Bahnhof Kloten

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Bahnhof Kloten
Ort Kloten
Kanton Zürich
Bezirk Bülach
Eigentümerin Schweizerische Bundesbahnen (SBB)
Bahnhofstyp Durchgangsbahnhof
Eröffnung 15. Oktober 1877
Bahnstrecke Wettingen–Zürich Seebach–Effretikon
Gleise 4
Bahnsteiggleise 2
Bahnsteig 1 Mittelperron
Spurweite 1435 mm
Stromsystem 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom
Höhe rund 447 m ü. M.
Betriebsstellenkürzel KL
IBNR 8503308
S-Bahn-Linie S7
Nacht-S-Bahn SN7
Buslinien 731, 732, 733, 735, 736 und 766
Nachtbuslinien N10, N52 und N54
Verkehrsverbund Zürcher Verkehrsverbund (ZVV)
Tarifzone 121

Der Bahnhof Kloten ist ein Bahnhof in der Stadt Kloten im Kanton Zürich. Er liegt an der Bahnstrecke zwischen Zürich Oerlikon, Kloten und Effretikon und wird im Personenverkehr von der Linie S7 der Zürcher S-Bahn bedient. In den Nächten vor Samstagen und allgemeinen Feiertagen hält zusätzlich die Nacht-S-Bahn SN7.[1]

Die Station bildet gemeinsam mit mehreren regionalen und städtischen Buslinien einen wichtigen Verkehrsknoten im Zentrum Klotens. Direkte Bahnverbindungen bestehen unter anderem nach Zürich Oerlikon, Zürich Hardbrücke, Zürich Hauptbahnhof, Zürich Stadelhofen, Meilen, Rapperswil, Bassersdorf und Winterthur.

Obwohl der Bahnhof nur wenige Kilometer vom Flughafen Zürich entfernt liegt, dient er nicht als Flughafenbahnhof. Der Flughafen wird durch den unterirdischen Bahnhof Zürich Flughafen erschlossen. Daneben besteht mit Kloten Balsberg eine weitere S-Bahn-Station auf dem Gebiet der Stadt Kloten.

Der Bahnhof wurde 1877 durch die Schweizerische Nationalbahn eröffnet. Nach deren Konkurs gelangte die Strecke an die Schweizerische Nordostbahn und 1902 an die Schweizerischen Bundesbahnen. Der Bau der Flughafenlinie im Jahr 1980 veränderte seine verkehrliche Bedeutung grundlegend: Die Fernzüge zwischen Zürich und Winterthur wurden über den Flughafen geführt, während Kloten seither hauptsächlich dem S-Bahn-, Bus- und Güterverkehr dient.

Name und Abgrenzung

Der offizielle Stationsname lautet Kloten. Die unmittelbar beim Aufnahmegebäude gelegene Bushaltestelle trägt den Namen Kloten, Bahnhof. Auf der südlichen Seite der Gleise befindet sich zusätzlich die Bushaltestelle Kloten, Breitistrasse/Bahnhof.

Der Bahnhof ist von zwei weiteren Eisenbahnstationen auf Klotener Stadtgebiet zu unterscheiden:

  • Zürich Flughafen ist der unterirdische Fern- und Regionalbahnhof des Flughafens Zürich.
  • Kloten Balsberg ist eine Haltestelle der S7 und liegt näher beim Flughafengelände sowie beim Anschluss an die Glattalbahn.

Die Bezeichnung Flughafen Kloten wurde besonders im 20. Jahrhundert häufig für den Flughafen Zürich verwendet. Sie bezeichnet jedoch weder den Bahnhof Kloten noch dessen heutige Funktion.

Lage

Der Bahnhof befindet sich südlich des historischen Stadtzentrums von Kloten. Das Aufnahmegebäude und der wichtigste Bushof liegen an der Lindenstrasse auf der nördlichen Seite der Gleise. Südlich der Bahnstrecke befinden sich die Breitistrasse, Wohnquartiere, Parkplätze und Veloabstellanlagen.

Die Bahnstrecke verläuft im Bahnhofbereich ungefähr von Südwesten nach Nordosten. In südwestlicher Richtung führt sie über Kloten Balsberg und Opfikon nach Zürich Oerlikon. Nordöstlich folgen Bassersdorf, Effretikon und Winterthur.

