Bahnhof Sood-Oberleimbach

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Bahnhof Sood-Oberleimbach
Bahnhof Sood-Oberleimbach mit Personenüberführung
Gemeinde Adliswil
Kanton Zürich
Bezirk Horgen
Betriebsstellenart Bahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Perrongleise 1
Abkürzung SOOD
IBNR 8503095
Höhe 443 m ü. M.
Eröffnung 3. August 1892
Eigentümer und Betreiber Sihltal Zürich Uetliberg Bahn
Strecke Sihltalbahn
Spurweite 1435 mm
Stromsystem 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom
Tarifzone 150 (ZVV)
Linien S4, SN4
Koordinaten 47,319697° N, 8,521501° E

Der Bahnhof Sood-Oberleimbach ist eine Bahnstation der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn (SZU) in der politischen Gemeinde Adliswil im Bezirk Horgen des Kantons Zürich. Er liegt an der Sihltalbahn zwischen den Stationen Zürich Leimbach und Adliswil und wird von der Linie S4 der S-Bahn Zürich bedient.

Die Station befindet sich im nördlichen Teil von Adliswil nahe der Stadtgrenze zu Zürich. Sie erschliesst die Gebiete Sood und Oberleimbach sowie ein ausgedehntes Arbeits-, Gewerbe- und Wohngebiet im unteren Sihltal. Durch die dichten S-Bahn-Verbindungen ist Sood-Oberleimbach eng mit dem Zürcher Stadtzentrum verbunden.

Der Bahnhof besitzt ein Perrongleis an der einspurigen Bahnstrecke. Eine auffällige Personenüberführung mit Treppen- und Aufzugsanlagen verbindet die beiden Seiten des Bahnareals. Im Fahrplanjahr 2026 verkehren tagsüber grundsätzlich drei S4-Züge pro Stunde und Richtung; während der Hauptverkehrszeiten wird das Angebot abschnittsweise bis zum Zehn-Minuten-Takt verdichtet.[1]

Lage

Der Bahnhof liegt auf rund 443 Metern über Meer an der Soodstrasse im Talboden der Sihl. Die Bahnstrecke verläuft hier annähernd parallel zum Fluss und zur Sihltalstrasse.

Westlich der Bahnlinie steigt das Gelände zu den Wohnquartieren Zelg, Soodmatte und Oberleimbach an. Östlich der Gleise befinden sich Gewerbe-, Büro- und Verkaufsflächen sowie die Sihl und die Sihltalstrasse. Das Zentrum von Adliswil liegt etwa einen Kilometer südlich.

Die Stadtgrenze zwischen Adliswil und Zürich verläuft nördlich des Bahnhofs. Die unmittelbar anschliessenden Zürcher Quartiere gehören zu Leimbach, das Teil des Stadtbezirks 2 ist.

In der Umgebung befinden sich unter anderem:

  • das Arbeits- und Gewerbegebiet Sood,
  • die Wohnsiedlungen Soodmatte und Zelg,
  • Sportanlagen im Gebiet Tüfi,
  • Einkaufs- und Dienstleistungsbetriebe,
  • Fuss- und Velowege entlang der Sihl,
  • Gewerbe- und Bürogebäude an der Sood- und Sihltalstrasse.

Der Bahnhof liegt in der ZVV-Tarifzone 150. Die benachbarte Station Zürich Leimbach befindet sich dagegen in der Stadtzone 110.[2]

Name

Der Stationsname setzt sich aus den benachbarten Gebietsbezeichnungen Sood und Oberleimbach zusammen.

Sood bezeichnet das Gebiet im nördlichen Teil von Adliswil. Der Flurname steht heute vor allem für das Arbeitsplatz- und Gewerbegebiet beidseits der Sihltalstrasse.

Oberleimbach war historisch einer der Siedlungsteile des früheren Leimbach. Bei der Eingemeindung der Zürcher Vororte im Jahr 1893 wurde der grösste Teil Leimbachs der Stadt Zürich zugeteilt. Oberleimbach kam dagegen zur Gemeinde Adliswil.[3]

In älteren kommunalen Unterlagen kommen neben der heutigen Schreibweise auch Bezeichnungen wie Oberleimbach-Sood, Sood/Oberleimbach oder Sood-Leimbach vor. Im schweizerischen Fahrplan und in den Fahrgastinformationen lautet der offizielle Name Sood-Oberleimbach.

Geschichte

Planung der Sihltalbahn

Erste Projekte für eine Eisenbahn durch das Sihltal entstanden bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine Bahn sollte die Stadt Zürich mit Adliswil, Langnau am Albis und dem Raum Zug verbinden.

