Autobahn A51

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Autobahn A51
Land Schweiz
Kanton Zürich
Strassentyp Autobahn
Nummer A51, teilweise auch A11
Bezeichnung Flughafenautobahn
Beginn Verzweigung Zürich-Nord
Ende Anschluss Bülach Nord
Wichtige Orte Opfikon, Flughafen Zürich, Kloten, Bülach
Fahrstreifen überwiegend 2 × 2
Betreiber Bund und Kanton Zürich, je nach Abschnitt

Die Autobahn A51 ist eine Autobahn im Kanton Zürich. Sie verbindet die Verzweigung Zürich-Nord mit Opfikon, dem Flughafen Zürich, Kloten und Bülach. Wegen ihrer wichtigsten Erschliessungsfunktion wird sie häufig als Flughafenautobahn bezeichnet.

Die Strecke bildet eine bedeutende Verkehrsachse zwischen der Stadt Zürich, dem Flughafen, dem mittleren Glatttal und dem Zürcher Unterland. Am Anschluss Bülach Nord geht sie in die Hauptstrasse 4 in Richtung Glattfelden, Eglisau, Rafz und Schaffhausen über. Eine durchgehend als Autobahn ausgebaute Fortsetzung nach Norden besteht nicht.

Die Bezeichnungen A51 und A11 werden in Karten, amtlichen Dokumenten und im alltäglichen Sprachgebrauch teilweise nebeneinander verwendet. Der südliche Abschnitt zwischen Zürich-Nord und dem Flughafen gehört zum Nationalstrassennetz und wird auch der Nationalstrasse N11 beziehungsweise der A11 zugeordnet. Der Abschnitt zwischen Kloten Nord und Bülach Nord ist eine kantonale Autobahn und wird vom Kanton Zürich als A51 bezeichnet.

Verlauf

Die A51 beginnt an der Verzweigung Zürich-Nord. Dort besteht eine Verbindung mit der Autobahn A1 und der Autobahn A4. Die A1 führt westwärts über Zürich und das Limmattal in Richtung Bern und ostwärts über Winterthur in Richtung St. Gallen. Die A4 verläuft nach Norden in Richtung Schaffhausen.

Von Zürich-Nord führt die A51 zunächst durch beziehungsweise entlang des Gebiets von Opfikon und Glattbrugg. Sie verläuft durch einen dicht besiedelten und von Bahnlinien, Gewerbegebieten sowie Flughafenanlagen geprägten Raum.

Anschliessend erreicht die Autobahn den Flughafen Zürich. Mehrere Anschlüsse erschliessen die Flughafenterminals, Parkhäuser, Frachtanlagen, Hotels, Bürogebiete und den öffentlichen Verkehrsknoten Zürich Flughafen.

Nördlich des Flughafens führt die Strecke durch das Gebiet der Stadt Kloten. Beim Anschluss Kloten Nord beginnt der kantonale Abschnitt der Autobahn. Dieser verläuft westlich beziehungsweise nordwestlich des Siedlungsgebiets von Kloten weiter in Richtung Bülach.

Zwischen Kloten und Bülach durchquert die A51 Gebiete der Gemeinden Winkel, Höri und Bülach. Sie führt durch eine Landschaft, die von Siedlungen, Landwirtschaft, Waldflächen und den Anlagen des Flughafens geprägt wird.

Bei Bülach bestehen die Anschlüsse Bülach Süd, Bülach West und Bülach Nord. Am Anschluss Bülach Nord endet der Autobahnabschnitt. Die Verbindung setzt sich als Hauptstrasse in Richtung Glattfelden und Eglisau fort.

Abschnitte

Die A51 lässt sich in zwei verwaltungs- und verkehrsgeschichtlich unterschiedliche Hauptabschnitte gliedern.

Zürich-Nord–Flughafen

Der Abschnitt zwischen der Verzweigung Zürich-Nord und dem Flughafen Zürich gehört zum Nationalstrassennetz des Bundes. Er bildet einen direkten Zubringer von der A1 und der A4 zum grössten Flughafen der Schweiz.

