Splügenpass
| Splügenpass | |
|---|---|
| Italienischer Name | Passo dello Spluga |
| Passhöhe | 2115 m ü. M. |
| Gebirge | Alpen, zwischen Tambogruppe und Plattagruppe |
| Koordinaten | 46.5053° N, 9.3304° E |
| Nordseite | Rheinwald, Kanton Graubünden, Schweiz |
| Südseite | Valle Spluga, Provinz Sondrio, Italien |
| Orte an der Route | Splügen, Montespluga, Campodolcino, Chiavenna |
| Wasserscheide | Rhein–Po |
| Strasse Schweiz | Splügenpassstrasse |
| Strasse Italien | Strada Statale 36 |
| Ausbau zur Fahrstrasse | 1818–1823 |
| Wintersperre | in der Regel während des Winterhalbjahrs |
Der Splügenpass (italienisch Passo dello Spluga, rätoromanisch Pass dal Spleia) ist ein 2115 m hoher Alpenpass an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Er verbindet das Dorf Splügen im bündnerischen Rheinwald mit Montespluga, Campodolcino und Chiavenna in der italienischen Provinz Sondrio. Der Übergang liegt zwischen der Tambogruppe im Westen und der Plattagruppe im Osten.
Der Pass bildete während Jahrhunderten einen bedeutenden Abschnitt der direkten Verkehrsverbindung zwischen dem Bodensee- und Rheinraum, Chur, Chiavenna, dem Comersee und der lombardischen Tiefebene. Archäologische Funde und historische Quellen weisen darauf hin, dass die Route bereits in vorgeschichtlicher und römischer Zeit benutzt wurde. Ihre grösste wirtschaftliche Bedeutung erreichte sie vom späten Mittelalter bis zur Eröffnung der grossen Alpenbahnen im 19. Jahrhundert.
Die heutige Passstrasse wurde zwischen 1818 und 1823 als befahrbare Kunststrasse angelegt. Sie gehört mit ihren engen Kehren, Natursteinmauern, historischen Brücken und einer erhaltenen Lawinengalerie zu den bedeutenden verkehrsgeschichtlichen Anlagen der Schweiz. Wegen Schnee- und Lawinengefahr ist der Übergang im Winter gewöhnlich geschlossen.
Name
Der deutsche Name des Passes leitet sich vom Dorf Splügen im Rheinwald ab. Der Ort wurde 831 als cella in Speluca erwähnt. Der zugrunde liegende Name wird häufig mit dem lateinischen Wort spelunca für Höhle oder Felshöhlung in Verbindung gebracht, wobei die genaue sprachgeschichtliche Entwicklung nicht abschliessend geklärt ist.[1]
Im Mittelalter begegnen daneben Bezeichnungen wie Colmen d'Orso, was sinngemäss «Bärenpass» bedeutet. Auf Deutsch war der Übergang zeitweise auch als Urschler oder Urschlerpass bekannt. Diese älteren Namen verschwanden mit der zunehmenden Verbreitung der vom Passdorf abgeleiteten Bezeichnung Splügenpass.
Der italienische Name lautet Passo dello Spluga. Das südlich der Grenze gelegene Tal wird als Valle Spluga oder historisch als Val San Giacomo bezeichnet. Der unmittelbar südlich der Passhöhe gelegene Ort trägt den Namen Montespluga.
Lage und Topografie
Der Splügenpass liegt im zentralen Alpenraum. Die Passhöhe bildet die Staatsgrenze zwischen dem Kanton Graubünden und der italienischen Region Lombardei. Auf Schweizer Seite gehört das Gebiet zur politischen Gemeinde Rheinwald in der Region Viamala. Die italienische Seite liegt in der Gemeinde Madesimo in der Provinz Sondrio.
Nördlich des Passes entwässert das Gebiet über den Hüscherabach in den Hinterrhein. Das Wasser gelangt über den Alpenrhein und den Rhein in die Nordsee. Südlich der Passhöhe fliesst es über den Liro, die Mera, den Comersee, die Adda und den Po in die Adria. Der Splügenpass liegt damit auf der europäischen Hauptwasserscheide zwischen Nordsee und Mittelmeer.
Der Pass trennt die Tambogruppe im Westen von der Plattagruppe im Osten. Westlich der Passhöhe erhebt sich das Gebiet des Pizzo Tambo, östlich liegen die Berge der Suretta- und Plattagruppe. Die offene, nur spärlich bewaldete Passlandschaft ist stark Wind, Schnee und raschen Wetterwechseln ausgesetzt.
Der Übergang besitzt gegenüber mehreren anderen Alpenpässen den Vorteil, dass er zwischen dem Rheinwald und der Lombardei mit einem einzigen wesentlichen Auf- und Abstieg überwunden werden kann. Schwierige Hindernisse liegen jedoch weiter unten an beiden Seiten der Route: nördlich die Viamala, südlich die Schluchten des Liro und insbesondere der historische Cardinello-Weg.
