Tarifverbund Ostwind

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Tarifverbund OSTWIND
Kurzbezeichnung OSTWIND
Art Integraler Tarifverbund
Gründung 2002 als Abonnementsverbund
Integraler Tarifverbund seit 1. Juni 2009
Rechtsform Genossenschaft
Sitz St. Gallen
Verbundgebiet St. Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Schaffhausen, March und Liechtenstein
Transportunternehmen 29
Streckennetz rund 4000 km
Tarifsystem Zonentarif
Bevölkerung im Verbundgebiet rund 1,14 Millionen
Geschäftsstelle St. Leonhardstrasse 20, St. Gallen
Website ostwind.ch

Der Tarifverbund OSTWIND, häufig kurz OSTWIND genannt, ist ein integraler Tarifverbund des öffentlichen Verkehrs in der Ostschweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Sein Gebiet umfasst die Kantone St. Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus und Kanton Schaffhausen, den Bezirk March im Kanton Schwyz sowie Liechtenstein.

Unter dem Dach des Verbunds sind 29 Bahn-, Bus-, Schifffahrts- und Seilbahnunternehmen zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Streckennetz umfasst rund 4000 Kilometer. Der OSTWIND gehört damit flächenmässig zu den grössten Tarifverbünden der Schweiz.[1]

Der Fahrpreis richtet sich grundsätzlich nach der Anzahl der durchfahrenen Tarifzonen. Innerhalb der gelösten Zonen und der zeitlichen Gültigkeit dürfen die einbezogenen öffentlichen Verkehrsmittel beliebig oft benutzt werden. Reisende benötigen deshalb für eine Fahrt mit mehreren Bahn- und Busunternehmen nur einen Fahrausweis.

Der Tarifverbund organisiert selbst keinen Verkehrsbetrieb. Seine Aufgaben liegen insbesondere in der Festlegung und Weiterentwicklung des Verbundtarifs, der Herausgabe gemeinsamer Fahrausweise, der Einnahmenverteilung, dem Vertrieb, dem Marketing sowie der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Transportunternehmen und den öffentlichen Bestellern.

Verbundgebiet

Das Verbundgebiet erstreckt sich vom Bodensee und dem Rhein im Norden bis zu den Glarner Alpen im Süden. Im Westen reicht es bis in den Kanton Schaffhausen und den Bezirk March, im Osten bis zur österreichischen und liechtensteinischen Grenze.

Zum Gebiet gehören zahlreiche regionale Zentren, darunter:

Der Kanton Schwyz ist nicht vollständig Teil des Verbunds. Einbezogen sind die zum Bezirk March gehörenden Gebiete mit den Tarifzonen 997, 998 und 999. Dazu zählen unter anderem die Räume Lachen, Siebnen, Wangen, Tuggen und Reichenburg.[1]

Liechtenstein ist tariflich weitgehend in das OSTWIND-System eingebunden. Auf verschiedenen grenzüberschreitenden Verbindungen gelten besondere Bestimmungen, insbesondere bei Fahrten zwischen der Schweiz und Liechtenstein sowie auf dem österreichischen Bahnabschnitt zwischen Buchs SG und Nendeln.

Zonensystem

Grundprinzip

Das OSTWIND-Gebiet ist in nummerierte Tarifzonen eingeteilt. Beim Kauf eines Fahrausweises werden sämtliche Zonen gelöst, die zwischen Ausgangs- und Zielort durchfahren werden.

Der Preis hängt nicht davon ab, welches Transportunternehmen oder welche konkrete Linie benutzt wird. Massgebend sind grundsätzlich:

  • die Anzahl der benötigten Zonen;
  • die Wagenklasse;
  • die Alters- oder Ermässigungskategorie;
  • die Art des Fahrausweises;
  • die zeitliche Gültigkeit.

Innerhalb der gelösten Zonen dürfen Reisende während der Gültigkeitsdauer grundsätzlich beliebig oft in verschiedene Richtungen fahren und zwischen Bahn und Bus umsteigen. Auch Unterbrechungen der Reise sind möglich, sofern die zeitliche Gültigkeit nicht abgelaufen ist.[2]

Haltestellen auf einer Zonengrenze werden den angrenzenden Zonen zugeordnet. Welche Zone für eine bestimmte Fahrt benötigt wird, hängt deshalb von der Fahrtrichtung und dem gewählten Linienweg ab.

