Bahnhof Uerikon
| Name | Uerikon |
|---|---|
| Typ | Bahnhof |
| Lage | Zwischenbahnhof, ehemals Trennungsbahnhof |
| Bauform | Durchgangsbahnhof |
| Gemeinde | Stäfa |
| Ortsteil | Uerikon |
| Bezirk | Meilen |
| Kanton | Zürich |
| Bahnstrecke | Rechtsufrige Zürichseebahn |
| Ehemalige Strecke | Uerikon-Bauma-Bahn |
| Eigentümer | Schweizerische Bundesbahnen |
| IBNR | 8503108 |
| Bahnsteiggleise | 2 |
| Bahnsteige | 1 Mittelperron |
| Streckenkilometer | 28,9 ab Zürich HB |
| Höhe | 426 m ü. M. |
| Eröffnung | 15. März 1894 |
| Verkehrsverbund | Zürcher Verkehrsverbund |
| Tarifzone | 143 |
| Koordinaten | 47° 14′ 9″ N, 8° 45′ 8″ O |
Der Bahnhof Uerikon ist ein Bahnhof im Ortsteil Uerikon der politischen Gemeinde Stäfa im Bezirk Meilen des Kantons Zürich. Er liegt an der rechtsufrigen Zürichseebahn zwischen den Stationen Stäfa und Feldbach.
Der Bahnhof wird von den Linien S7 und S20 der S-Bahn Zürich bedient. Die S7 stellt regelmässige Direktverbindungen nach Zürich, Winterthur und Rapperswil her. Die S20 ergänzt das Angebot im Berufsverkehr und endet beziehungsweise beginnt in Uerikon. Auf dem Bahnhofplatz bestehen Anschlüsse an regionale Buslinien der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland.
Zwischen 1901 und 1948 war Uerikon zusätzlich Ausgangspunkt der Uerikon-Bauma-Bahn. Der Bahnhof besass dadurch zeitweise die Funktion eines Trennungsbahnhofs und verband das rechte Zürichseeufer mit mehreren Gemeinden des Zürcher Oberlands.
Lage
Der Bahnhof befindet sich im südöstlichen Teil der Gemeinde Stäfa, oberhalb des Ufers des Zürichsees. Er liegt innerhalb des Siedlungsgebiets von Uerikon zwischen der Seestrasse und den ansteigenden Wohnquartieren am unteren Hang des Pfannenstiels.
Die Bahnstrecke verläuft im Bereich des Bahnhofs ungefähr von Nordwesten nach Südosten. In Richtung Zürich führt sie über Stäfa, Männedorf, Uetikon am See, Meilen und Küsnacht. In der Gegenrichtung verläuft sie über Feldbach und Kempraten nach Rapperswil.
Der Bahnhof liegt rund 28,9 Streckenkilometer vom Zürcher Hauptbahnhof entfernt. Seine Schienenhöhe beträgt etwa 426 Meter über Meer.[1]
Das Ufer des Zürichsees und die Schifflände Uerikon sind zu Fuss erreichbar. Ebenfalls in Bahnhofsnähe befinden sich das historische Ritterhaus Uerikon, die dazugehörige Kapelle, Schul- und Sportanlagen sowie mehrere Wohnquartiere. Das Ritterhaus liegt rund sieben Gehminuten von der Bahnstation entfernt.[2]
Vom Bahnhof führen Wander- und Spazierwege durch die Rebberge und Waldgebiete am Pfannenstiel sowie entlang des Zürichseeufers. Die Lage zwischen See, Siedlungsgebiet und den höher gelegenen Landschaftsräumen macht den Bahnhof auch für den Freizeitverkehr bedeutsam.
Geschichte
Eröffnung der rechtsufrigen Zürichseebahn
Der Bahnhof wurde im Zuge des Baus der rechtsufrigen Zürichseebahn errichtet. Die Strecke sollte die Ortschaften am rechten Zürichseeufer mit Zürich und Rapperswil verbinden. Nach einer langen Planungs- und Baugeschichte übernahm die Schweizerische Nordostbahn die Fertigstellung der Bahnlinie.
Der Streckenabschnitt von Zürich Stadelhofen über Meilen, Stäfa und Uerikon nach Rapperswil wurde am 15. März 1894 eröffnet.[3] Uerikon erhielt damit erstmals einen direkten Anschluss an das schweizerische Eisenbahnnetz.
