S26 (S-Bahn Zürich)

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S26
Ein Zug der S26 nach Rüti ZH im Bahnhof Winterthur
System S-Bahn Zürich
Betreiberin Thurbo
Infrastrukturbetreiberin SBB Infrastruktur
Nördlicher Endpunkt Winterthur
Südlicher Endpunkt Rüti ZH
Wichtige Zwischenbahnhöfe Turbenthal, Bauma, Wald ZH
Bahnstrecke Tösstalbahn
Stationen 17
Streckenlänge rund 46 km
Fahrzeit rund 63–66 Minuten
Grundtakt 30 Minuten
Betriebsaufnahme als S26 27. Mai 1990
Betrieb durch Thurbo seit 10. Dezember 2006
Spurweite 1435 mm
Stromsystem 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom
Rollmaterial Stadler GTW und Flirt Evo

Die S26 ist eine Linie der S-Bahn Zürich. Sie verbindet den Bahnhof Winterthur über das Tösstal, Bauma, Wald und Tann-Dürnten mit dem Bahnhof Rüti ZH. Die Linie befährt die gesamte Tösstalbahn und wird von der Regionalbahngesellschaft Thurbo betrieben. Die Bahninfrastruktur befindet sich im Eigentum der Schweizerischen Bundesbahnen.

Die S26 hält an sämtlichen Stationen zwischen Winterthur und Rüti ZH. Auf der durchgehend rund 46 Kilometer langen Strecke werden 17 Bahnhöfe und Haltestellen bedient. Die planmässige Fahrzeit beträgt je nach Fahrtrichtung ungefähr 63 bis 66 Minuten.

Die Linie bildet das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs im Tösstal. Sie verbindet die ländlich geprägten Gemeinden und die südöstlichen Stadtteile Winterthurs mit den regionalen Zentren Winterthur und Rüti. An beiden Endpunkten bestehen Anschlüsse an das übrige Netz der Zürcher S-Bahn und an den regionalen Busverkehr.

Im Fahrplanjahr 2026 verkehrt die S26 tagsüber grundsätzlich im Halbstundentakt. In den Randstunden wird ein Teil der Züge nur zwischen Winterthur und Bauma geführt.[1]

Linienführung

Die S26 beginnt im Bahnhof Winterthur. Nach der Ausfahrt in östlicher Richtung benutzt sie zunächst die stark befahrenen Gleisanlagen zwischen Winterthur und Winterthur Grüze. Anschliessend zweigt die Strecke nach Süden ins Tösstal ab.

Die Linie bedient folgende Stationen:

  1. Winterthur
  2. Winterthur Grüze
  3. Winterthur Seen
  4. Sennhof-Kyburg
  5. Kollbrunn
  6. Rikon
  7. Rämismühle-Zell
  8. Turbenthal
  9. Wila
  10. Saland
  11. Bauma
  12. Steg im Tösstal
  13. Fischenthal
  14. Gibswil
  15. Wald ZH
  16. Tann-Dürnten
  17. Rüti ZH

Die offizielle Linienbezeichnung des Zürcher Verkehrsverbunds lautet Winterthur–Bauma–Rüti ZH.[2]

Streckenabschnitte

Winterthur–Turbenthal

Vom Bahnhof Winterthur führt die S26 über Winterthur Grüze und Winterthur Seen in das untere Tösstal. Der Abschnitt innerhalb des Winterthurer Stadtgebiets dient sowohl dem regionalen Pendlerverkehr als auch der Erschliessung der südöstlichen Stadtquartiere.

Hinter Winterthur Seen folgt die Bahn weitgehend dem Lauf der Töss. Die Strecke führt über Sennhof-Kyburg und Kollbrunn nach Rikon, Rämismühle-Zell und Turbenthal. Die Bahnhöfe liegen teilweise unmittelbar bei den historischen Industriearealen, die während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts entlang der Töss entstanden.

In Sennhof-Kyburg erschliesst die S26 neben dem Winterthurer Stadtteil Sennhof auch die auf einer Anhöhe gelegene Ortschaft Kyburg. Der Bahnhof ist Ausgangspunkt für Wanderungen zum Schloss Kyburg.

Turbenthal–Bauma

Zwischen Turbenthal und Bauma verläuft die Bahn über Wila und Saland. Die Strecke folgt weiterhin dem Talboden und überquert die Töss und mehrere Seitengewässer.

