Glattfelden
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Glattfelden |
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Gemeindedaten |
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Staat |
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Kanton |
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Bezirk |
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BFS-Nummer |
0058 |
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Postleitzahl |
8192 |
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Koordinaten |
47.55861° N, 8.50139° E |
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Höhe |
387 m ü. M. |
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Fläche |
12.30 km² |
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Einwohner |
5'548 |
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Website |
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Glattfelden ist eine politische Gemeinde im Bezirk Bülach des Kantons Zürich in der Schweiz. Sie liegt im Zürcher Unterland am Unterlauf der Glatt, die bei Rheinsfelden in den Rhein mündet. Zur Gemeinde gehören neben dem Dorf Glattfelden die Siedlungen Zweidlen, Schachen, Aarüti und Rheinsfelden sowie die Exklave Neuhus am Rhein.
Die Gemeinde besitzt ein ausgedehntes und abwechslungsreiches Gebiet mit Flusslandschaften, bewaldeten Hügeln, Landwirtschaftsflächen und historischen Industrieanlagen. Glattfelden entwickelte sich von einem landwirtschaftlich geprägten Dorf zu einer Industrie- und später zu einer Wohn- und Pendlergemeinde. Bedeutend waren insbesondere die Textilindustrie, die Wasserkraft der Glatt und der Bau des Kraftwerks Eglisau-Glattfelden am Rhein.
Bekannt ist Glattfelden auch durch seine enge Verbindung zum Schriftsteller Gottfried Keller. Kellers Familie war in Glattfelden heimatberechtigt, und der Dichter verbrachte während seiner Jugend wiederholt Ferien bei Verwandten im Dorf. Das Gottfried-Keller-Zentrum und ein literarischer Wanderweg erinnern an diese Beziehung.
Geographie
Glattfelden liegt im nordwestlichen Teil des Kantons Zürich zwischen Bülach, Eglisau und der deutschen Grenze. Das Gemeindegebiet erstreckt sich beidseits der Glatt und umfasst einen Abschnitt des linken Rheinufers.
Die Gesamtfläche beträgt rund 1'230 Hektaren beziehungsweise 12,30 Quadratkilometer. Davon entfallen etwa 702 Hektaren auf Landwirtschafts-, Freihalte- und Erholungszonen, 358 Hektaren auf Wald, 130 Hektaren auf Bauzonen und rund 40 Hektaren auf Gewässer.[1]
Der höchste Punkt der Gemeinde liegt im Gebiet Altenhau auf rund 545 Metern über Meer. Der tiefste Punkt befindet sich beim Rhihof am Rhein auf etwa 340 Metern über Meer. Das Dorfzentrum liegt auf einer Geländeterrasse oberhalb der Glatt.
Glattfelden grenzt an die Zürcher Gemeinden Bülach, Hochfelden, Stadel, Weiach, Eglisau und Hüntwangen. Im Norden verläuft ein Teil der Gemeindegrenze entlang des Rheins, der zugleich die Staatsgrenze zwischen der Schweiz und Deutschland bildet. Auf der gegenüberliegenden Rheinseite liegt die deutsche Gemeinde Hohentengen am Hochrhein.
Glatt
Die Glatt entspringt dem Greifensee, durchquert das Glatttal und mündet nach einer Länge von rund 38,5 Kilometern bei Rheinsfelden in den Rhein.[2]
Auf dem Gemeindegebiet von Glattfelden weist der Fluss ein deutlich stärkeres Gefälle auf als in seinem Oberlauf. Er fliesst teilweise in einem tief eingeschnittenen Tal zwischen bewaldeten Hängen. Diese topografischen Verhältnisse ermöglichten die Nutzung der Wasserkraft für Mühlen, Spinnereien und andere Gewerbebetriebe.
Die Glatt durchfliesst das Gemeindegebiet auf einer Länge von rund 6,2 Kilometern. Ihr Unterlauf bildet mit Ufergehölzen, Kiesbänken und steilen Talhängen einen wichtigen Natur- und Erholungsraum.
Wiederkehrende Hochwasser führten seit dem 19. Jahrhundert zu Verbauungen und Korrektionsmassnahmen. In jüngerer Zeit werden einzelne Flussabschnitte ökologisch aufgewertet, um den Hochwasserschutz mit der Verbesserung der Lebensräume zu verbinden.
Rhein
Der Rhein berührt Glattfelden in zwei voneinander getrennten Gebieten. Bei Rheinsfelden besitzt die Gemeinde einen längeren Uferabschnitt rund um die Mündung der Glatt und das Kraftwerk Eglisau-Glattfelden.
