Kanton Graubünden

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Kanton Graubünden

Chantun Grischun
Cantone dei Grigioni

Flagge des Kantons Graubünden
Flagge

Wappen des Kantons Graubünden
Wappen

Staat Schweiz
Hauptort Chur
Beitritt zum Bund 1803
Amtssprachen Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch
Fläche 7105 km²
Einwohner 207'334
provisorischer Stand: 31. Dezember 2025
Bevölkerungsdichte rund 29 Einwohner pro km²
Regionen 11
Gemeinden 100
Höchster Punkt Piz Bernina, 4049 m ü. M.
Tiefster Punkt San Vittore, 279 m ü. M.
Kantonskürzel GR
Website gr.ch

Der Kanton Graubünden (rätoromanisch Chantun Grischun, italienisch Cantone dei Grigioni, französisch Canton des Grisons) ist ein Kanton im Südosten der Schweiz. Hauptort und grösste Stadt ist Chur. Mit einer Fläche von 7105 Quadratkilometern ist Graubünden der flächenmässig grösste Kanton der Schweiz. Er umfasst ungefähr einen Sechstel des schweizerischen Staatsgebiets.[1]

Graubünden ist der einzige Schweizer Kanton mit drei Amtssprachen: Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch. Seine sprachliche, konfessionelle und regionale Vielfalt hat dem Kanton gelegentlich die Bezeichnung «Schweiz im Kleinen» eingebracht. Die historische Entwicklung aus weitgehend selbstständigen Gerichtsgemeinden und den Drei Bünden prägt die politische Kultur und die starke Stellung der Gemeinden bis in die Gegenwart.

Der Kanton grenzt an die Kantone St. Gallen, Glarus, Uri und Tessin. Internationale Grenzen bestehen zu Liechtenstein, Österreich und Italien. Rund zwei Drittel der Bündner Kantonsgrenze sind zugleich Schweizer Landesgrenze.[1]

Graubünden ist ein ausgesprochener Gebirgs- und Tourismuskanton. Zu seinen bekanntesten Landschaften gehören das Engadin, die Surselva, das Prättigau, das Bergell, das Puschlav, das Misox, das Domleschg, das Albulatal und das Bündner Rheintal. International bekannte Orte sind unter anderem Davos, St. Moritz, Arosa, Flims, Laax, Lenzerheide, Scuol, Pontresina und Klosters.

Name

Der deutsche Name «Graubünden» nimmt Bezug auf den Grauen Bund, einen der drei historischen Bünde, aus denen der spätere Freistaat der Drei Bünde hervorging. Die Bezeichnung wurde im Lauf der Zeit auf das gesamte Gebiet der Drei Bünde übertragen.

Der rätoromanische Name lautet Grischun, der italienische Grigioni. Beide Namen gehen ebenfalls auf den Grauen Bund zurück. Die französische Form lautet Grisons.

Die Einwohnerinnen und Einwohner werden auf Deutsch als Bündnerinnen und Bündner bezeichnet. Im Rätoromanischen sind je nach Idiom unterschiedliche Formen gebräuchlich, darunter Grischun und Grischuna. Italienischsprachige Kantonsbewohner werden als grigionesi bezeichnet.

Das Kantonskürzel GR wird unter anderem auf Fahrzeugkontrollschildern, in amtlichen Statistiken, Postadressen und geografischen Bezeichnungen verwendet.

Geografie

Datei:Karte Kanton Graubünden 2025.png
Karte des Kantons Graubünden

Lage und Grenzen

Graubünden bildet den südöstlichen Eckpfeiler der Schweiz. Das Kantonsgebiet erstreckt sich über den Alpenhauptkamm und umfasst Landschaften auf der Nord- wie auf der Südseite der Alpen.

Im Norden grenzt Graubünden an den Kanton St. Gallen, Liechtenstein und das österreichische Bundesland Vorarlberg. Im Nordosten und Osten liegen die österreichischen Bundesländer Vorarlberg und Tirol. Im Osten und Süden grenzt der Kanton an Italien, insbesondere an die Autonome Provinz Bozen–Südtirol und die Region Lombardei. Im Südwesten liegt der Kanton Tessin, im Westen grenzen Uri und Glarus an Graubünden.

Die stark gegliederte Grenze folgt Gebirgskämmen, Tälern, Flüssen und historischen Herrschaftsgrenzen. Zahlreiche Alpenpässe verbinden die Bündner Täler miteinander und mit den Nachbarregionen.

Landschaft und Höhenlage

Graubünden ist ein typisches Gebirgs- und Hochland. Gegen 90 Prozent der Kantonsfläche liegen höher als 1200 Meter über Meer. Die mittlere Höhe beträgt ungefähr 2100 Meter über Meer.[1]

Der höchste Punkt ist der 4049 Meter hohe Piz Bernina. Er ist der einzige Viertausender der Ostalpen. Der tiefste Punkt des Kantons liegt bei San Vittore im Misox auf ungefähr 279 Metern über Meer.

