Bahnhof Opfikon

Aus Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz
Bahnhof Opfikon
Mittelperron des Bahnhofs Opfikon
Name Opfikon
Typ Bahnhof
Lage Zwischenbahnhof
Bauform teilweise überdeckter Einschnittbahnhof
Gemeinde Opfikon
Bezirk Bülach
Kanton Zürich
Bahnstrecke Bahnstrecke Wettingen–Effretikon
Eigentümer Schweizerische Bundesbahnen
Betreiber Schweizerische Bundesbahnen
Abkürzung OP
IBNR 8503340
Bahnsteiggleise 2
Bahnsteige 1 Mittelperron
Höhe 427 m ü. M.
Eröffnung 1. Juni 1980
Verkehrsverbund Zürcher Verkehrsverbund
Tarifzone 121
Koordinaten 47° 25′ 48″ N, 8° 33′ 42″ O

Der Bahnhof Opfikon ist ein Bahnhof in der politischen Gemeinde und Stadt Opfikon im Bezirk Bülach des Kantons Zürich. Er liegt an der Bahnstrecke Wettingen–Effretikon zwischen Zürich Oerlikon und Kloten Balsberg.

Der Bahnhof wird von der Linie S7 der S-Bahn Zürich bedient. Sie verbindet Opfikon ohne Umsteigen mit Zürich, Winterthur, Meilen, Stäfa und Rapperswil. In den Wochenendnächten hält zusätzlich die Nacht-S-Bahn-Linie SN7.

Auf der Strassenebene befindet sich die Bushaltestelle Opfikon, Bahnhof, die von der Linie 761 der Verkehrsbetriebe Glattal bedient wird. Der nur wenige Gehminuten entfernte Bahnhof Glattbrugg bietet weitere S-Bahn-, Bus- und Stadtbahnverbindungen.

Die Station wurde im Zusammenhang mit dem Bau der Flughafenlinie Zürich errichtet und am 1. Juni 1980 eröffnet. Sie liegt in einem abgesenkten Bahneinschnitt, der teilweise überdeckt ist. Auf der Überdeckung entstand der Bruggacker-Park, wodurch die Bahnlinie an dieser Stelle in den städtischen Siedlungsraum integriert wurde.

Im Jahr 2026 modernisierten die SBB die Perronanlagen und Zugänge. Der Umbau umfasste insbesondere die Erhöhung des Mittelperrons und die Anpassung der Lifte, damit Reisende die Züge künftig stufenfrei erreichen können.

Lage

Der Bahnhof befindet sich im dicht bebauten Zentrum der Stadt Opfikon zwischen der Schaffhauserstrasse im Westen und der Giebeleichstrasse im Osten. Das Bahnhofareal liegt unmittelbar südlich des historischen Ortskerns von Opfikon und nördlich der Siedlungsgebiete von Glattbrugg.

Die Bahnstrecke verläuft im Bereich des Bahnhofs ungefähr von Südwesten nach Nordosten. In südwestlicher Richtung führt sie zum Bahnhof Zürich Oerlikon. Nordöstlich der Station verläuft sie über Kloten Balsberg und Kloten nach Bassersdorf und Effretikon.

Die Gleise liegen mehrere Meter unter dem umgebenden Strassenniveau. Ein Teil des Bahneinschnitts und des Perrons befindet sich unter einer Überdeckung, auf der der Bruggacker-Park angelegt wurde. Dadurch erscheint der Bahnhof von der Oberfläche aus eher als unterirdische Station als als herkömmlicher offener Bahnhof.

Die Hauptzugänge befinden sich an der Schaffhauserstrasse und an der Giebeleichstrasse. Treppen und Lifte führen von beiden Seiten zum Mittelperron. Die Überdeckung ermöglicht zugleich eine oberirdische Verbindung zwischen den Quartieren beidseits der Bahnlinie.

In der unmittelbaren Umgebung liegen Wohnüberbauungen, Schulen, Detailhandelsgeschäfte, Restaurants und kommunale Einrichtungen. Das Stadthaus Opfikon, das Alterszentrum Gibeleich und verschiedene Sport- und Freizeitanlagen sind zu Fuss erreichbar.

