Kanton Nidwalden

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Kanton Nidwalden
Amtlicher Name Kanton Nidwalden
Historischer Name Unterwalden nid dem Wald
Kürzel NW
Hauptort Stans
Grösste Gemeinde Stans
Region Zentralschweiz
Historische Stellung Teil von Unterwalden, einer der drei Waldstätten
Traditioneller Bundesschluss 1291
Amtssprache Deutsch
Fläche 275,8 km²[1]
Bevölkerung 45'237 Einwohnerinnen und Einwohner, 31. Dezember 2025[2]
Politische Gemeinden 11[3]
Bezirke keine
Legislative Landrat, 60 Mitglieder[4]
Exekutive Regierungsrat, 7 Mitglieder[5]
Höchster Punkt Rotstöckli, 2901 m ü. M.[6]
Tiefster Punkt Vierwaldstättersee, rund 434 m ü. M.
Vertretung im Ständerat 1 Sitz
Standesstimme ½
Internet nw.ch

Der Kanton Nidwalden ist ein Kanton in der Zentralschweiz. Hauptort und bevölkerungsreichste Gemeinde ist Stans. Der Kanton liegt zwischen dem Vierwaldstättersee, dem Pilatusmassiv, dem Bürgenstock und den nördlichen Ausläufern der Alpen.

Nidwalden gehört zur Deutschschweiz und bildet gemeinsam mit dem Kanton Obwalden das historische Land Unterwalden. Unterwalden war neben Uri und Schwyz eine der drei Waldstätten, die im späten Mittelalter den Kern der Alten Eidgenossenschaft bildeten.

Das Kantonsgebiet umfasst den südlichen und westlichen Teil des Stanser Beckens, das Tal der Engelberger Aa, mehrere Uferabschnitte des Vierwaldstättersees sowie Berglandschaften zwischen dem Bürgenstock, dem Stanserhorn, dem Brisen, den Walenstöcken und dem Titlisgebiet. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in Stans, Hergiswil, Buochs und Ennetbürgen.

Nidwalden gehört mit einer Fläche von rund 276 Quadratkilometern zu den kleineren Kantonen der Schweiz.[1] Ende 2025 lebten 45'237 Menschen dauerhaft im Kanton.[2]

Der Kanton besitzt elf politische Gemeinden und keine Bezirke. Eine Besonderheit bilden die zahlreichen Korporationen, Ürten und Genossenschaften, die umfangreiche Wälder, Alpen und Allmendflächen verwalten.

Bis 1999 wurde Nidwalden offiziell als «Halbkanton» bezeichnet. Die heutige Bundesverfassung verwendet diese Bezeichnung nicht mehr. Nidwalden besitzt jedoch weiterhin nur einen Sitz im Ständerat und bei eidgenössischen Verfassungsabstimmungen eine halbe Standesstimme.

Name

Der Name Nidwalden bedeutet sinngemäss «unterhalb des Waldes» oder «nid dem Wald». Gemeint ist der Kernwald zwischen dem heutigen Obwalden und Nidwalden.

Die historischen Bezeichnungen lauteten:

  • Unterwalden nid dem Wald;
  • Unterwalden nid dem Kernwald;
  • Nid dem Wald;
  • Nidwalden.

Das schweizerdeutsche Wort nid bedeutet «unterhalb». Obwalden liegt aus historischer Sicht «ob dem Wald», Nidwalden «nid dem Wald».

Die Bezeichnung Unterwalden ist älter als die Namen Obwalden und Nidwalden. Sie bezeichnete ursprünglich ein Gebiet innerhalb der mittelalterlichen Reichsvogtei Waldstätte. Erst im Verlauf des 14. Jahrhunderts entwickelten sich Obwalden und Nidwalden zu weitgehend selbstständigen politischen Gemeinschaften.[7]

Auf Französisch heisst der Kanton Nidwald, auf Italienisch Nidvaldo und auf Rätoromanisch Sutsilvania.

Einwohnerinnen und Einwohner werden als Nidwaldnerinnen und Nidwaldner bezeichnet. Das Adjektiv lautet nidwaldnerisch oder in Eigennamen häufig einfach Nidwaldner, beispielsweise Nidwaldner Landrat, Nidwaldner Museum und Nidwaldner Dialekt.

Wappen und Flagge

Das Wappen des Kantons zeigt auf rotem Grund einen weissen beziehungsweise silbernen Doppelschlüssel.

Die Kantonsflagge verwendet dasselbe Motiv.

Der Doppelschlüssel ist eine Variante der Schlüssel des heiligen Petrus. Er steht in Verbindung mit der engen Beziehung Nidwaldens zum Papsttum während der italienischen Feldzüge der Eidgenossen.

Papst Julius II. gestattete den Nidwaldnern 1512, den Doppelschlüssel in ihrem Wappen und Banner zu führen. Die Verleihung erfolgte als Anerkennung für die militärische Unterstützung des Papstes durch eidgenössische Truppen.[8]

Das ältere gemeinsame Wappen Unterwaldens zeigte einen einzelnen Schlüssel. Dieser erscheint heute im Wappen Obwaldens. Der Doppelschlüssel entwickelte sich dagegen zum eigenständigen Hoheitszeichen Nidwaldens.

Rot und Weiss prägen amtliche Veröffentlichungen, kantonale Fahnen, Vereinszeichen und regionale Veranstaltungen.

Geografie

Lage und Grenzen

Nidwalden liegt im geografischen Zentrum der Schweiz. Der Kanton grenzt an:

Teile der Grenzen zu Luzern, Uri und Schwyz verlaufen durch den Vierwaldstättersee.

Nidwalden besitzt eine Fläche von 27'584 Hektaren beziehungsweise 275,84 Quadratkilometern.[1] Darin ist auch der nidwaldnerische Anteil am Vierwaldstättersee enthalten.

Der höchste Punkt liegt auf dem Rotstöckli im Titlisgebiet auf rund 2901 Metern über Meer.[6] Der tiefste Punkt ist der Spiegel des Vierwaldstättersees auf rund 434 Metern über Meer.

Stanser Becken

Das Stanser Becken bildet den wichtigsten Siedlungs-, Wirtschafts- und Verkehrsraum des Kantons.

Es erstreckt sich zwischen:

  • Stans;
  • Oberdorf;
  • Ennetmoos;
  • Stansstad;
  • Buochs;
  • Ennetbürgen.

Die Ebene entstand durch Ablagerungen der Engelberger Aa, weiterer Gebirgsbäche und früherer Gletscher.

Der Talboden wird heute intensiv für Siedlungen, Landwirtschaft, Verkehr, Gewerbe und Industrie genutzt.

Stans, Oberdorf und Teile von Ennetmoos bilden ein weitgehend zusammenhängendes Siedlungsgebiet. Auch Buochs und Ennetbürgen sind räumlich und wirtschaftlich eng miteinander verflochten.

Engelbergertal

Die Engelberger Aa bildet die wichtigste Talachse des Kantons.

Der Fluss kommt aus dem zum Kanton Obwalden gehörenden Engelberg und durchquert:

  • Wolfenschiessen;
  • Dallenwil;
  • Oberdorf;
  • Buochs.

