Dielsdorf

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Dielsdorf

Gemeindedaten

Staat

Schweiz

Kanton

Zürich

Bezirk

Dielsdorf

BFS-Nummer

0086

Postleitzahl

8157

Koordinaten

47.481389° N, 8.455833° E

Höhe

455 m ü. M.

Fläche

5.86 km²

Einwohner

6'688

Website

www.dielsdorf.ch

Dielsdorf ist eine politische Gemeinde und der Hauptort des gleichnamigen Bezirks Dielsdorf im Kanton Zürich in der Schweiz. Die Gemeinde liegt im Zürcher Unterland am östlichen Eingang des Wehntals und am Fuss der Lägern.

Dielsdorf erfüllt als Bezirkshauptort wichtige Verwaltungs-, Bildungs-, Gesundheits- und Versorgungsfunktionen für die umliegenden Gemeinden. Der Ort entwickelte sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von einem landwirtschaftlich geprägten Dorf zu einem regionalen Wohn-, Gewerbe- und Dienstleistungszentrum. Bekannt ist Dielsdorf unter anderem durch die Pferderennbahn im Gebiet Grossriet.

Am 31. Dezember 2024 lebten 6'688 Menschen in Dielsdorf.[1]

Geographie

Dielsdorf liegt nordwestlich der Stadt Zürich zwischen der Lägern und der Ebene des Zürcher Unterlandes. Das Dorfzentrum befindet sich auf rund 455 Metern über Meer. Das Gemeindegebiet umfasst 5,86 Quadratkilometer.

Der nördliche Teil der Gemeinde steigt gegen die bewaldeten Hänge der Lägern an. Südlich und östlich des historischen Dorfkerns erstreckt sich eine weitgehend ebene Landschaft mit Wohnquartieren, Gewerbegebieten, Landwirtschaftsflächen und Verkehrsanlagen.

Dielsdorf grenzt an Regensberg, Steinmaur, Niederglatt, Niederhasli und Buchs. Die Gemeinde liegt an der Grenze zwischen dem Wehntal und dem breiteren Talraum der Glatt.

Die Lägern ist der östlichste Ausläufer des Juras. Ihr bewaldeter Höhenzug prägt das Landschaftsbild und trennt das Wehntal vom Furttal. Wanderwege führen von Dielsdorf zu den Höhen der Lägern und nach Regensberg.

Siedlungsstruktur

Der historische Dorfkern entwickelte sich entlang älterer Strassenverbindungen am Fuss der Lägern. Dort befinden sich traditionelle Bauernhäuser, ehemalige Gewerbebauten, öffentliche Gebäude und die reformierte Kirche.

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden rund um den alten Kern zahlreiche Wohnquartiere. Besonders in Richtung Bahnhof, Niederglatt und Niederhasli dehnte sich das Siedlungsgebiet stark aus.

Östlich und südöstlich des Dorfzentrums liegen grössere Gewerbe- und Arbeitsgebiete. Die Nähe zur Bahnlinie und zu den regionalen Hauptstrassen begünstigte die Ansiedlung von Handels-, Produktions- und Dienstleistungsbetrieben.

Trotz des starken Wachstums sind am Siedlungsrand weiterhin Landwirtschaftsflächen erhalten. Die Übergänge zwischen Dorf, Gewerbegebieten und offener Landschaft sind heute teilweise fliessend.

Geschichte

Frühgeschichte und römische Zeit

Das Gebiet am Fuss der Lägern war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Archäologische Funde aus dem Zürcher Unterland belegen eine frühe Nutzung der fruchtbaren Ebenen und der geschützten Hanglagen.

Während der römischen Herrschaft verliefen durch die weitere Region Verkehrswege zwischen Vindonissa, dem Rhein, dem Zürichseegebiet und der Ostschweiz. Landwirtschaftliche Gutshöfe versorgten die Siedlungen und militärischen Einrichtungen der Umgebung.

Eine ununterbrochene Siedlungskontinuität vom römischen Dielsdorf bis zum mittelalterlichen Dorf ist nicht nachgewiesen. Der heutige Ort entstand wahrscheinlich während des frühmittelalterlichen Landesausbaus.