Besondere wirtschaftliche Bedeutung hatte der Holztransport aus dem Sihlwald. Das Holz war zuvor teilweise auf der Sihl geflösst worden. Mit dem Ausbau von Kraftwerken, Wehren und weiteren Wasserbauten wurde diese Transportform zunehmend erschwert.

Im Jahr 1887 wurden neue Pläne für eine normalspurige Lokalbahn von Zürich Selnau nach Sihlwald ausgearbeitet. Der Bund erteilte die Konzession am 27. Juni 1888.

Die Bauarbeiten begannen im April 1891 im Gebiet Sood-Oberleimbach. Schwierigkeiten verursachten unter anderem Gewässer, Industriekanäle und die Führung der Strecke durch den engen Talboden.[4]

Eröffnung 1892

Die Sihltalbahn eröffnete ihre 13,6 Kilometer lange Strecke von Zürich Selnau nach Sihlwald am 3. August 1892 für den Personenverkehr. Der Güterverkehr begann am 1. Oktober desselben Jahres.[5]

Sood-Oberleimbach gehörte zu den Stationen der neuen Strecke. Die Anlage erschloss die damals noch ländlich geprägten Siedlungsgebiete zwischen Leimbach und Adliswil sowie die in der Nähe gelegenen Gewerbe- und Industriebetriebe.

Die Züge wurden zunächst von Dampflokomotiven geführt. Im ersten Betriebsjahr verfügte die Sihltalbahn über drei Lokomotiven und sechs Personenwagen mit insgesamt rund 280 Sitzplätzen.[4]

Die Bahnstrecke wurde am 1. Juni 1897 von Sihlwald nach Sihlbrugg verlängert. Dadurch entstanden Verbindungen zur Bahnstrecke Thalwil–Zug und zum überregionalen Eisenbahnnetz.

Elektrifizierung

Im Jahr 1924 stellte die Sihltalbahn ihren Betrieb auf elektrische Traktion um. Als Stromsystem wurden 15 Kilovolt Wechselstrom mit einer Frequenz von 16⅔ Hertz verwendet; die Frequenz wurde später nominell auf 16,7 Hertz festgelegt.[5]

Die Elektrifizierung ermöglichte kürzere Fahrzeiten, bessere Beschleunigung und einen dichteren Vorortsverkehr. Gerade bei Stationen mit kurzen Abständen wie Zürich Leimbach, Sood-Oberleimbach und Adliswil war die höhere Beschleunigung der elektrischen Züge von Vorteil.

Entwicklung des Bahnhofsumfelds

Während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts blieb das Gebiet rund um Sood-Oberleimbach teilweise landwirtschaftlich geprägt. Daneben entstanden Gewerbe- und Industriebetriebe, die von der Lage zwischen Bahn, Sihl und Hauptstrasse profitierten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs Adliswil stark. Neue Wohnquartiere entstanden auch nördlich des Ortszentrums und an den Hängen westlich der Bahnstrecke. Gleichzeitig entwickelte sich das Gebiet Sood zu einem bedeutenden Arbeitsplatzstandort.

Der Bahnhof gewann dadurch sowohl für den Pendlerverkehr nach Zürich als auch für Beschäftigte der örtlichen Unternehmen an Bedeutung.

Gründung der SZU

Die Sihltalbahn und die Bahngesellschaft Zürich–Uetliberg arbeiteten seit den 1930er-Jahren eng zusammen. Im Jahr 1973 fusionierten sie zur Sihltal Zürich Uetliberg Bahn.

Die neue Gesellschaft übernahm die Infrastruktur und den Bahnbetrieb in Sood-Oberleimbach. In den folgenden Jahrzehnten wurden Fahrleitung, Gleise, Sicherungsanlagen und Kundenbereiche schrittweise modernisiert.

Zürcher S-Bahn

Am 5. Mai 1990 wurde die unterirdische Verlängerung der SZU vom bisherigen Bahnhof Zürich Selnau zum Zürcher Hauptbahnhof eröffnet. Wenige Wochen später, am 27. Mai 1990, nahm das Gesamtsystem der Zürcher S-Bahn den Betrieb auf.

