S33 (S-Bahn Zürich)

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S33 der Zürcher S-Bahn
System S-Bahn Zürich
Weitere Einordnung S-Bahn Schaffhausen
Liniennummer S33
Betreiber Schweizerische Bundesbahnen
Linienweg WinterthurSchaffhausen
Kantone Zürich, Schaffhausen
Anzahl Stationen 9
Grundtakt 60 Minuten
Fahrzeit rund 33 Minuten
Bahnstrecke Rheinfallbahn
Inbetriebnahme 27. Mai 1990
Spurweite 1435 mm
Stromsystem 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom
Tarifverbünde Zürcher Verkehrsverbund, OSTWIND
Rollmaterial vorwiegend Doppelstockzüge der SBB

Die S33 ist eine Linie der S-Bahn Zürich. Sie verbindet Winterthur über Hettlingen, Henggart, Andelfingen, Marthalen, Dachsen und Neuhausen am Rheinfall mit Schaffhausen. Betreiberin der Linie sind die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB).

Im Fahrplanjahr 2026 verkehrt die S33 grundsätzlich im Stundentakt. Sie hält an allen neun Personenbahnhöfen der Rheinfallbahn zwischen Winterthur und Schaffhausen. Die Fahrt über die gesamte Strecke dauert rund 33 Minuten.[1]

Zusammen mit der stündlich verkehrenden S12 bietet die S33 an den Zwischenstationen grundsätzlich zwei Verbindungen pro Stunde. Die S12 fährt über Winterthur hinaus ohne Umsteigen nach Zürich und Brugg AG, während die S33 in Winterthur endet. Ergänzt wird das Angebot durch die beschleunigte S24, die zwischen Winterthur und Schaffhausen nur in Andelfingen und Neuhausen hält.

Die Linie erschliesst das Zürcher Weinland, den Rheinfall und die Agglomeration Schaffhausen. Sie ist sowohl Bestandteil des Zürcher S-Bahn-Netzes als auch Teil des regionalen Bahnangebots rund um Schaffhausen.

Linienführung

Winterthur

Ausgangspunkt der S33 ist der Bahnhof Winterthur. Er gehört zu den grössten Eisenbahnknoten der Schweiz und bietet Anschlüsse an den nationalen Fernverkehr sowie an zahlreiche weitere Linien der Zürcher S-Bahn.

Von Winterthur aus bestehen unter anderem direkte Verbindungen nach Zürich, Bern, Basel, St. Gallen, Romanshorn, Konstanz, Wil SG, Stein am Rhein und ins Tösstal. Die S33 ist fahrplanmässig auf wichtige Anschlüsse in Richtung Zürich abgestimmt.

Nach der Abfahrt in Winterthur führt die Strecke zunächst in nordwestlicher Richtung aus dem dicht bebauten Stadtgebiet hinaus. Sie unterquert beziehungsweise überquert verschiedene städtische Verkehrsachsen und erreicht anschliessend die offene Landschaft zwischen Winterthur und Hettlingen.

Hettlingen und Henggart

Der erste Zwischenhalt ist Hettlingen. Der Bahnhof erschliesst die gleichnamige Gemeinde und dient als Umsteigepunkt zu regionalen Buslinien.

Zwischen Hettlingen und Henggart verläuft einer der wenigen doppelspurigen Abschnitte der ansonsten überwiegend eingleisigen Rheinfallbahn. Die Doppelspur ermöglicht Zugkreuzungen und ist für den dichten Regionalverkehr von grosser betrieblicher Bedeutung.

Der nächste Halt ist der Bahnhof Henggart. Von dort bestehen Busverbindungen in die umliegenden Gemeinden des Zürcher Weinlands. Henggart ist zugleich Ausgangspunkt für Wanderungen und Velotouren in Richtung Flaachtal, Andelfingen und Irchel.

Andelfingen

Der Bahnhof Andelfingen ist der wichtigste Zwischenknoten der S33. Er erschliesst das regionale Zentrum des Zürcher Weinlands und wird neben der S33 auch von der S12 und der S24 bedient.