Die höchstgelegene ganzjährig bewohnte Siedlung der Schweiz ist Juf in der Gemeinde Avers. Sie liegt auf rund 2126 Metern über Meer. Die grossen Höhenunterschiede ermöglichen auf verhältnismässig kurzer Distanz sehr verschiedene Landschafts- und Klimazonen.

Zu den bedeutenden Gebirgsgruppen gehören:

Bekannte Berge sind neben dem Piz Bernina unter anderem der Piz Palü, der Piz Kesch, der Piz Linard, der Piz Buin, das Rheinwaldhorn, der Calanda, der Piz Beverin und das Tinzenhorn.

Täler und Regionen

Die Landschaft Graubündens wird durch rund 150 Täler geprägt. Viele davon entwickelten wegen ihrer geografischen Abgeschiedenheit eigene sprachliche, kulturelle und politische Traditionen.

Zu den wichtigsten Tal- und Landschaftsräumen gehören:

Der Alpenhauptkamm trennt nicht nur verschiedene Flusssysteme, sondern teilweise auch Sprach- und Kulturräume. Die Bündner Südtäler Bergell, Puschlav, Misox und Calancatal sind geografisch nach Italien ausgerichtet, gehören politisch jedoch zur Schweiz.

Gewässer

Datei:Rheinschlucht Ruinaulta.jpg
Die Rheinschlucht in der Surselva

Graubünden ist ein wichtiges Quellgebiet Europas. Seine Gewässer fliessen in drei verschiedene Meere.[1]

Der Vorderrhein entspringt in der Region des Tomasees beim Oberalppass. Der Hinterrhein entspringt im Rheinwald. Bei Reichenau vereinigen sich Vorder- und Hinterrhein zum Alpenrhein, der später in den Bodensee und über den Rhein in die Nordsee fliesst.

Der Inn durchquert das Engadin und fliesst über Österreich und die Donau in das Schwarze Meer. Die Flüsse der Südtäler entwässern in Richtung Adria. Die Mera aus dem Bergell, die Poschiavino aus dem Puschlav sowie die Moesa aus dem Misox und Calancatal erreichen über das norditalienische Flusssystem den Po. Der Rom aus dem Val Müstair fliesst über die Etsch in die Adria.

Im Kanton befinden sich mehr als 600 Seen. Bedeutende natürliche Seen sind der Silsersee, der Silvaplanersee, der St. Moritzersee, der Heidsee, der Davosersee und der Lago di Poschiavo. Daneben bestehen zahlreiche Speicherseen für die Produktion von Wasserkraft.

Bekannte Schluchten sind die Viamala, die Rheinschlucht, die Rofflaschlucht und die Zügenschlucht.

Klima

Das Klima unterscheidet sich wegen der grossen Höhenunterschiede und der Lage auf beiden Seiten des Alpenhauptkamms stark.

Die inneralpinen Täler des Engadins, der Surselva und des Mittelbündens weisen häufig ein trockenes, sonniges Klima auf. In hohen Lagen sind die Winter lang und schneereich. Die Südtäler stehen stärker unter dem Einfluss des Mittelmeerraums und besitzen teilweise ein milderes, niederschlagsreicheres Klima.

Im Churer Rheintal und in der Bündner Herrschaft begünstigt der Föhn den Wein- und Obstbau. Im Puschlav, Bergell und Misox wachsen neben Weinreben auch Kastanien und weitere Pflanzen, die in den höheren Alpentälern nicht gedeihen.

Der Klimawandel zeigt sich unter anderem im Rückgang der Gletscher, in steigenden Schneegrenzen, längeren Hitze- und Trockenperioden sowie veränderten Naturgefahren. Besonders betroffen sind Permafrostgebiete, Schutzwälder und Wintersportregionen.

Bevölkerung

Ende 2025 lebten nach provisorischen Angaben 207'334 Personen dauerhaft im Kanton. Gegenüber dem Vorjahr entsprach dies einem Wachstum von rund 0,6 Prozent. Die definitive Bevölkerungszahl für 2024 betrug 206'138 Personen.[2][3]

Mit rund 29 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Graubünden der am dünnsten besiedelte Kanton der Schweiz. Die Bevölkerung ist räumlich sehr ungleich verteilt. Ein grosser Teil lebt im Bündner Rheintal zwischen Chur und Landquart sowie in den grösseren Tourismuszentren.

Chur ist mit deutlichem Abstand die grösste Gemeinde. Weitere bedeutende Bevölkerungs- und Wirtschaftszentren sind Davos, Landquart, Domat/Ems, St. Moritz, Thusis, Ilanz/Glion und Scuol.