Die Personenzüge der Sihltalbahn erhielten die Linienbezeichnung S4. Sood-Oberleimbach wurde dadurch ohne Umsteigen mit dem Zürcher Hauptbahnhof verbunden und vollständig in den Zürcher Verkehrsverbund integriert.[5]

Die direkte Verbindung in das Stadtzentrum erhöhte die Attraktivität der umliegenden Wohn- und Arbeitsgebiete. Die Fahrzeit zwischen Sood-Oberleimbach und Zürich Hauptbahnhof beträgt im regulären Fahrplan ungefähr 13 Minuten.[1]

Verdichtung des Angebots

Im Jahr 2006 wurde die Sihltalbahn für einen dichteren Fahrplan ausgebaut. Während der Hauptverkehrszeiten führte die SZU auf dem stark beanspruchten Abschnitt zwischen Zürich und Adliswil beziehungsweise Langnau-Gattikon einen Zehn-Minuten-Takt ein.

Die verdichteten Fahrpläne erhöhten die Bedeutung von Sood-Oberleimbach als Pendlerstation. Gleichzeitig wurden die Anforderungen an Perronzugang, Fahrgastinformation und Sicherheit grösser.

Bahnanlage

Sood-Oberleimbach liegt an einem einspurigen Streckenabschnitt der Sihltalbahn. Die Station besitzt ein Durchgangsgleis und einen Seitenperron.

Eigene Kreuzungs-, Abstell- oder Gütergleise bestehen im eigentlichen Personenbahnhof nicht. Für Bau- und Logistikaufgaben können jedoch angrenzende Flächen und temporäre Gleisanlagen genutzt werden.

Zur regulären Ausstattung gehören:

  • ein teilweise überdachter Seitenperron,
  • Sitzgelegenheiten,
  • elektronische Abfahrtanzeigen,
  • Lautsprecheranlagen,
  • ein Billettautomat,
  • Fahrplan- und Tarifinformationen,
  • taktile Sicherheitsmarkierungen,
  • Veloabstellmöglichkeiten,
  • eine Personenüberführung.

Der Bahnhof ist unbedient. Billette müssen vor dem Einsteigen am Automaten, über die ZVV-App, über SBB Mobile oder mit einem automatischen Ticketingsystem gelöst werden.

Personenüberführung

Eine Personenüberführung verbindet die westlich und östlich der Bahnstrecke gelegenen Gebiete. Sie ermöglicht eine Querung der Gleise unabhängig vom Bahnbetrieb.

Die Anlage besitzt Treppen und einen Personenaufzug. Ein markanter runder Treppenturm gehört zu den auffälligsten baulichen Merkmalen des Bahnhofs.

Die Überführung steht im Eigentum der Stadt Adliswil. Wegen ihres Alters und der intensiven Nutzung wurde sie mehrfach überprüft und erneuert. Im Jahr 2020 genehmigte die Stadt eine umfassende Instandstellung mit einem Kredit von rund 705'000 Franken.[6]

Der Aufzug war im Jahr 2022 bereits ungefähr 30 Jahre in Betrieb und wies erhebliche Korrosionsschäden auf. Die Stadt liess deshalb eine Teilrevision vornehmen. Die Arbeiten wurden 2024 finanziell abgeschlossen.[7]

Personenverkehr

S4

Im regulären Fahrplan wird Sood-Oberleimbach von der S4 der Zürcher S-Bahn bedient:

Die meisten S4-Züge verkehren zwischen Zürich und Langnau-Gattikon. Ein Zug pro Stunde wird in der Regel nach Sihlwald verlängert.

Im Fahrplanjahr 2026 besteht auf dem Abschnitt Zürich–Sood-Oberleimbach folgendes Grundangebot:[1]

Zeitraum Übliches Angebot
Montag bis Freitag, Hauptverkehrszeiten bis zu sechs Züge pro Stunde und Richtung
Montag bis Freitag, übriger Tagesverkehr drei Züge pro Stunde und Richtung
Samstag in der Regel drei Züge pro Stunde und Richtung
Sonn- und Feiertage in der Regel drei Züge pro Stunde und Richtung
Später Abend grundsätzlich drei Züge pro Stunde, teilweise ausgedünnt
Verlängerung nach Sihlwald grundsätzlich einmal pro Stunde

Die Fahrzeit beträgt ungefähr:

Verbindung Fahrzeit
Sood-Oberleimbach–Zürich Leimbach rund 3 Minuten
Sood-Oberleimbach–Adliswil rund 2 Minuten
Sood-Oberleimbach–Zürich Selnau rund 12 Minuten
Sood-Oberleimbach–Zürich Hauptbahnhof rund 13 bis 14 Minuten
Sood-Oberleimbach–Langnau-Gattikon rund 9 Minuten
Sood-Oberleimbach–Sihlwald rund 12 Minuten

Nachtverkehr

In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag wird der Bahnhof von der Nacht-S-Bahn SN4 bedient:

