Bahnhof Feldbach

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Bahnhof Feldbach
Aufnahmegebäude des Bahnhofs Feldbach
Typ Durchgangsbahnhof
Lage Feldbach, Gemeinde Hombrechtikon
Eröffnung 15. März 1894
Eigentümer Schweizerische Bundesbahnen
Betreiber Schweizerische Bundesbahnen
Strecke Rechtsufrige Zürichseebahn
Entfernung 31,4 km ab Zürich Hauptbahnhof
Gleise 2
Bahnsteiggleise 2
Linie S7
Buslinien 970, N95
Tarifverbund Zürcher Verkehrsverbund
Tarifzone 133
Höhe 426 m ü. M.
Abkürzung FB
UIC-Nummer 8503109
Adresse Bahnhofstrasse 16, 8714 Feldbach
Koordinaten 47.23920° N, 8.78350° O

Der Bahnhof Feldbach ist ein Bahnhof der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) im Ortsteil Feldbach der Gemeinde Hombrechtikon im Bezirk Meilen des Kantons Zürich. Er liegt an der rechtsufrigen Zürichseebahn zwischen den Stationen Uerikon und Kempraten.

Der Bahnhof wird von der Linie S7 der S-Bahn Zürich bedient. Diese verbindet Feldbach direkt mit Rapperswil SG, den Gemeinden am rechten Zürichseeufer, der Stadt Zürich, dem Raum Kloten und Winterthur. Beim Bahnhof besteht Anschluss an die Buslinie 970 der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO), welche das höher gelegene Dorfzentrum von Hombrechtikon erschliesst. In den Wochenendnächten verkehrt zudem die Nachtbuslinie N95.[1]

Der Bahnhof gehört zur Tarifzone 133 des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV).[2]

Lage

Der Bahnhof befindet sich im südöstlichen Teil der Gemeinde Hombrechtikon im Ort Feldbach, wenige hundert Meter vom rechten Ufer des Zürichsees entfernt. Das eigentliche Dorfzentrum von Hombrechtikon liegt rund zwei Kilometer nordwestlich und etwa 60 bis 80 Höhenmeter oberhalb der Bahnstation.

Das Bahnhofsgelände liegt zwischen der Bahnhofstrasse und den Wohn- und Gewerbegebieten von Feldbach. Südlich der Station verlaufen die Seestrasse und das Seeufer. Nördlich steigt das Gelände über die Ortsteile Garstlig und Holflüe zum Dorf Hombrechtikon und zum Landschaftsraum am Lützelsee an.

Die Lage des Bahnhofs ausserhalb des Hauptdorfs ist durch die Topografie der Gemeinde bestimmt. Hombrechtikon erstreckt sich vom Zürichsee über die Hänge des Pfannenstiels bis in das Zürcher Oberland. Für die Bahnlinie wurde eine möglichst gleichmässige und steigungsarme Linienführung entlang des Seeufers gewählt. Der Bahnhof entstand deshalb im bereits bestehenden Ort Feldbach und nicht im deutlich höher gelegenen Dorfzentrum.

Zum Einzugsgebiet des Bahnhofs gehören neben Feldbach auch Teile von Hombrechtikon, Schirmensee und die angrenzenden Wohngebiete. Über die Buslinie 970 ist die Station mit dem Dorfzentrum und mehreren Quartieren der Gemeinde verbunden.

Die geografischen Koordinaten des Bahnhofs betragen ungefähr 47,2392 Grad nördlicher Breite und 8,7835 Grad östlicher Länge. Die Schienenhöhe liegt bei rund 426 Metern über Meer.[3]

Anlage

Der Bahnhof besitzt zwei durchgehende Gleise mit je einem seitlichen Perron. Die Anlage dient sowohl dem Ein- und Ausstieg der Reisenden als auch Zugskreuzungen auf dem östlichen Abschnitt der rechtsufrigen Zürichseebahn.

Gleis 1 liegt unmittelbar beim historischen Aufnahmegebäude. Von dort verkehren die Züge in der Regel in Richtung Uerikon, Stäfa, Meilen, Zürich und Winterthur. Gleis 2 wird von den Zügen in Richtung Kempraten und Rapperswil benutzt. Abweichungen von der üblichen Gleisbelegung sind bei Bauarbeiten und betrieblichen Änderungen möglich.

Die Perrons verfügen über Wetterschutz, Sitzgelegenheiten, Fahrgastinformationen und Beleuchtungsanlagen. Für den Billettverkauf stehen Automaten zur Verfügung. Der Bahnhof ist nicht mehr dauerhaft mit Bahnpersonal besetzt; die Sicherungs- und Betriebsanlagen werden ferngesteuert.