Ortsname und erste Erwähnung

Dielsdorf wurde 861 erstmals urkundlich als Theolvesthoruf erwähnt. Spätere Namensformen waren unter anderem Thielsdorf, Tielstorf und Dielstorf.

Der Ortsname setzt sich aus einem althochdeutschen Personennamen und dem Grundwort «Dorf» zusammen. Er bezeichnete ursprünglich wahrscheinlich die Siedlung eines Mannes namens Theolf oder einer ähnlich genannten Person.

Die unterschiedlichen historischen Schreibweisen spiegeln die sprachliche Entwicklung vom Frühmittelalter zur heutigen alemannisch geprägten Namensform wider.

Mittelalter

Im Mittelalter gehörten Höfe und Güter in Dielsdorf verschiedenen geistlichen und weltlichen Grundherren. Besitzrechte lagen unter anderem bei Klöstern, Adelsfamilien und kirchlichen Institutionen der Region.

Die hohe Gerichtsbarkeit war mit den Herrschaften im Zürcher Unterland verbunden. Eine besondere Bedeutung besass die nahe gelegene Stadt Regensberg, die im 13. Jahrhundert von den Freiherren von Regensberg gegründet worden war.

Nach dem Niedergang der Regensberger gelangten deren Herrschaftsrechte schrittweise an die Habsburger und später an die Stadt Zürich. Dielsdorf wurde Teil der Zürcher Landvogtei Regensberg.

Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von Ackerbau, Viehzucht und Rebbau. Die Lägernhänge und die sonnigen Lagen des Zürcher Unterlandes eigneten sich für den Weinbau, der während Jahrhunderten ein wichtiger Bestandteil der örtlichen Landwirtschaft war.

Unter Zürcher Herrschaft

Die Stadt Zürich erwarb im 15. Jahrhundert die Herrschaft Regensberg. Ein Landvogt verwaltete das Gebiet vom Schloss Regensberg aus.

Dielsdorf besass keine städtischen Rechte und blieb eine ländliche Gemeinde. Lokale Angelegenheiten wurden durch die Dorfgemeinschaft und durch von der Obrigkeit eingesetzte oder bestätigte Amtsträger geregelt.

Neben der Landwirtschaft bestanden Handwerksbetriebe, Mühlen und Gastwirtschaften. Die Lage an regionalen Verkehrswegen förderte den Austausch mit Regensberg, Niederhasli, dem Wehntal und der Stadt Zürich.

Mit der Zürcher Reformation in den 1520er-Jahren wurde die Bevölkerung evangelisch-reformiert. Kirchlich war Dielsdorf über lange Zeit mit Niederhasli verbunden.

Helvetische Republik und moderne Gemeinde

Der Einmarsch französischer Truppen im Jahr 1798 beendete die Herrschaftsordnung der Alten Eidgenossenschaft. Dielsdorf wurde Teil der Helvetischen Republik und erhielt neue politische und administrative Strukturen.

Die bisherigen Untertanenverhältnisse und herrschaftlichen Vorrechte wurden aufgehoben. Aus der alten Dorfgemeinschaft entwickelte sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts die moderne politische Gemeinde.

Während der Mediation und der Restauration änderte sich die kantonale Verwaltungsgliederung mehrfach. Das Gebiet gehörte weiterhin zu einem Verwaltungsraum, dessen Zentrum zunächst Regensberg war.

Dielsdorf als Bezirkshauptort

Im Jahr 1871 wurde der Sitz des Bezirks von Regensberg nach Dielsdorf verlegt. Der Bezirk erhielt in diesem Zusammenhang den heutigen Namen Bezirk Dielsdorf.

Die Verlegung spiegelte die veränderten wirtschaftlichen und verkehrstechnischen Verhältnisse wider. Das auf einer Anhöhe gelegene Regensberg hatte seine frühere Bedeutung als Herrschafts- und Verwaltungszentrum teilweise verloren, während Dielsdorf in der Ebene besser erreichbar war.

Als Bezirkshauptort wurde Dielsdorf Standort verschiedener kantonaler und regionaler Behörden. Dazu gehören der Bezirksrat, das Statthalteramt und weitere Verwaltungseinrichtungen.