Viele periphere Täler sind von demografischer Alterung und der Abwanderung junger Erwachsener betroffen. Gleichzeitig verzeichnen das Bündner Rheintal und einzelne touristisch oder verkehrstechnisch gut erschlossene Gemeinden Bevölkerungswachstum.

Sprachen

Graubünden ist der einzige dreisprachige Kanton der Schweiz. Die kantonalen Amtssprachen sind:

Gemäss der Strukturerhebung 2024 gaben 74,5 Prozent der befragten Bevölkerung Deutsch, 12,3 Prozent Rätoromanisch und 13,2 Prozent Italienisch als Hauptsprache an. Da mehrere Hauptsprachen genannt werden können, sind Überschneidungen möglich.[4]

Deutsch dominiert im Bündner Rheintal, im Prättigau, in Davos, im Schanfigg und in verschiedenen ursprünglich rätoromanischen Gebieten. Im Alltag werden überwiegend alemannische Dialekte gesprochen. In mehreren Hochtälern bestehen ausserdem walserdeutsche Dialekte, die auf die Einwanderung der Walser im Mittelalter zurückgehen.

Das traditionelle rätoromanische Sprachgebiet umfasst insbesondere Teile der Surselva, Mittelbündens, des Engadins und des Val Müstair. Die fünf wichtigsten Schriftidiome sind:

Im Val Müstair wird die mit Vallader verwandte Sprachform Jauer gesprochen. Zusätzlich besteht mit Rumantsch Grischun eine überregionale Schriftsprache.

Italienisch wird hauptsächlich in den vier südlichen Talschaften gesprochen:

Die Amtssprache der Gemeinden und Regionen richtet sich nach ihrer sprachlichen Zusammensetzung. Der Kanton ist verpflichtet, die traditionellen Sprachgebiete zu erhalten und die Minderheitensprachen zu fördern.

Religion

Graubünden ist historisch sowohl römisch-katholisch als auch evangelisch-reformiert geprägt. Die konfessionellen Grenzen verliefen teilweise zwischen benachbarten Tälern, Dörfern oder sogar innerhalb derselben Gemeinde.

Gemäss der Strukturerhebung 2024 gehörten 35,9 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren der römisch-katholischen Kirche und 26,2 Prozent der evangelisch-reformierten Kirche an.[4]

Daneben bestehen orthodoxe, freikirchliche, muslimische, jüdische, hinduistische und weitere Religionsgemeinschaften. Der Anteil der Bevölkerung ohne Religionszugehörigkeit ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen.

Geschichte

Urgeschichte und römische Zeit

Das Gebiet des heutigen Graubündens war bereits in der Mittelsteinzeit besiedelt. Archäologische Funde belegen frühe Siedlungen und Verkehrswege in verschiedenen Tälern.

Vor der römischen Eroberung lebten im Alpenraum unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, die in den antiken Quellen zusammenfassend als Räter bezeichnet wurden. Im Jahr 15 vor Christus eroberten römische Truppen unter Drusus und Tiberius den zentralen Alpenraum. Das Gebiet wurde Teil der römischen Provinz Raetia.

Die Alpenpässe besassen für den Handel und das Militär grosse Bedeutung. Römische Strassen führten unter anderem über den Julier, Septimer und Splügen. Chur, das römische Curia, entwickelte sich zu einem regionalen Verwaltungs- und Verkehrszentrum.

Der römische Einfluss hinterliess tiefe Spuren. Aus dem gesprochenen Latein entwickelte sich das Rätoromanische. Auch das Christentum verbreitete sich früh; Chur ist spätestens seit dem 5. Jahrhundert als Bischofssitz belegt.[5]

Früh- und Hochmittelalter

Nach dem Ende der römischen Herrschaft blieb das Gebiet zunächst vergleichsweise stark von romanischen Traditionen geprägt. Im frühen Mittelalter entwickelte sich in Churrätien eine regionale Herrschaft unter einheimischen Adelsfamilien und dem Bischof von Chur.

Im Jahr 843 wurde Churrätien bei der Teilung des Fränkischen Reiches dem Ostfränkischen Reich zugeteilt. Der Bischof von Chur und das Kloster Disentis gewannen als Herrschaftsträger und als Kontrollmächte über wichtige Alpenübergänge an Bedeutung.

Im Hochmittelalter entstanden zahlreiche weltliche und geistliche Herrschaften. Zu den einflussreichen Adelsgeschlechtern gehörten unter anderem die Freiherren von Vaz, die Grafen von Werdenberg, die Herren von Rhäzüns, die von Planta und die von Salis.

Vom 12. bis 14. Jahrhundert wanderten deutschsprachige Walser in verschiedene Hochtäler ein. Sie liessen sich unter anderem in Davos, im Rheinwald, im Safiental, in Avers und im Prättigau nieder.

