Knonau
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Knonau |
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Reformierte Kirche im historischen Dorfzentrum Reformierte Kirche im historischen Dorfzentrum
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Gemeindedaten |
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Staat |
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Kanton |
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Region |
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Bezirk |
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BFS-Nummer |
0007 |
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Postleitzahl |
8934 |
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Koordinaten |
47.224996° N, 8.461663° E |
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Höhe |
431 m ü. M. |
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Fläche |
6,48 km² |
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Einwohner |
2515
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Website |
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Knonau ist eine politische Gemeinde im Bezirk Affoltern des Kantons Zürich in der Schweiz. Sie liegt im südlichen Teil des Knonaueramts unmittelbar an der Grenze zum Kanton Zug. Der mundartliche Ortsname lautet Chnoonau.
Die Gemeinde war während mehrerer Jahrhunderte Verwaltungszentrum einer umfangreichen Zürcher Landvogtei. Das historische Schloss Knonau diente von der frühen Neuzeit bis zum Ende der Alten Eidgenossenschaft als Sitz der Zürcher Landvögte. Der Name Knonau lebt bis heute in der regionalen Bezeichnung Knonaueramt fort, obwohl Affoltern am Albis seit dem 19. Jahrhundert Hauptort des Bezirks ist.
Knonau besitzt eine Fläche von 6,48 km². Zur Gemeinde gehören neben dem eigentlichen Dorf die Kleinsiedlungen Vorderuttenberg, Hinteruttenberg und Baaregg. Im Juli 2026 zählte Knonau 2515 Einwohnerinnen und Einwohner.[1]
Die Lage zwischen Zürich, Zug und Luzern, der eigene Bahnhof sowie der nahe Anschluss an die Autobahn A4 haben Knonau seit dem späten 20. Jahrhundert zu einer wachsenden Wohngemeinde gemacht. Landwirtschaftsflächen, historische Bauten und die überschaubare Siedlungsstruktur verleihen dem Ort dennoch weiterhin einen ländlichen Charakter.
Geographie
Knonau liegt im Südwesten des Kantons Zürich auf einer leicht gewellten Hochfläche zwischen dem Albis im Osten und dem Reusstal im Westen. Die Gemeinde gehört landschaftlich zum oberen Knonaueramt und befindet sich nur wenige Kilometer nördlich der Stadt Zug.
Das Dorfzentrum liegt auf rund 431 m ü. M. Die Höhenlage innerhalb des Gemeindegebiets reicht gemäss kommunalen Angaben ungefähr von 412 bis 512 m ü. M.[1] Der höchste Geländebereich befindet sich im südöstlichen Gemeindegebiet in Richtung Baaregg und Blegiholz. Der tiefste Teil liegt im Norden beim Übergang des Haselbachs auf das Gebiet von Maschwanden.
Nachbargemeinden sind Mettmenstetten im Norden, Kappel am Albis im Osten und Maschwanden im Westen. Im Süden grenzt Knonau an die Zuger Gemeinden Cham und Steinhausen. Die südliche Gemeindegrenze ist zugleich die Kantonsgrenze zwischen Zürich und Zug.
Das Gemeindegebiet umfasst rund 6,5 km². Den grössten Flächenanteil bilden landwirtschaftlich genutzte Äcker, Wiesen und Weiden. Hinzu kommen Waldgebiete, insbesondere im südlichen und südöstlichen Teil, sowie das kompakte Siedlungsgebiet rund um den historischen Dorfkern und den Bahnhof.
Siedlungsstruktur
Der historische Dorfkern entwickelte sich rund um die reformierte Kirche, das Schloss und die frühere Hauptverkehrsachse. Zahlreiche ehemalige Bauernhäuser, Scheunen und öffentliche Gebäude erinnern an die landwirtschaftliche und administrative Vergangenheit Knonaus.
Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden neue Wohnquartiere vor allem im Umfeld des Bahnhofs sowie nördlich und östlich des alten Dorfes. Die Siedlungsentwicklung blieb insgesamt vergleichsweise kompakt. Zwischen dem Hauptort und den Kleinsiedlungen bestehen weiterhin offene Landwirtschaftsflächen.
Zu Knonau gehören drei offiziell bezeichnete Kleinsiedlungen:
- Vorderuttenberg nordwestlich des Dorfes
- Hinteruttenberg westlich beziehungsweise nordwestlich des Hauptorts
- Baaregg südöstlich des Dorfes an der Grenze zum Kanton Zug
Einzelhöfe und landwirtschaftliche Gebäude liegen über das übrige Gemeindegebiet verteilt.
Gewässer
Das wichtigste Fliessgewässer der Gemeinde ist der Haselbach. Er durchquert das Dorfgebiet und fliesst anschliessend in Richtung Maschwanden. Sein Lauf wurde im Zusammenhang mit dem Ausbau von Strassen, Siedlungen und Entwässerungsanlagen teilweise verändert.
