Bahnhof Wohlen AG
Bahnhof Wohlen AG ist ein Bahnhof in der Gemeinde Wohlen im Kanton Aargau. Er liegt an der Aargauischen Südbahn und ist zugleich westlicher Endpunkt der Bremgarten-Dietikon-Bahn. Dadurch treffen in Wohlen das normalspurige Netz der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und die meterspurige Bahn der Aargau Verkehr AG (AVA) aufeinander.
Der Bahnhof ist ein bedeutender Verkehrsknoten im östlichen Freiamt. Er wird von mehreren Linien der S-Bahn Aargau sowie von der S17 und der S42 der S-Bahn Zürich bedient. Vor dem Bahnhof befindet sich ein zentraler Busbahnhof, von dem Orts- und Regionalbuslinien in zahlreiche Gemeinden der Umgebung verkehren.
Die Geschichte des Bahnhofs reicht bis 1874 zurück, als die Teilstrecke Rupperswil–Lenzburg–Wohlen der Aargauischen Südbahn eröffnet wurde.[1]
| Bahnhof Wohlen AG | |
|---|---|
| Offizieller Stationsname | Wohlen AG |
| Gemeinde | Wohlen |
| Kanton | Aargau |
| Bezirk | Bezirk Bremgarten |
| Eröffnung | 1874 |
| Betreiber Normalspurnetz | Schweizerische Bundesbahnen (SBB) |
| Betreiber Schmalspurbahn | Aargau Verkehr (AVA) |
| Normalspur | 1435 mm |
| Meterspur | 1000 mm |
| Bahnstrecken | Aargauische Südbahn, Bremgarten-Dietikon-Bahn |
| Ehemalige Bahnstrecke | Wohlen-Meisterschwanden-Bahn |
| S-Bahn-Linien | S17, S25, S26, S42 |
| Tarifverbund | A-Welle |
Lage
Der Bahnhof liegt nordöstlich des Zentrums von Wohlen zwischen Bahnhofstrasse und Alter Bahnhofstrasse. Das historische Ortszentrum ist zu Fuss in wenigen Minuten erreichbar.
Die Bahnanlagen verlaufen ungefähr in Nord-Süd-Richtung. Die normalspurige Aargauische Südbahn führt von Lenzburg und Hendschiken über Wohlen weiter nach Boswil-Bünzen, Muri AG und Rotkreuz.
Die meterspurige Bremgarten-Dietikon-Bahn beginnt in Wohlen und führt über Wohlen Oberdorf, Erdmannlistein und Bremgarten über den Mutschellen nach Dietikon.
Damit besitzt der Bahnhof eine besondere Stellung: Reisende können hier unmittelbar zwischen einem normalspurigen Eisenbahnnetz und einer meterspurigen Regionalbahn umsteigen.
Geschichte
Eröffnung der Aargauischen Südbahn
Der Bahnhof entstand im Zusammenhang mit dem Bau der Aargauischen Südbahn. Im Jahr 1874 wurde die Teilstrecke von Rupperswil über Lenzburg nach Wohlen eröffnet.[1]
Damit erhielt Wohlen erstmals einen Anschluss an das schweizerische Eisenbahnnetz.
Der Bahnbau war für die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde von grosser Bedeutung. Wohlen war im 19. Jahrhundert ein wichtiges Zentrum der Strohindustrie. Die Eisenbahn vereinfachte sowohl die Anlieferung von Rohstoffen als auch den Versand der in Wohlen und der Umgebung produzierten Strohwaren.
Im Jahr 1875 wurden das Aufnahmegebäude und der Güterschuppen errichtet.[1]
Verbindung nach Bremgarten
Bereits 1876 wurde die Bahnstrecke zwischen Wohlen und Bremgarten West eröffnet. Sie war zunächst als Normalspurbahn ausgeführt.[2]
Damit entwickelte sich Wohlen früh zu einem Eisenbahnknoten.
Im Jahr 1902 nahm die elektrische Bremgarten-Dietikon-Bahn zwischen Bremgarten und Dietikon ihren Betrieb auf. Im selben Jahr ging der Bahnhof Wohlen an die neu gegründeten Schweizerischen Bundesbahnen über. Das Aufnahmegebäude wurde erweitert.[1]
Für einen durchgehenden Verkehr zwischen Dietikon und Wohlen war zunächst ein Systemwechsel erforderlich, da der Abschnitt Wohlen–Bremgarten West ursprünglich normalspurig war.