Etwa 250 Meter südwestlich befindet sich der Bahnhof Glattbrugg. Trotz der geringen Entfernung handelt es sich um zwei betrieblich getrennte Bahnhöfe an unterschiedlichen Strecken. Zwischen ihnen besteht ein beschilderter Fussweg.

Geschichte

Schweizerische Nationalbahn

Die Bahnlinie durch das heutige Stadtgebiet von Opfikon entstand in den 1870er Jahren. Die Schweizerische Nationalbahn plante eine vom Netz der Schweizerischen Nordostbahn unabhängige Ost-West-Verbindung zwischen dem Bodenseeraum, Winterthur, dem Furttal und der Nordwestschweiz.

Am 15. Oktober 1877 eröffnete die Nationalbahn den Abschnitt von Wettingen über Zürich Seebach, Kloten und Winterthur nach Effretikon.[1]

Die Strecke führte bereits durch Opfikon, besass dort jedoch noch keine Station. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befanden sich in Glattbrugg beziehungsweise Kloten. Das damalige Opfikon war ein vergleichsweise kleines, landwirtschaftlich geprägtes Dorf.

Die Schweizerische Nationalbahn geriet kurz nach der Eröffnung in finanzielle Schwierigkeiten. Die gewählte Linienführung umging das Zentrum Zürichs und brachte nicht die erwarteten Einnahmen. Im Jahr 1878 wurde die Gesellschaft zwangsliquidiert.

Die Nordostbahn übernahm die Strecken der Nationalbahn aus der Konkursmasse. Mit der Verstaatlichung der grossen privaten Eisenbahngesellschaften gingen die Bahnlinie und ihre Anlagen 1902 an die neu gegründeten Schweizerischen Bundesbahnen über.

Bahnverbindungen bei Opfikon

Die Eisenbahninfrastruktur im Raum Opfikon entwickelte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einem komplexen Netz verschiedener Strecken und Verbindungskurven.

Der Bahnhof Glattbrugg liegt an der 1865 eröffneten Strecke von Zürich Oerlikon über Rümlang und Oberglatt nach Bülach. Die weiter östlich verlaufende Nationalbahnstrecke führte dagegen von Zürich Seebach über Opfikon nach Kloten.

Mehrere Verbindungskurven ermöglichten es später, die Strecken aus verschiedenen Richtungen zu befahren. Die sogenannte Konkurskurve zwischen Seebach und dem Raum Opfikon erinnerte an die gescheiterte Schweizerische Nationalbahn.

Mit dem Wachstum des Flughafens Zürich und des nördlichen Zürcher Siedlungsgebiets nahm die Bedeutung der Bahnverbindungen stark zu. Gleichzeitig entwickelte sich Opfikon von einer Landgemeinde zu einer dicht bebauten Vorstadt mit grossen Wohn-, Gewerbe- und Dienstleistungsgebieten.

Bau der Flughafenlinie

In den 1960er und 1970er Jahren planten Bund, Kanton und SBB eine direkte Eisenbahnverbindung zum Flughafen Zürich. Bis dahin war der Flughafen hauptsächlich durch Busse und den Individualverkehr erschlossen.

Die neue Flughafenlinie sollte vom Raum Zürich Oerlikon beziehungsweise Glattbrugg durch einen Tunnel zum Flughafen führen und bei Bassersdorf wieder in die bestehende Strecke nach Winterthur einmünden. Das Projekt erforderte umfangreiche Veränderungen an den Gleisanlagen in Opfikon und Kloten.

Im Bereich Opfikon wurden bestehende Strecken verlegt und in einen tiefen Einschnitt abgesenkt. Die neue Anlage sollte die Kreuzung verschiedener Bahnlinien ermöglichen und gleichzeitig die dicht bebauten Quartiere möglichst wenig belasten.