Kleinere Bäche und Entwässerungsgräben führen Wasser aus den Landwirtschafts- und Waldgebieten ab. Das Gemeindegebiet gehört zum Einzugsgebiet der Reuss.
Die Trinkwasserversorgung Knonaus wird seit dem späten 19. Jahrhundert wesentlich durch Quellen im Gebiet Wissenbach sichergestellt. Die Gemeinde erwarb die entsprechenden Quellen und Grundstücke 1891. Diese Entscheidung bildete eine wichtige Grundlage für die langfristige kommunale Wasserversorgung.[2]
Landschaft und Natur
Die Landschaft rund um Knonau wird von Äckern, Wiesen, Obstbäumen, Hecken und kleineren Wäldern geprägt. Die offene Kulturlandschaft ist das Ergebnis jahrhundertelanger landwirtschaftlicher Nutzung.
Feldwege und Nebenstrassen dienen als Spazier-, Wander- und Veloverbindungen. Von verschiedenen erhöhten Stellen reicht die Sicht über das Knonaueramt, zum Albis und teilweise bis in die Zentralschweizer Voralpen.
Die landwirtschaftlichen Flächen erfüllen neben ihrer wirtschaftlichen Funktion eine wichtige Aufgabe als unbebaute Landschaftsräume zwischen den Siedlungen des Knonaueramts und den wachsenden Agglomerationsgebieten des Kantons Zug.
Name
Knonau wurde am 30. Januar 1045 erstmals schriftlich als Chnonowa erwähnt. In einer Urkunde König Heinrichs III. wurden die Kirche und der zugehörige Hof als Besitz des Klosters Schänis bestätigt.[3]
Weitere historische Schreibweisen sind unter anderem Chnonowo, Knonowe und Knono. Die Endung «-au» beziehungsweise das althochdeutsche ouwa bezeichnete ursprünglich ein feuchtes oder von Gewässern geprägtes Gelände.
Die genaue Bedeutung des ersten Namensbestandteils ist nicht abschliessend geklärt. Er könnte auf einen Personennamen, eine Geländeform oder einen älteren Flurnamen zurückgehen.
In der lokalen zürichdeutschen Mundart wird der Ort Chnoonau genannt. Die Einwohnerinnen und Einwohner heissen Knonauerinnen und Knonauer.
Geschichte
Vorgeschichte und Römerzeit
Archäologische Funde zeigen, dass das heutige Gemeindegebiet bereits lange vor der ersten schriftlichen Erwähnung besiedelt oder genutzt wurde. Nachgewiesen wurden Spuren aus vorgeschichtlicher Zeit sowie Überreste eines römischen Gutshofs.
Im Jahr 1826 wurde ein frühmittelalterliches Gräberfeld entdeckt. Die Funde weisen darauf hin, dass sich in der Umgebung während der alemannischen Besiedlung eine bäuerliche Gemeinschaft befand.[4]
Die Lage zwischen dem Reusstal, dem Zürichseegebiet und dem Raum Zug begünstigte schon früh lokale Verkehrsverbindungen. Historische Wege führten durch das Gebiet in Richtung Zürich, Zug, Luzern und das Freiamt.
Grundherrschaften des Mittelalters
Die schriftliche Geschichte Knonaus beginnt mit der Urkunde von 1045. Darin bestätigte König Heinrich III. die Kirche und den Hof von Chnonowa als Eigentum des Frauenklosters Schänis.
Neben dem Kloster Schänis verfügte auch das elsässische Kloster Murbach über Rechte und Besitzungen in Knonau. Später gingen dessen Rechte an das Chorherrenstift St. Leodegar in Luzern über. Die verschiedenen geistlichen Grundherren besassen unter anderem Ansprüche auf Zehnten und Abgaben.
Zur Verwaltung des Schäniser Besitzes wurde ein Meier eingesetzt. Der Meier zog Abgaben ein, organisierte die Bewirtschaftung des Hofs und übte im Auftrag des Klosters bestimmte gerichtliche Aufgaben aus.
Aus diesem Amt entwickelte sich die Familie der Meyer von Knonau. Spätestens seit dem 14. Jahrhundert gehörte sie zu den einflussreichen Familien Zürichs. Angehörige des Geschlechts liessen sich in der Stadt Zürich nieder, erwarben das Bürgerrecht und gelangten in hohe politische Ämter.
Um 1400 vereinigten die Meyer von Knonau einen wesentlichen Teil der lokalen Meier-, Vogtei- und Gerichtsrechte in ihrer Hand. Ihr Landsitz befand sich auf dem Gelände des heutigen Schlosses.[3]
Übergang an Zürich
Im Jahr 1415 erwarb die Stadt Zürich im Zusammenhang mit der Eroberung des habsburgischen Aargaus die Grafschaftsrechte über das Freiamt zu Affoltern. Damit geriet auch Knonau zunehmend unter Zürcher Herrschaft.