Dieser Abschnitt verläuft durch einen stark urbanisierten Raum. Neben dem Flughafen erschliesst er Opfikon, Glattbrugg, Teile von Kloten und zahlreiche Arbeitsplätze im mittleren Glatttal.

Die Strasse wird in amtlichen Zusammenhängen teilweise als A11 beziehungsweise N11 geführt. Auf Verkehrsmeldungen und Wegweisern ist auch die Bezeichnung A51 verbreitet.

Flughafen–Kloten Nord

Zwischen dem Flughafen und dem Anschluss Kloten Nord verknüpft die Autobahn die nationale Flughafenachse mit der kantonalen Verbindung nach Bülach.

In diesem Bereich befinden sich mehrere komplexe Ein- und Ausfahrten. Der Verkehr zum Flughafen, nach Kloten, nach Bülach und zur Verzweigung Zürich-Nord muss auf engem Raum verteilt werden.

Der Autobahnzusammenschluss in Kloten wurde um die Jahrtausendwende umfassend neu gestaltet. Teile der neuen Verkehrsführung wurden im Jahr 2000 in Betrieb genommen.[1]

Kloten Nord–Bülach Nord

Der rund zehn Kilometer lange Abschnitt zwischen Kloten Nord und Bülach Nord ist eine kantonale Autobahn. Er wurde um 1970 beziehungsweise 1971 eröffnet und gehört zu den wichtigsten Hochleistungsstrassen im Zürcher Unterland.[2]

Die Strecke ist grundsätzlich vierspurig ausgebaut, mit zwei Fahrstreifen pro Richtung und baulich getrennten Fahrbahnen.

Sie erschliesst Kloten, Winkel, Höri und Bülach und nimmt einen grossen Teil des Verkehrs zwischen Zürich beziehungsweise dem Flughafen und dem nördlichen Kantonsteil auf.

Anschlüsse und Verzweigungen

Die genaue Benennung einzelner Anschlüsse kann in Strassenkarten und Verkehrsmeldungen leicht variieren. Zu den wichtigsten Verbindungen gehören:

Anschluss beziehungsweise Verzweigung Erschlossene Orte und Ziele Bemerkung
Verzweigung Zürich-Nord Zürich, Winterthur, St. Gallen, Bern, Schaffhausen Übergang zur A1 und A4
Glattbrugg Glattbrugg, Opfikon, Messe Zürich, Oerlikon Erschliessung des mittleren Glatttals
Flughafen Flughafen Zürich, Terminals, Parkhäuser, Fracht Wichtigster Flughafenzubringer
Kloten Süd beziehungsweise Kloten Kloten, Flughafenregion Verbindung zum städtischen Strassennetz
Kloten Nord Kloten, Bassersdorf, Lufingen Übergang zum kantonalen Autobahnabschnitt
Bülach Süd Bülach, Industrie- und Gewerbegebiete Südliche Erschliessung der Stadt
Bülach West Bülach, Höri, Hochfelden Verbindung zum westlichen Stadtgebiet
Bülach Nord Bülach, Glattfelden, Eglisau, Rafz, Schaffhausen Ende der Autobahn

Verzweigung Zürich-Nord

Die Verzweigung Zürich-Nord liegt im Norden der Stadt Zürich nahe Zürich-Seebach, Opfikon und Wallisellen.

Sie gehört zu den bedeutenden Autobahnknoten des Kantons. Hier treffen Verkehrsströme aus dem Raum Zürich, dem Limmattal, Winterthur, der Ostschweiz, Schaffhausen und der Flughafenregion aufeinander.

Die räumliche Nähe zu Bahnlinien, Wohnquartieren und Gewerbegebieten macht die Anlage baulich anspruchsvoll. Zu den prägenden Bauwerken gehören Rampen, Brücken und Überführungen.

Verkehrsstörungen an der Verzweigung können sich sowohl auf die A51 als auch auf die A1, die A4 und das städtische Strassennetz auswirken.

Flughafen Zürich

Die A51 ist die wichtigste Strassenverbindung zum Flughafen Zürich. Der Flughafen liegt in den Gemeinden Kloten, Opfikon, Rümlang, Oberglatt und Winkel.

