Bahnhof Glattfelden

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Bahnhof Glattfelden
Bahnhof Glattfelden mit historischem Aufnahmegebäude
Typ Haltestelle, ehemals Bahnhof
Bauform Durchgangsstation
Lage Bülach, nahe der Gemeindegrenze zu Glattfelden
Eröffnung 1. August 1876
Eigentümer Schweizerische Bundesbahnen
Infrastrukturbetreiber Schweizerische Bundesbahnen
Strecke Bahnstrecke Winterthur–Koblenz
Gleise 2
Bahnsteiggleise 2
Bahnsteig Mittelperron
Linie S9
Buslinie 540
Tarifverbund Zürcher Verkehrsverbund
Tarifzone 113
Höhe 410 m ü. M.
Abkürzung GF
UIC-Nummer 8503401
Koordinaten 47.54856° N, 8.52406° O

Der Bahnhof Glattfelden ist eine Bahnstation der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) im Bezirk Bülach des Kantons Zürich. Trotz seines Namens liegt der Bahnhof nicht auf dem Gebiet der politischen Gemeinde Glattfelden, sondern knapp ausserhalb der Gemeindegrenze auf dem Gebiet der Stadt Bülach. Er erschliesst vor allem das Dorf Glattfelden und die umliegenden Siedlungen des unteren Glatttals.[1]

Die Station befindet sich an der Bahnstrecke Winterthur–Koblenz zwischen den Bahnhöfen Bülach und Eglisau. Der Abschnitt wird zugleich von den Zügen der bedeutenden Verbindung Zürich–Bülach–Eglisau–Schaffhausen genutzt. Im Personenverkehr hält die Linie S9 der S-Bahn Zürich. Beim Bahnhof besteht Anschluss an die Postauto-Linie 540, die durch das Dorf Glattfelden bis zum Bahnhof Zweidlen führt.[2]

Der Bahnhof gehört zur Tarifzone 113 des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV).[3]

Lage

Der Bahnhof liegt rund zwei Kilometer südöstlich des historischen Dorfzentrums von Glattfelden. Das Gelände gehört politisch zur Stadt Bülach, befindet sich jedoch näher an Glattfelden als am Zentrum von Bülach. Die ungewöhnliche Lage erklärt, weshalb die Station nach der Nachbargemeinde benannt ist, obwohl sie deren Gemeindegebiet knapp verfehlt.

Die Bahnlinie verläuft in diesem Gebiet durch die bewaldeten Hügel zwischen Bülach und dem Tal der Glatt. Der Bahnhof befindet sich auf einer Höhe von rund 410 Metern über Meer. Südlich und östlich der Anlage erstrecken sich Waldflächen, Böschungen und landwirtschaftlich genutzte Gebiete. In der näheren Umgebung befinden sich ausserdem einzelne Wohn- und Gewerbebauten.

Das Dorf Glattfelden liegt deutlich tiefer im Tal der Glatt. Zwischen dem Bahnhof und dem Dorfzentrum besteht deshalb neben der Strassenverbindung eine regionale Buslinie. Zu Fuss ist der Bahnhof über die Stationsstrasse sowie verschiedene Wander- und Quartierwege erreichbar.

Die Station liegt bei Streckenkilometer 19,4 der von Winterthur über Bülach nach Koblenz führenden Bahnstrecke. Die benachbarten Bahnhöfe sind Bülach in südöstlicher Richtung und Eglisau in nordwestlicher Richtung.

Name und Gemeindezugehörigkeit

Die Bezeichnung Glattfelden verweist auf die Gemeinde, für deren Bevölkerung der Bahnhof ursprünglich errichtet wurde. Beim Bau der Bahnstrecke lag eine Station nahe dem Dorf im Interesse der Gemeinde und der örtlichen Gewerbebetriebe. Die für den Bahnbau geeignete Linienführung führte jedoch über das angrenzende Gebiet von Bülach.