Unmittelbar südlich beziehungsweise westlich des Bahnhofs überquert die Bahnstrecke die Thur. Die Eisenbahnbrücke bei Andelfingen gehört zu den bedeutenden Kunstbauten der Rheinfallbahn.

Am Bahnhof bestehen Anschlüsse an Buslinien nach Flaach, Kleinandelfingen, Ossingen, Stammheim und in weitere Gemeinden der Region. Andelfingen besitzt dadurch eine wichtige Verteilerfunktion im öffentlichen Verkehr des nördlichen Kantons Zürich.

Marthalen

Nach Andelfingen führt die Strecke durch die landwirtschaftlich geprägte Landschaft des Weinlands zum Bahnhof Marthalen. Die Station liegt westlich des historischen Dorfkerns und erschliesst neben Marthalen auch umliegende Weiler und Nachbargemeinden.

Im Bereich von Marthalen wurde die Strecke in den 1990er-Jahren teilweise auf Doppelspur ausgebaut. Diese Kreuzungsmöglichkeit war eine Voraussetzung für die Verdichtung des Regionalverkehrs zwischen Winterthur und Schaffhausen.

Beim Bahnhof bestehen Anschlüsse an regionale Buslinien, unter anderem nach Rheinau. Die Gemeinde Rheinau besitzt keine eigene Eisenbahnstation und wird über Marthalen an das Bahnnetz angebunden.

Dachsen und Schloss Laufen am Rheinfall

Von Marthalen aus führt die S33 nach Dachsen. Der Bahnhof liegt nahe dem Dorfzentrum und dient als Ausgangspunkt für Ausflüge zum Rheinfall und zum Schloss Laufen.

Der nächste Halt ist Schloss Laufen am Rheinfall. Die Station befindet sich unmittelbar beim südlichen Zugang zum Rheinfall. Von dort sind das Schloss Laufen, die Aussichtsplattformen und die Fusswege entlang des Rheins erreichbar.

Der Halt Schloss Laufen am Rheinfall war früher zeitweise saisonal bedient. Seit dem Ausbau des Regionalverkehrs halten die Züge der S33 grundsätzlich ganzjährig.[2]

Nach der Station überquert die Rheinfallbahn den Rhein auf der historischen Rheinfallbrücke. Das eingleisige Bauwerk liegt nur wenige hundert Meter oberhalb des Wasserfalls und verbindet den Kanton Zürich mit dem Kanton Schaffhausen.

Neuhausen und Schaffhausen

Nach der Rheinbrücke erreicht die S33 den Bahnhof Neuhausen. Die Station erschliesst das Zentrum von Neuhausen am Rheinfall und bietet Anschlüsse an die S9, S12, S24 sowie an das regionale Bus- und Trolleybusnetz.

Der letzte Streckenabschnitt zwischen Neuhausen und Schaffhausen ist doppelspurig. Er wird von mehreren Regional-, S-Bahn-, Fern- und Güterzügen genutzt.

Endpunkt der S33 ist der Bahnhof Schaffhausen. Dort bestehen Anschlüsse an den nationalen und grenzüberschreitenden Fernverkehr sowie an Regionalzüge in Richtung Zürich, Singen, Erzingen, Stein am Rhein und Kreuzlingen.

Der Bahnhof ist zugleich der zentrale Knoten des öffentlichen Verkehrs im Kanton Schaffhausen. Auf dem Bahnhofplatz halten zahlreiche Bus- und Trolleybuslinien.

Stationen

Stationen der S33 im Fahrplanjahr 2026
Nr. Bahnhof Gemeinde oder Stadt Kanton Bedeutung
1 Winterthur Winterthur Zürich südlicher Endpunkt, Fernverkehrs- und S-Bahn-Knoten
2 Hettlingen Hettlingen Zürich regionaler Bahnhof mit Busanschlüssen
3 Henggart Henggart Zürich Erschliessung des südlichen Weinlands
4 Andelfingen Andelfingen Zürich regionaler Verkehrsknoten, Halt der S12 und S24
5 Marthalen Marthalen Zürich Busanschlüsse unter anderem nach Rheinau
6 Dachsen Dachsen Zürich Zugang zum Rheinfall und zur Gemeinde Dachsen
7 Schloss Laufen am Rheinfall Laufen-Uhwiesen Zürich touristischer Zugang zum Rheinfall und zum Schloss Laufen
8 Neuhausen Neuhausen am Rheinfall Schaffhausen Umsteigeknoten zu S9, S12, S24 und Bus
9 Schaffhausen Schaffhausen Schaffhausen nördlicher Endpunkt, Fernverkehrs- und Regionalverkehrsknoten

