Geschichte des Kantons Schwyz: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: «{| class="wikitable float-right" style="float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;" ! colspan="2" | Geschichte des Kantons Schwyz |- | '''Erste Nennung von Schwyz''' | 972 als «Suittes» |- | '''Gründung des Klosters Einsiedeln''' | 934 |- | '''Freiheitsprivileg''' | 1240 |- | '''Bundesbrief''' | 1291 |- | '''Schlacht am Morgarten''' | 1315 |- | '''Territoriale Konsolidierung''' | 14. und 15. Jahrhundert |- | '''Helvetische Republik''' | 1798–1803 |-…» |
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Aktuelle Version vom 30. Juli 2026, 21:12 Uhr
| Geschichte des Kantons Schwyz | |
|---|---|
| Erste Nennung von Schwyz | 972 als «Suittes» |
| Gründung des Klosters Einsiedeln | 934 |
| Freiheitsprivileg | 1240 |
| Bundesbrief | 1291 |
| Schlacht am Morgarten | 1315 |
| Territoriale Konsolidierung | 14. und 15. Jahrhundert |
| Helvetische Republik | 1798–1803 |
| Kanton Schwyz äusseres Land | 1832–1833 |
| Sonderbundskrieg | 1847 |
| Eingliederung in den Bundesstaat | ab 1848 |
Die Geschichte des Kantons Schwyz umfasst die Entwicklung des Gebietes zwischen Vierwaldstättersee, Zürichsee, Zugersee und den Voralpen von den ersten menschlichen Spuren bis zum heutigen Kanton Schwyz. Aus einer mittelalterlichen Talgemeinschaft um den Flecken Schwyz entstand zunächst ein reichsunmittelbarer Länderort und später einer der politisch einflussreichsten Orte der Alten Eidgenossenschaft. Der Name Schwyz wurde schliesslich auf die gesamte Eidgenossenschaft und auf die moderne Schweiz übertragen.
Das heutige Kantonsgebiet war jedoch nie ein einheitlicher historischer Raum. Das Alte Land Schwyz, das Klostergebiet von Einsiedeln, die March, die Höfe, Küssnacht, Gersau und Reichenburg besassen unterschiedliche politische, wirtschaftliche und rechtliche Traditionen. Erst im Verlauf mehrerer Jahrhunderte wurden diese Landschaften zu einem gemeinsamen Kanton verbunden. Die Spannungen zwischen dem Alten Land und den früher abhängigen Gebieten prägten die schwyzerische Politik bis weit ins 19. Jahrhundert hinein.[1]
Urgeschichte und römische Zeit
Die ältesten Hinweise auf menschliche Anwesenheit stammen aus der Steinzeit. Besonders die tiefer gelegenen Gebiete am Zürichsee, am Obersee und an den Ufern anderer Seen boten günstige Bedingungen für Jagd, Fischfang und frühe Siedlungen. Archäologische Funde zeigen, dass Teile des heutigen Kantonsgebietes bereits lange vor der Entstehung dauerhafter politischer Strukturen genutzt wurden.
An den Seeufern entstanden während der Jungsteinzeit und der Bronzezeit Siedlungen, deren Bewohner Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei betrieben. Eine besondere Bedeutung besassen die Übergänge bei Hurden zwischen dem Zürichsee und dem Obersee. Die dortigen Verkehrswege verbanden verschiedene Siedlungsräume und blieben auch in späteren Jahrhunderten wichtig.
Die römische Zeit ist vor allem in den nördlichen und westlichen Teilen des Kantons archäologisch nachweisbar. Funde aus der Umgebung des Zürichsees und von Küssnacht belegen Kontakte zu den römisch geprägten Gebieten des Schweizer Mittellandes. Die höher gelegenen Täler und Bergregionen waren dagegen dünn besiedelt und haben nur wenige eindeutig zuordenbare Funde hinterlassen. Nach dem Zusammenbruch der römischen Herrschaft im 5. Jahrhundert wird die archäologische Überlieferung deutlich spärlicher.[2]
Frühmittelalter und Kloster Einsiedeln
Ab dem 6. Jahrhundert liessen sich alemannischsprachige Bevölkerungsgruppen in den besser zugänglichen Gebieten nieder. Das spätere Kantonsgebiet gehörte politisch zum Zürichgau und damit zu grösseren fränkischen und später ostfränkisch-deutschen Herrschaftsräumen. Im Hochmittelalter war der Zürichgau Teil des Herzogtums Schwaben.
Die Besiedlung erfolgte nicht überall gleichzeitig. Die klimatisch günstigeren Uferregionen wurden früher und dichter erschlossen als die Hochtäler und Gebirgslandschaften. Rodungen, Viehwirtschaft und die Erschliessung von Alpweiden führten allmählich zur Entstehung neuer Dörfer und bäuerlicher Gemeinschaften.[3]
Eine zentrale Rolle spielte das Kloster Einsiedeln. Der Einsiedler Meinrad liess sich im 9. Jahrhundert in der Gegend nieder und wurde 861 getötet. Im Jahr 934 gründete Eberhard an diesem Ort ein Benediktinerkloster. Durch Schenkungen von Königen, Kaisern und Adelsfamilien entwickelte sich die Abtei zu einem bedeutenden Grundherrn. Ihre Besitzungen erstreckten sich unter anderem über das Hochtal von Einsiedeln, Teile der March, die Höfe und Gebiete ausserhalb des heutigen Kantons.
