Bezirk Affoltern
| Bezirk Affoltern | |
|---|---|
| Wappen des Bezirks Affoltern | |
| Staat | Schweiz |
| Kanton | Zürich |
| Hauptort | Affoltern am Albis |
| BFS-Nummer | 0101 |
| Fläche | 113,03 km² |
| Einwohner | 58'190 (31. Dezember 2024) |
| Bevölkerungsdichte | 515 Einwohner pro km² |
| Gemeinden | 14 |
| Region | Knonaueramt |
| Region-ISO | CH-ZH |
| Lage des Bezirks Affoltern im Kanton Zürich | |
Der Bezirk Affoltern ist ein Bezirk im Südwesten des Kantons Zürich. Sein Hauptort ist die Stadt Affoltern am Albis. Das Bezirksgebiet liegt zwischen der Albiskette im Osten und der Reuss im Westen und grenzt an die Kantone Aargau und Zug.
Der Bezirk entspricht weitgehend der historischen und geografischen Region Knonaueramt, die auch als Knonauer Amt und volkstümlich als Säuliamt bezeichnet wird. Trotz seiner Nähe zur Stadt Zürich und einer in den vergangenen Jahrzehnten starken Bevölkerungsentwicklung besitzt der Bezirk besonders in seinem südlichen Teil einen ländlichen Charakter. Er umfasst 14 politische Gemeinden.[1]
Name
Die Bezeichnung Knonaueramt geht auf die frühere Landvogtei Knonau und deren Verwaltungssitz im Schloss Knonau zurück. Die Schreibweisen Knonaueramt und Knonauer Amt werden nebeneinander verwendet. In der regionalen Umgangssprache ist ausserdem der Name Säuliamt verbreitet. In Zürichdeutscher Lautung erscheint auch die Form Söiliamt.
Der volkstümliche Name wird häufig mit dem Schwein als sinnbildlichem Tier der Region verbunden. Seine genaue sprachgeschichtliche Herkunft ist jedoch nicht zweifelsfrei geklärt. Die historische Bezeichnung Zürcher Freiamt erinnert an die früheren besonderen Gerichts- und Freiheitsrechte des Gebiets, wird heute aber nur noch selten gebraucht.
Der heutige Bezirksname entstand im 19. Jahrhundert. Nachdem der Sitz der Bezirksverwaltung 1837 von Knonau in das zentraler gelegene Affoltern am Albis verlegt worden war, setzte sich die Bezeichnung Bezirk Affoltern durch.
Geographie
Lage und Grenzen
Der Bezirk Affoltern nimmt den südwestlichen Teil des Kantons Zürich ein. Im Westen bildet die Reuss über längere Abschnitte die Grenze zum Kanton Aargau. Im Süden grenzt der Bezirk an den Kanton Zug. Im Osten trennt die Albiskette das Knonaueramt vom Bezirk Horgen und vom Raum des Zürichsees. Im Norden schliessen die Bezirke Dietikon und Zürich an.
Die Lage zwischen Zürich, Zug und dem aargauischen Reusstal macht den Bezirk zu einem Übergangsraum zwischen mehreren bedeutenden Wirtschafts- und Siedlungsgebieten der Deutschschweiz. Die nördlichen Gemeinden sind stärker auf die Agglomeration Zürich ausgerichtet, während der Süden weiterhin von kleineren Dörfern, Landwirtschaftsflächen und offenen Kulturlandschaften geprägt ist.
Landschaft
Die Landschaft entstand wesentlich durch die eiszeitliche Formung des Schweizer Mittellands. Moränenzüge, sanfte Hügel, feuchte Niederungen und kleine Täler bestimmen das Gelände. Im Osten steigt das Gebiet zur Albiskette an, deren höchste Bereiche über 900 Meter über Meer erreichen. Der tiefste Teil des Bezirks liegt im Reusstal auf ungefähr 380 Metern über Meer.
Zu den wichtigsten Gewässern gehören die Reuss, die Jonen, der Haselbach und die Reppisch. Der Türlersee liegt am Fuss der Albiskette zwischen den Gemeinden Aeugst am Albis und Hausen am Albis. Er ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und zugleich ein ökologisch wertvoller Lebensraum.