Vom Bahnhof sind unter anderem erreichbar:

  • das Stadthaus;
  • das historische Zentrum an der Dorf- und Kirchgasse;
  • die reformierte Kirche;
  • die katholische Kirche Christkönig;
  • die Swiss Arena;
  • die Schluefweg-Anlagen;
  • die Einkaufs- und Dienstleistungsbetriebe im Stadtzentrum;
  • die Wohnquartiere Breiti, Spitz und Buchhalden;
  • verschiedene Schul- und Sportanlagen.

Die Gleisanlage trennt das Zentrum von den südlich gelegenen Wohnquartieren. Eine Personenunterführung verbindet die Lindenstrasse mit der Breitistrasse und erschliesst gleichzeitig den Mittelperron.

Geschichte

Eisenbahnpläne des 19. Jahrhunderts

Kloten war bis weit ins 19. Jahrhundert ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Die wichtigsten Verkehrswege führten über Landstrassen nach Zürich, Winterthur, Bülach und ins Zürcher Unterland.

Der Bau der ersten schweizerischen Eisenbahnstrecken führte in den 1860er- und 1870er-Jahren zu verschiedenen Projekten für eine Verbindung durch Kloten. Die geplante Bahn sollte das Zürcher Unterland, das Furttal und die Region Winterthur miteinander verbinden.

Die Schweizerische Nationalbahn verfolgte das Ziel, eine von den etablierten privaten Bahngesellschaften unabhängige Ost-West-Verbindung zu schaffen. Sie plante eine Strecke vom Bodenseeraum über Winterthur, Kloten, Seebach, Wettingen und den Aargau in Richtung Westschweiz.

Das Unternehmen wurde hauptsächlich von Städten und Gemeinden unterstützt, die sich von der neuen Bahn wirtschaftliche Vorteile und eine Alternative zur Schweizerischen Nordostbahn versprachen.

Eröffnung durch die Schweizerische Nationalbahn

Die Strecke Wettingen–Kloten–Effretikon wurde am 15. Oktober 1877 eröffnet.[2]

Kloten erhielt damit erstmals einen Anschluss an das schweizerische Eisenbahnnetz. Die Station lag südlich des damaligen Dorfes und bestand aus einem Aufnahmegebäude, mehreren Gleisen, einem Güterschuppen sowie Lade- und Freiverladeflächen.

Die Nationalbahnstrecke führte von Kloten zunächst in Richtung Seebach und anschliessend durch das Furttal nach Wettingen. Eine direkte Verbindung zum Bahnhof Zürich Oerlikon und zum Zürcher Hauptbahnhof bestand anfänglich nicht.

Dieser fehlende Zugang zur Stadt Zürich erwies sich als erheblicher wirtschaftlicher Nachteil. Ein grosser Teil des erwarteten Personen- und Güterverkehrs blieb aus.

Konkurs der Nationalbahn

Die Schweizerische Nationalbahn hatte sich beim Bau ihres weit verzweigten Netzes finanziell übernommen. Hohe Baukosten, geringe Auslastung und die Konkurrenz der bestehenden Bahngesellschaften führten bereits kurz nach der Eröffnung der westlichen Streckenabschnitte zum Konkurs.

Das Unternehmen wurde 1878 zahlungsunfähig. Zahlreiche beteiligte Gemeinden erlitten erhebliche finanzielle Verluste.

Die Schweizerische Nordostbahn übernahm das Streckennetz in den folgenden Jahren. Damit gelangte auch der Bahnhof Kloten unter die Kontrolle jener Gesellschaft, gegen die das Nationalbahnprojekt ursprünglich gerichtet gewesen war.

Verbindung nach Zürich Oerlikon

Die Nordostbahn veränderte die westliche Zufahrt zur Klotener Strecke. 1881 wurde eine Verbindung geschaffen, die direkte Zugfahrten zwischen Kloten und Zürich Oerlikon ermöglichte.[3]

Kloten erhielt dadurch einen wesentlich besseren Zugang zur Stadt Zürich. Die ursprüngliche Linienführung in Richtung Seebach verlor für den Personenverkehr an Bedeutung.

Die verbesserte Verbindung konnte die wirtschaftliche Entwicklung Klotens zunächst nur begrenzt beschleunigen. Die Gemeinde blieb bis weit ins 20. Jahrhundert vergleichsweise klein und landwirtschaftlich geprägt.

