Kanton Uri
| Kanton Uri | |
|---|---|
| Amtlicher Name | Kanton Uri |
| Kürzel | UR |
| Hauptort | Altdorf |
| Region | Zentralschweiz |
| Historische Stellung | eine der Waldstätten |
| Traditioneller Bundesschluss | 1291; sicher eidgenössischer Ort ab 1315[1] |
| Amtssprache | Deutsch |
| Fläche | 1'076,5 km²[2] |
| Bevölkerung | 38'265 Einwohnerinnen und Einwohner, 31. Dezember 2024[3] |
| Politische Gemeinden | 19[4] |
| Bezirke | keine politischen Bezirke |
| Legislative | Landrat, 64 Mitglieder[5] |
| Exekutive | Regierungsrat, 7 Mitglieder[6] |
| Höchster Punkt | Dammastock, 3630 m ü. M.[7] |
| Tiefster Punkt | Urnersee, 434 m ü. M.[7] |
| Internet | ur.ch |
Der Kanton Uri ist ein Kanton in der Zentralschweiz. Hauptort und bevölkerungsreichste Gemeinde ist Altdorf. Uri gehört zur Deutschschweiz und bildet zusammen mit Schwyz und Unterwalden den historischen Kernraum der Alten Eidgenossenschaft.
Der Kanton erstreckt sich vom Urnersee, dem südöstlichen Arm des Vierwaldstättersees, durch das Tal der Reuss bis zum Gotthardpass. Hinzu kommen zahlreiche Seitentäler, darunter das Schächental, das Maderanertal, das Meiental, das Göschenertal, das Isental und das Urserental.
Uri ist ein ausgeprägter Gebirgskanton. Mehr als die Hälfte der Kantonsfläche besteht aus Fels, Geröll, Gletschern, Gewässern und anderen unproduktiven Flächen.[1] Die meisten Einwohnerinnen und Einwohner leben im vergleichsweise ebenen Urner Talboden zwischen Flüelen, Altdorf, Bürglen, Schattdorf, Attinghausen, Erstfeld und Seedorf.
Die Geschichte und wirtschaftliche Entwicklung des Kantons sind eng mit dem Gotthard verbunden. Uri kontrollierte während des Spätmittelalters die nördliche Zufahrt zum Pass und zeitweise auch Gebiete südlich des Alpenkamms. Gotthardbahn, Gotthard-Strassentunnel und Gotthard-Basistunnel machten den Kanton zu einem wichtigen Abschnitt einer der bedeutendsten europäischen Nord-Süd-Verbindungen.
Der Bundesbrief von 1291 nennt die Talschaften Uri, Schwyz und Unterwalden. In der schweizerischen Erinnerungskultur gilt Uri deshalb als einer der Gründerkantone beziehungsweise als eine der «Wiegen der Schweiz». Mit dem Kanton verbunden sind zentrale Orte der nationalen Überlieferung wie das Rütli, die Tellsplatte, die Hohle Gasse ausserhalb des Kantons und das Telldenkmal in Altdorf.
Name
Der Name Uri bezeichnet sowohl den Kanton als auch das historische Land im oberen Reusstal.
Auf Französisch, Italienisch und Rätoromanisch lautet der Name ebenfalls Uri. Mittelalterliche lateinische Formen sind Uronia, Urania und vallis Uraniae.
Der Name ist spätestens seit dem frühen Mittelalter belegt. Seine genaue Herkunft ist nicht abschliessend geklärt. In der älteren Überlieferung wurde er gelegentlich mit dem lateinischen Wort urus für Auerochse oder Ur in Verbindung gebracht. Diese Deutung beeinflusste möglicherweise das spätere Wappen, gilt sprachwissenschaftlich jedoch nicht als gesichert.
Andere Erklärungen führen den Namen auf einen voralemannischen Landschafts-, Gewässer- oder Gebietsnamen zurück.
Im Mittelalter bezeichnete Uri zunächst vor allem den Raum um Altdorf. Mit der territorialen Ausdehnung des Landes wurde der Name auf das gesamte Reusstal und die angeschlossenen Gebiete übertragen.[1]
Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons werden als Urnerinnen und Urner bezeichnet. Das Adjektiv lautet urnerisch oder in Eigennamen häufig Urner, etwa Urnersee, Urner Alpen, Urner Mundart und Urner Landrat.
Wappen und Flagge
Das Wappen des Kantons zeigt auf gelbem Grund einen schwarzen Stierkopf mit roter Zunge und rotem Nasenring.
Die Kantonsflagge verwendet dasselbe Motiv.
Der Stier wird traditionell als Uristier bezeichnet. Er erscheint bereits auf mittelalterlichen Bannern und Siegeln. Das Tier symbolisierte Kraft, Wehrhaftigkeit und politische Selbstständigkeit.
Der Nasenring kann als Zeichen eines gezähmten Stiers verstanden werden. In der historischen und volkstümlichen Deutung wurde er jedoch auch als Symbol dafür betrachtet, dass sich das Land Uri keiner fremden Herrschaft unterwerfen lasse.
Der Uristier spielte in der militärischen Symbolik der Alten Eidgenossenschaft eine wichtige Rolle. Das sogenannte Uristierhorn wurde als Signal- und Kriegsinstrument verwendet. Ähnliche Hörner sind in Museen und historischen Darstellungen überliefert.
Gelb, Schwarz und Rot prägen amtliche Veröffentlichungen, Vereinsfahnen, Sportkleidung und regionale Veranstaltungen.
Geografie
Lage und Grenzen
Uri liegt im Zentrum der Schweizer Alpen. Der Kanton grenzt an:
Das Kantonsgebiet umfasst 1'076,5 Quadratkilometer.[2] Damit gehört Uri flächenmässig zu den mittelgrossen Kantonen, ist wegen seiner geringen Bevölkerungszahl aber sehr dünn besiedelt.
Der höchste Punkt liegt auf dem Dammastock an der Grenze zum Wallis auf 3630 Metern über Meer. Der tiefste Punkt ist der Spiegel des Urnersees auf etwa 434 Metern über Meer.[7]
Der überwiegende Teil des Kantons gehört zum Einzugsgebiet der Reuss und damit des Rheins. Kleinere Gebiete entwässern über den Ticino und den Po in das Mittelmeer.
Urner Talboden
Der Urner Talboden liegt zwischen dem südlichen Ende des Urnersees und Erstfeld.
Er entstand durch Ablagerungen der Reuss, des Schächenbachs und weiterer Gebirgsbäche. Vor der Flusskorrektion bestanden ausgedehnte Auen, Sümpfe und regelmässig überschwemmte Flächen.
Heute bildet der Talboden den wichtigsten Siedlungs-, Wirtschafts- und Verkehrsraum des Kantons.
Zu ihm gehören insbesondere:
- Altdorf;
- Flüelen;
- Bürglen;
- Schattdorf;
- Attinghausen;
- Seedorf;
- Erstfeld.
Ein grosser Teil der Kantonsbevölkerung und der Arbeitsplätze konzentriert sich in diesem Raum.