  • SN4: Zürich Hauptbahnhof – Zürich Selnau – Zürich Giesshübel – Zürich Saalsporthalle – Zürich Brunau – Zürich Manegg – Zürich Leimbach – Sood-Oberleimbach – Adliswil – Sihlau – Wildpark-Höfli – Langnau-Gattikon

Die SN4 verkehrt grundsätzlich stündlich. Im Fahrplanjahr 2026 bestehen je nach Richtung mehrere Verbindungen zwischen ungefähr 1 und 4 Uhr.[8]

Fahrplanänderung 2026

Wegen des Umbaus der unterirdischen SZU-Station im Zürcher Hauptbahnhof ist der Abschnitt Zürich Selnau–Zürich Hauptbahnhof vom 29. April bis 18. Oktober 2026 für den Bahnverkehr gesperrt.

Während dieser Zeit beginnen und enden die S4-Züge in Zürich Selnau. Der Betrieb zwischen Selnau, Sood-Oberleimbach und dem Sihltal bleibt grundsätzlich bestehen.[9]

Fahrzeuge und Hindernisfreiheit

Auf der S4 setzt die SZU vorwiegend Doppelstock-Pendelzüge ein. Die Kompositionen besitzen einen niederflurigen Zwischenwagen, der Personen mit Rollstuhl, Reisenden mit Kinderwagen und Fahrgästen mit Gepäck einen erleichterten Einstieg ermöglicht.

Nach den Angaben des ZVV ist der selbstständige Ein- und Ausstieg in Sood-Oberleimbach in beiden Fahrtrichtungen grundsätzlich möglich. Bei Zügen, die nur teilweise niederflurig sind, muss der entsprechend gekennzeichnete Niederflurbereich benutzt werden.[10]

Kurzfristige Änderungen des Fahrzeugeinsatzes können die Einstiegssituation beeinflussen.

Tarif

Der Bahnhof gehört zur ZVV-Tarifzone 150. Die benachbarte Stadtzone Zürich 110 wird bei der Preisberechnung doppelt gezählt.

Ein gültiger Verbundfahrausweis berechtigt innerhalb der gelösten Zonen zur Benutzung von Bahn, Tram, Bus und weiteren in den ZVV integrierten Verkehrsmitteln.

Zu den verfügbaren Fahrausweisen gehören:

  • Einzelbillette,
  • Tageskarten,
  • Mehrfahrtenkarten,
  • Monats- und Jahresabonnemente,
  • ZVV-NetzPass,
  • nationale Fahrausweise des Direkten Verkehrs.

Das Generalabonnement wird auf der S4 anerkannt. Für Inhaberinnen und Inhaber eines Halbtaxabonnements gelten die entsprechenden ermässigten Tarife.

Bedeutung für Adliswil

Sood-Oberleimbach gehört neben Adliswil und Sihlau zu den drei S4-Stationen auf dem Gemeindegebiet von Adliswil.

Während der Bahnhof Adliswil vor allem das Stadtzentrum erschliesst, dient Sood-Oberleimbach der Anbindung des nördlichen Gemeindegebiets. Sein Einzugsbereich umfasst sowohl Wohnquartiere als auch einen der bedeutendsten Arbeitsplatzstandorte der Stadt.

Der Bahnhof besitzt besondere Bedeutung für:

  • Pendlerinnen und Pendler nach Zürich,
  • Beschäftigte im Gebiet Sood,
  • Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiere Oberleimbach, Zelg und Soodmatte,
  • Kundinnen und Kunden der örtlichen Einkaufsbetriebe,
  • den Fuss- und Veloverkehr entlang der Sihl.

Die dichte S-Bahn-Bedienung macht den Standort für Unternehmen und verdichtete Wohnnutzungen attraktiv.

Entwicklung des Gebiets Sood

Das Gebiet Sood entstand als Arbeitsplatz- und Gewerbestandort zwischen der Bahnstrecke, der Sihl und der Sihltalstrasse. Es umfasst Bürogebäude, Gewerbebetriebe, Verkaufsflächen, Sportanlagen und einzelne Wohnnutzungen.

In den 2010er- und 2020er-Jahren standen grössere Büroflächen leer oder waren nicht mehr zeitgemäss nutzbar. Die Stadt Adliswil entwickelte deshalb Konzepte für eine schrittweise Umwandlung und Verdichtung des Gebiets.