Betrieb

Stundentakt

Die S33 verkehrt im Fahrplanjahr 2026 grundsätzlich einmal pro Stunde zwischen Winterthur und Schaffhausen.[1] Die Züge bedienen alle Stationen der Rheinfallbahn.

Der genaue Fahrplan ist auf die Zugkreuzungsmöglichkeiten der überwiegend eingleisigen Strecke abgestimmt. Die Fahrzeiten können deshalb nicht unabhängig von den übrigen Regional- und Fernverkehrszügen verändert werden.

In den frühen Morgenstunden, am späten Abend und bei Bauarbeiten können einzelne Verbindungen abweichend geführt, verkürzt oder durch Ersatzbusse ersetzt werden.

Gemeinsames Angebot mit der S12

Seit Dezember 2018 fährt die S12 einmal pro Stunde von Winterthur über die Rheinfallbahn nach Schaffhausen. Sie ersetzte damit eine der zuvor halbstündlich verkehrenden S33-Verbindungen.[3]

Zwischen Winterthur und Schaffhausen ergibt sich aus der Überlagerung beider Linien grundsätzlich ein Halbstundentakt:

  • Die S33 verkehrt stündlich zwischen Winterthur und Schaffhausen.
  • Die S12 verkehrt stündlich von Brugg AG über Zürich und Winterthur nach Schaffhausen.
  • Beide Linien halten an sämtlichen Stationen zwischen Winterthur und Schaffhausen.

Die S12 bietet den Gemeinden des Weinlands eine umsteigefreie Verbindung nach Zürich, ins Limmattal und in den Kanton Aargau. Die S33 dient ergänzend dem regionalen Verkehr und ermöglicht in Winterthur Anschlüsse an weitere Linien.

Ergänzung durch die S24

Die S24 verkehrt ebenfalls einmal pro Stunde zwischen Winterthur und Schaffhausen. Im Gegensatz zur S12 und S33 hält sie auf diesem Abschnitt nur in Andelfingen und Neuhausen.

Sie übernimmt daher die Funktion einer beschleunigten Regionalverbindung. Von Schaffhausen aus fährt sie je nach Zuglauf weiter nach Thayngen. In der Gegenrichtung führt sie über Winterthur, den Flughafen Zürich, Zürich Hauptbahnhof, Thalwil und Horgen Oberdorf nach Zug.

Zwischen Winterthur, Andelfingen, Neuhausen und Schaffhausen bestehen dadurch insgesamt drei S-Bahn-Verbindungen pro Stunde. An den übrigen Stationen halten die S12 und S33.

Nachtverkehr

In den Nächten mit Wochenend-Nachtverkehr wird die Rheinfallbahn von der Nacht-S-Bahn SN3 bedient. Sie verbindet Winterthur über Hettlingen, Henggart, Andelfingen, Marthalen, Dachsen, Schloss Laufen und Neuhausen mit Schaffhausen und fährt weiter in Richtung Stein am Rhein.

Die SN3 ist eine eigenständige Nachtlinie und nicht lediglich eine zeitlich verschobene S33. Für die Benutzung gelten die regulären Bestimmungen des Nachtangebots von ZVV und OSTWIND.

Geschichte

Rheinfallbahn

Die heutige Strecke der S33 wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Rheinfallbahn geplant. Ziel war eine Eisenbahnverbindung zwischen Winterthur, dem Zürcher Weinland und Schaffhausen.

1853 wurde die Rheinfallbahn-Gesellschaft gegründet. Zu den bedeutenden Initianten gehörten der Schaffhauser Industrielle Heinrich Moser und der Politiker und Unternehmer Friedrich Peyer im Hof.