Der Name blieb auch nach der Entwicklung moderner Gemeindegrenzen und der Ausdehnung der Siedlungsgebiete unverändert. Die Station zählt damit zu den Schweizer Bahnhöfen, deren Name nicht mit der politischen Gemeinde ihres tatsächlichen Standorts übereinstimmt.

Die Gemeinde Glattfelden weist in ihren offiziellen geografischen Angaben ausdrücklich darauf hin, dass die Station auf Bülacher Gemeindegebiet liegt.[1] Die Bahnstation ist dennoch der wichtigste Bahnanschluss für das Dorf Glattfelden. Die Stadt Bülach wird in erster Linie durch ihren eigenen Bahnhof erschlossen.

Die offizielle Dienststellenbezeichnung der Bahn lautet Glattfelden. Die Abkürzung ist GF, die UIC- beziehungsweise Didok-Nummer lautet 8503401.[4]

Anlage

Die Station liegt an einem zweigleisigen Streckenabschnitt. Für den Personenverkehr stehen zwei Bahnsteiggleise an einem Mittelperron zur Verfügung. Die beiden Hauptgleise dienen dem Verkehr zwischen Bülach und Eglisau beziehungsweise zwischen Zürich und Schaffhausen.

Das Mittelperron ist mit Wetterschutz, Sitzgelegenheiten, Beleuchtung und Fahrgastinformationen ausgestattet. Die Zugänge erfolgen über Rampen vom Bahnhofsumfeld. Die Station ist unbesetzt und verfügt über keinen dauerhaft geöffneten SBB-Schalter.

Beim Bahnhof befindet sich ein Billettautomat. Nach Angaben der Gemeinde können dort vor allem Billette für den Nahverkehr bezogen werden. Das gesamte Sortiment ist über die digitalen Verkaufskanäle und die weiteren Verkaufsstellen der SBB erhältlich.[5]

Für Velos und Mofas bestehen Abstellmöglichkeiten. Die Gemeinde Glattfelden vermietet beim Bahnhof abschliessbare Velo- und Mofaboxen.[6] Zudem befinden sich Parkplätze und eine Haltekante für die Postautos im Bahnhofsumfeld.

Die heutige Anlage besitzt keine Weichen für örtliche Zugkreuzungen oder den Güterumschlag mehr. Betrieblich handelt es sich daher um eine Haltestelle an einer Doppelspurstrecke, obwohl im allgemeinen Sprachgebrauch und in der Fahrgastinformation weiterhin die Bezeichnung Bahnhof verwendet wird.

Aufnahmegebäude

Seitlich der Gleisanlagen steht das historische Aufnahmegebäude aus der Eröffnungszeit der Strecke. Der kompakte Holzbau ist rot gestrichen und besitzt ein weit auskragendes Satteldach. Er gehört zu einer Reihe weitgehend einheitlicher Stationsgebäude, welche die Schweizerische Nordostbahn (NOB) entlang der Strecke zwischen Bülach und Koblenz errichten liess.

Die kleineren Stationen der Linie erhielten sogenannte Stationsgebäude Classe V. Die Holzbauten vereinigten mehrere Funktionen unter einem Dach. Im Erdgeschoss befanden sich das Stationsbüro, Räume für die Abfertigung der Reisenden und ein Güterschuppen. Im Obergeschoss war eine Dienstwohnung für den Stationsvorstand und dessen Familie eingerichtet.[7]

Baugleiche oder eng verwandte Gebäude entstanden unter anderem in Zweidlen, Weiach-Kaiserstuhl, Rümikon-Mellikon und Rekingen. Grössere Bahnhöfe wie Eglisau und Zurzach erhielten dagegen repräsentativere Steinbauten.

Das Aufnahmegebäude in Glattfelden ist weitgehend erhalten. Nach der Aufhebung des bedienten Bahnbetriebs verlor es seine ursprüngliche Funktion als Arbeitsplatz des Stationspersonals. Teile des Gebäudes wurden anschliessend als Warteraum, Lager oder für andere Nutzungen verwendet.

