S15 (S-Bahn Zürich)

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S15
Ein Doppelstockzug der S15 im Bahnhof Jona
System S-Bahn Zürich
Betreiberin SBB
Verkehrsverbund ZVV
Nördlicher Endpunkt Niederweningen
Südöstlicher Endpunkt Rapperswil SG
Wichtige Knoten Zürich Oerlikon, Zürich Hauptbahnhof, Zürich Stadelhofen, Uster, Wetzikon ZH
Stationen 19
Fahrzeit rund 72 Minuten
Grundtakt 30 Minuten
Betriebsaufnahme 10. Dezember 2006
Heutige Linienführung seit 13. Dezember 2015
Befahrene Kantone Zürich und St. Gallen
Spurweite 1435 mm
Stromsystem 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom
Rollmaterial RABe 511 Regio-Dosto und Doppelstock-Pendelzüge mit Re 450

Die S15 ist eine Linie der S-Bahn Zürich. Sie verbindet Niederweningen im Wehntal über Dielsdorf, Oberglatt, Zürich Oerlikon, den Zürcher Hauptbahnhof, Uster und Wetzikon mit Rapperswil im Kanton St. Gallen.

Die Linie wird von den Schweizerischen Bundesbahnen im Auftrag des Zürcher Verkehrsverbunds betrieben. Sie verkehrt grundsätzlich im Halbstundentakt und bedient auf ihrer rund 72 Minuten dauernden Fahrt 19 Bahnhöfe.

Die S15 übernimmt unterschiedliche Verkehrsaufgaben. Im Zürcher Unterland und im Wehntal hält sie an allen Stationen und dient als regionale Erschliessungslinie. Zwischen Zürich Stadelhofen und Uster verkehrt sie ohne Zwischenhalt als schnelle S-Bahn. Im Zürcher Oberland bedient sie die regionalen Zentren Uster, Wetzikon, Bubikon und Rüti sowie die st. gallischen Stadtteile Jona und Rapperswil.

Linienführung

Die S15 verkehrt über mehrere historisch und betrieblich unterschiedliche Bahnstrecken. Von Niederweningen bis Oberglatt benutzt sie die Wehntalbahn. Zwischen Oberglatt und Zürich Oerlikon fährt sie über die Strecke nach Bülach und bedient Rümlang und Glattbrugg.

Von Zürich Oerlikon führt die Linie durch den Käferbergtunnel nach Zürich Hardbrücke und weiter zum unterirdischen Bahnhofteil Museumstrasse des Zürcher Hauptbahnhofs. Anschliessend erreicht sie durch den Hirschengrabentunnel den Bahnhof Zürich Stadelhofen.

Zwischen Zürich Stadelhofen und Stettbach wird der Zürichbergtunnel befahren. Die S15 hält jedoch nicht in Stettbach, sondern fährt ohne Zwischenhalt weiter nach Uster. Von dort folgt sie der Glatthal- und Zürcher-Oberland-Linie über Wetzikon und Rüti nach Rapperswil.

Die S15 bedient im Fahrplanjahr 2026 folgende Stationen:[1]

  1. Niederweningen
  2. Niederweningen Dorf
  3. Schöfflisdorf-Oberweningen
  4. Steinmaur
  5. Dielsdorf
  6. Niederhasli
  7. Oberglatt ZH
  8. Rümlang
  9. Glattbrugg
  10. Zürich Oerlikon
  11. Zürich Hardbrücke
  12. Zürich Hauptbahnhof
  13. Zürich Stadelhofen
  14. Uster
  15. Wetzikon ZH
  16. Bubikon
  17. Rüti ZH
  18. Jona
  19. Rapperswil SG

Streckenabschnitte

Niederweningen–Oberglatt

Der nördliche Abschnitt der S15 beginnt im Bahnhof Niederweningen nahe der Grenze zum Kanton Aargau. Die Strecke führt durch das Wehntal über Niederweningen Dorf, Schöfflisdorf-Oberweningen und Steinmaur nach Dielsdorf.