Entstehung der Drei Bünde

Im Spätmittelalter schlossen sich Gemeinden, Talschaften, Adelige und kirchliche Herrschaftsträger zu Bündnissen zusammen. Ziel war der Schutz gemeinsamer Rechte und die Begrenzung der Macht einzelner Feudalherren.

Der Gotteshausbund entstand 1367 im Umfeld des Bistums Chur. Der Graue Bund wurde 1395 gegründet und 1424 in Trun erneuert. Der Zehngerichtenbund entstand 1436 nach dem Aussterben der Grafen von Toggenburg.

Die drei Bündnisse arbeiteten zunehmend zusammen. Mit dem Bundsbrief von 1524 bestätigten der Graue Bund, der Gotteshausbund und der Zehngerichtenbund ihren Zusammenschluss. Daraus entwickelte sich der Freistaat der Drei Bünde, ein eigenständiges politisches Gebilde mit stark dezentraler Struktur.[6]

Die politische Macht lag vor allem bei den Gerichtsgemeinden. Entscheidungen wurden von den einzelnen Gemeinden beraten und durch Botenversammlungen koordiniert. Dieses System gilt als eine frühe Form kommunaler und direktdemokratischer Politik.

Beziehungen zur Eidgenossenschaft

Der Graue Bund und der Gotteshausbund schlossen 1497 beziehungsweise 1498 Bündnisse mit der Eidgenossenschaft. Im Schwabenkrieg von 1499 kämpften die Drei Bünde an der Seite der Eidgenossen gegen die Habsburger und den Schwäbischen Bund.

Die Drei Bünde waren jedoch kein vollwertiger Ort der Alten Eidgenossenschaft. Sie blieben ein eigenständiger, mit der Eidgenossenschaft verbündeter Staat.

1512 eroberten die Drei Bünde die südlich der Alpen gelegenen Gebiete Veltlin, Chiavenna und Bormio. Diese wurden bis 1797 als Untertanengebiete verwaltet. Heute gehören sie zu Italien.

Reformation und Bündner Wirren

Die Reformation breitete sich ab den 1520er-Jahren in verschiedenen Teilen Graubündens aus. Die Ilanzer Artikel von 1524 und 1526 stärkten die Gemeinden gegenüber dem Bischof und anderen geistlichen Herrschaftsträgern.

Eine Besonderheit war die weitgehende konfessionelle Entscheidungsfreiheit der Gemeinden. Dadurch entstanden katholische, reformierte und gemischtkonfessionelle Gebiete.

Während des Dreissigjährigen Krieges wurde Graubünden zum Schauplatz internationaler Machtkämpfe. In den Bündner Wirren rangen Frankreich, Spanien, Österreich und Venedig um die Kontrolle der strategisch wichtigen Alpenpässe. Gleichzeitig bestanden heftige innere Konflikte zwischen politischen und konfessionellen Parteien.

Ein bekanntes Ereignis war der Veltliner Mord von 1620, bei dem zahlreiche Reformierte im Veltlin getötet wurden. Der reformierte Pfarrer und Politiker Jörg Jenatsch spielte während der Bündner Wirren eine zentrale, aber umstrittene Rolle.

Helvetik und Kantonsgründung

1797 verlor der Freistaat seine Untertanengebiete Veltlin, Chiavenna und Bormio. 1798 wurde ein Teil Graubündens als Kanton Rätien in die zentralistische Helvetische Republik eingegliedert. Die französische Besetzung und die Kämpfe zwischen französischen und österreichischen Truppen führten zu schweren Belastungen.

Mit der Mediationsakte von 1803 wurde Graubünden als Kanton in die Schweizerische Eidgenossenschaft aufgenommen. Das Jahr 1803 gilt daher als offizielles Beitrittsjahr.

Die frühere Selbstständigkeit der Gerichtsgemeinden blieb zunächst stark ausgeprägt. Erst im 19. Jahrhundert wurden kantonale Institutionen und eine einheitlichere Verwaltung aufgebaut.

Moderner Kanton

Die Kantonsverfassung von 1854 stärkte die zentrale kantonale Ordnung. Die früheren Gerichtsgemeinden verloren einen Teil ihrer politischen und administrativen Funktionen.

Im 19. Jahrhundert verbesserten neue Passstrassen die Erreichbarkeit. Der Tourismus entwickelte sich zunächst in Kurorten wie St. Moritz, Davos und Arosa. Gegen Ende des Jahrhunderts begann der Bau des Netzes der Rhätischen Bahn.

Im 20. Jahrhundert wurden Wasserkraft, Tourismus, Gesundheitswesen, Bauwirtschaft und Industrie ausgebaut. Gleichzeitig nahm die Bevölkerung in abgelegenen Tälern teilweise ab.

Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts wurden zahlreiche Gemeinden zusammengeschlossen. Ihre Zahl sank von 212 im Jahr 2000 auf 100 im Jahr 2025.[7]

Politik

Kantonsverfassung

Die geltende Verfassung des Kantons Graubünden wurde am 14. September 2003 angenommen und trat am 1. Januar 2004 in Kraft.

Die Verfassung verpflichtet den Kanton unter anderem zum Schutz von Demokratie, Rechtsstaat, sozialer Gerechtigkeit, Umwelt, Dreisprachigkeit und kultureller Vielfalt.[8]

Die politischen Rechte umfassen Wahlen, Volksinitiativen sowie obligatorische und fakultative Referenden. Stimmberechtigte können auf kantonaler und kommunaler Ebene unmittelbar über Sachfragen entscheiden.

Grosser Rat

Der Grosse Rat ist die gesetzgebende Behörde und die oberste Aufsichtsinstanz des Kantons. Er besteht aus 120 Mitgliedern.

Seit 2022 werden die Mitglieder nach dem Verhältniswahlverfahren gewählt. Für die Sitzverteilung wird der sogenannte doppelte Pukelsheim verwendet. Dabei werden die Sitze zunächst entsprechend den kantonalen Wähleranteilen auf die Parteien verteilt und anschliessend den Listen in den einzelnen Wahlkreisen zugeteilt.[9]

Die Sitzungen finden überwiegend im Grossratsgebäude in Chur statt. Wegen der Dreisprachigkeit können sich die Ratsmitglieder auf Deutsch, Rätoromanisch oder Italienisch äussern.

Regierung

Die Regierung des Kantons Graubünden besteht aus fünf vollamtlichen Mitgliedern. Sie werden vom Volk für vier Jahre nach dem Majorzverfahren gewählt.

Jedes Regierungsmitglied leitet ein Departement. Die Regierung entscheidet als Kollegialbehörde. Das Regierungspräsidium wechselt jährlich und verleiht der betreffenden Person keine dauerhafte Vorrangstellung gegenüber den übrigen Mitgliedern.[10]

Gerichte

Die richterliche Gewalt wird durch kantonale Gerichte und regionale Gerichtsbehörden ausgeübt. Das Kantonsgericht behandelt insbesondere zivil- und strafrechtliche Verfahren, während das Verwaltungsgericht über öffentlich-rechtliche Streitigkeiten entscheidet.

Entscheide der höchsten kantonalen Instanzen können unter den gesetzlichen Voraussetzungen an das Bundesgericht weitergezogen werden.

Vertretung im Bund

Graubünden entsendet fünf Mitglieder in den Nationalrat und zwei Mitglieder in den Ständerat.

Bei eidgenössischen Abstimmungen, für die das Ständemehr erforderlich ist, verfügt Graubünden über eine ganze Standesstimme.

Regionen und Gemeinden

Seit der Gebietsreform von 2016 ist Graubünden in elf Regionen gegliedert. Sie übernahmen verschiedene Aufgaben der früheren Bezirke und Kreise.

Region Hauptort oder Verwaltungszentrum Bedeutende Gemeinden und Gebiete
Albula Tiefencastel Albula, Lenzerheide, Oberhalbstein
Bernina Poschiavo Puschlav und Brusio
Engiadina Bassa/Val Müstair Scuol Unterengadin und Val Müstair
Imboden Domat/Ems Domat/Ems, Flims, Trin, Rhäzüns
Landquart Landquart Bündner Herrschaft und Fünf Dörfer
Maloja Samedan Oberengadin und Bergell
Moesa Roveredo Misox und Calancatal
Plessur Chur Chur, Arosa und Schanfigg
Prättigau/Davos Davos Prättigau und Landschaft Davos
Surselva Ilanz/Glion Vorderrheintal, Lugnez und Safiental
Viamala Thusis Domleschg, Schams, Rheinwald und Avers

Seit dem 1. Januar 2025 besteht Graubünden aus 100 politischen Gemeinden. Die Gemeinden verfügen über eine traditionell starke Autonomie. Sie regeln im Rahmen des kantonalen Rechts unter anderem die lokale Organisation, Schulen, Infrastruktur, Raumplanung und Teile der Sozialversorgung.

Zu den grössten und regional bedeutendsten Gemeinden gehören:

Viele heutige Gemeinden entstanden durch Fusionen mehrerer Dörfer und Talschaften. Beispiele sind Ilanz/Glion, Scuol, Zernez, Surses, Lumnezia und Bergün Filisur.

Wirtschaft

Die Bündner Wirtschaft wird durch Dienstleistungen, Tourismus, Bauwirtschaft, Industrie, Energiewirtschaft, Gesundheitswesen sowie Land- und Forstwirtschaft geprägt.