Die Gemeinden wachsen zunehmend zu einem zusammenhängenden Siedlungsgebiet zusammen. Raumplanung, öffentlicher Verkehr, Hochwasserschutz und Infrastruktur werden deshalb verstärkt gemeindeübergreifend koordiniert.
Reusstal
Die Reuss bildet die zentrale geografische Achse des Kantons.
Vom Urnersee führt das Tal über Erstfeld, Silenen, Amsteg, Gurtnellen, Wassen und Göschenen bis zur Schöllenenschlucht.
Der untere Abschnitt ist vergleichsweise breit. Oberhalb von Amsteg wird das Tal enger, steiler und stärker durch Felswände, Wildbäche und Verkehrswege geprägt.
Strasse, Eisenbahn, Hochspannungsleitungen und weitere Infrastrukturen verlaufen teilweise auf engem Raum nebeneinander.
Das obere Reusstal war und ist stark durch den Transitverkehr geprägt. Besonders Göschenen entwickelte sich durch die Gotthardtunnel zu einem bedeutenden Verkehrs- und Baustellenort.
Urserental
Das Urserental liegt oberhalb der Schöllenenschlucht auf rund 1400 bis 1600 Metern über Meer.
Es umfasst die Gemeinden:
Die Reuss fliesst von Realp über Hospental und Andermatt in Richtung Schöllenen.
Das Tal liegt an einer bedeutenden Kreuzung alpiner Verkehrswege. Von Hospental führt die Route über den Gotthardpass ins Tessin. Von Realp führt der Furkapass ins Wallis, von Andermatt der Oberalppass nach Graubünden.
Ursern besass im Mittelalter eine eigenständige Talgemeinde. 1410 schloss es mit Uri ein Landrecht, das eine dauerhafte politische Verbindung begründete. Während der Mediationszeit wurde das Tal vollständig in den Kanton eingegliedert.[1]
Schächental
Das Schächental erstreckt sich von Bürglen über Spiringen und Unterschächen zum Klausenpass.
Es wird vom Schächenbach durchflossen, der bei Bürglen in den Urner Talboden eintritt und bei Attinghausen in die Reuss mündet.
Das Tal besitzt steile Hänge, Alpweiden, Wälder und zahlreiche Wildbachgebiete.
Zur Gemeinde Spiringen gehört der Urnerboden. Dieses Hochtal liegt östlich des Klausenpasses auf der Glarner Seite des Gebirgskamms, gehört politisch jedoch zum Kanton Uri.
Der Urnerboden gilt als eine der grössten zusammenhängenden Alpen der Schweiz.
Seitentäler
Zu den bedeutenden Seitentälern gehören:
- das Maderanertal bei Silenen;
- das Brunnital bei Unterschächen;
- das Isental;
- das Göschenertal;
- das Meiental bei Wassen;
- das Erstfeldertal;
- das Fellital bei Gurtnellen;
- das Riemenstaldner Tal an der Grenze zu Schwyz.
Das Maderanertal ist für seine alpine Landschaft, traditionelle Siedlungen und Bergwege bekannt.
Das Göschenertal wird durch die Göscheneralp, den Stausee und die umliegenden Gletscher geprägt.
Das Meiental bildet den westlichen Zugang zum Sustenpass.
Berge
Uri besitzt zahlreiche Gipfel über 3000 Meter.
Zu den bedeutenden Bergen gehören:
- Dammastock;
- Galenstock;
- Sustenhorn;
- Gross Spannort;
- Gross Windgällen;
- Oberalpstock;
- Piz Giuv;
- Fleckistock;
- Bristen;
- Uri Rotstock;
- Schärhorn;
- Ruchen;
- Clariden;
- Bälmeten.
Der Bristen mit seiner markanten pyramidenförmigen Gestalt gilt als einer der bekanntesten Berge des Kantons.
Der Uri Rotstock erhebt sich über dem Urnersee und ist ein beliebtes Ziel für Bergwanderungen.
Die Hochgebirgsgebiete werden durch Gletscher, Firnfelder, Felslandschaften und alpine Weiden geprägt.
Gletscher
Zu den bekannten Gletschern gehören:
- Dammagletscher;
- Tiefengletscher;
- Chelenalpgletscher;
- Gurschenfirn;
- Hüfigletscher;
- Brunnifirn;
- Kartigelfirn.
Der Klimawandel führt zu einem starken Rückgang der Gletscher. Dadurch verändern sich Abflussmengen, Landschaftsbild, Naturgefahren und Bedingungen für den Bergsport.
Freigelegte Felsflächen können instabil werden. Gleichzeitig entstehen neue Gletscherseen und veränderte Wasserläufe.
Urnersee
Der Urnersee ist der südöstliche Arm des Vierwaldstättersees.
Er reicht von Brunnen im Kanton Schwyz bis Flüelen und Seedorf.
Der See ist von steilen Bergen umgeben und weist teilweise fjordähnliche Landschaftsformen auf.
Bedeutende Orte und Landschaften am Urnersee sind:
- Flüelen;
- Sisikon;
- Seedorf;
- Bauen;
- Isenthal;
- Seelisberg;
- Rütli;
- Tellsplatte;
- Reussdelta.
Der See dient der Schifffahrt, Fischerei, Trinkwasserversorgung, Erholung und dem Tourismus.
Wegen der steilen Ufer war eine durchgehende Landverbindung lange schwierig. Die Axenstrasse verbesserte im 19. Jahrhundert die Verbindung zwischen Uri und Schwyz erheblich.
Reussdelta
Die Reuss mündet zwischen Flüelen und Seedorf in den Urnersee.
Das Delta wurde durch Flussablagerungen gebildet und im 20. Jahrhundert stark verändert.
Seit den 1980er-Jahren wurden Teile des Gebiets ökologisch aufgewertet. Aus Ausbruchmaterial von Verkehrsprojekten entstanden neue Flachwasserzonen und Inseln.
Das Reussdelta ist heute ein bedeutendes Natur- und Erholungsgebiet mit:
- Schilfflächen;
- Auenwäldern;
- Kiesinseln;
- Flachwasserbereichen;
- Badeplätzen;
- Lebensräumen für Wasservögel und Fische.
Flüsse und Bäche
Die Reuss ist das wichtigste Gewässer.
Sie entspringt mit mehreren Quellbächen im Gotthard- und Furkagebiet. Im Urserental werden Furkareuss und Gotthardreuss vereinigt.
Bedeutende Zuflüsse sind:
- Schächen;
- Chärstelenbach;
- Meienreuss;
- Göschenerreuss;
- Fellibach;
- Erstfelderbach;
- Palanggenbach;
- Isitalerbach.
Die Gebirgsbäche können nach Starkregen oder Schneeschmelze grosse Mengen Wasser, Geröll und Holz führen.
Hochwasserschutz, Geschiebesammler, Schutzwälder und regelmässiger Gewässerunterhalt besitzen deshalb eine hohe Bedeutung.
Pässe
Uri liegt an mehreren historischen Alpenübergängen:
Der Gotthard-, Furka-, Oberalp-, Susten- und Klausenpass sind durch Strassen erschlossen. Sie unterliegen in der Regel einer Wintersperre.