Turbenthal, Wila und Bauma sind wichtige regionale Busknoten. Von den Bahnhöfen bestehen Verbindungen in umliegende Dörfer, auf die Höhenzüge des Zürcher Oberlands und in Richtung Pfäffikon ZH, Hinwil und das Kempttal.

Der Bahnhof Bauma besitzt eine besondere eisenbahngeschichtliche Bedeutung. Dort zweigt die ehemalige Uerikon-Bauma-Bahn in Richtung Bäretswil und Hinwil ab. Der erhaltene Abschnitt wird heute vom Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland als Museumsbahn betrieben.

Bauma–Wald

Südlich von Bauma beginnt der landschaftlich und topografisch anspruchsvollste Abschnitt der S26. Die Bahn steigt über Steg im Tösstal und Fischenthal nach Gibswil an.

Zwischen Bauma und Wald werden mehrere kurze Tunnel, Brücken, Dämme und Geländeeinschnitte befahren. Die Strecke erreicht bei Gibswil eine Höhe von rund 757 Metern über Meer und damit ihren höchsten Punkt.

Der steile Abschnitt zwischen Wald und Gibswil weist Neigungen von bis zu 32 Promille auf. Er wird wegen seiner Steigung und der kurvenreichen Linienführung gelegentlich als «kleiner Gotthard» bezeichnet.

Die Bahn dient in diesem Abschnitt nicht nur dem Berufs- und Schülerverkehr, sondern auch dem Tourismus. Von Steg, Fischenthal und Gibswil führen Wanderwege auf die Hulftegg, zum Hörnli, zum Bachtel und in das Tössbergland.

Wald–Rüti

Vom Bahnhof Wald führt die Strecke in zahlreichen Kurven bergab nach Tann-Dürnten und Rüti. Zwischen Wald und Rüti überwindet sie einen Höhenunterschied von rund 135 Metern.

Der Bahnhof Tann-Dürnten wurde für den durchgehenden Halbstundentakt zu einer Kreuzungsstation ausgebaut. In Rüti mündet die Tösstalbahn in die Hauptstrecke von Zürich über Uster nach Rapperswil.

Der Bahnhof Rüti bildet den südlichen Endpunkt der regulären S26-Züge. Dort bestehen Anschlüsse an die S-Bahn-Linien in Richtung Zürich, Uster und Rapperswil sowie an zahlreiche Buslinien des Zürcher Oberlands.

Betrieb

= Fahrplan

Die S26 verkehrt im Fahrplanjahr 2026 auf der Gesamtstrecke Winterthur–Rüti ZH grundsätzlich alle 30 Minuten. Die Züge halten an sämtlichen Stationen.

Abschnitt Grundangebot Ungefähre Fahrzeit
Winterthur–Bauma Halbstundentakt, in den Randstunden längere Betriebszeit 37 Minuten
Bauma–Rüti ZH tagsüber Halbstundentakt 26 Minuten
Winterthur–Rüti ZH tagsüber Halbstundentakt 63–66 Minuten

Die ersten Züge auf dem nördlichen Abschnitt verkehren bereits vor 5 Uhr ab Bauma nach Winterthur. Ab Winterthur beginnt der regelmässige Verkehr in Richtung Rüti am frühen Morgen. Am Abend fahren einzelne Züge nur noch bis Bauma beziehungsweise beginnen dort ihre Fahrt nach Winterthur.[1]

Die Fahrplanlage ist auf die Anschlüsse in Winterthur und Rüti abgestimmt. Wegen der überwiegend eingleisigen Strecke sind die Zugkreuzungen genau festgelegt. Verspätungen können deshalb Auswirkungen auf entgegenkommende Züge haben.

Ergänzung durch die S11

Während der Hauptverkehrszeiten wird das Angebot im unteren Tösstal durch die Linie S11 ergänzt. Diese fährt von Aarau beziehungsweise Dietikon über Zürich und Winterthur bis Sennhof-Kyburg und teilweise weiter nach Wila.

Dadurch entstehen während der Hauptverkehrszeiten zusätzliche Direktverbindungen aus dem unteren Tösstal nach Zürich. Die S11 hält im Tösstal nicht an allen Stationen beziehungsweise verkehrt nur während bestimmter Tageszeiten und ergänzt damit das Grundangebot der S26.[3]

Anschlüsse

Im Bahnhof Winterthur bestehen Anschlüsse an den Fernverkehr nach Zürich, Bern, Basel, St. Gallen, Romanshorn, Schaffhausen und Konstanz. Zudem halten dort zahlreiche Linien der Zürcher S-Bahn.