Im Südwesten befinden sich die Maschwander Allmend und der Reussspitz, wo die Lorze in die Reuss mündet. Auenwälder, Riedflächen und Feuchtgebiete bilden dort eine naturnahe Flusslandschaft mit grosser Bedeutung für den Vogel- und Naturschutz.[2]
Natur und Erholung
Wälder, Obstgärten, Landwirtschaftsflächen und kleinere Schutzgebiete prägen weite Teile des Bezirks. Bedeutende Naturräume sind neben dem Reussspitz und dem Türlersee das Seleger Moor bei Rifferswil, die Landschaften entlang der Reuss sowie die bewaldeten Höhen des Albis.
Ein regional bekanntes Wanderangebot ist der Ämtlerweg. Er verbindet Gemeinden, Landschaftsräume, historische Orte und Kulturdenkmäler des Knonaueramts. Informationstafeln entlang der Route vermitteln Wissenswertes über Natur, Geschichte, Wirtschaft und Siedlungsentwicklung der Region.
Gemeinden
Der Bezirk Affoltern umfasst 14 politische Gemeinden. Die Einwohnerzahlen in der folgenden Tabelle entsprechen dem Stand vom 31. Dezember 2024.[3]
| Gemeinde | Hauptpostleitzahl | Einwohner | Fläche in km² |
|---|---|---|---|
| Aeugst am Albis | 8914 | 1'995 | 7,91 |
| Affoltern am Albis | 8910 | 12'882 | 10,59 |
| Bonstetten | 8906 | 5'712 | 7,43 |
| Hausen am Albis | 8915 | 3'951 | 13,60 |
| Hedingen | 8908 | 4'002 | 6,53 |
| Kappel am Albis | 8926 | 1'382 | 7,92 |
| Knonau | 8934 | 2'466 | 6,47 |
| Maschwanden | 8933 | 677 | 4,69 |
| Mettmenstetten | 8932 | 5'763 | 13,03 |
| Obfelden | 8912 | 5'961 | 7,54 |
| Ottenbach | 8913 | 2'973 | 5,02 |
| Rifferswil | 8911 | 1'180 | 6,51 |
| Stallikon | 8143 | 3'909 | 12,02 |
| Wettswil am Albis | 8907 | 5'337 | 3,77 |
| Bezirk Affoltern | 58'190 | 113,03 | |
Affoltern am Albis ist die grösste Gemeinde und das administrative, wirtschaftliche und verkehrliche Zentrum des Bezirks. Zu den weiteren einwohnerstarken Gemeinden gehören Obfelden, Mettmenstetten, Bonstetten und Wettswil am Albis. Maschwanden ist die bevölkerungsmässig kleinste Gemeinde.
Neben den politischen Gemeinden bestehen zahlreiche Dörfer, Weiler und Ortsteile. Dazu gehören unter anderem Zwillikon, Aeugstertal, Ebertswil, Türlen, Uerzlikon, Hauptikon, Rossau, Dachlissen, Bickwil, Unterlunnern, Sellenbüren und Gamlikon.
Geschichte
Frühgeschichte und Mittelalter
Archäologische Funde weisen auf eine Besiedlung des Gebiets seit vorgeschichtlicher und römischer Zeit hin. Nach dem Rückzug der römischen Herrschaft liessen sich im frühen Mittelalter alemannische Bevölkerungsgruppen nieder. Viele Ortsnamen und historische Siedlungsstrukturen gehen auf diese Zeit zurück.
Im Hochmittelalter war das Gebiet zwischen verschiedenen geistlichen und weltlichen Herrschaften aufgeteilt. Grundbesitz und Herrschaftsrechte besassen unter anderem die Klöster Kappel, Muri und Engelberg sowie Adelsgeschlechter wie die Freiherren von Eschenbach und die Herren von Hallwyl.
Die Stadt Zürich erwarb ab dem frühen 15. Jahrhundert schrittweise die Herrschaft über das Gebiet zwischen Albis und Reuss. Im Jahr 1406 verkauften die Erben Johanns von Hallwyl die ehemalige Vogtei Maschwanden an Zürich. Nach der eidgenössischen Eroberung des Aargaus von 1415 übernahm Zürich weitere Herrschafts- und Gerichtsrechte im Freiamt Affoltern.[4]
Während des Alten Zürichkriegs war die Region stark von militärischen Auseinandersetzungen betroffen. Zwischen 1443 und 1450 wurde sie zeitweise von Schwyz, Glarus, Luzern und Zug verwaltet.
Landvogtei Knonau
Im frühen 16. Jahrhundert fasste Zürich einen grossen Teil seiner Besitzungen in der Region zur Landvogtei Knonau zusammen. Der Landvogt residierte im Schloss Knonau. Die Landvogtei bestand bis zum Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft im Jahr 1798.