Die neue Verbindung verbesserte den Personen- und Güterverkehr entlang des Zürichsees erheblich. Landwirtschaftliche Erzeugnisse, Wein und Gewerbegüter konnten schneller nach Zürich und Rapperswil transportiert werden. Gleichzeitig wurde die Region als Wohn- und Ausflugsgebiet besser erreichbar.
Das Bahnhofareal entstand etwas oberhalb des alten, am See gelegenen Siedlungskerns. Rund um die Bahnstation entwickelten sich neue Wohn- und Gewerbebauten. Der Bahnhof trug damit zur räumlichen Ausdehnung Uerikons vom Seeufer in Richtung der höher gelegenen Gebiete bei.
Mit der Verstaatlichung der Nordostbahn ging der Bahnhof zu Beginn des 20. Jahrhunderts an die neu gegründeten Schweizerischen Bundesbahnen über.
Uerikon-Bauma-Bahn
Bereits während der Entstehung der rechtsufrigen Zürichseebahn wurden verschiedene Querverbindungen zwischen dem Zürichsee und dem Zürcher Oberland diskutiert. Eine besonders weitreichende Planung stammte vom Industriellen und Eisenbahnpionier Adolf Guyer-Zeller. Er wollte die Gemeinden des Zürcher Oberlands und seine Spinnerei in Neuthal besser an die bestehenden Bahnlinien anschliessen.
Langfristig war eine Verkehrsachse zwischen dem Bodenseeraum und der Gotthardbahn vorgesehen. Guyer-Zeller erwog sogar eine Eisenbahnfähre von Uerikon über den Zürichsee nach Wädenswil. Von dort sollte eine Verbindung in Richtung Einsiedeln und Gotthardbahn geschaffen werden.[4]
Die Eisenbahn-Gesellschaft Uerikon-Bauma wurde 1898 gegründet. Die Bauarbeiten begannen im Juni 1899. Nach einer feierlichen Einweihung Ende Mai nahm die normalspurige Uerikon-Bauma-Bahn am 1. Juni 1901 den regulären Betrieb auf.
Die rund 25 Kilometer lange Strecke führte von Uerikon über Hombrechtikon, Wolfhausen, Bubikon, Dürnten, Hinwil, Ettenhausen, Bäretswil und Neuthal nach Bauma. Dort bestand Anschluss an die Tösstalbahn. In Uerikon war die Lokalbahn mit der rechtsufrigen Zürichseebahn verbunden.
Mit der Eröffnung der Uerikon-Bauma-Bahn wurde Uerikon vom Zwischenbahnhof zum Trennungsbahnhof. Für die Lokalbahn entstanden zusätzliche Gleise und betriebliche Anlagen. Die Züge der UeBB begannen und endeten im Bahnhof Uerikon, während die Züge der Nordostbahn beziehungsweise später der SBB auf der Strecke Zürich–Rapperswil verkehrten.
Die Verbindung erfüllte die hohen Erwartungen ihrer Initianten jedoch nicht. Die Strecke lag teilweise abseits der wichtigsten Verkehrsströme, und die Fahrgastzahlen sowie die Einnahmen aus dem Güterverkehr blieben zu niedrig. Wiederholte Erdrutsche und der aufwendige Unterhalt der Strecke belasteten die Bahngesellschaft zusätzlich.
Die Verbindung hatte dennoch eine grosse lokale Bedeutung. Sie ermöglichte direkte Reisen zwischen dem Zürichsee und den Gemeinden des Zürcher Oberlands und förderte den Austausch zwischen Uerikon, Hombrechtikon, Bubikon, Hinwil und dem Tösstal. In Uerikon wurde eine Zivilgemeinde gegründet, die sich unter anderem für die Interessen des Ortsteils im Zusammenhang mit der Bahn einsetzte.[5]
Stilllegung der Uerikon-Bauma-Bahn
Wegen der anhaltenden Defizite wurde in den 1940er Jahren über eine grundlegende Neuordnung des öffentlichen Verkehrs im Zürcher Oberland beraten. Neben der Uerikon-Bauma-Bahn waren davon auch die Uster-Oetwil-Bahn und die Wetzikon-Meilen-Bahn betroffen.
Die Zürcher Stimmberechtigten genehmigten 1946 die Reorganisation der drei defizitären Privatbahnen. Ein grosser Teil ihrer Verkehrsleistungen sollte von Autobussen der neu gegründeten Verkehrsbetriebe Zürcher Oberland übernommen werden.