Ein weiterer Rheinabschnitt gehört zur Exklave Neuhus. Insgesamt verlaufen rund drei Kilometer des Rheins entlang des Gemeindegebiets.
Der Fluss wurde über Jahrhunderte für Fischerei, Transport und Energiegewinnung genutzt. Durch den Bau des Kraftwerks Eglisau-Glattfelden wurde der Rhein zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgestaut. Dadurch veränderten sich die Uferlandschaft und die Strömungsverhältnisse erheblich.
Exklave Neuhus
Zum Gemeindegebiet gehört die Exklave Neuhus in der Rheinaue. Sie ist vom übrigen Gemeindegebiet abgetrennt und wird von den Gemeinden Hüntwangen, Eglisau und deutschem Staatsgebiet beziehungsweise vom Rhein umgeben.
Die Exklave umfasst einen Einzelhof, Landwirtschaftsflächen und Rheinauen. Ihr Grenzverlauf misst rund 2,9 Kilometer.
Durch Neuhus besitzt Glattfelden eine gemeinsame Grenze mit Hüntwangen, obwohl die Hauptgebiete der beiden Gemeinden nicht unmittelbar aneinandergrenzen.
Siedlungen
Das Hauptdorf Glattfelden liegt auf einer Terrasse über dem Glatttal. Der historische Dorfkern ist durch enge Strassen, Brunnen, Fachwerkhäuser und ehemalige Bauern- und Handwerkerhäuser geprägt.
Zweidlen liegt südwestlich des Hauptdorfes und entwickelte sich im Zusammenhang mit Landwirtschaft, Industrie und Eisenbahn. Der Ortsteil besitzt eine eigene Bahnstation und mehrere Gewerbe- und Wohngebiete.
Schachen liegt im Tal der Glatt unterhalb des Dorfes. Die Siedlung war historisch ein Standort von Mühlen und Industriebetrieben, welche die Wasserkraft des Flusses nutzten.
Aarüti befindet sich im südlichen Teil der Gemeinde und besteht aus Wohnbauten, Landwirtschaftsflächen und Einzelhöfen.
Rheinsfelden liegt an der Mündung der Glatt in den Rhein. Der Ortsteil ist vor allem durch das Kraftwerk Eglisau-Glattfelden und die dazugehörenden Anlagen geprägt.
Geschichte
Ur- und Frühgeschichte
Das Gebiet um Glattfelden war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Archäologische Funde aus dem Zürcher Unterland und dem Rheingebiet weisen auf menschliche Aktivitäten während der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und der Eisenzeit hin.
Die Flüsse Glatt und Rhein boten Wasser, Nahrung und natürliche Verkehrswege. Die erhöhten Geländeterrassen waren zugleich vor häufigen Überschwemmungen geschützt und eigneten sich für dauerhafte Siedlungen.
Während der römischen Zeit gehörte das Gebiet zum Hinterland der römischen Siedlungen am Hochrhein. In der weiteren Umgebung verliefen Strassen, die das schweizerische Mittelland mit den Kastellen und Städten am Rhein verbanden.
Nach dem Rückzug der Römer siedelten sich alemannische Bevölkerungsgruppen an. Aus frühmittelalterlichen Höfen und kleinen Siedlungen entwickelte sich das spätere Dorf.
Ortsname und erste Erwähnung
Glattfelden wurde 1120 unter der Bezeichnung «Glatevelden» erstmals urkundlich erwähnt.[3]
Der Ortsname setzt sich aus dem Flussnamen Glatt und dem Wort «Feld» zusammen. Er bezeichnete vermutlich eine offene oder landwirtschaftlich genutzte Fläche an der Glatt.
Die historische Schreibweise veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte. Formen wie Glatvelden, Glatfelden und Glattfelden sind in Urkunden und späteren Quellen belegt.
Mittelalter
Im Mittelalter besassen verschiedene geistliche und weltliche Grundherren Güter und Rechte in Glattfelden. Dazu gehörten Klöster, Adelsfamilien und regionale Herrschaftsträger.
Die hohe und niedere Gerichtsbarkeit war zeitweise auf unterschiedliche Herren verteilt. Eine wichtige Rolle spielten die Freiherren von Tengen und später die Stadt Zürich.
Glattfelden gelangte schrittweise unter den politischen Einfluss Zürichs. Das Dorf wurde der Landvogtei Eglisau zugeteilt und blieb bis zum Ende der Alten Eidgenossenschaft Teil des zürcherischen Untertanengebiets.
Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von Ackerbau, Viehzucht, Weinbau, Fischerei und Waldnutzung. Die Glatt trieb Mühlen und andere mechanische Einrichtungen an.
Der alte Dorfkern entstand entlang mehrerer Strassen und Wege, die sich bei der Kirche und den öffentlichen Brunnen trafen. Viele Häuser wurden als kombinierte Wohn- und Wirtschaftsbauten errichtet.
Kirche und Pfarrei
Eine Kirche in Glattfelden bestand bereits im Mittelalter. Der erhaltene Bau besitzt spätgotische Elemente und stammt in seinen ältesten Teilen wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert.
Die Kirche steht auf einer erhöhten, durch eine Stützmauer gesicherten Terrasse im Dorfzentrum. Sie wurde 1701 umfassend erneuert und in späteren Jahrhunderten mehrfach restauriert.[4]
Mit der Reformation im Kanton Zürich wurde die Pfarrei in den 1520er Jahren reformiert. Die Kirche verlor ihre katholische Ausstattung und wurde für den reformierten Gottesdienst eingerichtet.
Zu den bekannten Pfarrern von Glattfelden gehörte der Lexikograf Josua Maaler. Er wirkte im 16. Jahrhundert im Ort und verfasste das 1561 veröffentlichte Werk «Die Teütsch Spraach», eines der frühesten umfangreichen Wörterbücher, das sich auf die deutsche Sprache konzentrierte.
Frühe Neuzeit
Während der frühen Neuzeit wuchs die Bevölkerung nur langsam. Landwirtschaft und Weinbau blieben die wichtigsten Erwerbszweige.
Die gemeinschaftliche Nutzung von Wald, Weiden und Allmenden wurde durch lokale Ordnungen geregelt. Die Dorfgemeinschaft organisierte den Unterhalt der Wege, Brunnen und Flussverbauungen.
Die Wasserkraft der Glatt wurde zunehmend für Mühlen, Sägen und weitere Gewerbebetriebe eingesetzt. Im Schachen entstanden Anlagen, die später die Entwicklung der Textilindustrie begünstigten.
Im 17. und 18. Jahrhundert verbreitete sich die textile Heimarbeit. Viele Familien spannen Garn oder webten Stoffe für Kaufleute und Verleger aus Zürich und anderen Orten.
Helvetik und politische Gemeinde
Mit dem Einmarsch französischer Truppen und der Gründung der Helvetischen Republik im Jahr 1798 endete die zürcherische Landvogteiherrschaft.
Glattfelden wurde zu einer modernen politischen Gemeinde. Die Verwaltungszugehörigkeit änderte sich während der Helvetik, der Mediation und der Restauration mehrfach. Seit der Neuordnung des Kantons gehört die Gemeinde zum Bezirk Bülach.
Die politischen Rechte der Landbevölkerung wurden im 19. Jahrhundert schrittweise ausgebaut. Gemeindeversammlung, Gemeinderat und weitere kommunale Behörden übernahmen die lokalen Verwaltungsaufgaben.
Industrialisierung
Die Industrialisierung veränderte Glattfelden im 19. Jahrhundert grundlegend. Die Glatt bot günstige Voraussetzungen für den Betrieb mechanischer Spinnereien und Webereien.
1854 und 1855 liess der Unternehmer Heinrich Ryffel eine Baumwollspinnerei errichten. Der Betrieb beschäftigte zeitweise rund 200 Personen und gehörte damit zu den bedeutenden Arbeitgebern der Region.[5]
Neben der Spinnerei bestanden Webereien, Färbereien, Mühlen und weitere Gewerbebetriebe. Die Industrialisierung brachte neue Arbeitsplätze, führte aber auch zu sozialen Veränderungen und zur Entstehung einer industriellen Arbeiterschaft.
Die Bevölkerung nahm zu, und im Schachen sowie in Zweidlen entstanden Arbeiterhäuser und weitere Wohnbauten. Landwirtschaft und Heimarbeit verloren gegenüber der Fabrikarbeit an Bedeutung.
Eisenbahn
Glattfelden erhielt im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bahnstrecken im Zürcher Unterland Anschluss an das Eisenbahnnetz.
Der Bahnhof Glattfelden liegt an der Strecke Bülach–Eglisau–Schaffhausen. Er befindet sich ausserhalb des Dorfzentrums auf dem Gebiet der Stadt Bülach, unmittelbar an der Gemeindegrenze.
