S24 (S-Bahn Zürich)
| S24 | |
|---|---|
| S24 | |
| System | S-Bahn Zürich |
| Betreiberin | SBB |
| Linienweg | Zug–Zürich HB–Winterthur–Thayngen / Weinfelden |
| Südlicher Endpunkt | Zug |
| Nördliche Endpunkte | Thayngen und Weinfelden |
| Takt | 30 Minuten Zug–Winterthur 60 Minuten auf den beiden Nordästen |
| Anzahl Stationen | 33 |
| Spurweite | 1435 mm |
| Stromsystem | 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom |
| Einführung der Linienbezeichnung | 12. Dezember 2004 |
| Heutige Grundstruktur | seit 15. Juni 2014 |
Die S24 ist eine Linie der S-Bahn Zürich. Sie verbindet Zug über Baar, Thalwil, die Zürcher Innenstadt, Zürich Flughafen und Winterthur mit den beiden nördlichen Endpunkten Thayngen im Kanton Schaffhausen und Weinfelden im Kanton Thurgau.
Zwischen Zug und Winterthur verkehren die Züge grundsätzlich im Halbstundentakt. Ab Winterthur wird die Linie in zwei Äste aufgeteilt: Je eine stündliche Verbindung führt über Schaffhausen nach Thayngen beziehungsweise über Frauenfeld nach Weinfelden. Die S24 gehört damit zu den längsten Linien der Zürcher S-Bahn und durchquert die vier Kantone Zug, Zürich, Schaffhausen und Thurgau.[1]
Eine betriebliche Besonderheit ist der Fahrtrichtungswechsel im oberirdischen Teil des Zürich Hauptbahnhofs. Die aus Richtung Zug kommenden Züge fahren über Zürich Wiedikon in die Bahnhofhalle ein, wechseln dort die Fahrtrichtung und setzen ihre Fahrt über Zürich Wipkingen nach Oerlikon fort.
Linienverlauf
Zug–Thalwil
Die S24 beginnt im Bahnhof Zug, dem wichtigsten Eisenbahnknoten des Kantons Zug. Von dort führt sie auf der Bahnstrecke Thalwil–Zug zunächst nach Baar. Die dazwischenliegende Station Baar Lindenpark wird von der S24 nicht bedient.
Nördlich von Baar durchquert die Linie den Albistunnel und erreicht das Gebiet von Sihlbrugg. Der ehemalige Bahnhof Sihlbrugg wird seit Dezember 2012 nicht mehr im regulären Personenverkehr bedient. Anschliessend führt die Strecke durch den alten Zimmerbergtunnel nach Horgen Oberdorf.
Der Bahnhof Horgen Oberdorf liegt deutlich oberhalb des ebenfalls zur S-Bahn Zürich gehörenden Bahnhofs Horgen an der linksufrigen Zürichseebahn. Die beiden Stationen befinden sich an unterschiedlichen Bahnstrecken und sind nicht direkt miteinander verbunden.
Nach Horgen Oberdorf hält die S24 in Oberrieden Dorf und erreicht danach den Bahnhof Thalwil. Hier bestehen Anschlüsse an den Fernverkehr, an weitere S-Bahn-Linien und an regionale Busverbindungen.
Thalwil–Zürich Hauptbahnhof
Zwischen Thalwil und Zürich benutzt die S24 die Linksufrige Zürichseebahn. Sie bedient sämtliche Stationen dieses Abschnitts:
Zusammen mit der ebenfalls halbstündlich verkehrenden S8 bildet die S24 zwischen Thalwil und Zürich Hauptbahnhof einen annähernden Viertelstundentakt. Im Gegensatz zur S8 fährt die S24 nicht durch den unterirdischen Bahnhof Löwenstrasse, sondern in die oberirdische Bahnhofhalle.
Fahrtrichtungswechsel in Zürich
Im Zürich Hauptbahnhof wechselt die S24 ihre Fahrtrichtung. Dieses Betriebsverfahren ist erforderlich, weil die Strecke aus Richtung Wiedikon in die südwestliche Seite der oberirdischen Bahnhofhalle einmündet, die Weiterfahrt nach Wipkingen jedoch in entgegengesetzter Richtung erfolgt.
Während des Aufenthalts wechselt das Lokpersonal den Führerstand. Bei den lokomotivbespannten Doppelstockpendelzügen ist kein Rangiermanöver notwendig, da sich an einem Ende die Lokomotive und am anderen Ende ein Steuerwagen befindet. Auch die eingesetzten Doppelstocktriebzüge können nach dem Führerstandswechsel in der Gegenrichtung weiterfahren.