Passstrasse
Die Schweizer Splügenpassstrasse beginnt im Dorf Splügen auf etwa 1450 m ü. M. und erreicht nach rund neun Kilometern die Passhöhe. Sie ist eine kantonale Verbindungsstrasse und wird im Bündner Strassenverzeichnis als Splügenpass-Strasse geführt.[2]
Kurz nach Splügen zweigt die Strasse von der Verbindung durch das Rheinwald und über den San-Bernardino-Pass ab. Sie steigt zunächst durch das Tal des Hüscherabachs an. Im oberen Abschnitt überwindet sie den steilen Hang mit einer Reihe enger Kehren, die im lokalen Sprachgebrauch als «Chera» bezeichnet werden.
Auf der Passhöhe überschreitet die Strasse die Landesgrenze. Auf italienischer Seite gehört sie zur Strada Statale 36 del Lago di Como e dello Spluga. Sie führt zunächst nach Montespluga und entlang des Stausees Lago di Montespluga. Anschliessend fällt sie in zahlreichen Kehren durch die Valle Spluga über Madesimo und Campodolcino nach Chiavenna ab.
Die italienische Südrampe ist wesentlich länger als die Nordrampe. Zwischen der Passhöhe und Chiavenna wird ein Höhenunterschied von ungefähr 1800 Metern überwunden. Mehrere Abschnitte verlaufen durch enge Schluchten, Tunnel und Galerien.
Die Strasse ist asphaltiert, wegen ihrer engen Kurven und abschnittsweise begrenzten Breite aber nicht für jeden Fahrzeugtyp gleich gut geeignet. Der Übergang dient heute vor allem dem regionalen Verkehr, dem Tourismus sowie dem Freizeitverkehr mit Motorrädern, Velos und historischen Fahrzeugen.
Klima und Wintersperre
Die Passhöhe liegt oberhalb der Waldgrenze und ist den Wetterverhältnissen des Hochgebirges ausgesetzt. Schnee kann bis weit in den Frühling liegen bleiben und bereits im Herbst erneut auftreten. Starker Wind führt häufig zu Verwehungen.
Während der Zeit des Saumverkehrs versuchte man, die Route zeitweise auch im Winter offenzuhalten. Dies erforderte einen erheblichen Einsatz der Bewohner der Passdörfer. Neu geräumte Wege konnten innerhalb weniger Stunden erneut zugeschneit sein.
Heute wird die Strasse im Winter gewöhnlich geschlossen. Der Zeitpunkt der Öffnung im Frühling oder Frühsommer hängt von Schneemenge, Lawinengefahr, Zustand der Strasse und den Räumungsarbeiten auf beiden Seiten der Grenze ab. Auch während der offenen Saison können Schneefall, Steinschlag, Bauarbeiten oder Unwetter zu vorübergehenden Sperrungen führen.
Vorgeschichtliche Nutzung
Funde entlang der Splügenroute zeigen, dass Menschen den zentralen Alpenraum bereits in vorgeschichtlicher Zeit durchquerten. Bearbeitete Steine und weitere Spuren weisen auf Jäger hin, die vor mehreren Jahrtausenden im Gebiet der heutigen Passroute unterwegs waren.
Die frühen Übergänge waren keine durchgehend ausgebauten Wege. Die Menschen nutzten natürliche Geländelinien, Flussterrassen und möglichst günstige Stellen zur Überquerung der Gebirgskämme. Hochalpine Gebiete dienten zudem der Jagd, dem saisonalen Weidebetrieb und dem Austausch zwischen benachbarten Tälern.
Ein auf der Passhöhe gefundener Roheisenbarren wird als Hinweis auf vorchristlichen Warenverkehr gedeutet. Einzelne Funde erlauben jedoch keine genaue Rekonstruktion der Verkehrsmenge oder der damaligen Wegführung.
Der Splügen gehörte vermutlich zu einem Netz verschiedener Übergänge. Reisende konnten je nach Herkunft, Wetter und politischer Lage auch den Septimer-, Julier-, Maloja-, San-Bernardino- oder Lukmanierpass benutzen.
Römische Zeit
In römischer Zeit verband eine Route das römische Curia, das heutige Chur, mit Clavenna, dem heutigen Chiavenna. Die Strecke führte durch das Domleschg, die Viamala, das Schams und das Rheinwald über den Splügenpass in die lombardischen Täler.
Die Tabula Peutingeriana, eine mittelalterlich überlieferte Darstellung des römischen Strassennetzes, zeigt eine Verbindung zwischen Curia und Clavenna. Mehrere der dazwischen eingetragenen Stationen lassen sich nicht zweifelsfrei bestimmten heutigen Orten zuordnen. Die Route wird in der Forschung dennoch überwiegend mit dem Splügenpass in Verbindung gebracht.[3]
Im Unterschied zur mit Wagen befahrbaren Julier-Septimer-Verbindung war die Splügenroute wahrscheinlich hauptsächlich als Saum-, Militär- und Postweg ausgebaut. Waren und Gepäck wurden auf Lasttieren befördert.
Römische Münzen und Gebrauchsgegenstände wurden an mehreren Orten entlang der Verbindung gefunden. Diese Funde belegen eine regelmässige Benutzung, erlauben aber keine sichere Aussage darüber, wie stark der Verkehr in einzelnen Jahrhunderten war.