Die Station Zweidlen liegt auf dem Gemeindegebiet an derselben Bahnstrecke. Sie erschliesst insbesondere Zweidlen, die südlichen Wohnquartiere und Gewerbegebiete.
Der Eisenbahnanschluss erleichterte den Transport industrieller Erzeugnisse und landwirtschaftlicher Güter. Gleichzeitig förderte er den Pendelverkehr nach Bülach, Schaffhausen und Zürich.
Kraftwerk Eglisau-Glattfelden
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden Pläne zur Nutzung der Wasserkraft des Rheins zwischen Eglisau und Rheinsfelden. Die Konzession wurde vor dem Ersten Weltkrieg erteilt.
Das Kraftwerk Eglisau-Glattfelden wurde zwischen 1915 und 1920 errichtet. Es handelt sich um ein Laufwasserkraftwerk am Rhein unmittelbar an der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland.
Das Maschinenhaus befindet sich auf der Schweizer Seite bei Rheinsfelden. Teile der Stau- und Uferanlagen liegen auf deutschem Gebiet. Der Bau führte zu einem Rückstau des Rheins und erforderte umfangreiche Veränderungen an Strassen, Ufern und Gebäuden.
Die Anlage wurde von den Architekten Gebrüder Pfister gestaltet. Ihre monumentale Industriearchitektur verbindet technische Funktion mit einer repräsentativen Formensprache.
Das Kraftwerk nahm 1920 den Betrieb auf und erzeugt seither elektrische Energie. Es gehört heute zur Axpo und steht als bedeutendes Zeugnis der frühen Elektrizitätswirtschaft unter Denkmalschutz.
20. Jahrhundert
Im 20. Jahrhundert wandelte sich die Wirtschaftsstruktur. Die traditionelle Textilindustrie verlor zunehmend an Bedeutung. Betriebe wurden geschlossen, umgenutzt oder abgebrochen.
Neue Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen entstanden. Gleichzeitig entwickelte sich Glattfelden aufgrund seiner Bahnverbindungen und der Nähe zu Zürich zu einer Wohn- und Pendlergemeinde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden neue Wohnquartiere am Rand des historischen Dorfes und in Zweidlen. Die Bevölkerungszahl nahm besonders seit den 1960er Jahren deutlich zu.
Die Gemeinde baute Schulen, Sportanlagen, Strassen, Wasserversorgung und soziale Einrichtungen aus. Der historische Dorfkern blieb trotz der Neubautätigkeit in wesentlichen Teilen erhalten.
In ehemaligen Industriegebäuden entstanden zeitweise Film- und Fernsehstudios. Die Filmstudios Glattfelden gehörten während ihrer Betriebszeit zu den grössten Produktionsanlagen dieser Art in der Schweiz. Dort wurden unter anderem Teile der Fernsehserie «Lüthi und Blanc» produziert. Die Gebäude wurden später abgebrochen.
Gegenwart
Glattfelden ist heute eine wachsende Wohn- und Gewerbegemeinde. Ende 2025 lebten 5'548 Personen im Gemeindegebiet.[1]
Das Wachstum stellt die Gemeinde vor Herausforderungen bei der Schulraumplanung, der Verkehrsinfrastruktur, der Siedlungsentwicklung und dem Erhalt der Landschaft.
Gleichzeitig besitzt Glattfelden durch die Flüsse, Wälder, historischen Gebäude und das Gottfried-Keller-Zentrum ein eigenständiges kulturelles und landschaftliches Profil.
Bevölkerung
Glattfelden zählte am 31. Dezember 2025 insgesamt 5'548 Einwohnerinnen und Einwohner. Davon waren 4'061 Schweizer Staatsangehörige und 1'487 ausländische Staatsangehörige beziehungsweise Personen verschiedener ausländerrechtlicher Kategorien.[1]
Die Bevölkerungszahl entwickelte sich bis ins 19. Jahrhundert vergleichsweise langsam. Durch die Industrialisierung entstanden neue Arbeitsplätze, und die Einwohnerzahl stieg.
Nach einer Phase der Stagnation setzte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erneut ein starkes Wachstum ein. Neue Wohnquartiere entstanden insbesondere in Zweidlen und am Rand des Hauptdorfes.
Umgangssprache ist überwiegend Zürichdeutsch. Im amtlichen Schriftverkehr, in der Schule und in den meisten gedruckten Publikationen wird Schweizer Hochdeutsch verwendet.
Die Bevölkerung ist konfessionell, sprachlich und kulturell vielfältig. Neben Deutsch werden zahlreiche weitere Sprachen gesprochen.