Die lokalen Vogtei- und Meierrechte blieben zunächst bei den Meyer von Knonau. Gerold Meyer von Knonau verkaufte jedoch 1508 die Meierrechte und 1512 die Vogteirechte an die Stadt Zürich.
Bereits 1507 hatte Zürich den Sitz der äusseren Vogtei Hedingen–Freiamt–Maschwanden von Hedingen nach Knonau verlegt. Die verkehrsgünstige Lage nahe der Grenze zu den innerschweizerischen Orten und der bestehende Meierhof machten Knonau zu einem geeigneten Verwaltungszentrum.
Durch den Erwerb weiterer Rechte konnte Zürich seine Herrschaft über das Gebiet vereinheitlichen. Knonau wurde zum Mittelpunkt einer Landvogtei, die einen grossen Teil des heutigen Bezirks Affoltern umfasste.
Landvogtei Knonau
Hauptartikel: Landvogtei Knonau
Die Landvogtei Knonau war eine äussere Landvogtei des Zürcher Stadtstaates. An ihrer Spitze stand ein von den Zürcher Räten eingesetzter Landvogt. Seine Amtszeit betrug in der Regel sechs Jahre.
Der Landvogt übte richterliche, administrative und militärische Aufgaben aus. Er überwachte die Einhaltung der Zürcher Mandate, zog Abgaben ein und vertrat die Obrigkeit gegenüber der Landbevölkerung. Unterstützt wurde er durch den Landschreiber, Untervögte und weitere lokale Amtsträger.
Der Verwaltungsbezirk umfasste die Gerichte Knonau, Affoltern, Maschwanden, Hausen und Hedingen. Die Bezeichnung Knonaueramt für die gesamte Region geht auf diese historische Landvogtei zurück.
Um 1525 liess die Stadt Zürich das heutige Schloss Knonau errichten oder einen bestehenden Herrschaftssitz grundlegend umbauen. Der spätgotische Bau diente fortan als Wohn- und Amtssitz des Landvogts.
Reformation
Die von Huldrych Zwingli ausgehende Reformation in Zürich wurde auch in der Zürcher Landschaft durch obrigkeitliche Beschlüsse eingeführt. Die Knonauer Bevölkerung musste 1524 zum reformierten Glauben übertreten.
Im Jahr 1526 liess der Landvogt Heiligenbilder und weitere Bestandteile der katholischen Ausstattung aus der Kirche entfernen. Klösterliche und kirchliche Besitzrechte wurden schrittweise von der Zürcher Obrigkeit übernommen.
Die reformierte Kirche war eng mit dem Zürcher Staat verbunden. Sittenmandate regelten Gottesdienstbesuch, Ehe, Kleidung, Wirtshausbesuche und weitere Bereiche des Alltags.
Knonau lag während der konfessionellen Auseinandersetzungen in unmittelbarer Nähe der katholischen Orte Zug und Luzern. Im Zweiten Kappelerkrieg von 1531 befand sich das Dorf im Aufmarschgebiet der Zürcher Truppen. Das Schloss wurde während der kriegerischen Ereignisse beschädigt und später wieder instand gesetzt.
Schloss und Dorfleben in der frühen Neuzeit
Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert durch eine Mauer, einen Wassergraben und eine Fallbrücke gesichert. Der Wassergraben wurde vom Watt- beziehungsweise Haselbach gespeist.
Neben dem Landvogt gehörten der Pfarrer, der Landschreiber, der Freiamtsweibel und die Kirchmeier zu den wichtigsten Amtspersonen des Dorfes. Der sogenannte Stillstand nahm kirchliche, fürsorgerische und teilweise kommunale Aufgaben wahr.
Mehrere bis heute erhaltene Gebäude entstanden im 17. Jahrhundert. Dazu zählen der 1635 errichtete Buechhof, das 1669 erbaute Pfarrhaus mit Waschhaus und ein um 1680 entstandenes Bauernhaus im Hinteruttenberg.[3]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Befestigung des Schlosses aufgegeben. Der Wassergraben verursachte stehendes Wasser und begünstigte im Sommer eine starke Mückenplage. Zwischen 1787 und 1789 wurde der Graben aufgefüllt und die Anlage zu einem repräsentativen Landsitz umgestaltet.
Im Jahr 1786 wurden vor dem Schloss zwei Platanen gepflanzt. Sie entwickelten sich zu aussergewöhnlich mächtigen Bäumen und gelten als die stärksten Platanen ihrer Art in der Schweiz.[2]
Helvetik und moderne Gemeinde
Mit dem Einmarsch französischer Truppen und der Gründung der Helvetischen Republik endete 1798 die Zürcher Landvogtei. Die Landgemeinden erhielten eigene Behörden und schrittweise grössere politische Rechte.
