S13 (S-Bahn Zürich): Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 10. August 2026, 19:12 Uhr

Die S13 ist eine Linie der S-Bahn Zürich. Sie verbindet Wädenswil am Zürichsee mit Einsiedeln im Kanton Schwyz und wird von der Schweizerischen Südostbahn (SOB) betrieben. Die Linie erschliesst neben Wädenswil und Einsiedeln insbesondere Samstagern, Schindellegi-Feusisberg und Biberbrugg.[1]

S13
Verkehrsverbund Zürcher Verkehrsverbund (ZVV)
System S-Bahn Zürich
Betreiber Schweizerische Südostbahn (SOB)
Strecke WädenswilEinsiedeln
Anzahl Stationen 7
Takt in der Regel zwei Verbindungen pro Stunde und Richtung
Kantone Zürich, Schwyz

Linienführung

Die S13 beginnt im Bahnhof Wädenswil, einem wichtigen Bahnknoten am linken Ufer des Zürichsees. Von dort verlässt die Strecke die Zürichseebahn und führt landeinwärts über die Haltestellen Burghalden und Grüenfeld nach Samstagern. Anschliessend erreicht sie den Kanton Schwyz und führt über Schindellegi-Feusisberg und Biberbrugg nach Einsiedeln.[1]

Die Strecke weist für eine Zürcher S-Bahn-Linie einen vergleichsweise ausgeprägten regionalen Charakter auf. Sie verbindet das dicht besiedelte Zürichseegebiet mit dem voralpinen Raum des Kantons Schwyz. Dabei gewinnt die Bahn zwischen Wädenswil und Einsiedeln deutlich an Höhe. Auf verschiedenen Abschnitten eröffnet sich ein Blick über den Zürichsee und die umliegende Landschaft.[2]

Die Stationen der S13 sind:

Nr. Bahnhof oder Haltestelle Kanton
1 Wädenswil Zürich
2 Burghalden Zürich
3 Grüenfeld Zürich
4 Samstagern Zürich
5 Schindellegi-Feusisberg Schwyz
6 Biberbrugg Schwyz
7 Einsiedeln Schwyz

Betrieb

Die S13 wird von der Schweizerischen Südostbahn betrieben. Im regulären Tagesverkehr bestehen in der Regel zwei Verbindungen pro Stunde und Richtung. Wegen der teilweise einspurigen Infrastruktur liegen die Fahrten nicht auf allen Streckenabschnitten in einem vollständig symmetrischen Halbstundentakt.[3]

Zwischen Samstagern, Biberbrugg und Einsiedeln wird das Angebot durch die S40 ergänzt, die von Rapperswil nach Einsiedeln verkehrt. Dadurch besteht auf diesem Abschnitt ein dichteres regionales Bahnangebot.

In Biberbrugg bestehen zudem Anschlüsse an weitere Verbindungen der SOB. Der Bahnhof ist ein wichtiger Verknüpfungspunkt zwischen den Strecken in Richtung Einsiedeln, Arth-Goldau, Rapperswil und der Ostschweiz.

Fahrzeuge und Barrierefreiheit

Auf der S13 kommen Niederflurfahrzeuge der SOB zum Einsatz. Nach Angaben des Zürcher Verkehrsverbunds werden alle regulären Kurse der Linie mit Niederflureinstiegen an allen Türen geführt.[4]

Die modernen Triebzüge sind auf den Regionalverkehr ausgerichtet und ermöglichen einen raschen Fahrgastwechsel. Dies ist insbesondere auf einer Linie mit zahlreichen kurzen Reiseverbindungen zwischen den einzelnen Gemeinden von Bedeutung.

Bedeutung für den Regionalverkehr

Die S13 erfüllt mehrere Aufgaben im regionalen öffentlichen Verkehr. Im Raum Wädenswil dient sie als Zubringer zu den Bahnverbindungen entlang des Zürichsees und in Richtung Zürich Hauptbahnhof. Gleichzeitig stellt sie eine direkte Verbindung zwischen dem Zürichseegebiet und dem Raum Einsiedeln her.

Für Einsiedeln besitzt die Linie eine besondere Bedeutung im Freizeit- und Ausflugsverkehr. Der Ort gehört mit dem Kloster Einsiedeln zu den bekanntesten Wallfahrts- und Ausflugszielen der Schweiz. Die SOB bewirbt die S13 entsprechend auch als direkte Bahnverbindung zwischen Wädenswil und Einsiedeln.[2]

Die Linie überschreitet die Kantonsgrenze zwischen Zürich und Schwyz und ist damit ein Beispiel für den überkantonalen Charakter der S-Bahn Zürich. Ihr Ausgangspunkt Wädenswil liegt im Kanton Zürich, während ein wesentlicher Teil der Strecke im Kanton Schwyz verläuft.