Übergang an die SBB

Die Schweizerische Nordostbahn wurde im Rahmen der Verstaatlichung der grossen Privatbahnen vom Bund übernommen.

Am 1. Januar 1902 gingen der Bahnhof Kloten und die angeschlossenen Bahnstrecken an die neu gegründeten Schweizerischen Bundesbahnen über.

Die SBB vereinheitlichten:

  • Fahrpläne;
  • Tarife;
  • Betriebs- und Sicherheitsvorschriften;
  • Signal- und Weichenanlagen;
  • Fahrzeug- und Personalorganisation;
  • Unterhalt und Verwaltung.

Der Bahnhof blieb für den regionalen Personenverkehr und für den lokalen Güterumschlag von Bedeutung.

Elektrifizierung

Der elektrische Betrieb auf der Strecke zwischen Zürich Oerlikon, Kloten und Winterthur begann am 6. August 1925.

Die Elektrifizierung ermöglichte:

  • schnellere Fahrzeiten;
  • bessere Beschleunigung;
  • schwerere Züge;
  • einen dichteren Fahrplan;
  • geringere lokale Rauch- und Russbelastung;
  • eine wirtschaftlichere Betriebsführung.

Die Dampflokomotiven verschwanden schrittweise aus dem regulären Personenverkehr. Im Güter- und Rangierdienst blieben sie teilweise noch während einer Übergangszeit im Einsatz.

Flughafen Zürich

Der interkontinentale Flughafen Zürich nahm 1948 in Kloten seinen Betrieb auf. Seine Entwicklung veränderte die Gemeinde grundlegend.

Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner, Arbeitsplätze und Verkehrsteilnehmenden nahm stark zu. Neue Wohnquartiere, Gewerbebetriebe, Hotels und Dienstleistungsunternehmen entstanden.

Der bestehende Bahnhof Kloten lag zwar nahe beim Flughafengelände, bot jedoch keinen direkten Zugang zu den Abfertigungsgebäuden. Flugreisende mussten zwischen Bahnhof und Terminal auf Busse oder andere Verkehrsmittel umsteigen.

Mit dem Wachstum des Flughafens wurde deshalb eine direkte Eisenbahnerschliessung geplant.

Flughafenlinie

Die neue Flughafenlinie zwischen Zürich Oerlikon und Bassersdorf wurde am 1. Juni 1980 eröffnet. Ihr wichtigster Bestandteil war der unterirdische Bahnhof Zürich Flughafen.

Die neue Strecke erlaubte den Fernzügen zwischen Zürich und Winterthur einen direkten Halt beim Flughafenterminal. Die meisten schnellen Reisezüge wurden anschliessend von der bestehenden Strecke über Kloten auf die Flughafenlinie verlegt.

Für den Bahnhof Kloten hatte dies weitreichende Folgen:

  • Fernverkehrszüge hielten nicht mehr in Kloten;
  • die Strecke wurde stärker auf Regional- und Güterverkehr ausgerichtet;
  • der Bahnhof Zürich Flughafen übernahm die Funktion des überregionalen Verkehrsknotens;
  • Kloten blieb die zentrale Bahnstation für das eigentliche Stadtzentrum.

Die ältere Strecke über Kloten blieb als wichtige Verbindung für Regionalzüge, Güterzüge, Umleitungen und betriebliche Fahrten erhalten.

Zürcher S-Bahn

Die Zürcher S-Bahn nahm am 27. Mai 1990 ihren Betrieb auf.

Der Bahnhof Kloten wurde in die Linie S7 integriert. Sie schuf eine direkte Verbindung von Winterthur über Kloten und Zürich nach Meilen und Rapperswil.

Die Einführung der S-Bahn brachte:

  • einen regelmässigen Taktfahrplan;
  • direkte Verbindungen durch die Zürcher Innenstadt;
  • modernere Fahrzeuge;
  • bessere Anschlüsse an das Busnetz;
  • eine deutliche Aufwertung des regionalen Personenverkehrs.

Kloten entwickelte sich dadurch trotz der Umfahrung durch die Flughafenlinie zu einem gut erschlossenen Wohn- und Arbeitsplatzstandort.

Ausbau im Raum Dorfnest

Östlich von Kloten treffen die Strecke über Kloten und die Flughafenlinie wieder aufeinander. Die bisherige höhengleiche Einmündung bei Dorfnest begrenzte die Kapazität und führte zu betrieblichen Abhängigkeiten.