Politik
Glattfelden ist als politische Gemeinde nach dem Gemeindegesetz des Kantons Zürich organisiert. Die Stimmberechtigten üben die kommunale Legislative an der Gemeindeversammlung aus.
Die Gemeindeversammlung entscheidet unter anderem über:
- Budget und Jahresrechnung;
- kommunale Verordnungen;
- grössere Kredite und Bauprojekte;
- Änderungen der Bau- und Zonenordnung;
- Erwerb und Verkauf bedeutender Grundstücke;
- interkommunale Verträge und Zweckverbände.
Die Exekutive ist der Gemeinderat. Er wird von den Stimmberechtigten gewählt und vom Gemeindepräsidenten oder von der Gemeindepräsidentin geleitet.
Glattfelden ist als Einheitsgemeinde organisiert. Politische Gemeinde und Schulgemeinde bilden damit eine gemeinsame Körperschaft. Die Schulpflege bleibt als eigenständige Behörde für die strategische Führung der Schule zuständig.
Weitere kommunale Organe sind unter anderem die Rechnungsprüfungskommission und verschiedene beratende Kommissionen.
Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der Dorfstrasse 74 im Hauptdorf.
Wappen
Das Wappen der Gemeinde zeigt in Silber einen schwarzen Adler mit roter Bewehrung.
Der Adler ist als historisches Zeichen Glattfeldens überliefert. Seine genaue Herkunft ist nicht abschliessend geklärt. Das Motiv könnte mit früheren Herrschaftsrechten oder lokalen Siegeln zusammenhängen.
Die heutige Gestaltung wurde im 20. Jahrhundert im Rahmen der Vereinheitlichung der Zürcher Gemeindewappen festgelegt.
Wirtschaft
Landwirtschaft
Die Landwirtschaft prägt weiterhin grosse Teile des Gemeindegebiets. Die fruchtbaren Böden werden für Ackerbau, Viehhaltung, Obstbau und weitere landwirtschaftliche Nutzungen verwendet.
Angebaut werden unter anderem Getreide, Mais, Raps, Kartoffeln und Zuckerrüben. Einzelne Betriebe produzieren Gemüse, Obst oder Spezialkulturen.
Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe nahm im 20. Jahrhundert ab. Die verbleibenden Höfe bewirtschaften grössere Flächen und arbeiten zunehmend mechanisiert.
Textilindustrie
Die Textilindustrie war während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts der wichtigste industrielle Wirtschaftszweig.
Spinnereien und Webereien nutzten die Wasserkraft der Glatt. Sie beschäftigten Arbeitskräfte aus Glattfelden und den umliegenden Gemeinden.
Der Niedergang der schweizerischen Textilindustrie führte zur Schliessung oder Umnutzung der Betriebe. Einige ehemalige Fabrikgebäude sind als Zeugnisse der Industriegeschichte erhalten geblieben.
Wasserkraft und Energie
Die Nutzung der Wasserkraft besitzt in Glattfelden eine lange Tradition. Zunächst trieb die Glatt Mühlen und mechanische Anlagen an.
Mit dem Kraftwerk Eglisau-Glattfelden wurde der Rhein zum wichtigsten Standort der Energieerzeugung. Das Kraftwerk produziert Strom für das überregionale Netz.
Neben seiner wirtschaftlichen Funktion besitzt es architektur- und technikgeschichtliche Bedeutung.
Gewerbe und Dienstleistungen
Heute bestehen in Glattfelden Unternehmen aus den Bereichen Bau, Handwerk, Transport, Handel, Gastronomie, Beratung, Gesundheit und persönliche Dienstleistungen.
Gewerbegebiete befinden sich insbesondere in Zweidlen, Schachen und entlang der wichtigsten Verkehrsachsen.
Ein grosser Teil der Erwerbstätigen pendelt nach Bülach, Zürich, Kloten, Schaffhausen oder in andere Gemeinden der Region. Gleichzeitig bieten lokale Betriebe und öffentliche Einrichtungen zahlreiche Arbeitsplätze.
Verkehr
Eisenbahn
Glattfelden wird durch die Bahnstrecke Bülach–Eglisau–Schaffhausen erschlossen.
Der Bahnhof Glattfelden liegt südöstlich des Dorfes ausserhalb des Gemeindegebiets auf Boden der Stadt Bülach. Trotz dieser Lage dient er hauptsächlich der Gemeinde Glattfelden.