Bei Buochs mündet die Engelberger Aa in den Vierwaldstättersee.

Das Tal wird im unteren Abschnitt landwirtschaftlich und dicht besiedelt genutzt. Oberhalb von Wolfenschiessen wird es enger und stärker von Bergen, Wäldern, Alpweiden und Wildbächen geprägt.

Strasse und Eisenbahn führen durch das Tal nach Engelberg. Dadurch bildet es eine wichtige touristische und verkehrstechnische Verbindung.

Vierwaldstättersee

Nidwalden besitzt umfangreiche Ufergebiete am Vierwaldstättersee und am Alpnachersee.

Am See liegen die Gemeinden:

  • Hergiswil;
  • Stansstad;
  • Ennetbürgen;
  • Buochs;
  • Beckenried;
  • Emmetten.

Zu den bekannten Uferlandschaften gehören:

  • die Horwer- und Hergiswiler Bucht;
  • die Seeenge bei Stansstad;
  • die Buochser Bucht;
  • die Beckenrieder Bucht;
  • das Südufer des Bürgenstocks;
  • die Uferlandschaft unterhalb von Emmetten.

Der See dient der Schifffahrt, Fischerei, Trinkwasserversorgung, Freizeit und dem Tourismus.

Zwischen Beckenried und Gersau im Kanton Schwyz verkehrt eine Autofähre.

Berge

Nidwalden besitzt keine ausgedehnten Hochalpengebiete, weist aber grosse Höhenunterschiede und zahlreiche markante Voralpen- und Alpengipfel auf.

Zu den bedeutenden Bergen gehören:

Das Stanserhorn erhebt sich unmittelbar südlich von Stans. Sein Gipfel ist durch eine historische Standseilbahn und die Cabrio-Luftseilbahn erschlossen.

Der Bürgenstock ragt als langgestreckter Bergrücken in den Vierwaldstättersee. Er ist für seine Aussicht, das Bürgenstock Resort, den Felsenweg und den Hammetschwand-Lift bekannt.

Der Brisen bildet zusammen mit dem Hoh Brisen, dem Risetenstock und dem Schwalmis eine markante Bergkette über dem Vierwaldstättersee.

Täler und Berggebiete

Neben dem Engelbergertal gehören mehrere kleinere Täler und Berglandschaften zum Kanton:

  • das Choltal bei Emmetten;
  • das Melchtalgebiet an der Grenze zu Obwalden;
  • das Bannalpgebiet;
  • das Gebiet von Niederrickenbach;
  • das Wirzweligebiet;
  • das Lutersee- und Walenalpgebiet;
  • der Oberbauen;
  • das Renggpassgebiet;
  • der Lopper.

Die Bannalp liegt oberhalb von Wolfenschiessen und besitzt einen Stausee, Alpgebiete und mehrere Bergbahnen.

Niederrickenbach ist ein autofreier Wallfahrts- und Bergort in der Gemeinde Oberdorf. Er ist nur zu Fuss oder mit der Luftseilbahn erreichbar.

Flüsse und Bäche

Die Engelberger Aa ist der bedeutendste Fluss.

Weitere Gewässer sind:

  • der Steinibach;
  • der Lielibach;
  • der Buoholzbach;
  • der Melbach;
  • der Rotzbach;
  • der Rübibach;
  • zahlreiche Berg- und Wildbäche.

Gebirgsbäche können bei Starkregen und Schneeschmelze grosse Mengen Wasser, Geröll und Holz mitführen.

Hochwasserschutz, Geschiebesammler, Bachverbauungen und Schutzwälder besitzen deshalb eine hohe Bedeutung.

Klima

Das Klima wird durch den Vierwaldstättersee, die Berge und den Föhn beeinflusst.

In den tieferen Lagen am See sind die Winter vergleichsweise mild. Der See gleicht Temperaturschwankungen aus und begünstigt Obstbau und Gartenkultur.

In den höheren Gebieten von Wolfenschiessen, Oberdorf, Dallenwil und Emmetten sind die Winter länger und schneereicher.

Der Föhn kann zu hohen Temperaturen, trockener Luft und starken Windböen führen.

Der Klimawandel führt zu:

  • steigenden Durchschnittstemperaturen;
  • kürzeren Schneeperioden;
  • häufigeren sommerlichen Hitzeperioden;
  • längeren Trockenphasen;
  • intensiveren Starkniederschlägen;
  • Veränderungen der Wälder und Alpweiden.

Gemeinden

Der Kanton besteht aus elf politischen Gemeinden.[3]

Gemeinde Ständige Wohnbevölkerung Ende 2025 Bemerkung
Beckenried 3'753 Gemeinde am Vierwaldstättersee; Ausgangspunkt zur Klewenalp
Buochs 5'544 See- und Gewerbegemeinde mit Flugplatz
Dallenwil 1'857 Gemeinde im Engelbergertal; Zugang zu Wirzweli und Wiesenberg
Emmetten 1'684 Berg- und Tourismusgemeinde über dem Vierwaldstättersee
Ennetbürgen 5'331 Gemeinde zwischen Buochser Bucht und Bürgenstock
Ennetmoos 2'289 Ländliche Gemeinde westlich von Stans
Hergiswil 6'261 See- und Wohngemeinde am Fuss des Pilatus
Oberdorf 3'072 Umfasst Oberdorf, Büren und Niederrickenbach
Stans 8'386 Hauptort und grösste Gemeinde
Stansstad 4'904 Gemeinde am Alpnachersee mit Obbürgen und Kehrsiten
Wolfenschiessen 2'156 Flächenmässig grosse Berggemeinde im oberen Engelbergertal

Quelle der Einwohnerzahlen: Einwohnerstatistik des Kantons Nidwalden per 31. Dezember 2025.[2]

Die Gemeinden besitzen im Rahmen des kantonalen Rechts eine weitreichende Selbstständigkeit.

Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem:

  • lokale Raum- und Nutzungsplanung;
  • Gemeindestrassen;
  • Wasserversorgung;
  • Abwasser- und Abfallentsorgung;
  • Feuerwehr;
  • Sozialhilfe;
  • Einwohnerkontrolle;
  • Volksschule;
  • Kultur- und Sportangebote.

Wichtigstes politisches Organ ist in der Regel die Gemeindeversammlung. Die Stimmberechtigten entscheiden dort oder an der Urne über Budget, Rechnung, Reglemente und bedeutende Sachgeschäfte.

Korporationen und Ürten

Korporationen, Ürten und Genossenschaften besitzen in Nidwalden eine besondere historische und wirtschaftliche Bedeutung.

Ihre Ursprünge reichen in mittelalterliche Dorf- und Nutzungsgemeinschaften zurück.

Sie verwalten unter anderem:

  • Allmenden;
  • Alpen;
  • Wälder;
  • Weiden;
  • Grundstücke;
  • Quellen;
  • Nutzungsrechte;
  • gemeinschaftliches Vermögen.

Korporationsbürgerinnen und Korporationsbürger besitzen innerhalb ihrer Körperschaften besondere Mitwirkungs- und Nutzungsrechte.