Chur und das Bündner Rheintal bilden das wichtigste Verwaltungs-, Bildungs-, Gesundheits- und Dienstleistungszentrum. Industrielle Schwerpunkte bestehen unter anderem in Domat/Ems, Landquart, Chur und im vorderen Prättigau.

Zu den bedeutenden Wirtschaftsbereichen gehören:

  • Tourismus und Hotellerie;
  • Gesundheits- und Rehabilitationswesen;
  • Bau- und Immobilienwirtschaft;
  • Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie;
  • Chemie und Kunststoffverarbeitung;
  • Energieproduktion;
  • Nahrungsmittelwirtschaft;
  • Land- und Forstwirtschaft;
  • öffentliche Verwaltung und Bildung.

Tourismus

Der Tourismus ist eine tragende Säule der kantonalen Volkswirtschaft. Gemäss einer Wertschöpfungsstudie werden rund 31,3 Prozent der Beschäftigung und 26,5 Prozent der kantonalen Bruttowertschöpfung direkt oder indirekt durch den Tourismus ausgelöst.[11]

Zu den international bekannten Destinationen gehören:

Der Wintertourismus umfasst Skifahren, Snowboarden, Langlauf, Schlitteln und Eissport. Im Sommer stehen Wandern, Bergsteigen, Mountainbiken, Naturbeobachtung und kulturelle Angebote im Vordergrund.

Land- und Forstwirtschaft

Die Bündner Landwirtschaft ist überwiegend durch Berglandwirtschaft, Viehzucht, Milchwirtschaft und Alpwirtschaft geprägt. Nur ein kleiner Teil der Kantonsfläche eignet sich für intensiven Ackerbau.

Im Bündner Rheintal und in der Bündner Herrschaft werden Wein, Obst, Mais und weitere Kulturen angebaut. Bekannte Weinbaugemeinden sind Maienfeld, Jenins, Malans und Fläsch.

In den Südtälern werden Wein, Kastanien und teilweise mediterran geprägte Kulturen angebaut. Die traditionelle Nutzung der Alpen trägt zur Pflege der Kulturlandschaft und zur Herstellung regionaler Produkte bei.

Die Wälder besitzen eine wichtige Funktion als Schutz vor Lawinen, Steinschlag und Erosion. Daneben liefern sie Holz und bilden bedeutende Lebens- und Erholungsräume.

= Energie

Graubünden ist einer der wichtigsten Schweizer Produzenten von Wasserkraft. Zahlreiche Flüsse, Stauseen und Kraftwerksanlagen dienen der Stromproduktion.

Bedeutende Anlagen befinden sich unter anderem im Engadin, im Puschlav, im Hinterrheingebiet, in der Surselva und im Prättigau. Die Nutzung der Wasserkraft hat die wirtschaftliche Entwicklung vieler Berggemeinden beeinflusst.

Daneben gewinnen Solarenergie, insbesondere auf Gebäuden und alpinen Standorten, sowie Energieeffizienz an Bedeutung.

Verkehr

Die gebirgige Topografie stellt hohe Anforderungen an den Verkehr. Strassen, Bahnlinien, Tunnels und Pässe verbinden die zahlreichen Täler untereinander und mit den Nachbarregionen.

Eisenbahn

Datei:Landwasserviadukt Rhätische Bahn.jpg
Landwasserviadukt der Rhätischen Bahn

Die Rhätische Bahn betreibt ein weit verzweigtes meterspuriges Eisenbahnnetz. Es verbindet unter anderem Chur, Landquart, Davos, Arosa, St. Moritz, Scuol, Disentis, Thusis und Tirano.

Zu den bekanntesten Bahnstrecken gehören:

Die Albula- und Berninalinie der Rhätischen Bahn gehören seit 2008 zum UNESCO-Welterbe. Bedeutende Bauwerke sind der Landwasserviadukt, der Kreisviadukt Brusio und die Kehrtunnels der Albulabahn.

Die normalspurigen Linien der Schweizerischen Bundesbahnen führen über Sargans und Landquart nach Chur. In Disentis besteht Anschluss an die Matterhorn-Gotthard-Bahn.

Strassen und Alpenpässe

Die wichtigste Nord-Süd-Verbindung ist die A13. Sie führt vom St. Galler Rheintal über Chur, Thusis und den San-Bernardino-Tunnel ins Misox und weiter ins Tessin.

Die A28 erschliesst das Prättigau und bildet eine wichtige Verbindung nach Davos und zum Vereinatunnel.

Bedeutende Alpenpässe sind:

Mehrere Passstrassen sind im Winter geschlossen. Ganzjährige Verbindungen werden teilweise durch Strassentunnels und den Autoverlad der Rhätischen Bahn gewährleistet.

Öffentlicher Verkehr

Neben der Rhätischen Bahn spielen Postauto-Linien eine zentrale Rolle. Sie erschliessen Täler und Dörfer ohne Bahnanschluss.