Die Uerikon-Bauma-Bahn hielt ihren Betrieb noch bis zum 2. Oktober 1948 aufrecht. Danach wurde der Abschnitt von Uerikon über Hombrechtikon in Richtung Bubikon stillgelegt und abgebrochen.[6]
Mit der Stilllegung verlor der Bahnhof Uerikon seine Funktion als Trennungsbahnhof. Die für die Lokalbahn genutzten Gleise wurden entfernt oder später in die übrige Bahnhofanlage einbezogen. Von der früheren Strecke sind ausserhalb des Bahnhofs noch einzelne Geländespuren erhalten, darunter Bahndämme zwischen Uerikon und Hombrechtikon.
Der Abschnitt Hinwil–Bauma blieb bestehen. Er wird heute teilweise durch den Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland als Museumsbahn genutzt und erinnert an die frühere Uerikon-Bauma-Bahn.[7]
Elektrifizierung und Doppelspurausbau
Die rechtsufrige Zürichseebahn wurde am 15. Mai 1926 elektrifiziert. Die Umstellung auf den elektrischen Betrieb ermöglichte leistungsfähigere Züge, kürzere Fahrzeiten und einen wirtschaftlicheren Betrieb. Die Dampflokomotiven verschwanden danach aus dem regulären Verkehr auf der Zürichseelinie.
In den 1960er Jahren entwickelten die SBB und der Kanton Zürich die rechtsufrige Zürichseebahn zu einer leistungsfähigen Vorortslinie. Dabei wurden mehrere Abschnitte auf Doppelspur ausgebaut und neue Triebzüge eingesetzt.
Der Abschnitt zwischen Stäfa und Uerikon wurde am 28. Mai 1967 doppelspurig in Betrieb genommen.[1] Zusammen mit weiteren Doppelspurinseln ermöglichte dieser Ausbau die Einführung eines regelmässigen Halbstundentakts. Die dafür eingesetzten RABDe-12/12-Triebzüge, die sogenannten «Mirage», prägten während Jahrzehnten den Bahnverkehr an der Zürcher Goldküste.
Das neue Angebot galt als wichtiger Vorläufer der späteren S-Bahn Zürich. Der regelmässige Takt und die auf den Vorortsverkehr ausgerichteten Fahrzeuge dienten als Modell für die Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs im Grossraum Zürich.
S-Bahn Zürich
Mit der Eröffnung der S-Bahn Zürich im Mai 1990 wurde Uerikon in das neue regionale Schnellbahnnetz integriert. Durch den neu gebauten Hirschengrabentunnel konnten die Züge vom rechten Zürichseeufer direkt in den unterirdischen Teil des Zürcher Hauptbahnhofs und weiter in Richtung Zürich Oerlikon und Winterthur geführt werden.
Die durchgehenden S-Bahn-Verbindungen verbesserten die Erreichbarkeit Uerikons deutlich. Zürich Hauptbahnhof konnte ohne Umsteigen erreicht werden, während in der Gegenrichtung direkte Verbindungen nach Rapperswil bestanden.
In späteren Angebotsausbauten wurde die S7 durch zusätzliche Züge ergänzt. Die heutige S20 bietet während bestimmter Zeiten eine beschleunigte Direktverbindung zwischen Uerikon und Zürich Hardbrücke.
Bahnhofanlage
Der Bahnhof besitzt zwei Bahnsteiggleise an einem Mittelperron. Beide Gleise dienen dem Personenverkehr der S-Bahn. Westlich des Bahnhofs schliesst der doppelspurige Streckenabschnitt nach Stäfa an. Östlich führt die rechtsufrige Zürichseebahn in Richtung Feldbach und Rapperswil weiter.
Der Mittelperron ist mit einem langen Perrondach, Sitzgelegenheiten und Einrichtungen zur Fahrgastinformation ausgestattet. Elektronische Anzeigen informieren über Abfahrtszeiten, Zugreihenfolgen und Betriebsänderungen. Billette können an einem Automaten bezogen werden; ein bedienter Bahnschalter besteht nicht mehr.
Das historische Aufnahmegebäude steht auf der Seeseite der Gleisanlage. Es stammt im Kern aus der Entwicklung des Bahnhofs im späten 19. Jahrhundert und wurde im Laufe der Zeit an veränderte betriebliche Anforderungen angepasst. Teile des Gebäudes werden nicht mehr unmittelbar für den Bahnbetrieb benötigt.
Der Bahnhofplatz dient als Umsteigebereich zwischen Bahn und Bus. Dort befinden sich die Haltestellen der regionalen Buslinien, Kurzzeitparkplätze sowie Zugänge zu den Velo- und Autoabstellanlagen.