Über die Autobahn werden die Terminals, Parkhäuser, Mietwagenzentren, Hotels, Bürogebäude und Frachtanlagen erschlossen.

Der Flughafen erzeugt sowohl Personen- als auch Wirtschaftsverkehr. Neben Reisenden und Begleitpersonen nutzen Beschäftigte, Lieferdienste, Reisebusse, Taxis und Frachtfahrzeuge die Autobahn.

Bei starkem Reiseverkehr, Ferienbeginn, Veranstaltungen oder Verkehrsunfällen kann es im Bereich der Flughafenanschlüsse zu Rückstaus kommen.

Die Strassenerschliessung wird durch den Bahnhof Zürich Flughafen ergänzt. Dieser ist in den nationalen und regionalen Bahnverkehr eingebunden und trägt dazu bei, einen Teil der Flughafenreisen auf den öffentlichen Verkehr zu verlagern.

Kloten

Die Stadt Kloten liegt unmittelbar an der A51 und ist eng mit dem Flughafen verbunden.

Mehrere Anschlüsse verbinden die Autobahn mit dem Stadtgebiet, der Flughafenstrasse und den regionalen Strassen nach Bassersdorf, Lufingen, Winkel und weiteren Gemeinden.

Der Autobahnzusammenschluss bei Kloten wurde gegen Ende des 20. Jahrhunderts neu gebaut beziehungsweise umgestaltet. Ziel war eine leistungsfähigere und sicherere Verknüpfung der Flughafenautobahn mit der kantonalen Autobahn nach Bülach.

Die Arbeiten umfassten neue Fahrbahnen, Rampen, Brücken und eine veränderte Verkehrsführung. Im Juni 2000 wurde zunächst die flughafenseitige Fahrbahn in Betrieb genommen; weitere Teile folgten gestaffelt.[1]

Bülach

Bülach ist das wichtigste regionale Zentrum am nördlichen Ende der A51.

Die Stadt wird durch drei Anschlüsse erschlossen. Diese verteilen den Verkehr auf das südliche, westliche und nördliche Stadtgebiet sowie auf die umliegenden Gemeinden.

Der Anschluss Bülach Süd dient unter anderem der Erschliessung von Wohn-, Einkaufs- und Gewerbegebieten. Bülach West verbindet die Autobahn mit Höri, Hochfelden und dem westlichen Stadtgebiet.

Am Anschluss Bülach Nord endet die Autobahn. Die Hauptverbindung führt anschliessend durch den Hardwald in Richtung Glattfelden und Eglisau.

Der Übergang von der vierspurigen Autobahn zur nachfolgenden Strassenverbindung ist für den Verkehr im Zürcher Unterland von besonderer Bedeutung. Bei hohem Verkehrsaufkommen können sich Rückstaus bilden.

Fortsetzung nach Norden

Nach dem Ende der A51 führt die Hauptstrasse 4 über Glattfelden und Eglisau in Richtung Schaffhausen.

Die Verbindung ist nicht durchgehend kreuzungsfrei und weist je nach Abschnitt unterschiedliche Ausbaustandards auf.

In Eglisau überquert die Hauptstrasse den Rhein. Die bestehende Rheinquerung und die Ortsdurchfahrt gehören zu den Engpässen der regionalen Nord-Süd-Verbindung.

Seit Jahrzehnten werden Projekte für eine leistungsfähigere Umfahrung von Eglisau und für Verbesserungen zwischen Bülach und Glattfelden diskutiert.

Der Kanton Zürich plant unter anderem einen vierspurigen Ausbau der Schaffhauserstrasse zwischen dem Anschluss Bülach Nord und dem Kreisel Chrüzstrass. Der Ausbau soll an den Standard der A51 zwischen Kloten und Bülach anknüpfen.[3]

Geschichte

Flughafenerschliessung

Die Entwicklung der Autobahn ist eng mit dem Bau und Ausbau des Flughafens Zürich verbunden.

Der Flughafen wurde 1948 eröffnet. Mit steigenden Passagierzahlen, dem Ausbau der Flughafengebäude und der raschen Motorisierung nahm der Bedarf nach einer leistungsfähigen Strassenverbindung zu.