Der Bezirk Dielsdorf umfasst Teile des Furttals südlich der Lägern, das Wehntal nördlich des Höhenzuges sowie das Gebiet bis zur Landesgrenze am Rhein.[2]

Die Funktion als Bezirkshauptort förderte die Entwicklung des Ortes. Verwaltungsgebäude, Schulen, Gesundheits- und Sozialinstitutionen sowie weitere Dienstleistungen wurden in Dielsdorf angesiedelt.

Landwirtschaft und Gewerbe

Bis ins 19. Jahrhundert war Dielsdorf stark landwirtschaftlich geprägt. Die Bauern betrieben Getreidebau, Viehhaltung, Milchwirtschaft und Weinbau.

Die Gemeindeflur wurde traditionell gemeinschaftlich organisiert. Allmenden, Wälder und Wege unterstanden besonderen Nutzungsregeln. Mit der Aufteilung gemeinschaftlicher Güter und der Modernisierung der Landwirtschaft veränderten sich die Besitz- und Betriebsstrukturen.

Der Weinbau verlor im 19. und frühen 20. Jahrhundert durch Krankheiten, wirtschaftliche Krisen und veränderte Konsumgewohnheiten an Bedeutung. Einzelne Rebflächen an günstigen Lagen blieben jedoch erhalten oder wurden später wieder angelegt.

Handwerker und Gewerbetreibende versorgten das Dorf und die umliegenden Gemeinden. Mit dem Ausbau der Verkehrsverbindungen entstanden neue Möglichkeiten für Handel, Gewerbe und industrielle Betriebe.

Eisenbahn und Verkehrsentwicklung

Die Eröffnung der Bahnstrecke zwischen Oberglatt und Dielsdorf im Jahr 1865 verbesserte die Verbindung mit Zürich erheblich. Die Strecke wurde später durch das Wehntal bis nach Niederweningen verlängert.

Der Bahnanschluss war ein wichtiger Grund für die Verlegung des Bezirkshauptorts nach Dielsdorf. Menschen, Waren und amtliche Dokumente konnten nun schneller transportiert werden als über die steilen Wege nach Regensberg.

Rund um den Bahnhof entstanden Gewerbebetriebe, Lagerhäuser, Gasthäuser und später neue Wohnquartiere. Die Bahn förderte den Pendelverkehr und verband Dielsdorf enger mit der Agglomeration Zürich.

Im 20. Jahrhundert wurde auch das Strassennetz stark ausgebaut. Der zunehmende motorisierte Verkehr führte zu neuen Hauptstrassen, Kreuzungen und Erschliessungsanlagen.

Entwicklung im 20. Jahrhundert

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts blieb Dielsdorf ein vergleichsweise kleines Dorf. Landwirtschaft und lokales Gewerbe bestimmten weiterhin grosse Teile des wirtschaftlichen Lebens.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein rasches Bevölkerungs- und Siedlungswachstum ein. Die Nähe zu Zürich, der Bahnanschluss und verfügbare Bauflächen machten die Gemeinde für neue Einwohner und Unternehmen attraktiv.

Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und grössere Wohnüberbauungen entstanden. Gleichzeitig wurden Schulhäuser, Sportanlagen, Strassen und Versorgungseinrichtungen erweitert.

Gewerbe- und Industriebetriebe siedelten sich vor allem in den ebenen Gebieten nahe der Bahn und den Hauptstrassen an. Dielsdorf entwickelte sich zu einem regionalen Arbeits- und Einkaufsort.

Die traditionelle Dorfstruktur wurde durch diese Entwicklung stark verändert. Der historische Kern blieb jedoch in Teilen erhalten und bildet weiterhin einen wichtigen Bezugspunkt der Gemeinde.

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl nahm im 19. Jahrhundert zunächst nur langsam zu. Einen deutlichen Wachstumsschub erlebte Dielsdorf seit den 1950er-Jahren.

Die gute Verkehrsanbindung und die Entwicklung der Region Zürich führten zur Entstehung neuer Wohnquartiere. Dielsdorf wurde zunehmend zu einer Agglomerationsgemeinde mit einer hohen Zahl von Zu- und Wegpendlern.