Die S24 gehört damit zu den wenigen durchgehenden Linien der Zürcher S-Bahn, die im Hauptbahnhof nicht durch einen der unterirdischen Durchgangsbahnhöfe fahren. Die Wendezeit ist im Fahrplan berücksichtigt.
Zürich Hauptbahnhof–Winterthur
Nach dem Fahrtrichtungswechsel fährt die S24 über die historische Wipkingerlinie. Sie bedient folgende Stationen:
- Zürich HB
- Zürich Wipkingen
- Zürich Oerlikon
- Zürich Flughafen
- Bassersdorf
- Effretikon
- Kemptthal
- Winterthur
Zwischen Zürich Hauptbahnhof und Oerlikon verläuft die Linie über das Wipkinger Viadukt und den Wipkingertunnel. Die S24 ist die reguläre S-Bahn-Verbindung des Bahnhofs Zürich Wipkingen. Andere wichtige S-Bahn-Linien zwischen Zürich Hauptbahnhof und Oerlikon benutzen den Weinbergtunnel oder die Strecke über Zürich Hardbrücke.
Ab Oerlikon führt die S24 über den unterirdischen Flughafenbahnhof nach Bassersdorf und Effretikon. Der Abschnitt gehört zu den am stärksten befahrenen Bahnstrecken der Schweiz und wird neben zahlreichen S-Bahn-Linien auch vom Fernverkehr benutzt.
In Kemptthal hält die S24 seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2021. Zuvor wurde die Station durch die S7 bedient. Die Verlagerung des Halts sollte die Betriebsstabilität in der dichten Zugfolge zwischen Effretikon und Winterthur verbessern.[2]
Ast nach Thayngen
Stündlich fährt die S24 von Winterthur über die Rheinfallbahn nach Schaffhausen und weiter nach Thayngen. Zwischen Winterthur und Schaffhausen hält sie nur an ausgewählten Stationen:
- Winterthur
- Andelfingen
- Neuhausen
- Schaffhausen
- Herblingen
- Thayngen
Die Stationen Hettlingen, Henggart, Marthalen, Dachsen und Schloss Laufen am Rheinfall werden von der S24 ohne Halt durchfahren. Ihre Bedienung übernehmen andere Linien, insbesondere die S12 und die S33.
Zwischen Schaffhausen und Thayngen verläuft die S24 auf der Bahnstrecke in Richtung Singen. Der Endbahnhof Thayngen liegt noch auf schweizerischem Gebiet, nahe der Grenze zu Deutschland. Die S24 fährt nicht weiter nach Singen.
Der Ast stellt eine direkte Verbindung vom Kanton Schaffhausen zum Flughafen Zürich, in die Zürcher Innenstadt, an das linke Zürichseeufer und nach Zug her.
Ast nach Weinfelden
Die zweite stündliche Verbindung fährt ab Winterthur über Frauenfeld nach Weinfelden. Auf diesem Ast bedient die S24 alle regulären Zwischenstationen:
- Winterthur
- Oberwinterthur
- Wiesendangen
- Rickenbach-Attikon
- Islikon
- Frauenfeld
- Felben-Wellhausen
- Hüttlingen-Mettendorf
- Müllheim-Wigoltingen
- Märstetten
- Weinfelden
Der Weinfelder Ast übernimmt damit sowohl Aufgaben einer schnellen, kantonsübergreifenden Verbindung als auch die lokale Erschliessung der Gemeinden entlang der Bahnstrecke Winterthur–Romanshorn.
In Frauenfeld und Weinfelden bestehen Anschlüsse an den Fernverkehr sowie an die Linien der S-Bahn St. Gallen und der regionalen Bahngesellschaft Thurbo.
