Bundesbriefmuseum

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Bundesbriefmuseum
Frühere Bezeichnung Bundesbriefarchiv
Museumstyp Historisches Museum
Standort Schwyz, Kanton Schwyz
Adresse Bahnhofstrasse 20, 6430 Schwyz
Eröffnung 1936
Architekt Josef Beeler
Trägerschaft Kanton Schwyz
Bedeutendstes Exponat Bundesbrief von 1291
KGS-Nummer 11815
Website www.bundesbrief.ch

Das Bundesbriefmuseum ist ein historisches Museum in Schwyz im Kanton Schwyz. Im Zentrum seiner Sammlung steht der Bundesbrief von 1291, ein mittelalterliches Bündnisdokument der Talschaften Uri, Schwyz und Unterwalden. Das Museum behandelt daneben die Entstehung der Alten Eidgenossenschaft, die Entwicklung eidgenössischer Bündnisse und Konflikte sowie die Bedeutung nationaler Mythen für das Geschichtsbild der Schweiz.

Das Museumsgebäude wurde von 1934 bis 1936 nach Plänen des Architekten Josef Beeler errichtet. Es trug bis 1992 die Bezeichnung Bundesbriefarchiv. Ursprünglich war es vor allem als würdiger Aufbewahrungs- und Ausstellungsort für den Bundesbrief von 1291 gedacht. Heute versteht sich das Bundesbriefmuseum als modernes historisches Museum, das nicht nur Dokumente präsentiert, sondern auch erklärt, wie nationale Geschichte konstruiert, vermittelt und politisch verwendet wurde.[1]

Trotz seines Namens ist das Bundesbriefmuseum keine Institution des Bundes. Es befindet sich im Besitz des Kantons Schwyz. Die ausgestellten Urkunden gehören dem Staatsarchiv Schwyz und damit ebenfalls dem Kanton.[2]

Bundesbrief von 1291

Das bekannteste Exponat des Museums ist der Bundesbrief von 1291. Die in lateinischer Sprache abgefasste Urkunde wird auf Anfang August 1291 datiert. Darin bestätigten die Gemeinschaften von Uri, Schwyz und Unterwalden ein Bündnis zur gegenseitigen Unterstützung, zur Wahrung des Friedens und zur Regelung bestimmter Rechtsfragen.[3]

Die Urkunde wurde während langer Zeit als eigentliche Gründungsurkunde der Schweizerischen Eidgenossenschaft betrachtet. Diese Vorstellung prägte den Geschichtsunterricht, nationale Feiern und die politische Symbolik der Schweiz besonders stark. Der Bundesbrief wurde mit dem Rütlischwur, dem Freiheitskampf gegen die Habsburger und der Entstehung einer unabhängigen Eidgenossenschaft verbunden.

Die neuere Geschichtsforschung bewertet das Dokument zurückhaltender. Der Bundesbrief war eines von mehreren Bündnissen, die im späten Mittelalter zwischen Städten, Talschaften und Herrschaftsgebieten abgeschlossen wurden. Er begründete nicht an einem bestimmten Tag einen fertigen Staat. Die Eidgenossenschaft entwickelte sich vielmehr über einen langen Zeitraum durch wechselnde Bündnisse, gemeinsame Interessen, militärische Konflikte und politische Kompromisse.

Der Bundesbrief besitzt dennoch eine ausserordentliche historische Bedeutung. Einerseits ist er ein wichtiges Zeugnis der Rechts- und Bündnispraxis des ausgehenden 13. Jahrhunderts. Andererseits zeigt seine spätere Wirkungsgeschichte, wie ein mittelalterliches Dokument im 19. und 20. Jahrhundert zum nationalen Gründungssymbol werden konnte.

Vorgeschichte des Museums

Der Bundesbrief von 1291 wurde während Jahrhunderten im Archiv des Landes Schwyz aufbewahrt. Zunächst war er nicht bekannter oder politisch bedeutender als verschiedene andere Bündnisurkunden. Erst die Geschichtsschreibung der frühen Neuzeit und besonders des 19. Jahrhunderts rückte ihn zunehmend in den Mittelpunkt.