Der Bau bildet gemeinsam mit den Gleisen und dem Mittelperron einen auffälligen Kontrast zwischen der Eisenbahnarchitektur des 19. Jahrhunderts und den modernen Anlagen des S-Bahn-Betriebs. Das hölzerne Stationsgebäude ist eines der markantesten baulichen Kennzeichen des Bahnhofs.

Geschichte

Planung und Bau

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden mehrere Projekte für Bahnverbindungen zwischen Winterthur, Bülach, dem Rhein und dem Kanton Aargau. Die Schweizerische Nordostbahn wollte ihr Netz erweitern und zugleich verhindern, dass wichtige Verkehrsströme auf konkurrierende Bahngesellschaften übergingen.

Die neue Strecke sollte von Winterthur über Bülach und Eglisau nach Koblenz führen. Dort bestand Anschluss an die Bahnlinien in Richtung Baden, Turgi und Waldshut. Für den Abschnitt durch das Zürcher Unterland mussten Brücken, Einschnitte, Dämme und weitere Kunstbauten erstellt werden.

Die Bahnlinie Winterthur–Bülach–Koblenz wurde am 1. August 1876 eröffnet. Gleichzeitig nahm die Station Glattfelden ihren Betrieb auf.[8]

Der Standort ausserhalb des Dorfes war ein Kompromiss zwischen einer möglichst direkten Bahntrasse und der Erschliessung Glattfeldens. Reisende mussten den Höhenunterschied zwischen dem Dorf im Glatttal und der Station überwinden. Dennoch bedeutete der Bahnanschluss eine erhebliche Verbesserung gegenüber den zuvor verfügbaren Strassen- und Postkutschenverbindungen.

Verbindung nach Schaffhausen

Bei der Eröffnung war der Abschnitt Bülach–Eglisau Teil der Verbindung von Winterthur nach Koblenz. Eine direkte Eisenbahnstrecke von Eglisau nach Schaffhausen bestand zunächst noch nicht.

Am 1. Juni 1897 eröffnete die Nordostbahn die Strecke von Eglisau über Rafz und Jestetten nach Neuhausen. Dadurch wurde die durchgehende Verbindung Zürich–Bülach–Eglisau–Schaffhausen geschlossen.[9]

Für Glattfelden führte die neue Strecke zu einer deutlichen Aufwertung. Die Station lag nun nicht mehr nur an einer regionalen Verbindung zwischen Winterthur und Koblenz, sondern auch an einer direkten Hauptachse zwischen Zürich und Schaffhausen.

Zur Sicherung des dichteren Verkehrs erhielt Glattfelden Ende des 19. Jahrhunderts ein mechanisches Stellwerk. Es regelte die Weichen, Signale und Bahnübergänge im Stationsbereich.[10]

Übergang an die SBB

Mit der Verstaatlichung der grossen schweizerischen Privatbahnen ging die Nordostbahn 1902 in den neu gegründeten Schweizerischen Bundesbahnen auf. Der Bahnhof Glattfelden und die durch ihn führende Strecke befinden sich seither im Eigentum der SBB.

In den ersten Jahrzehnten wurden die Züge mit Dampflokomotiven geführt. Der Bahnhof war mit einem Stationsvorstand und weiterem Personal besetzt. Neben dem Personenverkehr wurden Gepäck, Post und Güter abgefertigt.

Für die Landwirtschaft und das lokale Gewerbe war der Güterverkehr von erheblicher Bedeutung. Über die Bahn wurden unter anderem Brennstoffe, Baumaterialien, landwirtschaftliche Erzeugnisse und Stückgüter transportiert.

Elektrifizierung

Die Strecke Zürich–Bülach–Eglisau–Schaffhausen wurde Ende der 1920er Jahre elektrifiziert. Der elektrische Betrieb auf dem Abschnitt über Glattfelden begann am 15. Dezember 1928.[11]

Die Fahrleitung wurde mit dem schweizerischen Bahnstromsystem von 15 Kilovolt und 16,7 Hertz Wechselstrom gespeist. Elektrische Lokomotiven und Triebwagen ersetzten die Dampflokomotiven im regulären Betrieb.