Stationen
| Abschnitt | Stationen | Bedienung |
|---|---|---|
| Zug–Winterthur | Zug–Baar–Horgen Oberdorf–Oberrieden Dorf–Thalwil–Rüschlikon–Kilchberg ZH–Zürich Wollishofen–Zürich Enge–Zürich Wiedikon–Zürich HB–Zürich Wipkingen–Zürich Oerlikon–Zürich Flughafen–Bassersdorf–Effretikon–Kemptthal–Winterthur | Halbstündlich |
| Winterthur–Thayngen | Winterthur–Andelfingen–Neuhausen–Schaffhausen–Herblingen–Thayngen | Stündlich |
| Winterthur–Weinfelden | Winterthur–Oberwinterthur–Wiesendangen–Rickenbach-Attikon–Islikon–Frauenfeld–Felben-Wellhausen–Hüttlingen-Mettendorf–Müllheim-Wigoltingen–Märstetten–Weinfelden | Stündlich |
Nicht alle Züge verkehren während der gesamten Betriebszeit über den vollständigen Linienweg. In den frühen Morgenstunden, am späten Abend und bei Bauarbeiten können einzelne Verbindungen bereits in Zürich Hauptbahnhof, Zürich Flughafen, Effretikon, Winterthur, Schaffhausen oder an einem anderen Zwischenbahnhof beginnen beziehungsweise enden.[1]
Geschichte
Erste S24 nach Horgen Oberdorf
Die Linienbezeichnung S24 wurde mit dem Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2004 eingeführt. Die damalige Linie verband Zürich Hauptbahnhof über Zürich Enge, Wollishofen, Kilchberg, Rüschlikon, Thalwil und Oberrieden Dorf mit Horgen Oberdorf.[3]
Die Einführung wurde durch die Inbetriebnahme des ersten Teils des Zimmerberg-Basistunnels und die dadurch frei gewordenen Kapazitäten auf der älteren Strecke zwischen Zürich und Thalwil ermöglicht. Die S24 ergänzte auf diesem Abschnitt die S8 und verbesserte insbesondere die Erschliessung von Rüschlikon, Kilchberg, Wollishofen und Horgen Oberdorf.
Parallel dazu verkehrte die damalige S21 zwischen Thalwil und Zug. Sie fuhr grundsätzlich im Stundentakt und wurde während der Hauptverkehrszeiten teilweise bis Zürich verlängert. Bis Dezember 2012 bediente sie auch den Bahnhof Sihlbrugg.
Ausbau im Juni 2014
Die heutige Grundstruktur der S24 entstand mit der ersten Etappe der vierten Teilergänzungen der S-Bahn Zürich. Am 15. Juni 2014 wurde der neue unterirdische Bahnhof Löwenstrasse zusammen mit dem Weinbergtunnel eröffnet.
Die Linien S2, S8 und S14 wurden von der Wipkingerlinie in den neuen Tunnel verlegt. Damit der Bahnhof Zürich Wipkingen weiterhin durch die S-Bahn bedient wurde, verlängerten die SBB und der ZVV die S24 ab Zürich Hauptbahnhof über Wipkingen nach Zürich Oerlikon.
Gleichzeitig wurde der südliche Linienast von Horgen Oberdorf über Baar bis Zug verlängert. Die bisherige S21 zwischen Thalwil und Zug wurde aufgehoben und in die neue S24 integriert. Seitdem besteht zwischen Zug und Zürich grundsätzlich ein durchgehender Halbstundentakt.[4]
In der ersten Ausbauetappe endete die S24 nördlich noch in Zürich Oerlikon. Die vollständige Verlängerung über den Flughafen war wegen der laufenden Bauarbeiten am Bahnhof Oerlikon zunächst nicht möglich.
Verlängerung nach Winterthur und Thayngen
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 wurde der Westast der Durchmesserlinie vollständig in Betrieb genommen. Gleichzeitig standen im Bahnhof Zürich Oerlikon zusätzliche Gleise zur Verfügung.
Die S24 wurde von Oerlikon über Zürich Flughafen, Bassersdorf und Effretikon nach Winterthur verlängert. Stündlich fuhren die Züge weiter über Andelfingen, Neuhausen und Schaffhausen nach Thayngen. Dadurch entstanden direkte Verbindungen aus dem Kanton Schaffhausen und dem Raum Winterthur zum Flughafen, nach Zürich und nach Zug.[5]
Die S24 übernahm auf dem Abschnitt Winterthur–Schaffhausen im Wesentlichen die Funktion der zuvor dorthin verlängerten S16. Die S16 wurde auf den Abschnitt zwischen dem Flughafen und dem rechten Zürichseeufer zurückgenommen.
Verlängerung nach Weinfelden
Die vierte Teilergänzung der Zürcher S-Bahn wurde in drei Etappen zwischen 2014 und 2018 umgesetzt. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 kam der zweite nördliche Ast der S24 hinzu.