Zwischen Niederweningen und Oberglatt hält die S15 an sämtlichen Stationen. Die Linie bildet dort das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und verbindet die Gemeinden des Wehntals direkt mit Zürich.

Die Wehntalbahn ist überwiegend eingleisig. Zugskreuzungen sind unter anderem in Dielsdorf und an weiteren entsprechend ausgebauten Stationen möglich. Die Fahrplanlage muss deshalb eng mit den entgegenkommenden Zügen und dem übrigen Verkehr im Raum Oberglatt abgestimmt werden.

In Niederweningen bestehen Postautoverbindungen nach Schneisingen, Endingen, Döttingen, Baden und Kaiserstuhl. Dielsdorf ist ein regionaler Busknoten mit Verbindungen nach Regensberg, Regensdorf, Bülach und in die umliegenden Gemeinden.

Oberglatt–Zürich Oerlikon

Im Bahnhof Oberglatt mündet die Wehntalbahn in die Strecke zwischen Zürich und Bülach. Die S15 hält anschliessend in Rümlang und Glattbrugg.

Gemeinsam mit der S9 bildet die S15 zwischen Oberglatt und Zürich während eines grossen Teils des Tages einen annähernden Viertelstundentakt. Die beiden Linien bedienen jedoch unterschiedliche Ziele nördlich von Oberglatt: Die S15 fährt ins Wehntal, während die S9 über Niederglatt und Bülach nach Rafz beziehungsweise Schaffhausen verkehrt.[2]

Glattbrugg erschliesst einen bedeutenden Arbeitsplatz- und Wohnstandort im mittleren Glattal. In Zürich Oerlikon bestehen Anschlüsse an den nationalen Fernverkehr, an zahlreiche weitere S-Bahn-Linien sowie an das Tram- und Busnetz der Stadt Zürich.

Zürich Oerlikon–Zürich Hauptbahnhof

Zwischen Zürich Oerlikon und Zürich Hardbrücke fährt die S15 über den Käferbergtunnel. Dieser Streckenabschnitt wird von mehreren S-Bahn- und Fernverkehrslinien benutzt und gehört zu den am stärksten belasteten Teilen des Zürcher Bahnnetzes.

Der Bahnhof Zürich Hardbrücke erschliesst die Arbeitsplatz-, Kultur- und Wohngebiete in Zürich-West. Zudem bestehen Anschlüsse an mehrere Tram- und Buslinien.

Im Zürcher Hauptbahnhof hält die S15 im unterirdischen Bahnhofteil Museumstrasse. Die Züge können dadurch ohne Richtungswechsel zwischen dem nördlichen und dem östlichen Teil des S-Bahn-Netzes verkehren.

Zürich Hauptbahnhof–Uster

Vom Hauptbahnhof führt die S15 durch den Hirschengrabentunnel nach Zürich Stadelhofen. Dieser Bahnhof gehört zu den wichtigsten Umsteigepunkten der Zürcher S-Bahn und bietet Anschlüsse an zahlreiche Linien des öffentlichen Verkehrs.

Anschliessend fährt die S15 durch den Zürichbergtunnel und über Stettbach in Richtung Zürcher Oberland. Zwischen Zürich Stadelhofen und Uster hält sie an keiner Station.

Durch den Verzicht auf Zwischenhalte erreicht die Linie Uster vom Zürcher Stadtzentrum aus besonders schnell. Die Fahrzeit zwischen Zürich Hauptbahnhof und Uster beträgt ungefähr 14 Minuten.

Uster–Rapperswil

Ab Uster bedient die S15 die bedeutenden regionalen Zentren des Zürcher Oberlands. Nach dem Halt in Wetzikon folgen Bubikon, Rüti und Jona, bevor die Linie Rapperswil erreicht.