Nach Angaben der SBB verfügt der Bahnhof über 123 überdachte Veloabstellplätze. Die P+Rail-Anlage umfasst grundsätzlich 43 reguläre Parkplätze und einen Behindertenparkplatz. Ausserdem besteht beim Bahnhof ein Standort des Carsharing-Unternehmens Mobility Carsharing.[8]
Stellwerk und Erneuerungsarbeiten
Im Zusammenhang mit dem hindernisfreien Ausbau des benachbarten Bahnhofs Stäfa erneuern die SBB auch Teile der Bahntechnik zwischen Stäfa, Uerikon und Feldbach.
Die bisherigen Stellwerke in Stäfa und Feldbach sollen aufgehoben und in einem zentralen Stellwerk in Uerikon zusammengeführt werden. Dafür wird der bestehende Güterschuppen auf dem Bahnhofareal baulich erweitert. Gleichzeitig werden Signale und weitere bahntechnische Anlagen entlang des Streckenabschnitts erneuert.[9]
Im Jahr 2026 finden in Uerikon unter anderem Arbeiten an Fahrleitungen, Signalen und Fundamenten statt. Ein Teil der Arbeiten muss nachts bei gesperrten Gleisen und ausgeschalteter Fahrleitung durchgeführt werden.
Wegen der Bauarbeiten stehen nach Angaben der SBB vom 1. Februar 2026 bis voraussichtlich Ende 2027 rund 30 P+Rail-Parkplätze weniger zur Verfügung.[8] Die Erneuerung der Stellwerkstechnik ist Teil eines Gesamtprojekts im Umfang von rund 58 Millionen Franken, das auch den Ausbau des Bahnhofs Stäfa umfasst.[9]
Verkehr
S-Bahn
Im Jahresfahrplan 2026 wird der Bahnhof Uerikon von den Linien S7 und S20 der S-Bahn Zürich bedient.[10]
- S7: Winterthur – Kemptthal – Effretikon – Bassersdorf – Kloten – Zürich Oerlikon – Zürich Hardbrücke – Zürich HB – Zürich Stadelhofen – Meilen – Uetikon am See – Männedorf – Stäfa – Uerikon – Feldbach – Kempraten – Rapperswil SG
- S20: Zürich Hardbrücke – Zürich HB – Zürich Stadelhofen – Küsnacht ZH – Meilen – Männedorf – Stäfa – Uerikon
Die S7 bildet das Grundangebot und verkehrt grundsätzlich im Halbstundentakt. Sie verbindet Uerikon ohne Umsteigen mit dem Zentrum Zürichs, dem Zürcher Unterland, Winterthur und Rapperswil.[11]
Die S20 verkehrt als ergänzende Linie im Berufsverkehr. Sie bedient zwischen Uerikon und Zürich weniger Stationen als die S7 und bietet dadurch eine schnellere Verbindung in die Zürcher Innenstadt. Uerikon ist der östliche Endpunkt der Linie.[12]
Fernverkehrszüge verkehren nicht über die rechtsufrige Zürichseebahn. In Zürich Hauptbahnhof, Winterthur und Rapperswil bestehen Anschlüsse an den nationalen und internationalen Fernverkehr.
Busverkehr
Die Bushaltestelle Uerikon, Bahnhof befindet sich unmittelbar beim Aufnahmegebäude. Sie wird von den Linien 951 und 952 der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland bedient.
Die beiden Linien verbinden Uerikon auf unterschiedlichen Wegen mit dem Bahnhof Stäfa:
- Linie 951: Uerikon, Bahnhof – Uerikon, Töbeli – Uerikon, Moritzberg – Stäfa, Laubisrüti – Stäfa, Dorf – Stäfa, Bahnhof
- Linie 952: Stäfa, Bahnhof – Stäfa, Kehlhof – Uerikon, Rietlirain – Uerikon, Ritterhaus – Uerikon, Bahnhof
Die Linie 951 erschliesst vor allem die bergseitigen Wohngebiete von Uerikon und die östlichen Quartiere Stäfas.[13]
Die Linie 952 verläuft näher am Zürichsee und stellt unter anderem die Verbindung zum Ritterhaus Uerikon und zum Kehlhof her.[14]
Nachtverkehr
In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag wird die Bushaltestelle durch die Nachtbuslinie N95 bedient. Sie führt von Stäfa über Uerikon, Feldbach, Hombrechtikon und Wolfhausen nach Bubikon.[15]
Die Nachtbuslinie stellt Anschlüsse an andere Linien des ZVV-Nachtnetzes her. Für die Benutzung genügt ein gültiger Fahrausweis; ein besonderer Nachtzuschlag wird nicht mehr erhoben.[16]
Schiffsverkehr
Südöstlich des Bahnhofs liegt die Schiffstation Uerikon (See). Die Schifflände ist über lokale Strassen und Fusswege erreichbar. Ihre Bedienung richtet sich nach dem saisonalen Fahrplan der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft.[17]
Durch die räumliche Nähe von Bahnstation, Busanschluss und Schifflände bestehen in Uerikon grundsätzlich Umsteigemöglichkeiten zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln. Die Fahrzeiten sind jedoch nicht bei allen Schiffskursen systematisch auf die S-Bahn abgestimmt.
