S25 (S-Bahn Zürich)
Die S25 ist eine Linie der S-Bahn Zürich. Sie verbindet den Zürich Hauptbahnhof über Wädenswil, Pfäffikon SZ, Ziegelbrücke und Glarus mit Linthal im Kanton Glarus. Die von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) betriebene Linie verkehrt grundsätzlich im Stundentakt und stellt eine direkte Verbindung zwischen der Stadt Zürich, dem linken Zürichseeufer, der March und dem Glarnerland her.[1]
| S25 | |
|---|---|
| System | S-Bahn Zürich |
| Betreiber | Schweizerische Bundesbahnen (SBB) |
| Strecke | Zürich HB – Wädenswil – Pfäffikon SZ – Ziegelbrücke – Glarus – Linthal |
| Takt | grundsätzlich 60 Minuten |
| Kantone | Zürich, Schwyz, Glarus |
| Einführung | 15. Juni 2014 |
| Vorgänger | GlarnerSprinter |
Linienführung
Die S25 beginnt im Zürich Hauptbahnhof. Von dort führt sie über die linksufrige Zürichseestrecke nach Wädenswil. Im Gegensatz zu mehreren anderen S-Bahn-Linien hält sie zwischen Zürich HB und Wädenswil nicht an den dazwischenliegenden Stationen und besitzt auf diesem Abschnitt dadurch einen beschleunigten Charakter.
Von Wädenswil fährt die Linie weiter nach Pfäffikon SZ. Anschliessend folgt sie der Bahnstrecke durch die March über Lachen SZ und Siebnen-Wangen nach Ziegelbrücke. Ziegelbrücke bildet einen bedeutenden Eisenbahnknoten am Zugang zum Glarnerland.
Südlich von Ziegelbrücke folgt die S25 der Bahnstrecke Ziegelbrücke–Linthal. Sie erschliesst das Haupttal des Kantons Glarus über Näfels, Netstal, Glarus, Ennenda, Mitlödi und Schwanden bis nach Linthal. Im südlichen Glarnerland bedient die Linie zahlreiche kleinere Stationen und übernimmt damit neben der überregionalen Verbindung nach Zürich auch Aufgaben des Regionalverkehrs.[2]
Halte
Im Fahrplanjahr 2026 bedient die S25 auf ihrem regulären Laufweg folgende Stationen:
| Nr. | Bahnhof oder Haltestelle | Kanton |
|---|---|---|
| 1 | Zürich HB | Zürich |
| 2 | Wädenswil | Zürich |
| 3 | Pfäffikon SZ | Schwyz |
| 4 | Lachen SZ | Schwyz |
| 5 | Siebnen-Wangen | Schwyz |
| 6 | Ziegelbrücke | Glarus |
| 7 | Näfels-Mollis | Glarus |
| 8 | Netstal | Glarus |
| 9 | Glarus | Glarus |
| 10 | Ennenda | Glarus |
| 11 | Mitlödi | Glarus |
| 12 | Schwanden GL | Glarus |
| 13 | Nidfurn-Haslen | Glarus |
| 14 | Leuggelbach | Glarus |
| 15 | Luchsingen-Hätzingen | Glarus |
| 16 | Diesbach-Betschwanden | Glarus |
| 17 | Rüti GL | Glarus |
| 18 | Linthal Braunwaldbahn | Glarus |
| 19 | Linthal | Glarus |
Betrieb
Die S25 verkehrt grundsätzlich einmal pro Stunde zwischen Zürich HB und Linthal. Auf dem Abschnitt zwischen Ziegelbrücke und Schwanden wird das Angebot durch die S6 aus Richtung Rapperswil ergänzt. Durch die Überlagerung beider Linien entsteht auf weiten Teilen der Hauptachse des Glarnerlands ein dichteres Regionalverkehrsangebot.
Eine Besonderheit der S25 ist die Kombination zweier unterschiedlicher Betriebsaufgaben. Zwischen Zürich und Ziegelbrücke fährt sie mit vergleichsweise wenigen Zwischenhalten und stellt damit eine schnelle Direktverbindung her. Südlich von Ziegelbrücke übernimmt sie dagegen die Feinerschliessung des Glarner Haupttals und bedient einen grossen Teil der dortigen Bahnhöfe.