Zeitliche Gültigkeit

Einzelbillette sind abhängig von der Anzahl der gelösten Zonen während einer festgelegten Zeit gültig. Bei kurzen Fahrten beträgt die Gültigkeitsdauer in der Regel eine Stunde. Billette für grössere Gebiete gelten zwei oder drei Stunden.

Tageskarten berechtigen am Gültigkeitstag und bis 05.00 Uhr des Folgetages zu beliebig vielen Fahrten innerhalb der gelösten Zonen. Ab einer festgelegten Zahl gelöster Zonen wird automatisch eine Tageskarte für das gesamte Verbundgebiet ausgegeben.

Stadtzone St. Gallen

Die Stadt St. Gallen und angrenzende Gebiete bilden die Tarifzone 210. Innerhalb dieser Zone besteht zusätzlich ein Kurzstreckentarif. Das Kurzstreckenbillett gilt für eine umsteigefreie Fahrt über höchstens fünf Bushaltestellen, auf dem Abschnitt der Appenzeller Bahnen zwischen St. Gallen Bahnhof und Spisertor sowie auf der Mühleggbahn.[3]

Fahrausweise

Das Sortiment des Tarifverbunds umfasst Fahrausweise für gelegentliche Fahrten, den Freizeitverkehr, Pendlerinnen und Pendler sowie Gruppen.

Fahrausweis Verwendung Wesentliche Merkmale
Einzelbillett Einfache oder gelegentliche Fahrt Freie Fahrt innerhalb der gelösten Zonen während der zeitlichen Gültigkeit
Mehrfahrtenkarte Mehrere einzelne Fahrten Sechs entwertbare Einzelbillette; gegenüber Einzelkäufen ermässigt
Tageskarte Hin- und Rückfahrt oder mehrere Fahrten Gültig in den gelösten Zonen bis 05.00 Uhr des Folgetages
Multi-Tageskarte Mehrere frei wählbare Reisetage Sechs entwertbare Tageskarten
9-Uhr-Tageskarte Freizeitfahrten ausserhalb der morgendlichen Hauptverkehrszeit Montag bis Freitag ab 09.00 Uhr, an Wochenenden und allgemeinen Feiertagen ganztägig
Monatsabo Regelmässige Fahrten Auf dem SwissPass hinterlegt
Jahresabo Häufige Fahrten über längere Zeit Zwölf Monate zum Preis von neun entsprechenden Monatsabos
Gruppenbillett Gruppen ab zehn Personen Ermässigter Gruppentarif und teilweise notwendige Anmeldung

Für Kinder, Jugendliche, Inhaberinnen und Inhaber eines Halbtax-Abonnements sowie Hunde gelten reduzierte Tarife. Kleine Hunde und Katzen können in geeigneten Behältern unentgeltlich mitgenommen werden.

Monats- und Jahresabonnemente werden grundsätzlich auf dem SwissPass gespeichert. Neben persönlichen Abonnementen für einzelne Zonen ist ein Abonnement für das gesamte OSTWIND-Gebiet erhältlich.

Schiffe, Bergbahnen und Velos

Nicht sämtliche Schiffs- und Bergbahnverbindungen gehören uneingeschränkt zum normalen OSTWIND-Sortiment. Für bestimmte Angebote bestehen besondere Geltungsbereiche.

Mit der OSTWIND Tageskarte Plus können neben den regulären Bahn- und Buslinien zusätzliche Schiffs-, Seilbahn- und Bergbahnstrecken benutzt werden. Dazu gehören je nach gültigem Tarif unter anderem Angebote auf dem Bodensee, dem Walensee, dem Untersee und dem Rhein.

Für den Veloselbstverlad ist grundsätzlich ein zusätzlicher Fahrausweis erforderlich. Auf kürzeren Fahrten kann ein ermässigtes OSTWIND-Billett verwendet werden. Für längere Reisen ist häufig eine nationale Velotageskarte günstiger. Die Beförderungsmöglichkeiten hängen vom Fahrzeugtyp und vom verfügbaren Platz ab.

Nachtnetz

In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag sowie vor bestimmten Feiertagen verkehren im OSTWIND-Gebiet zusätzliche Nachtzüge und Nachtbusse.

Für das Nachtnetz ist kein besonderer Nachtzuschlag erforderlich. Gewöhnliche Billette und Abonnemente sind gültig, sofern sie die benötigten Zonen und den Reisezeitraum abdecken.[3]

Das Nachtnetz verbindet insbesondere die Städte St. Gallen, Winterthur, Schaffhausen, Frauenfeld und Rapperswil mit den umliegenden Gemeinden. Daneben bestehen grenzüberschreitende Nachtverbindungen nach Konstanz und Liechtenstein.

