Hombrechtikon
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Hombrechtikon |
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Gemeindedaten |
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Staat |
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Kanton |
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Bezirk |
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BFS-Nummer |
0153 |
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Postleitzahl |
8634 |
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Koordinaten |
47.253603° N, 8.770552° E |
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Höhe |
464 m ü. M. |
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Fläche |
12.19 km² |
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Einwohner |
9'415 |
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Website |
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Hombrechtikon ist eine politische Gemeinde im Bezirk Meilen des Kantons Zürich in der Schweiz. Sie liegt im südöstlichen Teil des Kantons auf einer Anhöhe über dem rechten Ufer des Zürichsees. Zur Gemeinde gehören neben dem Dorf Hombrechtikon die am See gelegene Ortschaft Feldbach sowie mehrere Weiler und Aussenwachten.
Das Gemeindegebiet verbindet die Zürichseelandschaft mit den Hügeln und Moorgebieten am Übergang zum Zürcher Oberland. Während Feldbach unmittelbar am See liegt und über einen Bahnhof verfügt, befindet sich das Zentrum von Hombrechtikon höher über dem Zürichsee. Die Gemeinde ist sowohl durch Wohnquartiere als auch durch Landwirtschaftsflächen, Wälder, Feuchtgebiete und historische Streusiedlungen geprägt.
Geographie
Hombrechtikon liegt am südöstlichen Rand des Bezirks Meilen. Das Dorfzentrum befindet sich auf rund 464 Metern über Meer, während das Gelände vom Ufer des Zürichsees bis zu den höher gelegenen Landschaften im Norden der Gemeinde ansteigt.
Die Gemeindefläche beträgt 12,19 Quadratkilometer. Ein grosser Teil davon wird landwirtschaftlich genutzt. Weitere Flächen entfallen auf Wälder, Siedlungen, Verkehrswege, Gewässer und geschützte Naturräume.
Nachbargemeinden sind Stäfa und Oetwil am See im Bezirk Meilen, Grüningen und Bubikon im Bezirk Hinwil sowie die Stadt Rapperswil-Jona im Kanton St. Gallen. Im Süden reicht das Gemeindegebiet bis an den Zürichsee.
Die Landschaft wurde während der Eiszeiten durch Gletscher geformt. Moränen, Geländemulden und feuchte Senken prägen insbesondere den nördlichen Teil des Gemeindegebiets. Dort liegen der Lützelsee, der Seeweidsee und ausgedehnte Riedlandschaften.
Ortsteile und Weiler
Zum Gemeindegebiet gehören insbesondere:
- Hombrechtikon
- Feldbach
- Dändlikon
- Herrgass
- Lutikon
- Lützelsee
- Schirmensee
- Uetzikon
Das Dorf Hombrechtikon bildet das politische, schulische und gesellschaftliche Zentrum der Gemeinde. Feldbach liegt am Zürichsee und ist durch den Bahnhof, die Seestrasse und die Uferlandschaft geprägt.
Die übrigen Siedlungen sind meist kleinere Weiler oder Gebäudegruppen. Sie erinnern an die traditionelle Streusiedlungsstruktur, die in der landwirtschaftlich geprägten Landschaft am oberen rechten Zürichsee verbreitet war.
Naturraum
Hombrechtikon besitzt eine vielfältige Natur- und Kulturlandschaft. Neben dem Zürichsee sind vor allem der Lützelsee und die angrenzenden Moorgebiete von Bedeutung.
Das Gebiet Lützelsee–Seeweidsee–Ütziker Riet umfasst Feuchtwiesen, Moore, offene Wasserflächen, Gehölze und landwirtschaftlich genutzte Flächen. Es bietet Lebensraum für zahlreiche Pflanzen-, Vogel-, Amphibien- und Insektenarten.
Der Lützelsee liegt in einer natürlichen Geländemulde. Er wird von kleineren Zuflüssen gespeist und über den Tobelbach beziehungsweise Feldbach in Richtung Zürichsee entwässert.
Weitere ökologisch bedeutende Gebiete befinden sich im Ütziker Riet, im Lutiker Riet, im Katzentobel und entlang der Bäche zwischen Hombrechtikon, Feldbach und Stäfa. Teile dieser Landschaften stehen unter Natur- und Landschaftsschutz.
Geschichte
Früheste Besiedlung
Ein in der Flur Fromatt gefundenes Steinbeil deutet darauf hin, dass Menschen das heutige Gemeindegebiet bereits während der Jungsteinzeit aufsuchten. Bedeutende vorgeschichtliche Siedlungsspuren wurden am Zürichsee bei Feldbach entdeckt.