Während der Bauzeit bestand zeitweise eine provisorische Umleitungsstrecke. Das westlichste Gleis der Strecke über Kloten wurde im Dezember 1978 in Betrieb genommen. Weitere Abschnitte zwischen Zürich Oerlikon, Opfikon und Kloten folgten 1979 und 1980.[2]

Bau der Station

Die heutige Bahnhaltestelle Opfikon wurde 1978 baulich erstellt. Sie entstand in einem Einschnitt zwischen der Schaffhauserstrasse und der Giebeleichstrasse.[3]

Die Stadt Opfikon vereinbarte mit den SBB, einen Teil des Bahneinschnitts zu überdecken. Auf der Überdeckung konnte eine öffentliche Grün- und Freizeitanlage geschaffen werden. Gleichzeitig wurden die Lärm- und Trennwirkungen der Bahnstrecke vermindert.

Die Station besitzt kein klassisches Aufnahmegebäude. Stattdessen führen Treppen und Lifte von der Strassen- und Parkebene zu einem Mittelperron im abgesenkten Gleisbereich. Technikräume befinden sich unter den Zugängen.

Am 31. Mai 1980 fand die offizielle Eröffnungsfeier der Station statt. Der fahrplanmässige Betrieb begann am 1. Juni 1980 gleichzeitig mit der Flughafenlinie und dem unterirdischen Bahnhof Zürich Flughafen.[4]

Der Bahnhof verbesserte die Erschliessung des alten Ortsteils Opfikon und der angrenzenden Wohnquartiere wesentlich. Zuvor mussten die Einwohnerinnen und Einwohner hauptsächlich den Bahnhof Glattbrugg oder regionale Busverbindungen benutzen.

Überdeckung und Bruggacker-Park

Die Überdeckung des Bahneinschnitts wurde zu einem wichtigen Bestandteil der städtebaulichen Gestaltung. Auf ihr entstand der Bruggacker-Park mit Grünflächen, Fusswegen und Spielmöglichkeiten.

Die SBB blieben Grundeigentümerin des Bahnareals, während die Stadt Opfikon Anlagen auf der Überdeckung erstellte und unterhielt. Ein Dienstbarkeitsvertrag vom 29. Juli 1983 regelte die Eigentums- und Unterhaltsverhältnisse.[3]

Der Park verbindet die Siedlungsgebiete auf beiden Seiten der Bahn. Ohne die Überdeckung würde die tief liegende, mehrgleisige Bahnanlage das Stadtgebiet deutlich stärker zerschneiden.

Die Kombination von Eisenbahnanlage und öffentlichem Park ist ein charakteristisches Merkmal des Bahnhofs Opfikon. Von der Oberfläche aus sind nur die Zugänge, Lifte, Informationsanlagen und einzelne Öffnungen der Überdeckung sichtbar.

S-Bahn Zürich

Am 27. Mai 1990 nahm die S-Bahn Zürich ihren Betrieb auf. Gleichzeitig führte der Zürcher Verkehrsverbund einen einheitlichen Tarif für Bahn, Bus, Tram und weitere öffentliche Verkehrsmittel ein.

Der Bahnhof Opfikon wurde in das neue S-Bahn-Netz integriert. Die durchgehenden Linien ermöglichten direkte Fahrten über Zürich Oerlikon, Zürich Hardbrücke und den Zürcher Hauptbahnhof in andere Teile des Kantons.

In den folgenden Jahrzehnten änderte sich die Linienführung mehrfach. Der Bahnhof wurde zeitweise von verschiedenen S-Bahn-Linien bedient. Heute hält die S7 in Opfikon.

Die Einführung des Halbstundentakts und die direkten Verbindungen nach Zürich, Winterthur und an den Zürichsee erhöhten die Bedeutung der Station für Pendlerinnen und Pendler.

Sanierung 2005 und 2006

In den Jahren 2005 und 2006 sanierten die SBB den Publikumsbereich der Station. Dabei wurden verschiedene Teile der Perron-, Zugangs- und Kundeninformationsanlagen erneuert.[3]

Die Modernisierung umfasste unter anderem eine zeitgemässe Gestaltung des Perrons, neue Beleuchtung und verbesserte Informationssysteme. Die vertraglichen Regelungen zwischen der Stadt und den SBB wurden anschliessend angepasst.

Die Anlage blieb jedoch bei der Perronhöhe und den Liften weiterhin hinter den späteren Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes zurück.

