Bahnhof Zürich Brunau: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Bahnhof Zürich Brunau''' ist eine Bahnstation der [[Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn]] (SZU) im Süden der Stadt [[Zürich]]. Die betrieblich als Haltestelle klassifizierte Station liegt an der [[Sihltalbahn]] und wird von der Linie [[S4 (S-Bahn Zürich)|S4]] der [[S-Bahn Zürich]] bedient. Sie befindet sich im Zürcher Stadtkreis 2 am Rand des Quartiers [[Wollishofen]], nahe der [[Allmend Brunau]], der [[Sihl]] und der Autobahn [[Autobahn A3 (Schweiz)|A3]].
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Die Station erschliesst neben den angrenzenden Wohngebieten insbesondere das Naherholungsgebiet Allmend Brunau sowie Sport- und Freizeitanlagen im südlichen Stadtgebiet. Wegen ihrer Lage zwischen der dicht bebauten Stadt und dem Übergang in das Sihltal erfüllt sie sowohl Aufgaben des städtischen Nahverkehrs als auch des regionalen Pendlerverkehrs.
Die Station erschliesst neben den angrenzenden Wohngebieten insbesondere das Naherholungsgebiet Allmend Brunau sowie Sport- und Freizeitanlagen im südlichen Stadtgebiet. Wegen ihrer Lage zwischen der dicht bebauten Stadt und dem Übergang in das Sihltal erfüllt sie sowohl Aufgaben des städtischen Nahverkehrs als auch des regionalen Pendlerverkehrs.

Aktuelle Version vom 4. August 2026, 22:55 Uhr

Bahnhof Zürich Brunau
Bahnhof Zürich Brunau
Name Zürich Brunau
Typ Haltestelle
Gemeinde Zürich
Quartier Wollishofen
Kanton Zürich
Bahnstrecke Sihltalbahn
Betreiber Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn
Abkürzung ZBRU
IBNR 8503086
Bahnsteiggleise 2
Höhe 422 m ü. M.
Eröffnung 3. August 1892
Koordinaten 47° 21′ 7″ N, 8° 31′ 35″ O

Der Bahnhof Zürich Brunau ist eine Bahnstation der Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (SZU) im Süden der Stadt Zürich. Die betrieblich als Haltestelle klassifizierte Station liegt an der Sihltalbahn und wird von der Linie S4 der S-Bahn Zürich bedient. Sie befindet sich im Zürcher Stadtkreis 2 am Rand des Quartiers Wollishofen, nahe der Allmend Brunau, der Sihl und der Autobahn A3.

Die Station erschliesst neben den angrenzenden Wohngebieten insbesondere das Naherholungsgebiet Allmend Brunau sowie Sport- und Freizeitanlagen im südlichen Stadtgebiet. Wegen ihrer Lage zwischen der dicht bebauten Stadt und dem Übergang in das Sihltal erfüllt sie sowohl Aufgaben des städtischen Nahverkehrs als auch des regionalen Pendlerverkehrs.

Lage

Der Bahnhof liegt südlich des Stadtzentrums zwischen den Stationen Zürich Saalsporthalle und Zürich Manegg. Die Bahnstrecke verläuft in diesem Bereich weitgehend parallel zur Sihl und zur Allmendstrasse. Unmittelbar westlich der Station steigt das Gelände in Richtung Uetliberg an, während sich östlich davon die Wohngebiete von Wollishofen und die Verkehrsachsen in Richtung Zürichsee befinden.

Die Umgebung des Bahnhofs ist durch eine Mischung aus Verkehrsanlagen, Grünflächen, Sportplätzen und Wohngebieten geprägt. Über Fusswege und eine Passerelle bestehen Verbindungen zwischen den Bahnsteigen, der Allmendstrasse und den höher gelegenen Quartierstrassen. Die Station ist zugleich ein Ausgangspunkt für Spaziergänge, Velofahrten und sportliche Aktivitäten auf der Allmend Brunau.

Die Allmend gehört zu den bedeutenden städtischen Freiräumen Zürichs. Ihre offenen Wiesen, Wege und naturnahen Bereiche werden für Sport, Erholung und Veranstaltungen genutzt. Der Bahnhof ermöglicht eine direkte Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ohne dass das Gebiet vom Stadtzentrum her mit dem Auto erreicht werden muss.