Nach Angaben der SBB befinden sich am Bahnhof 29 überdachte Veloabstellplätze. Die P+Rail-Anlage umfasst regulär 57 Parkplätze sowie einen Parkplatz für Menschen mit Behinderung.[4]

Der Bahnhofplatz dient als Umsteigebereich zwischen Bahn, Bus, Velo und Individualverkehr. Die Bushaltestelle Feldbach, Bahnhof liegt unmittelbar bei den Zugängen zu den Perrons.

Aufnahmegebäude

Das historische Aufnahmegebäude entstand im Zusammenhang mit dem Bau der rechtsufrigen Zürichseebahn. Es gehört zu einer Gruppe von Stationsgebäuden, die nach einem einheitlichen Baukörperschema des Architekten Gustav Wülfke errichtet wurden.

Für die kleineren Stationen Uetikon, Uerikon und Feldbach verwendete die Schweizerische Nordostbahn das sogenannte Schema IV. Charakteristisch sind ein zweigeschossiger Hauptbau mit Satteldach und ein seitlich angebauter, niedrigerer Güterschuppen.[5]

Im Erdgeschoss befanden sich ursprünglich die Schalter- und Diensträume, ein Wartesaal sowie Einrichtungen für die Annahme von Gepäck und Gütern. Die oberen Räume dienten als Wohnung für den Stationsvorstand und dessen Familie. Der angebaute Güterschuppen ermöglichte die Zwischenlagerung von Stückgut, landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Waren für die örtlichen Gewerbebetriebe.

Die Fassaden werden durch regelmässig angeordnete Fenster, farbige Fensterläden, zurückhaltende Backsteineinfassungen und das weit auskragende Dach geprägt. Das Gebäude bildet gemeinsam mit den Perrons und den weiteren Bahnbauten ein wichtiges Zeugnis der Verkehrs- und Siedlungsgeschichte Feldbachs.

Nach dem Rückgang des bedienten Bahnbetriebs wurden Teile des Gebäudes für andere Zwecke umgenutzt. Heute befinden sich darin keine regulären SBB-Verkaufsschalter mehr. Die Räume werden teilweise gewerblich genutzt.[4]

Auf dem Bahnhofsgelände befindet sich ausserdem ein jüngeres Dienstgebäude, das vom langjährigen SBB-Architekten Max Vogt entworfen wurde. Vogt prägte zwischen 1957 und 1989 mit zahlreichen Stellwerken, Dienstgebäuden und Bahnhöfen die Architektur der SBB-Kreisdirektion III.[6]

Geschichte

Planung der rechtsufrigen Zürichseebahn

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bemühten sich die Gemeinden am rechten Zürichseeufer um einen Anschluss an das schweizerische Eisenbahnnetz. Das linke Seeufer war bereits durch eine Bahnlinie erschlossen, während der Verkehr auf der rechten Seeseite weiterhin hauptsächlich mit Schiffen, Postkutschen und Fuhrwerken abgewickelt wurde.

1871 bildete sich im Restaurant Löwen in Meilen eine Gesellschaft zur Förderung einer rechtsufrigen Zürichseebahn. Die Leitung des mit Vertretern der Seegemeinden besetzten Komitees übernahm der aus Feldbach stammende Jakob Brennwald.[7]

Bis zum Baubeginn waren zahlreiche technische, finanzielle und politische Fragen zu lösen. Besonders umstritten waren die Linienführung, die Standorte der Bahnhöfe und die Verteilung der Kosten auf Kanton, Gemeinden und Bahngesellschaft.

Für Feldbach sprachen die bestehende Siedlung am See, örtliche Gewerbebetriebe, die Landwirtschaft und die Nähe zu Hombrechtikon. Eine wirtschaftliche Bedeutung besass unter anderem die ehemalige Brauerei Feldbach, die 1836 von Hans Heinrich Hürlimann gegründet worden war. Sein Sohn verlegte den wachsenden Betrieb später nach Zürich-Enge, doch in Feldbach wurde noch bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts Bier hergestellt.[8]

Eröffnung 1894

Die rechtsufrige Zürichseebahn wurde von der Schweizerischen Nordostbahn gebaut. Am 14. März 1894 fand die feierliche Einweihung der Strecke zwischen Zürich Stadelhofen und Rapperswil statt. Ein Festzug mit zwei geschmückten Lokomotiven und vierzehn Personenwagen fuhr entlang des Zürichsees und wurde in den meisten Gemeinden von der Bevölkerung empfangen.