Von 1799 bis 1803 gehörte Knonau zum Distrikt Mettmenstetten. Während der Mediationszeit ab 1803 war die Gemeinde Teil des weitläufigen Bezirks Horgen.
Nach dem Ende der Mediationsordnung wurde 1814 das Oberamt Knonau geschaffen. Der Oberamtmann residierte erneut im Schloss. Das Oberamt umfasste im Wesentlichen die Gemeinden des heutigen Bezirks Affoltern.
Die neue Zürcher Kantonsverfassung von 1831 wandelte die Oberämter in Bezirke um. Knonau wurde zunächst Hauptort des neuen Bezirks. Aufgrund seiner südlichen Randlage verlangten mehrere Gemeinden jedoch eine Verlegung des Verwaltungssitzes.
Der Kantonsrat entschied schliesslich, den Bezirkshauptort nach Affoltern am Albis zu verlegen. Am 1. Juli 1839 nahmen die Bezirksbehörden ihre Tätigkeit in Affoltern auf.[3]
Damit verlor Knonau seine jahrhundertelange Funktion als politisches und administratives Zentrum. Der Name Knonaueramt blieb als Bezeichnung für die Region dennoch erhalten.
Landwirtschaftlicher Wandel
Knonau war bis weit ins 20. Jahrhundert eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Ackerbau, Viehhaltung, Milchwirtschaft und Obstbau bildeten die wichtigsten Erwerbsgrundlagen.
Der Bau einer Sennhütte neben dem Schloss im Jahr 1837 förderte den Übergang vom traditionellen Getreidebau zur Milchwirtschaft. Zuvor hatte insbesondere der Anbau von Dinkel eine bedeutende Rolle gespielt.
Im frühen 19. Jahrhundert bestand am Haselbach eine Knochenstampfe. Dort wurden ausgekochte Tierknochen mit einer wassergetriebenen Stampfanlage zerkleinert. Das entstandene Knochenmehl wurde als phosphatreicher Dünger verwendet.
Die Anlage stellte ihren Betrieb vermutlich kurz nach 1900 ein. Nach einem späteren Abbruchbeschluss wurde sie 1984 zerlegt und in das Freilichtmuseum Ballenberg überführt. Seit 1989 ist die rekonstruierte Knonauer Knochenstampfe dort wieder betriebsfähig zu sehen.[2]
Eisenbahn und Wasserversorgung
Im Jahr 1864 wurde die Bahnlinie Zürich–Affoltern am Albis–Zug eröffnet. Knonau erhielt einen eigenen Bahnhof und war damit direkt mit Zürich und Zug verbunden.
Der Bahnanschluss erleichterte den Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse und verbesserte die Mobilität der Bevölkerung. Dennoch entstanden im Dorf im Unterschied zu Affoltern am Albis oder dem Limmattal keine bedeutenden Industriebetriebe.
Im Jahr 1891 erwarb die Gemeinde Quellen im Gebiet Wissenbach. Das Quellwasser bildet bis heute eine wichtige Grundlage der Wasserversorgung.
20. Jahrhundert
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung nur langsam. Im Jahr 1700 lebten etwa 340 Menschen in Knonau, 1940 waren es rund 580.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden neue Wohnquartiere und öffentliche Einrichtungen. Zwischen 1955 und 1958 wurden das Schulhaus Aeschrain und eine Turnhalle gebaut. Bereits 1956 ging eine kommunale Abwasserreinigungsanlage in Betrieb.
Von 1965 bis 1967 entstand beim früheren Bauernbetrieb Langacher ein Schul- und Erziehungsheim der Zürcher Pestalozzistiftung. Die Anlage wurde nach damals modernen pädagogischen Grundsätzen gebaut.
Die zunehmende Motorisierung führte zu einer starken Verkehrsbelastung im Dorfzentrum. 1967 beschloss die Gemeinde eine umfassende Neuordnung von Strassen, Bachlauf und Dorfplatz. Seit 1973 leitet eine Umfahrungsstrasse den Durchgangsverkehr weitgehend am historischen Dorfkern vorbei.
Ein erster Abschnitt der damaligen Nationalstrasse N4 wurde bereits um 1970 bis an den Nordrand Knonaus gebaut. Er blieb jedoch während Jahrzehnten unvollständig.
Autobahneröffnung und jüngste Entwicklung
Am 13. November 2009 wurde das letzte Teilstück der Autobahn A4 zwischen Knonau und Wettswil eröffnet. Dadurch entstand eine durchgehende Autobahnverbindung von Zug durch das Knonaueramt in den Raum Zürich.
Die Eröffnung des Autobahnabschnitts und des Uetlibergtunnels verbesserte die Erreichbarkeit Knonaus erheblich. Gleichzeitig nahm die Bedeutung der Gemeinde als Wohnort zwischen Zürich und Zug zu.