Grenzüberschreitende Angebote

Die geografische Lage der Ostschweiz führt zu zahlreichen Fahrten über die Landesgrenzen und in benachbarte schweizerische Tarifverbünde. Der OSTWIND arbeitet deshalb mit mehreren Verbünden und Verkehrsunternehmen zusammen.

Z-Pass

Der Z-Pass ist der gemeinsame Tarif für Fahrten zwischen dem Gebiet des Zürcher Verkehrsverbunds und den angrenzenden Verbünden OSTWIND, A-Welle, Schwyz und Zug.

Für Fahrten zwischen dem OSTWIND- und dem ZVV-Gebiet werden ausgewählte Zonen beider Verbünde kombiniert. Innerhalb der gelösten Zonen können die öffentlichen Verkehrsmittel beider Systeme benutzt werden.

Der Z-Pass ist insbesondere für Pendlerinnen und Pendler aus den Kantonen Thurgau, St. Gallen und Schaffhausen in den Raum Zürich und Winterthur von Bedeutung. Angeboten werden Einzelbillette, Tageskarten, Mehrfahrtenkarten sowie Monats- und Jahresabonnemente.[4]

Deutschland

Für Fahrten in den deutschen Landkreis Konstanz besteht eine Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Hegau-Bodensee (VHB). Kombinierte Fahrausweise ermöglichen Reisen zwischen dem OSTWIND-Gebiet und Orten wie Konstanz, Singen, Radolfzell und Engen.

Auf einzelnen Strecken im Kanton Schaffhausen erbringen deutsche Unternehmen Verkehrsleistungen innerhalb des schweizerischen Tarifgebiets. Dazu gehören Verbindungen der Deutschen Bahn und regionaler Busgesellschaften.

Österreich und Liechtenstein

Für Fahrten nach Vorarlberg bestehen Kombiangebote mit dem Verkehrsverbund Vorarlberg. Sie ermöglichen durchgehende Tariflösungen unter anderem nach Feldkirch, Dornbirn und Bregenz.

Liechtenstein ist in das OSTWIND-Verbundgebiet eingebunden. Die Busse von LIEmobil verbinden Orte wie Vaduz, Schaan, Balzers und Triesen mit den Bahnhöfen Buchs SG, Sargans und Feldkirch.

Bodensee-Ticket

Das Bodensee-Ticket ist ein grenzüberschreitender Freizeitfahrausweis für die Bodenseeregion. Es gilt auf ausgewählten Bahn-, Bus- und Fährverbindungen in der Schweiz, Deutschland und Österreich.

Das Angebot ist als Tageskarte oder als Drei-Tages-Pass erhältlich. Inhaberinnen und Inhaber eines OSTWIND-Jahresabonnements für alle Zonen erhalten das Bodensee-Ticket zu einem ermässigten Preis.

Transportunternehmen

Am Tarifverbund sind 29 Transportunternehmen beteiligt. Sie betreiben Eisenbahnen, Buslinien, Stadtverkehrssysteme, Schiffe, Standseilbahnen und Luftseilbahnen.

Zu den wichtigsten beteiligten Unternehmen gehören:

Bereich Unternehmen
Eisenbahn Schweizerische Bundesbahnen, Thurbo, Schweizerische Südostbahn, Appenzeller Bahnen, Deutsche Bahn und SBB Deutschland
Regional- und Stadtbus PostAuto, Bus Ostschweiz, Verkehrsbetriebe St. Gallen, Verkehrsbetriebe Schaffhausen, Stadtbus Frauenfeld, Stadtbus Kreuzlingen, Regiobus Gossau und Verkehrsbetriebe Zürcher Oberland
Liechtenstein Verkehrsbetrieb LIECHTENSTEINmobil
Schifffahrt Schweizerische Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft, Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein sowie Schiffsbetrieb Walensee
Berg- und Seilbahnen Braunwald-Standseilbahn, Mühleggbahn und Luftseilbahn Unterterzen–Flumserberg

Einige Unternehmen sind nur mit bestimmten Linien oder für einzelne Fahrausweisarten in den Verbund einbezogen. Die genauen Geltungsbereiche sind im Tarif T651.13 und im jeweils aktuellen Zonenplan festgelegt.[2]

Organisation

Der Tarifverbund war zunächst als einfache Gesellschaft organisiert. Am 8. Dezember 2011 wurde die Genossenschaft Tarifverbund OSTWIND gegründet; sie nahm ihre Tätigkeit Anfang 2012 auf.

