Kanton Glarus

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Kanton Glarus

Flagge des Kantons Glarus
Flagge

Wappen des Kantons Glarus
Wappen

Staat Schweiz
Hauptort Glarus
Beitritt zum Bund 1352
Amtssprache Deutsch
Fläche 685,31 km²
Einwohner 42'482
Stand: 30. September 2025
Bevölkerungsdichte rund 62 Einwohner pro km²
Gemeinden 3
Höchster Punkt Tödi, rund 3613 m ü. M.
Tiefster Punkt Walensee, 419 m ü. M.
Kantonskürzel GL
Website gl.ch

Der Kanton Glarus ist ein Kanton im Osten der Schweiz. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird das Kantonsgebiet auch als Glarnerland bezeichnet. Hauptort ist die gleichnamige Ortschaft Glarus, die seit 2011 zur politischen Gemeinde Glarus gehört.

Der Kanton grenzt im Norden und Osten an den Kanton St. Gallen, im Südosten an den Kanton Graubünden, im Südwesten an den Kanton Uri und im Westen an den Kanton Schwyz. Das Kantonsgebiet ist stark durch die Alpen, das Tal der Linth, das Sernftal, den Klöntalersee und den südlich anschliessenden Tödi geprägt.

Mit einer Fläche von rund 685 Quadratkilometern gehört Glarus zu den kleineren Schweizer Kantonen.[1] Ende September 2025 lebten rund 42'500 Menschen im Kanton.[2]

Eine Besonderheit des politischen Systems ist die Landsgemeinde. Die stimmberechtigte Bevölkerung versammelt sich jedes Jahr am ersten Sonntag im Mai unter freiem Himmel in Glarus und entscheidet unmittelbar über Verfassungsänderungen, Gesetze, Steuern und wichtige Sachgeschäfte.[3]

Name

Der Name «Glarus» ist bereits im Mittelalter in verschiedenen Formen belegt. Als mögliche Herkunft wird ein lateinischer oder rätoromanischer Flurname angenommen. Eine abschliessend gesicherte Erklärung des Namens besteht nicht.

Im örtlichen Schweizerdeutsch wird Glarus als «Glaris» ausgesprochen. Die französische Bezeichnung lautet Glaris, die italienische Glarona und die rätoromanische Glaruna.

Die Einwohnerinnen und Einwohner werden als Glarnerinnen und Glarner bezeichnet. Für das gesamte Kantonsgebiet ist die Bezeichnung Glarnerland verbreitet.

Das Kantonskürzel GL wird auf Fahrzeugkontrollschildern, in Postadressen, amtlichen Statistiken und geografischen Bezeichnungen verwendet.

Geografie

Datei:Karte Kanton Glarus 2011.png
Die drei Gemeinden des Kantons Glarus

Lage und Landschaft

Der Kanton Glarus liegt in den östlichen Schweizer Alpen. Sein Gebiet entspricht weitgehend dem Einzugsgebiet der oberen Linth und ist nur gegen Norden zur Linthebene und zum Walensee hin geöffnet.

Die Landschaft bildet eine alpine Arena mit grossen Höhenunterschieden. Vom Walensee auf rund 419 Metern über Meer steigt das Gelände bis zu den vergletscherten Gipfeln des Tödimassivs auf mehr als 3600 Meter an.

Der grösste Teil der Bevölkerung lebt auf dem schmalen Talboden entlang der Linth. Die Berghänge steigen auf beiden Seiten teilweise sehr steil an. Siedlungen, Verkehrswege und Industrieanlagen konzentrieren sich deshalb auf einen vergleichsweise kleinen Teil der Kantonsfläche.

Das Haupttal verläuft von Linthal über Rüti, Betschwanden, Diesbach, Hätzingen, Luchsingen, Leuggelbach, Nidfurn, Schwanden, Mitlödi, Ennenda, Glarus, Netstal, Näfels, Mollis, Oberurnen und Niederurnen bis in die Linthebene.

Täler und Landschaftsräume

Zu den wichtigsten Landschaftsräumen gehören:

  • das Linthtal;
  • das Sernftal;
  • das Klöntal;
  • die Linthebene;
  • der Kerenzerberg;
  • das Gebiet am Walensee;
  • die Hochgebirgslandschaften des Tödi- und Glärnischmassivs.

Das Sernftal, auch Kleintal genannt, ist das bedeutendste bewohnte Seitental. Es zweigt bei Schwanden vom Linthtal ab und führt über Engi, Matt und Elm bis zum Talabschluss am Panixerpass.

Das Klöntal liegt westlich des Haupttals. Es wird vom Klöntalersee geprägt und ist nur dünn besiedelt. Der See und die umliegenden Berge bilden eines der bekanntesten Landschaftsbilder des Kantons.