Zwischen Zürich und Rapperswil ergänzt die S15 die S5. Die beiden Linien verkehren zeitlich versetzt und ergeben während des Tages auf dem gemeinsamen Abschnitt grundsätzlich vier Verbindungen pro Stunde.

Die S15 und S5 besitzen weitgehend dasselbe Haltemuster zwischen Zürich Stadelhofen und Rapperswil. Beide fahren ohne Halt zwischen Stadelhofen und Uster und bedienen danach Wetzikon, Bubikon, Rüti und Jona.

In Rapperswil bestehen Anschlüsse an die S-Bahn- und Regionalverkehrslinien nach Pfäffikon SZ, Ziegelbrücke, Uznach, Wattwil und St. Gallen. Der Bahnhof ist ausserdem ein bedeutender Knoten des regionalen Busverkehrs und liegt unmittelbar beim Hafen der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft.

Betrieb

Takt

Die S15 verkehrt während des grössten Teils des Tages im Halbstundentakt. Das Grundangebot besteht sowohl an Werktagen als auch an Wochenenden.

Abschnitt Grundangebot Ergänzende Linien
Niederweningen–Oberglatt Halbstundentakt regionale Buslinien
Oberglatt–Zürich Halbstundentakt S9 bildet zusammen mit der S15 einen annähernden Viertelstundentakt
Zürich–Uster Halbstundentakt S5 und weitere S-Bahn-Linien
Uster–Rapperswil Halbstundentakt S5 bildet zusammen mit der S15 einen Viertelstundentakt

In den frühen Morgen- und späten Abendstunden können einzelne Züge nur auf Teilstrecken verkehren. Während Bauarbeiten werden die Züge teilweise umgeleitet, verkürzt geführt oder durch Busse ersetzt.

Fahrzeiten

Die planmässige Fahrzeit über die gesamte Strecke beträgt ungefähr 72 Minuten.

Verbindung Ungefähre Fahrzeit
Niederweningen–Dielsdorf 15 Minuten
Niederweningen–Zürich Oerlikon 38 Minuten
Niederweningen–Zürich Hauptbahnhof 46 Minuten
Zürich Hauptbahnhof–Uster 14 Minuten
Zürich Hauptbahnhof–Wetzikon 24 Minuten
Zürich Hauptbahnhof–Rapperswil 36 Minuten
Niederweningen–Rapperswil 72 Minuten

Die Zeiten können je nach Fahrtrichtung, Tageszeit und Bauzustand geringfügig abweichen.

Anschlüsse

Die Fahrplanlage der S15 ist auf verschiedene wichtige Anschlüsse ausgerichtet. In Niederweningen bestehen Verbindungen zu den Postautolinien im Surbtal und im Raum Baden. In Dielsdorf und Oberglatt kann auf regionale Buslinien umgestiegen werden.

Zürich Oerlikon und Zürich Hauptbahnhof bieten Anschlüsse an den nationalen und internationalen Fernverkehr. In Uster, Wetzikon, Rüti und Rapperswil bestehen Übergänge zu zahlreichen S-Bahn- und Buslinien.

Die lange Durchmesserverbindung ermöglicht direkte Fahrten zwischen dem Zürcher Unterland, der Stadt Zürich und dem Zürcher Oberland. Dadurch werden mehrere regionale Verkehrsströme ohne Umsteigen miteinander verknüpft.

Tarif

Der grösste Teil der S15 liegt innerhalb des Gebiets des Zürcher Verkehrsverbunds. Dort gilt der ZVV-Zonentarif. Innerhalb der gelösten Zonen dürfen Bahn, Bus, Tram, Schiff und weitere Verbundverkehrsmittel benutzt werden.

Rapperswil liegt im Kanton St. Gallen, ist jedoch tariflich in das ZVV-Gebiet einbezogen. Dadurch können ZVV-Fahrausweise auf der gesamten regulären S15-Strecke verwendet werden.

Die Stadt Zürich gehört zur Tarifzone 110, die aufgrund ihres besonders dichten Verkehrsangebots tariflich als zwei Zonen zählt.