Die Haltestelle Zweidlen befindet sich innerhalb der Gemeinde. Sie erschliesst den gleichnamigen Ortsteil und die angrenzenden Wohn- und Gewerbegebiete.
Beide Stationen werden von Linien der S-Bahn Zürich bedient. Es bestehen direkte Verbindungen nach Bülach, Zürich, Eglisau, Rafz und Schaffhausen.
Busverkehr
Regionale Buslinien verbinden das Dorfzentrum mit den Bahnhöfen, Zweidlen, Stadel, Bülach und weiteren Orten des Zürcher Unterlands.
Der öffentliche Verkehr ist in den Zürcher Verkehrsverbund integriert. Die Buslinien übernehmen insbesondere die Feinerschliessung der vom Bahnhof entfernten Quartiere.
Strassenverkehr
Die Hauptstrassen verbinden Glattfelden mit Bülach, Eglisau, Stadel, Weiach und Hochfelden.
Über Bülach bestehen Anschlüsse an die Autobahn A51 und an das weitere Nationalstrassennetz. In Richtung Eglisau und Rafz führen Strassen zum Rhein und zur deutschen Grenze.
Die historische Holzbrücke über die Glatt und weitere lokale Brücken verbinden die verschiedenen Ortsteile und Strassenzüge.
Der Durchgangsverkehr und das Bevölkerungswachstum führen teilweise zu Belastungen im Dorfzentrum. Verkehrsberuhigung, öffentlicher Verkehr und sichere Fuss- und Velowege sind deshalb wiederkehrende kommunalpolitische Themen.
Fuss- und Veloverkehr
Entlang der Glatt, des Rheins und durch die Wälder verlaufen Wander- und Velowege.
Der Gottfried-Keller-Dichterweg verbindet das Dorf mit Aussichtspunkten am Laubberg und führt weiter in Richtung Kaiserstuhl.
Die Flusslandschaften und bewaldeten Höhen eignen sich für Spaziergänge, Wanderungen und Naturbeobachtungen.
Bildung
Glattfelden verfügt über mehrere Kindergärten und Primarschulanlagen. Die Schule ist als Teil der Einheitsgemeinde organisiert.
Zu den Schulanlagen gehören unter anderem die Schulhäuser Hof und Eichhölzli. Aufgrund des Bevölkerungswachstums plant die Gemeinde Erweiterungen und zusätzliche Schulräume.
Die Sekundarschule wird regional organisiert. Jugendliche besuchen je nach Einteilung Schulen in Glattfelden oder benachbarten Gemeinden.
Weiterführende Schulen befinden sich insbesondere in Bülach, Zürich und Schaffhausen. Berufsfachschulen, Mittelschulen und Hochschulen sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Die Gemeindebibliothek stellt Bücher, Zeitschriften und digitale Medien bereit. Sie organisiert zudem Lesungen, Veranstaltungen und Angebote für Kinder und Jugendliche.
Religion
Reformierte Kirche
Die reformierte Kirche steht auf einer Terrasse im historischen Dorfkern. Sie besitzt spätgotische Bauteile und wurde 1701 umfassend erneuert.
Der schlichte Innenraum entspricht der reformierten Tradition. Kanzel, Empore, Orgel und weitere Ausstattungsstücke stammen aus verschiedenen Bau- und Renovationsphasen.
Die Kirche bildet gemeinsam mit dem Pfarrhaus, dem Gottfried-Keller-Zentrum und den umliegenden historischen Häusern ein bedeutendes Ortsbildensemble.
Die reformierte Kirchgemeinde organisiert Gottesdienste, Seelsorge, Kinder- und Jugendarbeit, Bildungsangebote und soziale Veranstaltungen.
Katholische Kirche
Mit der Industrialisierung und der Zuwanderung aus katholischen Regionen entstand im 19. und 20. Jahrhundert eine katholische Bevölkerungsgruppe.
Die katholische Kirche beziehungsweise das kirchliche Zentrum dient der Pfarrei Glattfelden–Eglisau–Rafz. Neben Gottesdiensten bestehen Räume für Begegnung, Unterricht und gesellschaftliche Anlässe.
Weitere Gemeinschaften
In Glattfelden leben Angehörige weiterer christlicher Gemeinschaften, anderer Religionen sowie konfessionslose Personen.
Gottfried Keller und Glattfelden
Gottfried Keller wurde 1819 in Zürich geboren. Sein Vater Rudolf Keller stammte aus Glattfelden, weshalb der Dichter in der Gemeinde heimatberechtigt war.