Der nördliche Kantonsteil öffnet sich zur Linthebene und zum Walensee. Dort ist das Gelände breiter und weniger steil. Diese Region ist verkehrstechnisch und wirtschaftlich eng mit dem Kanton St. Gallen, dem Zürichseegebiet und dem Grossraum Zürich verbunden.

Berge

Datei:Tödi from Braunwald.jpg
Der Tödi ist der höchste Berg des Kantons

Der höchste Berg des Kantons ist der Tödi. Sein Hauptgipfel Piz Russein liegt an der Grenze zwischen Glarus und Graubünden und erreicht rund 3613 Meter über Meer.

Weitere bekannte Berge sind:

Die Glarner Alpen sind durch steile Kalkwände, schmale Grate, Gletscher, Kare und tief eingeschnittene Täler geprägt. Viele Gipfel sind beliebte Ziele für Bergsteigen, Skitouren und alpine Wanderungen.

Gewässer

Der wichtigste Fluss ist die Linth. Sie entspringt im Tödigebiet, durchfliesst das gesamte Haupttal und erreicht bei Ziegelbrücke die Linthebene.

Zu den bedeutenden Nebenflüssen und Bächen gehören:

  • der Sernf;
  • die Löntsch;
  • der Fätschbach;
  • der Diesbach;
  • der Durnagel;
  • der Rauti- und der Dorfbach.

Der Sernf entwässert das Sernftal und mündet bei Schwanden in die Linth. Die Löntsch fliesst aus dem Klöntalersee und erreicht die Linth bei Netstal.

Wichtige Seen und Stauseen sind:

Der Klöntalersee ist ein natürlicher Bergsee, dessen Wasserstand durch eine Staumauer reguliert wird. Er dient der Energieproduktion und ist zugleich ein bedeutendes Erholungsgebiet.

Klima

Das Klima weist wegen der grossen Höhenunterschiede starke regionale Unterschiede auf. Am Walensee herrschen vergleichsweise milde Bedingungen. Dort gedeihen teilweise Pflanzen, die sonst eher in südlicheren Regionen vorkommen.

Im Talboden sind die Sommer warm und die Winter kühl. Die hohen Gebirgslagen weisen ein alpines bis hochalpines Klima mit langen, schneereichen Wintern auf.

Von besonderer Bedeutung ist der Föhn. Bei ausgeprägten Föhnlagen können im Glarnerland ungewöhnlich hohe Temperaturen und starke Windgeschwindigkeiten auftreten.

Der Klimawandel führt zu einem Rückgang der Gletscher, veränderten Schneeverhältnissen und einer Zunahme bestimmter Naturgefahren. Dazu gehören Starkniederschläge, Hochwasser, Steinschlag, Rutschungen und Murgänge.

Geologie

Datei:Martinsloch Elm.jpg
Martinsloch bei Elm

Der Kanton Glarus besitzt eine aussergewöhnliche geologische Bedeutung. Besonders bekannt ist die Glarner Hauptüberschiebung, bei der ältere Gesteinsschichten über wesentlich jüngeren Gesteinen liegen.

Diese ungewöhnliche Abfolge spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der modernen Gebirgsgeologie. Im 19. Jahrhundert trugen Untersuchungen im Glarnerland entscheidend zum Verständnis der Entstehung der Alpen und der Überschiebung grosser Gesteinspakete bei.

Eine besonders bekannte Stelle ist die Lochsite bei Schwanden. Dort lässt sich die Trennfläche zwischen den älteren Verrucano-Gesteinen und den jüngeren Flyschschichten gut erkennen.

Die Glarner Hauptüberschiebung ist ein zentraler Bestandteil der Tektonikarena Sardona. Das Gebiet wurde 2008 in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen.

Ein weiteres geologisches Wahrzeichen ist das Martinsloch bei Elm. Zweimal jährlich scheint die Sonne für kurze Zeit durch das natürliche Felsenfenster auf bestimmte Bereiche des Dorfes.

Bevölkerung

Der Kanton Glarus zählt gut 42'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Aufgrund der gebirgigen Landschaft ist die Bevölkerung ungleich verteilt.

Der Talboden ist vergleichsweise dicht besiedelt, während grosse Teile der Berg- und Alpgebiete dauerhaft unbewohnt sind. Im flachen nördlichen Kantonsteil bestehen ausgedehntere Siedlungs- und Gewerbegebiete.

Seit mehreren Jahren wächst die Bevölkerung wieder. Besonders der nördliche Kantonsteil profitiert von der Nähe zum Wirtschaftsraum Zürich und von verbesserten Verkehrsverbindungen.

Sprache

Die Amtssprache ist Deutsch. Im Alltag wird überwiegend Schweizerdeutsch gesprochen.

Die Glarner Mundarten gehören zum höchstalemannischen Sprachraum. Sie zeichnen sich durch eine charakteristische, häufig als melodisch oder singend beschriebene Aussprache aus.[4]

Innerhalb des Kantons bestehen regionale Unterschiede zwischen dem nördlichen Glarnerland, dem Haupttal und dem Sernftal.