Der Surenenpass ist ein historischer Fuss- und Saumweg zwischen dem Urner Talboden und Engelberg.
Klima und Föhn
Das Klima wird durch grosse Höhenunterschiede und die alpine Lage bestimmt.
Im Urner Talboden und am Urnersee sind die Temperaturen vergleichsweise mild. Der See wirkt temperaturausgleichend.
Das Reusstal ist für den Föhn bekannt. Dieser warme und trockene Fallwind kann zu raschen Temperaturanstiegen und starken Böen führen.
Der Föhn beeinflusst:
- Landwirtschaft;
- Vegetation;
- Brandgefahr;
- Schifffahrt;
- menschliches Wohlbefinden;
- Flug- und Strassenverkehr.
Im Urserental und in den Hochlagen sind die Winter lang und schneereich.
Gemeinden
Uri besitzt seit der Fusion von Bauen und Seedorf am 1. Januar 2021 insgesamt 19 politische Gemeinden.[4]
| Gemeinde | Region | Bemerkung |
|---|---|---|
| Altdorf | Urner Talboden | Hauptort und bevölkerungsreichste Gemeinde |
| Andermatt | Urserental | Tourismus- und Verkehrszentrum |
| Attinghausen | Urner Talboden | Gemeinde am Eingang zum Erstfeldertal und Surenenpass |
| Bürglen | Urner Talboden und Schächental | In der Überlieferung Geburtsort Wilhelm Tells |
| Erstfeld | Reusstal | Eisenbahngemeinde und Nordportal des Gotthard-Basistunnels |
| Flüelen | Urnersee | Hafen- und Verkehrsort am südlichen Seeende |
| Göschenen | Oberes Reusstal | Nordportale der Gotthard-Eisenbahn- und Strassentunnel |
| Gurtnellen | Oberes Reusstal | Mehrteilige Berggemeinde beidseits der Reuss |
| Hospental | Urserental | Verzweigung der Wege zum Gotthard- und Furkapass |
| Isenthal | Seitental des Urnersees | Berggemeinde über dem westlichen Seeufer |
| Realp | Urserental | Ausgangsort zum Furkapass und zur Furka-Bergstrecke |
| Schattdorf | Urner Talboden | Zweitgrösste Gemeinde des Kantons |
| Seedorf | Urner Talboden und Urnersee | Umfasst seit 2021 auch das Dorf Bauen |
| Seelisberg | Urnersee | Gemeinde mit dem Rütli |
| Silenen | Reusstal und Maderanertal | Flächenmässig grösste Gemeinde; umfasst Silenen, Amsteg und Bristen |
| Sisikon | Urnersee | Gemeinde an der Axenstrasse |
| Spiringen | Schächental | Umfasst Spiringen und den Urnerboden |
| Unterschächen | Schächental | Berggemeinde am westlichen Zugang zum Klausenpass |
| Wassen | Oberes Reusstal und Meiental | Bekannt für die Kehrtunnel der Gotthardbahn |
Der Kanton besitzt keine politischen Bezirke. Die Gemeinden bilden zugleich die Wahlkreise für den Landrat.
Neben den Einwohnergemeinden bestehen Kirchgemeinden und Korporationsbürgergemeinden.
Korporationen Uri und Ursern
Eine Besonderheit der staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung sind die Korporation Uri und die Korporation Ursern.
Sie sind öffentlich-rechtliche Körperschaften und verwalten umfangreichen gemeinschaftlichen Besitz.
Dazu gehören:
- Wälder;
- Alpen;
- Weiden;
- Gewässer;
- Grundstücke;
- Nutzungsrechte;
- Energie- und Rohstoffrechte.
Die Korporation Uri umfasst einen grossen Teil des Kantons ausserhalb des Urserentals. Die Korporation Ursern ist im Urserental tätig.
Ihre Ursprünge liegen in mittelalterlichen Allmend- und Nutzungsgenossenschaften.
Beide Korporationen besitzen eigene Versammlungen und Behörden. Ihre politischen Formen erinnern teilweise an die frühere Landsgemeinde.
Sie sind rechtlich vom Kanton und von den Einwohnergemeinden getrennt.
Geschichte
Ur- und Frühgeschichte
Das Gebiet wurde bereits in vorgeschichtlicher Zeit aufgesucht.
Funde belegen menschliche Aktivitäten während der Stein-, Bronze- und Eisenzeit.
Die dauerhafte Besiedlung konzentrierte sich zunächst auf:
- den Urner Talboden;
- sonnige Geländeterrassen;
- Uferbereiche;
- zugängliche Seitentäler.
Höhere Gebiete wurden vor allem saisonal für Jagd und Viehwirtschaft genutzt.
Während der römischen Zeit verliefen vermutlich regionale Wege über die Alpen. Der Gotthard besass jedoch noch nicht die später erreichte überregionale Bedeutung.
Frühmittelalter
Im Frühmittelalter gehörte Uri zum alemannisch-fränkischen Herrschaftsraum.
Im Jahr 853 übertrug König Ludwig der Deutsche umfangreiche Besitzungen in Uri an das von ihm gegründete Fraumünsterkloster in Zürich.
Die Äbtissin des Fraumünsters verfügte über Grundbesitz, Abgaben- und Herrschaftsrechte.
Daneben bestanden Rechte anderer Klöster, Adelsfamilien und kirchlicher Einrichtungen.
Die Bevölkerung organisierte sich zunehmend in lokalen Nutzungs- und Talgemeinschaften.
Reichsunmittelbarkeit
Im 13. Jahrhundert gewann die Gotthardroute an Bedeutung.
Der Bau beziehungsweise Ausbau der Wege durch die Schöllenenschlucht ermöglichte einen direkteren Verkehr zwischen dem Reusstal und dem Urserental.
Der König erwarb 1231 die Rechte des Fraumünsters und stellte Uri unmittelbar unter das Reich.
Diese Reichsunmittelbarkeit stärkte die politische Stellung der Talgemeinde gegenüber regionalen Adelsfamilien, insbesondere den Habsburgern.
Bundesbrief und frühe Eidgenossenschaft
Der Bundesbrief von 1291 dokumentiert ein unbefristetes Bündnis zwischen Uri, Schwyz und Unterwalden.
Die genaue zeitliche Einordnung und die unmittelbare politische Bedeutung des Dokuments werden in der Forschung unterschiedlich beurteilt.
Sicher ist, dass Uri spätestens seit dem frühen 14. Jahrhundert gemeinsam mit Schwyz und Unterwalden eine eigenständige Bündnispolitik betrieb.[1]
Nach der Schlacht am Morgarten von 1315 erneuerten die drei Länder ihr Bündnis im Bund von Brunnen.
Uri beteiligte sich in den folgenden Jahrzehnten an weiteren Bündnissen mit Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern.
Landsgemeinde
Die Urner Landsgemeinde ist seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar.
Sie war die oberste politische Versammlung des Landes.
Teilnahmeberechtigte männliche Landleute entschieden über:
- Gesetze;
- Wahlen;
- Krieg und Frieden;
- Bündnisse;
- Aufnahme neuer Landleute;
- Steuern und Abgaben;
- Allmendfragen.