Der Bau begann 1855. Besonders anspruchsvoll war der Abschnitt zwischen Andelfingen und Schaffhausen. Dort mussten die Thur und der Rhein überquert sowie umfangreiche Geländeeinschnitte und Dämme erstellt werden.

Noch vor der Eröffnung wurde die Gesellschaft von der Schweizerischen Nordostbahn übernommen. Die feierliche Einweihung fand am 15. April 1857 statt; der reguläre Betrieb begann am folgenden Tag.[4]

Die Bahn schuf erstmals eine direkte Schienenverbindung zwischen Schaffhausen und Winterthur. Von Winterthur aus bestanden Anschlüsse nach Zürich, Romanshorn und St. Gallen.

Übergang an die SBB

Mit der Verstaatlichung der grossen Privatbahnen ging die Nordostbahn 1902 in den neu gegründeten Schweizerischen Bundesbahnen auf. Seither befinden sich die Strecke und die meisten Bahnanlagen im Eigentum der SBB.

Die Rheinfallbahn verlor nach der Eröffnung der direkteren Strecke Zürich–Bülach–Eglisau–Schaffhausen im Jahr 1897 einen Teil ihrer überregionalen Bedeutung. Sie blieb jedoch die wichtigste Verbindung zwischen Winterthur, dem Weinland und Schaffhausen.

Der Abschnitt Neuhausen–Schaffhausen wurde 1928 elektrifiziert. Auf dem übrigen Streckenabschnitt zwischen Winterthur und Neuhausen begann der elektrische Betrieb 1943.[5]

Einführung der Zürcher S-Bahn

Mit der Eröffnung der Zürcher S-Bahn am 27. Mai 1990 erhielt der Regionalverkehr zwischen Winterthur und Schaffhausen die Linienbezeichnung S33.

Die Linie war zunächst eng mit der S12 abgestimmt. In Winterthur bestanden Anschlüsse zwischen den Zügen aus Schaffhausen und den Verbindungen nach Zürich.

Der Fahrplan war stark von den Kreuzungsmöglichkeiten auf der eingleisigen Strecke abhängig. Für zusätzliche Züge waren daher infrastrukturelle Ausbauten erforderlich.

Ausbau der Rheinfallbahn

Im Zusammenhang mit dem Aufbau der Zürcher S-Bahn wurde der Bahnhof Marthalen erweitert. Nördlich beziehungsweise südlich der Station entstand ein zusätzlicher Doppelspurabschnitt.

Die wachsende Bevölkerung im Zürcher Weinland und die zunehmende Nachfrage führten zu Planungen für einen durchgehenden Halbstundentakt. Der Kanton Zürich beteiligte sich an weiteren Ausbauten der Strecke.[6]

Am 20. Juni 2004 wurde der Doppelspurabschnitt zwischen Hettlingen und Henggart in Betrieb genommen. Er verbesserte die Möglichkeiten für Zugkreuzungen und erhöhte die Fahrplanstabilität.

Spätestens zu Beginn der 2010er-Jahre verkehrte die S33 täglich im Halbstundentakt. Gleichzeitig wurde der Halt Schloss Laufen am Rheinfall ganzjährig bedient.[2]

Betrieb durch Thurbo

Von 2010 bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 wurde die S33 von der Regionalbahn Thurbo betrieben. Zum Einsatz kamen vorwiegend elektrische Gelenktriebwagen des Typs Stadler GTW.

Die leichten Fahrzeuge verfügten über eine gute Beschleunigung und eigneten sich damit für die Strecke mit zahlreichen Zwischenhalten. Die Infrastruktur blieb währenddessen im Eigentum der SBB.

Neuordnung im Dezember 2018

Am 9. Dezember 2018 wurde die letzte Etappe der vierten Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn umgesetzt. Das Angebot im Korridor Winterthur–Schaffhausen wurde dabei neu geordnet.

Eine der beiden bisherigen S33-Verbindungen pro Stunde wurde durch die verlängerte S12 ersetzt. Seither fährt die S12 direkt von Brugg AG über Zürich und Winterthur nach Schaffhausen.

