenflüssen;
  • Wiederherstellung von Laichgebieten.

Das Programm «Rhein 2040» sieht vor, die ökologische Durchgängigkeit vom Bodensee bis zur Nordsee sowie in wichtigen Nebenflüssen zu verbessern.[25]

Fischfauna

Im Rhein leben zahlreiche Fischarten. Dazu gehören unter anderem:

  • Aal;
  • Äsche;
  • Barbe;
  • Brachsme;
  • Flussbarsch;
  • Hecht;
  • Nase;
  • Rotauge;
  • Zander;
  • Lachs;
  • Meerforelle;
  • Maifisch.

Der Atlantische Lachs war früher im gesamten Rheinsystem verbreitet. Verschmutzung, Gewässerausbau und unüberwindbare Staustufen führten im 20. Jahrhundert zum Zusammenbruch der Bestände.

Seit den 1980er-Jahren werden Lachse wieder angesiedelt. Verbesserte Wasserqualität, Fischtreppen und die Wiederherstellung von Laichgebieten ermöglichten eine teilweise Rückkehr.

Eine vollständige Durchgängigkeit bis in die historischen Laichgebiete der Schweiz ist noch nicht erreicht. Besonders am Oberrhein bestehen weiterhin Hindernisse.

Neben einheimischen Arten leben im Rhein auch eingeschleppte Tierarten. Viele gelangten über Schiffe, Kanäle oder Aquarien in das Flusssystem.

Geschichte

Antike

Der Rhein spielte bereits in vorgeschichtlicher Zeit eine wichtige Rolle als Verkehrsweg, Siedlungsraum und natürliche Grenze.

Während der römischen Zeit bildete er auf langen Abschnitten die Grenze des Römischen Reiches. Am linken beziehungsweise südlichen Ufer entstanden Militärlager, Städte, Strassen und Häfen.

Zu den bedeutenden römischen Orten gehörten:

Brücken und Fähren verbanden die beiden Ufer. Der Fluss diente dem Transport von Soldaten, Lebensmitteln, Baustoffen und Handelswaren.

Mittelalter

Im Mittelalter entwickelte sich der Rhein zu einer der wichtigsten Handelsachsen Europas.

Städte wie Basel, Strassburg, Speyer, Worms, Mainz, Koblenz und Köln erlangten durch Handel, kirchliche Institutionen und politische Funktionen grosse Bedeutung.

Burgen sicherten Verkehrswege und ermöglichten die Erhebung von Zöllen. Besonders dicht war das Netz von Burgen am Mittelrhein.

Die Schifffahrt wurde durch Stromschnellen, Untiefen, Eis, Hochwasser und wechselnde Zollrechte erschwert. Waren mussten an einzelnen Stellen umgeladen oder über Land transportiert werden.

Frühe Neuzeit

Mit dem Wachstum von Handel und Städten nahm die wirtschaftliche Bedeutung des Rheins weiter zu.

Die politische Zersplitterung führte jedoch zu zahlreichen Zöllen und unterschiedlichen Vorschriften. Die Forderung nach freier Schifffahrt wurde deshalb immer wichtiger.

Der Rhein wurde zugleich zu einer umkämpften Grenze zwischen Staaten und Herrschaftsgebieten. Festungen und Brückenköpfe entstanden an strategischen Stellen.

19. Jahrhundert

Der Wiener Kongress von 1815 legte Grundlagen für eine internationale Regelung der Rheinschifffahrt.

1831 wurde die Mainzer Akte beschlossen. Die Mannheimer Akte von 1868 bestätigte und erweiterte die Freiheit der Schifffahrt.

Im 19. Jahrhundert wurde der Rhein stark ausgebaut. Begradigungen, Dämme, Häfen und Fahrrinnen ermöglichten den Einsatz grösserer Schiffe.

Die Industrialisierung führte zur Entstehung grosser Produktions- und Hafenregionen. Besonders bedeutend wurden Mannheim, Ludwigshafen, Köln, Düsseldorf, Duisburg und das Ruhrgebiet.

20. Jahrhundert

Im 20. Jahrhundert wurde der Rhein zu einer zentralen Wirtschaftsachse Europas.

Die beiden Weltkriege verursachten schwere Schäden an Brücken, Häfen, Städten und Industrieanlagen. Nach 1945 spielte der Rhein eine wichtige Rolle beim wirtschaftlichen Wiederaufbau und bei der europäischen Zusammenarbeit.

Gleichzeitig verschlechterte sich die Wasserqualität durch Industrie- und Siedlungsabwässer stark. Internationale Umweltschutzprogramme führten später zu einer deutlichen Verbesserung.

Internationale Zusammenarbeit

Da der Rhein mehrere Staaten verbindet, können Hochwasser, Verschmutzungen und ökologische Probleme nicht allein national gelöst werden.

Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins wurde 1950 gegründet. Ihre Mitglieder und Partner koordinieren Massnahmen für:

  • Wasserqualität;
  • Ökologie;
  • Hochwasserschutz;
  • Niedrigwassermanagement;
  • Klimaanpassung;
  • Warn- und Alarmpläne;
  • internationale Bewirtschaftungspläne.

Die Internationale Kommission für die Hydrologie des Rheingebietes erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen zu Wasserführung, Schnee- und Gletscherschmelze, Hochwasser und Niedrigwasser.

Die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt regelt Fragen der Schifffahrt, Sicherheit, technischen Standards und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Kultur und Mythologie

Der Rhein besitzt eine aussergewöhnlich grosse kulturelle Bedeutung.