Dort bestanden ungefähr ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. Seeufersiedlungen. Ihre Bewohner errichteten Häuser auf feuchtem Untergrund nahe dem damaligen Ufer, betrieben Landwirtschaft, hielten Tiere und nutzten die natürlichen Ressourcen des Sees.
Die Fundstellen am oberen Zürichsee gehören zu den Zeugnissen der prähistorischen Seeufersiedlungen im Alpenraum. Sie werden häufig unter der traditionellen Bezeichnung Pfahlbausiedlungen zusammengefasst.
Ortsname
Hombrechtikon wurde 1194 erstmals urkundlich als Hunbrestinchon erwähnt. Der Ortsname geht wahrscheinlich auf einen alemannischen Personennamen wie Humbrecht oder Hunbrecht zurück.
Die Endung «-ikon» entwickelte sich aus älteren Bezeichnungen für die Höfe oder die Siedlung der Angehörigen einer bestimmten Person. Der Name kann deshalb sinngemäss als «bei den Höfen der Leute des Humbrecht» gedeutet werden.
In späteren Urkunden erschienen unterschiedliche Schreibweisen. Die heutige Form Hombrechtikon setzte sich im Verlauf der frühen Neuzeit durch.
Mittelalter
Im Mittelalter war das heutige Gemeindegebiet in zahlreiche Höfe, Weiler und Grundherrschaften gegliedert. Rechte und Güter gehörten unter anderem dem Kloster St. Gallen, dem Kloster Einsiedeln, der Kirche auf der Ufenau sowie verschiedenen weltlichen Herrschaftsträgern.
Kirchlich gehörte Hombrechtikon ursprünglich zur Grosspfarrei Ufenau. Die Bewohner mussten für Gottesdienste und kirchliche Angelegenheiten teilweise weite Wege zurücklegen.
Eine Kapelle in Hombrechtikon ist 1308 erstmals urkundlich erwähnt. 1369 erlangte die örtliche Kirchgemeinde eine gewisse Selbstständigkeit von der Mutterkirche auf der Ufenau. Damit wurde Hombrechtikon zu einem eigenständigeren kirchlichen Mittelpunkt der umliegenden Siedlungen.[1]
Die hohe Gerichtsbarkeit lag zeitweise bei den Habsburgern. Im Jahr 1408 gelangten Hombrechtikon und weitere Gebiete der Umgebung unter die Herrschaft der Stadt Zürich.
Unter Zürcher Herrschaft
Unter der Zürcher Obrigkeit gehörte Hombrechtikon zur Landvogtei Grüningen. Die einzelnen Weiler besassen teilweise eigene Nutzungsrechte, Gemeindegüter und lokale Verwaltungsformen.
Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von Landwirtschaft, Viehzucht, Rebbau, Obstbau und Waldwirtschaft. Die Höfe waren über das gesamte Gemeindegebiet verteilt. Nur rund um Kirche und wichtige Wegkreuzungen entwickelte sich eine dichtere Siedlung.
Mit der Zürcher Reformation wurde Hombrechtikon in den 1520er-Jahren evangelisch-reformiert. Kirchliche Rechte, Gottesdienst und Besitzverhältnisse wurden neu geordnet. Die Bindung an das Kloster Einsiedeln und andere katholische Institutionen verlor ihre frühere Bedeutung.
Im 17. und 18. Jahrhundert bot die textile Heimarbeit vielen Familien eine zusätzliche Einkommensquelle. In Wohnstuben und kleinen Werkstätten wurden Garne und Stoffe für städtische Kaufleute hergestellt.
Entstehung der politischen Gemeinde
Mit dem Ende der Alten Eidgenossenschaft und der Gründung der Helvetischen Republik im Jahr 1798 wurden die bisherigen Herrschafts- und Gerichtsstrukturen aufgehoben.
Hombrechtikon wurde als politische Gemeinde neu organisiert. Während der folgenden Jahrzehnte änderte sich die kantonale Verwaltungsgliederung mehrfach. Seit 1831 gehört die Gemeinde zum Bezirk Meilen.
Innerhalb der politischen Gemeinde bestanden zeitweise mehrere Zivilgemeinden oder lokale Körperschaften. Sie verwalteten unter anderem Wege, Brunnen, Wälder und gemeinschaftlich genutzte Güter. Diese Aufgaben gingen später vollständig an die politische Gemeinde über.