Seit den 1990er-Jahren hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt. Im Februar 2013 wurde der zweitausendste Einwohner begrüsst. Am 1. März 2025 überschritt Knonau erstmals die Marke von 2500 Einwohnerinnen und Einwohnern.[3]
Die Gemeinde rechnet mit weiterem Wachstum durch die Überbauung bereits eingezonter Flächen. Da grössere Neueinzonungen nicht vorgesehen sind, soll zusätzlicher Wohnraum künftig vor allem durch eine verdichtete Entwicklung innerhalb des bestehenden Siedlungsgebiets entstehen.
Bevölkerung
Knonau blieb während Jahrhunderten ein kleines Dorf. Die Einwohnerzahl schwankte in der frühen Neuzeit infolge von Krankheiten, wirtschaftlichen Krisen und Auswanderung.
Im 19. Jahrhundert nahm die Bevölkerung zunächst zu, ging danach jedoch zeitweise wieder zurück. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte ein dauerhaftes Wachstum ein.
| Jahr | Einwohnerinnen und Einwohner |
|---|---|
| 1450 | etwa 110 |
| 1634 | 226 |
| 1750 | 359 |
| 1850 | 594 |
| 1900 | 529 |
| 1950 | 649 |
| 2000 | 1445 |
| 2010 | 1802 |
| 2015 | 2094 |
| 2020 | 2368 |
| 2022 | 2411 |
| 2026 | 2515 |
Das stärkste Wachstum erfolgte seit den 1990er-Jahren. Gründe dafür sind die gute Verkehrserschliessung, die Nähe zum Arbeitsplatzraum Zug, die S-Bahn-Verbindung nach Zürich und die Entstehung neuer Wohnquartiere.
Trotz des Wachstums besitzt Knonau im Vergleich zu den stärker verstädterten Gemeinden des Bezirks weiterhin eine niedrige Siedlungsdichte. Landwirtschaftsflächen und Wald bilden einen grossen Teil des Gemeindegebiets.
Die konfessionelle Zusammensetzung hat sich seit dem 20. Jahrhundert verändert. Während die Bevölkerung früher nahezu vollständig reformiert war, nahm der Anteil katholischer, konfessionsloser und anderen Religionsgemeinschaften angehörender Personen durch Zuzug deutlich zu.
Politik und Verwaltung
Die Legislative der politischen Gemeinde ist die Gemeindeversammlung. Die stimmberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner entscheiden dort unter anderem über Budget, Steuerfuss, kommunale Erlasse, Bauvorhaben und Grundstücksgeschäfte.
Die Exekutive bildet der Gemeinderat. Er führt die Gemeindeverwaltung, vollzieht die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und vertritt Knonau gegenüber anderen Gemeinden und kantonalen Stellen.
Die Verwaltung befindet sich im Gemeindehaus an der Stampfistrasse. Das Gebäude wurde 1976 eröffnet und später mehrfach umgebaut und saniert.
Knonau arbeitet bei zahlreichen öffentlichen Aufgaben mit Nachbargemeinden zusammen. Dazu gehören unter anderem:
- Sekundarschule
- Zivilschutz
- Feuerwehr
- Sozial- und Beratungsdienste
- Zivilstandswesen
- Abwasserentsorgung
- regionale Verkehrsplanung
- Gesundheitsversorgung
Die Gemeinde gehört zum Bezirk Affoltern und zum kantonalen Wahlkreis Affoltern. Bezirksgericht, Statthalteramt und Bezirksrat befinden sich in Affoltern am Albis.
Wappen
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:
- In Rot ein silberner Meierhut mit Kordel.
Das Wappen entspricht dem mindestens seit 1375 belegten Familienwappen der Meyer von Knonau. Der Meierhut versinnbildlicht das historische Amt des Meiers, der den Grundbesitz des Klosters Schänis verwaltete.
Das heutige Gemeindewappen wurde im Mai 1927 vom Kanton Zürich offiziell genehmigt.[5]
Zuvor wurde zeitweise das Wappen der Landvogtei Knonau als Wahrzeichen des Ortes verwendet. Dieses zeigt ein schwarzes Mauerankerkreuz auf goldenem Grund und dient heute als Wappen des Bezirks Affoltern.
Wirtschaft
Landwirtschaft
Die Landwirtschaft besitzt in Knonau weiterhin eine sichtbare Bedeutung. Ein grosser Teil der Gemeindefläche wird von landwirtschaftlichen Betrieben bewirtschaftet.
Zu den Betriebszweigen gehören:
- Ackerbau
- Milch- und Viehwirtschaft
- Schweinehaltung
- Schafhaltung
- Obstbau
- Direktvermarktung regionaler Produkte
Im Jahr 2024 wurden in der Gemeinde 645 Rinder, 253 Schafe und 2197 Schweine erfasst.[2] Die Tierhaltung prägt damit sowohl die lokale Landwirtschaft als auch das Landschaftsbild.
