S9 (S-Bahn Zürich)
| System | S-Bahn Zürich |
|---|---|
| Liniennummer | S9 |
| Betreiber | Schweizerische Bundesbahnen |
| Linienweg | Schaffhausen beziehungsweise Rafz – Zürich Hauptbahnhof – Uster |
| Länder | Schweiz, Deutschland |
| Kantone | Schaffhausen, Zürich |
| Deutscher Landkreis | Landkreis Waldshut |
| Inbetriebnahme | 27. Mai 1990 |
| Heutiger Linienweg seit | 13. Dezember 2015 |
| Grundtakt | 30 Minuten Rafz–Uster 60 Minuten Schaffhausen–Rafz |
| Anzahl Stationen | 23 |
| Spurweite | 1435 mm |
| Stromsystem | 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom |
| Rollmaterial | überwiegend modernisierte Doppelstock-Pendelzüge |
Die S9 ist eine Linie der S-Bahn Zürich. Sie verbindet Schaffhausen und das Zürcher Unterland über Bülach, Zürich Oerlikon, den Zürcher Hauptbahnhof und Zürich Stadelhofen mit Dübendorf, Schwerzenbach, Greifensee und Uster.
Zwischen Rafz und Uster verkehren die Züge im Fahrplanjahr 2026 grundsätzlich im Halbstundentakt. Jeder zweite Zug beginnt oder endet in Rafz, während die übrigen Verbindungen über die beiden deutschen Bahnhöfe Lottstetten und Jestetten bis Schaffhausen geführt werden. Dadurch besteht auf dem nördlichsten Abschnitt im Grundangebot ein Stundentakt.[1]
Die S9 gehört zu den grenzüberschreitenden Linien der Zürcher S-Bahn. Zwischen Neuhausen am Rheinfall und Rafz verläuft die Strecke zweimal über die schweizerisch-deutsche Staatsgrenze. Der deutsche Abschnitt gehört zur von den Schweizerischen Bundesbahnen betriebenen Bahnstrecke und erschliesst die Gemeinden Jestetten und Lottstetten im baden-württembergischen Landkreis Waldshut.
Linienführung
Schaffhausen–Rafz
Der nördliche Ausgangspunkt ist der Bahnhof Schaffhausen. Die S9 verlässt den Bahnhof in westlicher Richtung und bedient zunächst Neuhausen sowie die nahe dem Rheinfall gelegene Station Neuhausen Rheinfall.
Anschliessend führt die Bahnstrecke über die deutsche Grenze. Im deutschen Gemeindegebiet halten die Züge in Jestetten und Lottstetten. Danach kehrt die Strecke bei Rafz in die Schweiz zurück.
Dieser besondere Verlauf entstand, weil die kürzeste Eisenbahnverbindung zwischen dem Zürcher Unterland und Schaffhausen durch deutsches Staatsgebiet führt. Die Bahnstrecke und die beiden deutschen Stationen werden von den SBB betrieben.
Zwischen Schaffhausen und Rafz verkehrt die S9 grundsätzlich stündlich. Auf diesem Abschnitt wird sie durch weitere regionale und überregionale Verbindungen ergänzt.
Rafz–Bülach
Ab Rafz führt die Linie über Hüntwangen-Wil, Eglisau und Glattfelden nach Bülach. Die Strecke überquert zwischen Eglisau und Hüntwangen-Wil den Rhein auf der Eisenbahnbrücke Eglisau.
Der Bahnhof Bülach ist der wichtigste Eisenbahnknoten des Zürcher Unterlands. Dort bestehen Anschlüsse in Richtung Winterthur, Zürich Flughafen, Waldshut, Embrach und Bad Zurzach.
Zwischen Rafz und Bülach ergänzt die S9 weitere Regionalverkehrslinien. Der Halbstundentakt der S9 schafft insbesondere für Rafz, Hüntwangen-Wil, Eglisau und Glattfelden regelmässige Direktverbindungen nach Zürich und Uster.
Bülach–Zürich
Von Bülach verkehrt die S9 über Niederglatt, Oberglatt, Rümlang und Glattbrugg nach Zürich Oerlikon. Sie folgt damit weitgehend der historischen Strecke der Bülach-Regensberg-Bahn.
In Oberglatt zweigt die Wehntalbahn nach Dielsdorf und Niederweningen ab. In Glattbrugg bestehen Anschlüsse an die Glattalbahn sowie an Buslinien zum Flughafen und in die umliegenden Gemeinden.