Die ursprünglichen Landstrassen durch Glattbrugg und Kloten konnten den zunehmenden Verkehr nur begrenzt aufnehmen. Eine kreuzungsfreie Verbindung zur damaligen Nationalstrasse und zur Stadt Zürich wurde deshalb zu einem wichtigen Verkehrsprojekt.

Die Flughafenautobahn entstand schrittweise. Sie erleichterte die Zufahrt aus Zürich und schuf zugleich eine neue Hauptachse durch das Glatttal.

Bau der kantonalen Autobahn

Der Abschnitt zwischen Kloten und Bülach wurde Ende der 1960er- beziehungsweise Anfang der 1970er-Jahre gebaut. Kantonale Quellen nennen je nach Bezug auf einzelne Bauphasen die Jahre 1968/1969 oder 1970/1971.[4]

Die Autobahn sollte die stark belasteten Ortsdurchfahrten entlasten und die Verbindung zwischen Flughafen, Bülach und den nördlichen Kantonsteilen verbessern.

Sie wurde mit getrennten Richtungsfahrbahnen und je zwei Fahrstreifen errichtet. Für damalige Verhältnisse stellte sie einen leistungsfähigen Ausbau dar.

Mit dem Wachstum von Flughafen, Bevölkerung und Wirtschaft nahm die Verkehrsbelastung in den folgenden Jahrzehnten stark zu.

Umbau bei Kloten

Die Verbindung zwischen der nationalen Flughafenautobahn und der kantonalen Strecke nach Bülach entsprach gegen Ende des 20. Jahrhunderts nicht mehr den Anforderungen.

Der Autobahnzusammenschluss Kloten wurde deshalb neu gebaut. Die Anlage sollte Verkehrsströme besser trennen und die Leistungsfähigkeit der Verbindungen zwischen Zürich, Flughafen, Kloten und Bülach erhöhen.

Die Inbetriebnahme erfolgte im Jahr 2000 in mehreren Etappen. Während der Umstellung waren zeitweise Sperrungen und Gegenverkehrsführungen notwendig.[1]

Gesamtsanierung 2014–2019

Der kantonale Abschnitt zwischen Kloten Nord und Bülach Nord wurde nach rund vier Jahrzehnten Betrieb umfassend erneuert.

Die ersten Arbeiten begannen 2014. Die Hauptarbeiten wurden zwischen 2016 und 2018 ausgeführt; ergänzende Arbeiten ausserhalb des unmittelbaren Fahrbahnbereichs folgten 2019.

Das Projekt umfasste einen etwa zehn Kilometer langen Autobahnabschnitt. Der Regierungsrat bewilligte dafür rund 186 Millionen Franken.[2]

Zu den ausgeführten Massnahmen gehörten:

  • Erneuerung des Strassenoberbaus;
  • Ersatz der Fahrbahnbeläge;
  • Sanierung von Brücken und Stützmauern;
  • Erneuerung der Signalisation und Markierung;
  • Ersatz von Leitplanken und weiteren Rückhaltesystemen;
  • Erneuerung der Betriebs- und Sicherheitsanlagen;
  • Anpassung der Strassenentwässerung;
  • Bau von Strassenabwasserbehandlungsanlagen;
  • Erneuerung von Werkleitungen;
  • ökologische Aufwertungen und Ersatzmassnahmen.

Während der Bauarbeiten sollte die Autobahn grundsätzlich in beiden Richtungen befahrbar bleiben. Zeitweise standen jedoch nur schmalere oder weniger Fahrstreifen zur Verfügung.

Intensivbauphase 2017

Im Sommer 2017 wurde die Verkehrsführung für eine Intensivbauphase stark eingeschränkt.

Zwischen Kloten Nord und Bülach Nord stand vom Juli bis August pro Richtung zeitweise nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Dadurch konnte die gesamte Bauzeit um mehrere Monate verkürzt werden.