Er inspirierte Gedichte, Lieder, Gemälde, Opern, Reiseberichte und politische Symbole. Besonders im 19. Jahrhundert wurde die Landschaft des Mittelrheins zum Zentrum der Rheinromantik.

Zu den bekanntesten Motiven gehören:

  • die Loreley;
  • das Nibelungenlied;
  • Burgen und Ritter;
  • Weinberge;
  • Schiffer und Flösser;
  • versunkene Schätze;
  • der sagenhafte Rheingold-Schatz.

Heinrich Heines Gedicht über die Loreley gehört zu den bekanntesten deutschsprachigen Gedichten. Richard Wagner verarbeitete den Rhein und das Rheingold in seinem Opernzyklus Der Ring des Nibelungen.

Der Fluss wurde auch politisch instrumentalisiert. Besonders im 19. und frühen 20. Jahrhundert galt er sowohl als verbindende europäische Verkehrsachse als auch als nationale Grenze.

Weinbau

An zahlreichen sonnigen Hängen des Rheins und seiner Nebenflüsse wird Wein angebaut.

Bedeutende Weinbaugebiete sind:

  • das Bündner Rheintal;
  • das St. Galler Rheintal;
  • das Zürcher Weinland;
  • das Gebiet um Schaffhausen;
  • das Markgräflerland;
  • der Kaiserstuhl;
  • das Elsass;
  • Rheinhessen;
  • der Rheingau;
  • der Mittelrhein;
  • die Moselregion.

Die Reben profitieren von sonnigen Hanglagen, wärmespeichernden Böden und dem ausgeglichenen Mikroklima der Flusstäler.

Am Mittelrhein prägen steile Terrassenweinberge die Kulturlandschaft. Ihre Bewirtschaftung ist arbeitsintensiv und teilweise nur von Hand möglich.

Tourismus und Freizeit

Der Rhein ist ein bedeutendes Ziel für Natur-, Kultur- und Aktivtourismus.

Zu den bekannten Sehenswürdigkeiten gehören:

  • der Tomasee;
  • die Rheinschlucht;
  • das Alpenrheintal;
  • der Bodensee;
  • Stein am Rhein;
  • der Rheinfall;
  • Schaffhausen;
  • die Klosterinsel Rheinau;
  • Basel;
  • Strassburg;
  • der Kaiserstuhl;
  • Speyer;
  • Mainz;
  • das Obere Mittelrheintal;
  • die Loreley;
  • Köln;
  • das niederländische Delta.

Entlang des Flusses bestehen zahlreiche Wander- und Velorouten. Die Schweizer Rhein-Route führt vom Quellgebiet in Graubünden über den Bodensee und den Hochrhein bis Basel.

Sie ist Teil der internationalen EuroVelo-Route 15, die den Rhein von der Schweiz bis zur Nordsee begleitet.[26]

Auf dem Bodensee, Hochrhein, Oberrhein, Mittelrhein und Niederrhein verkehren Ausflugs- und Kursschiffe.

Baden im Rhein ist an verschiedenen Orten möglich, unterliegt jedoch wegen Strömung, Schiffsverkehr, Wehren und Wasserständen erheblichen Gefahren. Besonders bekannt ist das Rheinschwimmen in Basel.

Siehe auch

Literatur

  • Internationale Kommission zum Schutz des Rheins: Rhein für alle. Koblenz.
  • Internationale Kommission zum Schutz des Rheins: Der Rhein und sein Einzugsgebiet. Koblenz.
  • Internationale Kommission für die Hydrologie des Rheingebietes: Das Rheingebiet – Hydrologische Monographie.
  • Zentralkommission für die Rheinschifffahrt: Publikationen zur Geschichte und Gegenwart der Rheinschifffahrt.
  • Horst Johannes Tümmers: Der Rhein. Ein europäischer Fluss und seine Geschichte. C. H. Beck, München.
  • Manfred Bockemühl: Rheinromantik. Köln.

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Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Broschüren: Rhein für alle, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  2. 2,0 2,1 Trinkwasser, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  3. Teileinzugsgebiete, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  4. Rheinquelle, Graubünden Ferien, abgerufen am 21. Juli 2026.
  5. Die Quelle des Hinterrheins, Graubünden Ferien, abgerufen am 21. Juli 2026.
  6. Alpenrhein und Bodensee, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  7. Hochrhein, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  8. Hochrhein, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  9. Mittelrhein, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  10. Upper Middle Rhine Valley, UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 21. Juli 2026.
  11. Niederrhein, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  12. Deltarhein, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  13. Rhein-Maas-Mündungsbereich, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  14. Abfluss, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  15. Sedimente, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  16. Rechtsgrundlagen der Rheinschifffahrt, Zentralkommission für die Rheinschifffahrt, abgerufen am 21. Juli 2026.
  17. Revidierte Rheinschifffahrtsakte vom 17. Oktober 1868, Zentralkommission für die Rheinschifffahrt, abgerufen am 21. Juli 2026.
  18. Organisation, Zentralkommission für die Rheinschifffahrt, abgerufen am 21. Juli 2026.
  19. Minderung der Hochwasserrisiken, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  20. Klimawandelbedingte Abflussszenarien für das Rheineinzugsgebiet, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  21. Abwasser, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  22. Mikroverunreinigungen, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  23. Der Wendepunkt: der Sandoz-Unfall, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  24. Rhein-Alarmmodell, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  25. Massnahmen für den Naturschutz, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins, abgerufen am 21. Juli 2026.
  26. Rhein-Route, SchweizMobil, abgerufen am 21. Juli 2026.