Der spätrömische Heermeister Flavius Stilicho soll den Splügen zwischen 395 und 402 mehrmals mit Truppen überquert haben. Mit dem Ende der römischen Militärpräsenz in Rätien ging der staatliche Unterhalt der Alpenwege zurück.
Früh- und Hochmittelalter
Nach dem Zerfall der römischen Herrschaft blieb die Route grundsätzlich nutzbar, wurde aber weniger systematisch unterhalten. Lokale Herrschaftsträger, kirchliche Institutionen und die Bewohner der Täler sorgten für einzelne Wegabschnitte.
Die politische Kontrolle des Rheinwalds wechselte im Verlauf des Mittelalters zwischen verschiedenen geistlichen und weltlichen Herren. Auf der Südseite besassen unter anderem das Bistum Como und lokale Adelsfamilien Rechte.
Der deutsche Kaiser Otto I. soll den Übergang im 10. Jahrhundert auf einem Italienzug benutzt haben. Solche militärischen und herrschaftlichen Reisen zeigen die strategische Bedeutung des Passes, auch wenn der alltägliche Verkehr noch begrenzt gewesen sein dürfte.
Vom 13. Jahrhundert an liessen sich deutschsprachige Walser im Rheinwald nieder. Sie erschlossen neue Siedlungs- und Alpgebiete und wurden zu wichtigen Trägern des Passverkehrs. Das Dorf Splügen entwickelte sich am Abzweig der Wege zum Splügen- und zum San-Bernardino-Pass.
Die Südrampe führte durch das Val San Giacomo nach Chiavenna. Die enge Schlucht des Cardinello stellte dabei eines der gefährlichsten Teilstücke dar. Der Weg war schmal, steil und durch Absturz, Schnee, Eis und Steinschlag bedroht.
Aufstieg der Transitroute
Vom 14. Jahrhundert an gewann der Splügenpass als Verbindung zwischen Süddeutschland und Norditalien stark an Bedeutung. Händler aus Städten wie Augsburg, Nürnberg, Lindau und Ulm nutzten die Bündner Pässe für den Verkehr mit Mailand, Como, Genua und weiteren italienischen Handelszentren.
Zu den transportierten Gütern gehörten unter anderem Salz, Getreide, Wein, Reis, Textilien, Metalle, Käse, Vieh und Handelswaren aus dem Mittelmeerraum. Die genaue Zusammensetzung des Verkehrs veränderte sich je nach Epoche und wirtschaftlicher Lage.
Die Bewohner der Durchgangstäler organisierten den Transport in sogenannten Porten. Diese örtlichen Säumergenossenschaften besassen das Recht oder Monopol, Güter innerhalb eines bestimmten Streckenabschnitts zu befördern.
Die Waren wurden von Sust zu Sust weitergegeben. In Splügen übernahmen die Rheinwalder Säumer die Ladung von den Transporteuren aus dem Schams. Sie brachten sie über den Pass nach Montespluga, wo die Säumer des Val San Giacomo den Weitertransport nach Chiavenna übernahmen.[1]
Das Portensystem sicherte den Talbewohnern Einkommen, verlangsamte aber den Verkehr. Auf der Strecke zwischen Chur und Chiavenna mussten die Waren mehrfach umgeladen werden. Kaufleute und Spediteure versuchten deshalb wiederholt, freiere Transportbedingungen durchzusetzen.
Ausbau von Viamala und Cardinello
Die wirtschaftliche Bedeutung des Splügenpasses hing nicht allein vom eigentlichen Übergang ab. Entscheidend war die Befahrbarkeit der gesamten Route zwischen Chur und Chiavenna.
Auf der Nordseite bildete die Viamala ein grosses Hindernis. Die enge Hinterrheinschlucht wurde seit dem Mittelalter mit in den Fels geschlagenen Wegen, Brücken und Schutzmauern erschlossen. Neue Weganlagen entstanden unter anderem im 15. und 18. Jahrhundert.
Auf der Südseite musste der Cardinello überwunden werden. Der historische Saumweg verlief über steile Felsflanken hoch über dem Fluss Liro. Er wurde mehrmals ausgebaut, blieb aber für Reisende, Tiere und Transporte gefährlich.
Unfälle, Lawinen, Hochwasser und Felsstürze unterbrachen den Verkehr immer wieder. Zeitgenössische Reiseberichte beschrieben die Route deshalb zugleich als eindrucksvoll und furchterregend.
Der Basler Kaufmann Andreas Ryff schrieb nach einer Reise im Jahr 1587 sinngemäss, er würde lieber zweimal den Gotthard als einmal den «bösen Splügen» überqueren. Solche Aussagen wurden später häufig als Beispiel für die Gefahren der historischen Passroute zitiert.
Politische Bedeutung für die Drei Bünde
Der Splügenpass lag im Gebiet des Freistaats der Drei Bünde. Dieser kontrollierte mit seinen verschiedenen Pässen wichtige Verbindungen zwischen dem deutschen und dem italienischen Raum.