Der sanierte Abschnitt war rund zehn Kilometer lang. Damals nutzten ihn täglich ungefähr 40'000 bis 41'000 Fahrzeuge.[5]

Besonders im morgendlichen Verkehr in Richtung Zürich und im abendlichen Verkehr in Richtung Bülach, Eglisau und Glattfelden bestand erhöhte Staugefahr.

Buslinien zwischen Winkel und dem Flughafen wurden während einzelner Bauphasen über alternative Strecken geführt.

Entwässerung und Gewässerschutz

Ein Schwerpunkt der Sanierung war die Erneuerung der Strassenentwässerung.

Regenwasser von Autobahnen kann Reifenabrieb, Schwermetalle, Öl, Treibstoffreste, Streusalz und weitere Schadstoffe aufnehmen. Eine direkte Einleitung in Bäche oder Grundwasser entspricht deshalb nicht mehr den heutigen Gewässerschutzanforderungen.

Entlang des kantonalen Abschnitts wurden vier Strassenabwasserbehandlungsanlagen errichtet beziehungsweise geplant.[6]

In diesen Anlagen wird das Wasser zurückgehalten und behandelt. Feststoffe können sich absetzen, während ein Teil der Schadstoffe durch Boden- und Filterschichten gebunden wird.

Die Anlagen verbessern den Schutz von Oberflächengewässern, Böden und Grundwasser.

Verkehrsbedeutung

Die A51 erfüllt mehrere regionale und nationale Verkehrsaufgaben.

Sie dient als:

  • Hauptzufahrt zum Flughafen Zürich;
  • Verbindung zwischen Zürich und Bülach;
  • Erschliessungsachse des mittleren Glatttals;
  • Zufahrt zum Zürcher Unterland und Rafzerfeld;
  • Verbindung in Richtung Eglisau und Schaffhausen;
  • Zubringer zu Gewerbe- und Industriegebieten;
  • Ausweichroute für regionale Verkehrsbeziehungen.

Die Autobahn ist für den Personenverkehr ebenso wichtig wie für den Güter- und Lieferverkehr.

Für viele Gemeinden des Zürcher Unterlands stellt sie die schnellste Strassenverbindung zur Stadt Zürich und zum Flughafen dar.

Verkehrsaufkommen

Das Verkehrsaufkommen nahm seit der Eröffnung deutlich zu.

Im Jahr 2001 wurden auf dem Abschnitt Kloten–Bülach rund 26'000 Fahrzeuge pro Tag gezählt. Um 2010 waren es bereits ungefähr 38'000 Fahrzeuge.[4]

Während der Planung der Gesamtsanierung wurden täglich etwa 40'500 bis 41'000 Fahrzeuge angegeben.[2][5]

Die Belastung verteilt sich nicht gleichmässig über den Tag. Am Morgen ist der Verkehr in Richtung Flughafen und Zürich besonders stark. Am Abend überwiegt die Gegenrichtung nach Bülach und in die nördlichen Gemeinden.

Ferienbeginn, Grossveranstaltungen, Unfälle und Baustellen können zu zusätzlichen Belastungen führen.

Stau und Engpässe

Zu den stauanfälligen Bereichen gehören die Verzweigung Zürich-Nord, die Flughafenanschlüsse, der Zusammenschluss bei Kloten und das Ende der Autobahn bei Bülach Nord.

An Einfahrten entsteht eine hohe Belastung, wenn sich regionaler Verkehr mit dem durchgehenden Autobahnverkehr mischt.

Bei Störungen auf der A1, der A4 oder im Flughafengebiet können sich Verkehrsprobleme auf die A51 übertragen.

Am nördlichen Ende trifft die leistungsfähige Autobahn auf eine Strassenverbindung mit teilweise geringerem Ausbaustandard. Dieser Übergang kann die Kapazität begrenzen.

Verkehrsmanagement, Geschwindigkeitsregelungen, Informationstafeln und eine koordinierte Signalisation sollen den Verkehrsfluss verbessern.

Höchstgeschwindigkeit

Auf Schweizer Autobahnen gilt grundsätzlich eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, sofern keine tiefere Geschwindigkeit signalisiert ist.