Mitglieder der Genossenschaft sind die beteiligten Transportunternehmen. Die öffentliche Seite wird durch die Besteller des Regionalverkehrs vertreten. Dazu gehören die beteiligten Kantone, Städte und der Bund.

Zu den wichtigsten Organen und Fachgremien gehören:

  • die Generalversammlung;
  • die Verwaltung der Genossenschaft;
  • der Tarifverbundrat;
  • die Geschäftsstelle;
  • Fachkommissionen für Tarife, Marketing, Technik und Sicherheit;
  • Gremien zur Kontrolle und Verteilung der Einnahmen.

Die Geschäftsstelle befindet sich an der St. Leonhardstrasse 20 in St. Gallen. Sie führt die laufenden Geschäfte, koordiniert Projekte und betreut den gemeinsamen Tarif, den Vertrieb und die Abrechnung.[5]

Die Planung und Finanzierung des Verkehrsangebots bleibt grundsätzlich Aufgabe der Kantone, des Bundes und der jeweiligen Transportunternehmen. Der OSTWIND legt deshalb nicht selbstständig fest, welche Bahn- oder Buslinien verkehren.

Geschichte

Abonnementsverbund

Der OSTWIND nahm 2002 als Abonnementsverbund seine Tätigkeit auf. Gründungsgebiete waren die Kantone St. Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden.[6]

Zu Beginn galten die gemeinsamen Zonen hauptsächlich für Monats- und Jahresabonnemente. Für einzelne Fahrten mussten weiterhin streckenbezogene Billette der jeweiligen Transportunternehmen gekauft werden.

Das gemeinsame Abonnement vereinfachte insbesondere den Pendlerverkehr. Reisende konnten mit demselben Fahrausweis Bahn- und Buslinien verschiedener Unternehmen benutzen.

Integraler Tarifverbund

Am 1. Juni 2009 wurde der OSTWIND zu einem integralen Tarifverbund ausgebaut. Seit diesem Zeitpunkt werden auch Einzelbillette und Tageskarten nach dem gemeinsamen Zonensystem ausgegeben.

Die bisherigen streckenabhängigen Fahrausweise wurden für Reisen innerhalb des Verbundgebiets weitgehend durch Zonenbillette ersetzt. Der Verbund verwendete dafür den Grundsatz «Raum und Zeit – ein Billett für alles».

Die Umstellung führte zu einem deutlichen Anstieg der über den Tarifverbund abgerechneten Einnahmen. Der Jahresumsatz erhöhte sich von rund 53 Millionen Franken im Jahr 2008 auf über 87 Millionen Franken im Jahr 2009.[6]

Genossenschaft und Z-Pass

Am 8. Dezember 2011 wurde die Genossenschaft Tarifverbund OSTWIND gegründet. Sie ersetzte die bisherige einfache Gesellschaft und schuf eine dauerhafte rechtliche Grundlage für die Zusammenarbeit der Transportunternehmen.

Am 9. Dezember 2012 wurde der integrale Z-Pass eingeführt. Gleichzeitig trat ein Kooperationsvertrag mit dem Verkehrsverbund Hegau-Bodensee in Kraft.

Erweiterung nach Glarus und in die March

Am 15. Dezember 2013 wurde das Verbundgebiet um den Kanton Glarus erweitert. Gleichzeitig wurden Kooperationsvereinbarungen mit dem Fürstentum Liechtenstein und dem Verkehrsverbund Vorarlberg abgeschlossen.

Am 14. Dezember 2014 folgte die Erweiterung um den Bezirk March im Kanton Schwyz. Die Kooperation mit dem Verkehrsverbund Hegau-Bodensee wurde weiterentwickelt.

Eingliederung Schaffhausens

Bis 2017 besass der Kanton Schaffhausen mit Flextax einen eigenen Tarifverbund. Dieser wurde zum Fahrplanwechsel vom 10. Dezember 2017 in den OSTWIND integriert.