Der fahrplanmässige Betrieb begann am 15. März 1894. Damit wurden gleichzeitig die Station Feldbach und die übrigen Bahnhöfe der neuen Linie eröffnet. Anfangs verkehrten täglich acht Züge je Richtung. Für die Fahrt zwischen Zürich Stadelhofen und Rapperswil benötigten die dampfbetriebenen Züge ungefähr 75 Minuten.[5]

Am 1. Oktober 1894 wurde die Verbindung zwischen Zürich Hauptbahnhof und Zürich Stadelhofen über den Bahnhof Zürich Letten eröffnet. Feldbach erhielt dadurch eine durchgehende Bahnverbindung zum Zürcher Hauptbahnhof.

Der neue Bahnhof erleichterte den Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse, von Baumaterialien und gewerblichen Produkten. Gleichzeitig verbesserte er die Erreichbarkeit Hombrechtikons für Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie Ausflügler.

Übernahme durch die SBB

Die Schweizerische Nordostbahn ging im Zuge der Verstaatlichung der grossen Privatbahnen 1902 in den neu gegründeten Schweizerischen Bundesbahnen auf. Bahnhof und Strecke befinden sich seither im Eigentum der SBB.

In den ersten Jahrzehnten wurden die Züge mit Dampflokomotiven geführt. Für den Betrieb waren zahlreiche Angestellte erforderlich, darunter Stationsvorstände, Weichenwärter, Kondukteure, Gepäckarbeiter und Personal für den örtlichen Güterverkehr.

Der Bahnhof besass neben den beiden Hauptgleisen zusätzliche Anlagen für die Güterabfertigung. Landwirtschaftliche Produkte, Vieh, Brennstoffe und Stückgut wurden auf die Bahn verladen oder von den Zügen übernommen. Mit der zunehmenden Verbreitung des Lastwagens verlor dieser Verkehr im Verlauf des 20. Jahrhunderts an Bedeutung.

Elektrifizierung

1926 elektrifizierten die SBB die rechtsufrige Zürichseebahn mit dem schweizerischen Bahnstromsystem von 15 Kilovolt und 16,7 Hertz Wechselstrom. Die Dampflokomotiven wurden im regulären Personenverkehr durch leistungsfähigere elektrische Fahrzeuge ersetzt.

Durch die Elektrifizierung sank die Reisezeit zwischen Zürich und Rapperswil von ungefähr 75 auf rund 43 Minuten. Gleichzeitig konnte das Angebot von acht auf vierzehn Züge je Richtung und Tag erweitert werden.[5]

Der schnellere und zuverlässigere Verkehr förderte die Entwicklung des rechten Zürichseeufers zu einer bevorzugten Wohnregion. Auch Hombrechtikon und Feldbach wurden stärker in den Zürcher Wirtschaftsraum eingebunden.

Ausbau des Taktverkehrs

Das Verkehrsaufkommen nahm nach dem Zweiten Weltkrieg deutlich zu. In den 1960er Jahren bauten die SBB mehrere Abschnitte der Strecke auf Doppelspur aus und modernisierten die Sicherungsanlagen. Zwischen Küsnacht und Herrliberg sowie zwischen Stäfa und Uerikon entstanden Doppelspurabschnitte.

Die Verbesserungen ermöglichten ab 1968 einen regelmässigen Halbstundentakt. Zum Einsatz kamen unter anderem die roten Doppeltriebwagen des Typs RABDe 12/12, die wegen ihrer Beschleunigung und ihres äusseren Erscheinungsbilds als «Goldküstenexpress» oder «Mirage» bekannt wurden.[5]

Feldbach blieb auf dem östlichen Streckenabschnitt eine Station mit zwei Gleisen. Die Kreuzungsmöglichkeit ist für den Betrieb auf den angrenzenden eingleisigen Abschnitten von Bedeutung.

S-Bahn Zürich

Am 27. Mai 1990 nahm die S-Bahn Zürich ihren Betrieb auf. Gleichzeitig wurden der Hirschengrabentunnel und der unterirdische Teil des Zürcher Hauptbahnhofs eröffnet. Die Züge vom rechten Zürichseeufer konnten dadurch ohne Fahrtrichtungswechsel durch das Zürcher Stadtzentrum und weiter in andere Regionen des Kantons verkehren.