Ende 2024 lebten 6'688 Menschen in der Gemeinde. Das kommunale Raumordnungskonzept rechnet mit einer Bevölkerung von ungefähr 6'800 Personen bis 2030.[1]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1634 337
1850 674
1900 734
1950 1'333
1960 1'832
1970 3'598
1980 4'185
1990 4'817
2000 5'339
2010 5'587
2014 5'909
2020 6'239
2024 6'688

Die Bevölkerung ist hinsichtlich Herkunft, Sprache und Religion vielfältig. Neben Angehörigen der evangelisch-reformierten und der römisch-katholischen Kirche leben zahlreiche konfessionslose Menschen sowie Angehörige weiterer Religionsgemeinschaften in der Gemeinde.

Politik und Verwaltung

Die Stimmberechtigten bilden die Gemeindeversammlung als Legislative. Sie entscheiden unter anderem über das Budget, die Jahresrechnung, kommunale Erlasse und grössere Investitionen.

Der Gemeinderat ist die Exekutive der politischen Gemeinde. Er leitet die Gemeindeverwaltung und ist für die Umsetzung der kommunalen Aufgaben verantwortlich.

Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der Mühlestrasse 4. Dielsdorf übernimmt aufgrund seiner zentralen Lage verschiedene Aufgaben gemeinsam mit anderen Gemeinden des Bezirks.

Die Gemeinde ist Sitz eines regionalen Zivilstandsamts. Zum Zivilstandskreis Dielsdorf gehören neben Dielsdorf die Gemeinden Bachs, Neerach, Niederglatt, Niederhasli, Niederweningen, Oberglatt, Oberweningen, Regensberg, Schleinikon, Schöfflisdorf und Steinmaur.[3]

Wappen

Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:

In Silber ein schwarzes, golden bewehrtes halbes Einhorn.

Das Wappen geht auf ein älteres Gemeindesiegel zurück. Das Einhorn gehört zu den heraldischen Tierfiguren und wird als Sinnbild für Kraft, Reinheit und Unabhängigkeit gedeutet.

Die heutige Darstellung wurde im 20. Jahrhundert vereinheitlicht. Das Wappen erscheint auf amtlichen Dokumenten, der Gemeindefahne und öffentlichen Gebäuden.

Wirtschaft

Dielsdorf besitzt eine vielfältige Wirtschaftsstruktur. Neben kleineren Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben sind mehrere grössere Unternehmen in der Gemeinde ansässig.

Die Gewerbegebiete bieten Arbeitsplätze in Handel, Logistik, Bauwirtschaft, Produktion, Fahrzeugwesen, Gesundheitsversorgung und Unternehmensdienstleistungen.

Dielsdorf dient als regionales Einkaufszentrum. Detailhandelsgeschäfte, Restaurants und persönliche Dienstleistungen versorgen auch Einwohner umliegender Gemeinden.

Die Landwirtschaft spielt flächenmässig weiterhin eine Rolle, beschäftigt jedoch nur noch einen kleinen Teil der Bevölkerung. Bewirtschaftet werden Ackerflächen, Wiesen und einzelne Rebberge.

Viele Erwerbstätige pendeln nach Zürich, Kloten, Regensdorf oder in andere Gemeinden des Zürcher Unterlandes. Gleichzeitig zieht das örtliche Arbeitsplatzangebot zahlreiche Zupendler an.

Verkehr

Eisenbahn

Der Bahnhof Dielsdorf liegt an der Wehntalbahn. Er wird von der S-Bahn Zürich bedient.

Direkte Verbindungen bestehen über Oberglatt nach Zürich sowie durch das Wehntal nach Niederweningen. In Oberglatt bestehen zusätzliche Anschlüsse in Richtung Flughafen Zürich und Bülach.

Der Bahnhof liegt südlich des historischen Dorfkerns und bildet einen wichtigen Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs.

Busverkehr

Regionale Bus- und Postautolinien verbinden Dielsdorf mit Regensberg, Steinmaur, Niederhasli, Niederglatt und weiteren Gemeinden des Bezirks.

Die Linien sind in den Zürcher Verkehrsverbund integriert. Sie erschliessen Wohnquartiere, Schulen, das Gesundheitszentrum und die umliegenden Ortschaften.

Strassenverkehr

Dielsdorf liegt an regionalen Strassenverbindungen zwischen dem Wehntal, dem Furttal, dem Glatttal und dem Raum Bülach.