Mehrere Betriebe verkaufen Fleisch, Milchprodukte, Eier, Obst, Gemüse und weitere Erzeugnisse direkt ab Hof.
Gewerbe und Dienstleistungen
Neben der Landwirtschaft bestehen kleinere und mittlere Unternehmen aus Handwerk, Bauwirtschaft, Handel, Transport, Beratung und persönlichen Dienstleistungen.
Gewerbegebiete befinden sich unter anderem in der Nähe der Bahnlinie und an den wichtigsten Verkehrsachsen. Die Gemeinde verfügt jedoch nicht über einen grossen industriellen Arbeitsplatzschwerpunkt.
Ein erheblicher Teil der erwerbstätigen Bevölkerung pendelt nach Zug, Cham, Zürich, Affoltern am Albis oder in andere Gemeinden der Region. Knonau ist daher heute vorwiegend Wohn- und Pendlergemeinde.
Energie und Nachhaltigkeit
Knonau trägt das Label Energiestadt. Die Gemeinde fördert eine nachhaltige Energieversorgung, Gebäudesanierungen, erneuerbare Energien und eine umweltverträgliche Mobilität.
Bei der Nutzung des Solarpotenzials erreichte Knonau gemäss dem Energie Reporter zeitweise einen Spitzenwert unter den Zürcher Gemeinden. Ende 2024 waren rund 24,9 Prozent des ausgewiesenen Solarpotenzials genutzt.[6]
Verkehr
Eisenbahn
Der Bahnhof Knonau liegt an der 1864 eröffneten Bahnstrecke Zürich–Affoltern am Albis–Zug. Er wird von der Linie S5 der S-Bahn Zürich bedient.
Die S5 verkehrt im Halbstundentakt und verbindet Knonau direkt mit Zug, Affoltern am Albis, Zürich Altstetten, Zürich Hauptbahnhof und Pfäffikon SZ. Die Fahrzeit beträgt ungefähr:
| Ziel | Ungefähre Fahrzeit ab Knonau |
|---|---|
| Zug | 9 Minuten |
| Affoltern am Albis | 7 Minuten |
| Zürich Altstetten | 30 Minuten |
| Zürich Hauptbahnhof | 36 Minuten |
In den Wochenendnächten bestehen zusätzliche Nachtverbindungen. Der Bahnhof verfügt über P+Rail-Plätze, Veloabstellanlagen, ein Mobility-Fahrzeug und stufenfreie Zugänge.[7]
Busverkehr
Buslinien verbinden den Bahnhof und das Dorf mit den umliegenden Gemeinden. Besonders wichtig ist die Verbindung der Zugerland Verkehrsbetriebe zwischen Knonau und Cham.
Die Buslinie 42 führt vom Bahnhof Knonau über das Gemeindegebiet von Cham zum Bahnhof Cham. Dort bestehen Anschlüsse an das Zuger Stadtbahn- und Busnetz.
Eine weitere regionale Busverbindung erschliesst Ziele innerhalb des Knonaueramts. Bahn und Bus sind in die Tarifsysteme des Zürcher Verkehrsverbunds beziehungsweise des Tarifverbunds Zug eingebunden.
Strassenverkehr
Knonau liegt nahe der Autobahn A4, die Zürich über den Uetlibergtunnel und das Knonaueramt mit Zug und Luzern verbindet.
Der Autobahnanschluss Mettmenstetten/Knonau befindet sich nördlich des Dorfes. Die Fahrzeit nach Zürich, Zug und Luzern wurde durch die vollständige Eröffnung der A4 im Jahr 2009 deutlich verkürzt.
Die Kantonsstrassen verbinden Knonau mit Mettmenstetten, Maschwanden, Kappel am Albis, Steinhausen und Cham. Die seit 1973 bestehende Umfahrungsstrasse hält einen grossen Teil des Durchgangsverkehrs vom historischen Dorfzentrum fern.
Auf dem Gemeindegebiet befindet sich an der A4 der Rastplatz Eitenberg.
Fuss- und Veloverkehr
Knonau liegt an regionalen Wander- und Veloverbindungen zwischen dem Knonaueramt und dem Kanton Zug. Landwirtschaftswege ermöglichen Verbindungen nach Maschwanden, Mettmenstetten, Kappel am Albis und Steinhausen.
Die flache bis leicht hügelige Landschaft eignet sich für Alltags- und Freizeitveloverkehr. Der Bahnhof besitzt eine grössere Veloabstellanlage.
Bildung
Knonau verfügt über Kindergärten und eine Primarschule. Die Schulgebäude liegen im Bereich Aeschrain und im Dorfzentrum.