Die Elektrifizierung verbesserte die Beschleunigung der Züge und senkte den betrieblichen Aufwand. Sie war zugleich Voraussetzung für die spätere Verdichtung des Personenverkehrs zwischen Zürich, Bülach und Schaffhausen.

Aufgabe des Güter- und Stellwerkbetriebs

Mit der zunehmenden Verlagerung des lokalen Güterverkehrs auf die Strasse verlor die Güterabfertigung in Glattfelden an Bedeutung. Der örtliche Güterverkehr wurde 1977 eingestellt.[10]

Im Juni 1980 wurde das mechanische Stellwerk ausser Betrieb genommen. Weichen und weitere nicht mehr benötigte Bahnanlagen wurden entfernt beziehungsweise in die zentral gesteuerte Streckeninfrastruktur integriert. Glattfelden verlor damit seine betriebliche Funktion als selbständiger Bahnhof und wurde zur Haltestelle an der Doppelspurstrecke zurückgestuft.[10]

Das Stationsgebäude blieb erhalten, wurde jedoch nicht mehr dauerhaft mit Bahnpersonal besetzt. Der Personenverkehr wurde fortan mit vereinfachter Infrastruktur abgewickelt.

S-Bahn Zürich

Am 27. Mai 1990 nahm die S-Bahn Zürich ihren Betrieb auf. Die bisherigen Regionalverbindungen wurden in ein einheitliches Linien- und Taktsystem integriert.

Glattfelden wurde durch die Linie S9 erschlossen. Sie stellte eine direkte Verbindung über Bülach, Zürich Oerlikon und Zürich Hauptbahnhof her. Durch spätere Fahrplananpassungen wurde die Linie über das Zürcher Stadtzentrum hinaus bis in das Glatttal und nach Uster verlängert.

Der S-Bahn-Betrieb verstärkte die Bedeutung des Bahnhofs für den Pendlerverkehr. Glattfelden entwickelte sich zunehmend zu einer Wohngemeinde, deren Bevölkerung Arbeits- und Ausbildungsplätze im Raum Bülach, Zürich und Schaffhausen erreicht.

Bahnverkehr

Im Fahrplanjahr 2026 wird der Bahnhof von der Linie S9 der S-Bahn Zürich bedient:[12]

  • S9: Schaffhausen – Neuhausen – Jestetten – Lottstetten – Rafz – Hüntwangen-Wil – Eglisau – Glattfelden – Bülach – Niederglatt – Oberglatt – Rümlang – Zürich Oerlikon – Zürich Hauptbahnhof – Zürich Stadelhofen – Stettbach – Dübendorf – Schwerzenbach – Nänikon-Greifensee – Uster

Die S9 verkehrt grundsätzlich im Halbstundentakt. Sie bietet direkte Verbindungen nach Bülach, Zürich, Schaffhausen und Uster. In Bülach bestehen Anschlüsse in Richtung Winterthur, Flughafen Zürich, Embrach und Waldshut.

Die benachbarte Station in Richtung Schaffhausen ist Eglisau. In Richtung Zürich folgt Bülach. Schnell- und Fernverkehrszüge zwischen Zürich und Schaffhausen können die Station ohne Halt durchfahren.

In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag bestehen zusätzliche Nachtverbindungen zwischen Bülach und Schaffhausen.[2]

Busverkehr

Unmittelbar beim Bahnhof befindet sich die Bushaltestelle Glattfelden, Bahnhof. Sie wird von der Postauto-Linie 540 bedient.

Die Linie verbindet den abgelegenen Bahnstandort mit dem Dorfzentrum von Glattfelden und dem Bahnhof Zweidlen. Sie übernimmt damit eine wichtige Zubringerfunktion für die S9 und erschliesst zugleich verschiedene Wohn- und Gewerbegebiete der Gemeinde.