Geschichte

Die heutige Verbindung geht auf die Wädenswil-Einsiedeln-Bahn (WE) zurück. Diese nahm 1877 den Betrieb zwischen Wädenswil und Einsiedeln auf und zählt zu den Vorgängerbahnen der heutigen Schweizerischen Südostbahn.[5]

Die Bahnverbindung war für die wirtschaftliche Entwicklung der Region von erheblicher Bedeutung. Sie stellte eine direkte Verbindung zwischen dem Zürichsee und dem Gebiet um Einsiedeln her und ermöglichte Anschlüsse an das bereits bestehende Eisenbahnnetz am Zürichsee.

Mit der Einführung der S-Bahn Zürich im Jahr 1990 wurde die Verbindung Wädenswil–Samstagern–Einsiedeln als Linie S13 in das neue S-Bahn-System integriert. Bereits der Netzfahrplan zur Eröffnung der Zürcher S-Bahn weist die S13 auf dieser Relation aus.[6]

Trotz der Einbindung in die Zürcher S-Bahn blieb die SOB für den Betrieb der Linie verantwortlich. Damit gehört die S13 zu jenen Linien des Systems, die nicht von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), sondern von einem anderen Eisenbahnunternehmen betrieben werden.

Infrastruktur

Ein grosser Teil der von der S13 benutzten Bahnstrecke gehört zum Netz der Schweizerischen Südostbahn. Die teilweise einspurige Infrastruktur stellt hohe Anforderungen an die Fahrplangestaltung, da neben der S13 auch andere Regional- und Fernverkehrszüge Abschnitte der Strecke benutzen.

Besonders der rund 2,8 Kilometer lange Abschnitt zwischen Schindellegi-Feusisberg und Biberbrugg gilt als Engpass. Nach Angaben der SOB verkehren dort neben der S13 auch die S40 und Züge des Voralpen-Express. Bereits kleinere Verspätungen können sich deshalb auf weitere Zugverbindungen und Anschlüsse übertragen.[3]

Ausbau Schindellegi-Feusisberg–Biberbrugg

Die SOB plant zwischen Schindellegi-Feusisberg und Biberbrugg den Bau eines zweiten Gleises. Zum Projekt gehören neben der Doppelspur unter anderem eine neue Doppelspur-Sihlbrücke sowie Anpassungen an Fahrleitungs-, Signal- und Bahnanlagen.[3]

Der Ausbau soll die Betriebsstabilität und Pünktlichkeit verbessern und zusätzliche Kapazitäten schaffen. Langfristig soll die Infrastruktur einen exakten Halbstundentakt der S13 ermöglichen. Die Strecke ist heute stark ausgelastet, da mehrere Zuglinien auf dem teilweise einspurigen Abschnitt verkehren.[3]

Besonderheiten

Anders als viele Linien der S-Bahn Zürich fährt die S13 nicht durch die Stadt Zürich. Ihre Funktion besteht vor allem in der regionalen Erschliessung und der Anbindung an den Bahnknoten Wädenswil. Reisende aus Einsiedeln und dem Raum Schindellegi erhalten dort Anschluss an die Verbindungen entlang des linken Zürichseeufers und weiter in Richtung Zürich.

Die S13 verbindet zudem sehr unterschiedliche Landschaftsräume. Während Wädenswil unmittelbar am Zürichsee liegt und Teil der dicht besiedelten Agglomeration Zürich ist, führt die Strecke über höher gelegene Gebiete in die voralpine Landschaft rund um Einsiedeln.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 S13 Wädenswil–Einsiedeln. In: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 2026-08-10.
  2. 2,0 2,1 Mit der S-Bahn durch Ost- und Zentralschweiz reisen. In: Schweizerische Südostbahn. Abgerufen am 2026-08-10.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Doppelspur Schindellegi-Feusisberg–Biberbrugg. In: Schweizerische Südostbahn. Abgerufen am 2026-08-10.
  4. Hindernisfreiheit von S-Bahn-Linien. In: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 2026-08-10.
  5. Als die Südostbahn auch Schiffe betrieb. In: SOBdirekt. Hrsg.: Schweizerische Südostbahn. Abgerufen am 2026-08-10.
  6. Zürcher S-Bahn – Fahrplan 1990/1991, Netzgrafik, SMA und Partner AG, abgerufen am 10. August 2026.
Linien der S-Bahn Zürich
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Siehe auch S-Bahn Zürich · Liste der Linien der S-Bahn Zürich · ZVV