In Rüti bestehen Anschlüsse in Richtung Zürich und Rapperswil. Der Bahnhof ist ausserdem ein wichtiger Knoten des regionalen Busnetzes.

Weitere bedeutende Anschlüsse bestehen:

  • in Winterthur Grüze an Stadtbuslinien und regionale Bahnverbindungen,
  • in Turbenthal an Buslinien nach Pfäffikon ZH und in die umliegenden Gemeinden,
  • in Wila an regionale Buslinien,
  • in Bauma an Busse nach Pfäffikon ZH, Wetzikon und auf die Hulftegg,
  • in Steg im Tösstal an die Buslinie zur Hulftegg und nach Bauma,
  • in Wald an Buslinien nach Rapperswil, Atzmännig und in die umliegenden Ortschaften.

Infrastruktur

Die von der S26 befahrene Bahnstrecke ist rund 46 Kilometer lang. Zwischen Winterthur und Winterthur Grüze nutzt die Linie einen mehrgleisigen, von verschiedenen Zugarten befahrenen Streckenabschnitt. Der grösste Teil der eigentlichen Tösstalbahn ist dagegen eingleisig.

Zugkreuzungen sind in mehreren Bahnhöfen möglich. Für den heutigen Halbstundentakt wurden insbesondere die Anlagen in Winterthur Seen, Sennhof-Kyburg, Saland und Tann-Dürnten ausgebaut.

Die Strecke ist vollständig mit dem schweizerischen Bahnstromsystem von 15 Kilovolt Wechselstrom bei 16,7 Hertz elektrifiziert. Die Sicherungsanlagen werden von der SBB-Betriebszentrale Ost am Flughafen Zürich ferngesteuert.

Das Streckenprofil weist grosse Höhenunterschiede auf:

Station Streckenkilometer Höhe über Meer
Winterthur 0,0 rund 439 m
Winterthur Grüze 2,5 rund 452 m
Turbenthal 15,9 rund 550 m
Bauma 25,1 rund 639 m
Gibswil 34,7 rund 757 m
Wald ZH 39,6 rund 617 m
Rüti ZH 46,2 rund 482 m

Zu den bedeutenden Kunstbauten gehören mehrere Brücken über die Töss und ihre Zuflüsse sowie die kurzen Tunnel im oberen Tösstal.[4]

Rollmaterial

Gelenktriebwagen GTW

Seit der Übernahme des Betriebs durch Thurbo im Jahr 2006 wurden auf der S26 hauptsächlich elektrische Gelenktriebwagen des Typs Stadler GTW eingesetzt. Die Fahrzeuge tragen bei Thurbo die Baureihenbezeichnung RABe 526.

Die GTW besitzen Niederflureinstiege, Mehrzweckbereiche und eine hohe Beschleunigung. Je nach Nachfrage verkehren sie einzeln oder in Doppeltraktion.

Die Fahrzeuge prägten den Regionalverkehr im Tösstal während rund zwei Jahrzehnten. Im Rahmen der Erneuerung der gesamten Thurbo-Flotte werden sie schrittweise durch neue Flirt-Evo-Triebzüge ersetzt.

Flirt Evo

Am 6. Juli 2026 nahmen die ersten beiden neuen Thurbo-Züge des Typs Flirt Evo ihren regulären Betrieb auf der S26 auf. Damit wurde das Tösstal zum ersten regulären Einsatzgebiet der neuen Thurbo-Fahrzeuggeneration.[5]

Die auf der S26 eingesetzten vierteiligen Flirt-Evo-Züge sind ungefähr 75 Meter lang. Sie bieten:

  • vollständig stufenfreie Durchgänge,
  • breite Niederflureinstiege und ausfahrbare Schiebetritte,
  • grössere Mehrzweckbereiche für Velos und Kinderwagen,
  • Steckdosen bei den Sitzplätzen,
  • verbesserte Mobilfunkdurchlässigkeit,
  • Gepäckablagen,
  • Fahrgastinformationssysteme,
  • eine behindertengerechte Toilette.