Die Einnahmen aus Zöllen, Weggeldern, Säumerei, Gasthäusern und Warenumschlag waren für die Talschaften bedeutend. Gleichzeitig führte die strategische Lage zu ausländischem Einfluss auf die Bündner Politik.
Frankreich, Österreich, Spanien, Venedig und Mailand versuchten zeitweise, die Nutzung und Kontrolle der Alpenübergänge zu sichern. Während der Bündner Wirren im frühen 17. Jahrhundert spielten die Passrouten eine wichtige Rolle für Truppenbewegungen und Nachschub.
Chiavenna gehörte seit dem frühen 16. Jahrhundert zu den Untertanengebieten der Drei Bünde. Dadurch lag ein grosser Teil der Splügenroute auf bündnerisch kontrolliertem Gebiet. Die Herrschaft über Chiavenna endete 1797 mit dessen Anschluss an die Cisalpinische Republik.
Reisende und kultureller Austausch
Neben Waren bewegten sich Geistliche, Gelehrte, Künstler, Diplomaten, Handwerker, Soldaten und Auswanderer über den Splügenpass. Die Route förderte dadurch den kulturellen Austausch zwischen dem deutschen und italienischen Sprachraum.
Zu den bekannten Reisenden gehörten der Humanist Erasmus von Rotterdam im frühen 16. Jahrhundert und der Zürcher Naturforscher Conrad Gessner. Später nutzten zahlreiche Bildungsreisende auf dem Weg nach Italien die Verbindung.
Gasthäuser und Susten boten Unterkunft, Verpflegung, Lagerräume und Möglichkeiten zum Wechsel der Transporttiere. Splügen, Montespluga, Campodolcino und Chiavenna profitierten wirtschaftlich vom Reiseverkehr.
Der Passverkehr brachte jedoch auch Belastungen. Truppen, Flüchtlinge und Krankheiten konnten sich entlang derselben Route bewegen. Die Gemeinden mussten bei militärischen Durchzügen Unterkunft, Tiere und Lebensmittel bereitstellen.
Alpenübergang von 1800
Im Winter 1800/01 überquerte eine französische Armee unter Marschall Étienne Macdonald den Splügenpass. Der Zug fand während des Zweiten Koalitionskriegs statt und sollte französische Truppen von der Schweiz nach Norditalien bringen.
Schnee, Eis, Kälte und Lawinen machten die Überquerung ausserordentlich gefährlich. Zahlreiche Menschen und Tiere kamen ums Leben. Besonders der Abstieg durch das Cardinello forderte Opfer.
Der Alpenübergang wurde später in militärischen Berichten, Erinnerungen und bildlichen Darstellungen festgehalten. Er verdeutlichte sowohl die strategische Bedeutung als auch die Grenzen des alten Saumwegs.
Die Ereignisse verstärkten den Wunsch nach einer modernen, befahrbaren Passstrasse. Wirtschaftliche Interessen Graubündens, der Lombardei und Österreichs trugen in den folgenden Jahren zur Verwirklichung dieses Projekts bei.
Bau der Kunststrasse
Nach den napoleonischen Kriegen begann ein Wettbewerb um leistungsfähige Alpenverbindungen. Das österreichische Königreich Lombardo-Venetien wollte den Handel zwischen der Lombardei und den Gebieten nördlich der Alpen fördern. Graubünden war daran interessiert, seine traditionelle Rolle im Transitverkehr zu erhalten.
1818 begann der Bau einer durchgehend befahrbaren Kunststrasse über den Splügen. Die Arbeiten wurden auf beiden Seiten der Grenze koordiniert. Auf der italienischen Seite war der Ingenieur Carlo Donegani eine prägende Persönlichkeit des Strassenbaus. An der Planung und Ausführung auf Bündner Gebiet waren schweizerische Ingenieure und kantonale Behörden beteiligt.
Die neue Anlage wurde zwischen 1818 und 1822 weitgehend erstellt und 1823 dem durchgehenden Verkehr übergeben. Im Gegensatz zum alten Saumweg war sie für Wagen und Postkutschen geeignet.[4]
Die Strasse wurde mit möglichst gleichmässiger Steigung angelegt. Kehren erlaubten es, grosse Höhenunterschiede auf engem Raum zu überwinden. Natursteinmauern stützten die Fahrbahn gegen den Hang und das steil abfallende Gelände.
Brücken überquerten Bäche und Geländeeinschnitte. Entwässerungsanlagen sollten verhindern, dass Wasser die Fahrbahn und Mauern beschädigte. Die Konstruktion musste mit örtlich verfügbaren Materialien und unter schwierigen alpinen Bedingungen ausgeführt werden.
Auswirkungen der Fahrstrasse
Nach der Eröffnung konnten grössere Mengen schneller und ohne ständiges Umladen transportiert werden. Wagen und Kutschen ergänzten oder ersetzten auf geeigneten Abschnitten die Saumtiere.