Nach Zürich Oerlikon führt die S9 über die Käferberglinie zum Bahnhof Zürich Hardbrücke. Anschliessend erreicht sie den unterirdischen Bahnhof Museumstrasse des Zürcher Hauptbahnhofs.
Die Verbindung über Oerlikon und Hardbrücke erschliesst wichtige Arbeits-, Wohn- und Umsteigegebiete im Norden und Westen der Stadt Zürich. Am Bahnhof Hardbrücke bestehen Anschlüsse an zahlreiche S-Bahn-, Tram- und Buslinien.
Zürich–Uster
Vom Hauptbahnhof verkehrt die S9 durch den Hirschengrabentunnel nach Zürich Stadelhofen. Anschliessend führt sie durch den Zürichbergtunnel zum Bahnhof Stettbach.
Ab Stettbach bedient die Linie sämtliche Stationen bis Uster:
- Dübendorf;
- Schwerzenbach ZH;
- Nänikon-Greifensee;
- Uster.
Der Abschnitt gehört zu den am stärksten genutzten S-Bahn-Korridoren im Zürcher Oberland. Die S9 wird dort von weiteren Linien ergänzt, wodurch mehrere Verbindungen pro Stunde nach Zürich bestehen.
Der Bahnhof Uster ist der südöstliche Endpunkt der S9. Dort bestehen Anschlüsse an die S5, S14 und S15 sowie an zahlreiche regionale Buslinien.
Stationen
| Nr. | Bahnhof | Gemeinde | Kanton beziehungsweise Land | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Schaffhausen | Schaffhausen | Kanton Schaffhausen | nördlicher Endpunkt eines Teils der Züge; Fernverkehrsknoten |
| 2 | Neuhausen | Neuhausen am Rheinfall | Kanton Schaffhausen | Anschluss an regionale Buslinien |
| 3 | Neuhausen Rheinfall | Neuhausen am Rheinfall | Kanton Schaffhausen | Zugang zum Rheinfall |
| 4 | Jestetten | Jestetten | Deutschland | deutscher Streckenabschnitt |
| 5 | Lottstetten | Lottstetten | Deutschland | deutscher Streckenabschnitt |
| 6 | Rafz | Rafz | Kanton Zürich | nördlicher Endpunkt der halbstündlichen Verstärkerzüge |
| 7 | Hüntwangen-Wil | Hüntwangen und Wil ZH | Kanton Zürich | gemeinsame Station zweier Gemeinden |
| 8 | Eglisau | Eglisau | Kanton Zürich | regionaler Busknoten |
| 9 | Glattfelden | Glattfelden | Kanton Zürich | Anschluss an Buslinien |
| 10 | Bülach | Bülach | Kanton Zürich | bedeutender Bahnknoten des Zürcher Unterlands |
| 11 | Niederglatt ZH | Niederglatt ZH | Kanton Zürich | Anschluss an Regionalbusse |
| 12 | Oberglatt ZH | Oberglatt ZH | Kanton Zürich | Abzweigung der Wehntalbahn |
| 13 | Rümlang | Rümlang | Kanton Zürich | Erschliessung des westlichen Glattals |
| 14 | Glattbrugg | Opfikon | Kanton Zürich | Anschluss an Glattalbahn und Bus |
| 15 | Zürich Oerlikon | Zürich | Kanton Zürich | wichtiger Stadt- und Fernverkehrsbahnhof |
| 16 | Zürich Hardbrücke | Zürich | Kanton Zürich | Umsteigeknoten zu S-Bahn, Tram und Bus |
| 17 | Zürich Hauptbahnhof | Zürich | Kanton Zürich | grösster Bahnknoten der Schweiz |
| 18 | Zürich Stadelhofen | Zürich | Kanton Zürich | zentraler S-Bahn-Knoten |
| 19 | Stettbach | Zürich und Dübendorf | Kanton Zürich | Anschluss an Tram und Bus |
| 20 | Dübendorf | Dübendorf | Kanton Zürich | regionaler Verkehrsknoten |
| 21 | Schwerzenbach ZH | Schwerzenbach ZH | Kanton Zürich | Busanschlüsse nach Volketswil und ins Glattal |
| 22 | Nänikon-Greifensee | Uster und Greifensee | Kanton Zürich | gemeinsame Station für Nänikon und Greifensee |
| 23 | Uster | Uster | Kanton Zürich | südöstlicher Endpunkt |
Betrieb
Takt
Das Grundangebot der S9 besteht aus einem Halbstundentakt zwischen Rafz und Uster. Jeder zweite Zug wird von Rafz über Lottstetten, Jestetten, Neuhausen Rheinfall und Neuhausen bis Schaffhausen verlängert.