Das Schulwesen war ursprünglich eng mit der reformierten Kirche verbunden. Im 19. Jahrhundert ging die Verantwortung zunehmend auf die politische Gemeinde und die staatlich geregelte Volksschule über.
Ein Schulhaus brannte 1819 ab. Der 1836 fertiggestellte Ersatzbau neben der Kirche wird heute als Kindergartengebäude genutzt.
Zwischen 1955 und 1958 entstanden das Schulhaus Aeschrain und eine Turnhalle. Aufgrund des Bevölkerungswachstums wurden die Schulanlagen später erweitert und modernisiert.
Die Sekundarschule wird gemeinsam mit Maschwanden und Mettmenstetten geführt. Weiterführende Schulen und Berufsbildungsangebote befinden sich vor allem in Affoltern am Albis, Zug und Zürich.
Religion
Die historische Kirche Knonau war seit dem Mittelalter Mittelpunkt einer Pfarrei. Sie gehörte zunächst dem Kloster Schänis und unterstand kirchenrechtlich dem Bistum Konstanz.
Seit der Reformation ist die Gemeinde überwiegend evangelisch-reformiert. Knonau besitzt eine eigene reformierte Kirchgemeinde und ein eigenes Pfarramt.
Die katholische Bevölkerung gehört zur Pfarrei St. Burkard in Mettmenstetten. Mitglieder der christkatholischen Kirche und weiterer Religionsgemeinschaften werden durch regionale Gemeinden betreut.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Schloss Knonau
Das Schloss Knonau ist das bekannteste historische Bauwerk der Gemeinde. Es wurde um 1525 als Sitz der Zürcher Landvögte errichtet beziehungsweise aus einem älteren Meierhof entwickelt.
Der viergeschossige spätgotische Bau besitzt einen markanten Treppengiebel. Schwarz-gelb gestrichene Fensterläden verweisen auf die frühere Zürcher Herrschaft.
Im 16. Jahrhundert war das Schloss von einer Mauer und einem Wassergraben umgeben. Eine Fallbrücke führte zum Eingang. Die Befestigungsanlagen wurden zwischen 1787 und 1789 entfernt oder umgestaltet.
Nach dem Ende der Landvogtei diente das Schloss unterschiedlichen privaten und öffentlichen Zwecken. Es befindet sich heute in Privatbesitz und kann in der Regel nur von aussen besichtigt werden.
Die Schlossanlage mit Nebengebäuden, Garten und Portal gehört zu den bedeutenden historischen Baudenkmälern des Knonaueramts. Sie ist als Schutzobjekt von kantonaler Bedeutung inventarisiert.[8]
Schlossplatanen
Vor dem Schloss stehen zwei Platanen, die 1786 gepflanzt wurden. Sie entstanden im Zusammenhang mit der Umgestaltung der früher befestigten Anlage zu einem offenen Landsitz.
Aufgrund ihres aussergewöhnlichen Stammumfangs gelten sie als die mächtigsten Platanen der Schweiz. Die Bäume prägen gemeinsam mit dem Schloss das historische Ortsbild.[2]
Reformierte Kirche
Die reformierte Kirche steht im historischen Dorfzentrum. An ihrer Stelle bestand vermutlich bereits im 9. Jahrhundert eine kleine Kapelle.
Im Jahr 1045 wurde die Kirche von Chnonowa erstmals schriftlich erwähnt. Im 12. Jahrhundert erhielt die Kapelle einen romanischen Rechteckchor.
Der heutige Bau entstand im Wesentlichen bis 1519. Kirche und Turm wurden kurz vor der Reformation in spätgotischer Form vollendet. Der charakteristische Turm besitzt ein sogenanntes Käsbissendach.
Nach Einführung der Reformation wurden 1526 die Heiligenbilder entfernt. Im 18. Jahrhundert wurde der Innenraum im Stil des Spätbarocks umgestaltet. Aus dieser Zeit stammen die Stuckdecke und die Stuckmarmorkanzel.[9]
Pfarrhaus
Das Pfarrhaus wurde 1669 errichtet. Es bildet zusammen mit Kirche, Waschhaus und den umliegenden historischen Gebäuden ein bedeutendes Ensemble im Dorfzentrum.
Der repräsentative Bau erinnert an die wichtige Stellung des reformierten Pfarrers in der frühneuzeitlichen Dorfgemeinschaft.
Buechhof
Der Buechhof stammt aus dem Jahr 1635 und gehört zu den ältesten erhaltenen Bauernhäusern Knonaus. Er dokumentiert die traditionelle Bauweise und landwirtschaftliche Nutzung des Orts.
Hinteruttenberg
Im Weiler Hinteruttenberg sind mehrere historische Bauernhäuser erhalten. Zu ihnen gehört ein um 1680 erbautes Gebäude, das als Schutzobjekt von regionaler oder kantonaler Bedeutung eingestuft ist.
