Bahnhof Glattbrugg

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Bahnhof Glattbrugg
Bahnhof Glattbrugg mit SBB-Perron und Glattalbahn-Haltestelle
Stationsname Glattbrugg
Gemeinde Opfikon
Ortsteil Glattbrugg
Kanton Zürich
Bezirk Bülach
Bauform Durchgangsbahnhof
Perrongleise 2
Abkürzung GLB
IBNR 8503310
Höhe 432 m ü. M.
Eröffnung 1. Mai 1865
Eigentümer Schweizerische Bundesbahnen
Strecke Bahnstrecke Oerlikon–Bülach
Linien S3, S9, S15, SN9
Tramlinien 10, 12
Koordinaten 47,43081° N, 8,55889° E

Der Bahnhof Glattbrugg ist ein Bahnhof im Ortsteil Glattbrugg der politischen Gemeinde und Stadt Opfikon im Bezirk Bülach des Kantons Zürich. Er liegt an der Bahnstrecke Oerlikon–Bülach zwischen den Bahnhöfen Zürich Oerlikon und Rümlang.

Der Bahnhof wird von mehreren Linien der S-Bahn Zürich bedient. Unmittelbar neben der Eisenbahnstation befindet sich die Haltestelle Glattbrugg, Bahnhof der Glattalbahn, an der die Tramlinien 10 und 12 sowie regionale Buslinien halten. Durch diese Verknüpfung von Eisenbahn, Tram, Bus, Velo- und Fussverkehr bildet Glattbrugg einen der wichtigsten Verkehrsknoten im mittleren Glattal.

Der Bahnhof Glattbrugg ist nicht mit dem rund einen Kilometer südöstlich gelegenen Bahnhof Opfikon zu verwechseln. Während Glattbrugg an der Bahnstrecke Zürich Oerlikon–Bülach liegt, befindet sich der Bahnhof Opfikon an der früheren Klotenerlinie in Richtung Kloten und Winterthur.

Lage

Der Bahnhof befindet sich westlich des historischen Siedlungskerns von Glattbrugg und südlich der grossen Gewerbe- und Arbeitsplatzgebiete im Oberhauserriet. Die Bahnstrecke verläuft an dieser Stelle annähernd in Nord-Süd-Richtung. Östlich der Gleise liegen der Bahnhofplatz und die Schaffhauserstrasse, westlich schliessen Gewerbebauten, Verkehrsflächen und das Gebiet Glattbrugg West an.

Das Zentrum von Glattbrugg mit Geschäften, Restaurants und öffentlichen Einrichtungen ist zu Fuss in wenigen Minuten erreichbar. Der frühere Dorfkern von Opfikon liegt weiter östlich auf einer Geländeterrasse. Südlich des Bahnhofs erstrecken sich die Stadtquartiere Glattpark und Leutschenbach, während sich nördlich die Arbeitsplatzgebiete Bäuler und Unterriet sowie der Flughafen Zürich anschliessen.

Die Lage zwischen der Stadt Zürich und dem Flughafen prägt die Bedeutung des Bahnhofs. In seinem Einzugsgebiet befinden sich zahlreiche Wohnsiedlungen, Hotels, Bürogebäude, Gewerbebetriebe und internationale Unternehmen. Die Stadt Opfikon verfügt mit Glattbrugg und Opfikon über zwei SBB-Stationen sowie über mehrere Tram- und Busverbindungen.[1]

Geschichte

Eröffnung durch die Bülach-Regensberg-Bahn

Der Bahnhof wurde am 1. Mai 1865 gemeinsam mit der Strecke von Zürich Oerlikon über Glattbrugg und Oberglatt nach Bülach eröffnet. Bauherrin und ursprüngliche Betreiberin war die Bülach-Regensberg-Bahn (BR). Gleichzeitig nahm sie die in Oberglatt abzweigende Strecke nach Dielsdorf in Betrieb.

Die Y-förmig angelegte Bahn erhielt im Volksmund die Bezeichnungen Gabeleisenbahn und Herdöpfelbahn. Letztere erinnerte an die Bedeutung des Transports landwirtschaftlicher Erzeugnisse, insbesondere von Kartoffeln, aus dem Zürcher Unterland nach Zürich.