Über Niederhasli, Regensdorf und Oberglatt bestehen Verbindungen zu den Autobahnen und Hauptverkehrsachsen der Agglomeration Zürich.

Das Wachstum der Gemeinde führte zu einer starken Verkehrsbelastung. Verkehrsplanung, Fuss- und Veloverbindungen sowie die Sicherheit in den Wohnquartieren gehören deshalb zu den wichtigen kommunalen Aufgaben.

Bildung

Dielsdorf verfügt über Kindergärten, Primarschulen und eine Sekundarschule. Die Gemeinde erfüllt damit auch Bildungsfunktionen für die nähere Region.

Das starke Bevölkerungswachstum machte im 20. und 21. Jahrhundert wiederholt Erweiterungen der Schulanlagen erforderlich. Neben Unterrichtsräumen entstanden Sporthallen, Betreuungsangebote und weitere schulische Einrichtungen.

Die Primarschule wird von einer eigenständigen Primarschulgemeinde getragen. Weiterführende Schulen, Berufsfachschulen und Hochschulen befinden sich insbesondere in Zürich, Bülach und weiteren regionalen Zentren.

Gesundheits- und Sozialwesen

Das Gesundheitszentrum Dielsdorf ist eine wichtige regionale Einrichtung. Es bietet Dienstleistungen in den Bereichen Pflege, Wohnen im Alter und Gesundheitsversorgung.

Die Gemeinde orientiert ihre Alters- und Pflegepolitik am Grundsatz «ambulant vor stationär». Ältere Menschen sollen möglichst lange selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung leben können.[1]

Dielsdorf ist zudem Standort verschiedener sozialer und beratender Institutionen. Kantonale und regionale Fachstellen unterstützen Familien, Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Die zentrale Lage im Bezirk und die gute Verkehrsanbindung begünstigen die Bündelung solcher Angebote in Dielsdorf.

Pferderennbahn

Die Pferderennbahn Dielsdorf befindet sich im Gebiet Grossriet und wurde 1973 eröffnet. Sie gehört zu den bekanntesten Anlagen des Schweizer Pferderennsports.

Auf der Grasrennbahn werden Flach-, Trab- und Hindernisrennen ausgetragen. Die Renntage ziehen Besucher aus der gesamten Schweiz an.

Die Anlage wird auch für Training, Pferdesportveranstaltungen und weitere Anlässe genutzt. Sie prägt das überregionale Bild Dielsdorfs und verbindet die Gemeinde mit der Geschichte der Pferdezucht und des Pferderennsports.

Neben dem sportlichen Stellenwert besitzt die Rennbahn wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung. Veranstaltungen fördern Gastronomie, Tourismus und lokale Dienstleistungen.

Religion

Reformierte Kirche

Die reformierte Kirche steht im historischen Dorfzentrum. Dielsdorf gehörte kirchlich ursprünglich zur Pfarrei Niederhasli.

Im 19. Jahrhundert entstand eine eigenständige Kirchgemeinde. Der Kirchenbau wurde entsprechend der wachsenden Bevölkerung und der neuen kirchlichen Organisation errichtet.

Die Kirche und die umliegenden historischen Gebäude bilden einen wichtigen Bestandteil des alten Dorfkerns.

Katholische Kirche

Die katholische Bevölkerung nahm vor allem durch die Zuwanderung im 20. Jahrhundert zu. Die römisch-katholische Kirchgemeinde errichtete deshalb ein eigenes kirchliches Zentrum.

Die katholische Kirche St. Paulus dient Dielsdorf und umliegenden Gemeinden als Gottesdienst- und Begegnungsort.

Daneben bestehen weitere christliche Gemeinschaften. Ein wachsender Teil der Bevölkerung gehört keiner Landeskirche an.

Kultur und Gesellschaft

Das gesellschaftliche Leben wird durch zahlreiche Vereine und Organisationen getragen. Das Angebot umfasst Sport, Musik, Kultur, Natur, Politik, Gewerbe und gemeinnützige Tätigkeiten.