Bevölkerungsentwicklung
Um 1798 lebten ungefähr 2'200 Menschen im Gemeindegebiet. Während des 19. Jahrhunderts blieb die Einwohnerzahl mit gewissen Schwankungen bei rund 2'500 Personen. Viele Einwohner arbeiteten in der Landwirtschaft, im Gewerbe oder in der textilen Heimindustrie.[2]
Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts setzte ein deutliches Wachstum ein. Neue Wohnquartiere entstanden im Dorf Hombrechtikon und in Feldbach. Die Gemeinde entwickelte sich zunehmend zu einem Wohnort für Pendler, die in Stäfa, Rapperswil-Jona, Wetzikon, Zürich oder anderen regionalen Zentren arbeiteten.
Ende 2025 zählte Hombrechtikon 9'415 Einwohner. Davon waren 2'209 Personen ausländische Staatsangehörige. Der Ausländeranteil betrug 23,46 Prozent.[3]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1634 | 617 |
| 1772 | 1'501 |
| 1850 | 2'649 |
| 1900 | 2'292 |
| 1950 | 3'079 |
| 1970 | 4'589 |
| 1990 | 6'865 |
| 2000 | 7'246 |
| 2010 | 7'957 |
| 2015 | 8'463 |
| 2021 | 9'006 |
| 2024 | 9'386 |
| 2025 | 9'415 |
Ende 2025 gehörten 2'558 Einwohner der evangelisch-reformierten und 2'141 der römisch-katholischen Kirche an. 4'406 Personen gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder waren konfessionslos.[3]
Politik und Verwaltung
Die Stimmberechtigten entscheiden an der Gemeindeversammlung über das Budget, die Jahresrechnung, kommunale Erlasse, grössere Investitionen und weitere Geschäfte.
Der Gemeinderat bildet die Exekutive. Er führt die Gemeindeverwaltung und trägt die politische Verantwortung für die verschiedenen kommunalen Ressorts.
Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der Feldbachstrasse 12 in Hombrechtikon. Die Gemeinde erfüllt verschiedene Aufgaben gemeinsam mit regionalen Zweckverbänden und Nachbargemeinden.
Neben der politischen Gemeinde bestehen eigenständige Körperschaften und Organisationen für Schule, Kirchen und weitere öffentliche Aufgaben.
Wappen
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:
- In Rot eine gebundene goldene sechzehnährige Garbe.
Die Garbe erinnert wahrscheinlich an die frühere landwirtschaftliche Bedeutung und an die Abgaben, welche die Bewohner an kirchliche Grundherren leisten mussten.
Die älteste bekannte Darstellung des Wappens befindet sich am Turm der reformierten Kirche und stammt aus dem Jahr 1676. Das Motiv wurde später als offizielles Gemeindewappen übernommen.[1]
Wirtschaft
Hombrechtikon war während Jahrhunderten eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Ackerbau, Viehzucht, Milchwirtschaft, Obstbau und Rebbau bestimmten das Erwerbsleben.
In den Weilern und Aussenwachten bestehen weiterhin landwirtschaftliche Betriebe. Die offene Kulturlandschaft ist für das Erscheinungsbild der Gemeinde und für den Erhalt der geschützten Naturgebiete von grosser Bedeutung.
Seit dem 19. Jahrhundert entstanden kleinere Gewerbe-, Handels- und Industriebetriebe. Heute umfasst die örtliche Wirtschaft Handwerk, Baugewerbe, Detailhandel, Gastronomie, Gesundheitswesen und persönliche Dienstleistungen.
Ein grosser Teil der erwerbstätigen Bevölkerung arbeitet ausserhalb der Gemeinde. Hombrechtikon ist dadurch eng mit den Wirtschafts- und Arbeitsräumen am Zürichsee, im Zürcher Oberland und in der Stadt Zürich verbunden.
Verkehr
Eisenbahn
Der Bahnhof Feldbach liegt an der rechtsufrigen Zürichseebahn. Er wird von der Linie S7 der S-Bahn Zürich bedient. Direkte Verbindungen bestehen in Richtung Zürich, Meilen, Stäfa und Rapperswil.
Der Bahnhof ist vor allem für den Ortsteil Feldbach und für den südlichen Teil der Gemeinde von Bedeutung. Das Dorf Hombrechtikon liegt mehrere Kilometer vom Bahnhof entfernt und wird durch Buslinien erschlossen.
Busverkehr
Buslinien der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland verbinden Hombrechtikon mit den Bahnhöfen Feldbach, Stäfa und Bubikon sowie mit umliegenden Ortschaften.