Die Korporationen sind öffentlich-rechtlich organisiert, aber vom Kanton und den politischen Gemeinden rechtlich getrennt.

Die Kantonsverfassung enthält besondere Bestimmungen zu Korporationsangelegenheiten. Bei bestimmten gesetzlichen Regelungen besitzen die Korporationsbürgerinnen und Korporationsbürger eigene politische Rechte.[9]

Geschichte

Vorgeschichte

Die ältesten bekannten menschlichen Spuren stammen aus der Jungsteinzeit.

Bei Kehrsiten in der Gemeinde Stansstad bestand zwischen ungefähr 4000 und 3100 v. Chr. eine Seeufersiedlung.

Auf der Loppburg bei Stansstad wurden ebenfalls jungsteinzeitliche und bronzezeitliche Siedlungsspuren gefunden.

Weitere vorgeschichtliche Fundstellen liegen:

  • am Renggpass;
  • bei der Rotzburg in Ennetmoos;
  • im Stanser Becken;
  • an den Seeufern.

Aus der Latènezeit stammt das in Stans entdeckte Grab eines etwa zehnjährigen Mädchens. Die Funde deuten darauf hin, dass der untere Talbereich bereits vor der römischen Zeit dauerhaft besiedelt war.[10]

Römische Zeit und Frühmittelalter

Während der römischen Zeit gehörte das Gebiet zum Einflussbereich des Römischen Reiches.

Eine grössere römische Stadt bestand nicht. Einzelne Funde weisen jedoch auf Verkehr, Landwirtschaft und regionale Handelsbeziehungen hin.

Nach dem Ende der römischen Herrschaft liessen sich alemannische Bevölkerungsgruppen in der Region nieder.

Kirchliche und grundherrliche Rechte lagen im Frühmittelalter unter anderem bei:

  • dem Kloster Murbach-Luzern;
  • dem Kloster Engelberg;
  • dem Kloster Muri;
  • regionalen Adelsfamilien;
  • den Habsburgern.

Die wichtigsten grundherrlichen Höfe befanden sich in Stans und Buochs.

Entstehung Unterwaldens

Die mittelalterlichen Herrschaftsverhältnisse waren stark zersplittert.

König Rudolf I. von Habsburg erwarb 1291 die Besitzungen des Klosters Murbach-Luzern in Unterwalden.

1309 stellte König Heinrich VII. Unterwalden unter unmittelbaren königlichen Schutz und gliederte das Gebiet in die Reichsvogtei Waldstätte ein.[7]

Unterwalden war zunächst keine einheitliche Gemeinde. Im Verlauf des 14. Jahrhunderts entwickelten sich Nidwalden und Obwalden zu selbstständigen Landorten.

Beide teilten sich jedoch bis 1798 eine Stimme an der eidgenössischen Tagsatzung.

Frühe Eidgenossenschaft

Der Bundesbrief von 1291 nennt neben Uri und Schwyz auch eine Gemeinschaft des unteren Tals von Unterwalden.

Die genaue politische Organisation Unterwaldens zu diesem Zeitpunkt ist nicht vollständig geklärt.

Sicher ist, dass Nidwalden spätestens im zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts als eigener eidgenössischer Landort auftrat.[11]

Unterwalden erneuerte 1315 gemeinsam mit Uri und Schwyz das Bündnis im Bund von Brunnen.

Nidwaldner Truppen beteiligten sich an verschiedenen militärischen Auseinandersetzungen der frühen Eidgenossenschaft.

Arnold von Winkelried

Die bekannteste historische Sagengestalt Nidwaldens ist Arnold von Winkelried.

Nach der Überlieferung soll Winkelried in der Schlacht bei Sempach von 1386 mehrere gegnerische Lanzen an sich gezogen und dadurch eine Lücke in der habsburgischen Schlachtordnung geschaffen haben.

Zeitgenössische Quellen erwähnen diese Tat nicht. Die Geschichte tauchte erst im 16. Jahrhundert in Liedern und Chroniken auf.

Die historische Forschung geht überwiegend davon aus, dass die überlieferte Heldentat nicht nachweisbar ist.[12]

Winkelried entwickelte sich dennoch zu einer wichtigen Identifikationsfigur Nidwaldens und der gesamten Schweiz.

Das Winkelrieddenkmal in Stans wurde 1865 eingeweiht.

Territoriale Entwicklung

Das Gebiet Nidwaldens erweiterte sich während des späten Mittelalters.

Hergiswil schloss sich 1378 Nidwalden an.

1435 gelangten Alpgebiete südlich von Engelberg dauerhaft zum Land Nidwalden.[11]

Das Klostertal Engelberg gehörte dagegen nur während der Helvetik und Mediationszeit vorübergehend zu Nidwalden. Seit 1815 ist Engelberg Teil des Kantons Obwalden.

Stanser Verkommnis

1481 versammelten sich Abgesandte der eidgenössischen Orte in Stans.

Zwischen den Stadt- und Länderorten bestand ein schwerer Konflikt über die Aufnahme Freiburgs und Solothurns sowie über die Verteilung von Kriegsbeute.

Nach der traditionellen Überlieferung trug der Einsiedler Niklaus von Flüe durch einen vermittelnden Rat zur Beilegung des Konflikts bei.

Das am 22. Dezember 1481 geschlossene Stanser Verkommnis regelte die inneren Beziehungen der Eidgenossenschaft und ermöglichte die Aufnahme Freiburgs und Solothurns.

Stans wurde dadurch zu einem wichtigen Erinnerungsort der eidgenössischen Geschichte.

Italienische Feldzüge

Nidwalden beteiligte sich an den Feldzügen der Eidgenossen südlich der Alpen.

Der Kanton erhielt Anteile an verschiedenen gemeineidgenössischen Herrschaften im heutigen Tessin.

Der Solddienst in fremden Armeen entwickelte sich zu einer wichtigen Einnahmequelle für einzelne Familien.

Offiziere und Politiker aus Nidwalden standen unter anderem in französischen, päpstlichen, spanischen und venezianischen Diensten.

Die Kontakte zu Italien beeinflussten Architektur, Kunst, Religion und die Lebensweise der politischen Führungsschicht.

Reformation und katholische Reform

Nidwalden blieb während der Reformation römisch-katholisch.

Der Kanton gehörte zu den katholischen Orten, die sich der Ausbreitung der reformierten Lehre widersetzten.

Nidwaldner Truppen beteiligten sich an den Kappelerkriegen und späteren konfessionellen Auseinandersetzungen.

Die Reformen des Konzils von Trient wurden insbesondere durch die Kapuziner gefördert. 1582 wurde in Stans ein Kapuzinerkloster gegründet.[11]

Der Katholizismus prägte Politik, Bildung, Kunst und Alltagsleben bis weit ins 20. Jahrhundert.

Staatsordnung der frühen Neuzeit

Die Landsgemeinde war das wichtigste politische Organ.

Stimmberechtigte männliche Landleute versammelten sich jährlich und entschieden über:

  • Wahlen;
  • Gesetze;
  • Steuern;
  • Bündnisse;
  • Krieg und Frieden;
  • kantonale Ämter;
  • gemeinsame Güter.