Rollmaterial

Auf der S15 kommen hauptsächlich doppelstöckige Fahrzeuge der SBB zum Einsatz. Der Fahrzeugeinsatz ist gemischt und kann je nach Umlauf und betrieblicher Verfügbarkeit wechseln.[3]

RABe 511 Regio-Dosto

Ein grosser Teil der Leistungen wird mit sechsteiligen Doppelstocktriebzügen des Typs RABe 511 gefahren. Die SBB bezeichnen diese Fahrzeuge als Regio-Dosto; der Hersteller Stadler Rail führt sie unter der Typenbezeichnung KISS.

Die rund 150 Meter langen Fahrzeuge verfügen über:

  • Abteile der ersten und zweiten Klasse,
  • Niederflureinstiege,
  • Mehrzweckbereiche für Velos und Kinderwagen,
  • eine rollstuhlgängige Toilette,
  • Klimaanlagen,
  • elektronische Fahrgastinformationen.

Die Züge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und bieten eine hohe Beförderungskapazität. Ihre starke Beschleunigung ist sowohl auf den Abschnitten mit kurzen Haltestellenabständen als auch auf den schnell befahrenen Strecken zwischen Zürich und Uster von Vorteil.[4]

Doppelstock-Pendelzüge

Daneben werden Doppelstock-Pendelzüge mit Lokomotiven der Baureihe Re 450 eingesetzt. Diese Züge wurden für die Eröffnung der S-Bahn Zürich entwickelt und prägen das Netz seit 1990.

Ein Doppelstock-Pendelzug besteht aus einer Lokomotive, mehreren Doppelstockwagen und einem Steuerwagen. Modernisierte Kompositionen besitzen unter anderem Niederflureinstiege im Steuerwagen, erneuerte Fahrgastbereiche und elektronische Informationssysteme.

Die älteren Doppelstock-Pendelzüge sollen langfristig durch eine neue Generation von S-Bahn-Fahrzeugen ersetzt werden.

Geschichte

Planungen für einen Viertelstundentakt

Die Fahrgastzahlen der Zürcher S-Bahn stiegen nach deren Eröffnung 1990 stark an. Besonders auf den Strecken zwischen Zürich und dem Zürcher Oberland stiess das halbstündliche Grundangebot an Kapazitätsgrenzen.

Im Rahmen der dritten Teilergänzungen der S-Bahn Zürich beschlossen Kanton, Bund und SBB zusätzliche Infrastrukturmassnahmen. Zu den wichtigsten Projekten gehörte der Doppelspurausbau zwischen Bubikon und Rüti.

Die neue S15 sollte gemeinsam mit der bestehenden S5 einen Viertelstundentakt zwischen Rapperswil, Uster und Zürich ermöglichen. Gleichzeitig war eine neue Durchmesserverbindung in das Knonaueramt vorgesehen.[5]

Einführung 2006

Die S15 nahm am 10. Dezember 2006 den Betrieb zwischen Rapperswil und Birmensdorf ZH auf. Sie führte von Rapperswil über Rüti, Wetzikon, Uster, Zürich Stadelhofen und Zürich Hauptbahnhof nach Zürich Wiedikon und weiter ins Reppischtal.

Mit der neuen Linie entstand im Zürcher Oberland erstmals ein ganztägiger Viertelstundentakt zwischen Rapperswil und Zürich. Der Doppelspurausbau Bubikon–Rüti ermöglichte die notwendigen zusätzlichen Zugkreuzungen und erhöhte die Leistungsfähigkeit des Streckenabschnitts.

Die S15 ersetzte beziehungsweise ergänzte verschiedene bisherige Regionalverkehrsleistungen. Sie bot den Gemeinden im Zürcher Oberland neue Direktverbindungen nach Zürich Wiedikon, Birmensdorf und später ins Knonaueramt.