Das Verbundgebiet vergrösserte sich dadurch um zwölf Zonen. Für Fahrten zwischen Schaffhausen und den übrigen Teilen der Ostschweiz entstanden einheitliche Tarifregeln. Die Integration war überwiegend organisatorischer Natur, da bereits zuvor verschiedene verkehrliche Verbindungen zwischen den Gebieten bestanden.[7]

Verbundstrategie

Am 15. Dezember 2020 genehmigten die Bestellerkantone und die Genossenschaft eine gemeinsame Verbundstrategie. Sie definierte Ziele zur Kundenorientierung, Digitalisierung, regionalen Zusammenarbeit und grenzüberschreitenden Vernetzung.

Zu den strategischen Aufgaben gehören die Vereinfachung des Zugangs zum öffentlichen Verkehr, die Entwicklung digitaler Verkaufskanäle und eine bessere Abstimmung zwischen den politischen Bestellern und den Transportunternehmen.

Verkauf und Digitalisierung

OSTWIND-Fahrausweise sind erhältlich:

  • an Billettautomaten;
  • in bedienten Reisezentren und Verkaufsstellen;
  • im OSTWIND-Webshop;
  • über die SBB-Website und die SBB-Mobile-App;
  • über die App öV Plus;
  • über weitere an die nationale Verkaufsplattform NOVA angeschlossene Anbieter.

Die App öV Plus bietet neben der Fahrplanauskunft den Kauf digitaler Einzelbillette, Tageskarten und Mehrfahrtenkarten. Abonnemente werden grundsätzlich auf dem SwissPass hinterlegt.

Bei elektronischen Billetten muss der Kauf vollständig abgeschlossen sein, bevor das Verkehrsmittel abfährt. Nachträglich gelöste E-Tickets werden bei einer Kontrolle nicht als gültiger Fahrausweis anerkannt.

Kennzahlen

Im Geschäftsjahr 2025 wurden im OSTWIND- und Z-Pass-System rund 261,5 Millionen Franken Umsatz erzielt. Im Einzelreiseverkehr wurden mehr als 19 Millionen Billette verkauft.[8]

Kennzahl Wert 2025
Beteiligte Kantone 7
Transportunternehmen 29
Bevölkerung im Verbundgebiet rund 1'137'000
Verkaufte Billette im Einzelreiseverkehr 19'188'322
Verkaufte Abonnemente 387'098
Personenkilometer 2'019'796'038
Gesamtumsatz einschliesslich Z-Pass und Halbtaxanteilen rund 261,5 Millionen Franken

Die im Jahr 2025 erbrachte Verkehrsleistung entsprach durchschnittlich rund 1776 Personenkilometern je Einwohnerin und Einwohner des Verbundgebiets.

Bedeutung

Der Tarifverbund vereinfacht die Nutzung des öffentlichen Verkehrs in einer Region mit zahlreichen kleineren und mittleren Transportunternehmen. Vor seiner Einführung mussten Reisende bei Umstiegen teilweise mehrere Fahrausweise nach unterschiedlichen Tarifen lösen.

Das einheitliche Zonensystem ermöglicht durchgehende Fahrten mit Regionalzügen, Stadtbussen, Postautos und weiteren Verkehrsmitteln. Davon profitieren insbesondere Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie Reisende in ländlichen Gebieten.

Eine besondere Bedeutung besitzt der OSTWIND wegen seiner grenzüberschreitenden Lage. Das Verbundgebiet grenzt an Deutschland und Österreich, umfasst Liechtenstein und besitzt Übergänge zu mehreren schweizerischen Tarifverbünden.

Durch den Z-Pass ist der OSTWIND zusätzlich mit dem Wirtschaftsraum Zürich verbunden. Die Kooperationen mit den Verkehrsverbünden Hegau-Bodensee und Vorarlberg sowie das Bodensee-Ticket erleichtern internationale Reisen im Bodenseeraum.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Über uns, Tarifverbund OSTWIND, abgerufen am 4. August 2026.
  2. 2,0 2,1 Tarif T651.13: Genossenschaft Tarifverbund OSTWIND, Ausgabe vom 1. Juni 2024.
  3. 3,0 3,1 OSTWIND-Tarifinformationen und Zonenplan 2026, gültig ab 14. Dezember 2025.
  4. Z-Pass, Tarifverbund OSTWIND, abgerufen am 4. August 2026.
  5. Impressum, Tarifverbund OSTWIND, abgerufen am 4. August 2026.
  6. 6,0 6,1 Zahlen und Geschichte, Geschäftsbericht 2025 des Tarifverbunds OSTWIND.
  7. Geschäftsbericht 2017, Tarifverbund OSTWIND.
  8. Geschäftsbericht 2025, Tarifverbund OSTWIND.