Während der Einführungsphase verkehren Flirt Evo und GTW gleichzeitig auf der S26. Die beiden Fahrzeugtypen können nicht miteinander gekuppelt werden. Dies muss insbesondere bei der Planung von Doppeltraktionen berücksichtigt werden.[5]

Thurbo plant, bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 insgesamt acht vierteilige Flirt-Evo-Züge regulär auf der S26 einzusetzen. Die vollständige Ablösung der bisherigen GTW-Flotte im gesamten Thurbo-Netz soll schrittweise bis Mitte der 2030er-Jahre erfolgen.[6]

Geschichte

Entstehung der Tösstalbahn

Die Industrialisierung des Tösstals führte im 19. Jahrhundert zu einem wachsenden Bedarf an leistungsfähigen Verkehrsverbindungen. Entlang der Töss entstanden Spinnereien, Webereien, Maschinenfabriken und andere Industriebetriebe.

Am 17. Dezember 1871 wurde die Tösstalbahn-Gesellschaft gegründet. Sie plante eine Eisenbahn von Winterthur durch das Tösstal nach Bauma und später weiter nach Wald.

Der erste Abschnitt von Winterthur Grüze nach Bauma wurde am 4. Mai 1875 eröffnet. Am 15. Oktober 1876 folgte die Verlängerung von Bauma nach Wald.

Die Verbindung zwischen Wald und Rüti wurde von der eigenständigen Wald-Rüti-Bahn gebaut und am 29. September 1876 eröffnet. In Rüti bestand Anschluss an die Strecke Zürich–Uster–Rapperswil der Vereinigten Schweizerbahnen.[4]

Die Bahn erschloss die zahlreichen Industriebetriebe und Dörfer im Tal. Neben dem Personenverkehr waren der Transport von Textilien, Maschinen, Kohle, Holz, landwirtschaftlichen Gütern und Stückgut von Bedeutung.

Übergang an die SBB

Die Tösstalbahn geriet wiederholt in finanzielle Schwierigkeiten und war auf Beiträge der Gemeinden und privater Geldgeber angewiesen.

Am 10. Juni 1918 beschloss der Bund die Verstaatlichung der Tösstalbahn und der Wald-Rüti-Bahn rückwirkend auf den 1. Januar 1918. Die Strecken gingen damit an die Schweizerischen Bundesbahnen über.[7]

Unter der Leitung der SBB wurden die Anlagen modernisiert und schrittweise elektrifiziert. Der Abschnitt Wald–Rüti nahm am 30. April 1944 den elektrischen Betrieb auf. Zwischen Winterthur Grüze und Wald erfolgte die Elektrifizierung am 7. Oktober 1951. Der Abschnitt zwischen Winterthur und Winterthur Grüze war bereits seit 1927 elektrifiziert.[4]

Einführung der S-Bahn Zürich

Mit der Eröffnung der S-Bahn Zürich und der Gründung des Zürcher Verkehrsverbunds am 27. Mai 1990 erhielt der Regionalverkehr auf der Tösstalbahn die Linienbezeichnung S26.

Die Linie war von Beginn an Teil des SBB-Angebots innerhalb des Zürcher Verkehrsverbunds. Die Einführung des Verbundtarifs ermöglichte die Benutzung von Bahn und Bus mit einem gemeinsamen Fahrausweis.

Das Angebot entsprach zunächst noch keinem durchgehenden exakten Halbstundentakt. Auf einzelnen Streckenabschnitten und zu bestimmten Tageszeiten verkehrten die Züge nur stündlich oder in unregelmässigen Zeitabständen.

Übernahme durch Thurbo

Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 übernahm Thurbo den Personenverkehr der S26 zwischen Winterthur und Rüti ZH von den SBB.[8]

Thurbo setzte moderne Gelenktriebwagen ein und baute das Angebot schrittweise aus. Die Strecke und die Bahnhöfe blieben im Eigentum der SBB.

Mit der Betriebsübernahme wurde auch der frühere Pendelbetrieb zwischen Wald und Rüti neu organisiert. Die dort zusätzlich verkehrende Linie S43 wurde im Dezember 2006 eingestellt und durch Busverbindungen ersetzt.

Vierte Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn

Der Kanton Zürich und die SBB beschlossen im Rahmen der vierten Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn einen umfassenden Ausbau der Tösstalbahn. Ziel war ein exakter Halbstundentakt auf der gesamten Strecke Winterthur–Rüti.

Zu den wichtigsten Massnahmen gehörten:

  • der Ausbau des Bahnhofs Winterthur Seen,
  • die Erweiterung von Sennhof-Kyburg zur Kreuzungsstation,
  • der Ausbau der Kreuzungsmöglichkeiten in Saland,
  • die Erneuerung der Perrons in Steg und Gibswil,
  • der Neubau der Kreuzungsstation Tann-Dürnten,
  • Anpassungen an Stellwerken, Signalen und Fahrleitungen.