In Behörden, Schulen, Medien und schriftlichen Veröffentlichungen wird Schweizer Hochdeutsch verwendet. Durch Zuwanderung werden daneben Italienisch, Albanisch, Portugiesisch, Serbisch, Kroatisch, Türkisch und weitere Sprachen gesprochen.

Religion

Der Kanton ist historisch sowohl evangelisch-reformiert als auch römisch-katholisch geprägt.

Während der Reformation schlossen sich zahlreiche Glarner der neuen Glaubensrichtung an. Anders als in vielen anderen Orten der Eidgenossenschaft kam es jedoch nicht zu einer vollständigen konfessionellen Trennung.

In mehreren Ortschaften nutzten katholische und reformierte Gemeinden zeitweise dieselben Kirchen. Besonders bekannt ist die Stadtkirche Glarus, die lange beiden Konfessionen diente.

Heute bestehen neben den reformierten und katholischen Kirchen orthodoxe, freikirchliche, muslimische und weitere Religionsgemeinschaften. Der Anteil der konfessionslosen Bevölkerung nimmt zu.

Geschichte

Frühgeschichte und römische Zeit

Archäologische Funde belegen, dass einzelne Gebiete des heutigen Kantons bereits in vorgeschichtlicher Zeit begangen oder besiedelt waren.

Während der römischen Zeit lag das Glarnerland abseits der grossen städtischen Zentren. Dennoch bestanden Verkehrsverbindungen über Alpenübergänge und durch die Linthebene.

Nach dem Zerfall des Römischen Reiches wurde das Gebiet zunehmend von alemannischen Bevölkerungsgruppen besiedelt. Frühmittelalterliche Ortsnamen und Funde weisen auf eine schrittweise Erschliessung des Tals hin.

Herrschaft des Klosters Säckingen

Im frühen Mittelalter gelangte das Glarnerland unter die Grundherrschaft des Klosters Säckingen am Hochrhein.

Der heilige Fridolin von Säckingen wurde zum Landespatron. Er ist bis heute im Kantonswappen dargestellt.

Die tatsächliche Herrschaft wurde im Namen des Klosters durch Vögte ausgeübt. Im Hochmittelalter gelangten diese Rechte zeitweise an verschiedene Adelsgeschlechter, darunter die Habsburger.

Befreiung von der habsburgischen Herrschaft

Im 14. Jahrhundert löste sich Glarus zunehmend aus der habsburgischen Herrschaft. 1352 schloss sich das Land Glarus der Eidgenossenschaft an.

Nach wechselnden politischen Verhältnissen wurde die Zugehörigkeit im Verlauf der folgenden Jahrzehnte gefestigt.

Am 9. April 1388 besiegten die Glarner und ihre eidgenössischen Verbündeten in der Schlacht bei Näfels ein zahlenmässig überlegenes habsburgisches Heer.

Der Sieg besitzt für die kantonale Erinnerungskultur bis heute grosse Bedeutung. Jährlich erinnert die Näfelser Fahrt an die Schlacht und an die Gefallenen.

Landsgemeinde und politische Selbstständigkeit

Im späten Mittelalter entwickelte sich die Landsgemeinde zum wichtigsten politischen Organ. Die stimmberechtigten Landmänner versammelten sich, um über Gesetze, Steuern, Bündnisse und Wahlen zu entscheiden.

Glarus entwickelte sich zu einem weitgehend selbstständigen Länderort der Alten Eidgenossenschaft.

Die politische Ordnung beruhte auf einer Verbindung von Landsgemeinde, Landrat, Gerichten und örtlichen Genossenschaften. Eine wichtige Rolle spielten die sogenannten Tagwen, traditionelle Körperschaften der Ortsbürger und Grundeigentümer.

Reformation und Konfessionskonflikte

Die Reformation fand im 16. Jahrhundert auch im Glarnerland Anhänger. Der Reformator Huldrych Zwingli wirkte von 1506 bis 1516 als katholischer Priester in Glarus, bevor er sich später der Reformation anschloss.

Die konfessionellen Spannungen führten nicht zu einer dauerhaften Teilung des Kantons. Katholische und reformierte Bevölkerungsteile entwickelten eine besondere Form des politischen Zusammenlebens.

Zeitweise bestanden getrennte katholische und reformierte Landsgemeinden sowie gemeinsame Versammlungen für übergeordnete Angelegenheiten.

Diese komplizierte konfessionelle Ordnung blieb bis zur Helvetischen Revolution von 1798 bestehen.

Helvetische Republik und Mediation

1798 wurde die alte Eidgenossenschaft durch die zentralistisch organisierte Helvetische Republik ersetzt.

Das Glarnerland wurde Teil des neu geschaffenen Kantons Linth. Zu diesem gehörten auch Gebiete des heutigen Kantons St. Gallen und des Kantons Schwyz.