1912 wurde der durchgehende Bahnbetrieb Dietikon–Bremgarten–Wohlen aufgenommen. Dazu entstand unter anderem eine neue Eisenbahnbrücke über die Reuss. Der Abschnitt Bremgarten West–Wohlen erhielt eine dritte Schiene, sodass normal- und meterspurige Fahrzeuge verkehren konnten.[2]
Die Verbindung bildet heute die Linie S17.
Wohlen-Meisterschwanden-Bahn
Eine weitere Bahnverbindung kam 1916 hinzu. In diesem Jahr wurde die Wohlen-Meisterschwanden-Bahn zwischen Wohlen und Meisterschwanden eröffnet.[1]
Die elektrische Bahn erschloss unter anderem Villmergen, Hilfikon, Sarmenstorf und Fahrwangen.
Damit trafen zeitweise drei unterschiedliche Bahnverbindungen im Bahnhof Wohlen zusammen:
- die Aargauische Südbahn,
- die Bremgarten-Dietikon-Bahn,
- die Wohlen-Meisterschwanden-Bahn.
Die Wohlen-Meisterschwanden-Bahn konnte langfristig dem zunehmenden Strassenverkehr und der Konkurrenz durch Bus und Auto nicht standhalten. Der Personenverkehr wurde 1997 eingestellt und durch einen Busbetrieb ersetzt.[1]
Die ehemalige Bahnverbindung wird heute im öffentlichen Verkehr weitgehend durch Busse auf der Relation Wohlen–Villmergen–Fahrwangen–Meisterschwanden ersetzt.
Umbau 1980 bis 1982
Zwischen 1980 und 1982 wurde der Bahnhof grundlegend umgebaut. Dabei wurden das Aufnahmegebäude renoviert und der Bahnhofplatz neu gestaltet.[1]
Die Veränderungen waren Teil einer Modernisierung, mit der der Bahnhof an die gestiegenen Anforderungen des Pendler- und Regionalverkehrs angepasst wurde.
Bahnanlagen
Der Bahnhof vereint zwei technisch unterschiedliche Bahnsysteme.
Die Anlagen der SBB gehören zum normalspurigen Schweizer Eisenbahnnetz mit einer Spurweite von 1435 Millimetern. Die Aargauische Südbahn ist mit dem in der Schweiz üblichen Stromsystem von 15 kV und 16,7 Hz Wechselstrom elektrifiziert.
Die Bremgarten-Dietikon-Bahn besitzt dagegen eine Spurweite von 1000 Millimetern und wird mit Gleichstrom betrieben.
Die AVA-Endstation befindet sich im südöstlichen Teil des Bahnhofsareals. Von hier fahren die meterspurigen Züge der S17 in Richtung Bremgarten und Dietikon ab.
Die unterschiedlichen Spurweiten machen Wohlen zu einem Spurwechsel- beziehungsweise Spurweitenübergangsbahnhof, wobei die Fahrgäste zwischen den beiden Systemen umsteigen.
Bahnverkehr
Wohlen AG gehört zum Netz der S-Bahn Aargau. Im Fahrplanjahr 2026 wird der Bahnhof von mehreren Regionalverkehrslinien bedient.[3]
S25
Die S25 verbindet
Brugg AG – Othmarsingen – Hendschiken – Dottikon-Dintikon – Wohlen AG – Boswil-Bünzen – Muri AG.
Sie stellt eine wichtige regionale Verbindung zwischen dem Freiamt und dem Raum Brugg dar.[3]
In Othmarsingen und Brugg bestehen zahlreiche Anschlussmöglichkeiten in Richtung Baden, Zürich, Aarau und Basel.
S26
Die S26 bildet eine der wichtigsten Regionalverkehrslinien auf der Aargauischen Südbahn. Ihre Grundrelation führt über
Olten – Aarau – Lenzburg – Hendschiken – Wohlen AG – Boswil-Bünzen – Muri AG – Rotkreuz.[3]
Je nach Tageszeit bestehen unterschiedliche Laufwege und zusätzliche Verstärkungszüge.
Die S26 verbindet Wohlen direkt mit Aarau, Lenzburg und Olten im Norden sowie mit Muri und Rotkreuz im Süden. In Rotkreuz bestehen Anschlüsse unter anderem in Richtung Luzern, Zug und Gotthard.
S42
Die S42 der S-Bahn Zürich verkehrt während der Hauptverkehrszeiten auf der Relation
Zürich HB – Zürich Altstetten – Dietikon – Othmarsingen – Hendschiken – Dottikon-Dintikon – Wohlen AG – Boswil-Bünzen – Muri AG.[4]
Die Linie bietet insbesondere Pendlerinnen und Pendlern aus Wohlen eine direkte Verbindung nach Dietikon, Zürich Altstetten und Zürich HB ohne Umstieg in Lenzburg.