Feldbach wurde der Linie S7 zugeordnet. Die bisher verwendeten Pendelzüge wurden schrittweise durch moderne Doppelstockzüge ersetzt. Der Bahnhof erhielt direkte Verbindungen über Zürich Hauptbahnhof, Zürich Hardbrücke und Zürich Oerlikon in den Raum Kloten und später bis Winterthur.

Umbau in den 1990er Jahren

In der Mitte der 1990er Jahre wurden die Station und ihr Umfeld umfassend erneuert. Die Arbeiten dauerten rund zwei Jahre. Dabei wurden die Publikumsanlagen, die Zugänge, die Perrons und der Bahnhofplatz den Anforderungen des modernen S-Bahn-Betriebs angepasst.

Am 7. September 1996 wurden die umgebaute SBB-Station und die damals beim Bahnhof gelegene Poststelle gemeinsam eingeweiht.[9]

Der Umbau stärkte die Funktion des Bahnhofs als Umsteigepunkt zwischen S-Bahn und Bus. Gleichzeitig wurden die Anlagen für den Park-and-Ride- und Veloverkehr erweitert.

Bahnverkehr

Im Fahrplanjahr 2026 wird Feldbach von der Linie S7 der S-Bahn Zürich bedient:[10]

  • S7: Winterthur – Kemptthal – Effretikon – Bassersdorf – Kloten – Kloten Balsberg – Opfikon – Zürich Oerlikon – Zürich Hardbrücke – Zürich Hauptbahnhof – Zürich Stadelhofen – Meilen – Uetikon am See – Männedorf – Stäfa – Uerikon – Feldbach – Kempraten – Rapperswil SG

Die S7 verkehrt grundsätzlich im Halbstundentakt. Zwischen Zürich Stadelhofen und Meilen fährt sie ohne Zwischenhalt. Dadurch verbindet sie die weiter östlich gelegenen Gemeinden vergleichsweise schnell mit der Stadt Zürich.

Die Fahrt nach Rapperswil dauert ungefähr zehn Minuten. Zürich Stadelhofen wird je nach Verbindung in rund 30 Minuten, Zürich Hauptbahnhof in etwa 35 Minuten erreicht. Die Fahrzeit nach Winterthur beträgt ungefähr eine Stunde.

Die benachbarte Station in Richtung Zürich ist Uerikon. In Richtung Rapperswil folgt Kempraten, das bereits auf dem Gemeindegebiet der Stadt Rapperswil-Jona im Kanton St. Gallen liegt.

In Rapperswil bestehen Anschlüsse in Richtung Pfäffikon SZ, Ziegelbrücke, Uznach, Wattwil, Schmerikon und in das St. Galler Rheintal. In Zürich Hauptbahnhof und Winterthur bestehen Übergänge zum nationalen Fernverkehr.

Busverkehr

Die Bushaltestelle Feldbach, Bahnhof wird von den Verkehrsbetrieben Zürichsee und Oberland bedient.

Die Tageslinie 970 verkehrt auf folgender Strecke:[11]

  • 970: Hombrechtikon, Post – Plattenhof – Tobel – Grossacher – Eichtal – Eichberg – Holflüe – Hofacherstrasse – Garstlig – Feldbach, Viadukt – Feldbach, Bahnhof

Die Buslinie stellt die wichtigste Verbindung zwischen dem SBB-Bahnhof und dem Zentrum von Hombrechtikon dar. Ihr Fahrplan ist weitgehend auf die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der S7 abgestimmt.

In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag wird der Bahnhof ausserdem von der Nachtbuslinie N95 bedient. Sie verbindet Feldbach unter anderem mit Hombrechtikon und Bubikon.[1]

Die Bushaltestelle und die Wendefläche liegen unmittelbar beim Bahnhof. Dadurch sind kurze Umsteigewege zwischen Zug und Bus möglich.

Bedeutung

Der Bahnhof Feldbach ist der einzige Bahnhof auf dem Gemeindegebiet von Hombrechtikon. Wegen der dezentralen Siedlungsstruktur der Gemeinde reicht sein Einzugsgebiet weit über den unmittelbar am See gelegenen Ortsteil hinaus.

Für Pendlerinnen und Pendler ermöglicht die S7 direkte Fahrten nach Rapperswil, Meilen, Zürich, Kloten und Winterthur. Die Buslinie 970 übernimmt die Zubringerfunktion für das Dorfzentrum und die höher gelegenen Wohnquartiere.