Bahnhofanlage

Der Bahnhof besitzt zwei durchgehende, elektrifizierte Gleise an einem Mittelperron. Die Gleise verlaufen in einem abgesenkten Einschnitt und werden von den Zügen der S7 sowie von weiteren betrieblichen Zugfahrten benutzt.

Ein grosser Teil des Perrons liegt unter der Überdeckung des Bruggacker-Parks. Die übrigen Abschnitte befinden sich in einem offenen Einschnitt. Wegen dieser Bauform wird Opfikon teilweise als Tunnelbahnhof bezeichnet.

Der Zugang erfolgt von der Schaffhauserstrasse und der Giebeleichstrasse. Auf beiden Seiten stehen Treppen und Lifte zur Verfügung. Die beiden Strassenseiten sind zusätzlich über die Parkanlage oberhalb der Gleise miteinander verbunden.

Auf dem Mittelperron befinden sich Wartebereiche, Sitzgelegenheiten, Billettautomaten, elektronische Abfahrtsanzeigen und weitere Fahrgastinformationen. Ein bedienter Billett- oder Gepäckschalter besteht nicht.

Die Station besitzt kein separates Aufnahmegebäude und keine dauerhaft geöffneten Verkaufsgeschäfte im eigentlichen Bahnhofsbereich. In den umliegenden Strassen befinden sich jedoch zahlreiche Einkaufs- und Verpflegungsmöglichkeiten.

Hindernisfreier Ausbau 2026

Ausgangslage

Das Mittelperron des Bahnhofs entsprach vor dem Umbau nicht vollständig den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes. Die Perronhöhe erlaubte bei den eingesetzten Niederflurzügen keinen durchgehend stufenfreien Einstieg.

Auch die bestehenden Lifte waren für einzelne moderne Rollstühle, Kinderwagen und grössere Mobilitätshilfen zu eng. Zudem wiesen Teile der Treppenabdichtungen Schäden auf, durch die Wasser in darunterliegende Technikräume eindringen konnte.[3]

Die SBB und die Stadt Opfikon koordinierten deshalb die bahntechnischen Anpassungen mit der Instandsetzung der Zugänge und der Überdeckung.

Bauarbeiten

Im Jahr 2026 wurde das Mittelperron erhöht. Dadurch können Reisende nach Abschluss der Arbeiten weitgehend stufenfrei in die Niederflurzüge der S-Bahn ein- und aussteigen.

Die bestehenden Lifte wurden verbreitert beziehungsweise an die Anforderungen eines hindernisfreien Bahnhofs angepasst. Gleichzeitig sanierten die Projektpartner die Treppen und deren Abdichtungen.

Weitere Arbeiten betrafen Beleuchtung, Fahrgastinformationen, technische Räume und verschiedene Anlagen im Perronbereich. Nach dem Umbau gehen die Treppen und Lifte vollständig in das Eigentum und die Unterhaltsverantwortung der SBB über.[3]

Die Hauptarbeiten wurden mit dem Ausbau der Bahnstrecke zwischen Opfikon Riet und Kloten koordiniert. Dadurch konnten Streckensperrungen gemeinsam genutzt und die Gesamtdauer der Einschränkungen reduziert werden.

Auswirkungen auf den Bahnverkehr

Vom 23. Mai bis 15. Juni 2026 wurde die S7 zwischen Zürich Oerlikon und Bassersdorf umgeleitet. Die Züge hielten während dieser Zeit ausserordentlich am Flughafen Zürich, während die Halte Opfikon, Kloten Balsberg und Kloten entfielen.

Für die ausfallenden Halte verkehrten Bahnersatzbusse. Im Fall von Opfikon bedienten sie die Haltestelle Glattbrugg, Post anstelle des unmittelbar am Bahnhof gelegenen Bushalts.

Vom 15. bis 29. Juni 2026 hielten die Züge der S7 wegen weiterer Bauarbeiten nicht in Opfikon. Reisende konnten stattdessen die S9 und S15 ab dem nahe gelegenen Bahnhof Glattbrugg benutzen.[5]

Weitere Nachtarbeiten fanden bis Anfang Juli 2026 statt. Abschlussarbeiten an der Station und im Umfeld dauerten darüber hinaus an.