S17
Hauptartikel: S17 (S-Bahn Zürich)
Die meterspurige S17 verbindet
Wohlen AG – Bremgarten – Berikon-Widen – Rudolfstetten – Dietikon.[5]
Die von Aargau Verkehr betriebene Bremgarten-Dietikon-Bahn umfasst insgesamt 20 Haltestellen. Wohlen ist ihr westlicher Endpunkt.
Im Fahrplanjahr 2026 verkehren die durchgehenden Züge zwischen Wohlen und Dietikon grundsätzlich im Halbstundentakt. Auf dem stärker belasteten Abschnitt Bremgarten West–Dietikon wird das Angebot durch zusätzliche Züge verdichtet.[6]
Über Dietikon bestehen Anschlüsse an weitere Linien der Zürcher S-Bahn und an die Limmattalbahn.
RegioExpress
Auf der Aargauischen Südbahn verkehren zusätzlich RegioExpress-Züge. Der RE6 verbindet auf der Achse Olten–Aarau–Lenzburg–Wohlen–Muri–Rotkreuz den zentralen Aargau mit der Zentralschweiz und fährt bei entsprechenden Verbindungen weiter in Richtung Arth-Goldau.[3]
Damit besitzt Wohlen neben dem S-Bahn-Verkehr auch schnelle regionale Verbindungen in Richtung Aarau, Olten und Zentralschweiz.
Bedeutung als Umsteigebahnhof
Der Bahnhof Wohlen übernimmt mehrere Funktionen gleichzeitig. Er ist:
- Bahnhof der normalspurigen Aargauischen Südbahn,
- Endbahnhof der meterspurigen Bremgarten-Dietikon-Bahn,
- Knoten der S-Bahn Aargau,
- Bestandteil der S-Bahn Zürich,
- zentraler Busknoten der Gemeinde Wohlen und des östlichen Freiamts.
Besonders bedeutend sind die Umsteigebeziehungen zwischen der S17 und den normalspurigen Zügen.
Fahrgäste aus Bremgarten und den Gemeinden am Mutschellen können in Wohlen in Richtung Lenzburg, Aarau, Muri, Rotkreuz und Brugg weiterreisen. Umgekehrt bietet die S17 Reisenden aus dem Bünztal eine Verbindung nach Bremgarten und Dietikon.
Busbahnhof
Der Bahnhof ist gleichzeitig Zentrum des Busverkehrs in Wohlen. Vom Bahnhofplatz aus verkehren sowohl Ortsbusse als auch regionale Buslinien.
Der Ortsbus Wohlen umfasst im Fahrplanjahr 2026 die Linien 1, 3, 4, 5, 8 und 9.[7]
Zu den Verbindungen gehören unter anderem:
- Linie 1: Bahnhof–Halde–Hochwacht–Bahnhof
- Linie 3: Bahnhof–Industrie West
- Linie 4: Bahnhof–Bünzmatt–Rigacker–Anglikon Brändliacker
- Linie 5: Bahnhof–Bifang–Gewerbering–Junkholz
- Linie 8: Bahnhof–Kantonsschule–Bahnhof
- Linie 9: Bahnhof–Haldenschulen–Bahnhof
Zusätzlich erschliessen Regionalbuslinien umliegende Gemeinden wie Villmergen, Waltenschwil, Sarmenstorf und Meisterschwanden.
In den Wochenendnächten bestehen zudem Nachtbusverbindungen.[8]
Neugestaltung des Bahnhofareals
Seit den 2010er Jahren wurde das Umfeld des Bahnhofs umfassend modernisiert.
Die Gemeinde Wohlen entwickelte gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen das Projekt «Entwicklung Bahnhof Wohlen». Es umfasste insbesondere:
- einen neuen Bushof,
- die Neugestaltung des Bahnhofplatzes,
- eine neue Personenunterführung West,
- eine unterirdische Park+Rail-Anlage,
- neue Veloabstellplätze,
- Verbesserungen der hindernisfreien Zugänge.
Die Wohler Stimmberechtigten genehmigten am 10. Juni 2018 den Realisierungskredit für die Neugestaltung von Bushof, Bahnhofplatz und Park+Rail-Anlage.[9]
Personenunterführung West
Die neue Personenunterführung West wurde als zusätzlicher Zugang zu den Perrons gebaut.