Geschichte

Die Station wurde am 3. August 1892 zusammen mit der Bahnstrecke zwischen Zürich Selnau und Sihlwald eröffnet. Die damalige Sihlthalbahn-Gesellschaft errichtete die Linie, um die Gemeinden und Industriebetriebe im Sihltal besser mit Zürich zu verbinden. Neben dem Personenverkehr spielte zunächst auch der Transport von Holz und anderen Gütern eine wichtige Rolle.[1]

Im Jahr 1924 wurde die Sihltalbahn elektrifiziert. Dies ermöglichte einen leistungsfähigeren und wirtschaftlicheren Betrieb und löste den bis dahin verwendeten Dampfbetrieb ab. Die Sihltalbahn übernahm später auch die Betriebsführung der Uetlibergbahn. 1973 fusionierten die beiden Unternehmen zur heutigen Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn.

Eine grundlegende Verbesserung der Verbindung zur Zürcher Innenstadt erfolgte 1990. Bis dahin endeten die Züge der Sihltalbahn im oberirdischen Bahnhof Zürich Selnau. Mit der Eröffnung des Sihltunnels wurde die Strecke unterirdisch bis zum Zürich Hauptbahnhof verlängert. Gleichzeitig wurde die Sihltalbahn als Linie S4 in das Netz der neu geschaffenen S-Bahn Zürich und des Zürcher Verkehrsverbundes integriert.

Der Abschnitt zwischen Zürich Saalsporthalle und Zürich Brunau wurde Anfang der 1990er Jahre auf Doppelspur ausgebaut. Südlich der Station schliesst gegenwärtig wieder ein einspuriger Streckenabschnitt in Richtung Höcklerbrücke und Zürich Manegg an. Dieser Wechsel zwischen Doppel- und Einspur beeinflusst die betriebliche Kapazität der Linie.

Anlage

Der Bahnhof verfügt über zwei Durchgangsgleise mit zwei seitlich angeordneten Bahnsteigen. Die gesamte Anlage befindet sich in einer Kurve. Wegen der topografischen Verhältnisse liegen die Bahnsteige und ihre Zugänge teilweise auf unterschiedlichen Höhen.

Das Gleis 2 befindet sich in Hanglage und ist nur über Treppen erreichbar. Damit erfüllt die Station gegenwärtig nicht vollständig die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes. Die Kurvenlage erschwert zudem den niveaugleichen Ein- und Ausstieg zwischen Bahnsteig und Zug.[2]

Die Bahnsteige sind mit Unterständen, Fahrgastinformationen und Billettautomaten ausgestattet. In der Umgebung befinden sich Veloabstellplätze. Ein bedientes Reisezentrum oder grössere Verkaufseinrichtungen bestehen nicht.[3]

In den betrieblichen Unterlagen der SZU trägt die Station die Abkürzung ZBRU und wird als Haltestelle geführt.[4]

Verkehr

S-Bahn

Zürich Brunau wird im regulären Personenverkehr von der Linie S4 der S-Bahn Zürich bedient. Diese verbindet den Zürcher Hauptbahnhof über Zürich Selnau, Zürich Giesshübel, Zürich Saalsporthalle, Zürich Brunau, Zürich Manegg, Zürich Leimbach und Adliswil mit Langnau-Gattikon und Sihlwald.[5]

Durch die S4 bestehen direkte Verbindungen in das Zürcher Stadtzentrum sowie zu den Gemeinden des unteren Sihltals. Die Strecke ist besonders für Pendlerinnen und Pendler aus Adliswil und Langnau am Albis von Bedeutung. Innerhalb der Stadt übernimmt die Linie zugleich eine Funktion als schnelle Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und den südlichen Quartieren.