Die Landsgemeinde tagte traditionell in Schattdorf.
Der Landammann leitete die Versammlung und bildete zusammen mit Räten und weiteren Amtsträgern die politische Führung.
Die Landsgemeinde blieb bis 1928 bestehen.[1]
Kontrolle der Gotthardroute
Der Gotthardverkehr wurde zu einer entscheidenden Grundlage der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung.
Uri kontrollierte:
- Zugänge;
- Zollstellen;
- Wege und Brücken;
- Säumerei;
- Herbergen;
- Transportwesen.
Der Flüeler Reichszoll bildete über lange Zeit eine bedeutende staatliche Einnahmequelle.
Die Kontrolle der Route verstärkte Uris Interesse an den Gebieten südlich des Passes.
Ursern und Leventina
1410 erhielt das Urserental ein Landrecht mit Uri. Das Tal behielt eigene Institutionen, geriet jedoch zunehmend unter urnerische Oberhoheit.
Uri und Obwalden schlossen 1403 einen Schutzvertrag mit der Leventina.
Nach mehreren militärischen Auseinandersetzungen und vorübergehenden Verlusten brachte Uri die Leventina im 15. Jahrhundert dauerhaft unter seine Herrschaft.
Die Leventina blieb bis 1798 eine urnerische Vogtei.[1]
Uri beteiligte sich ausserdem an mehreren gemeineidgenössischen Vogteien im heutigen Tessin und in anderen Teilen der Eidgenossenschaft.
Schlacht bei Giornico
1478 besiegten Truppen aus der Leventina und Uri ein mailändisches Heer bei Giornico.
Der Sieg stärkte die urnerische Herrschaft südlich des Gotthards.
In der späteren Erinnerungskultur wurde die Schlacht als Beispiel für die erfolgreiche Verteidigung eines alpinen Tals gegen eine zahlenmässig überlegene Armee dargestellt.
Reformation und katholische Orte
Uri blieb während der Reformation römisch-katholisch.
Der Kanton gehörte zu den führenden katholischen Orten der Eidgenossenschaft und widersetzte sich der Ausbreitung der reformierten Lehre.
Uri beteiligte sich auf katholischer Seite an den Kappelerkriegen und späteren konfessionellen Konflikten.
Kirche, Bruderschaften, Wallfahrten und religiöse Feste prägten das öffentliche Leben stark.
Solddienst
Der fremde Kriegsdienst war während der frühen Neuzeit wirtschaftlich und politisch bedeutend.
Urner dienten in Armeen verschiedener europäischer Staaten, darunter Frankreich, Spanien, Savoyen und der Kirchenstaat.
Pensionen, Offiziersstellen und militärische Beziehungen stärkten den Einfluss bestimmter Familien.
Der Solddienst führte jedoch auch zu Verlusten, sozialen Spannungen und politischen Abhängigkeiten.
Helvetische Republik
1798 marschierten französische Truppen in die Schweiz ein.
Uri lehnte die zentralistische Verfassung der Helvetischen Republik zunächst ab und beteiligte sich mit anderen Innerschweizer Orten am militärischen Widerstand.
Nach der Niederlage wurde Uri Teil des helvetischen Kantons Waldstätten.
Die Leventina wurde aus dem urnerischen Untertanenverhältnis entlassen und später Teil des Kantons Tessin.
Die Helvetik brachte:
- rechtliche Gleichstellung der Bevölkerung;
- Aufhebung der Untertanengebiete;
- neue Verwaltungsstrukturen;
- hohe Besatzungskosten;
- Einquartierungen;
- wirtschaftliche Belastungen.
Während der Kämpfe von 1799 durchquerten französische, österreichische und russische Truppen den Kanton.
Mediationszeit
Die Mediationsakte von 1803 stellte Uri als Kanton wieder her.
Die Landsgemeinde nahm die neue Ordnung am 27. April 1803 an.[1]
Die Leventina blieb beim neu gegründeten Kanton Tessin. Mehrere urnerische Versuche, das Gebiet zurückzugewinnen, blieben erfolglos.
Ursern wurde als gleichberechtigter Bestandteil in den Kanton aufgenommen.
Die traditionellen Behörden und politischen Formen wurden weitgehend wiederhergestellt.
Restauration und Sonderbund
Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft setzte Uri die Mediationsverfassung 1813 ausser Kraft.
1815 stimmte die Landsgemeinde dem neuen Bundesvertrag zu.
Uri blieb katholisch-konservativ geprägt und stand liberalen Verfassungsreformen lange zurückhaltend gegenüber.
1845 beteiligte sich der Kanton am katholisch-konservativen Sonderbund.
Im Sonderbundskrieg von 1847 kämpften Urner Truppen gegen die eidgenössische Armee.
Nach der Niederlage musste Uri politische Reformen einleiten.
Bundesstaat
Uri lehnte die Bundesverfassung von 1848 ab, wurde nach deren gesamtschweizerischer Annahme aber Teil des neuen Bundesstaates.
Die Kantonsverfassung von 1850 regelte die staatliche Organisation neu.
Die Landsgemeinde blieb zunächst oberste Behörde. Landrat und Regierungsrat erhielten klarere Aufgaben.
Die Korporationen Uri und Ursern wurden im späten 19. Jahrhundert aus dem unmittelbaren Staatsaufbau herausgelöst und als öffentlich-rechtliche Allmendkorporationen organisiert.
Gotthardbahn
Die Gotthardbahn wurde 1882 eröffnet.
Der 15 Kilometer lange Gotthard-Eisenbahntunnel verband Göschenen mit Airolo.
Der Bau führte zu einem starken Bevölkerungswachstum und brachte zahlreiche Arbeitskräfte aus anderen Teilen der Schweiz und aus Italien nach Uri.
Erstfeld entwickelte sich zum wichtigen Betriebs-, Depot- und Personalstandort der Bahn.
Die Kehrtunnel bei Wassen wurden zu einem bekannten Beispiel der Eisenbahntechnik.
Nach der Eröffnung wandelten sich Reisezeit, Güterverkehr und wirtschaftliche Beziehungen grundlegend.
Abschaffung der Landsgemeinde
1928 beschloss die Urner Landsgemeinde ihre eigene Abschaffung.
Als Gründe galten unter anderem:
- öffentliche statt geheime Stimmabgabe;
- wachsender Zeitaufwand;
- lange Anreise aus dem Urserental;
- zunehmende Zahl und Komplexität politischer Geschäfte.
Die Abstimmungen wurden fortan an der Urne durchgeführt.
Die direktdemokratischen Instrumente wie Volksinitiative und Referendum blieben erhalten.
Frauenstimmrecht
Das Frauenstimm- und -wahlrecht wurde im Kanton Uri 1972 eingeführt.
Frauen konnten danach an kantonalen und kommunalen Wahlen und Abstimmungen teilnehmen sowie politische Ämter übernehmen.
Gotthard-Strassentunnel
Der Gotthard-Strassentunnel wurde 1980 eröffnet.