Glattbrugg war bei der Eröffnung noch eine kleine, ländlich geprägte Siedlung an der Brücke der Schaffhauserstrasse über die Glatt. Die Eisenbahn verbesserte die Verbindung nach Zürich und Bülach erheblich und schuf eine wichtige Voraussetzung für die spätere Entwicklung des Ortes zu einem Industrie-, Gewerbe- und Wohnstandort.[2]

Nordostbahn und Schweizerische Bundesbahnen

Die Bülach-Regensberg-Bahn wurde am 1. Januar 1877 von der Schweizerischen Nordostbahn (NOB) übernommen. Damit gelangte auch der Bahnhof Glattbrugg unter die Kontrolle einer der grössten privaten Eisenbahngesellschaften der Schweiz.

Mit der Eröffnung der Strecke von Eglisau nach Neuhausen im Jahr 1897 entstand eine durchgehende Verbindung von Zürich über Glattbrugg, Bülach und Eglisau nach Schaffhausen. Dadurch wurde die Linie durch Glattbrugg zu einer überregionalen Hauptstrecke und später auch zu einer Verbindung in Richtung Süddeutschland.

Im Zuge der Verstaatlichung der grossen Privatbahnen ging die Nordostbahn 1902 in den neu gegründeten Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) auf. Der Bahnhof Glattbrugg befindet sich seither im Eigentum der SBB.

Elektrifizierung

Die Strecke Zürich Oerlikon–Glattbrugg–Bülach–Schaffhausen wurde am 15. Dezember 1928 elektrifiziert. Seither erfolgt der Betrieb mit dem schweizerischen Bahnstromsystem von 15 Kilovolt und 16,7 Hertz Wechselstrom.[2]

Die Elektrifizierung ersetzte die Dampflokomotiven durch elektrische Lokomotiven und Triebwagen. Sie ermöglichte kürzere Fahrzeiten, leistungsfähigere Züge und einen dichteren Fahrplan. Für den Bahnhof Glattbrugg war sie ein wichtiger Schritt auf dem Weg von einer ländlichen Station zu einem stark frequentierten Vorortsbahnhof.

Wachstum von Glattbrugg

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchsen Opfikon, Oberhausen und Glattbrugg allmählich zusammen. Die Nähe zur Stadt Zürich, der Eisenbahnanschluss und die Eröffnung des Flughafens Zürich im Jahr 1948 förderten die Ansiedlung von Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben.

Besonders im Oberhauserriet entstanden ausgedehnte Gewerbe- und Verkehrsflächen. Gleichzeitig wurden neue Wohnquartiere gebaut. Die Einwohnerzahl der Gemeinde nahm stark zu, und Glattbrugg entwickelte sich zum bekanntesten Ortsteil der 1968 zur Stadt erhobenen Gemeinde Opfikon.[1]

Das zunehmende Verkehrsaufkommen führte zu einem Ausbau der Bahnanlagen. Der Bahnhof diente nicht nur dem Personenverkehr, sondern zeitweise auch der örtlichen Güterabfertigung. Im Umfeld bestanden Anschluss-, Lade- und Abstellgleise für Gewerbe- und Industriebetriebe.

Ausbau des Oberhauserriets

In den 1970er-Jahren wurden die Eisenbahnanlagen zwischen Zürich Oerlikon, Glattbrugg, Opfikon und dem Flughafen grundlegend neu geordnet. Anlass waren der Bau der Flughafenlinie, die bessere Anbindung des Rangierbahnhofs Limmattal und die Entflechtung der verschiedenen Bahnstrecken im Oberhauserriet.

Am 30. September 1979 nahmen die SBB die Doppelspur zwischen Zürich Oerlikon und Glattbrugg in Betrieb. Der anschliessende Abschnitt Glattbrugg–Rümlang wurde am 28. August 1984 auf zwei Gleise erweitert. Mit der Inbetriebnahme der Doppelspur Rümlang–Oberglatt am 3. April 1985 war die gesamte Strecke zwischen Oerlikon und Bülach doppelspurig befahrbar.[2]

Im Zusammenhang mit diesen Arbeiten wurde auch der Bahnhof Glattbrugg modernisiert. Das ältere Aufnahmegebäude wurde durch einen funktionalen Neubau aus Sichtbeton ersetzt. Die neuen Anlagen gingen um 1980 in Betrieb. Der Bau entspricht der sachlichen SBB-Architektur der 1970er-Jahre und wurde später in die umfassende Überdachung des Verkehrsknotens integriert.

Zürcher S-Bahn

Am 27. Mai 1990 wurde die Zürcher S-Bahn eröffnet. Die Regionalzüge auf der Strecke durch Glattbrugg wurden in das neue Liniennetz und den Taktfahrplan des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) eingebunden.