Neben der Landsgemeinde bestand eine sogenannte Nachgemeinde, die sich hauptsächlich mit Gesetzgebung befasste.

Die politische Macht war trotz der direktdemokratischen Form nicht gleichmässig verteilt. Einflussreiche Familien besetzten zahlreiche Ämter und profitierten vom Solddienst und von ausländischen Pensionen.

Beisassen und Zugewanderte verfügten nur über eingeschränkte politische und wirtschaftliche Rechte.

Franzosenkrieg von 1798

Die Helvetische Republik hob die alte kantonale Ordnung auf und errichtete einen zentralistischen Staat.

Die helvetische Verfassung stiess in Nidwalden aus politischen und religiösen Gründen auf starken Widerstand.

Am 9. September 1798 kam es zu einer aussichtslosen Schlacht zwischen Nidwaldner Kämpfern und der französischen Armee unter General Schauenburg.

Rund 100 Nidwaldner und ungefähr ebenso viele französische Soldaten fielen im Kampf. Mehr als 300 Nidwaldner Männer, Frauen und Kinder kamen bei den anschliessenden Gewalttaten ums Leben.[13]

Stans, Buochs, Stansstad und Ennetmoos wurden stark verwüstet.

In der Schweiz wurden Spenden für die notleidende Bevölkerung gesammelt.

Der Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi kam nach Stans und betreute in einem ehemaligen Klostergebäude zahlreiche verwaiste und obdachlose Kinder.

Helvetik und Mediation

Nidwalden wurde als Distrikt Stans in den helvetischen Kanton Waldstätten eingegliedert.

Zum Distrikt gehörte auch Engelberg.

Nach dem Abzug der französischen Truppen wurde 1802 die Landsgemeinde wiederhergestellt.

Die Mediationsakte von 1803 anerkannte Nidwalden und Obwalden als getrennte Kantone beziehungsweise Halbkantone.

Sie beseitigte zugleich den früheren Vorrang Obwaldens innerhalb Unterwaldens.[11]

Krise von 1815

Nach dem Zusammenbruch der napoleonischen Herrschaft setzte die konservative Führung 1814 grosse Teile der alten Ordnung wieder ein.

Nidwalden lehnte den Bundesvertrag von 1815 ab und versuchte, den alten Bund mit Uri und Schwyz wiederzubeleben.

Hergiswil und Engelberg erklärten dagegen eigenständig ihren Beitritt zum neuen Schweizer Bund.

Am 18. August 1815 marschierten eidgenössische Truppen in Nidwalden ein. Der Kanton gab seinen Widerstand auf.

Engelberg wurde anschliessend dem Kanton Obwalden zugeteilt.[11]

Sonderbund und Bundesstaat

Nidwalden gehörte 1845 zu den sieben katholisch-konservativen Kantonen des Sonderbunds.

Im Sonderbundskrieg von 1847 unterlagen die verbündeten Kantone der eidgenössischen Armee unter General Guillaume Henri Dufour.

Die Nidwaldner Landsgemeinde lehnte die Bundesverfassung von 1848 deutlich ab. Der Kanton akzeptierte jedoch den Mehrheitsentscheid der übrigen Kantone und wurde Teil des neuen Bundesstaates.

1850 erhielt Nidwalden eine neue Kantonsverfassung.

Sie weitete die politischen Rechte aus, garantierte die Pressefreiheit und begrenzte die Amtszeiten verschiedener Behörden.

Industrialisierung und Verkehr

Nidwalden blieb im 19. Jahrhundert zunächst stark landwirtschaftlich geprägt.

Die abgeschiedene Verkehrslage erschwerte die Industrialisierung. Bis 1860 bestand keine Strassenbrücke über die Seeenge zwischen Stansstad und dem Lopper.

Mit dem Bau der Achereggbrücke erhielt der Kanton eine durchgehende Strassenverbindung nach Luzern.[14]

Tourismus und Gewerbe entwickelten sich insbesondere:

  • auf dem Bürgenstock;
  • am Stanserhorn;
  • in Hergiswil;
  • in Beckenried;
  • in Stansstad.

Die Glashütte Hergiswil wurde zu einem bedeutenden Industriebetrieb.

1893 nahm die Stanserhorn-Bahn ihren Betrieb auf.

1898 wurde die Stansstad-Engelberg-Bahn eröffnet.

Bannalpstreit

In den 1930er-Jahren wurde über den Bau eines kantonalen Elektrizitätswerks auf der Bannalp gestritten.

Regierung und Parlamentsmehrheit bevorzugten eine Zusammenarbeit mit ausserkantonalen Stromunternehmen.

Eine Volksbewegung setzte dagegen an der Landsgemeinde von 1934 den Bau des Bannalpwerks durch.

Das Projekt wurde während der Wirtschaftskrise auch als Beschäftigungsprogramm betrachtet.

Der sogenannte Bannalpstreit prägte die politische Kultur des Kantons und zeigte die Macht der Landsgemeinde gegenüber Regierung und Parlament.

Flugplatz und Flugzeugindustrie

Ab 1935 wurde bei Buochs ein Militärflugplatz errichtet.

1939 entstanden die Pilatus Flugzeugwerke.

Der Flugzeugbau führte zu einer stärkeren Industrialisierung und zu Zuwanderung aus anderen Kantonen und dem Ausland.[11]

Die Pilatus Flugzeugwerke entwickelten sich zum grössten Arbeitgeber des Kantons und zu einem international bekannten Hersteller von Trainings-, Geschäfts- und Mehrzweckflugzeugen.[15]

Modernisierung nach 1945

Der Ausbau von Strasse und Eisenbahn veränderte den Kanton grundlegend.

1964 wurde die neue Luzern-Stans-Engelberg-Bahn durch den Loppertunnel eröffnet.

Der Bau der Autobahn A2 und die Eröffnung des Seelisbergtunnels im Jahr 1980 verbesserten die Verbindungen nach Luzern, Uri und ins Tessin.

Die gute Erreichbarkeit förderte:

  • Bevölkerungswachstum;
  • Pendelverkehr;
  • Wohnungsbau;
  • Industrie;
  • Dienstleistungen;
  • Tourismus.

1965 nahm Nidwalden eine neue Kantonsverfassung an, die für ihre Zeit als besonders modern galt. Sie stärkte die Grundrechte und führte eine kantonale Verfassungsgerichtsbarkeit ein.[16]

Abschaffung der Landsgemeinde

Die Landsgemeinde blieb bis ins späte 20. Jahrhundert ein zentrales Symbol der kantonalen Demokratie.

1994 wurden Regierungsratswahlen und wichtige Sachgeschäfte von der Landsgemeinde an die Urne übertragen.

1996 beschloss die Bevölkerung die vollständige Abschaffung der Landsgemeinde.[17]

Seither werden kantonale Wahlen und Abstimmungen geheim an der Urne durchgeführt.

Wellenberg

Seit den 1980er-Jahren wurde der Wellenberg bei Wolfenschiessen als möglicher Standort für ein Lager radioaktiver Abfälle untersucht.

Das Vorhaben führte zu langjährigen politischen Auseinandersetzungen.