Die neue Ordnung stiess auf Widerstand und blieb politisch instabil. Mit der Mediationsakte von 1803 wurde der Kanton Glarus wiederhergestellt.

Industrialisierung

Datei:Textildruck Glarus.jpg
Der Textildruck prägte die Glarner Wirtschaft

Der Kanton gehörte zu den frühesten und am stärksten industrialisierten Regionen der Schweiz.

Bereits im 18. Jahrhundert entstanden Heimarbeit, Handspinnerei und Weberei. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich Textilindustrie und Textildruck zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen.

Glarner Stoffe und bedruckte Textilien wurden in zahlreiche Länder exportiert. Kaufleute und Handelsunternehmen bauten internationale Netzwerke in Europa, Amerika, Afrika und Asien auf.

Die Fabriken konzentrierten sich entlang der Linth und ihrer Nebenflüsse, deren Wasserkraft für den Antrieb von Maschinen genutzt wurde.

Die Industrialisierung führte zu starkem Bevölkerungswachstum, zur Entstehung von Arbeitersiedlungen und zu tiefgreifenden sozialen Veränderungen.

Soziale Gesetzgebung

Glarus nahm in der schweizerischen Sozialgesetzgebung mehrfach eine Pionierrolle ein.

Das Fabrikgesetz von 1864 beschränkte die tägliche Arbeitszeit, verbot Nacht- und Kinderarbeit und führte Vorschriften zu Sicherheit und Hygiene ein. Später wurde die zulässige Arbeitszeit weiter reduziert.[5]

1916 beschloss die Landsgemeinde die Schaffung einer kantonalen Alters- und Invalidenversicherung. 1925 folgte ein Gesetz über die Arbeitslosenversicherung.

Diese Entscheidungen stärkten den Ruf des Kantons als sozialpolitisch fortschrittlicher Industriestandort.

Auswanderung und New Glarus

Wirtschaftliche Krisen, Armut und fehlende Arbeitsmöglichkeiten führten im 19. Jahrhundert zur Auswanderung zahlreicher Glarnerinnen und Glarner.

1845 gründeten Auswanderer aus dem Kanton im US-Bundesstaat Wisconsin die Siedlung New Glarus. Zwischen dem schweizerischen Glarnerland und New Glarus bestehen bis heute kulturelle und freundschaftliche Beziehungen.

Brand von Glarus

In der Nacht vom 10. auf den 11. Mai 1861 zerstörte ein Grossbrand einen erheblichen Teil des Hauptortes Glarus.

Mehrere hundert Gebäude wurden vernichtet, und ein grosser Teil der Bevölkerung verlor sein Zuhause.

Der Wiederaufbau erfolgte nach einem planmässigen Strassennetz. Breite Strassen und regelmässige Häuserzeilen sollten die Ausbreitung künftiger Brände erschweren.

Das heutige Ortsbild von Glarus ist stark durch diesen Wiederaufbau geprägt.

Gemeindestrukturreform

Bis 2010 bestand der Kanton aus 25 Ortsgemeinden sowie zahlreichen weiteren Schul-, Fürsorge-, Bürger- und Kirchgemeinden.

An der Landsgemeinde 2006 beschlossen die Stimmberechtigten eine umfassende Gemeindestrukturreform. Aus den bisherigen Ortsgemeinden entstanden zum 1. Januar 2011 drei grosse Einheitsgemeinden:

Die Reform gehörte zu den umfassendsten kommunalen Neuordnungen der jüngeren Schweizer Geschichte.[6]

Seit 2026 gilt ein neu geordnetes Gemeinderecht, das den drei Gemeinden zusätzliche Möglichkeiten bei ihrer inneren Organisation gibt.[7]

Politik

Kantonsverfassung

Die geltende Kantonsverfassung wurde 1988 in Kraft gesetzt und seither mehrfach geändert.

Sie bestimmt, dass die Staatsgewalt im Volk beruht. Das Volk übt sie unmittelbar an der Landsgemeinde, an Gemeindeversammlungen und an der Urne sowie mittelbar durch gewählte Behörden aus.[8]

Der Kanton verfügt über eine ausgeprägte direktdemokratische Tradition. Neben der Landsgemeinde finden eidgenössische, kantonale und kommunale Urnenwahlen und Abstimmungen statt.

Landsgemeinde

Datei:Landsgemeinde Glarus.jpg
Glarner Landsgemeinde auf dem Zaunplatz

Die Landsgemeinde ist das oberste Organ des Kantons. Sie findet normalerweise am ersten Sonntag im Mai auf dem Zaunplatz in Glarus statt.

Stimmberechtigt sind Schweizer Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz im Kanton, die das 16. Altersjahr vollendet haben. Glarus war 2007 der erste Schweizer Kanton, der das Stimmrechtsalter für kantonale Angelegenheiten auf 16 Jahre senkte.