Die Siedlung vermittelt einen Eindruck von der früheren Streubebauung ausserhalb des Dorfkerns.
Historischer Dorfkern
Der alte Dorfkern umfasst die Kirche, das Schloss, ehemalige Bauernhäuser, das Pfarrhaus und weitere Bauten aus verschiedenen Jahrhunderten.
Die Umfahrungsstrasse entlastet das Zentrum seit 1973 vom stärksten Durchgangsverkehr. Dadurch blieb der räumliche Zusammenhang zwischen Schlossquartier, Kirche und Oberdorf besser erhalten.
Gesellschaft und Vereinsleben
Knonau besitzt ein vielfältiges Vereinsleben. Sport-, Musik-, Kultur- und Freizeitvereine tragen wesentlich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.
Zu den ältesten Organisationen gehören der 1857 gegründete Männerchor, der 1874 gegründete Feldschützenverein und der 1875 gegründete Turnverein.
Für Veranstaltungen stehen das Mehrzweckgebäude Stampfi, Schul- und Sportanlagen, Vereinslokale und kirchliche Räume zur Verfügung.
Die Gemeinde beteiligt sich regelmässig am schweizweiten Bewegungsprogramm «Coop Gemeinde Duell». In den Jahren 2024, 2025 und 2026 erreichte Knonau in seiner Einwohnerkategorie jeweils einen der vorderen Ränge.[2]
Knonau trägt ausserdem das UNICEF-Label Kinderfreundliche Gemeinde. Damit verpflichtet sich die Gemeinde, die Interessen und Mitwirkungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen in der kommunalen Entwicklung zu berücksichtigen.
Persönlichkeiten
- Johannes Meyer von Knonau (gestorben 1383), Zürcher Bürgermeister und Angehöriger der Familie Meyer von Knonau
- Gerold Meyer von Knonau (15./16. Jahrhundert), Gerichtsherr, Verkäufer der Knonauer Herrschaftsrechte an Zürich
- Heinrich Häberling (1764–1804), Freiamtsweibel und Anführer der Zürcher Landschaft während des Bockenkriegs
- Jakob Syz (1825–1891), Fabrikbesitzer und Abgeordneter im österreichischen Reichsrat
- Ernst Frick (1888–1956), Anarchist, Archäologe und Maler
- Andreas Jordi (geboren 1961), Maler und Zeichner
Bedeutung des Ortsnamens für die Region
Knonau war während Jahrhunderten der wichtigste Verwaltungssitz im südwestlichen Zürcher Herrschaftsgebiet. Deshalb wurde die Landvogtei nach dem Dorf benannt.
Auch nach der Verlegung des Bezirkshauptorts nach Affoltern am Albis blieb die Bezeichnung Knonaueramt erhalten. Sie wird heute für den gesamten Bezirk Affoltern sowie als kulturelle und landschaftliche Regionsbezeichnung verwendet.
Umgangssprachlich wird das Knonaueramt auch Säuliamt genannt. Diese Bezeichnung bezieht sich nicht auf Knonau selbst, sondern auf eine volkstümliche Benennung der landwirtschaftlich geprägten Region.
Literatur
- Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. Knonau. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1938, S. 102–108.
- Jean Hägi: Chronik der Gemeinde Knonau. Knonau 1915.
- Bernhard Schneider: Geschichte der Gemeinde Knonau. Primusverlag, Affoltern am Albis 1982.
- Bruno Grob: De versetzti Marchschtei und wiiteri Knonauer Gschichte us de Vergangeheit vom Dorf. Knonau 2016.
- Peter Ziegler: Die Gemeindewappen des Kantons Zürich. Antiquarische Gesellschaft in Zürich, Zürich 1977.
Siehe auch
- Bezirk Affoltern
- Knonaueramt
- Landvogtei Knonau
- Schloss Knonau
- Meyer von Knonau
- Liste der Gemeinden im Kanton Zürich
- Liste der Kulturgüter in Knonau
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Knonau
- Geschichte der Gemeinde Knonau
- Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Knonau
- Knonau im Historischen Lexikon der Schweiz
Wikimedia Commons Wikimedia Commons: Medien zu Knonau
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 «Zahlen und Fakten», Gemeinde Knonau, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 «Fun Facts», Gemeinde Knonau, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 «Geschichte», Gemeinde Knonau, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Knonau», in: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Wappen und Logo», Gemeinde Knonau, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Umweltfreundlichste Gemeinden», Gemeinde Knonau, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Bahnhof Knonau», Gemeinde Knonau, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ Zürcher Denkmalpflege, 12. Bericht 1987–1990, Kanton Zürich, Abschnitt Knonau, Schloss mit Nebengebäuden, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Aus der Kirchengeschichte», Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Knonau, abgerufen am 24. Juli 2026.