Die Nidwaldner Bevölkerung lehnte die notwendigen Bewilligungen und Konzessionen mehrfach ab, zuletzt 2002.

Der Konflikt stärkte die Bedeutung kantonaler Mitwirkungsrechte bei nationalen Infrastrukturprojekten.

Bevölkerung

Ende 2025 lebten 45'237 Personen dauerhaft im Kanton.[2]

Davon waren:

  • 37'392 Schweizer Staatsangehörige;
  • 7'845 ausländische Staatsangehörige.

Der Ausländeranteil betrug damit rund 17,3 Prozent.

Zusätzlich waren 188 Personen der nichtständigen ausländischen Wohnbevölkerung registriert.

Die Bevölkerung konzentriert sich auf das Stanser Becken und die Gemeinden am Vierwaldstättersee.

Die grössten Gemeinden sind:

  • Stans;
  • Hergiswil;
  • Buochs;
  • Ennetbürgen;
  • Stansstad.

Kleinere Berggemeinden sind Emmetten, Dallenwil und Wolfenschiessen.

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung stark. Gründe waren die bessere Verkehrserschliessung, neue Arbeitsplätze, die Nähe zu Luzern und die hohe Attraktivität als Wohnkanton.

Sprachen

Die Amtssprache ist Deutsch.

In Verwaltung, Schule, Politik und Justiz wird Schweizer Hochdeutsch verwendet.

Im Alltag spricht der grösste Teil der Bevölkerung Nidwaldnerdeutsch.

Die Nidwaldner Dialekte gehören zum höchstalemannischen beziehungsweise innerschweizerischen Dialektraum.

Innerhalb des Kantons bestehen Unterschiede zwischen:

  • Stans und dem Talboden;
  • Hergiswil und Stansstad;
  • Buochs und Beckenried;
  • Dallenwil und Wolfenschiessen;
  • Emmetten;
  • den Berggebieten.

Die Dialekte besitzen eigene Lautformen, Wörter und Redewendungen.

Durch Zuwanderung sind auch Italienisch, Portugiesisch, Englisch, Albanisch, Serbisch, Kroatisch und weitere Sprachen verbreitet.

Religion

Nidwalden ist historisch stark römisch-katholisch geprägt.

Der Kanton gehörte bis 1815 zum Bistum Konstanz. Seit dem frühen 19. Jahrhundert gehört er zum Bistum Chur.[11]

Bedeutende kirchliche Einrichtungen und Orte sind:

  • Pfarrkirche St. Peter und Paul in Stans;
  • Kapuzinerkloster Stans;
  • Kloster St. Klara in Stans;
  • Benediktinerinnenkloster Maria-Rickenbach;
  • Wallfahrtskirche Maria im Ridli in Beckenried;
  • zahlreiche Dorf-, Berg- und Wegkapellen.

Maria-Rickenbach bei Niederrickenbach gehört zu den bedeutenden Wallfahrtsorten der Zentralschweiz.

Seit dem 20. Jahrhundert wurde die religiöse Zusammensetzung vielfältiger.

Heute bestehen:

  • römisch-katholische Kirchgemeinden;
  • evangelisch-reformierte Kirchgemeinden;
  • orthodoxe Gemeinschaften;
  • muslimische Gemeinschaften;
  • Freikirchen;
  • konfessionslose Bevölkerungsgruppen.

Der Anteil der Bevölkerung ohne Religionszugehörigkeit nimmt zu.

Politik

Kantonsverfassung

Die geltende Verfassung wurde am 10. Oktober 1965 angenommen.[9]

Sie war bei ihrer Einführung eine der modernsten Kantonsverfassungen der Schweiz.

Die Verfassung regelt:

  • Grundrechte;
  • politische Rechte;
  • Landrat;
  • Regierungsrat;
  • Gerichte;
  • Gemeinden;
  • Korporationen;
  • Kirchen;
  • öffentliche Aufgaben;
  • Finanzordnung.

Seit ihrer Annahme wurde sie mehrfach geändert.

Direkte Demokratie

Die Stimmberechtigten verfügen über weitreichende direktdemokratische Rechte.

Dazu gehören:

  • Verfassungsinitiative;
  • Gesetzesinitiative;
  • fakultatives Referendum;
  • Finanzreferendum;
  • konstruktives Referendum;
  • kantonale Abstimmungen.

Das konstruktive Referendum ermöglicht es, einem Parlamentsbeschluss einen ausformulierten Gegenvorschlag gegenüberzustellen.

Auf Gemeindeebene entscheiden die Stimmberechtigten an Gemeindeversammlungen oder an der Urne.

Landrat

Der Landrat ist die gesetzgebende Behörde.

Er besteht aus 60 Mitgliedern, die für vier Jahre gewählt werden.[4]

Jede der elf Gemeinden bildet einen Wahlkreis und besitzt Anspruch auf mindestens zwei Sitze. Die übrigen Sitze werden entsprechend der Bevölkerungszahl verteilt.

Der Landrat:

  • erlässt Gesetze;
  • genehmigt Budget und Staatsrechnung;
  • legt den kantonalen Steuerfuss fest;
  • bewilligt grössere Ausgaben;
  • kontrolliert Regierung und Verwaltung;
  • genehmigt interkantonale Vereinbarungen;
  • wählt Mitglieder kantonaler Gerichte;
  • wählt Landammann und Landesstatthalter.

Die Sitzungen finden im Rathaus von Stans statt und sind öffentlich.

Regierungsrat

Der Regierungsrat ist die leitende und vollziehende Behörde.

Er besteht aus sieben Mitgliedern, die grundsätzlich nach dem Mehrheitswahlverfahren gewählt werden.[5]

Die Verwaltung gliedert sich in sieben Direktionen:

  • Finanzdirektion;
  • Baudirektion;
  • Justiz- und Sicherheitsdirektion;
  • Bildungsdirektion;
  • Landwirtschafts- und Umweltdirektion;
  • Gesundheits- und Sozialdirektion;
  • Volkswirtschaftsdirektion.[18]

Die Staatskanzlei unterstützt Regierungsrat und Landrat.

Der Vorsitzende der Regierung trägt die traditionelle Amtsbezeichnung Landammann. Die Stellvertretung übernimmt der Landesstatthalter.

Gerichte

Die kantonale Justiz umfasst insbesondere:

  • Obergericht;
  • Verwaltungsgericht;
  • Kantonsgericht;
  • Staatsanwaltschaft;
  • Schlichtungsbehörde;
  • Jugendgerichtsbarkeit.

Das Kantonsgericht ist hauptsächlich erstinstanzlich für Zivil- und Strafsachen zuständig.

Das Obergericht beurteilt Rechtsmittel in Zivil- und Strafverfahren.

Das Verwaltungsgericht entscheidet über öffentlich-rechtliche Streitigkeiten.

Vertretung im Bund

Nidwalden verfügt über einen Sitz im Ständerat.

Wegen seiner Bevölkerungszahl besitzt der Kanton einen Sitz im Nationalrat.

Bei eidgenössischen Verfassungsabstimmungen zählt die Nidwaldner Standesstimme als halbe Stimme.

Diese Regelung geht auf die historische Teilung Unterwaldens in Obwalden und Nidwalden zurück.