2018 wurde eine neue Überwerfung in Betrieb genommen. Die Strecke von Kloten überquert seither die Flughafenlinie auf einem Brückenbauwerk und kann kreuzungsfrei in Richtung Bassersdorf und Effretikon eingefädelt werden.

Das Bauwerk verbesserte:

  • die Fahrplanstabilität;
  • die Trennung von S-Bahn- und Fernverkehr;
  • die Kapazität für Güterzüge;
  • die Möglichkeiten bei Umleitungen;
  • die betriebliche Flexibilität zwischen Kloten und Effretikon.

Bahnhofsanlage

Gleise

Der Bahnhof besitzt vier durchgehende Gleise. Die Gleise 3 und 4 liegen an einem Mittelperron und dienen dem regulären Personenverkehr.

Die Gleise 1 und 2 besitzen keine öffentlich zugängliche Perronkante. Sie werden vor allem für durchfahrende Güter-, Dienst- und andere betriebliche Züge verwendet.

Gleis Perron Allgemeine Nutzung
1 kein Personenperron Durchfahrender Güter- und Dienstverkehr
2 kein Personenperron Durchfahrender Güter- und Dienstverkehr
3 Mittelperron S-Bahn-Züge in Richtung Bassersdorf und Winterthur
4 Mittelperron S-Bahn-Züge in Richtung Opfikon und Zürich

Die tatsächliche Gleisbelegung kann bei Bauarbeiten, Störungen oder anderen betrieblichen Änderungen abweichen.

Die Trennung zwischen Bahnsteig- und Durchfahrgleisen ermöglicht es Güterzügen, den Bahnhof zu passieren, während gleichzeitig ein S-Bahn-Zug am Perron hält.

Mittelperron

Der Mittelperron zwischen den Gleisen 3 und 4 wird über die Personenunterführung erschlossen.

Zur Ausstattung gehören:

  • Perrondächer;
  • Sitzgelegenheiten;
  • elektronische Abfahrtsanzeigen;
  • Lautsprecheranlagen;
  • Uhren;
  • Beleuchtung;
  • taktile Sicherheitsmarkierungen;
  • Billettautomat;
  • Treppen- und Liftzugänge.

Die Perronanlage ist für die auf der Linie S7 eingesetzten S-Bahn-Züge ausgelegt.

Personenunterführung

Die Personenunterführung verbindet:

  • das Aufnahmegebäude an der Lindenstrasse;
  • den Mittelperron;
  • die Breitistrasse;
  • die südlichen Wohnquartiere;
  • die Velo- und Autoparkplätze.

Sie erfüllt damit sowohl eine bahnbetriebliche als auch eine städtebauliche Funktion. Die Unterführung ist eine der wichtigsten Fussverbindungen zwischen dem Zentrum und den Quartieren südlich der Bahnlinie.

Für die langfristige Entwicklung des Bahnhofareals ist eine Verbesserung der Fuss- und Veloverbindungen vorgesehen.

Aufnahmegebäude

Das Aufnahmegebäude steht an der Lindenstrasse auf der nördlichen Seite der Gleise.

Es enthält beziehungsweise erschliesst:

  • Zugänge zum Mittelperron;
  • einen Gastronomie- beziehungsweise Take-away-Betrieb;
  • technische und betriebliche Räume;
  • den Bahnhofvorplatz;
  • die Bushaltekanten;
  • die Personenunterführung.

Ein bedientes SBB-Reisezentrum besteht nicht. Billette werden am Automaten, über SBB Mobile, die ZVV-App und weitere elektronische Verkaufskanäle angeboten.

Güter- und Dienstgleise

Die Bahnstrecke über Kloten besitzt weiterhin eine erhebliche Bedeutung für den Güterverkehr.

Güterzüge aus der Ostschweiz und dem Raum Winterthur können über Kloten und Seebach in Richtung Furttal und Rangierbahnhof Limmattal verkehren. Die Strecke dient zudem als Umleitungsroute, wenn die Flughafenlinie nicht oder nur eingeschränkt befahrbar ist.

Im Bahnhof und in seiner Umgebung bestehen beziehungsweise bestanden Anschluss-, Abstell- und Dienstgleise für:

  • Güterzüge;
  • Unterhaltsfahrzeuge;
  • Bauzüge;
  • lokale Industrieanschlüsse;
  • betriebliche Überholungen und Ausweichbewegungen.