Keller verbrachte in seiner Jugend wiederholt Ferien im Haus seines Onkels, des Arztes Heinrich Scheuchzer. Die Landschaft des Zürcher Unterlands und die dörfliche Gesellschaft hinterliessen Spuren in seinem literarischen Werk.
In einer frühen Fassung des Romans «Der grüne Heinrich» beschrieb Keller die Landschaft von Glattfelden und seiner Umgebung. Auch weitere Motive seines Werks werden mit Erfahrungen im Dorf und im Zürcher Unterland in Verbindung gebracht.
Gottfried-Keller-Zentrum
Das Gottfried-Keller-Zentrum befindet sich im sogenannten Klingelehaus beziehungsweise Grauen Haus bei der reformierten Kirche.
Das Fachwerkhaus wurde zwischen 1522 und 1528 errichtet und gehört zu den ältesten erhaltenen Gebäuden des Dorfes. Es wurde sorgfältig restauriert und 1985 als Museum eröffnet.[6]
Die Ausstellung zeigt Dokumente, Fotografien, Bücher, Möbel, Erinnerungsgegenstände und weitere Objekte zu Leben und Werk des Dichters. Eine Lesestube ermöglicht die Auseinandersetzung mit seinen Texten.
Das Gebäude dient neben dem Museumsbetrieb auch als Kultur- und Begegnungszentrum.
Gottfried-Keller-Dichterweg
Der Gottfried-Keller-Dichterweg führt vom Dorf über den Laubberg und mehrere Aussichtspunkte in Richtung Kaiserstuhl.
Entlang des Weges befinden sich Tafeln mit Texten, Zitaten und Informationen zu Keller und seiner Beziehung zur Landschaft.
Zu den Stationen gehören das Paradisgärtli und die sogenannten Heidenhöhlen. Der Weg verbindet Literaturvermittlung mit Naturerlebnis und regionaler Geschichte.
Kultur und Gesellschaft
Das kulturelle Leben wird von Vereinen, Kirchgemeinden, Schulen, dem Gottfried-Keller-Zentrum und privaten Initiativen getragen.
Die Gemeinde verfügt über zahlreiche Sport-, Musik-, Natur-, Kultur- und Freizeitvereine. Sie organisieren Trainings, Konzerte, Ausstellungen, Feste und weitere Veranstaltungen.
Das «Dorfblatt 8192» informiert regelmässig über Gemeindepolitik, Vereine, Kultur und das gesellschaftliche Leben.
Traditionelle Anlässe sind unter anderem die Chilbi, Märkte, Konzerte, Vereinsfeste und saisonale Veranstaltungen.
Sehenswürdigkeiten
Historischer Dorfkern
Der historische Kern von Glattfelden besitzt zahlreiche gut erhaltene Häuser aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Dazu gehören Fachwerkhäuser, ehemalige Bauernhäuser, Flarzhäuser und Handwerkerbauten.
Die Bebauung gruppiert sich entlang gewundener Strassen und platzartiger Erweiterungen. Brunnen und kleine Gärten tragen zum ländlichen Erscheinungsbild bei.
Glattfelden ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung verzeichnet.
Reformierte Kirche
Die reformierte Kirche ist das wichtigste historische Sakralgebäude der Gemeinde. Ihre erhöhte Lage und der ummauerte Kirchhof prägen das Ortsbild.
Die spätgotische Bausubstanz und die Erneuerung von 1701 dokumentieren mehrere Epochen der lokalen Kirchen- und Baugeschichte.
Gottfried-Keller-Zentrum
Das Gottfried-Keller-Zentrum verbindet ein historisches Fachwerkhaus mit einer literarischen Ausstellung. Es gehört zu den wichtigsten kulturellen Einrichtungen der Gemeinde.
Alte Mühle
Die Alte Mühle stammt aus dem 17. Jahrhundert und erinnert an die frühere Nutzung der Wasserkraft.
Mühlen waren für die Verarbeitung von Getreide und die Versorgung der Bevölkerung von zentraler Bedeutung. Später wurden einzelne Anlagen gewerblich oder industriell genutzt.
Ehemalige Spinnerei
Die Gebäude der ehemaligen Baumwollspinnerei im Glatttal sind bedeutende Zeugnisse der Industrialisierung.
Die Anlage dokumentiert den Übergang von der landwirtschaftlichen und heimindustriellen Wirtschaft zur mechanisierten Fabrikproduktion.
Kraftwerk Eglisau-Glattfelden
Das Kraftwerk bei Rheinsfelden ist ein herausragendes Bauwerk der schweizerischen Industriearchitektur.