Im Zusammenhang mit der Bestätigung klösterlicher Besitzungen wurde Schwyz 972 erstmals urkundlich als «Suittes» erwähnt. Die Beziehungen zwischen dem Kloster und den bäuerlichen Gemeinschaften waren von Zusammenarbeit, aber auch von wiederkehrenden Konflikten um Weiden, Wälder, Grenzen und Nutzungsrechte geprägt.[4]
Entstehung des Landes Schwyz
Im Hochmittelalter bildete sich im Talkessel von Schwyz eine Gemeinschaft freier und halbfreier Bauern heraus. Gemeinsame Weideflächen, sogenannte Allmeinden, wurden kollektiv genutzt und verwaltet. Aus diesen wirtschaftlichen Organisationsformen entwickelten sich politische Strukturen. Führende Familien übernahmen Ämter, vertraten das Tal nach aussen und wirkten bei der Rechtsprechung mit.
Die Habsburger besassen in der Region verschiedene Herrschafts-, Vogtei- und Gerichtsrechte. Gleichzeitig bemühten sich die Schwyzer darum, ihre Stellung gegenüber lokalen Adligen, Klöstern und habsburgischen Amtsträgern zu stärken. Der Niedergang einzelner Adelsgeschlechter und die Konkurrenz zwischen Kaiser, Papst und regionalen Fürsten eröffneten den Talgemeinschaften neue Handlungsmöglichkeiten.
Im Dezember 1240 stellte Kaiser Friedrich II. den Leuten des Tales Schwyz ein Freiheitsprivileg aus. Darin nahm er sie in den besonderen Schutz des Reiches und versprach, sie nicht der Herrschaft anderer zu unterstellen. Das Dokument wurde zu einer wichtigen Grundlage des schwyzerischen Anspruchs auf Reichsunmittelbarkeit. Seine konkrete rechtliche Wirkung und die spätere politische Interpretation werden in der Geschichtsforschung differenziert beurteilt.[5]
Die politische Ordnung beruhte zunehmend auf der Versammlung der Landleute. Aus ihr entwickelte sich die Landsgemeinde, an der die stimmberechtigten Männer über wichtige Angelegenheiten entschieden und Amtsträger wählten. Die tatsächliche Macht war allerdings ungleich verteilt. Einflussreiche Familien konnten politische Ämter über längere Zeit kontrollieren, während Hintersassen, Zugezogene und Bewohner abhängiger Gebiete keine oder nur eingeschränkte politische Rechte besassen.
Bundesbrief und frühe Eidgenossenschaft
Hauptartikel: Bundesbrief von 1291, Alte Eidgenossenschaft
Der auf Anfang August 1291 datierte Bundesbrief hielt ein Bündnis zwischen den Gemeinschaften von Uri, Schwyz und Unterwalden fest. Die Beteiligten versprachen sich gegenseitige Unterstützung, regelten Fragen der Rechtsprechung und wandten sich gegen fremde Richter, die ihr Amt gekauft hatten oder nicht im Land ansässig waren.
In der traditionellen schweizerischen Geschichtsschreibung wurde der Bundesbrief lange als eigentliche Gründungsurkunde der Schweiz betrachtet. Die moderne Forschung ordnet ihn in eine Reihe mittelalterlicher Bündnisse und Friedensvereinbarungen ein. Seine ausserordentliche nationale Bedeutung erhielt das Dokument vor allem im 19. und 20. Jahrhundert.[6]
Der im Staatsarchiv Schwyz verwahrte Bundesbrief wurde im 20. Jahrhundert zum Mittelpunkt des eigens dafür errichteten Bundesbriefmuseums. Das 1936 eröffnete Gebäude war eng mit der Geistigen Landesverteidigung verbunden. Heute erläutert das Museum sowohl die mittelalterliche Funktion der Bündnisse als auch die spätere Entstehung nationaler Gründungsmythen.
Marchenstreit und Schlacht am Morgarten
Hauptartikel: Marchenstreit, Schlacht am Morgarten
Ein wesentlicher Konflikt des frühen 14. Jahrhunderts war der Marchenstreit zwischen den Schwyzern und dem Kloster Einsiedeln. Umstritten waren Nutzungsrechte und Grenzen in Wald- und Weidegebieten. Schwyzer Bauern drangen wiederholt in Gebiete ein, die das Kloster als seinen Besitz betrachtete.
In der Dreikönigsnacht von 1314 überfielen Schwyzer das Kloster Einsiedeln, nahmen Mönche gefangen und beschädigten klösterliches Eigentum. Der Konflikt war mit dem deutschen Thronstreit zwischen Ludwig dem Bayern und Friedrich von Habsburg verbunden. Schwyz unterstützte Ludwig, während die Habsburger ihre Herrschaftsrechte in der Region verteidigen wollten.
Am 15. November 1315 kam es zur Schlacht am Morgarten. Ein habsburgisches Heer unter Herzog Leopold zog aus Richtung Zug gegen Schwyz. In dem engen und schwierigen Gelände beim Ägerisee wurde der Heereszug von Kämpfern aus Schwyz und verbündeten Waldstätten angegriffen und geschlagen. Die genaue Grösse der beteiligten Truppen und einzelne Elemente der späteren Schlachterzählung sind historisch nicht sicher feststellbar.