Der Bahnhof ist auch für den Schul- und Freizeitverkehr von Bedeutung. Von Feldbach aus sind die Wege am Zürichsee, das Strandbad, die Landschaft um Schirmensee sowie die Naturgebiete am Lützelsee erreichbar. Zudem bildet die Station einen Ausgangspunkt für Wanderungen und Velotouren zwischen Zürichsee, Pfannenstiel und Zürcher Oberland.

Die P+Rail-Anlage erweitert das Einzugsgebiet auf abgelegene Weiler und Einzelhöfe, die nicht jederzeit unmittelbar durch eine Buslinie erschlossen werden. Die Veloabstellplätze ermöglichen die Kombination von Velo und Bahn.

Umfeld

Der Bahnhof liegt innerhalb des historisch gewachsenen Siedlungsgebiets Feldbach/Schirmensee. Dieses umfasst unterschiedliche Bautypen und Nutzungen, darunter ehemalige Bauern- und Gewerbehäuser, Villen, Wohnbauten, frühere Fabrik- und Brauereigebäude sowie Anlagen am Zürichsee.

In Feldbach befinden sich mehrere kulturgeschichtlich bedeutende Objekte. Dazu gehören der Oberhaushof und der Landsitz Rosenberg. Am Seeufer wurden ausserdem bedeutende Überreste prähistorischer Siedlungen entdeckt.

Die Fundstelle Feldbach gehört zu den prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen, die seit 2011 zum UNESCO-Welterbe zählen. Sie dokumentiert die Besiedlung des Zürichseeufers während der Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit.

Die Bahnstation trug seit ihrer Eröffnung dazu bei, dass sich Feldbach von einer landwirtschaftlich und gewerblich geprägten Siedlung zu einem Wohn- und Pendlerort entwickelte. Rund um den Bahnhof entstanden zusätzliche Wohnhäuser, kleinere Betriebe und Verkehrsanlagen.

Technische Erneuerungen 2026 bis 2028

Im Rahmen des Umbaus des Bahnhofs Stäfa erneuern die SBB von 2026 bis voraussichtlich Ende 2028 auch die Stellwerk- und Signalanlagen in Stäfa, Uerikon und Feldbach.

Die bisherigen Stellwerke von Stäfa und Feldbach werden in einer neuen zentralen Anlage in Uerikon zusammengeführt. Gleichzeitig werden die Bahnsignale auf der Strecke zwischen Stäfa und Feldbach ersetzt. Das Gesamtprojekt kostet rund 58 Millionen Franken und wird über die Leistungsvereinbarung zwischen Bund und SBB finanziert.[12]

Wegen der Bauarbeiten ist ein Teil der P+Rail-Parkplätze beim Bahnhof Feldbach vom 24. Juli 2026 bis voraussichtlich 31. Oktober 2028 gesperrt.[4]

Die technischen Arbeiten sollen die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Sicherungsanlagen verbessern. Der reguläre Bahnbetrieb wird grundsätzlich aufrechterhalten, zeitweise können jedoch Nachtarbeiten, Fahrplanänderungen oder Ersatzangebote erforderlich sein.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Zürcher Verkehrsverbund: «Feldbach, Bahnhof – Haltestellen- und Linienfahrpläne», Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  2. Zürcher Verkehrsverbund: «Tarifzonen», abgerufen am 4. August 2026.
  3. Open Transport Data Switzerland: «Dienststelle Feldbach», abgerufen am 4. August 2026.
  4. 4,0 4,1 4,2 SBB: «Bahnhof Feldbach», abgerufen am 4. August 2026.
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 Museum Uetikon am See: «Bahngeschichte und Bahngeschichten», S. 6–10, abgerufen am 4. August 2026.
  6. Wikimedia Commons: «Feldbach Station Service Building», abgerufen am 4. August 2026.
  7. Ausstellung Oberhaushof: «Wie Feldbach zu seinem Bahnanschluss kam», 28. November 2020, abgerufen am 4. August 2026.
  8. Bundesamt für Kultur: «Feldbach/Schirmensee, Gemeinde Hombrechtikon», Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz, abgerufen am 4. August 2026.
  9. Gemeinde Hombrechtikon: «Einweihung Station SBB und Post», in: Ährenpost, Juli 1996, abgerufen am 4. August 2026.
  10. Zürcher Verkehrsverbund: «Linienfahrplan S7», Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  11. Zürcher Verkehrsverbund: «Linienfahrplan 970», Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  12. SBB: «Bahnhof Stäfa – Ausbau und weitere Arbeiten», abgerufen am 4. August 2026.

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