Der Verkehr nahm stark zu. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte der Splügen zu den bedeutenden Alpenübergängen. Nach zeitgenössischen Angaben wurden zeitweise rund 30'000 Tonnen Waren pro Jahr über die Route transportiert.[1]
Vom Aufschwung profitierten insbesondere Spediteure in Chur und Chiavenna, Fuhrleute, Wirte und Händler. Das traditionelle Portenwesen verlor dagegen seine frühere Bedeutung. Die Bewohner der Täler widersetzten sich teilweise dem Verlust ihrer Transportmonopole.
Auf der Route verkehrten Postkutschen. Reisende konnten nun bequemer und planbarer zwischen Graubünden und der Lombardei unterwegs sein, auch wenn die Reise weiterhin wetterabhängig und beschwerlich blieb.
Die Passdörfer erhielten neue Gasthäuser, Lagergebäude und Einrichtungen für den Verkehr. Das Ortsbild Splügens mit seinen grossen Häusern und Steinplattendächern erinnert noch heute an die Epoche des Transithandels.
Splügenpassgalerie
Trotz des Ausbaus blieb die Strasse stark lawinengefährdet. Besonders der Abschnitt unmittelbar unterhalb der Passhöhe war im Winter schwierig zu sichern.
1843 wurde auf der Schweizer Nordseite eine Lawinengalerie errichtet. Die Planung wird mit den Ingenieuren Carlo Donegani und Richard La Nicca verbunden. Österreich unterstützte die Finanzierung, da eine zuverlässige Verbindung für den Handel mit der Lombardei in seinem Interesse lag.[5]
Die Galerie besteht aus einem massiven, gemauerten Bauwerk. Sie sollte Lawinen und Schneemassen über die Fahrbahn hinwegführen und Reisenden Schutz bieten. Licht- und Lüftungsöffnungen durchbrechen die talseitige Mauer.
Spätere Veränderungen der Strassenführung führten dazu, dass die Galerie nicht mehr vollständig vom motorisierten Verkehr genutzt wurde. Dadurch blieb ein erheblicher Teil der historischen Bausubstanz erhalten.
Von 2006 bis 2011 wurde die Anlage umfassend restauriert. Dabei wurden Mauern, Gewölbe, Entwässerung und Zugänge instand gesetzt. Die Galerie gilt heute als aussergewöhnliches Beispiel für den alpinen Strassenbau des 19. Jahrhunderts.
Beim Nordportal wurde eine Ausstellung zur Geschichte des Passes, der Strasse und der Galerie eingerichtet. Der historische Bau kann während der schneefreien Jahreszeit besichtigt werden.
Konkurrenz durch die Alpenbahnen
Die wirtschaftliche Blüte der Fahrstrasse dauerte nur wenige Jahrzehnte. Neue Eisenbahnverbindungen ermöglichten wesentlich schnellere und günstigere Transporte.
1867 wurde die Brennerbahn eröffnet. 1871 beziehungsweise 1872 folgte die Verbindung durch den Mont-Cenis-Tunnel. Den entscheidenden Einschnitt für Graubünden brachte 1882 die Eröffnung der Gotthardbahn.
Der Warentransit über den Splügen und den San Bernardino brach innerhalb kurzer Zeit fast vollständig ein. Fuhrleute, Wirte, Säumer und weitere vom Verkehr abhängige Berufsgruppen verloren ihre wirtschaftliche Grundlage.
Das Rheinwald war von diesem Strukturwandel stark betroffen. Abwanderung und Auswanderung nahmen zu. Landwirtschaft und Alpwirtschaft wurden erneut zu den wichtigsten Erwerbszweigen.
Die geringe Bedeutung für den modernen Fernverkehr trug indirekt zur Erhaltung der historischen Strasse bei. Sie wurde nicht in gleichem Mass verbreitert und neu trassiert wie stärker befahrene Hauptachsen.
Splügenbahnprojekte
Seit dem 19. Jahrhundert wurden verschiedene Projekte für eine Eisenbahnverbindung über oder unter dem Splügenpass ausgearbeitet. Befürworter wollten Graubünden und Süddeutschland direkt mit Chiavenna, Mailand und Genua verbinden.
Zur Diskussion standen unterschiedliche Zufahrtslinien und Tunnelvarianten. Die Projekte konkurrierten mit Bahnplänen über den Gotthard, den Lukmanier, den San Bernardino und andere Übergänge.
Nach der Eröffnung der Gotthardbahn verschlechterten sich die wirtschaftlichen Aussichten einer Splügenbahn. Spätere Initiativen scheiterten an den hohen Baukosten, politischen Interessengegensätzen und der Konkurrenz bestehender Strecken.
Im frühen 20. Jahrhundert wurde die Idee erneut aufgegriffen. Auch diese Pläne wurden nicht verwirklicht. Der Splügen blieb daher einer der grossen historischen Bündner Übergänge ohne Eisenbahntunnel.
Automobilverkehr
Mit der Verbreitung des Automobils erhielt die Passstrasse im 20. Jahrhundert eine neue Funktion. Sie wurde zunehmend von Reisenden, Ausflüglern und später von Motorrädern und Velos benutzt.