Dadurch entstehen folgende Grundtakte:
- Schaffhausen–Rafz: 60 Minuten;
- Rafz–Uster: 30 Minuten.
Während der frühen Morgenstunden, am späten Abend und bei Bauarbeiten kann das Angebot vom regulären Takt abweichen. Einzelne Züge beginnen oder enden in Bülach, Zürich oder an anderen Unterwegsbahnhöfen.[1]
Die S9 hält grundsätzlich an allen im Linienfahrplan aufgeführten Stationen. Sie besitzt damit sowohl die Funktion einer durchgehenden S-Bahn-Linie als auch jene einer Regionalbahn für kleinere Gemeinden im Zürcher Unterland.
Durchmesserlinie
Die S9 ist eine Durchmesserlinie. Sie verbindet den Norden des Netzes mit dem Glattal und dem Zürcher Oberland, ohne im Zürcher Hauptbahnhof zu enden.
Im Hauptbahnhof nutzt die Linie den unterirdischen Bahnhof Museumstrasse. Die Züge fahren von Zürich Hardbrücke in die unterirdischen Gleise ein und verlassen den Bahnhof in Richtung Hirschengrabentunnel und Zürich Stadelhofen.
Diese Linienführung ermöglicht umsteigefreie Fahrten beispielsweise von Bülach, Oberglatt oder Oerlikon nach Dübendorf, Schwerzenbach und Uster.
Grenzüberschreitender Betrieb
Zwischen Neuhausen Rheinfall und Rafz durchquert die S9 deutsches Staatsgebiet. Die Stationen Jestetten und Lottstetten liegen in Baden-Württemberg, gehören infrastrukturell jedoch zur von den SBB betriebenen Verbindung zwischen Eglisau und Neuhausen.
Die Züge überqueren die Staatsgrenze zwischen der Schweiz und Deutschland zweimal. Der grenzüberschreitende Streckenabschnitt ist vollständig in den schweizerischen Fahrplan eingebunden.
Für Reisen zu oder ab den deutschen Bahnhöfen gelten je nach Verbindung nationale beziehungsweise grenzüberschreitende Tarifbestimmungen. Für reine Fahrten innerhalb des Zürcher Verkehrsverbunds gilt der ZVV-Zonentarif.
Nachtverkehr
In den Nächten von Freitag auf Samstag, von Samstag auf Sonntag sowie vor allgemeinen Feiertagen wird ein Teil des Tageslinienwegs durch die Nacht-S-Bahn SN9 bedient.
Die SN9 verkehrt zwischen Bülach und Uster über Niederglatt, Oberglatt, Rümlang, Glattbrugg, Zürich Oerlikon, Zürich Hardbrücke, Zürich Hauptbahnhof, Zürich Stadelhofen, Stettbach, Dübendorf, Schwerzenbach und Nänikon-Greifensee.[2]
Die SN9 ist betrieblich und fahrplanmässig eine eigenständige Nachtlinie. Sie fährt nicht regulär über Bülach hinaus nach Rafz oder Schaffhausen.
Geschichte
Einführung 1990
Die Linienbezeichnung S9 wurde mit der Eröffnung der Zürcher S-Bahn am 27. Mai 1990 eingeführt. Der damalige Linienweg unterschied sich grundlegend von der heutigen Verbindung.
Im Eröffnungsfahrplan verkehrte die S9 auf der Strecke:
- Uster – Stettbach – Zürich Stadelhofen – Zürich Hauptbahnhof – Zürich Altstetten – Affoltern am Albis – Zug.
Die Linie verband damit das Zürcher Oberland über die neue unterirdische S-Bahn-Stammstrecke und das Knonaueramt mit dem Kanton Zug.[3]
Die S9 gehörte von Beginn an zu den Linien, welche den neu gebauten Hirschengraben- und Zürichbergtunnel benutzten. Dadurch entstanden direkte Verbindungen zwischen Uster, dem Zürcher Stadtzentrum und dem Knonaueramt.
Ausbau im Knonaueramt
Die Nachfrage auf der Verbindung zwischen Zürich und Affoltern am Albis nahm nach der Eröffnung der S-Bahn deutlich zu. Die Strecke wurde ausgebaut und das Angebot schrittweise verdichtet.