Auf der A51 bestehen in einzelnen Abschnitten niedrigere Geschwindigkeitsbegrenzungen. Gründe dafür sind:

  • dichte Anschlussfolgen;
  • enge Rampen;
  • hohe Verkehrsbelastung;
  • Lärmschutz;
  • Baustellen;
  • Sicherheitsanforderungen im Flughafenbereich;
  • Verkehrsmanagement.

Während der Gesamtsanierung zwischen Kloten und Bülach galt im Baustellenbereich zeitweise Tempo 80. Zusätzlich bestand ein Überholverbot für Lastwagen.[6]

Die jeweils signalisierte Geschwindigkeit ist verbindlich.

Öffentlicher Verkehr

Parallel zur A51 verlaufen wichtige Bahn- und Busverbindungen.

Der Flughafen Zürich besitzt einen unterirdischen Fern- und S-Bahnhof. Direkte Züge verbinden ihn mit Zürich Hauptbahnhof, Winterthur, Bern, Basel, Luzern, St. Gallen und weiteren Städten.

Die Bahnlinie Zürich–Bülach verläuft teilweise in der Nähe der Autobahn. Bahnhöfe bestehen unter anderem in Glattbrugg, Kloten und Bülach.

Buslinien erschliessen Gemeinden ohne eigenen Bahnhof sowie die Arbeits- und Wohngebiete rund um den Flughafen.

Ein leistungsfähiger öffentlicher Verkehr soll die Strassen entlasten. Dennoch bleibt die A51 wegen des Lieferverkehrs, der dezentralen Siedlungsstruktur und der individuellen Flughafenfahrten stark belastet.

Strassen- und Eisenbahnbauwerke

Die A51 kreuzt zahlreiche Bahnlinien, Strassen, Bäche und lokale Verbindungen.

Im dicht bebauten Abschnitt zwischen Glattbrugg und dem Flughafen befinden sich mehrere Eisenbahnbrücken und Überführungen.

Die Bahnbrücken müssen regelmässig kontrolliert, instandgesetzt oder ersetzt werden. Solche Arbeiten können nächtliche Sperrungen der Autobahn erfordern.

Auch zwischen Kloten und Bülach bestehen zahlreiche Brücken für Gemeindestrassen, Landwirtschaftswege und Gewässer.

Die Sanierung dieser Bauwerke war ein wesentlicher Bestandteil des Erhaltungsprojekts von 2014 bis 2019.

Bubenholztunnel

Im Raum Kloten beziehungsweise nahe dem Flughafen befindet sich der Bubenholztunnel. Er gehört zu den Bauwerken der Autobahnverbindung zwischen Flughafen, Kloten und Bülach.

Der Tunnel beziehungsweise die gedeckte Strecke trägt dazu bei, bestehende Verkehrswege und Nutzungen miteinander zu verbinden und die Autobahn in das dicht genutzte Gebiet einzupassen.

Wie andere Tunnelanlagen verfügt er über Beleuchtung, Entwässerung, Lüftungs- und Sicherheitseinrichtungen.

Betriebs- und Sicherheitsanlagen müssen regelmässig kontrolliert und erneuert werden.

Sicherheit

Wegen der hohen Verkehrsbelastung und der zahlreichen Anschlüsse besitzt die Verkehrssicherheit grosse Bedeutung.

Zu den Sicherheitseinrichtungen gehören:

  • Mittelleitplanken;
  • Fahrzeugrückhaltesysteme;
  • Notrufeinrichtungen;
  • Beleuchtung in Tunnels und gedeckten Abschnitten;
  • Verkehrsüberwachung;
  • Wechsel- und Gefahrensignale;
  • Entwässerungssysteme;
  • Wildschutzzäune;
  • Markierungen und Richtungstrenner.

Unfälle können wegen der begrenzten Ausweichmöglichkeiten rasch zu Sperrungen und langen Rückstaus führen.

Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste, Strassenunterhalt und private Bergungsunternehmen arbeiten bei Ereignissen zusammen.

Wildtiere und Landschaftsvernetzung

Der Abschnitt zwischen Kloten und Bülach durchquert nicht vollständig überbaute Gebiete mit Wald- und Landwirtschaftsflächen.