Die Gemeinde veröffentlicht regelmässig ein Mitteilungsheft mit Informationen aus Politik, Verwaltung, Schule und Vereinsleben.[4]

Dorffeste, Märkte, Konzerte und Sportanlässe schaffen Begegnungsmöglichkeiten für die Bevölkerung. Die Pferderennbahn ist Schauplatz überregionaler Veranstaltungen.

Das Kulturangebot wird durch Vereine, Kirchen, Schulen und private Veranstalter gestaltet. Die Nähe zu Zürich, Bülach und Regensberg erweitert die kulturellen Möglichkeiten.

Sehenswürdigkeiten

Historischer Dorfkern

Im alten Dorfzentrum haben sich mehrere Bauernhäuser, ehemalige Gewerbebauten und öffentliche Gebäude erhalten. Sie erinnern an die Zeit vor dem starken Wachstum der Agglomerationsgemeinde.

Die traditionelle Bebauung steht im Kontrast zu den modernen Wohn- und Gewerbequartieren am Rand des Ortes.

Reformierte Kirche

Die reformierte Kirche bildet einen markanten Mittelpunkt des historischen Dorfes. Das Gebäude und seine Umgebung dokumentieren die kirchliche Verselbstständigung Dielsdorfs im 19. Jahrhundert.

Dicke Eiche

Eine besonders alte und mächtige Eiche gilt als Naturdenkmal und als älteste «Mitbewohnerin» der Gemeinde. Die sogenannte dicke Eiche wird auf der Website der Gemeinde als lokale Sehenswürdigkeit vorgestellt.[5]

Alte Einzelbäume besitzen neben ihrem kulturellen Wert eine grosse ökologische Bedeutung. Sie bieten Lebensraum für Vögel, Insekten, Flechten und Pilze.

Lägern

Die Lägern ist ein beliebtes Wander- und Naherholungsgebiet. Von Dielsdorf führen Wege zum Höhenzug und nach Regensberg.

Der bewaldete Rücken bietet Ausblicke über das Zürcher Unterland, das Wehntal und bei guter Sicht bis zu den Alpen.

Pferderennbahn

Die Pferderennbahn gehört zu den bekanntesten Sportanlagen der Region. Besonders an Renntagen prägen Pferde, Zuschauertribünen und Veranstaltungen das Gebiet Grossriet.

Natur und Naherholung

Die Hänge der Lägern, die Landwirtschaftsflächen und die Wege rund um Dielsdorf bieten vielfältige Möglichkeiten für Spaziergänge, Wanderungen und Velotouren.

Die nahe gelegenen Naturgebiete des Zürcher Unterlandes besitzen eine grosse Bedeutung für Vögel, Amphibien und weitere Tierarten. Dazu gehört insbesondere das Neeracherried in den Nachbargemeinden Neerach und Höri.

Die Gemeinde bemüht sich um den Schutz von Hecken, Einzelbäumen, Bachläufen und naturnahen Flächen. Gleichzeitig müssen die Interessen von Siedlungsentwicklung, Landwirtschaft und Verkehr berücksichtigt werden.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. Birkhäuser, Basel 1943.
  • Regula Crottet, Anika Kerstan und Philipp Zwyssig: Der Bezirk Dielsdorf. Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Neue Ausgabe, Band VII. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2023.
  • Heinrich Hedinger: Dielsdorf. Geschichte eines Dorfes im Zürcher Unterland. Gemeinde Dielsdorf, Dielsdorf.
  • Peter Ziegler: Die Gemeindewappen des Kantons Zürich. Antiquarische Gesellschaft in Zürich, Zürich 1977.
  • Gemeinde Dielsdorf: Chronik der Gemeinde Dielsdorf. Dielsdorf.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Konzept der Pflegeversorgung 2025, Gemeinde Dielsdorf, S. 6, abgerufen am 26. Juli 2026.
  2. Bezirk Dielsdorf, Kanton Zürich, abgerufen am 26. Juli 2026.
  3. Zivilstandsamt, Gemeinde Dielsdorf, abgerufen am 26. Juli 2026.
  4. Mitteilungsblatt, Redaktion, Gemeinde Dielsdorf, abgerufen am 26. Juli 2026.
  5. Unser ältester Mitbewohner, die «dicke» Eiche, Gemeinde Dielsdorf, abgerufen am 26. Juli 2026.

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