Die direkte Führung bis Linthal ermöglicht Fahrten vom südlichen Glarnerland in den Wirtschaftsraum Zürich ohne Umsteigen. Dies ist insbesondere für Pendlerinnen und Pendler von Bedeutung, gleichzeitig spielt die Linie eine wichtige Rolle im Freizeitverkehr in die Glarner Alpen.
Fahrzeuge und Barrierefreiheit
Auf allen regulären Kursen der S25 sind gemäss Zürcher Verkehrsverbund Niederflurwagen vorhanden. Dabei handelt es sich um Züge mit Niederflur-Zwischenwagen; nicht sämtliche Türen verfügen über einen Niederflureinstieg.[3]
Die tatsächliche stufenfreie Benutzbarkeit hängt zusätzlich von den Perronanlagen der einzelnen Bahnhöfe ab. Für Reisende mit eingeschränkter Mobilität sind deshalb neben dem eingesetzten Fahrzeug auch die Verhältnisse an der Einstiegs- und Ausstiegsstation relevant.
Geschichte
GlarnerSprinter
Die direkte Bahnverbindung zwischen Zürich und dem Glarnerland bestand bereits vor Einführung der S25. Eine wichtige Rolle spielte dabei der GlarnerSprinter, der als beschleunigte Direktverbindung zwischen Zürich und dem Kanton Glarus verkehrte.
Mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Glarnerland und der ersten Etappe der Durchmesserlinie Zürich wurde das Angebot 2014 grundlegend neu organisiert. Der GlarnerSprinter wurde in die Zürcher S-Bahn integriert und erhielt die Linienbezeichnung S25.
Einführung der S25
Die S25 nahm am 15. Juni 2014 ihren Betrieb auf. Seit diesem Zeitpunkt verkehrte der frühere GlarnerSprinter täglich im Stundentakt als S25 zwischen Zürich und Linthal. Nach Angaben des Kantons Glarus betrug die Fahrzeit bei der Einführung rund eine Stunde von Zürich nach Glarus und rund eineinhalb Stunden von Zürich nach Linthal.[4]
Die Einführung war Teil einer umfassenderen Neuordnung des Bahnangebots im Kanton Glarus. Gleichzeitig wurde das Angebot zwischen Ziegelbrücke und Schwanden verdichtet. Die S25 übernahm dabei die direkte Verbindung aus dem Glarnerland nach Zürich, während die S6 die Verbindung in Richtung Rapperswil sicherstellte.[4]
Durch die Einbindung des GlarnerSprinters in das S-Bahn-System erhielt die Verbindung einen festen Platz im Liniennetz der S-Bahn Zürich. Die S25 ist seither eine der Linien mit der grössten räumlichen Ausdehnung ausserhalb des Kantons Zürich.
Bedeutung für den Kanton Glarus
Die Bahnstrecke von Ziegelbrücke über Glarus und Schwanden nach Linthal bildet die zentrale Nord-Süd-Achse des öffentlichen Verkehrs im Kanton Glarus. Die S25 schafft entlang dieser Achse eine umsteigefreie Verbindung zum grössten Schweizer Wirtschaftsraum.
Neben Glarus als kantonalem Hauptort werden mit Netstal, Ennenda, Mitlödi und Schwanden wichtige Siedlungs- und Arbeitsplatzgebiete erschlossen. Weiter südlich dient die Bahn auch kleineren Ortschaften in Glarus Süd als Grundangebot des öffentlichen Verkehrs.
Für den Tourismus ist insbesondere die Station Linthal Braunwaldbahn von Bedeutung. Dort besteht Anschluss an die Braunwaldbahn, welche das autofreie Braunwald erschliesst. Die SBB nennt die S25 entsprechend auch als direkte Anreisemöglichkeit aus Zürich in die Ferien- und Wanderregion.[5]
Auch Linthal selbst ist Ausgangspunkt für den regionalen Busverkehr und für Ausflüge in die Glarner Alpen sowie in Richtung Klausenpass.