Die Autobahn bildet für Wildtiere eine schwer überwindbare Barriere. Wildschutzzäune verhindern Kollisionen, verstärken jedoch zugleich die Zerschneidung der Landschaft.

Brücken, Unterführungen und speziell gestaltete Durchlässe können als Verbindungen für Tiere dienen.

Bei Sanierungen und Ausbauprojekten werden ökologische Ersatz- und Vernetzungsmassnahmen geprüft. Ziel ist, Lebensräume trotz der Verkehrsinfrastruktur möglichst miteinander zu verbinden.

Lärm

Der Strassenverkehr verursacht in den angrenzenden Siedlungsgebieten Lärm.

Betroffen sind insbesondere Teile von Opfikon, Glattbrugg, Kloten, Winkel und Bülach.

Lärmschutzmassnahmen können umfassen:

  • lärmarme Strassenbeläge;
  • Lärmschutzwände;
  • Erdwälle;
  • Geschwindigkeitsbeschränkungen;
  • Schallschutzfenster;
  • angepasste Siedlungsplanung.

Die Wirkung der Massnahmen hängt von Verkehrsmenge, Geschwindigkeit, Fahrzeugart, Gelände und Abstand zur Fahrbahn ab.

Neben dem Autobahnlärm ist die Region zusätzlich durch den Flugverkehr des Flughafens Zürich belastet.

Luftbelastung und Klima

Der Verkehr auf der A51 verursacht Kohlendioxid, Stickoxide, Feinstaub und Reifenabrieb.

Technische Fortschritte und strengere Abgasvorschriften reduzierten einzelne Schadstoffe pro Fahrzeug. Gleichzeitig schwächt das hohe Verkehrsaufkommen einen Teil dieser Verbesserungen ab.

Elektrofahrzeuge verursachen lokal keine Abgase, tragen jedoch weiterhin zu Reifenabrieb, Flächenverbrauch und Verkehrsbelastung bei.

Der Betrieb und Unterhalt der Autobahn benötigen Material und Energie. Bei Sanierungen werden deshalb zunehmend Recyclingasphalt, energieärmere Bauverfahren und langlebige Materialien eingesetzt.

Wirtschaftliche Bedeutung

Die A51 ist für den Wirtschaftsraum Zürich von grosser Bedeutung.

Sie erschliesst:

  • den Flughafen Zürich;
  • Logistik- und Frachtunternehmen;
  • Hotels und Dienstleistungsbetriebe;
  • Gewerbegebiete in Opfikon und Kloten;
  • Industrie- und Einkaufsgebiete in Bülach;
  • Arbeitsplätze im mittleren Glatttal;
  • die Gemeinden des Zürcher Unterlands.

Für Unternehmen ermöglicht die Autobahn schnelle Verbindungen zu nationalen und internationalen Verkehrsnetzen.

Gleichzeitig können Staus, Unfälle und Baustellen erhebliche wirtschaftliche Kosten durch Zeitverluste und unzuverlässige Lieferzeiten verursachen.

Bedeutung für das Zürcher Unterland

Das Zürcher Unterland ist über die A51 eng mit dem Flughafen und der Stadt Zürich verbunden.

Gemeinden wie Bülach, Höri, Hochfelden, Glattfelden, Eglisau und die Orte des Rafzerfelds nutzen die Achse für Pendler- und Wirtschaftsverkehr.

Die Autobahn förderte die Entwicklung Bülachs als regionales Zentrum und erhöhte die Attraktivität vieler Gemeinden als Wohnorte.

Das verbesserte Strassennetz trug jedoch auch zu Siedlungswachstum, Bodenverbrauch und zunehmendem Autoverkehr bei.

Die künftige Entwicklung muss deshalb mit Bahn-, Bus-, Velo- und Raumplanung abgestimmt werden.

Unterhalt und Zuständigkeiten

Die Zuständigkeit für die A51 ist nicht auf der gesamten Strecke gleich.

Der Nationalstrassenabschnitt zwischen Zürich-Nord und dem Flughafen wird unter Verantwortung des Bundes beziehungsweise des Bundesamts für Strassen betrieben.