Parkplätze während des Umbaus

Der P+Rail-Standort Opfikon ist wegen der Bauarbeiten vom 16. Februar bis voraussichtlich 15. Dezember 2026 geschlossen.[6]

Für Velofahrende stehen eine rund um die Uhr geöffnete, videoüberwachte Velostation mit 100 Plätzen und 29 weitere überdachte Abstellplätze zur Verfügung.[6]

Beim Bahnhof befindet sich ausserdem eine Station des Veloverleihsystems PubliBike. Weitere Carsharing-Standorte liegen beim Bahnhof Glattbrugg und in den umliegenden Quartieren.

Verkehr

S-Bahn

Im Jahresfahrplan 2026 wird der Bahnhof Opfikon von der Linie S7 der S-Bahn Zürich bedient.[7]

  • S7: Winterthur – Kemptthal – Effretikon – Bassersdorf – Kloten – Kloten Balsberg – Opfikon – Zürich Oerlikon – Zürich Hardbrücke – Zürich HB – Zürich Stadelhofen – Meilen – Uetikon am See – Männedorf – Stäfa – Uerikon – Feldbach – Kempraten – Rapperswil SG

Die S7 verkehrt grundsätzlich im Halbstundentakt. Sie bietet direkte Verbindungen zum Hauptbahnhof Zürich, nach Winterthur und zu den Gemeinden am rechten Zürichseeufer.[8]

Die Fahrt nach Zürich Oerlikon dauert nur wenige Minuten. Zürich Hauptbahnhof ist ohne Umsteigen erreichbar. In Winterthur und Zürich bestehen Anschlüsse an den nationalen und internationalen Fernverkehr.

Fernverkehrszüge zwischen Zürich, dem Flughafen und Winterthur benutzen benachbarte Gleise beziehungsweise die eigentliche Flughafenlinie und halten nicht in Opfikon.

Nachtverkehr

In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag hält die Nacht-S-Bahn-Linie SN7 in Opfikon.[7]

Sie verbindet Opfikon in westlicher Richtung mit Zürich Oerlikon, Zürich Hauptbahnhof und den zentralen Ausgehgebieten der Stadt. In der Gegenrichtung bestehen Verbindungen nach Kloten, Bassersdorf und weiteren Gemeinden.

Für die Benutzung des ZVV-Nachtnetzes genügt ein gültiger Fahrausweis für die durchfahrenen Tarifzonen. Ein besonderer Nachtzuschlag wird nicht erhoben.

Busverkehr

Die Haltestelle Opfikon, Bahnhof wird von der Buslinie 761 der Verkehrsbetriebe Glattal bedient.

  • Linie 761: Glattbrugg, Bahnhof – Opfikon, Bahnhof – Glattbrugg, Giebeleichstrasse – Glattbrugg, Halden – Opfikon, Schulstrasse – Opfikon, Neuwiesen – Opfikon, Austrasse – Opfikon, Zil – Wallisellen, Steinacker – Wallisellen, Kaserne – Wallisellen, Zentrum – Wallisellen, Bahnhof

Die Linie verbindet den Bahnhof mit den Wohngebieten von Opfikon und Glattbrugg sowie mit dem Zentrum von Wallisellen.[9]

Die Bushaltestellen befinden sich im Bereich der Giebeleichstrasse und ermöglichen kurze Wege zu den Zugängen des Mittelperrons.

Bahnhof Glattbrugg

Der Bahnhof Glattbrugg liegt nur rund 250 Meter vom Bahnhof Opfikon entfernt. Beide Stationen erschliessen teilweise dieselben Wohn- und Geschäftsgebiete, liegen jedoch an unterschiedlichen Bahnstrecken.

In Glattbrugg halten die Linien S3, S9 und S15. Dadurch bestehen zusätzliche Verbindungen nach Zürich, Uster, Schaffhausen, Bülach, Niederweningen und weiteren Zielen.

Beim Bahnhof Glattbrugg halten ausserdem die Stadtbahnlinien 10 und 12. Die Linie 10 verbindet den Flughafen Zürich über Glattbrugg und Zürich Oerlikon mit der Zürcher Innenstadt. Die Linie 12 führt vom Flughafen über Glattbrugg und das Glattal nach Wallisellen und Stettbach.