Der Bahnhof erhielt damit regelmässige Direktverbindungen zum Zürcher Hauptbahnhof sowie ins Zürcher Unterland. Spätere Ausbauten des S-Bahn-Netzes erweiterten das Angebot und schufen umsteigefreie Verbindungen in weitere Teile des Kantons Zürich und der Nordostschweiz.

Umbau zum Verkehrsknoten

Planung

Seit den 1990er-Jahren wurde im Glattal eine neue Stadtbahn geplant, welche die stark wachsenden Wohn- und Arbeitsplatzgebiete zwischen Zürich, Opfikon, dem Flughafen, Wallisellen und Dübendorf erschliessen sollte. Der Bahnhof Glattbrugg war als zentraler Verknüpfungspunkt zwischen der neuen Glattalbahn und der S-Bahn vorgesehen.

Die engen räumlichen Verhältnisse zwischen den SBB-Gleisen, dem bestehenden Stationsgebäude, der Schaffhauserstrasse und den angrenzenden Grundstücken stellten hohe Anforderungen an die Planung. Die Tramhaltestelle musste unmittelbar neben dem SBB-Bahnhof angeordnet und mit kurzen, hindernisarmen Umsteigewegen verbunden werden.

Umbau von 2005 bis 2008

Im Zusammenhang mit der zweiten Etappe der Glattalbahn wurde der gesamte Bahnhof zwischen 2005 und 2008 grundlegend erneuert. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit der Stadt Opfikon, der SBB und der VBG Verkehrsbetriebe Glattal.[3]

Die Bahn- und Tramhaltestellen erhielten eine gemeinsame, weitgehend durchgehende Überdachung. Sie erstreckt sich vom Aufnahmegebäude bis zur Velostation und schafft einen witterungsgeschützten Umsteigebereich zwischen S-Bahn, Tram und Bus.

Die Überdachung wird durch ein langgezogenes Oberlicht gegliedert. Der südliche Abschluss besitzt eine abgerundete Glasfassade, die der gekrümmten Gleis- und Perrongeometrie folgt. In den Gesamtkomplex wurden ein Kundencenter, Verkaufs- und Gastronomieflächen, Rampen, Treppen sowie Anlagen für den Velo- und Fussverkehr integriert.

Beim Umbau entstand zudem ein zweigeschossiges Veloparkhaus. Die neue Anlage sollte die Funktion des Bahnhofs als Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs stärken und die städtebauliche Entwicklung des westlichen Bahnhofsumfelds fördern.[3]

Anschluss an die Glattalbahn

Die zweite Etappe der Glattalbahn zwischen Glattpark und dem Flughafen wurde am 12. Dezember 2008 feierlich eingeweiht. Der fahrplanmässige Betrieb der Linie 10 begann am 14. Dezember 2008.[4]

Die Linie verband den Bahnhof Glattbrugg fortan direkt mit dem Flughafen, Zürich Oerlikon, der Universität Zürich, der ETH Zürich und dem Zürcher Hauptbahnhof. Dadurch erhielt Glattbrugg neben den S-Bahn-Verbindungen eine zweite direkte Schienenverbindung ins Zentrum von Zürich.

Am 12. Dezember 2010 nahm die Linie 12 zwischen dem Flughafen und dem Bahnhof Stettbach den Betrieb auf. Sie schuf eine Tangentialverbindung über Glattbrugg, Glattpark, Wallisellen und Dübendorf und schloss die erste Ausbauphase der Glattalbahn ab.[5]

Anlagen

SBB-Bahnhof

Der SBB-Teil des Bahnhofs besitzt zwei durchgehende Perrongleise an einem Mittelperron. Die Bahnstrecke ist durchgehend doppelspurig und elektrifiziert. Die Perrons sind über Unterführungen, Treppen und Rampen mit dem Bahnhofplatz und den umliegenden Quartieren verbunden.

Das Mittelperron verfügt über Wetterschutz, Sitzgelegenheiten, einen Billettautomaten sowie elektronische und statische Fahrgastinformationen. Die Station wird betrieblich von den SBB geführt und ist nicht mehr mit einem klassischen bedienten Billettschalter ausgestattet.

Neben den haltenden S-Bahn-Zügen passieren weitere Personen-, Güter-, Dienst- und Leerzüge den Bahnhof ohne Halt. Die Strecke ist Teil der wichtigen Verbindung zwischen Zürich, Bülach, Schaffhausen und Süddeutschland.