Der Erfolg stärkte die Stellung von Schwyz, Uri und Unterwalden. Im Dezember 1315 erneuerten die drei Orte ihr Bündnis im sogenannten Morgartenbrief. Die Schlacht wurde später als erster grosser militärischer Sieg der Eidgenossen über die Habsburger und als «Freiheitsschlacht» gedeutet. Diese nationale Interpretation entstand jedoch wesentlich später als das Ereignis selbst.
Vom Tal zum Länderort
Um 1350 beschränkte sich die unmittelbare politische Herrschaft des Landes Schwyz im Wesentlichen noch auf den heutigen Bezirk Schwyz. Während des 14. und 15. Jahrhunderts weitete der Länderort seinen Einfluss mit militärischen, wirtschaftlichen, vertraglichen und rechtlichen Mitteln aus.
Schwyz brachte Einsiedeln, Küssnacht, die March und die Höfe schrittweise unter seine Kontrolle. Dabei bestanden je nach Region unterschiedliche Rechtsverhältnisse. Einige Gebiete verfügten über eigene Gerichte, Genossenschaften und lokale Versammlungen, waren politisch aber dem Land Schwyz untergeordnet. Andere Landschaften wurden durch Burgrechte, Landrechte, Schirmverträge oder gemeinsam mit anderen eidgenössischen Orten ausgeübte Herrschaftsrechte gebunden.
Die Schirmvogtei über das Kloster Einsiedeln verschaffte Schwyz Einfluss auf einen der bedeutendsten Grundherren der Region. Im Alten Zürichkrieg von 1436 bis 1450 konnte Schwyz seine Stellung am oberen Zürichsee weiter ausbauen. Um 1450 entsprach das schwyzerische Herrschaftsgebiet bereits weitgehend dem heutigen Kantonsgebiet, auch wenn Gersau und Reichenburg noch eine besondere Stellung besassen.[7]
Durch seine militärische Stärke und sein selbstbewusstes Auftreten gewann Schwyz innerhalb der Eidgenossenschaft erheblichen Einfluss. Die Bezeichnung «Schwyzer» wurde von Gegnern und Nachbarn zunehmend auch für andere Eidgenossen verwendet. Daraus entwickelten sich die Landesnamen «Schweiz», «Suisse», «Svizzera» und «Svizra».
Gesellschaft und Wirtschaft im Spätmittelalter
Die mittelalterliche Wirtschaft beruhte zunächst vor allem auf Landwirtschaft und lokaler Selbstversorgung. Mit der wachsenden Nachfrage in den Städten des Mittellandes und Oberitaliens verlagerte sich die Produktion zunehmend von Ackerbau zu Viehzucht, Milchwirtschaft und der Nutzung alpiner Weiden.
Rinder, Käse und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse wurden über regionale Handelswege verkauft. Gleichzeitig mussten Getreide und weitere Lebensmittel eingeführt werden. Marktorte wie Schwyz, Einsiedeln und Lachen entwickelten ein vielfältiges Handwerk. In Einsiedeln entstanden Gewerbe und Dienstleistungen, die auf das Kloster, die Wallfahrt und die Versorgung der Pilger ausgerichtet waren.[8]
Von wachsender Bedeutung war der Solddienst. Schwyzer Männer traten in die Dienste ausländischer Herrscher und beteiligten sich an den militärischen Unternehmungen der Eidgenossenschaft. Soldzahlungen, Beute und Pensionen brachten Geld in den Kanton, schufen aber auch Abhängigkeiten von ausländischen Mächten. Führende Familien profitierten besonders von der Vermittlung von Soldverträgen und von privaten Pensionen.[9]
Reformation und katholische Konfessionalisierung
Hauptartikel: Reformation und Gegenreformation in der Schweiz, Kappelerkriege
Die Reformation, die sich seit den 1520er-Jahren besonders in Zürich, Bern und Basel ausbreitete, wurde von der politischen Führung in Schwyz entschieden abgelehnt. Schwyz gehörte zusammen mit Uri, Unterwalden, Luzern und Zug zu den katholischen Orten der Eidgenossenschaft.
Die konfessionellen Spannungen führten 1529 und 1531 zu den Kappelerkriegen. Im Zweiten Kappelerkrieg besiegten die katholischen Orte die Truppen Zürichs. Der anschliessende Landfrieden sicherte den katholischen Gebieten ihre konfessionelle Ordnung, vertiefte aber zugleich die religiöse Teilung der Eidgenossenschaft.
Im 16. und 17. Jahrhundert entwickelte sich Schwyz zu einem ausgeprägt katholischen Territorium. Geistliche Orden, Bruderschaften, Wallfahrten und kirchliche Feiertage prägten das gesellschaftliche Leben. Das Kloster Einsiedeln wurde zu einem wichtigen Zentrum der katholischen Reform und der barocken Kultur. Neue Kirchen, Kapellen und Klostergebäude veränderten das Erscheinungsbild vieler Ortschaften.[10]
Die konfessionelle Geschlossenheit war jedoch nicht nur eine religiöse Erscheinung. Sie stabilisierte auch die politische Ordnung und stärkte die Macht der führenden Familien. Abweichende Glaubensauffassungen wurden kaum geduldet, während die katholische Identität zu einem wichtigen Bestandteil des schwyzerischen Selbstverständnisses wurde.