Die Landsgemeinde entscheidet insbesondere über:

  • Änderungen der Kantonsverfassung;
  • kantonale Gesetze;
  • bestimmte Staatsverträge;
  • grössere frei bestimmbare Ausgaben;
  • den kantonalen Steuerfuss;
  • weitere ihr vom Landrat vorgelegte Geschäfte.

Stimmberechtigte können im Ring das Wort verlangen und Änderungs-, Ablehnungs-, Verschiebungs- oder Rückweisungsanträge stellen. Dieses Recht wird traditionell mit der Formel «raten, mindern und mehren» beschrieben.

Die Mehrheiten werden durch den Landammann oder die Landammannin nach Augenmass festgestellt. Bei knappen Ergebnissen kann die Abstimmung wiederholt werden.

Landrat

Der Landrat des Kantons Glarus ist das kantonale Parlament. Er besteht aus 60 Mitgliedern.[9]

Die Mitglieder werden für vier Jahre im Verhältniswahlverfahren gewählt. Die drei Gemeinden bilden zugleich die drei Wahlkreise:

  • Glarus Nord;
  • Glarus;
  • Glarus Süd.

Der Landrat bereitet die Geschäfte der Landsgemeinde vor, erlässt Verordnungen, beschliesst über Ausgaben innerhalb seiner Zuständigkeit und übt die Oberaufsicht über Regierung, Verwaltung und Gerichte aus.

Anders als die Parlamente der meisten Kantone besitzt der Landrat keine uneingeschränkte selbstständige Gesetzgebungskompetenz. Grundlegende kantonale Gesetze werden von der Landsgemeinde beschlossen.

Regierungsrat

Der Regierungsrat des Kantons Glarus besteht aus fünf vollamtlichen Mitgliedern. Er ist die leitende und oberste vollziehende Behörde des Kantons.[10]

Die Regierungsmitglieder werden vom Volk an der Urne gewählt. Jedes Mitglied leitet ein Departement.

Die Verwaltung ist in fünf Departemente gegliedert:

  • Finanzen und Gesundheit;
  • Bildung und Kultur;
  • Bau und Umwelt;
  • Volkswirtschaft und Inneres;
  • Sicherheit und Justiz.

Die Staatskanzlei unterstützt die Regierung als Stabsstelle.

Die Landsgemeinde wählt aus dem Kreis der Regierungsmitglieder den Landammann und den Landesstatthalter. Der Landammann leitet die Landsgemeinde und repräsentiert den Kanton.

Gerichte

Die kantonale Rechtspflege wird unter anderem durch das Obergericht und das Verwaltungsgericht ausgeübt.

Daneben bestehen weitere Gerichts- und Schlichtungsbehörden für Zivil-, Straf- und Verwaltungssachen.

Entscheide der höchsten kantonalen Gerichte können unter den gesetzlichen Voraussetzungen an das Schweizerische Bundesgericht weitergezogen werden.

Vertretung im Bund

Der Kanton Glarus entsendet ein Mitglied in den Nationalrat und zwei Mitglieder in den Ständerat.

Bei eidgenössischen Verfassungsabstimmungen verfügt Glarus über eine ganze Standesstimme.

Gemeinden

Seit dem 1. Januar 2011 besteht der Kanton aus drei politischen Gemeinden.

Gemeinde Hauptort Bedeutende Ortschaften Charakter
Glarus Nord Niederurnen Bilten, Filzbach, Mollis, Näfels, Niederurnen, Oberurnen und Obstalden Nördlicher Kantonsteil, Linthebene, Walensee und Kerenzerberg
Glarus Glarus Ennenda, Glarus, Netstal und Riedern Kantonshauptort und mittleres Linthtal
Glarus Süd Schwanden Betschwanden, Braunwald, Elm, Engi, Linthal, Luchsingen, Matt, Mitlödi, Rüti und weitere Dörfer Südlicher Kantonsteil, Sernftal, Klöntal und Hochgebirge

Glarus Süd gehört flächenmässig zu den grössten Gemeinden der Schweiz. Glarus Nord ist die bevölkerungsreichste Gemeinde des Kantons.

Die Gemeinden erfüllen Aufgaben in den Bereichen Schule, Infrastruktur, Raumplanung, soziale Dienste, Kultur, Sport und lokale Verwaltung.

Die Gemeindeversammlung ist ein wichtiges Organ der kommunalen direkten Demokratie. Seit der Neuordnung des Gemeinderechts können die Gemeinden ihre Organisation innerhalb des kantonalen Rahmens flexibler gestalten.

Wirtschaft

Der Kanton Glarus besitzt eine lange industrielle Tradition. Nach Angaben des Kantons gehört er gemessen am Anteil der Beschäftigten im zweiten Wirtschaftssektor zu den am stärksten industrialisierten Kantonen der Schweiz.[11]

Wichtige Branchen sind:

  • Maschinen- und Anlagenbau;
  • Präzisionstechnologie;
  • Elektronik;
  • Kunststoffverarbeitung;
  • Formenbau;
  • Fahrzeugtechnik;
  • Textilien;
  • Chemie und Pharmazie;
  • Nahrungs- und Genussmittel;
  • Energieproduktion;
  • Bauwirtschaft.