Der Linienweg führt unter anderem über die Haltestellen Mettelitobelstrasse, Post und Schulhaus Hof. Im westlichen Gemeindegebiet werden weitere Ortsteile und die Siedlung bei Zweidlen-Station erschlossen.

Am Bahnhof Zweidlen bestehen Anschlüsse an die dort verkehrenden Regionalzüge in Richtung Bülach, Bad Zurzach und Waldshut. Die Buslinie stellt damit zugleich eine Verbindung zwischen den beiden Bahnstationen her, die der Gemeinde Glattfelden dienen.[2]

Bedeutung

Der Bahnhof ist der wichtigste Bahnanschluss für das Dorf Glattfelden. Seine Bedeutung ergibt sich vor allem aus der direkten Verbindung nach Bülach, Zürich und Schaffhausen.

Obwohl die Station ausserhalb des geschlossenen Siedlungsgebiets liegt, wird sie von Pendlerinnen und Pendlern, Schülerinnen und Schülern sowie Reisenden aus den umliegenden Ortsteilen genutzt. Die Postauto-Linie, Veloabstellanlagen und Parkmöglichkeiten erweitern ihr Einzugsgebiet.

Der Bahnhof besitzt zudem eine historische Bedeutung. Das erhaltene Aufnahmegebäude erinnert an den Bau der Bahnstrecke im 19. Jahrhundert und an die Zeit, als kleinere Landbahnhöfe zugleich Reisezentrum, Arbeitsplatz, Güterumschlagstelle und Dienstwohnung waren.

Für die Stadt Bülach besitzt die Station nur eine geringe Erschliessungsfunktion, da sie weit vom Bülacher Zentrum entfernt liegt. Ihre Lage auf Bülacher Gebiet ist vor allem das Ergebnis der historischen Linienführung.

Hindernisfreier Ausbau

Der Bahnhof erfüllt 2026 noch nicht vollständig die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes. Die SBB planen deshalb einen umfassenden hindernisfreien Ausbau.

Nach dem 2026 bestätigten Planungsstand sollen die Hauptarbeiten im Februar 2028 beginnen. Die Inbetriebnahme der erneuerten Anlage ist für Dezember 2028 vorgesehen.[13]

Das Mittelperron soll auf eine Höhe von 55 Zentimetern über der Schienenoberkante angehoben werden. Diese Höhe ermöglicht bei geeignetem Rollmaterial einen weitgehend stufenfreien Ein- und Ausstieg. Die nutzbare Perronlänge soll auf mindestens 320 Meter erweitert werden.

Zusätzlich sind Anpassungen an den Rampen, der Beleuchtung, der Möblierung und den weiteren Fahrgasteinrichtungen vorgesehen. Die Kosten des Bahnprojekts wurden Ende 2025 auf rund 6,4 Millionen Franken geschätzt.[14]

Ein grosser Teil der Arbeiten soll nachts ausgeführt werden. Dabei wird jeweils ein Gleis gesperrt, während der Zugverkehr über das andere Gleis geführt wird. Nach den Nachtschichten soll das Perron provisorisch so hergerichtet werden, dass es tagsüber genutzt werden kann.[14]

Zeitgleich ist der hindernisfreie Umbau der benachbarten Bushaltestelle vorgesehen. Dadurch sollen kürzere und komfortablere Umsteigewege zwischen Bahn und Postauto entstehen.

Umgebung und Freizeitverkehr

Der Bahnhof liegt am Rand einer waldreichen Landschaft zwischen Glattfelden und Bülach. In der Umgebung verlaufen Wanderwege in Richtung Dorfzentrum, Glattufer, Eglisau und Hardwald.