Die Entstehung des modernen schweizerischen Bundesstaates, die Suche nach einer gemeinsamen Nationalgeschichte und die Festlegung des Bundesfeiertags auf den 1. August verstärkten das öffentliche Interesse an der Urkunde. Der Bundesbrief wurde nun als schriftliche Bestätigung einer angeblich bereits 1291 erfolgten Staatsgründung interpretiert.

Um die Urkunde angemessen aufzubewahren und öffentlich auszustellen, entstanden verschiedene Pläne für ein besonderes Archiv- oder Nationaldenkmal. Im frühen 20. Jahrhundert wurden Ideen für einen monumentalen Bau entwickelt, der den Bundesbrief und weitere wichtige Zeugnisse der eidgenössischen Geschichte aufnehmen sollte.

Einen entscheidenden Anstoss gab das sechshundertjährige Jubiläum des Bundesbriefes, das 1891 gefeiert worden war. Die nationale Aufladung des Dokuments setzte sich in den folgenden Jahrzehnten fort. In der politisch angespannten Lage der 1930er Jahre erhielt das Bauvorhaben schliesslich besondere Dringlichkeit.

Bau des Bundesbriefarchivs

Im Jahr 1933 gewann der Zürcher Architekt Josef Beeler einen Wettbewerb für den Neubau. Das Gebäude wurde zwischen 1934 und 1936 errichtet und 1936 als Bundesbriefarchiv eröffnet.[4]

Der Bau erfüllte zwei unterschiedliche Aufgaben. Im repräsentativen Vorderteil befand sich der Ausstellungssaal mit dem Bundesbrief und weiteren historischen Dokumenten. Im hinteren Gebäudeteil waren Räume des Staatsarchivs Schwyz untergebracht. Das Bundesbriefarchiv war somit zugleich Museum, Archivbau und nationales Denkmal.

Josef Beeler wollte nach eigener Aussage für das «Nationalheiligtum» der Schweiz eine Art Kathedrale schaffen. Der hohe Ausstellungssaal, die monumentale Säulenordnung und die gezielte Lichtführung verleihen dem Raum einen feierlichen, beinahe sakralen Charakter.[1]

Architekturgeschichtlich steht das Gebäude im Umfeld des später so bezeichneten Landistils. Seine Gestaltung verbindet traditionelle und monumentale Elemente mit einer vereinfachten modernen Formensprache. Der Bau gilt zugleich als Zeugnis der Schweizer Architektur der 1930er Jahre und als Vorläufer einzelner Entwicklungen der Nachkriegsmoderne.[4]

Geistige Landesverteidigung

Die Planung und Eröffnung des Bundesbriefarchivs fielen in die Zeit der sogenannten Geistigen Landesverteidigung. Damit wurde eine politische und kulturelle Bewegung bezeichnet, welche die Unabhängigkeit und demokratische Ordnung der Schweiz gegenüber faschistischen und nationalsozialistischen Ideologien betonte.

Angesichts der politischen Krisen in Europa gewannen Symbole der nationalen Einheit erheblich an Bedeutung. Der Bundesbrief von 1291 verkörperte in diesem Geschichtsbild Werte wie Freiheit, Unabhängigkeit, Wehrbereitschaft, Demokratie und den Zusammenschluss eigenständiger Gemeinschaften.

Die Urkunde wurde im Ausstellungssaal in einer monumentalen Vitrine präsentiert, die als «Altar des Vaterlandes» bezeichnet wurde. Das Bundesbriefarchiv entwickelte sich zu einem nationalen Erinnerungsort und zu einer Art politischem Pilgerziel. Schulklassen, Vereine, militärische Einheiten und offizielle Delegationen besuchten das Museum, um den Bundesbrief zu besichtigen.

Das Gebäude und seine ursprüngliche Ausstellung vermittelten ein geschlossenes nationales Geschichtsbild. Die Entstehung der Eidgenossenschaft wurde als geradlinige Entwicklung vom Bundesbrief über die mittelalterlichen Schlachten bis zum modernen Bundesstaat dargestellt. Widersprüche, regionale Unterschiede und Unsicherheiten der historischen Überlieferung spielten dabei nur eine geringe Rolle.