Der Ausbau der Nationalstrasse A13 und die Eröffnung des San-Bernardino-Strassentunnels im Jahr 1967 verlagerten den regionalen und internationalen Durchgangsverkehr auf die ganzjährig besser nutzbare San-Bernardino-Achse.
Der Splügenpass blieb eine saisonale Nebenverbindung. Die enge historische Linienführung und die Wintersperre verhinderten seine Entwicklung zu einer modernen Transitstrasse für den Schwerverkehr.
Für den Tourismus erwiesen sich gerade die historische Bausubstanz, die spektakulären Kehren und die Hochgebirgslandschaft als wertvoll. Der Pass wurde zu einem beliebten Ziel für Rundfahrten und Oldtimerveranstaltungen.
Denkmalpflege und Sanierung
Die Splügenpassstrasse ist im Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz verzeichnet. Ihr Wert ergibt sich aus dem historischen Verlauf und aus der grossen Zahl erhaltener Bauelemente.
Zu diesen gehören:
- Natursteinmauern
- Steinbogen- und Fachwerkbrücken
- historische Kehren
- Entwässerungsanlagen
- Absturzsicherungen in traditioneller Bauweise
- die Lawinengalerie
- Abschnitte des älteren Saumwegs
Verkehr, Frost, Wasser, Tausalz und das Gewicht moderner Fahrzeuge verursachten im Laufe der Zeit Schäden. Besonders betroffen waren die talseitigen Stützmauern und die hölzernen Bestandteile der Absturzsicherungen.
Seit den 2000er Jahren wird die Strasse abschnittsweise instand gesetzt. Das Tiefbauamt und die Denkmalpflege des Kantons Graubünden arbeiten dabei mit Ingenieurunternehmen, regionalen Baufirmen und der IVS-Fachstelle des Bundesamts für Strassen zusammen.[4]
Ziel ist es, die Sicherheit zu verbessern, ohne den historischen Charakter der Anlage zu zerstören. Natursteinmauern werden soweit möglich mit den bestehenden Steinen wiederaufgebaut. Unsichtbare moderne Verstärkungen erhöhen teilweise ihre Tragfähigkeit.
Auch die Kurvenradien einzelner Kehren wurden angepasst. Die Eingriffe sollen sich in das historische Erscheinungsbild und die alpine Landschaft einfügen.
Historischer Saumweg
Neben der Fahrstrasse sind Abschnitte des älteren Saumwegs erhalten. Er verläuft teilweise getrennt von der heutigen Strasse und erreicht den eigentlichen Geländesattel nahe der Landesgrenze.
Der Weg weist traditionelle Pflästerungen, Trockenmauern und in den Fels eingearbeitete Partien auf. Einige Abschnitte wurden restauriert und in das Wanderwegnetz aufgenommen.
Auf der Schweizer Seite beginnt der Aufstieg beim Dorf Splügen. Der Weg führt durch Alpweiden, quert mehrfach den Bereich der modernen Strasse und erreicht die Passhöhe in der Nähe der historischen Galerie.
Südlich des Passes führt die Wanderroute über Montespluga und den Cardinello-Weg in Richtung Isola und Campodolcino. Sie folgt damit weitgehend der historischen Verkehrsachse.
Via Spluga
Die Via Spluga ist ein kulturhistorischer Weitwanderweg zwischen Thusis und Chiavenna. Die Route ist rund 65 bis 68 Kilometer lang und wird gewöhnlich in mehreren Tagesetappen begangen.
Von Thusis führt sie durch die Viamala nach Zillis und Andeer, weiter durch das Schams und das Rheinwald nach Splügen. Anschliessend überquert sie den Splügenpass und folgt der Valle Spluga bis Chiavenna.[6]
Der Wanderweg verbindet Natur- und Kulturlandschaften beiderseits der Grenze. Zu den wichtigsten historischen Elementen gehören alte Dorfkerne, Kirchen, Susten, Brücken, Saumwege, Schluchten und die Passstrasse des 19. Jahrhunderts.
Die Via Spluga vermittelt die Geschichte des Handels und Reisens über die Alpen. Museen und Ausstellungen in der Region ergänzen den Weg, darunter Einrichtungen in Splügen, Campodolcino und Chiavenna.
Naturraum
Die Landschaft des Splügenpasses ist durch kristallines und sedimentäres Gestein, Gletscherspuren, alpine Rasen und Schuttflächen geprägt. Kleine Seen und Feuchtgebiete liegen in Mulden der Passregion.
Unterhalb der Waldgrenze wachsen vor allem Lärchen, Fichten und Bergföhren. Oberhalb dominieren Zwergsträucher, alpine Gräser, Moose und Flechten.
Die Tierwelt umfasst Arten des Hochgebirges wie Murmeltier, Gämse, Schneehase und verschiedene Greif- und Hühnervögel. Die offenen Hänge dienen im Sommer als Alpweiden.
Strassenbau, Tourismus und historische Nutzung haben die Landschaft beeinflusst. Gleichzeitig blieben wegen der Wintersperre und der geringen Dauersiedlung grosse Flächen vergleichsweise wenig überbaut.