Das Knonaueramt war mehrfach Schauplatz von Konflikten zwischen der ländlichen Bevölkerung und der städtischen Obrigkeit. Zu diesen Auseinandersetzungen gehörten der Waldmannhandel von 1489, der Wädenswiler Aufstand von 1646 und der Ämtlerhandel von 1794 und 1795.
Eine besondere Rolle spielte die Region während der Reformation. Im Juni 1529 standen sich bei Kappel am Albis die Truppen Zürichs und der katholischen Orte gegenüber. Der Erste Kappelerkrieg konnte ohne grössere Schlacht beendet werden. Mit diesem Ereignis ist die Überlieferung der Kappeler Milchsuppe verbunden, die von Angehörigen beider Heere gemeinsam gegessen worden sein soll.
Im Zweiten Kappelerkrieg kam es 1531 zur Schlacht bei Kappel. Der Zürcher Reformator Huldrych Zwingli fiel dabei. Die Ereignisse machten Kappel am Albis zu einem bedeutenden Erinnerungsort der Schweizer Reformationsgeschichte.
Helvetik, Mediation und Restauration
Mit der Helvetischen Revolution von 1798 wurde die Landvogtei aufgehoben. Das Gebiet wurde neu gegliedert und gehörte zeitweise zum Distrikt Mettmenstetten. Durch die Mediationsakte von 1803 kam es zum weitläufigen Bezirk Horgen.
Nach dem Ende der Mediationszeit wurde 1814 das Oberamt Knonau geschaffen. Es umfasste im Wesentlichen die Gemeinden des heutigen Bezirks. Der Oberamtmann residierte erneut im Schloss Knonau.
Die liberale Kantonsverfassung von 1831 ersetzte die Bezeichnung Oberamt durch Bezirk. Im Jahr 1837 wurde der Verwaltungssitz von Knonau nach Affoltern am Albis verlegt. Damit erhielt der Bezirk seinen heutigen Namen.
Entwicklung seit dem 19. Jahrhundert
Die Landwirtschaft bildete lange die wirtschaftliche Grundlage der Region. Viehzucht, Milchwirtschaft, Ackerbau, Obstbau und die Nutzung der Wälder waren von besonderer Bedeutung. Heimarbeit und kleinere Gewerbebetriebe ergänzten die bäuerliche Wirtschaft.
Mit der Eröffnung der Bahnstrecke Zürich–Affoltern–Zug im Jahr 1864 wurde das Knonaueramt besser an die Städte Zürich und Zug angebunden. Entlang der Bahnlinie entwickelten sich insbesondere Affoltern am Albis, Hedingen, Bonstetten, Mettmenstetten und Knonau zu wachsenden Wohn- und Gewerbestandorten.
Während des 20. Jahrhunderts nahm die Bedeutung der Landwirtschaft als Arbeitgeber ab. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner, die ausserhalb ihrer Wohngemeinde arbeiteten. Vor allem der nördliche Teil des Bezirks wurde zunehmend in die Agglomeration Zürich einbezogen.
Die vollständige Eröffnung der Autobahn A4 durch das Knonaueramt im Jahr 2009 verbesserte die Strassenverbindungen nach Zürich, Zug, Luzern und in das schweizerische Nationalstrassennetz erheblich.[5] Die bessere Erreichbarkeit verstärkte zugleich den Siedlungsdruck und die Nachfrage nach Wohnraum.
Bevölkerung und Siedlung
Der Bezirk Affoltern verzeichnete seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein deutliches Bevölkerungswachstum. Dazu trugen die Nähe zu Zürich und Zug, die gute Verkehrsanbindung und die vergleichsweise ländliche Wohnumgebung bei.
Die Siedlungsstruktur ist unterschiedlich ausgeprägt. Affoltern am Albis besitzt als Hauptort einen städtischeren Charakter mit öffentlichen Einrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten, Arbeitsplätzen und dichter bebauten Wohnquartieren. Bonstetten, Hedingen, Wettswil am Albis, Obfelden und Mettmenstetten haben sich zu grösseren Wohngemeinden entwickelt. Im südlichen Bezirksgebiet sind kleinere Dörfer, Weiler und Einzelhöfe weiterhin landschaftsprägend.
Ein grosser Teil der Erwerbstätigen pendelt in die Stadt Zürich, in das Limmattal, in den Kanton Zug oder in andere Wirtschaftsräume der Umgebung. Gleichzeitig verfügt der Bezirk über eigene Arbeitsplätze im Gewerbe, im Detailhandel, in der öffentlichen Verwaltung, im Gesundheitswesen, im Bildungsbereich und in verschiedenen Dienstleistungsunternehmen.