Der lokale Güterumschlag verlor gegenüber dem 19. und frühen 20. Jahrhundert stark an Bedeutung.

Bahnverkehr

Hauptartikel: Zürcher S-Bahn

S7

Im Jahresfahrplan 2026 wird der Bahnhof Kloten durch die Linie S7 bedient.[1]

Linie Grundlegende Streckenführung Grundangebot
S7 Winterthur–Kemptthal–Bassersdorf–Kloten–Kloten Balsberg–Opfikon–Zürich Oerlikon–Zürich Hardbrücke–Zürich HB–Zürich Stadelhofen–Meilen–Rapperswil SG Halbstündlich

Die S7 verkehrt zwischen Zürich Stadelhofen und Meilen als beschleunigte Verbindung mit nur wenigen beziehungsweise keinen Zwischenhalten, abhängig vom geltenden Fahrplankonzept.

Von Kloten bestehen direkte Bahnverbindungen unter anderem nach:

  • Bassersdorf;
  • Winterthur;
  • Opfikon;
  • Zürich Oerlikon;
  • Zürich Hardbrücke;
  • Zürich Hauptbahnhof;
  • Zürich Stadelhofen;
  • Meilen;
  • Stäfa;
  • Rapperswil.

Die Fahrt zum Zürcher Hauptbahnhof dauert ungefähr eine Viertelstunde. Winterthur wird in rund 15 bis 20 Minuten erreicht.

Der Bahnhof Zürich Flughafen wird von der S7 nicht bedient. Reisende zum Flughafen benutzen in der Regel eine der Buslinien ab Kloten oder steigen in Opfikon, Zürich Oerlikon, Bassersdorf oder Winterthur auf eine passende Verbindung um.

Nachtverkehr

In den Nächten vor Samstagen und allgemeinen Feiertagen hält die Nacht-S-Bahn SN7 in Kloten.

Linie Grundlegende Streckenführung
SN7 Bassersdorf–Kloten–Opfikon–Zürich Oerlikon–Zürich HB–Zürich Stadelhofen–Meilen–Stäfa

Die Nachtverbindung ergänzt die Nachtbuslinien und stellt eine direkte Verbindung zur Zürcher Innenstadt und zum rechten Zürichseeufer her.

Busverkehr

Der Bahnhof besitzt zwei nahe beieinanderliegende Bushaltestellen.

Die Haltestelle Kloten, Bahnhof befindet sich auf der nördlichen Seite der Gleise an der Lindenstrasse. Im Fahrplanjahr 2026 wird sie von den Linien 732, 733, 735 und 766 bedient.[4]

Linie Grundlegende Verbindung
732 Zürich Flughafen, Bahnhof–Kloten, Bahnhof–Egetswil, Dorf
733 Zürich Flughafen, Bahnhof–Kloten, Bahnhof–Kloten, Graswinkel
735 Zürich Flughafen, Bahnhof–Kloten, Bahnhof–Kloten, Härdlen
766 Kloten, Bahnhof–Bassersdorf, Bahnhof

Die Haltestelle Kloten, Breitistrasse/Bahnhof liegt südlich der Gleise. Dort halten die Linien 731 und 736.[5]

Linie Grundlegende Verbindung
731 Zürich Flughafen, Bahnhof–Kloten, Breitistrasse/Bahnhof–Kloten, Buchhalden
736 Zürich Flughafen, Bahnhof–Kloten, Breitistrasse/Bahnhof–Kloten, Buchhalden

Die Buslinien übernehmen wichtige Funktionen:

  • direkte Verbindung zum Flughafen Zürich;
  • Erschliessung der Klotener Wohnquartiere;
  • Verbindung nach Bassersdorf;
  • Erschliessung von Egetswil;
  • Zubringer zur S-Bahn;
  • Feinerschliessung des Stadtgebiets.

Nachtbusverkehr

In den Wochenendnächten wird Kloten durch mehrere Nachtbuslinien bedient.

Linie Grundlegende Verbindung
N10 Zürich, Bahnhofplatz/HB–Zürich Oerlikon–Flughafenregion–Kloten, Bahnhof
N52 Kloten, Bahnhof–Egetswil–Lufingen–Embrach–Freienstein–Teufen ZH
N54 Kloten, Bahnhof–Flughafenregion–Rümlang beziehungsweise Zürcher Unterland–Höri

Die genaue Linienführung einzelner Nachtbusse kann je nach Fahrplanperiode und Fahrtrichtung abweichen.