Die verbleibende S33 verkehrt weiterhin stündlich zwischen Winterthur und Schaffhausen. Gleichzeitig übernahmen die SBB den Betrieb der Linie von Thurbo.[7]

Die Neuordnung brachte dem Weinland erstmals eine regelmässige umsteigefreie Verbindung nach Zürich. Für die S33 blieb die Funktion als regionale Ergänzung und Anschlusslinie in Winterthur erhalten.

Rollmaterial

Seit der Übernahme durch die SBB werden auf der S33 vorwiegend kapazitätsstarke Doppelstockzüge eingesetzt. Je nach Umlauf und betrieblicher Situation können unterschiedliche für die Zürcher S-Bahn geeignete Fahrzeugtypen verkehren.

Die Züge verfügen über Abteile der ersten und zweiten Klasse, Mehrzweckbereiche und Fahrgastinformationssysteme. Niederflurbereiche erleichtern den Einstieg mit Rollstuhl, Kinderwagen, Velo oder Gepäck.

Für den Korridor Winterthur–Schaffhausen wurden im Rahmen der vierten Teilergänzungen Zuglängen von bis zu 200 Metern vorgesehen. Mehrere Stationen mussten dafür verlängerte und angepasste Perrons erhalten.[8]

Ein vollständig stufenfreier Einstieg hängt neben dem eingesetzten Fahrzeug auch von der Perronhöhe und der baulichen Ausführung der jeweiligen Station ab.

Infrastruktur

Die S33 fährt auf der rund 30 Kilometer langen Rheinfallbahn. Diese ist normalspurig und mit 15 Kilovolt Wechselstrom bei 16,7 Hertz elektrifiziert.

Die Strecke ist überwiegend eingleisig. Doppelspur besteht insbesondere:

  • zwischen Hettlingen und Henggart;
  • im Raum Marthalen;
  • zwischen Neuhausen und Schaffhausen.

Die Zugkreuzungen müssen an den doppelspurigen Abschnitten und in dafür ausgerüsteten Bahnhöfen stattfinden. Diese Abhängigkeit begrenzt die Flexibilität des Fahrplans.

Zu den bedeutendsten Bauwerken der Strecke gehören:

  • die Thurbrücke bei Andelfingen;
  • die Rheinfallbrücke zwischen Schloss Laufen und Neuhausen;
  • verschiedene Einschnitte, Dämme und kleinere Brücken;
  • die Bahnanlagen im dicht bebauten Raum Neuhausen–Schaffhausen.

Die Strecke wird nicht ausschliesslich von der S33 genutzt. Auf ihr verkehren ausserdem die S12, die S24, Nachtzüge, Güterzüge sowie einzelne Dienst- und Bauzüge.

Tarif

Der südliche Teil der Linie liegt im Gebiet des Zürcher Verkehrsverbunds. Neuhausen und Schaffhausen gehören zum Tarifverbund OSTWIND.

Für Fahrten innerhalb des jeweiligen Verbundgebiets gelten die dortigen Zonentarife. Bei Reisen über die Verbundgrenze können nationale Streckenbillette, Modul-Abonnemente oder Angebote des Z-Pass verwendet werden.

Ein gültiger Verbundfahrausweis berechtigt innerhalb der gelösten Zonen auch zur Benutzung von Bussen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln.

Das Generalabonnement wird auf der gesamten Linie anerkannt. Mit dem Halbtax-Abonnement können nationale Billette zum ermässigten Preis bezogen werden.

Bedeutung

Die S33 besitzt eine zentrale Bedeutung für den öffentlichen Verkehr im Zürcher Weinland. Sie verbindet kleinere und mittlere Gemeinden mit den beiden regionalen Zentren Winterthur und Schaffhausen.

Für Berufspendlerinnen und Berufspendler bietet sie Anschlüsse an zahlreiche Arbeitsstandorte. In Winterthur bestehen Weiterverbindungen nach Zürich und in die übrigen Teile des Kantons, während Schaffhausen ein bedeutendes Wirtschafts- und Verwaltungszentrum der Nordostschweiz ist.