Frühe Neuzeit und Herrschaft über die Landschaften
In der Frühen Neuzeit war Schwyz ein souveräner Länderort der Alten Eidgenossenschaft. Die Landsgemeinde galt formal als höchste Gewalt. Die laufenden Geschäfte wurden vom Landrat und von Amtsträgern wie dem Landammann, Statthalter und Säckelmeister geführt.
Trotz der landsgemeindlichen Ordnung war die politische Beteiligung nicht gleichmässig verteilt. Eine vergleichsweise kleine Gruppe einflussreicher Familien besetzte einen grossen Teil der wichtigen Ämter. Angehörige dieser Familien waren im Solddienst, im Handel, in der Verwaltung und in den Beziehungen zu ausländischen Mächten tätig.
Die Einwohner des Alten Landes Schwyz verfügten über umfangreichere politische Rechte als die Bewohner der untergeordneten Landschaften. March, Höfe, Einsiedeln und Küssnacht hatten zwar eigene lokale Einrichtungen, waren auf kantonaler Ebene jedoch nicht gleichberechtigt. Abgaben, Ämterbesetzungen und die Nutzung gemeinsamer Ressourcen führten wiederholt zu Spannungen.
Auch innerhalb des Alten Landes bestanden soziale Unterschiede. Vollberechtigte Landleute verteidigten ihre Vorrechte gegenüber Hintersassen, Zugezogenen und zeitweilig geduldeten Fremden. Der Zugang zu Allmenden, Ämtern und wirtschaftlichen Möglichkeiten hing stark von Herkunft und Rechtsstellung ab.
Der Dorfbrand von Schwyz im Jahr 1642 zerstörte grosse Teile des Fleckens. Der Wiederaufbau schuf den bis heute charakteristischen Hauptplatz mit der Pfarrkirche St. Martin, dem Rathaus und repräsentativen Wohnhäusern. Der barocke Wiederaufbau brachte das politische Selbstbewusstsein der führenden Schwyzer Familien sichtbar zum Ausdruck.
Villmergerkriege und Krise der katholischen Vorherrschaft
Hauptartikel: Erster Villmergerkrieg, Zweiter Villmergerkrieg
Die konfessionellen und politischen Gegensätze innerhalb der Eidgenossenschaft führten 1656 zum Ersten Villmergerkrieg. Die katholischen Orte konnten ihre Stellung zunächst behaupten. Im Zweiten Villmergerkrieg von 1712 wurden sie jedoch von Bern und Zürich besiegt.
Für Schwyz bedeutete die Niederlage eine politische Zäsur. Die katholischen Orte verloren Einfluss in mehreren gemeinsam verwalteten Untertanengebieten. Zürich und Bern bauten ihre Stellung in der Eidgenossenschaft aus. Die Niederlage schwächte das bisherige konfessionelle Machtgleichgewicht und verstärkte in Schwyz die defensive Haltung gegenüber politischen und religiösen Veränderungen.
Im 18. Jahrhundert blieb die gesellschaftliche Ordnung stark von Landwirtschaft, Solddienst, kirchlichen Institutionen und den führenden Familien geprägt. Reformen der Verwaltung, des Bildungswesens und der Wirtschaft wurden nur zögernd umgesetzt.
Französische Invasion und Helvetische Republik
Hauptartikel: Französischer Einfall in die Schweiz, Helvetische Republik
1798 marschierten französische Truppen in die Alte Eidgenossenschaft ein. Die französisch unterstützte Helvetische Republik sollte die bisherigen kantonalen Herrschaftsgebiete beseitigen und einen zentralistischen Einheitsstaat schaffen. Die ehemaligen Untertanengebiete erhielten rechtliche Gleichstellung, während die alten Länderorte einen grossen Teil ihrer Souveränität verloren.
Schwyz leistete unter Führung von Alois von Reding militärischen Widerstand. Im Frühjahr 1798 kam es bei Rothenthurm, Morgarten und in weiteren Gebieten zu Kämpfen gegen die französischen Truppen. Nach anfänglichen Erfolgen musste Schwyz einer Kapitulation zustimmen.
Der bisherige Stand Schwyz wurde aufgeteilt. Das Alte Land und Einsiedeln gehörten zum helvetischen Kanton Waldstätten, während March und Höfe dem Kanton Linth zugeteilt wurden. Die französische Besetzung, militärische Einquartierungen, Abgaben und Kriegsschäden belasteten die Bevölkerung erheblich.[11]
Viele Schwyzer lehnten den zentralistischen Staat ab. Gleichzeitig schuf die Helvetik Grundlagen für die politische Gleichstellung der früher untergeordneten Landschaften. Dieser Gegensatz zwischen kantonaler Selbstbestimmung und innerer Rechtsgleichheit blieb nach dem Ende der Helvetischen Republik ungelöst.
Mediation und Restauration
1803 beendete Napoleon Bonaparte mit der Mediationsakte den helvetischen Einheitsstaat. Der Kanton Schwyz wurde wiederhergestellt. Die früheren Untertanengebiete wurden als Bezirke in den Kanton aufgenommen und erhielten grundsätzlich den gleichen staatsrechtlichen Rang.