Das Transformationskonzept sieht langfristig eine stärkere Mischung von Arbeitsplätzen, Wohnen, Dienstleistungen und öffentlichen Nutzungen vor. Der stark frequentierte Bahnhof Sood-Oberleimbach bildet dabei einen zentralen Ausgangspunkt der Entwicklung.[11]

Zu den städtebaulichen Zielen gehören:

  • eine höhere bauliche Dichte in Bahnhofsnähe,
  • zusätzliche Wohn- und Arbeitsflächen,
  • attraktivere öffentliche Räume,
  • bessere Fuss- und Veloverbindungen,
  • eine Aufwertung des Bahnhofsumfelds,
  • eine stärkere Verbindung zwischen den Quartieren beidseits der Bahn.

Installationsplatz für den Ausbau Zürich HB SZU

Von Juni 2025 bis Dezember 2026 dient das Areal beim Bahnhof als Hauptinstallationsplatz für den Ausbau der unterirdischen SZU-Station im Zürcher Hauptbahnhof.

Nahezu die gesamte Baustellenlogistik des Projekts wird über Sood-Oberleimbach abgewickelt. Material wird auf dem Areal vorbereitet, auf Logistikzüge verladen und auf der Sihltalbahn nach Zürich transportiert.

Die Be- und Entladearbeiten finden überwiegend tagsüber statt. Die Logistikzüge verkehren vor allem nachts, wenn weniger Personenzüge auf der Strecke unterwegs sind.[12]

Die Nutzung als Installationsplatz führt zeitweise zu Bauverkehr, nächtlichen Zugfahrten und zusätzlichen Lärmemissionen. Die SZU veröffentlicht für die Anwohnerschaft regelmässig Informationen über Nacht- und Wochenendarbeiten.

Chronologie

Jahr Ereignis
1891 Beginn der Bauarbeiten an der Sihltalbahn im Gebiet Sood-Oberleimbach
3. August 1892 Eröffnung der Strecke Zürich Selnau–Sihlwald für den Personenverkehr
1. Oktober 1892 Aufnahme des Güterverkehrs
1893 Zuteilung Oberleimbachs zur Gemeinde Adliswil
1897 Verlängerung der Sihltalbahn von Sihlwald nach Sihlbrugg
1924 Elektrifizierung der Sihltalbahn
1973 Übergang an die neu gebildete Sihltal Zürich Uetliberg Bahn
1990 Verlängerung nach Zürich Hauptbahnhof und Einbindung als S4 in die Zürcher S-Bahn
1990er-Jahre Ausbau der Personenüberführung mit Aufzugsanlage
2006 Ausbau des S4-Angebots bis zum Zehn-Minuten-Takt während der Hauptverkehrszeiten
2020 Genehmigung der umfassenden Sanierung der Personenüberführung
2022–2024 Teilrevision und Erneuerung der Aufzugsanlage
Juni 2025 Einrichtung des Hauptinstallationsplatzes für den Ausbau Zürich HB SZU
29. April bis 18. Oktober 2026 Vorübergehende Führung der S4 nur bis Zürich Selnau
Dezember 2026 Geplanter Abschluss der Nutzung als Hauptinstallationsplatz

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 S4 Zürich HB–Adliswil–Langnau-Gattikon–Sihlwald, Fahrplanjahr 2026. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  2. Regionalnetz-Pläne des ZVV-Gebiets. In: Zürcher Verkehrsverbund(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  3. Quartier Leimbach. In: Stadt Zürich(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  4. 4,0 4,1 125 Jahre Sihltalbahn 1892–2017. Hrsg.: Sihltal Zürich Uetliberg Bahn. 2017(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  5. 5,0 5,1 5,2 Die Geschichte der SZU. In: Sihltal Zürich Uetliberg Bahn(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  6. Personenüberführung Bahnhof Sood-Oberleimbach: Projektgenehmigung und Ausführungskredit. Hrsg.: Stadt Adliswil. 2020-06-16(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  7. Teilrevision der Personenaufzugsanlage Sood-Oberleimbach: Kreditabrechnung. Hrsg.: Stadt Adliswil. 2024-05-21(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  8. Linienfahrplan SN4. In: Zürcher Verkehrsverbund(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  9. Ausbau Zürich HB SZU: Bauen im Herzen der Stadt Zürich. In: Sihltal Zürich Uetliberg Bahn(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  10. Angaben zur Hindernisfreiheit der Linie S4. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  11. Transformationskonzept Gebiet Sood. Hrsg.: Stadt Adliswil. 2024(de). Abgerufen am 2026-08-04.
  12. Installationsplatz Bahnhof Sood-Oberleimbach. In: Sihltal Zürich Uetliberg Bahn(de). Abgerufen am 2026-08-04.