Wirtschaft

Nidwalden besitzt eine vielfältige und stark exportorientierte Wirtschaft.

Wichtige Bereiche sind:

  • Flugzeugbau;
  • Maschinen- und Metallindustrie;
  • Elektrotechnik;
  • Bauwirtschaft;
  • Finanz- und Unternehmensdienstleistungen;
  • Tourismus;
  • Gesundheitswesen;
  • Landwirtschaft;
  • Glasherstellung.

Der Kanton verfügt über eine hohe Steuer- und Wirtschaftskraft. Er gehört zu den ressourcenstarken Kantonen und leistet Beiträge in den nationalen Finanzausgleich.

Pilatus Flugzeugwerke

Die Pilatus Flugzeugwerke in Stans sind das bekannteste Unternehmen des Kantons.

Sie stellen unter anderem her:

  • Trainingsflugzeuge;
  • Mehrzweckflugzeuge;
  • Geschäftsflugzeuge;
  • militärische Schulungsflugzeuge.

Das Unternehmen beschäftigt am Standort Stans mehr als 2500 Personen und ist der grösste Arbeitgeber des Kantons.[15]

Die Nähe zum Flugplatz Buochs ermöglicht Entwicklung, Erprobung und Auslieferung der Flugzeuge.

Glasi Hergiswil

Die Glashütte Hergiswil wurde im 19. Jahrhundert gegründet.

Sie gehört zu den letzten traditionellen Glashütten der Schweiz.

Glaswaren werden teilweise weiterhin von Hand gefertigt.

Ein Museum und ein Besucherbereich vermitteln die Geschichte der Glasherstellung. Besucherinnen und Besucher können die Arbeit am Glasofen beobachten.

Gewerbe und Dienstleistungen

Kleine und mittlere Unternehmen spielen eine wichtige Rolle.

Bedeutende Bereiche sind:

  • Bau und Handwerk;
  • Detailhandel;
  • Informatik;
  • Beratung;
  • Immobilien;
  • Finanzdienstleistungen;
  • Gesundheits- und Sozialwesen.

Viele Einwohnerinnen und Einwohner pendeln zur Arbeit nach Luzern, Obwalden, Zug oder Schwyz.

Umgekehrt ziehen Nidwaldner Unternehmen Arbeitskräfte aus den Nachbarkantonen an.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist stark auf Vieh- und Milchwirtschaft ausgerichtet.

Bedeutend sind:

  • Rinderhaltung;
  • Milchwirtschaft;
  • Alpwirtschaft;
  • Käseproduktion;
  • Obstbau;
  • Futterbau;
  • Direktvermarktung.

Auf den Berg- und Sömmerungsalpen werden während des Sommers Rinder, Kühe, Schafe und Ziegen gehalten.

Die Landwirtschaft trägt zur Pflege der Kulturlandschaft und zum Schutz vor Verbuschung bei.

Energie

Wasserkraft besitzt eine wichtige Bedeutung.

Das Bannalpwerk erzeugt Strom aus dem Wasser des Bannalpsees.

Weitere Gewässer werden durch kleinere und mittlere Wasserkraftanlagen genutzt.

Im Kanton werden jährlich mehr als 150 Gigawattstunden Strom aus Wasserkraft produziert.[19]

Weitere erneuerbare Energiequellen sind Solarenergie, Holzenergie und Umweltwärme.

Tourismus

Der Tourismus entwickelte sich seit dem 19. Jahrhundert.

Bedeutende Reiseziele sind:

  • Bürgenstock;
  • Stanserhorn;
  • Klewenalp;
  • Bannalp;
  • Wirzweli;
  • Emmetten;
  • Maria-Rickenbach;
  • Beckenried;
  • Vierwaldstättersee.

Das Bürgenstock Resort gehört zu den international bekanntesten Hotelanlagen der Schweiz.

Die Cabrio-Bahn auf das Stanserhorn besitzt ein offenes Oberdeck.

Klewenalp und Stockhütte bilden ein Sommer- und Wintersportgebiet oberhalb von Beckenried und Emmetten.

Verkehr

Nidwalden liegt an einer bedeutenden Nord-Süd-Verbindung zwischen Luzern, dem Gotthard und dem Tessin.

Eisenbahn

Die Zentralbahn verbindet Luzern mit Stans und Engelberg.

Bahnhöfe und Haltestellen befinden sich unter anderem in:

  • Hergiswil;
  • Stansstad;
  • Stans;
  • Dallenwil;
  • Wolfenschiessen.

In Hergiswil zweigt die Brünigstrecke in Richtung Obwalden, Brünigpass und Interlaken ab.

Die Bahnstrecke nach Engelberg wurde 1964 durch den Loppertunnel neu mit dem Luzerner Netz verbunden.

Seit 2010 ersetzt der Engelberg-Basistunnel einen besonders steilen Abschnitt oberhalb von Grafenort.

Strassen

Die Autobahn A2 durchquert den Kanton.

Sie verbindet Nidwalden mit:

  • Luzern;
  • Basel;
  • Uri;
  • Gotthard;
  • Tessin;
  • Italien.

Wichtige Tunnel sind:

  • Loppertunnel;
  • Kirchenwaldtunnel;
  • Seelisbergtunnel.

Die Autobahn und die Kantonsstrassen führen in dicht besiedelten Gebieten zu Lärm, Verkehrsbelastung und Flächenverbrauch.

Schifffahrt

Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees bedient mehrere Nidwaldner Orte.

Schiffsanlegestellen bestehen unter anderem in:

  • Hergiswil;
  • Stansstad;
  • Kehrsiten-Bürgenstock;
  • Buochs;
  • Beckenried.

Die Autofähre Beckenried–Gersau verbindet Nidwalden mit dem Kanton Schwyz.

Flugplatz Buochs

Der Flugplatz Buochs wurde ursprünglich als Militärflugplatz errichtet.

Heute wird er für:

  • Werkflüge der Pilatus Flugzeugwerke;
  • Geschäftsflüge;
  • Privatflüge;
  • Ausbildungsflüge;
  • besondere Veranstaltungen

genutzt.

Der Kanton und die Pilatus Flugzeugwerke sind gemeinsam an der Betreibergesellschaft beteiligt.[20]

Bergbahnen

Zahlreiche Bergbahnen erschliessen Siedlungen und Ausflugsgebiete.

Zu ihnen gehören:

  • Stanserhorn-Bahn;
  • Luftseilbahn Dallenwil–Wirzweli;
  • Luftseilbahn Dallenwil–Wiesenberg;
  • Luftseilbahn Dallenwil–Niederrickenbach;
  • Luftseilbahn Fell–Chrüzhütte;
  • Luftseilbahn Fellboden–Bannalpsee;
  • Bergbahnen Beckenried–Klewenalp;
  • Anlagen im Gebiet Emmetten–Stockhütte.

Einige kleinere Luftseilbahnen erfüllen neben touristischen Aufgaben eine wichtige Funktion für die Erschliessung von Bergsiedlungen und Alpen.

Bildung

Die Gemeinden sind für Kindergarten und Volksschule zuständig.