Die Mediationsordnung brachte jedoch keine dauerhafte Lösung der inneren Gegensätze. Nach dem Sturz Napoleons versuchte das Alte Land Schwyz, einen Teil seiner früheren Vorrechte wiederherzustellen. In der Restauration von 1814 erhielten die Einwohner des Alten Landes eine überproportionale Vertretung in den kantonalen Behörden.
Gersau, das seit dem Spätmittelalter eine weitgehend selbständige Republik gewesen war, wurde während der Mediation Schwyz zugeteilt. Nach einer kurzen Wiederherstellung seiner Selbständigkeit wurde es 1817 endgültig als Bezirk in den Kanton eingegliedert. Das zuvor mit dem Kloster Einsiedeln verbundene Reichenburg kam in mehreren Schritten 1814 und 1831 zum Kanton.
Die politischen Institutionen blieben schwach ausgebaut. Der Kanton war eher ein Bund weitgehend selbständiger Bezirke als ein einheitlich verwalteter Staat. Die Bezirke verfügten über umfangreiche Kompetenzen, eigene Vermögen und ausgeprägte lokale Identitäten.
Kantonstrennung von 1832 und 1833
Hauptartikel: Kanton Schwyz äusseres Land
Nach 1830 forderten die äusseren Bezirke March, Einsiedeln, Küssnacht und Pfäffikon eine gleichberechtigte Vertretung in den kantonalen Behörden. Das Alte Land Schwyz wollte seine privilegierte Stellung jedoch nicht vollständig aufgeben.
Als keine Einigung zustande kam, schlossen sich die äusseren Bezirke 1832 zum Kanton Schwyz äusseres Land zusammen. Hauptort wurde zeitweise Lachen. Das Alte Land und die äusseren Bezirke verfügten damit über getrennte Regierungen und politische Institutionen.
Im April 1833 anerkannte die eidgenössische Tagsatzung den äusseren Kantonsteil. Die Lage verschärfte sich, als Truppen des Alten Landes Küssnacht besetzten. Daraufhin griff die Tagsatzung militärisch ein und liess den Kanton durch eidgenössische Truppen besetzen.[12]
Unter eidgenössischem Druck verständigten sich die Bezirke auf eine neue Verfassung. Sie stellte die Einheit des Kantons wieder her und beruhte stärker auf der politischen Gleichberechtigung seiner verschiedenen Landesteile. Die Ereignisse machten deutlich, dass der Kanton nicht allein als Fortsetzung des historischen Landes Schwyz bestehen konnte, sondern eine gemeinsame Ordnung für alle Bezirke benötigte.
Sonderbund und Bundesstaat
Hauptartikel: Sonderbund, Sonderbundskrieg
In den 1840er-Jahren verschärften sich in der Schweiz die Gegensätze zwischen liberalen und katholisch-konservativen Kantonen. Schwyz betrachtete die liberalen Bestrebungen zur Stärkung der eidgenössischen Zentralgewalt als Bedrohung seiner Souveränität und seiner katholischen Ordnung.
1845 schloss sich Schwyz mit Luzern, Uri, Unterwalden, Zug, Freiburg und dem Wallis zum Sonderbund zusammen. Die Tagsatzungsmehrheit erklärte dieses Bündnis 1847 für unvereinbar mit dem Bundesvertrag. Im November 1847 begann der Sonderbundskrieg.
Nach kurzen Kämpfen wurden die Truppen des Sonderbundes von der eidgenössischen Armee unter General Guillaume Henri Dufour besiegt. Schwyz kapitulierte, bevor grössere Zerstörungen im Kantonsgebiet entstanden. Die konservative Regierung verlor ihre bisherige Machtstellung.
1848 erhielt Schwyz eine neue Kantonsverfassung. Im selben Jahr entstand mit der Bundesverfassung der moderne schweizerische Bundesstaat. Eine Mehrheit der Schwyzer Stimmberechtigten lehnte die Bundesverfassung zwar ab, der Kanton musste sich aber der gesamtschweizerischen Entscheidung anschliessen.
Die Niederlage im Sonderbundskrieg beschleunigte den Aufbau stärkerer kantonaler Behörden. Dennoch blieben die Bezirke und Gemeinden lange sehr selbständig. Der Regierungsrat musste kantonale Zuständigkeiten in Bereichen wie Strassenbau, Bildung, Finanzen und Verwaltung erst schrittweise durchsetzen.[13]
Staatliche Konsolidierung im 19. Jahrhundert
Nach 1848 entwickelte sich Schwyz schrittweise zu einem modernen Kanton. Verfassungsrevisionen regelten die Zuständigkeiten von Kanton, Bezirken und Gemeinden neu. Regierung, Parlament, Gerichte und Verwaltung wurden professionalisiert.
Die Bezirke behielten jedoch eine für die Schweiz ungewöhnlich starke Stellung. Sie verfügten weiterhin über eigene Organe, Vermögen und Aufgaben. Daneben bestanden einflussreiche Korporationen, die Wälder, Alpen und Allmenden verwalteten. Der dreigliedrige Staatsaufbau aus Kanton, Bezirken und Gemeinden blieb ein charakteristisches Merkmal von Schwyz.[14]
Die Landsgemeinde verlor im 19. Jahrhundert ihre Funktion als oberstes kantonales Entscheidungsorgan. An ihre Stelle traten Urnenabstimmungen und ein repräsentatives Parlament. Gleichzeitig wurden direktdemokratische Instrumente ausgebaut. Die politische Kultur blieb stark lokal und konfessionell geprägt.