Viele Unternehmen sind stark exportorientiert und auf spezialisierte Produkte ausgerichtet.

Der Dienstleistungssektor hat in den vergangenen Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen. Dazu gehören Handel, Gesundheit, Bildung, Verwaltung, Banken, Versicherungen, Verkehr und Tourismus.

Industrie

Die Industriebetriebe konzentrieren sich vor allem im Linthtal und im nördlichen Kantonsteil.

Die Wasserkraft der Linth und ihrer Nebenflüsse bildete eine wichtige Voraussetzung für die frühe Industrialisierung.

Neben traditionsreichen Unternehmen bestehen zahlreiche kleine und mittlere Betriebe in den Bereichen Maschinenbau, Kunststofftechnik, Metallverarbeitung, Textilien und Lebensmittelproduktion.

Die wirtschaftliche Entwicklung ist eng mit den Regionen Zürichsee, St. Gallen und Graubünden verbunden.

Energie

Die Wasserkraft besitzt grosse Bedeutung. Flüsse, Gebirgsbäche und Stauseen werden zur Stromerzeugung genutzt.

Zu den bedeutenden Anlagen gehören die Kraftwerke im Linth-Limmern-Gebiet. Der Limmernsee und der Muttsee sind Teil eines grossen Pumpspeichersystems.

Wasserkraftanlagen befinden sich auch am Klöntalersee, an der Linth und in verschiedenen Seitentälern.

Neben der Wasserkraft gewinnen Solarenergie, Energieeffizienz und Wärmenetze an Bedeutung.

Landwirtschaft und Alpwirtschaft

Die Landwirtschaft ist überwiegend durch Viehzucht, Milchwirtschaft und Alpwirtschaft geprägt.

Auf den Talböden bestehen Wiesen, Weiden und einzelne Ackerflächen. In höheren Lagen werden Alpen während des Sommers für Rinder, Kühe, Schafe und Ziegen genutzt.

Die traditionelle Alpwirtschaft trägt zur Pflege der Kulturlandschaft und zur Herstellung regionaler Milch- und Fleischprodukte bei.

Zu den bekannten Produkten gehören:

  • Glarner Alpkäse;
  • Schabziger;
  • Fleisch- und Wurstspezialitäten;
  • Honig;
  • regionale Backwaren.

Der Schabziger ist ein stark gewürzter Hartkäse, der mit Zigerklee verfeinert wird und als eine der bekanntesten Glarner Spezialitäten gilt.

Tourismus

Der Tourismus konzentriert sich auf die Berglandschaften, Seen und Wintersportgebiete.

Bedeutende Ferien- und Ausflugsorte sind:

Braunwald ist ein weitgehend autofreier Ferienort oberhalb von Linthal. Der Ort ist mit einer Standseilbahn erreichbar.

Elm ist für Wintersport, Wandern, das Martinsloch und die Gebirgslandschaft am Ende des Sernftals bekannt.

Filzbach und der Kerenzerberg bieten Aussicht auf den Walensee und die Churfirsten.

Der Kanton fördert die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Tourismusorganisationen und Leistungsträgern unter der gemeinsamen Marke Visit Glarnerland.[12]

Verkehr

Die wichtigsten Verkehrswege verlaufen durch das Linthtal.

Eisenbahn

Die Bahnstrecke führt von Ziegelbrücke über Nieder- und Oberurnen, Näfels-Mollis, Netstal, Glarus, Ennenda, Mitlödi, Schwanden und weitere Ortschaften bis nach Linthal.

Direkte und regionale Verbindungen bestehen in Richtung Zürich, Rapperswil, Sargans und St. Gallen.

Die Eisenbahn ist für Berufspendler, Schülerinnen und Schüler sowie den Tourismus von grosser Bedeutung.

Eine Standseilbahn verbindet Linthal mit Braunwald.

Busverkehr

Buslinien erschliessen Ortschaften ohne direkten Bahnanschluss. Dazu gehören Teile von Glarus Nord, das Sernftal, das Klöntal und verschiedene Hanglagen.

Der Kanton ist für die strategische Planung und Bestellung des öffentlichen Verkehrs verantwortlich und arbeitet dabei mit Bund, Nachbarkantonen, Gemeinden und Transportunternehmen zusammen.[13]

Strassenverkehr

Die Hauptstrasse durchquert den Kanton von der Linthebene bis nach Linthal.

Bei Näfels und Glarus bestehen stark belastete Strassenabschnitte. Der Ausbau und die Entlastung der Verkehrsachsen gehören zu den wiederkehrenden politischen Themen.