Am Bahnhof beginnt beziehungsweise passiert der Gottfried-Keller-Dichterweg. Eine Orientierungstafel informiert über die Wanderroute mit mehreren Gedicht- und Texttafeln. Der Weg verbindet Orte, die mit dem Schriftsteller Gottfried Keller und seiner Familie verbunden sind.[15]

Im Dorf befindet sich das Gottfried-Keller-Zentrum im sogenannten Klingelehaus. Die Ausstellung behandelt das Leben und Werk des Schriftstellers sowie dessen Beziehungen zu Glattfelden.

Südwestlich des Dorfes liegt die Burgstelle Mangoldsburg. Weitere Wanderwege führen entlang der Glatt, durch die bewaldeten Hänge und in Richtung Rhein.

Abgrenzung zum Bahnhof Zweidlen

Der Bahnhof Glattfelden ist nicht mit dem Bahnhof Zweidlen zu verwechseln. Beide Stationen dienen derselben politischen Gemeinde, liegen jedoch an unterschiedlichen Stellen derselben historischen Bahnstrecke.

Glattfelden liegt auf Bülacher Gemeindegebiet am stark befahrenen Abschnitt zwischen Bülach und Eglisau. Die Station wird von der S9 zwischen Schaffhausen und Uster bedient.

Der Bahnhof Zweidlen befindet sich dagegen auf dem Gebiet der Gemeinde Glattfelden bei der Siedlung Rheinsfelden. Er liegt westlich von Eglisau am Abschnitt in Richtung Weiach und Koblenz und wird von Regionalzügen bedient. Zudem besitzt Zweidlen Bedeutung für den Güterverkehr der umliegenden Kieswerke.

Die Postauto-Linie 540 verbindet beide Bahnhöfe über das Zentrum von Glattfelden miteinander.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Gemeinde Glattfelden: «Zahlen und Fakten», abgerufen am 4. August 2026.
  2. 2,0 2,1 2,2 Zürcher Verkehrsverbund: «Glattfelden, Bahnhof – Haltestellen- und Linienfahrpläne», Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  3. Zürcher Verkehrsverbund: «Regionalnetz-Pläne des ZVV-Gebiets», Eintrag Glattfelden, abgerufen am 4. August 2026.
  4. Wikimedia Commons: «Category: Glattfelden railway station», abgerufen am 4. August 2026.
  5. Gemeinde Glattfelden: «SBB – Station Glattfelden und Zweidlen», abgerufen am 4. August 2026.
  6. Gemeinde Glattfelden: «Velo- und Mofaboxen am Bahnhof Glattfelden», abgerufen am 4. August 2026.
  7. Ulrich Brandenberger: «New Public Eisenbahn Management – Die Station Weiach–Kaiserstuhl wird 125 Jahre alt», in: Weiacher Geschichte(n), Nr. 21, abgerufen am 4. August 2026.
  8. Schienenverkehr Schweiz: «Bahnstrecke Winterthur–Koblenz», abgerufen am 4. August 2026.
  9. Historisches Lexikon der Schweiz: «Schweizerische Nordostbahn», abgerufen am 4. August 2026.
  10. 10,0 10,1 10,2 Schweizer Stellwerke: «Glattfelden», abgerufen am 4. August 2026.
  11. Naturforschende Gesellschaft in Zürich: Neujahrsblatt 1929, Einleitung zur Elektrifizierung der Linie Zürich–Schaffhausen, abgerufen am 4. August 2026.
  12. Zürcher Verkehrsverbund: «Linienfahrplan S9», Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  13. Gemeinde Glattfelden: «Dorfblatt 8192», Ausgabe Mai 2026, Abschnitt über den hindernisfreien Ausbau des öffentlichen Verkehrs, abgerufen am 4. August 2026.
  14. 14,0 14,1 Gemeinde Glattfelden: «Bahnhof Glattfelden: Das kommt 2028», in: Dorfblatt 8192, November 2025, S. 38, abgerufen am 4. August 2026.
  15. Gemeinde Glattfelden: «Sehenswürdigkeiten – Gottfried-Keller-Dichterweg», abgerufen am 4. August 2026.