Kunst am Bau

Die Architektur des Bundesbriefmuseums wird durch mehrere bedeutende Kunstwerke ergänzt. Sie entstanden im Zusammenhang mit der nationalen Symbolik und der Geistigen Landesverteidigung.

An der Hauptfassade befindet sich das Werk «Fundamentum» von Heinrich Danioth. Es thematisiert die Gründung der Eidgenossenschaft und verbindet historische Figuren mit einer monumentalen Bildsprache. Der lateinische Titel verweist auf ein Fundament beziehungsweise auf die Grundlage des Gemeinwesens.

Im Inneren befindet sich Walter Clénins Darstellung des Rütlischwurs. Das Werk greift die überlieferte Szene auf, in der Vertreter der drei Waldstätten auf dem Rütli einen Eid zur gegenseitigen Unterstützung leisten. Der Rütlischwur ist historisch nicht als konkretes Ereignis von 1291 belegt, gehört jedoch zu den wirkungsmächtigsten Gründungsmythen der Schweiz.

Im Park des Museums steht Hans Brandenbergers Monumentalplastik «Wehrbereitschaft». Die kraftvoll dargestellte männliche Figur verkörpert Entschlossenheit, körperliche Stärke und Verteidigungsbereitschaft. Diese Eigenschaften gehörten zu den zentralen politischen Botschaften der Geistigen Landesverteidigung.[1]

Die Kunstwerke sind heute nicht nur historische Darstellungen, sondern selbst Gegenstände der musealen Vermittlung. Sie zeigen, wie Kunst, Architektur und politische Symbolik in den 1930er Jahren miteinander verbunden wurden.

Veränderung des Geschichtsbildes

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die pathetische Verehrung des Bundesbriefes allmählich an Bedeutung. Neue historische Untersuchungen stellten die Vorstellung infrage, die Schweiz sei durch einen einzigen Gründungsakt im Jahr 1291 entstanden.

Im Zuge der gesellschaftlichen Veränderungen der späten 1960er und 1970er Jahre wurde auch die traditionelle Ausstellung des Bundesbriefarchivs kritisch überprüft. Das bisher vermittelte Geschichtsbild erschien zunehmend vereinfachend und politisch geprägt.

Im Jahr 1979 wurde die Ausstellung grundlegend erneuert. Der Bundesbrief wurde aus der als «Altar des Vaterlandes» bezeichneten Einzelvitrine entfernt. Stattdessen lag er in einer Ringvitrine zusammen mit weiteren mittelalterlichen Bündnissen und Urkunden. Damit sollte gezeigt werden, dass er Teil eines grösseren eidgenössischen Bündnisgeflechts war und keine isolierte Staatsgründungsurkunde darstellte.[1]

In den 1990er Jahren wurde die Vermittlung erneut überarbeitet. Im Jahr 1992 erhielt das bisherige Bundesbriefarchiv die Bezeichnung Bundesbriefmuseum. Der neue Name verdeutlichte, dass die öffentliche Ausstellung und die historische Vermittlung im Vordergrund standen.

Neugestaltung von 2014

Die heutige Dauerausstellung wurde 2014 eröffnet. Sie verbindet die Geschichte der Alten Eidgenossenschaft mit der Wirkung nationaler Mythen. Der Bundesbrief von 1291 bleibt das zentrale Objekt, wird aber in seinen mittelalterlichen Zusammenhang und in seine spätere politische Wirkungsgeschichte eingeordnet.[5]

Die Ausstellung unterscheidet nicht einfach zwischen einer «wahren» Geschichte und wertlosen Legenden. Stattdessen erklärt sie, wie historische Fakten, spätere Erzählungen und nationale Symbole zusammenwirken. Mythen werden als Teil der Geschichtskultur behandelt, weil sie gesellschaftliche Werte und politische Vorstellungen beeinflussen können.

Das Museumsgebäude wird dabei selbst zum Ausstellungsobjekt. Seine Architektur, die ursprüngliche Präsentation des Bundesbriefes und die Kunstwerke dokumentieren den Umgang der Schweiz mit ihrer Geschichte in den 1930er und 1940er Jahren.