Über den Klausenpass besteht im Sommer eine Strassenverbindung zwischen Linthal und dem Kanton Uri. Der Pass ist im Winter geschlossen.

Das Sernftal wird über die Strasse von Schwanden nach Elm erschlossen.

Langsamverkehr

Der Kanton verfügt über ein Netz von Wanderwegen, Bergwegen, Velorouten und Mountainbike-Strecken.

Beliebte Routen führen entlang der Linth, durch die Linthebene, um den Klöntalersee, über den Kerenzerberg und in die zahlreichen Berg- und Alpgebiete.

Bildung

Die Gemeinden sind für Kindergarten und Volksschule zuständig. Der Kanton beaufsichtigt das Schulwesen und ist für die kantonalen Schulen, Berufsbildung und weitere Bildungsangebote verantwortlich.[14]

Zu den kantonalen Bildungseinrichtungen gehören:

  • die Kantonsschule Glarus;
  • die Gewerblich-industrielle Berufsfachschule in Ziegelbrücke;
  • kantonale Bildungsangebote im Gesundheits- und Sozialbereich;
  • Berufs- und Laufbahnberatung;
  • Angebote der höheren Berufsbildung.

Rund 540 Betriebe bieten Ausbildungsplätze in zahlreichen eidgenössisch anerkannten Berufen an.[15]

Der Kanton besitzt keine Universität oder eigene Fachhochschule. Studierende besuchen häufig Hochschulen in Zürich, Rapperswil, Chur, St. Gallen, Luzern oder anderen Schweizer Städten.

Kultur

Die Kultur des Kantons wird durch Landsgemeinde, Industriegeschichte, alpine Lebensformen, konfessionelle Vielfalt und regionale Traditionen geprägt.

Näfelser Fahrt

Die Näfelser Fahrt erinnert an die Schlacht bei Näfels von 1388.

Die jährliche Gedenkfeier umfasst einen Umzug, religiöse Elemente, Reden und die Verlesung des Fahrtsbriefs.

Die Route führt zu verschiedenen Gedenkorten der Schlacht. Die Näfelser Fahrt gehört zu den bedeutendsten historischen Bräuchen des Kantons.

Museen und Kulturinstitutionen

Wichtige Einrichtungen sind:

  • das Museum des Landes Glarus im Freulerpalast in Näfels;
  • das Kunsthaus Glarus;
  • das Anna-Göldi-Museum in Ennenda;
  • das Landesarchiv des Kantons Glarus;
  • die Landesbibliothek;
  • lokale Orts- und Industriemuseen.

Der Freulerpalast ist ein bedeutender barocker Profanbau. Das Museum zeigt die Geschichte des Kantons, Wohnkultur, Militärgeschichte und die Entwicklung der Textilindustrie.

Das Kunsthaus Glarus widmet sich vor allem moderner und zeitgenössischer Kunst.

Anna Göldi

Anna Göldi wurde 1782 in Glarus hingerichtet. Ihr Fall gilt häufig als einer der letzten Hexenprozesse Europas, obwohl die Verurteilung formal wegen Vergiftung erfolgte.

Der Fall wurde später historisch und juristisch neu beurteilt. 2008 rehabilitierte der Kanton Glarus Anna Göldi offiziell.

Das Anna-Göldi-Museum in Ennenda erinnert an ihr Leben, den Prozess und die gesellschaftlichen Hintergründe.

Architektur

Der Hauptort Glarus besitzt ein regelmässiges Stadtbild, das nach dem Brand von 1861 entstand.

Bedeutende Bauten sind:

  • die Stadtkirche Glarus;
  • das Rathaus;
  • das Kunsthaus;
  • der Freulerpalast;
  • historische Fabrikgebäude;
  • traditionelle Wohn- und Bauernhäuser.

In den Dörfern des Sernftals und des südlichen Glarnerlands sind historische Holzhäuser, Steinhäuser und traditionelle Siedlungsstrukturen erhalten.

Kulinarische Spezialitäten

Zu den bekannten Glarner Spezialitäten gehören:

Die Glarner Pastete wird traditionell mit Pflaumen- und Mandelmasse gefüllt.

Sport und Freizeit

Die alpine Landschaft bietet zahlreiche Möglichkeiten für Sport und Erholung.

Verbreitete Aktivitäten sind:

  • Wandern;
  • Bergsteigen;
  • Klettern;
  • Skifahren;
  • Snowboarden;
  • Skitouren;
  • Langlauf;
  • Mountainbiken;
  • Gleitschirmfliegen;
  • Schwimmen und Wassersport.

Wintersportgebiete befinden sich vor allem in Braunwald, Elm und am Kerenzerberg.

Das Tödi-, Glärnisch- und Kärpfgebiet ist für Bergtouren und Skitouren bekannt.

Im Kanton entstanden frühe Formen des schweizerischen Skisports. Auch die Geschichte des Schweizer Alpen-Clubs ist eng mit dem Tödigebiet verbunden.