In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag wird die Station zusätzlich von der Nacht-S-Bahn-Linie SN4 bedient. Diese verkehrt zwischen Zürich Hauptbahnhof und Langnau-Gattikon.[6]

Weitere Anschlüsse

Direkte Umsteigemöglichkeiten zu Tram- oder Buslinien bestehen unmittelbar am Bahnhof nur eingeschränkt. In Gehdistanz befinden sich jedoch mehrere Haltestellen des städtischen Busnetzes. Die Haltestelle Thujastrasse wird unter anderem von den Buslinien 66 und 72 bedient und dient auch als alternatives öffentliches Verkehrsangebot für Fahrgäste, welche die nicht hindernisfrei zugänglichen Bahnsteige in Brunau nicht benutzen können.

Die Station ist gut in das städtische Fuss- und Velowegnetz eingebunden. Über die umliegenden Wege sind Wollishofen, die Allmend Brunau und das Gebiet um die Saalsporthalle erreichbar.

Ausbauplanung

Die SZU plant einen umfassenden Ausbau des Abschnitts zwischen Zürich Brunau und der Höcklerbrücke. Der heute einspurige Streckenabschnitt soll auf Doppelspur erweitert werden. Gleichzeitig ist eine Erneuerung der Haltestelle Brunau vorgesehen.[7]

Mit dem Doppelspurausbau sollen die Kapazität und die Fahrplanstabilität der Sihltalbahn erhöht werden. Die zusätzliche Infrastruktur ist eine Voraussetzung für die von der SZU geplante Verdichtung des Angebots. Langfristig soll auf Teilen des Netzes ein 15-Minuten-Takt beziehungsweise in stark belasteten Abschnitten ein 7,5-Minuten-Takt ermöglicht werden.

Die Erneuerung der Station soll zugleich einen hindernisfreien Zugang zu beiden Bahnsteigen schaffen. Nach den Planungen der SZU ist der Umbau ungefähr bis Ende 2030 vorgesehen. Aufgrund der Kurven- und Hanglage sind dafür grössere bauliche Eingriffe an den Bahnsteigen und Zugängen erforderlich.

Auch die Stadt Zürich plant eine Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes und der angrenzenden Allmendstrasse. Vorgesehen sind unter anderem Verbesserungen für den Fuss- und Veloverkehr, zusätzliche Veloabstellplätze, hitzemindernde Massnahmen und der Ersatz der bestehenden Passerelle.[8] Durch die Abstimmung der städtischen Arbeiten mit dem Bahnausbau soll ein besser zugänglicher und attraktiverer Verkehrsknoten entstehen.

Bedeutung

Zürich Brunau gehört nicht zu den grossen Umsteigebahnhöfen der Stadt, erfüllt jedoch eine wichtige lokale Erschliessungsfunktion. Die Station verbindet die Wohngebiete im südlichen Zürich mit dem Stadtzentrum und stellt einen Zugang zur Allmend Brunau sowie zu verschiedenen Sport- und Freizeitanlagen her.

Für die Sihltalbahn besitzt der Standort darüber hinaus betriebliche Bedeutung, da sich hier der Übergang vom doppelspurigen zum einspurigen Streckenabschnitt befindet. Der geplante Doppelspurausbau und die Modernisierung der Haltestelle sollen diese Engstelle beseitigen und den Bahnhof an die Anforderungen eines dichteren S-Bahn-Angebots anpassen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Die Geschichte der SZU, Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU, abgerufen am 4. August 2026.
  2. Hindernisfreier Zugang bei den Bahnhöfen und Haltestellen der SZU, Medienmitteilung der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU, 27. November 2023, abgerufen am 4. August 2026.
  3. Zürich Brunau, Schweizerische Bundesbahnen, abgerufen am 4. August 2026.
  4. Lokale Bestimmungen für Zugfahrten und Rangierbewegungen, Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU, Version 5.0, gültig ab 15. Dezember 2024, abgerufen am 4. August 2026.
  5. Linienfahrplan S4 Zürich HB–Sihlwald, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  6. Linienfahrplan SN4, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 4. August 2026.
  7. Unsere Zukunftsformel, Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU, abgerufen am 4. August 2026.
  8. Vorplatz Bahnhof Brunau, Allmendstrasse und Passerelle, Stadtratsbeschluss Nr. 1440/2026 der Stadt Zürich vom 13. Mai 2026, abgerufen am 4. August 2026.