Die Neugestaltung wurde so in den bestehenden Raum eingefügt, dass dessen Monumentalität wieder deutlicher sichtbar ist. Moderne Ausstellungselemente, Filme, Bilder und erläuternde Texte stehen im Kontrast zur historischen Architektur.

Dauerausstellung

Die Dauerausstellung vermittelt einen Überblick über die Entwicklung der Alten Eidgenossenschaft vom Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Sie zeigt, dass die Eidgenossenschaft kein einheitlicher Staat war, sondern ein komplexes Geflecht unterschiedlicher Bündnisse.

Behandelt werden unter anderem:

  • das politische und gesellschaftliche Leben im Mittelalter;
  • die eidgenössische Bündnispolitik;
  • die Stellung der Waldstätten im Heiligen Römischen Reich;
  • die Beziehungen zu den Habsburgern;
  • die Schlacht am Morgarten;
  • die Entwicklung vom regionalen Bündnis zur grösseren Eidgenossenschaft;
  • der Alte Zürichkrieg;
  • die Burgunderkriege;
  • die Schlacht bei Marignano;
  • die konfessionellen Konflikte der Reformationszeit;
  • die Bedeutung von Kompromissen und Vereinbarungen für den Zusammenhalt der Orte;
  • das Ende der Alten Eidgenossenschaft im Jahr 1798.

Originalurkunden machen die Entwicklung des eidgenössischen Bündnissystems nachvollziehbar. Dazu gehören verschiedene Bündnisbriefe, politische Vereinbarungen und Dokumente, die neben militärischer Zusammenarbeit auch Rechtsfragen, Konfliktregelungen und gegenseitige Pflichten behandelten.

Nationale Mythen

Ein wichtiger Teil der Ausstellung ist den nationalen Mythen der Schweiz gewidmet. Dazu gehören Wilhelm Tell, der Rütlischwur, die Erzählungen von tyrannischen habsburgischen Vögten sowie die Vorstellung von mittelalterlichen Schlachten als reine Freiheitskämpfe.

Das Museum untersucht, wann diese Geschichten erstmals schriftlich überliefert wurden, wie sie sich im Lauf der Zeit veränderten und welche politische Funktion sie erfüllten. Dabei wird zwischen der mittelalterlichen Geschichte und der späteren Erinnerung an diese Geschichte unterschieden.

Der Rütlischwur ist beispielsweise nicht durch eine zeitgenössische Quelle aus dem Jahr 1291 belegt. Die Erzählung entwickelte sich erst später und wurde durch Chroniken, Theaterstücke, Schulbücher, Gemälde und politische Feiern verbreitet. Trotzdem beeinflusste sie das schweizerische Selbstverständnis nachhaltig.

Auch der Bundesbrief von 1291 erhielt seine herausragende nationale Bedeutung erst Jahrhunderte nach seiner Entstehung. Seine Präsentation im Museum zeigt daher nicht nur die Geschichte der Urkunde, sondern auch die Geschichte ihrer Deutung.

Fahnensammlung

Neben den Urkunden besitzt das Bundesbriefmuseum eine bedeutende Sammlung historischer Fahnen und Banner. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Schwyzer und eidgenössischen Feldzeichen.

Die Fahnensammlung ermöglicht es, die unterschiedliche Entwicklung des Schwyzer Kreuzes und des späteren Schweizerkreuzes nachzuvollziehen. Ursprünglich besassen die eidgenössischen Orte eigene Farben, Wappen und Banner. Ein gemeinsames Kreuz diente zunächst vor allem als militärisches Erkennungszeichen.

Erst über längere Zeit entwickelte sich das weisse Kreuz auf rotem Grund zu einem allgemein anerkannten Symbol der Eidgenossenschaft und später der Schweiz. Die Fahnen dokumentieren deshalb nicht nur militärische Geschichte, sondern auch die Entstehung einer gemeinsamen eidgenössischen Identität.[5]

Sammlung und Kulturgüterschutz

Die im Bundesbriefmuseum ausgestellten Urkunden stammen aus dem Staatsarchiv Schwyz. Dazu gehört auch der Bundesbrief von 1291 mit der Archivsignatur HA.II.27.[3]

Die historischen Dokumente werden unter kontrollierten Bedingungen aufbewahrt und präsentiert. Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Sicherheit müssen so geregelt werden, dass die empfindlichen Pergamenturkunden, Siegel, Textilien und Fahnen möglichst langfristig erhalten bleiben.