Montespluga und Stausee
Montespluga liegt wenige Kilometer südlich der Passhöhe auf ungefähr 1900 m Höhe. Das Dorf entwickelte sich als Station des Passverkehrs und besitzt traditionelle Steinbauten sowie Einrichtungen für Reisende.
Südlich der Siedlung liegt der Lago di Montespluga. Der Stausee entstand durch die Aufstauung des Liro und dient der Wasserkraftnutzung.
Die heutige Strasse verläuft entlang des Seeufers. Von hier führt sie durch Galerien und Kehren in Richtung Madesimo und Campodolcino.
Montespluga gehört zur Gemeinde Madesimo. Wegen der Höhenlage ist die Siedlung stark vom Tourismus und vom saisonalen Verkehr über den Pass abhängig.[7]
Bedeutung für Splügen und das Rheinwald
Das Dorf Splügen verdankt einen grossen Teil seiner historischen Entwicklung der Lage an den Passrouten. Hier trennten sich die Wege über den Splügen und den San Bernardino.
Grosse Wohn- und Handelshäuser, Susten und Gasthöfe zeugen vom früheren Transitverkehr. Viele Gebäude besitzen Dächer aus schweren Steinplatten, die für das Rheinwalder Ortsbild charakteristisch sind.
Die Einwohner arbeiteten als Säumer, Fuhrleute, Wirte, Händler und Bauern. Passverkehr und Landwirtschaft waren eng miteinander verbunden; viele sogenannte Säumerbauern kombinierten beide Erwerbsformen.
Nach dem Zusammenbruch des Transitverkehrs im späten 19. Jahrhundert verlor das Dorf Einwohner. Im 20. Jahrhundert entwickelten sich Tourismus, Wintersport und Dienstleistungen zu wichtigen wirtschaftlichen Bereichen.
2019 fusionierte Splügen mit Hinterrhein und Nufenen zur politischen Gemeinde Rheinwald.[8]
Grenze und Zoll
Die Staatsgrenze zwischen der Schweiz und Italien verläuft über die Passhöhe. Historische Grenzsteine markieren den Verlauf.
Unterhalb des Übergangs bestehen beziehungsweise bestanden Zollgebäude und Einrichtungen zur Kontrolle von Personen und Waren. Die Aufgaben der Grenzstellen veränderten sich mit der Entwicklung der Zollpolitik und der europäischen Zusammenarbeit.
Die Schweiz gehört nicht zur Europäischen Union, ist aber Teil des Schengen-Raums. Personenkontrollen finden deshalb nicht ständig statt, Zollvorschriften für Waren bleiben jedoch bestehen.
Wegen der saisonalen Öffnung und der geringen Bedeutung für den Schwerverkehr besitzt der Grenzübergang nicht dieselbe verkehrspolitische Stellung wie die grossen ganzjährig geöffneten Alpenrouten.
Tourismus und Freizeit
Der Splügenpass ist ein beliebtes Ziel für Autofahrer, Motorradfahrer, Velofahrer und Wanderer. Die engen Kehren und der Wechsel zwischen Schluchten, Dörfern und Hochgebirgslandschaft gelten als besonders reizvoll.
Für Rennvelofahrer stellt der Pass auf beiden Seiten einen langen und anspruchsvollen Anstieg dar. Die Südrampe besitzt zahlreiche Kehren und grössere Steigungswechsel, während die Nordseite kürzer, aber ebenfalls steil ist.
Mountainbike- und Wanderwege erschliessen die historischen Routen. Im Winter werden Abschnitte der geschlossenen Passstrasse und des umliegenden Geländes für Schneeschuh- und Skitouren genutzt, sofern Lawinensituation und Wetter dies erlauben.
Die Region vermarktet die Verbindung zwischen Natur, Verkehrsgeschichte und der Kultur der Walser, Bündner und Lombarden. Der Pass ist Bestandteil grenzüberschreitender touristischer Angebote.
Kulturelle Darstellung
Der Splügenpass erscheint seit dem 18. und 19. Jahrhundert in Reiseberichten, Gemälden, Stichen und Fotografien. Die Darstellungen zeigen häufig die Viamala, die Serpentinen, das Berghaus oder die dramatischen Felslandschaften der Südseite.
Romantische Reisende nahmen die Route als Verbindung von Gefahr und Schönheit wahr. Schluchten, Lawinen und steile Wege entsprachen dem zeitgenössischen Interesse am Erhabenen in der Natur.
Historische Fotografien dokumentieren den Wandel vom Saum- und Kutschenverkehr zum Automobil. Sie sind zugleich wichtige Quellen für Restaurierungen der Passstrasse.
Die Überquerung durch Macdonalds Armee im Jahr 1800 wurde in militärischen und populären Darstellungen besonders häufig behandelt.
Bedeutung in der Gegenwart
Der Splügenpass besitzt heute nur eine begrenzte Bedeutung für den internationalen Alltags- und Güterverkehr. Diese Funktion übernehmen vor allem die San-Bernardino- und Gotthardachsen.