Der knapp 17 Kilometer lange Tunnel verbindet Göschenen mit Airolo und ist Teil der Autobahn A2.[8]
Der Tunnel verlagerte einen grossen Teil des Verkehrs von der Passstrasse in den Berg.
Der zunehmende Transitverkehr brachte wirtschaftliche Vorteile, aber auch Belastungen durch Lärm, Luftverschmutzung, Staus und Flächenverbrauch.
Gotthard-Basistunnel
Der Gotthard-Basistunnel wurde 2016 eröffnet.
Er ist 57 Kilometer lang und verbindet Erstfeld im Kanton Uri mit Bodio im Kanton Tessin.[9]
Der Tunnel ist ein Kernstück der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale.
Er verkürzte die Reisezeiten zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin und erhöhte die Kapazität für den Güterverkehr.
Die historische Bergstrecke über Göschenen und Airolo wird weiterhin für Regional-, Ausflugs- und Umleitungsverkehr genutzt.
Gegenwart
Die geltende Kantonsverfassung wurde am 28. Oktober 1984 angenommen.[10]
Die gegenwärtige Entwicklung wird unter anderem geprägt durch:
- Bevölkerungswachstum im unteren Reusstal;
- Ausbau des Tourismus in Andermatt;
- Sanierung und Erweiterung der Gotthard-Infrastruktur;
- Energiewirtschaft;
- Schutz vor Naturgefahren;
- Rückgang der Gletscher;
- Sicherung der medizinischen und schulischen Versorgung;
- Digitalisierung von Kanton und Gemeinden.
Bevölkerung
Ende 2024 lebten 38'265 Personen dauerhaft im Kanton.[3]
Uri gehört zu den bevölkerungsärmsten Kantonen der Schweiz.
Die Bevölkerungsdichte ist wegen der grossen Gebirgsflächen niedrig. Die tatsächlich besiedelbaren Talflächen sind dagegen teilweise dicht bebaut.
Die meisten Menschen wohnen im unteren Reusstal.
Altdorf ist die grösste Gemeinde. Es folgen Schattdorf, Bürglen, Erstfeld und Seedorf.
Sehr kleine Gemeinden sind:
- Hospental;
- Realp;
- Isenthal;
- Sisikon;
- Gurtnellen.
Die Bevölkerungsentwicklung verlief während langer Zeit nur langsam. Seit Beginn der 2020er-Jahre wurde wieder ein stärkeres Wachstum verzeichnet.
Gründe sind unter anderem:
- Zuwanderung;
- neue Wohnangebote;
- wirtschaftliche Entwicklung in Andermatt;
- gute Verkehrsanbindungen;
- Wohnraumnachfrage in der Zentralschweiz.
Die Alterung der Bevölkerung stellt kleine Gemeinden und das Gesundheitswesen vor besondere Herausforderungen.
Sprachen
Die Amtssprache ist Deutsch.
In Behörden, Schulen, Gerichten und schriftlichen Medien wird Schweizer Hochdeutsch verwendet.
Im Alltag spricht die Bevölkerung überwiegend Urnerdeutsch.
Die Urner Dialekte gehören zum höchstalemannischen beziehungsweise hochalemannischen Sprachraum.
Innerhalb des Kantons bestehen Unterschiede zwischen:
- Urner Talboden;
- Schächental;
- oberem Reusstal;
- Isental;
- Urserental;
- Urnerboden.
Die Mundarten des Urserentals wurden durch Walserdialekte und Kontakte zu Graubünden, Wallis und Tessin beeinflusst.
Urnerdeutsch besitzt eigene Lautformen, Wörter und grammatische Besonderheiten.
Durch Zuwanderung sind auch Italienisch, Portugiesisch, Englisch, Albanisch, Serbisch, Kroatisch und weitere Sprachen verbreitet.
Italienisch besitzt wegen der historischen und wirtschaftlichen Verbindungen über den Gotthard eine besondere kulturelle Bedeutung.
Religion
Uri ist historisch stark römisch-katholisch geprägt.
Kirchen, Kapellen, Klöster, Wallfahrten und Bruderschaften spielten während Jahrhunderten eine wichtige Rolle.
Der grösste Teil des Kantons gehört kirchenrechtlich zum Bistum Chur. Das Urserental gehört traditionell zum Bistum Basel.
Bedeutende religiöse Einrichtungen sind:
- Pfarrkirche St. Martin in Altdorf;
- Kloster St. Lazarus in Seedorf;
- Kapuzinerkloster Altdorf;
- zahlreiche Berg- und Wegkapellen;
- Wallfahrtskapellen im Schächental und Reusstal.
Seit dem 20. Jahrhundert nahm der Anteil anderer Konfessionen und Religionen zu.
Heute bestehen:
- römisch-katholische Kirchgemeinden;
- evangelisch-reformierte Kirchgemeinden;
- orthodoxe Gemeinschaften;
- muslimische Gemeinschaften;
- freikirchliche Gruppen;
- konfessionslose Bevölkerung.
Der Anteil der Personen ohne Religionszugehörigkeit steigt, liegt aber unter dem Durchschnitt vieler städtischer Kantone.
Politik
Kantonsverfassung
Die geltende Verfassung stammt vom 28. Oktober 1984.[10]
Sie regelt:
- Grundrechte;
- politische Rechte;
- Landrat;
- Regierungsrat;
- Gerichte;
- Gemeinden;
- Korporationen;
- Kirchen;
- öffentliche Aufgaben;
- Finanzordnung.
Uri ist ein demokratischer Kanton innerhalb der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Direkte Demokratie
Die Stimmberechtigten verfügen über weitreichende direktdemokratische Rechte.
Verfassungsänderungen und Gesetze werden grundsätzlich dem Volk vorgelegt.
Mit einer Volksinitiative können Änderungen der Verfassung oder der Gesetzgebung verlangt werden.
Gegen bestimmte Beschlüsse des Landrats kann das Referendum ergriffen werden.
Auch auf Gemeindeebene bestehen Volksabstimmungen und Gemeindeversammlungen.
Landrat
Der Landrat ist die gesetzgebende Behörde.
Er besteht aus 64 Mitgliedern, die für vier Jahre gewählt werden.[5]
Die Gemeinden bilden die Wahlkreise.
In Gemeinden mit mindestens fünf Sitzen erfolgt die Wahl nach dem Verhältniswahlverfahren. In kleineren Gemeinden gilt das Mehrheitswahlverfahren.
Der Landrat:
- erlässt Gesetze und Verordnungen;
- genehmigt Budget und Staatsrechnung;
- bewilligt grössere Ausgaben;
- kontrolliert Regierungsrat und Verwaltung;
- behandelt parlamentarische Vorstösse;
- genehmigt Staatsverträge;
- wählt bestimmte Behörden und Kommissionen.
Die Sitzungen finden im Rathaus in Altdorf statt und sind öffentlich.
Regierungsrat
Der Regierungsrat ist die leitende und vollziehende Behörde.
Er besteht aus sieben Mitgliedern.[6]
Die Mitglieder werden vom Volk nach dem Mehrheitswahlverfahren gewählt.