Verbindung zum Flughafen Zürich

Der Bahnhof Kloten liegt nahe beim Flughafen, besitzt jedoch keine direkte Fussverbindung zu den Terminals.

Die wichtigsten öffentlichen Verbindungen zwischen Bahnhof und Flughafen werden durch die Buslinien 731, 732, 733, 735 und 736 angeboten. Die Fahrzeit beträgt je nach Linie und Verkehrslage nur wenige Minuten.

Für Flugreisende aus anderen Teilen der Schweiz ist in der Regel der Bahnhof Zürich Flughafen geeigneter. Dort halten Fernverkehrs- und S-Bahn-Züge unmittelbar unter dem Airport Shopping und den Abfertigungsbereichen.

Der Bahnhof Kloten dient dagegen hauptsächlich:

  • Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt;
  • Beschäftigten in Kloten und der Flughafenregion;
  • lokalen und regionalen Busreisenden;
  • Besucherinnen und Besuchern städtischer Einrichtungen;
  • Fahrgästen der S7.

Dienstleistungen

Der Bahnhof ist unbedient. Ein personell besetzter Fahrkartenschalter oder ein SBB-Reisezentrum besteht nicht.

Zur Ausstattung gehören:

  • Billettautomaten;
  • elektronische Fahrgastinformationen;
  • überdachte Wartebereiche;
  • Sitzgelegenheiten;
  • Veloabstellplätze;
  • P+Rail;
  • Mobility-Carsharing;
  • ein Gastronomie- beziehungsweise Take-away-Angebot.

Nach Angaben der SBB stehen 92 überdachte Veloabstellplätze zur Verfügung.[6]

Die P+Rail-Anlage umfasst 48 reguläre Parkplätze und zwei Behindertenparkplätze.[6]

Weitere Geschäfte, Restaurants, Banken und öffentliche Dienstleistungen befinden sich im nahe gelegenen Stadtzentrum.

Barrierefreiheit

Der Mittelperron ist über die Personenunterführung erschlossen. Liftanlagen ermöglichen einen stufenfreien Zugang.

Erhöhte Perronkanten erleichtern den Einstieg in die Niederflur- und Doppelstockfahrzeuge der Zürcher S-Bahn.

Zur barrierefreien Ausstattung gehören:

  • Lift zum Mittelperron;
  • taktile Sicherheitslinien;
  • optische Abfahrtsanzeigen;
  • akustische Durchsagen;
  • Behindertenparkplätze;
  • stufenfreie Verbindungen im Bahnhofbereich.

Die selbstständige Benutzbarkeit kann bei abweichendem Fahrzeugeinsatz oder betrieblichen Änderungen eingeschränkt sein. Verbindliche Angaben enthält der elektronische Fahrplan.

Tarif

Der Bahnhof Kloten liegt in der ZVV-Tarifzone 121.

Mit einem gültigen ZVV-Billett für die erforderlichen Zonen können während dessen zeitlicher Gültigkeit grundsätzlich Bahn, Bus, Tram, Schiff und weitere in den Verbundtarif einbezogene Verkehrsmittel benutzt werden.

Für eine Fahrt in die Stadt Zürich müssen die Zonen 121 und 110 eingeschlossen sein. Die Stadtzone 110 zählt bei der Preisberechnung als zwei Zonen, da sie über ein besonders dichtes öffentliches Verkehrsangebot verfügt.

Auch der Bahnhof Zürich Flughafen liegt in der Zone 121. Für reine Fahrten zwischen Kloten und dem Flughafen genügt deshalb grundsätzlich ein innerhalb dieser Zone gültiger Fahrausweis.

Bedeutung für die Stadtentwicklung

Der Eisenbahnanschluss von 1877 führte zunächst nur zu einem begrenzten Wachstum Klotens. Eine starke Urbanisierung begann erst nach der Eröffnung des Flughafens Zürich.

Der Bahnhof unterstützte dennoch die Entwicklung von:

  • Gewerbe- und Industriebetrieben;
  • Wohnquartieren;
  • Detailhandel und Dienstleistungen;
  • regionalem Pendlerverkehr;
  • öffentlichen Einrichtungen;
  • Sport- und Veranstaltungsanlagen.