Seither fährt jede zweite S24 ab Winterthur über Frauenfeld nach Weinfelden. Zusammen mit dem Ast nach Thayngen entstand zwischen Zug und Winterthur der Halbstundentakt und auf den beiden anschliessenden Ästen jeweils ein Stundentakt.[6]
Die vierte Teilergänzung war der bis dahin grösste Angebotsausbau in der Geschichte des ZVV. Das gesamte Angebot der Zürcher S-Bahn wurde dabei um rund 25 Prozent erweitert. Für Infrastrukturmassnahmen wurden etwa 350 Millionen Franken eingesetzt.[7]
Halt in Kemptthal
Im Dezember 2021 wurde die Bedienung des Bahnhofs Kemptthal von der S7 auf die S24 übertragen. Die Änderung sollte die Pünktlichkeit auf dem stark belasteten Abschnitt Effretikon–Winterthur verbessern.
Da die S24 in der dichten Zugfolge hinter mehreren anderen Verbindungen fährt, kann ein zusätzlicher Halt bei ihr mit geringeren Auswirkungen auf nachfolgende Züge eingeplant werden. In einzelnen Randstunden kann die Bedienung von Kemptthal von der üblichen Linienordnung abweichen.
Unterbruch in Wipkingen
Vom 10. Dezember 2023 bis zum 14. Dezember 2024 war die Strecke zwischen Zürich Hauptbahnhof und Zürich Wipkingen vollständig gesperrt. Die SBB bauten den Bahnhof Wipkingen hindernisfrei um und sanierten gleichzeitig das historische Wipkinger Viadukt sowie Teile des Wipkingertunnels.
Während der Sperre war die S24 in zwei getrennte Linienabschnitte aufgeteilt. Die südlichen Züge verkehrten zwischen Zug und Zürich Hauptbahnhof. Der nördliche Abschnitt führte von Zürich Wipkingen beziehungsweise Zürich Oerlikon über den Flughafen nach Winterthur, Weinfelden und Thayngen.
Am 15. Dezember 2024 wurde der durchgehende Betrieb wieder aufgenommen. Der Bahnhof Wipkingen verfügt seither über neue Treppen, Liftanlagen und hindernisfrei zugängliche Perrons.[8]
Betrieb
Die S24 wird von den Schweizerischen Bundesbahnen betrieben. Der Fahrplan ist mit dem ZVV sowie den beteiligten Kantonen Zürich, Zug, Schaffhausen und Thurgau abgestimmt.
Der Grundtakt besteht aus zwei Zügen pro Stunde und Richtung zwischen Zug und Winterthur. In Winterthur werden die Fahrten abwechselnd auf die beiden Nordäste geführt:
| Verbindung | Grundtakt | Charakter |
|---|---|---|
| Zug–Zürich HB–Winterthur | 30 Minuten | Gemeinsamer Hauptabschnitt |
| Winterthur–Schaffhausen–Thayngen | 60 Minuten | Beschleunigte Verbindung mit wenigen Zwischenhalten |
| Winterthur–Frauenfeld–Weinfelden | 60 Minuten | Regionalverbindung mit Bedienung aller Zwischenstationen |
Der Linienweg verbindet mehrere unterschiedliche Verkehrsaufgaben. Zwischen Zug und Zürich dient die S24 vor allem dem Pendlerverkehr. Auf dem Abschnitt Zürich–Flughafen–Winterthur ergänzt sie das dichte Angebot mehrerer S-Bahn- und Fernverkehrslinien. Die beiden Nordäste übernehmen sowohl regionale als auch kantonsübergreifende Verbindungsfunktionen.
Die Fahrt über Zürich Wipkingen ist länger als eine Fahrt durch den Weinbergtunnel. Sie ist jedoch für die Erschliessung Wipkingens notwendig und ermöglicht die direkte Verknüpfung des linken Zürichseeufers mit Zürich Nord und dem Flughafen.
Rollmaterial
Auf der S24 werden Doppelstockzüge der ersten und zweiten Generation der Zürcher S-Bahn eingesetzt. Die Fahrzeugzuteilung unterscheidet sich im Jahresfahrplan 2026 nach dem nördlichen Linienast.[9]
Doppelstockpendelzüge
Die Verbindungen von und nach Thayngen werden hauptsächlich mit modernisierten Doppelstockpendelzügen der ersten Generation geführt. Eine Komposition besteht aus einer Lokomotive der Reihe Re 450, Doppelstockwagen und einem Steuerwagen.
Die zwischen 1989 und 1997 beschafften Züge wurden zwischen 2011 und 2018 modernisiert. Dabei wurde jeweils ein ursprünglicher Wagen durch einen neuen Niederflur-Doppelstockwagen ersetzt. Dieser verfügt über tiefer gelegene Einstiege und Mehrzweckbereiche für Rollstühle, Kinderwagen und Velos.