Auch der Ausbildungsverkehr spielt eine wichtige Rolle. Schulen, Berufsfachschulen und Hochschulen in Winterthur und Schaffhausen sind über die Linie erreichbar.

Die S33 erschliesst zudem mehrere touristisch bedeutende Ziele. Der Bahnhof Schloss Laufen am Rheinfall liegt unmittelbar beim grössten Wasserfall Europas. Dachsen, Marthalen und Andelfingen dienen als Ausgangspunkte für Wanderungen und Velotouren im Weinland und entlang von Rhein und Thur.

Freizeitverkehr

Zu den über die S33 erreichbaren Ausflugszielen gehören:

  • der Rheinfall;
  • das Schloss Laufen;
  • die Altstadt von Schaffhausen;
  • die Altstadt von Winterthur;
  • die Thurauen bei Andelfingen;
  • das Weinland rund um Marthalen;
  • das Kloster Rheinau mit Busanschluss ab Marthalen;
  • Wanderwege entlang des Rheins und der Thur.

Die Mitnahme von Velos ist im Rahmen der allgemeinen Beförderungsbestimmungen möglich. Während stark nachgefragter Zeiten kann das Platzangebot eingeschränkt sein.

Zukunft

Die Rheinfallbahn bleibt wegen ihres hohen Anteils eingleisiger Abschnitte ein anspruchsvoller Korridor. Zusätzliche Zugverbindungen oder ein vollständig regelmässiger Fahrplan würden weitere Infrastrukturausbauten erfordern.

In langfristigen Planungen wurden unter anderem zusätzliche Doppelspurabschnitte und ein Ausbau im Raum Winterthur untersucht. Konkrete Termine für einen vollständigen Doppelspurausbau bestanden 2026 jedoch nicht.

Auch die künftige Entwicklung der S33 hängt vom langfristigen Konzept S-Bahn 2G und von den nationalen Ausbauprogrammen für die Bahninfrastruktur ab. Die genaue Linienführung nach späteren Ausbauschritten ist noch nicht abschliessend festgelegt.

Siehe auch

Literatur

  • Rolf A. Meyer: Er baute die Rheinfallbahn. Das Leben und Wirken des Ingenieurs Carl Ruland. Zürich 1983.
  • Albert Steinegger: Hundert Jahre Rheinfallbahn. In: Schaffhauser Nachrichten, 13. April 1957.
  • Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz und Bahnprofil Schweiz CH+. AS Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-909111-74-9.
  • Schweers + Wall: Eisenbahnatlas Schweiz. Schweers + Wall, Köln 2012, ISBN 978-3-89494-130-7.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Linienfahrplan S33, Zürcher Verkehrsverbund, gültig vom 14. Dezember 2025 bis 12. Dezember 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  2. 2,0 2,1 Geschäftsbericht 2012, Thurbo, Abschnitt zum Angebot Winterthur–Schaffhausen, abgerufen am 4. August 2026.
  3. Zürcher S-Bahn, vierte Teilergänzungen und Ausbau im Korridor Winterthur–Schaffhausen, Regierungsrat des Kantons Zürich, 23. Mai 2012, abgerufen am 4. August 2026.
  4. Was die Rheinfall-Bahn der Region gebracht hat, Schweizerische Bundesbehörden, 14. April 2007, abgerufen am 4. August 2026.
  5. Rheinfalllinie Winterthur–Schaffhausen, Schienenverkehr Schweiz, abgerufen am 4. August 2026.
  6. Beitrag für den Ausbau der SBB-Linie Winterthur–Schaffhausen, Kanton Zürich, 15. März 2001, abgerufen am 4. August 2026.
  7. Die Geschichte von Thurbo, Thurbo, Abschnitt zum Fahrplanwechsel vom 9. Dezember 2018, abgerufen am 4. August 2026.
  8. Zürcher S-Bahn, Ausbau der Haltestelle Schloss Laufen am Rheinfall, Regierungsrat des Kantons Zürich, 21. August 2013, abgerufen am 4. August 2026.