Die Sammlung des Bundesbriefmuseums ist im Schweizerischen Inventar der Kulturgüter von nationaler und regionaler Bedeutung als Kulturgut von nationaler Bedeutung verzeichnet. Sie trägt die KGS-Nummer 11815.[6]

Museumspädagogik und Vermittlung

Das Bundesbriefmuseum bietet Führungen für Erwachsene, Gruppen und Schulklassen an. Die Rundgänge behandeln sowohl die Geschichte der Alten Eidgenossenschaft als auch die Entstehung und Verwendung nationaler Mythen.

Führungen werden auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch angeboten. Für Fachgruppen können vertiefte Rundgänge zu einzelnen historischen, politischen oder kunsthistorischen Themen organisiert werden.[7]

Für Schulen stehen Unterrichtsmaterialien unterschiedlicher Stufen zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur historische Ereignisse kennenlernen, sondern auch untersuchen, wie Museen Geschichte auswählen, darstellen und interpretieren.

Das Museum arbeitet bei einzelnen Angeboten mit dem Forum Schweizer Geschichte Schwyz und weiteren kulturellen Institutionen der Region zusammen. Sonderausstellungen, Vorträge, Workshops und öffentliche Führungen ergänzen die Dauerausstellung.

Bedeutung

Das Bundesbriefmuseum gehört zu den wichtigsten historischen Erinnerungsorten der Schweiz. Seine Bedeutung beruht nicht allein auf dem ausgestellten Bundesbrief, sondern auch auf der Verbindung von Urkunde, Architektur, Kunst und politischer Erinnerungskultur.

Das Museum dokumentiert verschiedene Phasen des schweizerischen Geschichtsverständnisses. In den 1930er Jahren diente es der feierlichen Verehrung einer nationalen Gründungserzählung. Seit den 1970er Jahren wurden diese Deutungen zunehmend kritisch hinterfragt. Die heutige Ausstellung behandelt sowohl die mittelalterliche Geschichte als auch die spätere Entstehung nationaler Symbole.

Dadurch ermöglicht das Bundesbriefmuseum eine doppelte Betrachtung: Es informiert über die Alte Eidgenossenschaft und zeigt zugleich, wie jede Zeit ihre eigene Vorstellung von Geschichte entwickelt. Das Museumsgebäude ist damit selbst ein bedeutendes Zeugnis der schweizerischen Kultur- und Politikgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Siehe auch

Literatur

  • Josef Wiget: Der Bundesbrief von 1291. Ein Mythos von nationaler Bedeutung. Staatsarchiv Schwyz, Schwyz.
  • Bundesbriefmuseum Schwyz: Ausstellungsbegleiter Dauerausstellung. Schwyz.
  • André Meyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz. Der Bezirk Schwyz. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern.
  • Georg Kreis: Der Mythos von 1291. Zur Entstehung des schweizerischen Nationalfeiertags. Basel 1991.
  • Thomas Maissen: Schweizer Heldengeschichten – und was dahintersteckt. Hier und Jetzt, Baden 2015.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Bundesbriefmuseum: Geschichte des Bundesbriefmuseums, abgerufen am 28. Juli 2026.
  2. Kanton Schwyz: Bundesbriefmuseum, abgerufen am 28. Juli 2026.
  3. 3,0 3,1 Staatsarchiv Schwyz: Bundesbrief von 1291: Uri, Schwyz und Unterwalden schliessen einen ewigen Bund, Signatur HA.II.27, abgerufen am 28. Juli 2026.
  4. 4,0 4,1 Architekturbibliothek: Bundesbriefmuseum, Schwyz, abgerufen am 28. Juli 2026.
  5. 5,0 5,1 Bundesbriefmuseum: Ausstellung, abgerufen am 28. Juli 2026.
  6. Bundesamt für Bevölkerungsschutz: Kulturgüterschutzinventar – Bundesbriefmuseum, abgerufen am 28. Juli 2026.
  7. Bundesbriefmuseum: Führungen, abgerufen am 28. Juli 2026.

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