Bei diesen Kompositionen befinden sich die stufenarmen Einstiegsmöglichkeiten nur im Niederflur-Zwischenwagen. Der Wagen ist an seinen tiefer angeordneten Türen erkennbar und wird üblicherweise unmittelbar neben der Lokomotive eingereiht.
Doppelstocktriebzüge
Auf den Verbindungen nach Weinfelden kommen hauptsächlich Doppelstocktriebzüge der Reihe RABe 514 zum Einsatz. Die auch als DTZ bezeichneten Fahrzeuge wurden zwischen 2006 und 2009 für die Zürcher S-Bahn beschafft.
Die vierteiligen Triebzüge besitzen an sämtlichen Türen Niederflureinstiege. Sie sind rund 100 Meter lang, erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h und können in Mehrfachtraktion eingesetzt werden.[10]
Alle fahrplanmässigen Kurse der S24 besitzen mindestens einen niederflurig zugänglichen Wagen. Kurzfristige Änderungen des eingesetzten Fahrzeugtyps sind bei Störungen, Bauarbeiten oder Unterhaltsarbeiten möglich.
Bedeutung
Die S24 verbindet mehrere wichtige Wirtschaftsräume der Nordost- und Zentralschweiz ohne Umsteigen. Sie schafft direkte Verbindungen zwischen dem Kanton Zug, dem linken Zürichseeufer, der Zürcher Innenstadt, dem Flughafen, Winterthur, dem Zürcher Weinland, Schaffhausen und dem Kanton Thurgau.
Besonders wichtig ist die Linie für die Bahnhöfe Oberrieden Dorf und Horgen Oberdorf, die im regulären Verkehr ausschliesslich von der S24 bedient werden. Auch Zürich Wipkingen ist für seine Einbindung in das Zürcher S-Bahn-Netz auf diese Linie angewiesen.
Für den Kanton Zug bietet die S24 neben den schnelleren Fernverkehrszügen eine umsteigefreie Feinerschliessung des linken Zürichseeufers und eine direkte Verbindung zum Flughafen. Aus dem Kanton Schaffhausen und aus dem Raum Frauenfeld ermöglicht sie durchgehende Fahrten nach Zürich Enge, Thalwil, Baar und Zug.
Die S24 veranschaulicht zugleich das Prinzip der Durchmesserlinien der S-Bahn Zürich. Obwohl sie im Hauptbahnhof die Fahrtrichtung wechseln muss, verbindet sie frühere Einzellinien aus verschiedenen Regionen zu einer langen, kantonsübergreifenden Verbindung.
Siehe auch
- S-Bahn Zürich
- Zürcher Verkehrsverbund
- Bahnstrecke Thalwil–Zug
- Linksufrige Zürichseebahn
- Rheinfallbahn
- Bahnstrecke Winterthur–Romanshorn
- Liste der Linien der S-Bahn Zürich
Weblinks
- Linienfahrplan der S24 beim Zürcher Verkehrsverbund
- Fahrplanauskunft des Zürcher Verkehrsverbundes
- Website der Schweizerischen Bundesbahnen
- Informationen zu den vierten Teilergänzungen der S-Bahn Zürich
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Linienfahrplan S24, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Fahrplanwechsel im ZVV, Zürcher Verkehrsverbund, 22. November 2021, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Netzgrafik der S-Bahn Zürich, Fahrplan 2005, SMA und Partner, gültig ab 12. Dezember 2004.
- ↑ Rahmenkredit des Zürcher Verkehrsverbundes für die Fahrplanperiode 2014/2015, Antrag des Regierungsrates des Kantons Zürich vom 3. Juli 2013.
- ↑ S-Bahn-Verbindungen Zürich Flughafen–Zürich HB, Regierungsratsbeschluss des Kantons Zürich vom 7. Januar 2015.
- ↑ 4. Teilergänzung der S-Bahn Zürich: Massnahmen im Kanton Zug, Regierungsrat des Kantons Zug, 2011.
- ↑ 4. Teilergänzungen, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Zürich Wipkingen: Stufenfrei auf die Perrons und in die Züge, Schweizerische Bundesbahnen, 13. Dezember 2024.
- ↑ Angaben zur Hindernisfreiheit der S24, Zürcher Verkehrsverbund, gültig ab 14. Dezember 2025.
- ↑ DTZ: Doppelstöckiger Triebwagenzug der S-Bahn Zürich, Schweizerische Bundesbahnen, abgerufen am 4. August 2026.