Der Ausbau der Station Tann-Dürnten verzögerte sich wegen eines Beschwerdeverfahrens. Deshalb konnte im Dezember 2018 zunächst nur zwischen Winterthur und Bauma ein exakter Halbstundentakt eingeführt werden.

Nach der Inbetriebnahme der neuen Kreuzungsstation Tann-Dürnten wurde der durchgehende Halbstundentakt zwischen Winterthur und Rüti zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 aufgenommen.[9]

Bedeutung für die Region

Die S26 ist die einzige durchgehende Bahnverbindung im Tösstal und besitzt für die dortigen Gemeinden eine zentrale Bedeutung.

Sie dient insbesondere:

  • dem Pendlerverkehr nach Winterthur und Zürich,
  • dem Schüler- und Ausbildungsverkehr,
  • der Verbindung der regionalen Zentren,
  • dem Zugang zu Spitälern, Schulen und öffentlichen Einrichtungen,
  • dem Freizeit- und Ausflugsverkehr,
  • als Zubringer zum regionalen Busnetz.

Die Linie erschliesst eine Mischung aus dicht besiedelten Agglomerationsgebieten, ehemaligen Industriestandorten und ländlichen Bergregionen. Während Winterthur, Rüti und Turbenthal bedeutende Arbeitsplatz- und Wohnstandorte sind, besitzen Bauma, Fischenthal, Gibswil und Wald zusätzlich eine wichtige Funktion für den Tourismus.

Für viele Orte im Tösstal stellt die Bahn die schnellste öffentliche Verbindung nach Winterthur dar. Von dort erreichen Reisende mit Fern- und S-Bahn-Zügen Zürich und weitere Regionen der Schweiz.

Freizeitverkehr

Die S26 erschliesst zahlreiche Ausflugsziele im Zürcher Oberland. Dazu gehören:

  • Schloss Kyburg ab Sennhof-Kyburg,
  • Wanderwege entlang der Töss,
  • das Industrieensemble Rikon und Rämismühle,
  • der historische Bahnhof Bauma,
  • die Museumsbahn des Dampfbahn-Vereins Zürcher Oberland,
  • das Industrieensemble Neuthal,
  • die Hulftegg,
  • das Hörnli,
  • das Tössbergland,
  • der Bachtel,
  • das historische Zentrum von Wald.

Die Mitnahme von Velos ist grundsätzlich möglich. Während der Hauptverkehrszeiten gelten in den S-Bahn-Zügen jedoch Einschränkungen für den Veloselbstverlad.[1]

Siehe auch

Literatur

  • Walter Aeschimann, Hugo Wenger: Die Tösstalbahn. Orell Füssli, Zürich 1964.
  • Hans Waldburger: Die Tösstalbahn. Minirex, Luzern.
  • Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland: 150 Jahre Tösstalbahn. Bauma 2025.
  • Kanton Zürich: Vierte Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn, Etappe 3. Zürich 2013.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Fahrplanjahr 2026: S26 Winterthur–Bauma–Rüti ZH. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. 2025-09-18. Abgerufen am 2026-08-04.
  2. S26 Winterthur–Bauma–Rüti ZH. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 2026-08-04.
  3. Liniennetzplan Zürcher S-Bahn und Ostschweizer S-Bahnen. Hrsg.: Thurbo und Schweizerische Bundesbahnen. 2025-12. Abgerufen am 2026-08-04.
  4. 4,0 4,1 4,2 Tösstalbahn Winterthur–Rüti ZH. In: Schienenverkehr-Schweiz.ch. Abgerufen am 2026-08-04.
  5. 5,0 5,1 Der Flirt Evo von Thurbo nimmt regulären Betrieb auf. Hrsg.: Thurbo. 2026-07-06. Abgerufen am 2026-08-04.
  6. 107 neue Thurbo-Fahrzeuge des Typs Flirt Evo. Hrsg.: Thurbo. Abgerufen am 2026-08-04.
  7. Schweizerische Bundesbahnen. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2012-11-27. Abgerufen am 2026-08-04.
  8. Die Höhepunkte der Thurbo-Geschichte. Hrsg.: Thurbo. Abgerufen am 2026-08-04.
  9. Geschäftsbericht 2019 der Volkswirtschaftsdirektion. Hrsg.: Kanton Zürich. 2020. Abgerufen am 2026-08-04.