Politik und Verwaltung
Als Verwaltungseinheit des Kantons Zürich besitzt der Bezirk keine eigene gesetzgebende Körperschaft. Wichtige Bezirksbehörden sind der Bezirksrat, das Statthalteramt und das Bezirksgericht.
Der Bezirksrat beaufsichtigt unter anderem die Gemeinden und weitere öffentlich-rechtliche Körperschaften. Er behandelt ausserdem bestimmte Rekurse gegen kommunale Entscheide. Der Statthalter steht dem Bezirksrat vor und nimmt Aufgaben in den Bereichen Aufsicht, Sicherheit und Verwaltungsrecht wahr.
Die Bezirksratskanzlei und das Statthalteramt befinden sich in Affoltern am Albis. Dort haben auch weitere regionale Einrichtungen und kantonale Dienststellen ihren Sitz.
Die Gemeinden arbeiten in verschiedenen regionalen Organisationen zusammen. Zu den gemeinsamen Aufgaben gehören Raumplanung, Standortförderung, Energiepolitik, öffentlicher Verkehr, Abfallwirtschaft, Naturschutz, Kultur und soziale Dienstleistungen.
Wirtschaft
Die Wirtschaft des Bezirks wird von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt. Bedeutende Bereiche sind das Baugewerbe, Handwerk, Handel, Logistik, Beratung, Gesundheitswesen und persönliche Dienstleistungen. Grössere Gewerbezonen befinden sich insbesondere in Affoltern am Albis, Hedingen, Obfelden, Mettmenstetten und Knonau.
Die Landwirtschaft bleibt für das Landschaftsbild und die regionale Identität wichtig. Betriebe produzieren unter anderem Milch, Fleisch, Getreide, Gemüse, Obst und landwirtschaftliche Spezialitäten. Hofläden und die Direktvermarktung regionaler Erzeugnisse haben in vielen Gemeinden an Bedeutung gewonnen.
Affoltern am Albis übernimmt als Hauptort zentrale Versorgungsfunktionen. Die Stadt verfügt über Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Verwaltungsstellen, Gesundheitsangebote und zahlreiche Arbeitsplätze. Kleinere regionale Zentren haben sich auch in Bonstetten, Mettmenstetten und Obfelden entwickelt.
Die günstige Lage zwischen den Wirtschaftsräumen Zürich und Zug macht den Bezirk zu einem beliebten Unternehmens- und Wohnstandort. Gleichzeitig bemüht sich die regionale Planung darum, das Wachstum auf geeignete Siedlungsgebiete zu konzentrieren und die offenen Landschaftsräume zu erhalten.
Verkehr
Die wichtigste Strassenverbindung ist die Autobahn A4. Sie durchquert den Bezirk in Nord-Süd-Richtung und verbindet ihn mit der Zürcher Westumfahrung, dem Limmattal, dem Kanton Zug und der Zentralschweiz. Anschlussstellen bestehen unter anderem bei Affoltern am Albis, Mettmenstetten und Knonau.
Die historische Hauptstrasse über den Albispass verbindet das Knonaueramt mit dem Raum Zürichsee. Weitere Strassen führen über Birmensdorf nach Zürich, über Ottenbach und die Reussebene in den Kanton Aargau sowie nach Cham und Zug.
Der öffentliche Verkehr stützt sich auf die Bahnstrecke Zürich–Affoltern am Albis–Zug. Bahnhöfe und Haltestellen bestehen in Bonstetten-Wettswil, Hedingen, Affoltern am Albis, Mettmenstetten und Knonau. Regionale Buslinien erschliessen die übrigen Gemeinden und verbinden sie mit den Bahnhöfen sowie benachbarten Regionen.
Das Netz von Wanderwegen und Velorouten ist auch für Freizeit und Tourismus von Bedeutung. Wege entlang der Reuss, durch die Hügellandschaft und über die Albiskette verbinden zahlreiche Natur- und Kulturstätten.
Bildung und Gesundheit
Die Gemeinden führen Kindergärten und Primarschulen. Die Sekundarschulbildung ist in regionalen Schulkreisen organisiert. Weiterführende Schulen und Berufsbildungsangebote befinden sich unter anderem in Affoltern am Albis und in den benachbarten Zentren Zürich, Zug und Horgen.