Sie soll die bestehende Unterführung entlasten und insbesondere die Wege zwischen den Zügen und dem Busbahnhof verkürzen. Auf der Seite des Bushofs verfügt sie über Treppe und Lift, während das Mittelperron über eine Rampe erreichbar ist.[10]
Die Unterführung wurde erstmals Ende November 2018 in Betrieb genommen und später im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Bushofs vervollständigt.
Hindernisfreier Ausbau
Die Perrons und Zugänge von SBB und Aargau Verkehr wurden bis Ende 2018 hindernisfrei umgebaut.[10]
Die Perronanlagen bieten seither mehr Platz. Die Bahnsteige können ohne Treppen erreicht werden, was insbesondere für Reisende mit eingeschränkter Mobilität sowie für Personen mit Kinderwagen, Fahrrädern oder Gepäck von Bedeutung ist.
Der Bahnhof verfügt über Personenlifte beziehungsweise Rampen zur Erschliessung der wichtigsten Bereiche.
Neuer Bushof und Bahnhofplatz
Der neue Bushof bildet das zentrale Element des modernisierten Bahnhofplatzes.
Die Bushaltekanten sind als leicht erhöhte Stege gestaltet und ermöglichen einen hindernisarmen Einstieg. Ein langgezogenes Dach überspannt die Haltekanten und schützt die Reisenden vor Niederschlag und Sonne.[10]
Die Gestaltung des Daches nimmt bewusst Bezug auf die Geschichte Wohlens. Seine Struktur orientiert sich an einem Flechtprinzip und erinnert damit an die historisch bedeutende Wohler Strohindustrie.[10]
Der Bahnhofplatz ist als Begegnungszone gestaltet.
Nach mehrjähriger Bauzeit wurde der neue Bushof Anfang der 2020er Jahre in Betrieb genommen. Die Bahnhofentwicklung gehört zu den grössten kommunalen Infrastrukturprojekten Wohlens der jüngeren Vergangenheit.[9]
Park+Rail und Veloverkehr
Unter dem neuen Bushof entstand eine Park+Rail-Anlage. Sie ist unmittelbar mit der Personenunterführung verbunden und ermöglicht einen kurzen Weg von den Parkplätzen zu den Perrons.
Nach Angaben der SBB stehen am Bahnhof Wohlen AG mehr als 100 P+Rail-Parkplätze zur Verfügung.[11]
Darüber hinaus bestehen zahlreiche gedeckte Veloabstellplätze. Der Bahnhof ist damit auch auf die Kombination von Velo und öffentlichem Verkehr ausgerichtet.
Bahnhofsgebäude
Das historische Aufnahmegebäude wurde 1875 errichtet, ein Jahr nach der Eröffnung der Bahnstrecke.[1]
Nach der Übernahme durch die SBB wurde es 1902 erweitert. In den Jahren 1980 bis 1982 erfolgte eine umfassende Renovation.
Das Gebäude bildet bis heute den historischen Mittelpunkt des Bahnhofareals und steht in deutlichem Kontrast zu den neueren Perron-, Bus- und Platzanlagen.
Im Bahnhofsbereich befinden sich verschiedene Dienstleistungen und Geschäfte. Die SBB betreiben beziehungsweise vermitteln hier unter anderem Billett- und Abonnementsverkauf, Gepäckservice und Schliessfächer.[11]
Güterverkehr
Neben dem Personenverkehr spielte der Güterverkehr historisch eine wichtige Rolle.
Der Güterschuppen wurde bereits 1875 zusammen mit dem Aufnahmegebäude errichtet.[1]
Die starke Wohler Strohindustrie nutzte die Eisenbahn für Rohstoff- und Warenverkehr. Später kamen Transporte für andere Industrie- und Gewerbebetriebe hinzu.
Mit dem allgemeinen Strukturwandel im Güterverkehr verlor der lokale Freiverlad jedoch an Bedeutung.
Weitere Entwicklung der ÖV-Drehscheibe
Die Neugestaltung von Bushof und Bahnhofplatz bildet nicht den Abschluss der Entwicklung des Bahnhofgebiets.