2025 wurde das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest erstmals im Kanton Glarus durchgeführt. Veranstaltungsort war Mollis.

Natur und Umwelt

Der Kanton verfügt über vielfältige Lebensräume von den Uferzonen des Walensees bis zu den Gletschern des Tödi.

Zu den bedeutenden Naturräumen gehören:

  • das UNESCO-Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona;
  • der Freiberg Kärpf;
  • das Klöntal;
  • die Auenlandschaften an der Linth;
  • die Moor- und Feuchtgebiete der Linthebene;
  • alpine Trockenwiesen;
  • Schutzwälder und Hochgebirgsräume.

Freiberg Kärpf

Der Freiberg Kärpf gilt als eines der ältesten Wildschutzgebiete Europas.

Das Gebiet liegt zwischen dem Linthtal und dem Sernftal. Es bietet Lebensraum für Gämsen, Hirsche, Steinböcke, Murmeltiere, Adler und zahlreiche weitere Tierarten.

Das Schutzgebiet ist zugleich ein beliebtes Wander- und Skitourengebiet.

Wald und Naturgefahren

Wälder bedecken einen bedeutenden Teil der Kantonsfläche. Viele Wälder erfüllen eine wichtige Schutzfunktion gegen Lawinen, Steinschlag, Erosion und Hochwasser.

Wegen der steilen Topografie ist der Kanton regelmässig von Naturgefahren betroffen. Schutzbauten, Gefahrenkarten, Überwachungssysteme und eine angepasste Raumplanung sollen Siedlungen und Verkehrswege sichern.

Linthkorrektion

Vor dem 19. Jahrhundert führten Überschwemmungen und Ablagerungen der Linth zur Versumpfung der Linthebene.

Unter der Leitung von Hans Conrad Escher von der Linth begann 1807 die Linthkorrektion. Die Linth wurde in den Walensee geleitet, während der Abfluss des Walensees kanalisiert wurde.

Das Linthwerk gilt als erstes grosses gesamtschweizerisches Wasserbauprojekt und veränderte Landschaft, Landwirtschaft und Siedlungsentwicklung grundlegend.

Wappen und Flagge

Das Glarner Wappen zeigt auf rotem Grund den heiligen Fridolin. Er trägt ein schwarzes Gewand, einen goldenen Heiligenschein, einen Stab und ein Buch.

Glarus ist der einzige Schweizer Kanton, dessen Wappen einen Menschen darstellt.[16]

Fridolin gilt als Glaubensbote und Schutzpatron des Glarnerlands. Die Darstellung verweist auf die historische Verbindung des Kantons mit dem Kloster Säckingen.

Die Kantonsflagge zeigt das gleiche Motiv in quadratischer Form.

Siehe auch

Literatur

  • Historischer Verein des Kantons Glarus: Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons Glarus. Glarus.
  • Kanton Glarus: Glarner Heimatbuch. Lehrmittelverlag des Kantons Glarus.
  • Fridolin Hauser: Geschichte des Landes Glarus. Glarus.
  • Hans Rudolf Stauffacher: Herrschaft und Landsgemeinde. Die Machtelite in Evangelisch-Glarus vor und nach der Helvetischen Revolution. Glarus.
  • Karin Marti-Weissenbach: Industrialisierung und Gesellschaft im Glarnerland. Glarus.
  • Bundesamt für Statistik: Statistisches Jahrbuch der Schweiz. Neuenburg.

Einzelnachweise

  1. Portrait des Kantons Glarus. In: Kanton Glarus. Hrsg.: Staatskanzlei des Kantons Glarus. Abgerufen am 21. Juli 2026.
  2. Bevölkerungsstand und -entwicklung. In: Bundesamt für Statistik. Hrsg.: Schweizerische Eidgenossenschaft. Abgerufen am 21. Juli 2026.
  3. Allgemeine Informationen zur Glarner Landsgemeinde. In: Landsgemeinde des Kantons Glarus. Hrsg.: Staatskanzlei des Kantons Glarus. Abgerufen am 21. Juli 2026.
  4. Bevölkerung. In: Kanton Glarus. Hrsg.: Staatskanzlei des Kantons Glarus. Abgerufen am 21. Juli 2026.
  5. Wirtschaftsgeschichte. In: Kanton Glarus. Hrsg.: Staatskanzlei des Kantons Glarus. Abgerufen am 21. Juli 2026.
  6. Die Glarner Gemeindestrukturreform aus historischer und juristischer Sicht. In: Kanton Glarus. Hrsg.: Staatskanzlei des Kantons Glarus. Abgerufen am 21. Juli 2026.
  7. Neuordnung des Gemeinderechts tritt am 1. Januar 2026 in Kraft. In: Kanton Glarus. Hrsg.: Staatskanzlei des Kantons Glarus. 12. August 2025. Abgerufen am 21. Juli 2026.
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