Regionale Busunternehmen bestehen unter anderem in Chur, Davos und im Engadin. Die Fahrpläne von Bahn, Bus und Bergbahnen sind weitgehend aufeinander abgestimmt.[12]

Bildung und Forschung

Das Bildungssystem ist wegen der Dreisprachigkeit und der dezentralen Siedlungsstruktur besonders vielfältig. Der Unterricht erfolgt je nach Gemeinde auf Deutsch, Rätoromanisch oder Italienisch.

Die obligatorische Schule wird von den Gemeinden und dem Kanton getragen. In mehrsprachigen Regionen bestehen unterschiedliche Modelle für den Unterricht der Kantonssprachen.

Zu den bedeutenden Bildungseinrichtungen gehören:

Graubünden besitzt keine Universität. Viele Studierende besuchen Hochschulen in Zürich, St. Gallen, Bern, Lausanne, Lugano oder im benachbarten Ausland.

Bedeutende Forschungsinstitutionen bestehen insbesondere in den Bereichen Schnee- und Lawinenforschung, Medizin, Tourismus, alpine Ökosysteme und Sprachen. In Davos befindet sich das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF.

Kultur

Die Kultur Graubündens wird durch die drei Sprachen, die unterschiedlichen Talschaften und die Verbindung nördlicher und südlicher Alpenkulturen geprägt.

Literatur und Sprachen

Die rätoromanische Literatur besitzt eine lange Tradition. Bedeutende Autorinnen und Autoren sind unter anderem Peider Lansel, Giachen Michel Nay, Cla Biert, Andri Peer, Luisa Famos und Arno Camenisch.

Zur deutschsprachigen Bündner Literatur gehören Werke von Conrad Ferdinand Meyer, Jakob Christoph Heer, Silvio Huonder und weiteren Autorinnen und Autoren. Im italienischsprachigen Graubünden entwickelte sich eine eigenständige Literatur der Südtäler.

Die mehrsprachigen Medien und Kulturinstitutionen spielen eine wichtige Rolle für den Erhalt der Minderheitensprachen. Die Radiotelevisiun Svizra Rumantscha produziert rätoromanische Radio-, Fernseh- und Onlineangebote.

Architektur und Siedlungen

Die traditionelle Architektur unterscheidet sich von Tal zu Tal. Im Engadin sind massive Steinhäuser mit tiefen Fensteröffnungen und Sgraffito-Verzierungen charakteristisch. Im Walsergebiet dominieren teilweise Holzhäuser und Streusiedlungen.

Bedeutende historische Ortsbilder befinden sich unter anderem in:

Zu den bekannten modernen Architekten mit engem Bezug zu Graubünden gehören Peter Zumthor, Gion A. Caminada und Valerio Olgiati.

Museen und Kulturinstitutionen

Wichtige Museen und kulturelle Einrichtungen sind:

Brauchtum

Regionale Bräuche sind unter anderem der Chalandamarz im Engadin, die Schlitteda, traditionelle Alpaufzüge, Viehschauen, Fasnachtsbräuche und Prozessionen.

Die Bündner Küche verbindet alpine, rätoromanische, italienische und deutschsprachige Einflüsse. Bekannte Spezialitäten sind:

Sport

Graubünden ist international als Wintersportregion bekannt. St. Moritz war 1928 und 1948 Austragungsort der Olympischen Winterspiele.

Bedeutende Sportveranstaltungen sind:

  • der Engadin Skimarathon;
  • der Spengler Cup in Davos;
  • Weltcuprennen im Ski alpin;
  • der White Turf auf dem gefrorenen St. Moritzersee;
  • Langlauf- und Biathlonveranstaltungen;
  • Mountainbike- und Berglaufrennen.

Auch Wandern, Bergsteigen, Klettern, Eishockey, Curling, Gleitschirmfliegen und Wassersport auf den Engadiner Seen sind verbreitet.

Natur und Umwelt

Graubünden verfügt über eine aussergewöhnlich vielfältige alpine Natur. Höhenunterschiede, unterschiedliche Gesteine und verschiedene Klimazonen schaffen Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten.

Schweizerischer Nationalpark

Der Schweizerische Nationalpark wurde 1914 gegründet und ist der älteste Nationalpark der Alpen. Er liegt im Unterengadin und im Val Müstair und umfasst rund 170 Quadratkilometer.[1]

Im Nationalpark soll sich die Natur weitgehend ohne menschliche Eingriffe entwickeln. Zu den vorkommenden Tierarten gehören Rothirsche, Gämsen, Steinböcke, Murmeltiere, Steinadler und Bartgeier.

Naturparks und Schutzgebiete

Weitere grossräumige Schutz- und Entwicklungsgebiete sind:

Die Tektonikarena Sardona gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Sie ermöglicht einen besonders anschaulichen Einblick in die Entstehung der Alpen.