Affoltern am Albis ist der wichtigste regionale Standort für medizinische Versorgung, Altersbetreuung und soziale Dienstleistungen. Ergänzt wird das Angebot durch Hausarztpraxen, Apotheken, Therapieeinrichtungen, Pflegezentren und Spitex-Organisationen in mehreren Gemeinden.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Zu den bekanntesten Kulturdenkmälern des Bezirks gehört das ehemalige Kloster Kappel in Kappel am Albis. Die frühere Zisterzienserabtei ist eng mit der Reformationsgeschichte und den Kappelerkriegen verbunden. Heute dient die Anlage als Bildungs- und Seminarzentrum.
Das Schloss Knonau erinnert an die Zeit der Landvogtei. In Affoltern am Albis befinden sich historische Verwaltungs- und Gerichtsgebäude sowie ein Ortsmuseum. Zahlreiche Dorfkerne, Bauernhäuser, Kirchen, Mühlen und ehemalige Gewerbeanlagen dokumentieren die ländliche Bau- und Wirtschaftsgeschichte.
Weitere bedeutende Ausflugsziele und Landschaftsräume sind:
- der Türlersee;
- das Seleger Moor in Rifferswil;
- die Maschwander Allmend;
- der Reussspitz;
- die Albiskette und der Albispass;
- der Ämtlerweg;
- die historischen Ortskerne von Knonau, Maschwanden, Rifferswil und Kappel am Albis.
Das regionale Kulturleben wird von Gemeinden, Vereinen, Museen, Kirchgemeinden und privaten Veranstaltern getragen. Dorffeste, Konzerte, Theateraufführungen, Märkte und Sportanlässe fördern den Zusammenhalt innerhalb des Knonaueramts.
Wappen
Das Wappen des Bezirks Affoltern zeigt in Gold ein schwarzes Mauerankerkreuz. Es wurde von der früheren Landvogtei Knonau übernommen und geht auf das Wappen der Freiherren von Eschenbach zurück.
Der Bezirk Affoltern ist der einzige Bezirk des Kantons Zürich, der ein eigenes historisches Bezirkswappen führt. Das Zeichen wird auch als regionales Symbol des Knonaueramts verwendet.
Regionale Identität
Die Bezeichnung Knonaueramt ist nicht nur ein geografischer Name, sondern Ausdruck einer ausgeprägten regionalen Identität. Die Lage hinter der Albiskette führte über Jahrhunderte zu einer gewissen Abgrenzung gegenüber der Stadt Zürich und den Seegemeinden. Gleichzeitig bestanden enge wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen zu Zug, zum Freiamt und zum Reusstal.
Bis heute werden gemeinsame Projekte häufig unter dem Namen Knonauer Amt organisiert. Dazu gehören Vorhaben in der Standortförderung, Energieversorgung, Biodiversität, Kultur, Wirtschaft und Regionalentwicklung. Alle 14 Gemeinden beteiligen sich in unterschiedlicher Form an regionalen Kooperationen.
Literatur
- Bernhard Schneider: 700 Jahre im Überblick: Das Knonaueramt – die Stadt Zürich – die Eidgenossenschaft. Schneider Communications, Ottenbach 2016.
- Hans Brandenberger: Das Knonaueramt. Geschichte seiner Landschaft und seiner Menschen. Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Affoltern, Affoltern am Albis.
- Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Affoltern und Natur- und Heimatschutzgesellschaft Oberamt: Die Bezirkschroniken des Knonaueramts. Affoltern am Albis.
- Thomas Weibel: Historische Kurzbeschreibungen der Zürcher Gemeinden. Staatsarchiv des Kantons Zürich, Zürich.
Siehe auch
- Knonaueramt
- Affoltern am Albis
- Landvogtei Knonau
- Kloster Kappel
- Kappelerkriege
- Liste der Bezirke des Kantons Zürich
- Kanton Zürich
Weblinks
- Bezirk Affoltern auf der Website des Kantons Zürich
- Website der Region Knonauer Amt
- Zürcher Gemeinden in Zahlen
- Website der Stadt Affoltern am Albis
Einzelnachweise
- ↑ Kanton Zürich: Bezirk Affoltern, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ Standortförderung Knonauer Amt: Sehenswürdigkeiten, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ Statistisches Amt des Kantons Zürich: Zürcher Gemeinden in Zahlen, Datenstand 31. Dezember 2024, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ Standortförderung Knonauer Amt: Geschichte des Knonauer Amts, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ Bundesamt für Strassen: Verkehrsentwicklung und Verfügbarkeit der Nationalstrassen, abgerufen am 24. Juli 2026.
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