Die betriebliche Abkürzung lautet GLB. Die internationale Betriebsstellennummer beziehungsweise IBNR ist 8503310. Der Bahnhof besitzt zwei Perrongleise und liegt auf ungefähr 432 Metern über Meer.[6]

Aufnahmegebäude

Das Aufnahmegebäude aus den späten 1970er-Jahren steht östlich der SBB-Gleise. Der kubische Sichtbetonbau besitzt ein weit auskragendes Dach und grossflächige Verglasungen im Erdgeschoss.

Im Zuge des Umbaus von 2008 wurde das Gebäude nicht abgebrochen, sondern in die neue Gesamtanlage einbezogen. Die moderne Überdachung verbindet es mit der Glattalbahn-Haltestelle und der Velostation.

Im Bahnhofsbereich befinden sich unter anderem ein Convenience-Shop, Gastronomieangebote und eine öffentliche Toilette. Die Toilette ist nach Angaben der SBB durchgehend zugänglich.[7]

Glattalbahn-Haltestelle

Die Tramhaltestelle Glattbrugg, Bahnhof befindet sich unmittelbar östlich der SBB-Anlagen. Wegen der beschränkten Platzverhältnisse besitzt ihr Perron einen gekrümmten Verlauf. Sie ist damit eine der baulich markantesten Haltestellen der Glattalbahn.

Die Tramgleise verlaufen im Bahnhofsbereich parallel zur Eisenbahn. Südlich der Haltestelle führt die Glattalbahn in den rund 400 Meter langen Stelzentunnel, der die Verbindung nach Glattpark und Zürich Oerlikon herstellt. Nördlich führt die Strecke über Bäuler und Unterriet zum Flughafen.

Die Haltestelle wurde so gestaltet, dass die Spaltbreite zwischen Perron und Tram trotz der Kurvenlage möglichst gering bleibt. Kurze, überdachte Wege ermöglichen den Wechsel zwischen den Tramlinien, den S-Bahn-Zügen und den Bussen.

Velo- und Autoparkierung

Beim Bahnhof besteht eine überwachte Velostation. Nach den aktuellen Angaben der SBB bietet sie 100 Plätze und ist rund um die Uhr geöffnet. Das ursprüngliche Umbauprojekt von 2008 sah ein zweigeschossiges Veloparkhaus mit 144 Stellplätzen vor.[7][3]

Die P+Rail-Anlage umfasst 24 reguläre Parkplätze und einen Parkplatz für Menschen mit Behinderung. In der Umgebung bestehen weitere öffentliche und private Parkmöglichkeiten.

Beim rückwärtigen Zugang zum Bahnhof befindet sich zudem eine Station des regionalen Veloverleihsystems.[8]

Bahnverkehr

Im Fahrplanjahr 2026 wird der Bahnhof Glattbrugg von drei Linien der Zürcher S-Bahn bedient:

Die drei Linien bieten mehrere Verbindungen pro Stunde nach Zürich Oerlikon und zum Zürcher Hauptbahnhof. In nördlicher Richtung bestehen Direktverbindungen nach Bülach, ins Wehntal, nach Rafz und Schaffhausen. In südöstlicher Richtung sind unter anderem Stettbach, Dübendorf, Uster, Wetzikon und Rapperswil ohne Umsteigen erreichbar.[9]

In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag hält zusätzlich die Nacht-S-Bahn SN9:

  • SN9: Bülach – Glattbrugg – Zürich Oerlikon – Zürich Hauptbahnhof – Zürich Stadelhofen – Stettbach – Uster

Tramverkehr

Die Haltestelle Glattbrugg, Bahnhof wird im Fahrplanjahr 2026 von zwei Linien der Glattalbahn bedient:

  • 10: Zürich Flughafen, Fracht – Zürich Flughafen, Bahnhof – Kloten Balsberg, Bahnhof – Glattbrugg, Unterriet – Glattbrugg, Bahnhof – Glattpark – Zürich, Bahnhof Oerlikon Ost – Zürich, Universität Irchel – Zürich, ETH/Universitätsspital – Zürich, Bahnhofplatz/HB
  • 12: Zürich Flughafen, Fracht – Zürich Flughafen, Bahnhof – Kloten Balsberg, Bahnhof – Glattbrugg, Unterriet – Glattbrugg, Bahnhof – Glattpark – Wallisellen, Bahnhof – Dübendorf – Zürich, Bahnhof Stettbach