Die S9 bildete zusammen mit weiteren Linien über viele Jahre das Grundangebot im Knonaueramt. Ihr südwestlicher Endpunkt war in der Regel Zug, während der östliche Linienast weiterhin nach Uster führte.
Mit dem Wachstum des Netzes wurden die einzelnen Linien zunehmend neu aufeinander abgestimmt. Die Eröffnung der Durchmesserlinie Altstetten–Zürich HB–Oerlikon und die vierte Teilergänzung der Zürcher S-Bahn ermöglichten ab 2015 eine umfassende Neuordnung.
Neuer Linienweg ab 2015
Am 13. Dezember 2015 wurde die zweite Etappe der vierten Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn in Betrieb genommen. Dabei tauschten mehrere Linien ihre westlichen beziehungsweise nördlichen Äste.
Die S5 übernahm ab Zürich Hauptbahnhof die frühere Strecke der S9 über Affoltern am Albis nach Zug. Die S9 übernahm im Gegenzug den zuvor von der S5 bedienten Linienast über Oerlikon, Oberglatt, Bülach und Rafz nach Schaffhausen.[4]
Der östliche Abschnitt zwischen Zürich und Uster blieb Bestandteil der S9. Dadurch entstand der heutige durchgehende Linienweg Schaffhausen beziehungsweise Rafz–Zürich–Uster.
Die Neuordnung verfolgte mehrere Ziele:
- bessere Direktverbindungen zwischen dem Zürcher Unterland und dem Glattal;
- eine übersichtlichere Verteilung der Linienäste;
- zusätzliche Kapazitäten im Raum Zürich;
- bessere Abstimmung mit den übrigen S-Bahn-Linien;
- Anpassung des Netzes an die Durchmesserlinie.
Die Nachtlinie SN9 wurde gleichzeitig an den neuen Tageslinienweg angepasst und verkehrt seither zwischen Bülach und Uster.
Infrastruktur
Die S9 benutzt mehrere historisch unabhängig voneinander entstandene Bahnstrecken:
- die Bahnstrecke Schaffhausen–Neuhausen–Eglisau;
- die Bahnstrecke Eglisau–Bülach;
- die frühere Strecke der Bülach-Regensberg-Bahn zwischen Bülach, Oberglatt und Oerlikon;
- die Käferberglinie zwischen Zürich Oerlikon und Zürich Hardbrücke;
- die S-Bahn-Stammstrecke durch Zürich Hauptbahnhof, Hirschengrabentunnel und Zürich Stadelhofen;
- den Zürichbergtunnel zwischen Stadelhofen und Stettbach;
- die Bahnstrecke Wallisellen–Uster zwischen Stettbach und Uster.
Die Linie verfügt nicht über eigene, ausschliesslich für die S9 reservierte Gleise. Sie teilt ihre Infrastruktur mit anderen S-Bahn-Linien, dem Fernverkehr und abschnittsweise dem Güterverkehr.
Zu den betrieblich besonders anspruchsvollen Abschnitten gehören die eingleisigen Strecken im Zürcher Unterland sowie der stark ausgelastete S-Bahn-Knoten Zürich Stadelhofen.
Rollmaterial
Auf der S9 werden überwiegend modernisierte Doppelstock-Pendelzüge der Zürcher S-Bahn eingesetzt. Eine solche Komposition besteht aus einer Lokomotive der Baureihe Re 450, Doppelstockwagen und einem Steuerwagen.
Die modernisierten Züge verfügen über einen Niederflur-Zwischenwagen. Dieser ermöglicht an entsprechend ausgebauten Perrons einen weitgehend stufenfreien Einstieg. Der geeignete Wagen ist auf dem Perron und am Fahrzeug gekennzeichnet.
Nach Angaben des ZVV verkehren auf allen regulären Kursen der S9 Fahrzeuge mit einem Niederflur-Zwischenwagen.[5]
Je nach Nachfrage können mehrere Einheiten zu längeren Zügen verbunden werden. Bei Fahrzeugengpässen oder betrieblichen Änderungen sind auch andere für die Zürcher S-Bahn geeignete Zugtypen möglich.
Tarif
Der grösste Teil des Linienwegs liegt im Gebiet des Zürcher Verkehrsverbunds. Innerhalb dieses Gebiets richtet sich der Fahrpreis nach der Zahl der durchfahrenen Tarifzonen.