Der Abschnitt zwischen Kloten Nord und Bülach Nord ist eine kantonale Autobahn. Für Planung und grössere Erhaltungsarbeiten ist das Tiefbauamt des Kantons Zürich zuständig.

Der betriebliche Unterhalt umfasst:

  • Reinigung der Fahrbahnen;
  • Winterdienst;
  • Pflege von Böschungen;
  • Kontrolle von Brücken und Tunnels;
  • Reparatur von Belägen;
  • Unterhalt der Signalisation;
  • Pflege der Entwässerung;
  • Unfall- und Pannenhilfe;
  • Kontrolle der Sicherheitsanlagen.

Die unterschiedliche Eigentümerschaft erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Bund, Kanton, Polizei, Gemeinden und Flughafenorganisationen.

Winterdienst

Die A51 muss wegen ihrer Bedeutung für Flughafen und Pendlerverkehr möglichst ganzjährig befahrbar bleiben.

Bei Schnee und Eis werden Fahrbahnen geräumt und mit Streusalz behandelt.

Besondere Aufmerksamkeit gilt Brücken, Rampen und schattigen Abschnitten, da dort Glätte früher entstehen kann.

Streusalz verbessert die Verkehrssicherheit, kann jedoch Böden, Pflanzen und Gewässer belasten. Moderne Winterdienste versuchen deshalb, die Salzmenge möglichst genau an Wetter und Strassenzustand anzupassen.

Baustellen und Verkehrsführung

Unterhaltsarbeiten werden wegen des hohen Verkehrsaufkommens häufig nachts oder an Wochenenden ausgeführt.

Je nach Art der Arbeiten sind Fahrstreifenreduktionen, Anschluss-Sperrungen oder vollständige Nachtsperrungen notwendig.

Umleitungen führen über das regionale Strassennetz. Dadurch können Kloten, Bülach und umliegende Gemeinden vorübergehend stärker belastet werden.

Grössere Baustellen werden mit Verkehrsinformationen, mobilen Signalen und angepassten Markierungen begleitet.

Ziel ist, die Bauzeit möglichst kurz zu halten und gleichzeitig die Sicherheit von Verkehrsteilnehmenden und Baupersonal zu gewährleisten.

Zukunft

Die A51 wird auch künftig eine zentrale Rolle im Verkehrssystem des Kantons Zürich spielen.

Die Verkehrsbelastung dürfte durch Bevölkerungswachstum, wirtschaftliche Entwicklung und den Flughafen hoch bleiben.

Zu den langfristigen Aufgaben gehören:

  • Erhaltung der bestehenden Infrastruktur;
  • Verbesserung der Verkehrssicherheit;
  • Sanierung von Brücken und Tunnels;
  • Reduktion von Lärm und Schadstoffen;
  • leistungsfähigere Anschlüsse;
  • bessere Abstimmung mit dem öffentlichen Verkehr;
  • Verbesserung der Verbindung nördlich von Bülach;
  • Förderung des Verkehrsmanagements;
  • ökologische Vernetzung.

Ein Ausbau der Autobahn allein kann die Verkehrsprobleme der Region nicht dauerhaft lösen. Raumplanung, Bahn- und Busangebote, Veloverbindungen und eine bessere Nutzung bestehender Kapazitäten sind ebenfalls erforderlich.

Bedeutung

Die A51 ist eine vergleichsweise kurze, aber besonders wichtige Autobahn der Schweiz.

Sie verbindet einen der grössten Autobahnknoten des Landes mit dem Flughafen Zürich und dem regionalen Zentrum Bülach.

Ihre Geschichte spiegelt die Entwicklung des Kantons Zürich seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wider: den Ausbau des Flughafens, die Motorisierung, das Wachstum des Glatttals und die zunehmende Verflechtung des Zürcher Unterlands mit der Agglomeration.

Die parallelen Bezeichnungen A51, A11 und N11 verdeutlichen zugleich die historisch gewachsene Aufteilung zwischen National- und Kantonsstrasse.

Siehe auch

Einzelnachweise

Wikimedia Commons Wikimedia Commons: Medien zu Autobahn A51