Verlängerung nach Affoltern am Albis

Am 9. Dezember 2007 wurde die S15 von Birmensdorf nach Affoltern am Albis verlängert. Voraussetzung dafür waren unter anderem der Doppelspurausbau zwischen Bonstetten-Wettswil und Hedingen sowie Anpassungen an mehreren Bahnhöfen.

Die damalige Linienführung lautete:

  • S15: Rapperswil–Uster–Zürich Stadelhofen–Zürich HB–Zürich Wiedikon–Birmensdorf–Affoltern am Albis

Die S15 verband damit das Zürcher Oberland und das Knonaueramt ohne Umsteigen. Sie ergänzte auf dem östlichen Abschnitt die S5 und auf dem westlichen Abschnitt weitere Regional- und S-Bahn-Verbindungen.

Neuordnung von 2015

Mit der vollständigen Inbetriebnahme der Zürcher Durchmesserlinie und der zweiten Etappe der vierten Teilergänzungen wurde das S-Bahn-Netz am 13. Dezember 2015 umfassend neu geordnet.

Die S15 behielt ihren südöstlichen Abschnitt zwischen Rapperswil, Uster und Zürich. Westlich beziehungsweise nördlich des Hauptbahnhofs wurde sie jedoch nicht mehr nach Affoltern am Albis, sondern über Zürich Hardbrücke, Zürich Oerlikon und Oberglatt nach Niederweningen geführt.

Der bisherige Ast ins Knonaueramt wurde von der S14 übernommen. Gleichzeitig wurden weitere Linien neu verknüpft: Die S9 übernahm die Verbindung nach Rafz und Schaffhausen, während die S5 über Affoltern am Albis nach Zug geführt wurde.[6]

Durch die Neuordnung erhielt das Wehntal eine ganztägige halbstündliche Direktverbindung nach Zürich. Zuvor musste ein Teil der Reisenden in Oberglatt umsteigen oder mit einem weniger dichten Angebot auskommen.

Die neue S15 schuf zudem umsteigefreie Verbindungen vom Wehntal nach Zürich Hardbrücke, Zürich Hauptbahnhof, Uster, Wetzikon und Rapperswil.

Obwohl die Linienänderung im Zusammenhang mit der Durchmesserlinie erfolgte, benutzt die S15 zwischen Zürich Hauptbahnhof und Zürich Stadelhofen weiterhin den älteren unterirdischen Bahnhof Museumstrasse und den Hirschengrabentunnel.

Direktzüge nach Chur

Im September 2025 begann die SBB einen Markttest mit direkten Wochenendverbindungen vom Zürcher Oberland nach Graubünden. Ausgewählte S15-Züge wurden ab Rapperswil als RE15 über Pfäffikon SZ, Ziegelbrücke, Sargans, Bad Ragaz und Landquart nach Chur verlängert.

Der Versuch wurde im Winter 2025/2026 und von Juni bis Ende September 2026 fortgesetzt. Morgens verkehrten zwei Züge in Richtung Chur, am späten Nachmittag zwei Verbindungen zurück nach Rapperswil und weiter als S15 nach Niederweningen.

Auf den Direktverbindungen kamen 150 Meter lange RABe-511-Regio-Dosto-Züge zum Einsatz. Die Mehrzweckbereiche boten Platz für Gepäck, Velos und Wintersportausrüstung.[7]

Die Fahrgastzahlen blieben unter den Erwartungen. Die SBB kündigten deshalb im Juli 2026 an, die Direktverbindung nach dem Ende der letzten Testphase im September 2026 nicht dauerhaft weiterzuführen.