Seine kulturhistorische Bedeutung ist dagegen aussergewöhnlich. Auf engem Raum sind mehrere Entwicklungsstufen des Alpenverkehrs sichtbar:
- der Verlauf eines alten Saumwegs
- eine frühe befahrbare Hochgebirgsstrasse
- Brücken und Stützmauern des 19. Jahrhunderts
- eine historische Lawinengalerie
- moderne Sicherungs- und Sanierungsmassnahmen
Der Pass veranschaulicht den wirtschaftlichen Aufstieg und den anschliessenden Niedergang einer traditionellen Transitroute. Er zeigt zugleich, wie historische Infrastruktur weiterhin genutzt werden kann, ohne ihren ursprünglichen Charakter vollständig zu verlieren.
Chronologie
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| Vorgeschichte | Jäger und andere Reisende nutzen das Gebiet der späteren Passroute |
| Römische Zeit | Regelmässige Benutzung der Verbindung zwischen Curia und Clavenna als Saum-, Militär- und Postweg |
| 395–402 | Der Heermeister Flavius Stilicho soll den Pass mehrfach überquert haben |
| 831 | Erste Erwähnung Splügens als cella in Speluca |
| Hochmittelalter | Ausbau der Route und Ansiedlung deutschsprachiger Walser im Rheinwald |
| ab dem 14. Jahrhundert | Aufstieg des Splügenpasses zu einer wichtigen Handels- und Säumerroute |
| 15.–18. Jahrhundert | Wiederholter Ausbau der Viamala- und Cardinello-Wege |
| 1587 | Der Basler Kaufmann Andreas Ryff beschreibt die Gefahren der Route |
| Dezember 1800 | Französische Truppen unter Marschall Macdonald überqueren den Pass unter schweren winterlichen Bedingungen |
| 1818 | Beginn des Baus der modernen Kunststrasse |
| 1822–1823 | Fertigstellung und Eröffnung der befahrbaren Passstrasse |
| 1843 | Bau der Lawinengalerie auf der Schweizer Nordseite |
| Mitte des 19. Jahrhunderts | Höhepunkt des Waren- und Postkutschenverkehrs |
| 1867 | Eröffnung der Brennerbahn verstärkt die Konkurrenz der Eisenbahn |
| 1882 | Nach der Eröffnung der Gotthardbahn bricht der Transitverkehr über den Splügen weitgehend zusammen |
| 20. Jahrhundert | Zunehmende Nutzung der Passstrasse durch Automobile und Touristen |
| 1967 | Eröffnung des San-Bernardino-Strassentunnels |
| 1980er- und 1990er-Jahre | Dokumentation der historischen Passstrasse für das Bundesinventar der historischen Verkehrswege |
| 2006–2011 | Umfassende Restaurierung der historischen Lawinengalerie |
| seit 2017 | Etappenweise Instandsetzung von Kehren, Stützmauern und weiteren historischen Bauwerken |
Siehe auch
- Splügen GR
- Rheinwald
- Via Spluga
- Viamala
- San-Bernardino-Pass
- Septimerpass
- Julierpass
- Maloja
- Chiavenna
- Alpenpass
- Historische Verkehrswege der Schweiz
Literatur
- Armon Planta: Verkehrswege im alten Rätien. Mehrere Bände. Verlag Bündner Monatsblatt, Chur.
- Friedrich Pieth: Bündnergeschichte. Schuler, Chur 1945.
- Jürg Simonett: Verkehrserneuerung und Verkehrsverlagerung in Graubünden. Die «Untere Strasse» im 19. Jahrhundert. Kommissionsverlag Desertina, Chur 1986.
- Bundesamt für Strassen: Historische Verkehrswege im Kanton Graubünden. Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz, Bern.
- Tiefbauamt Graubünden: Die Galerie am Splügenpass. Begleitbroschüre, Chur 2011.
- Ulrike Marx: Verkehrssicherheit und traditionelle Bautechnik. In: Wege und Geschichte, Nr. 1, 2024, S. 46–49.
Weblinks
- Die Galerie am Splügenpass beim Tiefbauamt Graubünden
- Historische Verkehrswege im Kanton Graubünden
- Lawinengalerie Splügenpass
- Via Spluga
- Via Spluga bei der Region Lombardei
- MUVIS – Museo della Via Spluga e della Val San Giacomo
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Die Galerie am Splügenpass, Tiefbauamt Graubünden, Begleitbroschüre, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Strassenverzeichnis des Kantons Graubünden, Tiefbauamt Graubünden, Stand 1. April 2026, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historische Verkehrswege im Kanton Graubünden, Bundesamt für Strassen, Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ 4,0 4,1 Verkehrssicherheit und traditionelle Bautechnik, Bundesamt für Strassen, in: Wege und Geschichte, 1/2024, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Lawinengalerie Splügenpass, Graubünden Ferien, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Via Spluga, Graubünden Ferien, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Montespluga, Gemeinde Madesimo, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Rheinwald (Gemeinde) im Historischen Lexikon der Schweiz, abgerufen am 30. Juli 2026.
Wikimedia Commons: Medien zu Splügenpass