Das Schulwesen wurde ebenfalls neu organisiert. 1848 führte der Kanton die Volksschule definitiv ein. Die Durchsetzung der Schulpflicht, die Ausbildung der Lehrkräfte und die Finanzierung der Schulen entwickelten sich jedoch nur schrittweise. Katholische Orden und Lehrschwestern spielten lange eine wichtige Rolle im Bildungswesen.[15]
Industrialisierung, Verkehr und Tourismus
Die Industrialisierung verlief im Kanton Schwyz langsamer und regional ungleichmässiger als in Zürich, Glarus oder der Nordostschweiz. Landwirtschaft, Viehzucht und Heimarbeit blieben bis weit ins 19. Jahrhundert hinein die wichtigsten Erwerbszweige.
In Gersau, Einsiedeln, der March und den Höfen entstanden Textilbetriebe und andere Fabriken. Häufig stammten die Unternehmer aus benachbarten Kantonen. Neben Fabrikarbeit blieb die Heimarbeit, insbesondere die Seidenweberei, für viele Haushalte von grosser Bedeutung.
Die Landwirtschaft spezialisierte sich stärker auf Viehzucht und Milchwirtschaft. Der Export hochwertiger Zuchttiere nach Norditalien stellte eine wichtige Einnahmequelle dar. Viele Familien kombinierten landwirtschaftliche Arbeit mit Heimindustrie, saisonaler Beschäftigung oder Tätigkeiten im Tourismus.[16]
Der Ausbau von Strassen, Dampfschifffahrt und Eisenbahnen band den Kanton enger an die Wirtschaftsräume Zürich und Luzern an. Arth-Goldau entwickelte sich zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt. Neue Verkehrsverbindungen erleichterten den Warenhandel, förderten die Industrialisierung und veränderten die traditionellen Siedlungsstrukturen.
Der Tourismus gewann besonders an der Rigi, in Gersau, Brunnen, Küssnacht und Einsiedeln an Bedeutung. Hotels, Bergbahnen und Schifffahrtsverbindungen machten Teile des Kantons zu international bekannten Reisezielen. Die Entwicklung blieb jedoch räumlich begrenzt und konnte die wirtschaftlichen Probleme der ländlichen Bergregionen nicht vollständig ausgleichen.
Wegen der beschränkten Erwerbsmöglichkeiten verliessen im 19. und frühen 20. Jahrhundert viele Einwohner den Kanton. Zwischen 1887 und 1939 gehörte Schwyz zu den Kantonen mit einer besonders hohen Auswanderungsquote. Ziele waren andere Schweizer Kantone, europäische Länder und Übersee.
Erster Weltkrieg und Zwischenkriegszeit
Während des Ersten Weltkriegs blieb die Schweiz militärisch neutral. Viele Schwyzer Männer leisteten jedoch während langer Zeit Aktivdienst. Ihre Abwesenheit belastete Familien, Landwirtschaft und Betriebe. Versorgungsschwierigkeiten, steigende Preise und fehlende soziale Absicherung verschärften die wirtschaftliche Not.
Der Schweizer Landesstreik von 1918 führte auch in Schwyz zu einer starken politischen Polarisierung. Konservative Kreise betrachteten die Arbeiterbewegung mit Misstrauen, während Arbeiterschaft und Angestellte bessere soziale Bedingungen und politische Mitwirkung verlangten.
Die Zwischenkriegszeit war durch wirtschaftliche Krisen, den Niedergang traditioneller Heimarbeit und Schwierigkeiten im Tourismus geprägt. Der Kanton investierte in Strassen, öffentliche Bauten und Energieprojekte. Mit der Aufstauung der Sihl entstand in den 1930er-Jahren der Sihlsee, der die Landschaft von Einsiedeln dauerhaft veränderte.
Zweiter Weltkrieg
Im Zweiten Weltkrieg leisteten erneut zahlreiche Schwyzer Männer Aktivdienst. Die Lage des Kantons im Voralpenraum machte ihn zu einem wichtigen Teil der militärischen Verteidigungsplanung. Verkehrswege, Gebirgspässe und Zugänge zum Schweizer Réduit erhielten strategische Bedeutung.
Die Versorgung der Bevölkerung wurde durch Rationierung und die Ausweitung der landwirtschaftlichen Produktion gesichert. Frauen übernahmen zusätzliche Aufgaben in Landwirtschaft, Gewerbe, Verwaltung und Familie. Im Unterschied zum Ersten Weltkrieg milderte die staatliche Lohn- und Verdienstersatzordnung die sozialen Folgen des Aktivdienstes.[17]
Wie in anderen Teilen der Schweiz war auch die schwyzerische Gesellschaft von der Geistigen Landesverteidigung geprägt. Historische Symbole wie der Bundesbrief, Morgarten und die Gründungserzählungen der Eidgenossenschaft wurden zur Stärkung des nationalen Zusammenhalts verwendet.
Wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wandel nach 1945
Nach dem Zweiten Weltkrieg profitierte Schwyz von der schweizerischen Hochkonjunktur. Industrie, Gewerbe, Bauwirtschaft und Dienstleistungen wuchsen. Gleichzeitig verloren Landwirtschaft und traditionelle Heimarbeit stark an Bedeutung.
Die Entwicklung verlief regional unterschiedlich. Die Bezirke Höfe und March wurden immer enger mit dem Wirtschaftsraum Zürich verbunden. Küssnacht orientierte sich stärker nach Luzern und Zug. Gemeinden mit guter Verkehrsanbindung verzeichneten eine intensive Bautätigkeit und einen starken Bevölkerungszuwachs. Abgelegene Berggebiete blieben dagegen länger landwirtschaftlich geprägt.
Seit dem späten 20. Jahrhundert entwickelte sich Schwyz zu einem bedeutenden Wohn- und Dienstleistungskanton. Eine vergleichsweise niedrige Steuerbelastung zog Unternehmen und vermögende Privatpersonen an. Besonders die Gemeinden am Zürichsee veränderten sich durch Zuwanderung, neue Wohngebiete und steigende Bodenpreise.
Diese Entwicklung verstärkte die Unterschiede zwischen den urbanisierten Randregionen und dem ländlich geprägten inneren Kantonsteil. Gleichzeitig führten der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die zunehmende Mobilität zu einer stärkeren Verflechtung der Regionen.[18]
Politische Modernisierung
Die katholisch-konservativen Kräfte dominierten die kantonale Politik während eines grossen Teils des 19. und 20. Jahrhunderts. Mit der gesellschaftlichen Modernisierung, der Zuwanderung und dem wirtschaftlichen Strukturwandel wurde das Parteiensystem vielfältiger.
Auf eidgenössischer Ebene erhielten Frauen 1971 das Stimm- und Wahlrecht. Im Kanton Schwyz wurde das integrale Frauenstimmrecht auf kantonaler und kommunaler Ebene 1972 angenommen.[19] Damit konnten Frauen erstmals vollständig an kantonalen Wahlen und Abstimmungen teilnehmen und politische Ämter übernehmen.
Die kantonale Verwaltung wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erheblich ausgebaut. Neue Aufgaben entstanden unter anderem in den Bereichen Raumplanung, Umweltschutz, Sozialwesen, Bildung, Gesundheit und öffentlicher Verkehr. Trotz dieser Zentralisierung behielten Bezirke, Gemeinden und Korporationen eine starke Stellung.
Rothenthurm-Initiative und Umweltschutz
Ein schweizweit bedeutender Konflikt entstand um den geplanten militärischen Waffenplatz in der Moorlandschaft von Rothenthurm. Gegner des Projektes verlangten den Schutz der Moore und Moorlandschaften von besonderer Schönheit und nationaler Bedeutung.
Die eidgenössische Volksinitiative «zum Schutz der Moore – Rothenthurm-Initiative» wurde am 6. Dezember 1987 von Volk und Ständen angenommen. Sie führte zu einem weitreichenden Schutz der Moore in der gesamten Schweiz. Die Stimmberechtigten des Kantons Schwyz lehnten die Initiative zwar mehrheitlich ab, dennoch wurde die Moorlandschaft von Rothenthurm zu einem Symbol des schweizerischen Natur- und Landschaftsschutzes.[20]
Der Konflikt zeigte den Wandel der politischen Themen. Neben Fragen der kantonalen Selbständigkeit, Religion und wirtschaftlichen Entwicklung gewannen Umwelt-, Landschafts- und Raumplanungsfragen zunehmend an Bedeutung.
Geschichtsbilder und Erinnerungskultur
Die Geschichte von Schwyz ist eng mit den nationalen Gründungserzählungen der Schweiz verbunden. Der Rütlischwur, Wilhelm Tell, der Bundesbrief von 1291 und die Schlacht am Morgarten wurden besonders im 19. Jahrhundert zu Bestandteilen einer gemeinsamen schweizerischen Erinnerungskultur.
Diese Erzählungen vermittelten das Bild eines freiheitsliebenden, demokratischen und militärisch erfolgreichen Bergvolkes. Sie trugen zur Identitätsbildung des jungen Bundesstaates bei, entsprachen aber nur teilweise den komplizierten gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen des Mittelalters.
Die historische Forschung unterscheidet deshalb zwischen nachweisbaren Ereignissen, späteren Überlieferungen und politischen Deutungen. Die frühe Eidgenossenschaft war kein moderner demokratischer Nationalstaat. Politische Rechte waren auf bestimmte männliche Bevölkerungsgruppen beschränkt, und das Land Schwyz herrschte selbst über Gebiete, deren Bewohner nicht gleichberechtigt waren.
Auch innerhalb des Kantons war das gemeinsame Geschichtsbewusstsein nicht selbstverständlich. Die früheren Untertanengebiete, das Kloster Einsiedeln, Gersau und das Alte Land verfügten über unterschiedliche historische Erfahrungen. Feiern wie das Bundesjubiläum von 1891 und kantonale Gedenkveranstaltungen förderten allmählich eine gemeinsame schwyzerische Identität.[21]
Heute befassen sich das Staatsarchiv Schwyz, der Historische Verein des Kantons Schwyz, das Bundesbriefmuseum, das Forum Schweizer Geschichte Schwyz und zahlreiche lokale Museen und Archive mit der Erforschung und Vermittlung der Kantonsgeschichte.