Der Kanton übernimmt Aufsicht, Koordination, Bildungsplanung und verschiedene Spezialangebote.

Die Sekundarstufe II umfasst:

  • gymnasiale Bildung;
  • Berufsbildung;
  • Berufsmaturität;
  • Brückenangebote.

Die kantonale Mittelschule befindet sich in Stans.

Die duale Berufsbildung verbindet die praktische Ausbildung in einem Betrieb mit dem Unterricht an einer Berufsfachschule.

Nidwalden besitzt keine eigene Universität. Viele Studierende besuchen Hochschulen in Luzern, Zug, Zürich oder anderen Schweizer Städten.

Der Kanton arbeitet im Bildungsbereich eng mit Obwalden und den übrigen Zentralschweizer Kantonen zusammen.

Gesundheitswesen

Das Kantonsspital Nidwalden befindet sich in Stans.

Es gehört zur Spitalregion Luzern–Nidwalden und arbeitet eng mit dem Luzerner Kantonsspital zusammen.

Weitere Angebote bestehen in den Bereichen:

  • ambulante Medizin;
  • Langzeitpflege;
  • Psychiatrie;
  • Spitex;
  • Altersbetreuung;
  • Rehabilitation.

Die demografische Alterung und der Fachkräftemangel stellen das Gesundheitswesen vor zunehmende Herausforderungen.

Kultur

Stans

Stans besitzt einen gut erhaltenen historischen Ortskern.

Zu den bedeutenden Bauwerken und Plätzen gehören:

  • Dorfplatz;
  • Pfarrkirche St. Peter und Paul;
  • Rathaus;
  • Winkelrieddenkmal;
  • Winkelriedhaus;
  • Rosenburg;
  • Kapuzinerkirche;
  • Kloster St. Klara.

Der Dorfplatz ist das politische und kulturelle Zentrum Nidwaldens.

Nidwaldner Museum

Das Nidwaldner Museum besitzt mehrere Ausstellungsorte.

Das Winkelriedhaus zeigt Kunst, Geschichte und Sonderausstellungen.

Das Salzmagazin behandelt kulturhistorische Themen und die Geschichte des Kantons.

Weitere Sammlungen dokumentieren Alltag, Religion, Handwerk und politische Entwicklung.

Festung Fürigen

Die Festung Fürigen bei Stansstad wurde während des Zweiten Weltkriegs in den Fels gebaut.

Sie war Teil des schweizerischen Reduits und sollte die Verkehrswege am Vierwaldstättersee und am Lopper sichern.

Die Anlage ist heute als Museum zugänglich.

Glasi Hergiswil

Die Glashütte verbindet industrielle Produktion, Handwerk, Museum und Tourismus.

Sie dokumentiert die Geschichte der Glasherstellung und die industrielle Entwicklung Hergiswils.

Musik und Theater

Die Stanser Musiktage gehören zu den bekanntesten Kulturveranstaltungen des Kantons.

Sie präsentieren Musik aus verschiedenen Weltregionen und verbinden Konzerte mit einem Festivalbetrieb im Zentrum von Stans.

Daneben bestehen:

  • Theatervereine;
  • Blasmusikgesellschaften;
  • Jodelklubs;
  • Kirchenchöre;
  • Kulturhäuser;
  • lokale Konzertreihen.

Brauchtum

Älplerchilbi

Älplerchilben werden in verschiedenen Gemeinden nach dem Ende der Alpsaison gefeiert.

Sie verbinden Gottesdienst, Umzüge, Musik, Tanz und gemeinschaftliche Essen.

Teilnehmende tragen teilweise traditionelle Trachten und Älplerkleidung.

Fasnacht

Die Nidwaldner Fasnacht wird in Stans, Buochs, Beckenried, Hergiswil und weiteren Gemeinden gefeiert.

Typisch sind:

  • Umzüge;
  • Guggenmusik;
  • Masken;
  • Dorffeste;
  • Kinderfasnacht;
  • lokale Fasnachtsfiguren.

Betruf

Auf verschiedenen Alpen wird während des Sommers der Betruf gepflegt.

Ein Älpler ruft dabei am Abend einen gesungenen Schutz- und Segensspruch über Menschen, Tiere und Alpen.

Samichlaus- und Trychlerbräuche

In der Adventszeit ziehen Samichlausgruppen und Trychler durch Dörfer und Quartiere.

Glocken, Schellen, Laternen und traditionelle Gewänder gehören zu diesen Bräuchen.

Schwingen und Volkskultur

Schwingen, Jodeln, Alphornspiel und Fahnenschwingen besitzen eine starke regionale Tradition.

Regionale Schwingfeste ziehen Teilnehmende und Zuschauerinnen und Zuschauer aus der gesamten Zentralschweiz an.

Sehenswürdigkeiten

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören:

  • historischer Dorfkern von Stans;
  • Winkelrieddenkmal;
  • Winkelriedhaus;
  • Stanserhorn;
  • Bürgenstock;
  • Hammetschwand-Lift;
  • Felsenweg am Bürgenstock;
  • Glasi Hergiswil;
  • Festung Fürigen;
  • Klewenalp;
  • Bannalpsee;
  • Maria-Rickenbach;
  • Wirzweli;
  • Buochser und Beckenrieder Seeufer;
  • Lopper und Acheregg;
  • historische Kapellen und Bauernhäuser.

Der Hammetschwand-Lift verbindet den Felsenweg mit dem oberen Bereich des Bürgenstocks. Er gehört zu den höchsten freistehenden Aussenaufzügen Europas.

Natur und Landschaftsschutz

Nidwalden besitzt trotz seiner geringen Fläche eine grosse landschaftliche Vielfalt.

Sie reicht von Seeufern und Feuchtgebieten bis zu Bergwäldern, Alpweiden, Felsgebieten und hochalpinen Lebensräumen.

Bedeutende Naturgebiete sind:

  • Stansstader Ried;
  • Lopper;
  • Oberbauen und Scheidegg;
  • Bannalp;
  • Brisenkette;
  • Walenstöcke;
  • Uferlandschaften des Vierwaldstättersees;
  • Bergwälder von Wolfenschiessen und Emmetten.

Die Moorlandschaft Oberbauen–Scheidegg ist von nationaler Bedeutung.[6]

Schutzwälder bewahren Siedlungen und Verkehrswege vor:

  • Lawinen;
  • Steinschlag;
  • Rutschungen;
  • Murgängen;
  • Erosion.

Zu den wichtigsten Umweltproblemen gehören:

  • Siedlungsdruck im Talboden;
  • Verlust von Kulturland;
  • Verkehrslärm;
  • Zerschneidung von Lebensräumen;
  • Klimawandel;
  • Rückgang der Artenvielfalt;
  • touristische Belastung empfindlicher Berggebiete.

Naturgefahren

Wegen der steilen Topografie ist Nidwalden von verschiedenen Naturgefahren betroffen.

Dazu gehören:

  • Hochwasser;
  • Murgänge;
  • Steinschlag;
  • Felsstürze;
  • Lawinen;
  • Rutschungen;
  • Sturmereignisse.

Besonders gefährdet sind Siedlungen und Verkehrswege entlang der Engelberger Aa und verschiedener Wildbäche.