Wegen der kurzen Entfernung können Reisende bei Betriebsstörungen oder ungünstigen Anschlüssen zwischen den beiden Bahnhöfen zu Fuss wechseln. Die Verbindung spielt insbesondere während Bauarbeiten an der S7 eine wichtige Rolle.

Die räumliche Nähe der beiden Bahnhöfe ist historisch durch die unterschiedliche Entstehung ihrer Strecken bedingt. Glattbrugg entstand an der Linie der Bülach-Regensberg-Bahn, während Opfikon an der früheren Nationalbahnstrecke liegt.

Bedeutung

Der Bahnhof Opfikon ist ein wichtiger Zugang zum öffentlichen Verkehr für den alten Ortsteil Opfikon und die angrenzenden Wohnquartiere. Zusammen mit dem Bahnhof Glattbrugg bildet er einen dicht erschlossenen Verkehrsknoten im mittleren Glattal.

Die S7 ermöglicht direkte Fahrten in das Zentrum von Zürich und nach Winterthur. Für Pendlerinnen und Pendler bietet der Bahnhof dadurch eine schnelle Alternative zum Individualverkehr.

Die Station erschliesst auch verschiedene Arbeitsplätze in Opfikon, Glattbrugg und im Flughafenumfeld. Zu Fuss, mit dem Bus oder mit dem Velo sind zahlreiche Büro-, Hotel- und Gewerbestandorte erreichbar.

Städtebaulich besitzt der Bahnhof wegen seiner abgesenkten und überdeckten Bauweise besondere Bedeutung. Die Bahnstrecke wurde nicht als offene Barriere durch das Stadtzentrum geführt, sondern teilweise mit einem öffentlichen Park überbaut.

Der Bruggacker-Park schafft einen Aufenthaltsraum über der Bahnanlage und verbindet die Quartiere beidseits der Gleise. Diese Kombination aus Verkehrsinfrastruktur, Lärmschutz und öffentlicher Grünanlage ist ein charakteristisches Beispiel für den verdichteten Infrastrukturbau der 1970er und 1980er Jahre.

Der Umbau von 2026 verbessert die Zugänglichkeit und erhöht den Komfort für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Reisende mit Kinderwagen sowie Personen mit Gepäck oder Velos.

Siehe auch

Literatur

  • Schweizerische Bundesbahnen: Flughafenlinie Zürich. Dokumentation zur Eröffnung der Bahnverbindung zum Flughafen, 1980.
  • Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz und Bahnprofil Schweiz CH+. AS Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-909111-74-9.
  • Werner Stutz: Bahnhöfe der Schweiz – Von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg. Orell Füssli, Zürich 1983, ISBN 3-280-01405-0.

Einzelnachweise

  1. Bahnstrecke Wettingen–Zürich und Furttallinie, Schienenverkehr-Schweiz.ch, abgerufen am 4. August 2026.
  2. Flughafenlinie Zürich, abgerufen am 4. August 2026.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 SBB-Überdeckung Bahnhof Opfikon: bauliche Anpassungen gemäss Behindertengleichstellungsgesetz, Beschluss des Stadtrats Opfikon vom 6. Mai 2025, abgerufen am 4. August 2026.
  4. Eröffnung der Station Opfikon am 31. Mai 1980, Bildarchiv SBB Historic, abgerufen am 4. August 2026.
  5. Doppelspur-Ausbau Opfikon Riet–Kloten und hindernisfreier Bahnhof Opfikon, Schweizerische Bundesbahnen, 20. Mai 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  6. 6,0 6,1 Bahnhof Opfikon, Schweizerische Bundesbahnen, abgerufen am 4. August 2026.
  7. 7,0 7,1 Haltestellen- und Linienfahrpläne Opfikon, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  8. Linienfahrplan S7 Winterthur–Rapperswil, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  9. Linienfahrplan 761 Glattbrugg–Opfikon–Wallisellen, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.

Wikimedia Commons Wikimedia Commons: Medien zu Bahnhof Opfikon