Bedeutung für die Schweizer Geschichte
Schwyz gehörte zu den frühen Bündnispartnern der Alten Eidgenossenschaft und spielte bei deren militärischer und territorialer Entwicklung eine wichtige Rolle. Der Name des Kantons wurde zur Bezeichnung des gesamten Landes und prägt bis heute die Namen der Schweiz in mehreren Landessprachen.
Gleichzeitig zeigt die Kantonsgeschichte, dass die Entstehung der Schweiz nicht allein als Befreiung von äusserer Herrschaft verstanden werden kann. Sie war auch von inneren Machtkämpfen, sozialen Ungleichheiten, konfessionellen Konflikten und der Herrschaft über abhängige Landschaften geprägt.
Der Weg vom mittelalterlichen Land Schwyz zum modernen Kanton verlief nicht geradlinig. Die Helvetik, die Kantonstrennung von 1832 und 1833, der Sonderbundskrieg und die Eingliederung in den Bundesstaat waren tiefe politische Brüche. Erst im 19. und 20. Jahrhundert entstanden kantonale Institutionen, die alle Bezirke dauerhaft in einen gemeinsamen Staat einbanden.
Siehe auch
- Kanton Schwyz
- Schwyz
- Geschichte der Schweiz
- Alte Eidgenossenschaft
- Bundesbrief von 1291
- Schlacht am Morgarten
- Alter Zürichkrieg
- Helvetische Republik
- Kanton Schwyz äusseres Land
- Sonderbundskrieg
- Kloster Einsiedeln
- Bundesbriefmuseum
- Forum Schweizer Geschichte Schwyz
Literatur
- Historischer Verein des Kantons Schwyz (Hrsg.): Geschichte des Kantons Schwyz. 6 Textbände und 1 Materialienband, Chronos, Zürich und Schwyz 2012.
- Thomas Fassbind: Geschichte des Kantons Schwyz. 5 Bände, Schwyz 1832–1838.
- Willy Keller: Kanton Schwyz. Historischer Verein des Kantons Schwyz, Schwyz 1978.
- Roger Sablonier: Gründungszeit ohne Eidgenossen. Politik und Gesellschaft in der Innerschweiz um 1300. Hier + Jetzt, Baden 2008.
- Bernhard Stettler: Die Eidgenossenschaft im 15. Jahrhundert. Die Suche nach einem gemeinsamen Nenner. Widmer-Dean, Menziken 2004.
- Mitteilungen des Historischen Vereins des Kantons Schwyz, Schwyz, seit 1882.
Weblinks
- Staatsarchiv des Kantons Schwyz
- Geschichte des Kantons Schwyz beim Historischen Verein
- Historisches Lexikon der Schweiz: Schwyz (Kanton)
- Bundesbriefmuseum in Schwyz
- Forum Schweizer Geschichte Schwyz
- Online-Archivkatalog des Staatsarchivs Schwyz
Einzelnachweise
- ↑ Historisches Lexikon der Schweiz: Schwyz (Kanton), abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historischer Verein des Kantons Schwyz: Die Zeit der Römer, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historischer Verein des Kantons Schwyz: Frühes und hohes Mittelalter, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historisches Lexikon der Schweiz: Schwyz (Kanton), Abschnitt Mittelalter, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Staatsarchiv Schwyz: Freiheitsbrief von Kaiser Friedrich II. für Schwyz, Dezember 1240, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Bundesbriefmuseum: Geschichte des Bundesbriefmuseums und des Bundesbriefes, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historischer Verein des Kantons Schwyz: Von der Talgemeinde zum Länderort Schwyz, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historischer Verein des Kantons Schwyz: Wirtschaften im Spätmittelalter, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historischer Verein des Kantons Schwyz: Söldner- und Pensionswesen, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historischer Verein des Kantons Schwyz: Religion und Kirche im Alltag, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historischer Verein des Kantons Schwyz: Vom Stand zum Kanton Schwyz, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historischer Verein des Kantons Schwyz: Vom Stand zum Kanton Schwyz, Kantonstrennung 1832–1833, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historischer Verein des Kantons Schwyz: Schwyz, der Bundesstaat und die anderen Kantone, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historischer Verein des Kantons Schwyz: Die Staatsgeschichte 1798–2008 im Überblick, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historischer Verein des Kantons Schwyz: Bildung 1700–2000, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historischer Verein des Kantons Schwyz: Die Wirtschaft im 19. Jahrhundert, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historischer Verein des Kantons Schwyz: Die Zeit der Weltkriege, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historischer Verein des Kantons Schwyz: Die Wirtschaft im 20. Jahrhundert, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Bundesamt für Statistik: Die Einführung des Frauenstimmrechts in den Kantonen, abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Schweizerische Bundeskanzlei: Volksinitiative «zum Schutz der Moore – Rothenthurm-Initiative», abgerufen am 30. Juli 2026.
- ↑ Historischer Verein des Kantons Schwyz: Schwyzer Geschichtskultur, abgerufen am 30. Juli 2026.
Wikimedia Commons: Medien zu Geschichte des Kantons Schwyz