Die Busverbindungen ermöglichen Anschlüsse an die S-Bahn in Richtung Zürich, Rapperswil, Wetzikon und Winterthur. Das öffentliche Verkehrsangebot ist in den Zürcher Verkehrsverbund integriert.[4]
Strassenverkehr
Regionale Strassen verbinden Hombrechtikon mit Stäfa, Feldbach, Bubikon, Grüningen und Oetwil am See. Die Seestrasse führt durch Feldbach entlang des Zürichsees.
Über die umliegenden Hauptstrassen bestehen Verbindungen nach Rapperswil-Jona, Wetzikon und in den Raum Zürich. Das weitläufige Gemeindegebiet wird zudem von einem Netz aus Quartier-, Landwirtschafts-, Wander- und Velowegen erschlossen.
Bildung
Hombrechtikon verfügt über Kindergärten sowie Primar- und Sekundarschulen. Die Schulanlagen befinden sich hauptsächlich im Dorfzentrum und in den angrenzenden Wohngebieten.
Am 1. Januar 2026 besuchten insgesamt 1'095 Kinder und Jugendliche die öffentlichen oder von der Gemeinde erfassten Bildungsangebote. Davon entfielen 188 auf den Kindergarten, 566 auf die Primarschule und 231 auf die Sekundarschule. Weitere 110 Schüler besuchten externe Einrichtungen wie Gymnasien oder Heime.[3]
Wegen der wachsenden Schülerzahlen plant die Gemeinde eine schrittweise Erweiterung und Anpassung ihrer Schulanlagen. Berücksichtigt werden dabei auch Tagesstrukturen, integrative Unterrichtsformen und zusätzliche Spezialräume.[5]
Weiterführende Schulen und Berufsbildungsangebote befinden sich unter anderem in Stäfa, Rapperswil-Jona, Wetzikon und Zürich.
Religion
Reformierte Kirche
Die Reformierte Kirche Hombrechtikon steht an erhöhter Lage und prägt das Ortsbild. Eine Kapelle ist bereits 1308 urkundlich belegt.
Der heutige Kirchenbau entstand 1758 und 1759 nach Plänen des Baumeisters Jakob Grubenmann. Der untere Teil des Turms wurde von der spätgotischen Vorgängerkirche übernommen.
Die Kirche ist ein bedeutendes Beispiel des protestantischen Rokokokirchenbaus in der Ostschweiz. Im Inneren befinden sich Rokokostuckaturen, ein Taufstein von 1644 und Teile einer älteren Kirchenausstattung.
Katholische Kirche
Die katholische Kirche St. Niklaus wurde 1968 und 1969 nach Plänen des Architekten Walter Moser errichtet. Ihre moderne Architektur wird durch plastisch geformte Betonwände und eine erhöhte Lage bestimmt.
Der Bau entstand infolge des starken Wachstums der katholischen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Kirche gehört zu einer regionalen römisch-katholischen Kirchgemeinde.
Kultur und Gesellschaft
Das gesellschaftliche Leben wird von zahlreichen Sport-, Musik-, Kultur-, Natur- und Freizeitvereinen getragen. Kirchgemeinden, Schule, politische Gemeinde und private Organisationen veranstalten regelmässig Konzerte, Märkte, Sportanlässe und Dorffeste.
Zu den traditionellen Veranstaltungen gehört die Hombrechtiker Chilbi. Das Dorffest kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und verbindet Marktstände, Fahrgeschäfte, gastronomische Angebote und Vereinsaktivitäten.
Als Informationsorgan der Gemeinde erscheint die Ährenpost. Sie berichtet über Gemeindepolitik, Verwaltung, Schule, Vereine, Geschichte und gesellschaftliche Ereignisse. Der Name nimmt Bezug auf die goldene Ährengarbe im Gemeindewappen.
Sehenswürdigkeiten
Reformierte Kirche Hombrechtikon
Die reformierte Kirche ist eines der bekanntesten Bauwerke der Gemeinde. Der Rokokobau steht auf einer Anhöhe oberhalb des Dorfzentrums und ist aus der weiteren Umgebung sichtbar.
Das historische Ensemble umfasst neben der Kirche das Pfarrhaus, den Friedhof und weitere kirchliche Gebäude.
Lützelsee
Der Lützelsee liegt nördlich des Dorfes in einer geschützten Moor- und Kulturlandschaft. Rund um den See führen Wanderwege durch Riedflächen, Landwirtschaftsgebiete und kleine Weiler.
Das Gebiet besitzt eine grosse ökologische Bedeutung und ist zugleich ein beliebtes Naherholungsziel. Der Schutz empfindlicher Lebensräume schränkt einzelne Freizeitnutzungen ein.