Der Kanton erstellt Gefahrenkarten und unterhält Schutzbauten, Geschiebesammler, Lawinenverbauungen und Schutzwälder.

Sport und Freizeit

Die See- und Berglandschaft bietet zahlreiche Sportmöglichkeiten.

Im Sommer sind verbreitet:

  • Wandern;
  • Bergsteigen;
  • Klettern;
  • Velofahren;
  • Mountainbike;
  • Segeln;
  • Rudern;
  • Schwimmen;
  • Gleitschirmfliegen.

Im Winter sind beliebt:

  • Skifahren;
  • Snowboarden;
  • Langlauf;
  • Schneeschuhwandern;
  • Schlitteln;
  • Skitouren.

Wichtige Freizeitgebiete sind Klewenalp–Stockhütte, Bannalp, Wirzweli, Maria-Rickenbach, Stanserhorn und Bürgenstock.

Der Vierwaldstättersee wird für Wassersport, Fischerei und Ausflugsschifffahrt genutzt.

Küche und regionale Produkte

Die Nidwaldner Küche ist durch Landwirtschaft, Alpwirtschaft und katholische Festtraditionen geprägt.

Typische Speisen und Produkte sind:

  • Nidwaldner Ofetori;
  • Nidwaldner Lebkuchen;
  • Alpkäse;
  • Trockenfleisch;
  • Würste;
  • Rösti;
  • Käsegerichte;
  • Birnengebäck;
  • Honig;
  • Obstbrände.

Der Ofetori ist ein im Ofen gebackenes Kartoffelgericht, das je nach Rezept mit Käse, Milch, Rahm, Speck oder Zwiebeln zubereitet wird.

Auf den Alpen werden verschiedene Hart- und Halbhartkäse hergestellt.

Regionale Produkte werden in Hofläden, auf Wochenmärkten und bei Älplerfesten angeboten.

Bedeutung innerhalb der Schweiz

Nidwalden besitzt trotz seiner geringen Fläche und Bevölkerung eine bedeutende Stellung in der Schweizer Geschichte.

Der Kanton ist eng verbunden mit:

  • Unterwalden;
  • frühe Eidgenossenschaft;
  • Stanser Verkommnis;
  • Winkelriedüberlieferung;
  • Landsgemeindedemokratie;
  • Franzosenkrieg von 1798;
  • Sonderbund;
  • schweizerischer Luftfahrtindustrie.

Die Geschichte Nidwaldens zeigt zugleich, dass die Entstehung der Schweiz komplexer war als die späteren nationalen Gründungserzählungen.

Unterwalden war im 13. Jahrhundert noch keine einheitliche politische Gemeinde. Nidwalden entwickelte sich erst im Verlauf des 14. Jahrhunderts zu einem selbstständigen eidgenössischen Ort.

Die Landsgemeinde, die Korporationen und die starke Gemeindeautonomie prägen die kantonale politische Kultur bis in die Gegenwart.

Siehe auch

Literatur

  • Peter Steiner, Hansjakob Achermann, Emil Weber, Karin Schleifer-Stöckli und Fabian Hodel: Nidwalden. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Historischer Verein Nidwalden (Hrsg.): Geschichte des Kantons Nidwalden. Zwei Bände. Stans 2014.
  • Staatsarchiv Nidwalden: Die Geschichte des Kantons Nidwalden – Überblick und Auswahlbibliografie. Stans.
  • Beiträge zur Geschichte Nidwaldens. Herausgegeben vom Historischen Verein Nidwalden.
  • Edwin Huwyler: Die Bauernhäuser der Kantone Obwalden und Nidwalden. Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde, Basel.
  • Robert Durrer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Unterwalden. Zürich.
  • Erich Aschwanden: Nidwalden und der Sonderbund 1841–1850. Stans.
  • Nidwalden 1798. Beiträge zum Franzosenkrieg. Stans.
  • Kanton Nidwalden: Statistische und wirtschaftliche Publikationen.

Wikimedia Commons Wikimedia Commons: Medien zu Kanton Nidwalden

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Geografische Kennzahlen der Kantone, Bundesamt für Statistik, abgerufen am 21. Juli 2026.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Einwohnerstatistik 2025, Staatskanzlei des Kantons Nidwalden, 18. Februar 2026, abgerufen am 21. Juli 2026.
  3. 3,0 3,1 Nidwalden, im Herzen der Schweiz, Kanton Nidwalden, abgerufen am 21. Juli 2026.
  4. 4,0 4,1 Landrat, Kanton Nidwalden, abgerufen am 21. Juli 2026.
  5. 5,0 5,1 Informationen zu Wahlen und Abstimmungen, Kanton Nidwalden, abgerufen am 21. Juli 2026.
  6. 6,0 6,1 6,2 Landschaftskonzept Nidwalden 2020, Kanton Nidwalden, Fassung vom 22. August 2023, abgerufen am 21. Juli 2026.
  7. 7,0 7,1 Unterwalden, Ob- und Nidwalden, Staatsarchiv des Kantons Nidwalden, abgerufen am 21. Juli 2026.
  8. Nidwaldner Geschichte: Entstehung des Nidwaldner Wappens, Staatsarchiv des Kantons Nidwalden, abgerufen am 21. Juli 2026.
  9. 9,0 9,1 Verfassung des Kantons Nidwalden vom 10. Oktober 1965, Nidwaldner Gesetzessammlung, abgerufen am 21. Juli 2026.
  10. Die ersten menschlichen Spuren, Staatsarchiv des Kantons Nidwalden, abgerufen am 21. Juli 2026.
  11. 11,0 11,1 11,2 11,3 11,4 11,5 11,6 Peter Steiner, Hansjakob Achermann, Emil Weber, Karin Schleifer-Stöckli und Fabian Hodel: Nidwalden, Historisches Lexikon der Schweiz, Version vom 11. Mai 2017, abgerufen am 21. Juli 2026.
  12. Arnold von Winkelried – Legendenbildung und Identitätsstiftung, Staatsarchiv des Kantons Nidwalden, abgerufen am 21. Juli 2026.
  13. Der Franzosenkrieg von 1798, Kanton Nidwalden, abgerufen am 21. Juli 2026.
  14. Stansstad, Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 21. Juli 2026.
  15. 15,0 15,1 Nidwalden, im Herzen der Schweiz – Wirtschaft, Kanton Nidwalden, abgerufen am 21. Juli 2026.
  16. Politischer und gesellschaftlicher Wandel nach 1945, Kanton Nidwalden, abgerufen am 21. Juli 2026.
  17. Nidwaldner Behördenmitglieder, Staatsarchiv des Kantons Nidwalden, abgerufen am 21. Juli 2026.
  18. Regierungsratsverordnung, Stand 1. Mai 2026, Nidwaldner Gesetzessammlung, abgerufen am 21. Juli 2026.
  19. Schutz- und Nutzungskonzept für die Stromproduktion mit erneuerbaren Energien, Kanton Nidwalden, 3. Oktober 2022, abgerufen am 21. Juli 2026.
  20. Flugplatz Buochs, Kanton Nidwalden, abgerufen am 21. Juli 2026.