Fahrplan 2026
Im Jahresfahrplan vom 14. Dezember 2025 bis 12. Dezember 2026 fährt die S25 im Glarnerland stündlich. Am Bahnhof Glarus verkehren die Züge tagsüber beispielsweise in Richtung Zürich HB grundsätzlich zur gleichen Minute jeder Stunde. In Gegenrichtung bestehen entsprechend stündliche Verbindungen nach Linthal.[2]
Die Station Nieder- und Oberurnen wird im Fahrplanjahr 2026 von der regulären S25 nicht bedient. Die dort haltende S6 stellt die regionale Erschliessung sicher. Die allgemeine Linienübersicht des ZVV führt Nieder- und Oberurnen zwar innerhalb des Linienwegs der S25 auf, die aktuellen SBB-Fahrplandaten sowie die für 2027 angekündigte Wiedereinführung des Haltes zeigen jedoch, dass die S25 dort bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 regulär durchfährt.[1][2]
Fahrplanänderung 2027
Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 soll die S25 wieder stündlich in Nieder- und Oberurnen halten. Die Änderung wurde im Mai 2026 sowohl von den SBB als auch vom Kanton Glarus angekündigt.[6]
Damit erhält Nieder- und Oberurnen wieder eine stündliche Direktverbindung sowohl nach Zürich HB als auch nach Linthal. Zusammen mit der S6 entsteht für die Station erneut ein Halbstundentakt in Richtung Ziegelbrücke und Schwanden.[7]
Für die Wiedereinführung des Haltes sind betriebliche Anpassungen im Bahnknoten Ziegelbrücke und beim IR35 Zürich–Chur erforderlich. Nach Angaben des Kantons Glarus verschieben sich dadurch teilweise auch die Busanschlüsse in Näfels und Glarus.[7]
Besonderheiten
Die S25 unterscheidet sich in mehreren Punkten von typischen S-Bahn-Linien im Grossraum Zürich. Ein grosser Teil ihres Laufwegs liegt ausserhalb des Kantons Zürich und ausserhalb des eigentlichen Zürcher Agglomerationsraums. Gleichzeitig besitzt sie zwischen Zürich und Ziegelbrücke aufgrund der begrenzten Zahl von Zwischenhalten den Charakter einer beschleunigten Regionalverbindung.
Südlich von Ziegelbrücke ändert sich diese Funktion deutlich. Dort hält die S25 an nahezu allen bedienten Stationen und wird zu einer wichtigen Regionalbahn für das Glarnerland. Diese Kombination aus schneller überregionaler Verbindung und lokaler Feinerschliessung ist ein charakteristisches Merkmal der Linie.
Mit den Kantonen Zürich, Schwyz und Glarus durchquert die S25 drei Kantone. Sie verbindet dabei den dicht besiedelten Raum am Zürichsee mit dem alpinen Talraum des südlichen Kantons Glarus.
Siehe auch
- S-Bahn Zürich
- Liste der Linien der S-Bahn Zürich
- Schweizerische Bundesbahnen
- Bahnstrecke Ziegelbrücke–Linthal
- Zürich Hauptbahnhof
- Bahnhof Ziegelbrücke
- Bahnhof Glarus
- Bahnhof Linthal
- Öffentlicher Verkehr im Kanton Zürich
- Öffentlicher Verkehr im Kanton Glarus
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 S25 Zürich HB–Pfäffikon SZ–Ziegelbrücke–Glarus–Linthal, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 Bahnhof Glarus – Abfahrt, 14. Dezember 2025 bis 12. Dezember 2026, SBB, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ Hindernisfreiheit von S-Bahn-Linien, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ 4,0 4,1 Neue S-Bahn-Verbindung ins Glarnerland – Stündlich direkt zum Glarner Sommer-Quickie, Medieninformation des Kantons Glarus vom 12. Juni 2014, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ Von Zürich nach Glarus mit dem Zug, SBB, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ Fahrplan 2027 bringt gezielte Verbesserungen, SBB, 21. Mai 2026, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ 7,0 7,1 Bahnhof Nieder- und Oberurnen: Gute Neuigkeiten im Fahrplan 2027, Kanton Glarus, 21. Mai 2026, abgerufen am 10. August 2026.
| Linien der S-Bahn Zürich | |
|---|---|
| S-Bahn-Linien | S2 · S3 · S4 · S5 · S6 · S7 · S8 · S9 · S10 · S11 · S12 · S13 · S14 · S15 · S16 · S17 · S18 · S19 · S20 · S21 · S23 · S24 · S25 · S26 · S29 · S30 · S33 · S35 · S36 · S40 · S41 · S42 |
| Siehe auch | S-Bahn Zürich · Liste der Linien der S-Bahn Zürich · ZVV |