Jedes Regierungsmitglied leitet eine Direktion:
- Bildungs- und Kulturdirektion;
- Baudirektion;
- Finanzdirektion;
- Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion;
- Justizdirektion;
- Sicherheitsdirektion;
- Volkswirtschaftsdirektion.
Der Vorsitzende trägt die traditionelle Amtsbezeichnung Landammann. Die Stellvertretung übernimmt der Landesstatthalter.
Gerichte
Die oberste kantonale Gerichtsbehörde ist das Obergericht.
Als erstinstanzliche Gerichte bestehen die Landgerichte Uri und Ursern.
Weitere Behörden sind:
- Staatsanwaltschaft;
- Schlichtungsbehörde;
- Jugendgerichtsbarkeit;
- Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde.
Die historischen Bezeichnungen Uri und Ursern leben damit in der Gerichtsorganisation fort.
Vertretung im Bund
Uri verfügt über zwei Sitze im Ständerat.
Aufgrund seiner Bevölkerungszahl besitzt der Kanton einen Sitz im Nationalrat.
Bei eidgenössischen Verfassungsabstimmungen verfügt Uri über eine volle Standesstimme.
Wirtschaft
Die Wirtschaft wird durch Dienstleistungen, Industrie, Bau, Energie, Tourismus und Landwirtschaft geprägt.
Wichtige Arbeitszentren sind:
- Altdorf;
- Schattdorf;
- Erstfeld;
- Andermatt;
- Flüelen;
- Bürglen.
Viele Erwerbstätige pendeln in andere Kantone der Zentralschweiz. Gleichzeitig arbeiten Personen aus Schwyz, Nidwalden und dem Tessin in Uri.
Industrie und Gewerbe
Die Industrialisierung wurde durch die Gotthardbahn, Wasserkraft und Verkehrserschliessung gefördert.
Bedeutende Branchen sind:
- Elastomer- und Kunststofftechnik;
- Metallverarbeitung;
- Maschinenbau;
- Elektrotechnik;
- Bauindustrie;
- Lebensmittelproduktion;
- Holzverarbeitung.
Die Dätwyler-Gruppe hat ihre historischen Wurzeln in Altdorf und prägte die industrielle Entwicklung des Kantons.
Kleine und mittlere Gewerbebetriebe spielen eine grosse Rolle für Beschäftigung und Berufsbildung.
Energiewirtschaft
Uri verfügt wegen seiner Berge, Niederschläge und grossen Höhenunterschiede über bedeutende Wasserkraftressourcen.
Kraftwerke nutzen Wasser aus:
- Reuss;
- Göscheneralp;
- Maderanertal;
- Schächental;
- Seitentälern und Stauseen.
Die EWA-energieUri AG ist ein wichtiges regionales Energieunternehmen.
Der Kanton und urnerische öffentlich-rechtliche Körperschaften halten eine Mehrheitsbeteiligung am Unternehmen.[6]
Weitere erneuerbare Energiequellen sind Solarenergie, Holzenergie und Umweltwärme.
Landwirtschaft
Die Landwirtschaft ist überwiegend auf Vieh- und Milchwirtschaft ausgerichtet.
Ackerbau ist wegen der Topografie und des Klimas nur in begrenztem Umfang möglich.
Bedeutend sind:
- Rinderhaltung;
- Milchproduktion;
- Schaf- und Ziegenhaltung;
- Alpwirtschaft;
- Heuwirtschaft;
- Käseproduktion.
Während des Sommers werden zahlreiche Alpen bewirtschaftet.
Die Landwirtschaft trägt zum Erhalt der Kulturlandschaft, zur Pflege von Weiden und zum Schutz vor Verbuschung bei.
Tourismus
Touristische Schwerpunkte sind:
- Andermatt;
- Urserental;
- Urnersee;
- Schächental;
- Maderanertal;
- Göschenertal;
- Klausenpass;
- Gotthardpass;
- Seelisberg.
Andermatt entwickelte sich seit Beginn des 21. Jahrhunderts stark. Neue Hotels, Ferienwohnungen, Bergbahnen und Freizeitanlagen veränderten das touristische Angebot und die lokale Wirtschaft.
Im Winter sind Skifahren, Langlauf, Schneeschuhwandern und Freeriden bedeutend.
Im Sommer stehen Wandern, Bergsteigen, Klettern, Velofahren und Passfahrten im Mittelpunkt.
Der Kanton verzeichnete Anfang der 2020er-Jahre mehr als 300'000 Hotelübernachtungen pro Jahr. Das stärkste Wachstum ging vom Urserental aus.[3]
Verkehr
Uri ist ein zentraler Transitkanton auf der Nord-Süd-Achse durch die Alpen.
Gotthardroute
Die Gotthardroute verbindet die Deutschschweiz mit dem Tessin und Norditalien.
Historische Bestandteile sind:
- Saumweg;
- Teufelsbrücke;
- Urnerloch;
- Gotthardpassstrasse;
- Gotthardbahn;
- Gotthard-Strassentunnel;
- Gotthard-Basistunnel.
Die Konzentration des Verkehrs bringt dem Kanton Arbeitsplätze und gute Verbindungen, verursacht aber auch Staus, Lärm und Umweltbelastungen.
Eisenbahn
Die traditionelle Gotthardbahn führt von Flüelen und Erstfeld über Amsteg, Gurtnellen, Wassen und Göschenen zum alten Gotthardtunnel.
Der Bahnhof Erstfeld war während Jahrzehnten ein wichtiger Lokomotivwechsel- und Depotstandort.
Der Gotthard-Basistunnel beginnt bei Erstfeld und führt weitgehend unter dem Gebirge nach Bodio.
Die Matterhorn-Gotthard-Bahn verbindet:
- Göschenen;
- Andermatt;
- Realp;
- Oberalppass;
- Disentis;
- Furka-Basistunnel;
- Wallis.
Die historische Dampfbahn Furka-Bergstrecke beginnt in Realp und führt über die alte Passstrecke nach Oberwald.
Strassen
Die Autobahn A2 durchquert den Kanton von Seelisberg über Altdorf und das Reusstal bis zum Gotthard-Strassentunnel.
Die Axenstrasse verbindet Flüelen und Sisikon mit dem Kanton Schwyz.
Weitere bedeutende Strassen führen über:
- Gotthardpass;
- Furkapass;
- Oberalppass;
- Sustenpass;
- Klausenpass.
Die Passstrassen sind wichtige touristische Routen, werden im Winter aber gewöhnlich gesperrt.
Öffentlicher Verkehr
Die Auto AG Uri betreibt einen grossen Teil des regionalen Busverkehrs.
Postautolinien erschliessen unter anderem:
- Isenthal;
- Seelisberg;
- Schächental;
- Urnerboden;
- Seitentäler;
- Passregionen.
Auf dem Urnersee verkehren Schiffe der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees.
Flüelen, Bauen, Isleten, Sisikon, Rütli und Seelisberg besitzen Schiffsverbindungen.
Seilbahnen
Zahlreiche Luftseilbahnen erschliessen Bergdörfer, Alpen und Ausflugsziele.