Das Maschinenhaus und die technischen Anlagen bilden ein grenzüberschreitendes Ensemble am Rhein. Die Anlage kann von Wanderwegen und Aussichtspunkten aus betrachtet werden.
Gottfried-Keller-Brunnen
Der Gottfried-Keller-Brunnen erinnert an den Dichter und seine Verbindung mit Glattfelden.
Brunnen besitzen im historischen Dorfkern nicht nur eine gestalterische, sondern auch eine frühere praktische Bedeutung für die Wasserversorgung und als Treffpunkte der Bevölkerung.
Natur und Freizeit
Die Flusslandschaften an Glatt und Rhein sowie die Wälder und Hügel bieten zahlreiche Möglichkeiten für Erholung und Sport.
Wanderwege führen entlang der Glatt, über den Laubberg, nach Kaiserstuhl und in Richtung Eglisau. Weitere Wege erschliessen die Wälder und Landwirtschaftsgebiete.
An der Glatt und am Rhein bestehen Lebensräume für Fische, Wasservögel, Biber und weitere Tierarten.
Die Gemeinde verfügt über Sportplätze, Turnhallen, Spielplätze und weitere Freizeitanlagen. Vereine bieten Fussball, Turnen, Schiessen, Musik und zahlreiche andere Aktivitäten an.
Das Baden in den Flüssen ist wegen Strömungen, Kraftwerksanlagen und wechselnder Wasserstände nur an geeigneten und freigegebenen Stellen sicher.
Persönlichkeiten
In Glattfelden geboren
- Johann Kaspar Hagenbuch (1700–1763), Theologe, Altertumsforscher und Hochschullehrer
- Johann Caspar Huber (1752–1827), Landschafts- und Marinemaler
- Hartmann Keller (1772–1840), Politiker
- Friedrich Scheuchzer (1828–1895), Arzt, Journalist und Politiker
- Paul Böhringer (1852–1929), reformierter Theologe
- Jakob Walder (1854–1915), Beamter und Politiker
- Samuel R. Külling (1924–2003), reformierter Theologe und Hochschullehrer
Mit Glattfelden verbunden
- Josua Maaler (1529–1599), Pfarrer und Lexikograf; wirkte und starb in Glattfelden
- Gottfried Keller (1819–1890), Schriftsteller, Maler und Staatsschreiber; heimatberechtigt in Glattfelden und durch Familienaufenthalte eng mit dem Ort verbunden
- Heinrich Ryffel (1804–1880), Unternehmer und Politiker; errichtete eine Baumwollspinnerei in Glattfelden
- Johann Heinrich Schinz (1761–1825), Arzt und Naturforscher; starb in Glattfelden
Siehe auch
- Bezirk Bülach
- Liste der Gemeinden im Kanton Zürich
- Glatt
- Rhein
- Zweidlen
- Kraftwerk Eglisau-Glattfelden
- Gottfried Keller
- Gottfried-Keller-Zentrum
- Zürcher Unterland
Literatur
- Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Basel 1943.
- Arnold Näf: Geschichte der Kirchgemeinde Glattfelden. Bülach 1863; Faksimile-Nachdruck, Glattfelden 1985.
- Paul Gisin u. a.: Glattfelden. Eine Gemeindechronik. Gemeinde Glattfelden, Glattfelden 1993.
- Harry Nussbaumer: Geschichten zu Glattfeldens Geschichte. Glattfelden 2013.
- Bundesamt für Kultur: Glattfelden. Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz.
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Glattfelden
- Gottfried-Keller-Zentrum Glattfelden
- Zürcher Gemeinden in Zahlen
- Zürcher Verkehrsverbund
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Gemeinde Glattfelden: Zahlen und Fakten, abgerufen am 25. Juli 2026.
- ↑ Martin Illi: Glatt, in: Historisches Lexikon der Schweiz, Version vom 18. November 2005, abgerufen am 25. Juli 2026.
- ↑ Gottfried-Keller-Zentrum: Glattfelden, abgerufen am 25. Juli 2026.
- ↑ Bundesamt für Kultur: Glattfelden, Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz, abgerufen am 25. Juli 2026.
- ↑ Historisches Lexikon der Schweiz: Heinrich Ryffel, abgerufen am 25. Juli 2026.
- ↑ Verband der Museen der Schweiz: Gottfried-Keller-Zentrum, abgerufen am 25. Juli 2026.
Wikimedia Commons: Medien zu Glattfelden