Feldbach und Zürichseeufer
Feldbach besitzt einen historischen Siedlungskern mit ehemaligen Bauern-, Gewerbe- und Fabrikgebäuden. Die Lage am Zürichsee sowie die Nähe zum Bahnhof machen den Ort zu einem wichtigen Wohn- und Verkehrsschwerpunkt.
Am Ufer befinden sich Spazierwege, Badegelegenheiten und Bootsanlagen. Von Feldbach reicht der Blick über den oberen Zürichsee bis zum Seedamm und zu den Voralpen.
Prähistorische Fundstellen
Im Gebiet von Feldbach wurden bedeutende Überreste jungsteinzeitlicher Seeufersiedlungen gefunden. Sie dokumentieren die frühe Besiedlung des oberen Zürichsees.
Die Fundstellen sind Teil des umfangreichen archäologischen Erbes der Zürichseeregion. Empfindliche Überreste liegen teilweise unter Wasser oder im feuchten Uferboden und sind deshalb nicht frei sichtbar.
Historische Weiler
In Schirmensee, Lutikon, Uetzikon, Dändlikon und weiteren Weilern haben sich traditionelle Bauernhäuser, Scheunen, Brunnen und ältere Wegstrukturen erhalten.
Die Gebäude zeigen die Entwicklung der ländlichen Bauweise vom spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bauernhaus bis zu den landwirtschaftlichen Wohn- und Ökonomiebauten des 19. Jahrhunderts.
Persönlichkeiten
- Dorothea Trudel (1813–1862), pietistische Heilerin
- Felix Heusser (1817–1875), Arzt und Chirurg
- Johann Friedrich Dändliker (1821–1900), Pietist und Vorsteher einer diakonischen Einrichtung
- Jakob Brennwald (1825–1887), Unternehmer und Politiker
- Caspar Widmer (1829–1913), Textilunternehmer und Politiker
- Johann Heinrich Bühler-Honegger (1833–1929), Industrieller und Politiker
- Alice Wegmann-Dändliker (1850–1909), Schriftstellerin
- Hermann Huber (1888–1967), Maler und Grafiker
- Amalie Halter-Zollinger (1892–1985), Mundartschriftstellerin
- Paul Speck (1896–1966), Keramiker und Bildhauer
- Arnim Halter (1948–2023), Schauspieler und Regisseur
- Hans Ledermann (* 1957), Radrennfahrer
- Cecilia Bartoli (* 1966), Opernsängerin, zeitweise wohnhaft in der Gemeinde
- Thomas Frischknecht (* 1970), Mountainbiker und Olympia-Medaillengewinner
- Morris Trachsler (* 1984), Eishockeyspieler
Literatur
- Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Basel 1943.
- Marc-André Lutz: Hombrechtikon. Aus der Dorf- und Kirchengeschichte. Evangelisch-reformierte Kirchenpflege Hombrechtikon, Hombrechtikon 1999.
- Christian Renfer: Die reformierte Kirche Hombrechtikon. Schweizerische Kunstführer, Nr. 861. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2010, ISBN 978-3-85782-861-4.
- Gemeinde Hombrechtikon: Gemeindechronik Hombrechtikon. Hombrechtikon.
- Peter Ziegler: Kirchen und Kapellen rund um den Zürichsee. Th. Gut Verlag, Stäfa 2000.
Siehe auch
- Liste der Gemeinden des Kantons Zürich
- Bezirk Meilen
- Feldbach ZH
- Lützelsee
- Zürichsee
- Reformierte Kirche Hombrechtikon
Weblinks
- www.hombrechtikon.ch – offizielle Website der Gemeinde Hombrechtikon
- Hombrechtikon in Zahlen beim Statistischen Amt des Kantons Zürich
- www.ref-hombrechtikon.ch – Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Hombrechtikon
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Wappen, Website der Gemeinde Hombrechtikon, abgerufen am 26. Juli 2026.
- ↑ Geschichte, Website der Gemeinde Hombrechtikon, abgerufen am 26. Juli 2026.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 Zahlen und Fakten, Website der Gemeinde Hombrechtikon, Stand 31. Dezember 2025, abgerufen am 26. Juli 2026.
- ↑ Gesamtverkehrskonzept Hombrechtikon, Gemeinde Hombrechtikon, 12. Juni 2025.
- ↑ Schulraumplanung, Gemeinde Hombrechtikon, abgerufen am 26. Juli 2026.
Wikimedia Commons: Medien zu Hombrechtikon