Bekannte Anlagen führen unter anderem nach:
- Eggberge;
- Biel-Kinzig;
- Brüsti;
- Golzern;
- Haldi;
- Gitschenen;
- Ratzi;
- Gemsstock.
Einige kleine Seilbahnen erfüllen neben touristischen Aufgaben eine wichtige Funktion für die lokale Grunderschliessung.
Bildung
Das Bildungssystem umfasst Kindergarten, Primarschule, Sekundarstufe, Berufsbildung und Mittelschule.
Die Gemeinden tragen die Volksschulen. Mehrere kleine Gemeinden arbeiten in Schulkreisen zusammen.
Hospental und Realp führen keine vollständigen eigenen Volksschulen; Kinder besuchen teilweise die Schule in Andermatt.
Kinder vom Urnerboden besuchen aufgrund der geografischen Lage Schulen im Kanton Glarus.
Die Kantonale Mittelschule Uri in Altdorf bietet gymnasiale und weitere Bildungswege an.
Die Berufsbildung erfolgt in Unternehmen und Berufsfachschulen. Für verschiedene Berufe werden Schulen in anderen Zentralschweizer Kantonen besucht.
Uri besitzt keine eigene Universität oder Fachhochschule. Viele Studierende besuchen Hochschulen in Luzern, Zürich, Zug oder anderen Schweizer Städten.
Kultur
Die Kultur ist stark durch alpine Lebensformen, katholische Traditionen, die Gotthardroute und die schweizerische Gründungsgeschichte geprägt.
Wilhelm Tell
Die Figur Wilhelm Tell nimmt in der Urner Kultur eine besondere Stellung ein.
Nach der Überlieferung lebte Tell in Bürglen. Er soll sich geweigert haben, den Hut des habsburgischen Landvogts Gessler zu grüssen, und wurde gezwungen, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schiessen.
Die Geschichte ist seit dem späten Mittelalter überliefert. Ob eine historische Person Wilhelm Tell existierte, ist nicht belegt.
Bedeutende Erinnerungsorte sind:
- Telldenkmal in Altdorf;
- Tellmuseum in Bürglen;
- Tellsplatte am Urnersee;
- Tellskapelle;
- Rütli;
- Tellspielhaus in Altdorf.
Friedrich Schillers Drama Wilhelm Tell machte die Erzählung international bekannt.
Rütli
Das Rütli ist eine Wiese am westlichen Ufer des Urnersees in der Gemeinde Seelisberg.
Nach der nationalen Überlieferung fand dort der Rütlischwur statt.
Historische Belege für dieses Ereignis fehlen. Das Rütli entwickelte sich dennoch zu einem zentralen nationalen Erinnerungsort.
Seit 1860 gehört die Wiese der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft.
Am 1. August finden dort regelmässig Bundesfeiern statt.
Museen
Bedeutende Museen und Kulturinstitutionen sind:
- Historisches Museum Uri in Altdorf;
- Haus für Kunst Uri;
- Tellmuseum Bürglen;
- Museum im Gotthard-Hospiz;
- Sasso San Gottardo;
- Talmuseum Ursern;
- Eisenbahn- und Verkehrsausstellungen.
Das Historische Museum Uri behandelt Kantonsgeschichte, religiöse Kunst, Volkskultur und Alltagsleben.
Das Haus für Kunst Uri zeigt moderne und zeitgenössische Kunst.
Musik und Theater
Blasmusik, Jodel, Kirchenmusik und Volksmusik besitzen eine starke Tradition.
Zahlreiche Gemeinden verfügen über Musikgesellschaften, Chöre und Theatervereine.
Die Tellspiele in Altdorf werden seit dem 19. Jahrhundert in unterschiedlichen Formen aufgeführt.
Das theater(uri) im Tellspielhaus bietet Schauspiel, Musik, Kabarett und weitere Kulturveranstaltungen.
Brauchtum
Fasnacht
Die Urner Fasnacht besitzt lokale Figuren, Masken und Umzüge.
In Altdorf und weiteren Gemeinden treten Guggenmusiken, Katzenmusiken und traditionelle Gruppen auf.
Die Fasnacht verbindet ältere Bräuche mit modernen Veranstaltungen.
Samichlaus und Trychler
In der Adventszeit werden in verschiedenen Gemeinden Samichlaus- und Trychlerbräuche gepflegt.
Teilnehmende ziehen mit grossen Glocken, Laternen und traditionellen Gewändern durch Dörfer und Landschaften.
Alpaufzüge und Alpabzüge
Die saisonale Wanderung des Viehs auf die Alpen und zurück ist mit regionalen Festen verbunden.
Tiere werden teilweise mit Blumen, Glocken und Schmuck ausgestattet.
Kirchliche Feste
Fronleichnam, Patroziniumsfeste, Wallfahrten und Prozessionen besitzen in mehreren Gemeinden weiterhin eine grosse Bedeutung.
Historische Fahnen, Trachten und Vereinsdelegationen sind häufig Teil der Feierlichkeiten.
Sehenswürdigkeiten
Altdorf
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Hauptorts gehören:
- Telldenkmal;
- Rathaus;
- Pfarrkirche St. Martin;
- Historisches Museum Uri;
- Haus für Kunst Uri;
- Türmli;
- Suworowhaus;
- Herrschaftshäuser;
- Kapuzinerkloster.
Das Telldenkmal wurde 1895 eingeweiht und zeigt Wilhelm Tell mit seinem Sohn Walter.
Schöllenenschlucht
Die Schöllenenschlucht verbindet Göschenen mit Andermatt.
Bekannte Bauwerke und Orte sind:
- Teufelsbrücke;
- Urnerloch;
- Suworow-Denkmal;
- historische Saumwege;
- moderne Strassen- und Bahnbrücken.
Die Schlucht symbolisiert die technische Erschliessung der Gotthardroute.
Gotthardpass
Auf der Passhöhe befinden sich:
- Gotthard-Hospiz;
- Museum;
- historische Strassen;
- Sasso San Gottardo;
- Seen und Moorgebiete;
- militärische Anlagen.
Die Tremolastrasse auf der Südseite liegt im Kanton Tessin und gehört zu den bekanntesten historischen Passstrassen der Schweiz.
Wassen
Die Pfarrkirche von Wassen ist wegen der Kehrtunnel der Gotthardbahn berühmt.
Bahnreisende sehen die Kirche während der Fahrt aus unterschiedlichen Richtungen und Höhenlagen mehrfach.
Seelisberg und Rütli
Seelisberg besitzt Aussichtspunkte über den Urnersee, historische Hotels und Zugänge zum Rütli.
Der Weg der Schweiz führt am Seeufer durch das Gebiet.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Weitere bekannte Ziele sind:
- Tellskapelle und Tellsplatte;
- Schloss A Pro in Seedorf;
- Kloster St. Lazarus in Seedorf;
- Burgruine Attinghausen;
- Turm der Herren von Hospental;
- Dorfkern von Andermatt;
- Maderanertal;
- Göscheneralpsee;
- Arnisee;
- Urnerboden;
- Klausenpass;
- Furkapass;
- Oberalppass.