Zwischen Bahnhof und historischem Dorfkern entstand ein neuer städtischer Entwicklungsbereich. Die Lindenstrasse und die angrenzenden Quartiere gewannen als Geschäfts-, Wohn- und Verkehrsraum an Bedeutung.

Heute gehört der Bahnhof zu den wichtigsten öffentlichen Verkehrsanlagen der Stadt. Seine Lage zwischen Zentrum und Wohnquartieren bietet zugleich ein erhebliches städtebauliches Entwicklungspotenzial.

Bahnhof Nord

Die Stadt Kloten, die SBB und weitere Grundeigentümer planen eine umfassende Entwicklung der Flächen nördlich des Bahnhofs.

Das Planungsgebiet Bahnhof Nord umfasst das SBB-Areal sowie das angrenzende Gebiet Lirenächer. Vorgesehen sind unter anderem:[7]

  • ein neuer Bushof;
  • attraktive und kurze Umsteigewege;
  • neue Wohn- und Gewerbebauten;
  • öffentlich nutzbare Erdgeschossbereiche;
  • eine bessere Veloverbindung durch das Bahnhofgebiet;
  • zusätzliche Aufenthaltsflächen;
  • eine Aufwertung des Bahnhofvorplatzes;
  • eine dichtere Nutzung gut erschlossener Grundstücke.

Grundlage bildet ein städtebauliches Richtprojekt aus einem Studienauftrag. Für das SBB-Areal und das Gebiet Lirenächer wurden aufeinander abgestimmte Gestaltungspläne erarbeitet.

Die Umsetzung verzögerte sich gegenüber den ursprünglichen Zeitvorstellungen. Gründe sind unter anderem die Abstimmung zwischen mehreren Grundeigentümern, die Projektierung des integrierten Bushofs, steigende Kosten und weitere Planungs- und Bewilligungsverfahren.

Geplanter Bushof

Der heutige Busbereich ist auf mehrere Haltestellen nördlich und südlich der Gleise verteilt. Die Umsteigewege sind teilweise unübersichtlich und entsprechen nicht überall den Anforderungen eines modernen Verkehrsknotens.

Der geplante Bushof soll behindertengerechte Haltekanten, grössere Warteflächen und einen verbesserten Wetterschutz erhalten.[8]

Vorgesehen sind ausserdem:

  • mehrere Haltekanten pro Fahrtrichtung;
  • beschleunigte Buszufahrten;
  • sichere Fusswege;
  • bessere Verbindungen zur Bahn;
  • Veloabstellanlagen;
  • eine gestalterische Aufwertung der Lindenstrasse;
  • kurze Wege zu den geplanten Neubauten.

Der Bushof soll langfristig die Rolle des Bahnhofs als multimodale Drehscheibe stärken.

Doppelspurausbau Opfikon Riet–Kloten

Die Strecke zwischen Opfikon Riet und Kloten war 2024 auf einer Länge von rund 1,6 Kilometern noch eingleisig.

Die SBB begann im November 2024 mit dem Bau eines zweiten Gleises. Das Projekt gehört zum Ausbauschritt 2035 des Bundes.[9]

Zum Vorhaben gehören:

  • ein 1,6 Kilometer langes zweites Streckengleis;
  • der Ausbau mehrerer Unterführungen;
  • Anpassungen an der Autobahnbrücke der A51;
  • neue und angepasste Stützmauern;
  • Erneuerungen von Gleisen und Weichen;
  • neue Lärmschutzwände;
  • Anpassungen der Sicherungsanlagen;
  • der barrierefreie Umbau von Kloten Balsberg.

Die Kosten wurden mit rund 77 Millionen Franken angegeben.[9]

Künftiger Viertelstundentakt

Der Doppelspurausbau schafft die infrastrukturelle Voraussetzung für einen Viertelstundentakt zwischen Zürich und Kloten.

Im heutigen Fahrplan bedient die S7 den Bahnhof grundsätzlich halbstündlich. Langfristig soll eine zusätzliche Verbindung das Angebot auf vier Züge pro Stunde verdichten.

Ein Viertelstundentakt würde:

  • die Wartezeiten verkürzen;
  • die Anschlüsse an das Busnetz verbessern;
  • den Bahnhof für Pendler attraktiver machen;
  • die Entwicklung des Bahnhofareals unterstützen;
  • die Strassenverbindungen zum Flughafen entlasten;
  • zusätzliche Fahrplanreserven schaffen.