Die Linie 10 verbindet Glattbrugg mit dem Flughafen und dem Zentrum von Zürich. Die Linie 12 stellt eine direkte Verbindung zum Bahnhof Wallisellen, nach Dübendorf und zum Bahnhof Stettbach her. Beide Linien werden durch die Verkehrsbetriebe Zürich im Auftrag der VBG betrieben.[10]

Busverkehr

Am Bahnhof halten zwei regionale Buslinien der VBG:

  • 761: Glattbrugg, Bahnhof – Opfikon, Bahnhof – Opfikon, Schulstrasse – Opfikon, Zil – Wallisellen, Bahnhof
  • 762: Glattbrugg, Bahnhof – Glattbrugg, Zentrum – Opfikon, Dorf – Opfikon, Grossacker – Opfikon, Grätzli

Die Linie 761 verbindet den Bahnhof Glattbrugg mit dem Bahnhof Opfikon, den Wohnquartieren der Stadt und Wallisellen. Die Linie 762 dient vor allem der lokalen Feinerschliessung von Glattbrugg und Opfikon.[11][12]

Bedeutung

Der Bahnhof Glattbrugg besitzt eine wichtige Funktion für die Erschliessung der Stadt Opfikon und der nördlichen Agglomeration Zürich. Er dient sowohl der Wohnbevölkerung als auch den Beschäftigten der zahlreichen Unternehmen im Glattal und im Umfeld des Flughafens.

Durch die Verbindung der S-Bahn mit zwei Tram- und zwei Buslinien ist der Bahnhof ein bedeutender Umsteigeknoten. Besonders wichtig sind die direkten Verbindungen nach Zürich, zum Flughafen, nach Bülach, Schaffhausen, ins Wehntal, nach Wallisellen und Dübendorf.

Der Bahnhof entlastet zugleich die benachbarten Verkehrsknoten Zürich Oerlikon und Zürich Flughafen. Reisende aus verschiedenen Teilen des Zürcher Unterlands können in Glattbrugg auf die Glattalbahn umsteigen, ohne über den Flughafen oder das Zentrum von Zürich fahren zu müssen.

Städtebauliche Entwicklung

Die Neugestaltung des Bahnhofs war eng mit der Entwicklung des Gebiets Glattbrugg West verbunden. Frühere Gewerbe- und Bahnflächen sollen schrittweise verdichtet und mit Wohn-, Büro-, Verkaufs- und Dienstleistungsnutzungen ergänzt werden.

Der Bahnhofplatz wurde als zentraler öffentlicher Raum gestaltet. Die konkave Form des Platzes, die abgestuften Gebäudevolumen und die direkte Verbindung zu den Perrons sollen zwischen den grossmassstäblichen Gewerbebauten und den kleinteiligeren Wohnquartieren vermitteln.[13]

Die hohe Erschliessungsqualität begünstigt eine verdichtete Siedlungsentwicklung. Gleichzeitig sollen attraktive Fuss- und Veloverbindungen den Bahnhof besser mit dem Zentrum von Glattbrugg, dem Dorf Opfikon, Glattpark und den Arbeitsplatzgebieten verbinden.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Opfikon: die Entwicklung der Stadt. In: Stadt Opfikon(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  2. 2,0 2,1 2,2 Bahnstrecke Zürich–Schaffhausen. In: Schienenverkehr Schweiz(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  3. 3,0 3,1 3,2 Bahnhof Glattbrugg. In: asa Arbeitsgruppe für Siedlungsplanung und Architektur(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  4. Zweite Etappe der Glattalbahn feierlich eingeweiht. Hrsg.: VBG Verkehrsbetriebe Glattal. 2008-12-12(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  5. Eröffnung der Glattalbahn-Linie 12. Hrsg.: VBG Verkehrsbetriebe Glattal. 2010-12-11(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  6. Glattbrugg railway station. In: Wikidata(en). Abgerufen am 2026-08-04.
  7. 7,0 7,1 Bahnhof Glattbrugg. In: Schweizerische Bundesbahnen(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  8. Veloverleihsystem PubliBike. In: Stadt Opfikon(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  9. Haltestellen- und Linienfahrpläne Glattbrugg. In: Zürcher Verkehrsverbund(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  10. Haltestellenfahrplan Glattbrugg, Bahnhof. In: Zürcher Verkehrsverbund(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  11. Linienfahrplan 761. In: Zürcher Verkehrsverbund(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  12. Linienfahrplan 762. In: Zürcher Verkehrsverbund(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  13. Bahnhof Zentrum Glattbrugg. In: pool Architekten(de). Abgerufen am 2026-08-04.

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