Natur und Landschaftsschutz
Uri besitzt zahlreiche wertvolle alpine und aquatische Lebensräume.
Dazu gehören:
- Gletscher;
- Hochmoore;
- Flachmoore;
- Auen;
- Bergwälder;
- Trockenwiesen;
- Alpweiden;
- Felslandschaften;
- Seeufer.
Bedeutende Schutzgebiete sind:
- Reussdelta;
- Maderanertal;
- Urnerboden;
- Göscheneralp;
- Moorgebiete am Gotthard;
- Uferlandschaften des Urnersees.
Schutzwälder spielen eine besonders wichtige Rolle. Sie schützen Siedlungen und Verkehrswege vor:
- Lawinen;
- Steinschlag;
- Rutschungen;
- Murgängen;
- Erosion.
Zu den Umweltproblemen gehören:
- Klimawandel;
- Gletscherschwund;
- Transitverkehr;
- Verlust von Kulturland;
- touristischer Nutzungsdruck;
- Zerschneidung von Lebensräumen;
- invasive Arten;
- Belastung der Gewässer.
Naturgefahren
Wegen der steilen Topografie ist Uri stark von Naturgefahren betroffen.
Historische Hochwasserereignisse richteten grosse Schäden an. Besonders folgenreich waren die Hochwasser von 1987 und 2005.
Gefahren gehen aus von:
- Reuss;
- Schächen;
- Seitenbächen;
- Lawinenzügen;
- instabilen Felswänden;
- Rutschhängen.
Der Kanton investiert in:
- Dämme;
- Geschiebesammler;
- Flussaufweitungen;
- Schutzwälder;
- Lawinenverbauungen;
- Überwachungssysteme;
- Gefahrenkarten;
- Notfallplanung.
Der Hochwasserschutz im Urner Talboden wurde mit ökologischen Aufwertungen der Reuss und des Deltas verbunden.
Sport und Freizeit
Die alpine Landschaft bietet zahlreiche Sportmöglichkeiten.
Im Winter sind verbreitet:
- Skifahren;
- Snowboarden;
- Freeriden;
- Langlauf;
- Skitouren;
- Schneeschuhwandern;
- Eisklettern.
Bedeutende Wintersportgebiete liegen in Andermatt, am Gemsstock, auf dem Oberalppass und im Schächental.
Im Sommer sind beliebt:
- Wandern;
- Bergsteigen;
- Klettern;
- Mountainbike;
- Rennradfahren;
- Segeln;
- Windsurfen;
- Baden;
- Gleitschirmfliegen.
Die Passstrassen ziehen zahlreiche Motorrad- und Velofahrende an.
Der Weg der Schweiz führt rund um den südlichen Vierwaldstättersee und berührt zahlreiche historische Orte.
Küche und regionale Produkte
Die Urner Küche ist durch Berglandwirtschaft, Viehhaltung und einfache haltbare Zutaten geprägt.
Bekannte Speisen und Produkte sind:
- Hafächabis, ein Gericht aus Kohl und Fleisch;
- Urner Pastete;
- Urner Alpkäse;
- Trockenfleisch;
- Würste;
- Rösti;
- Käsegerichte;
- Birnen- und Nussgebäck;
- Honig;
- Kräuterprodukte.
Die Urner Pastete ist meist ein süsses Gebäck mit einer Füllung aus Weinbeeren beziehungsweise Rosinen.
Auf den Alpen werden Käse, Butter und weitere Milchprodukte hergestellt.
Regionale Produkte werden auf Märkten, in Hofläden und bei Alpabzügen angeboten.
Bedeutung für die Schweiz
Uri besitzt trotz seiner kleinen Bevölkerung eine aussergewöhnlich grosse historische und symbolische Bedeutung.
Der Kanton ist verbunden mit:
- Bundesbrief von 1291;
- Rütli;
- Wilhelm Tell;
- Gotthard;
- früher Eidgenossenschaft;
- nationaler Nord-Süd-Verbindung.
Der Gotthard ist zugleich geografisches Hindernis, Verkehrsweg und nationales Symbol.
Uri steht damit sowohl für die Gründungserzählung der Schweiz als auch für ihre moderne Verkehrsinfrastruktur.
Die tatsächliche mittelalterliche Geschichte war komplexer als die späteren nationalen Mythen. Dennoch spielte Uri bei der Entstehung und territorialen Entwicklung der Alten Eidgenossenschaft eine bedeutende Rolle.
Siehe auch
- Altdorf UR
- Geschichte des Kantons Uri
- Liste der Gemeinden des Kantons Uri
- Waldstätten
- Bundesbrief von 1291
- Rütli
- Wilhelm Tell
- Gotthardpass
- Gotthardbahn
- Gotthard-Strassentunnel
- Gotthard-Basistunnel
- Urnersee
- Reuss
- Urserental
- Schächental
- Maderanertal
- Korporation Uri
- Korporation Ursern
- Zentralschweiz
Literatur
- Ralph Aschwanden: Uri. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Hans Stadler: Geschichte des Landes Uri. Altdorf.
- Staatsarchiv Uri: Publikationen zur Urner Geschichte.
- Historischer Verein Uri: Historisches Neujahrsblatt. Altdorf, jährlich.
- Helmi Gasser: Die Kunstdenkmäler des Kantons Uri. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte.
- Eduard Müller: Uri im Mittelalter. Altdorf.
- Rolf Gisler: Publikationen zur Urner Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte.
- Fachstelle Statistik des Kantons Uri: Uri in Zahlen.
- Korporation Uri und Korporation Ursern: Publikationen zu Geschichte, Allmend und Alpen.
Weblinks
- Offizielle Website des Kantons Uri
- Gemeinden des Kantons Uri
- Landrat des Kantons Uri
- Verfassung des Kantons Uri
- Uri im Historischen Lexikon der Schweiz
- Staatsarchiv Uri
- Uri Tourismus
- Ferienregion Andermatt
- Korporation Uri
- Korporation Ursern
Wikimedia Commons: Medien zu Kanton Uri
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 Ralph Aschwanden: Uri, Historisches Lexikon der Schweiz, Version vom 15. Januar 2021, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 2,0 2,1 100 Jahre amtliche Vermessung im Kanton Uri, Kanton Uri, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 Überprüfung der Abfall- und Deponieplanung Kanton Uri 2025, Kanton Uri, S. 16, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 4,0 4,1 Gemeinden des Kantons Uri, Kanton Uri, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 5,0 5,1 Landrat, Kanton Uri, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 6,0 6,1 6,2 Urner öffentliche Hand erwirbt die Aktienmehrheit an der EWA-energieUri AG, Kanton Uri, 6. Juni 2023, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 7,0 7,1 7,2 Uri in Zahlen 2021/2022, Kanton Uri, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 20 Jahre nach dem Brand im Gotthard-Strassentunnel, Bundesamt für Strassen, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Gotthard-Basistunnel – die Geschichte, AlpTransit-Portal, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 10,0 10,1 Verfassung des Kantons Uri vom 28. Oktober 1984, Urner Rechtsbuch, abgerufen am 21. Juli 2026.
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