Naturgefahren

Lawinen, Hochwasser, Murgänge, Felsstürze und Rutschungen gehören zu den natürlichen Risiken des Gebirgskantons.

Schutzwälder, Lawinenverbauungen, Rückhaltebecken, Gefahrenkarten und Frühwarnsysteme sollen Siedlungen und Verkehrswege schützen. Durch den Klimawandel verändern sich die Risiken, insbesondere in Permafrostgebieten und an instabilen Berghängen.

Sehenswürdigkeiten und Welterbe

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Kantons gehören:

  • die Altstadt und der bischöfliche Hof von Chur;
  • der Schweizerische Nationalpark;
  • die Rheinschlucht;
  • die Viamala;
  • die Seenlandschaft des Oberengadins;
  • das Dorf Guarda;
  • das Bergell mit Soglio;
  • das Puschlav mit Poschiavo;
  • das Kloster St. Johann in Müstair;
  • die Albula- und Berninalinie der Rhätischen Bahn;
  • die Tektonikarena Sardona;
  • das Schloss Tarasp;
  • die Burganlage von Mesocco.

Das Kloster St. Johann in Müstair gehört seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina wurde 2008 in die Welterbeliste aufgenommen.

Wappen und Flagge

Das heutige Kantonswappen vereint die Zeichen der drei historischen Bünde. Im oberen Teil stehen die Wappen des Grauen Bundes und des Zehngerichtenbundes, im unteren Teil der Steinbock des Gotteshausbundes.

Die heutige Gestaltung wurde 1932 festgelegt und 1933 vom Bundesrat genehmigt. Zuvor wurden die drei Wappenschilde häufig nebeneinander oder gemeinsam mit Schildhaltern dargestellt.[13]

Der schwarze Steinbock auf silbernem Grund war ursprünglich das Zeichen des Gotteshausbundes. Als Wappentier ist der Steinbock in der Region bereits seit dem Mittelalter belegt.

Die Kantonsflagge zeigt das gleiche Motiv wie das Wappen.

Siehe auch

Literatur

  • Handbuch der Bündner Geschichte. Herausgegeben vom Verein für Bündner Kulturforschung. Verlag Bündner Monatsblatt, Chur.
  • Historische Gesellschaft von Graubünden: Jahresbericht der Historisch-Antiquarischen Gesellschaft von Graubünden. Chur.
  • Institut für Kulturforschung Graubünden: Bündner Geschichte und Kultur. Chur.
  • Jon Mathieu: Eine Agrargeschichte der inneren Alpen. Graubünden, Tessin, Wallis 1500–1800. Chronos, Zürich.
  • Randolph C. Head: Demokratie im frühneuzeitlichen Graubünden. Chronos, Zürich.
  • Friedrich Pieth: Bündnergeschichte. Chur.
  • Rudolf Jenny: Das Wappen des Kantons Graubünden und seine historische Entwicklung. Standeskanzlei Graubünden, Chur.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Geografie. In: Kanton Graubünden. Hrsg.: Standeskanzlei Graubünden. Abgerufen am 21. Juli 2026.
  2. Bevölkerungsstatistik 2025 – provisorische Ergebnisse. In: Statistik Graubünden. Hrsg.: Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden. 2. April 2026. Abgerufen am 21. Juli 2026.
  3. Bevölkerungsstatistik 2024: Graubünden zählt 206'138 Einwohnerinnen und Einwohner. In: Statistik Graubünden. Hrsg.: Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden. 27. August 2025. Abgerufen am 21. Juli 2026.
  4. 4,0 4,1 Sprache und Religion. In: Statistik Graubünden. Hrsg.: Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden. Abgerufen am 21. Juli 2026.
  5. Geschichte. In: Kanton Graubünden. Hrsg.: Standeskanzlei Graubünden. Abgerufen am 21. Juli 2026.
  6. Drei Bünde besiegeln ihren Zusammenschluss. In: Kanton Graubünden. Hrsg.: Standeskanzlei Graubünden. 23. September 2024. Abgerufen am 21. Juli 2026.
  7. Ab 2025 bestehen noch 100 Gemeinden in Graubünden. In: Kanton Graubünden. Hrsg.: Amt für Gemeinden. 23. September 2024. Abgerufen am 21. Juli 2026.
  8. Verfassung des Kantons Graubünden. In: Bündner Rechtsbuch. Hrsg.: Kanton Graubünden. 14. September 2003. Abgerufen am 21. Juli 2026.
  9. Wahlsystem der Grossratswahlen. In: Kanton Graubünden. Hrsg.: Standeskanzlei Graubünden. Abgerufen am 21. Juli 2026.
  10. Regierung. In: Kanton Graubünden. Hrsg.: Standeskanzlei Graubünden. Abgerufen am 21. Juli 2026.
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