Infrastruktur

Die S15 benutzt mehrere bedeutende Strecken und Tunnel des Zürcher Bahnnetzes:

Abschnitt Bahnstrecke oder Bauwerk
Niederweningen–Oberglatt Wehntalbahn
Oberglatt–Zürich Oerlikon Bahnstrecke Zürich–Bülach
Zürich Oerlikon–Zürich Hardbrücke Käferbergtunnel
Zürich Hardbrücke–Zürich Hauptbahnhof Zufahrt zum Bahnhof Museumstrasse
Zürich Hauptbahnhof–Zürich Stadelhofen Hirschengrabentunnel
Zürich Stadelhofen–Stettbach Zürichbergtunnel
Stettbach–Uster Glatthalbahn
Uster–Rapperswil Bahnstrecke Wallisellen–Uster–Rapperswil

Die Infrastruktur gehört überwiegend den SBB. Die meisten Streckenabschnitte sind doppelspurig. Die Wehntalbahn zwischen Oberglatt und Niederweningen ist dagegen grösstenteils eingleisig.

Der Bahnhof Zürich Stadelhofen bildet einen der bedeutendsten Kapazitätsengpässe des Netzes. Er besitzt nur drei Perrongleise, wird aber von zahlreichen S-Bahn-Linien befahren. Bund, Kanton und SBB planen deshalb langfristig ein viertes Gleis und einen zusätzlichen Tunnel.

Bedeutung

Die S15 ist eine der längsten Durchmesserlinien, die vollständig auf das Zentrum Zürichs ausgerichtet sind. Sie verbindet ländliche Gemeinden, Agglomerationsgebiete und mehrere bedeutende Städte miteinander.

Im Wehntal stellt sie die einzige direkte Bahnverbindung nach Zürich dar. Zwischen Oberglatt und Zürich ergänzt sie die S9, während sie im Zürcher Oberland gemeinsam mit der S5 ein dichtes Angebot schafft.

Die Linie erschliesst bedeutende Arbeitsplatzgebiete in Zürich Oerlikon, Zürich-West, im Zürcher Stadtzentrum, in Uster und Wetzikon. Gleichzeitig besitzt sie eine wichtige Funktion im Schüler- und Ausbildungsverkehr.

Für den Freizeitverkehr bietet die S15 direkte Verbindungen unter anderem zum historischen Städtchen Regensberg, in das Zürcher Oberland, zum Bachtelgebiet, nach Rapperswil und an den Zürichsee.

Die Verbindung Niederweningen–Rapperswil zeigt das für die Zürcher S-Bahn typische Betriebskonzept: Zwei regionale Aussenäste werden durch das Stadtzentrum miteinander verbunden, wodurch sowohl direkte Fahrten als auch ein dichter Takt auf den gemeinsam befahrenen Hauptabschnitten entstehen.

Siehe auch

Literatur

  • Zürcher Verkehrsverbund: 25 Jahre Zürcher S-Bahn und ZVV. Zürich 2015.
  • Kanton Zürich und Schweizerische Bundesbahnen: Dritte Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn. Zürich 2003.
  • Kanton Zürich: Vierte Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn. Zürich.
  • Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz. AS Verlag, Zürich.

Einzelnachweise

  1. S15 Rapperswil–Uster–Zürich HB–Oberglatt–Niederweningen. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 2026-08-04.
  2. Angebot der Zürcher S-Bahn im Unterland und Wehntal. Hrsg.: Regierungsrat des Kantons Zürich. 2016-02-03. Abgerufen am 2026-08-04.
  3. Hindernisfreiheit der Zürcher S-Bahn-Linien. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 2026-08-04.
  4. Regio-Dosto RABe 511. Hrsg.: Schweizerische Bundesbahnen. Abgerufen am 2026-08-04.
  5. Dritte Teilergänzung der S-Bahn Zürich. Hrsg.: Kanton Zürich. 2003-03-06. Abgerufen am 2026-08-04.
  6. Startschuss für den weiteren Ausbau der Zürcher S-Bahn. Hrsg.: Kanton Zürich. 2010-04-19. Abgerufen am 2026-08-04.
  7. Test mit Direktzug vom Zürcher Oberland nach Graubünden. Hrsg.: Schweizerische Bundesbahnen. 2026-07-02. Abgerufen am 2026-08-04.