Gemeinde Wohlen, Kanton Aargau, SBB und Aargau Verkehr verfolgen gemeinsam die langfristige Entwicklung einer ÖV-Drehscheibe Wohlen. Im Mittelpunkt steht insbesondere der südöstliche Teil des Bahnhofs mit der AVA-Endhaltestelle, dem Güterschuppen und dem ehemaligen beziehungsweise bestehenden Freiverladbereich.[10]
Eine der untersuchten beziehungsweise geplanten Massnahmen ist eine Verlegung der AVA-Endhaltestelle näher an die normalspurigen SBB-Perrons. Dadurch sollen die Umsteigewege zwischen der S17 und den SBB-Zügen kürzer und komfortabler werden.[12]
Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit der langfristigen Aufwertung des gesamten Bahnhofquartiers und der wachsenden Bedeutung des öffentlichen Verkehrs im Freiamt.
Bedeutung für Wohlen
Die Eröffnung des Bahnhofs im 19. Jahrhundert war ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung Wohlens.
Vor dem Bahnbau war der Transport von Personen und Gütern wesentlich stärker von Strassenverbindungen abhängig. Mit den Bahnstrecken nach Lenzburg, Bremgarten, Muri und später Meisterschwanden entstanden schnelle Verkehrsachsen in mehrere Richtungen.
Die Bahn unterstützte insbesondere die industrielle Entwicklung der Gemeinde. Wohlen entwickelte sich vom landwirtschaftlich geprägten Dorf zu einem bedeutenden Industrie- und Regionalzentrum.[13]
Heute ist der Bahnhof vor allem für den Pendlerverkehr von Bedeutung. Direkte oder mit kurzen Umstiegen erreichbare Verbindungen führen unter anderem nach Zürich, Aarau, Brugg, Olten, Baden, Muri, Rotkreuz und Bremgarten.
Besonderheiten
Eine Besonderheit des Bahnhofs Wohlen AG ist das Zusammentreffen zweier Spurweiten.
Die normalspurigen Züge der SBB verkehren auf einer Spurweite von 1435 Millimetern. Die Züge der Bremgarten-Dietikon-Bahn benutzen dagegen die in der Schweiz bei zahlreichen Regionalbahnen verbreitete Meterspur von 1000 Millimetern.
Historisch war die Situation noch komplexer. Auf der Verbindung Wohlen–Bremgarten West bestand zeitweise ein Dreischienengleis, das sowohl normalspurigen als auch meterspurigen Fahrzeugen die Fahrt ermöglichte.
Durch die Kombination von SBB-Bahn, Aargau Verkehr und Busverkehr gehört Wohlen heute zu den wichtigsten regionalen Verkehrsdrehscheiben des Freiamts.
Siehe auch
- Wohlen AG
- Aargauische Südbahn
- Bremgarten-Dietikon-Bahn
- Wohlen-Meisterschwanden-Bahn
- Aargau Verkehr
- S-Bahn Aargau
- S-Bahn Zürich
- S17 (S-Bahn Zürich)
- S42 (S-Bahn Zürich)
- Bahnhof Hendschiken
- Bahnhof Othmarsingen
- Bahnhof Boswil-Bünzen
- Bahnhof Muri AG
- Normalspur
Weblinks
- Bahnhof Wohlen AG bei den SBB
- S17 Wohlen–Bremgarten–Dietikon bei Aargau Verkehr
- Entwicklung Bahnhof Wohlen
- Geschichte des Bahnhofs Wohlen
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 Gemeinde Wohlen: Kurzer geschichtlicher Rückblick Bahnhof Wohlen, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ 2,0 2,1 Aargau Verkehr AG: Wir stellen uns vor – Firmengeschichte, Ausgabe 2021, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 Schweizerische Bundesbahnen: Liniennetzplan S-Bahnen Aargau, gültig ab 14. Dezember 2025, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ Zürcher Verkehrsverbund: S42 Zürich HB–Muri AG, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ Aargau Verkehr AG: S17 Wohlen–Bremgarten–Dietikon, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ Aargau Verkehr AG: Fahrplanjahr 2026 – Wohlen–Bremgarten–Dietikon, Stand 20. Oktober 2025, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ PostAuto: Ortsbus Wohlen, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ Gemeinde Wohlen: Einfach unterwegs mit dem öffentlichen Verkehr in Wohlen, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ 9,0 9,1 Gemeinde Wohlen: Entwicklung Bahnhof Wohlen, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ 10,0 10,1 10,2 10,3 10,4 Gemeinde Wohlen: Bushof und Bahnhofplatz, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ 11,0 11,1 Schweizerische Bundesbahnen: Bahnhof Wohlen AG, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ Gemeinde Wohlen: Bahnhof Wohlen – Beitrag Verlegung Freiverlad – Projektierungskredit, 12. August 2024, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ Gemeinde Wohlen: Vom Ackerbauerndorf zur Industriegemeinde, abgerufen am 10. August 2026.
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