Ein gültiges ZVV-Billett berechtigt innerhalb der gelösten Zonen auch zur Benutzung von Bussen, Trams, Schiffen und weiteren öffentlichen Verkehrsmitteln.
Für Fahrten nach Schaffhausen oder zu den deutschen Bahnhöfen Jestetten und Lottstetten können je nach Ausgangs- und Zielort Angebote des Tarifverbunds OSTWIND, nationale Billette oder grenzüberschreitende Fahrausweise gelten.
Das Generalabonnement wird auf dem schweizerischen Linienabschnitt anerkannt. Das Halbtax-Abonnement berechtigt zum Kauf ermässigter nationaler Fahrausweise.
Bedeutung
Die S9 verbindet mehrere bedeutende Wohn-, Wirtschafts- und Bildungsräume. Dazu gehören die Region Schaffhausen, das Zürcher Unterland, Zürich Nord, das Stadtzentrum, das Glattal und die Region Uster.
Für das Zürcher Unterland ist sie eine der wichtigsten Direktverbindungen nach Zürich. Orte wie Rafz, Eglisau, Glattfelden, Bülach, Niederglatt und Oberglatt erhalten ohne Umsteigen Zugang zu den Bahnhöfen Oerlikon, Hardbrücke, Hauptbahnhof und Stadelhofen.
Der südöstliche Linienast erschliesst Dübendorf, Schwerzenbach, Greifensee und Uster. Die Durchbindung durch Zürich ermöglicht direkte Fahrten zwischen diesen Gemeinden und dem Zürcher Unterland.
Auch für den grenzüberschreitenden Verkehr besitzt die S9 Bedeutung. Jestetten und Lottstetten sind über die Linie sowohl mit Schaffhausen als auch mit Zürich verbunden.
Durch ihre Länge und die gemeinsame Nutzung stark ausgelasteter Strecken ist die S9 anfällig für die Übertragung von Verspätungen. Störungen im Zürcher Unterland oder auf der Stammstrecke können sich auf den gesamten Linienweg auswirken.
Zukunft
Die S9 ist Teil der langfristigen Planungen für die Weiterentwicklung der Zürcher S-Bahn. Der ZVV und die SBB erarbeiten unter der Bezeichnung S-Bahn 2G ein neues Angebotskonzept, das die Kapazität des Netzes langfristig erhöhen soll.[6]
Zu den für die S9 und andere Durchmesserlinien bedeutenden Infrastrukturprojekten gehören insbesondere der Ausbau des Bahnhofs Zürich Stadelhofen und weitere Kapazitätssteigerungen im Raum Zürich.
Die genaue Linienführung und die Endpunkte der S9 nach Umsetzung der langfristigen Ausbauprojekte sind noch nicht abschliessend festgelegt.
Siehe auch
- S-Bahn Zürich
- Zürcher Verkehrsverbund
- S5 (S-Bahn Zürich)
- S14 (S-Bahn Zürich)
- S15 (S-Bahn Zürich)
- Bahnstrecke Eglisau–Neuhausen
- Bülach-Regensberg-Bahn
- Zürichbergtunnel
- Bahnhof Schaffhausen
- Bahnhof Bülach
- Bahnhof Uster
Literatur
- Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz und Bahnprofil Schweiz CH+. AS Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-909111-74-9.
- Schweers + Wall: Eisenbahnatlas Schweiz. Schweers + Wall, Köln 2012, ISBN 978-3-89494-130-7.
- Zürcher Verkehrsverbund: Kleine Geschichte der Zürcher S-Bahn. Zürich.
- Kanton Zürich: Vierte Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn. Zürich.
Weblinks
- Linienfahrplan S9 beim Zürcher Verkehrsverbund
- Offizielle Website des Zürcher Verkehrsverbunds
- Offizielle Website der Schweizerischen Bundesbahnen
- Liniennetz- und Zonenpläne des ZVV
- Vierte Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Linienfahrplan S9, Zürcher Verkehrsverbund, gültig vom 14. Dezember 2025 bis 12. Dezember 2026, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Linienfahrplan SN9, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Zürcher S-Bahn, Fahrplan 1990/1991, SMA und Partner, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Rahmenkredit des Zürcher Verkehrsverbunds für die Fahrplanperiode 2016/2017, Kanton Zürich, S. 3–4, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Hindernisfreiheit der S-Bahn-Linien, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Projekt S-Bahn 2G, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 4. August 2026.
Wikimedia Commons: Medien zu S9 der Zürcher S-Bahn