Der genaue Zeitpunkt und die konkrete Liniengestaltung hängen von weiteren Ausbauten im Eisenbahnknoten Zürich, der Fahrzeugverfügbarkeit und den Beschlüssen zum künftigen S-Bahn-Angebot ab.

Güterverkehr

Die Strecke über Kloten ist eine wichtige Güterverkehrsroute im Norden Zürichs.

Sie ermöglicht Verbindungen zwischen:

  • Winterthur und der Ostschweiz;
  • dem Furttal;
  • dem Rangierbahnhof Limmattal;
  • dem Raum Baden und Basel;
  • verschiedenen Industrieanschlüssen;
  • dem Flughafen- und Logistikgebiet.

Güterzüge können die Bahnsteiggleise des Personenverkehrs umgehen. Dadurch bleiben ihre Fahrten weitgehend von den Haltevorgängen der S7 getrennt.

Der Ausbau auf Doppelspur zwischen Opfikon und Kloten soll auch zusätzliche Kapazität für den Güterverkehr schaffen.[9]

Stellung im Klotener Verkehrsnetz

Auf dem Gebiet der Stadt Kloten bestehen drei unterschiedliche Eisenbahnstationen mit jeweils eigener Funktion:

Station Hauptfunktion Wichtigste Angebote
Kloten Stadtzentrum und regionale Busdrehscheibe S7, SN7 und mehrere Buslinien
Kloten Balsberg Südliche Stadtgebiete, Arbeitsplatzgebiete und Umstieg zur Glattalbahn S7, SN7, Tramlinien 10 und 12 sowie Busse
Zürich Flughafen Flughafen sowie nationaler und internationaler Fernverkehr InterCity, InterRegio und mehrere S-Bahn-Linien

Der Bahnhof Kloten bleibt trotz der Nähe zum Flughafen die wichtigste Station für das historische und administrative Stadtzentrum.

Eisenbahngeschichtliche Bedeutung

Der Bahnhof dokumentiert mehrere wichtige Phasen der schweizerischen Verkehrs- und Wirtschaftsgeschichte:

  • den privaten Eisenbahnbau des 19. Jahrhunderts;
  • das ehrgeizige Projekt der Schweizerischen Nationalbahn;
  • den Konkurs einer grossen privaten Bahngesellschaft;
  • die Übernahme durch die Nordostbahn;
  • die Verstaatlichung des Eisenbahnwesens;
  • die Elektrifizierung der regionalen Bahnstrecken;
  • die Entwicklung des Flughafens Zürich;
  • die Verlagerung des Fernverkehrs auf eine Neubaustrecke;
  • die Einführung der Zürcher S-Bahn;
  • den modernen Ausbau für dichtere Takte und Güterverkehr.

Die heutige Bahnhofsanlage besitzt nur noch wenige unmittelbar erkennbare Elemente aus der Eröffnungszeit. Ihre Lage und Funktion gehen jedoch weiterhin auf die Nationalbahnstrecke von 1877 zurück.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Haltestellen- und Linienfahrpläne Kloten, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 3. August 2026.
  2. Strecke Opfikon–Kloten–Hürlistein, Schweizer Stellwerke, abgerufen am 3. August 2026.
  3. Gutachten zur Schutzwürdigkeit Dorfstrasse 35: Kloten im 19. Jahrhundert, Stadt Kloten, 2015, S. 8, abgerufen am 3. August 2026.
  4. Kloten, Bahnhof, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 3. August 2026.
  5. Kloten, Breitistrasse/Bahnhof, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 3. August 2026.
  6. 6,0 6,1 Bahnhof Kloten, Schweizerische Bundesbahnen, abgerufen am 3. August 2026.
  7. Entwicklung Bahnhof Nord und Lirenächer, Stadt Kloten, 2022, abgerufen am 3. August 2026.
  8. Kloten – Neugestaltung Busbahnhof, Kanton Zürich, abgerufen am 3. August 2026.
  9. 9,0 9,1 9,2 Zweites Gleis ermöglicht Viertelstundentakt von Zürich nach Kloten, Schweizerische Bundesbahnen, 18. November 2024, abgerufen am 3. August 2026.

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