Bedeutung
Der Bahnhof Uerikon ist neben dem Bahnhof Stäfa eine der beiden Bahnstationen in der politischen Gemeinde Stäfa. Er erschliesst den gesamten Ortsteil Uerikon sowie Teile der benachbarten Wohngebiete.
Für Pendlerinnen und Pendler bietet die S7 direkte Verbindungen zu den Arbeits- und Ausbildungszentren in Zürich, Winterthur und Rapperswil. Die zusätzliche S20 verkürzt während des Berufsverkehrs die Reisezeit nach Zürich.
Der Bahnhof ist zugleich ein regionaler Umsteigepunkt für Reisende aus den bergseitigen Quartieren von Uerikon. Die Buslinien 951 und 952 verbinden die Bahnstation mit dem Zentrum von Stäfa, dem Ritterhaus und verschiedenen Wohngebieten.
Historisch besitzt der Bahnhof eine über die Gemeinde hinausreichende Bedeutung. Als Ausgangspunkt der Uerikon-Bauma-Bahn war er einst ein Verbindungspunkt zwischen dem Zürichsee und dem Zürcher Oberland. Obwohl die Lokalbahn 1948 stillgelegt wurde, prägt ihre Geschichte bis heute die lokale Erinnerung und die Verkehrsgeschichte des Kantons Zürich.
Siehe auch
- Uerikon
- Stäfa
- Rechtsufrige Zürichseebahn
- Uerikon-Bauma-Bahn
- S-Bahn Zürich
- Bahnhof Stäfa
- Bahnhof Feldbach
- Liste der Bahnhöfe im Kanton Zürich
Literatur
- Werner Neuhaus: Aus den Annalen der Uerikon–Bauma-Bahn. Th. Gut + Co. Verlag, Stäfa 1974.
- Walter Aeschimann, Hugo Wenger: Uerikon-Bauma-Bahn – Rückblick und Ausblick. Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland, 1984.
- Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz und Bahnprofil Schweiz CH+. AS Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-909111-74-9.
Weblinks
- Bahnhof Uerikon auf der Website der SBB
- Fahrpläne für Uerikon beim Zürcher Verkehrsverbund
- Website des Ortsvereins Ürikon
- Offizielle Website der Gemeinde Stäfa
Wikimedia Commons: Medien zu Bahnhof Uerikon
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Zürichseelinie Zürich–Rapperswil, Schienenverkehr-Schweiz.ch, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Ritterhaus Ürikon, Ritterhaus-Vereinigung Ürikon-Stäfa, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Rechtsufrige Zürichseebahn, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Uerikon-Bauma-Bahn, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Geschichte von Ürikon, Ortsverein Ürikon, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ UeBB – Uerikon-Bauma-Bahn, DürntenPedia, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Beitrag für den Wiederaufbau einer historischen Bahnhofhalle, Kanton Zürich, 17. Juni 2010, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ 8,0 8,1 Bahnhof Uerikon, Schweizerische Bundesbahnen, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ 9,0 9,1 Bahnhof Stäfa: Umbau für stufenfreien Zugang zu den Zügen, Schweizerische Bundesbahnen, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Haltestellen- und Linienfahrpläne Uerikon, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Linienfahrplan S7 Winterthur–Rapperswil, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Linienfahrplan S20 Zürich Hardbrücke–Uerikon, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Linienfahrplan 951 Uerikon–Stäfa, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Linienfahrplan 952 Stäfa–Uerikon, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Linienfahrplan N95 Stäfa–Bubikon, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ ZVV-Nachtnetz, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Fahrplan der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft, ZSG, abgerufen am 4. August 2026.