Bahnhof Männedorf
| Bahnhof Männedorf | |
| Name | Männedorf |
|---|---|
| Typ | Bahnhof |
| Lage | Zwischenbahnhof |
| Bauform | Durchgangsbahnhof |
| Gemeinde | Männedorf |
| Bezirk | Meilen |
| Kanton | Zürich |
| Bahnstrecke | Rechtsufrige Zürichseebahn |
| Eigentümer | Schweizerische Bundesbahnen |
| Betreiber | Schweizerische Bundesbahnen |
| Abkürzung | MAEN |
| IBNR | 8503106 |
| Gleise | 1, zweites Gleis im Bau |
| Bahnsteiggleise | 1 |
| Bahnsteige | 1 Seitenperron |
| Höhe | 419,4 m ü. M. |
| Eröffnung | 15. März 1894 |
| Verkehrsverbund | Zürcher Verkehrsverbund |
| Tarifzone | 142 |
| Koordinaten | 47° 15′ 12″ N, 8° 41′ 34″ O |
Der Bahnhof Männedorf ist ein Bahnhof in der politischen Gemeinde Männedorf im Bezirk Meilen des Kantons Zürich. Er liegt an der rechtsufrigen Zürichseebahn zwischen den Bahnhöfen Uetikon am See und Stäfa.
Der Bahnhof wird von den Linien S7 und S20 der S-Bahn Zürich bedient. Die S7 stellt im Halbstundentakt direkte Verbindungen nach Zürich, Winterthur, Stäfa und Rapperswil her. Die S20 ergänzt das Angebot im Berufsverkehr und verbindet Männedorf mit Zürich Hardbrücke und Uerikon. In den Wochenendnächten hält ausserdem die Nacht-S-Bahn-Linie SN7.
Auf dem Bahnhofplatz bestehen Anschlüsse an die Buslinien 925 und 940 der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland. Die Schiffstation Männedorf am Zürichsee liegt in Gehdistanz und wird von der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft bedient.
Der Bahnhof besitzt gegenwärtig nur ein durchgehendes Gleis. Seit März 2026 bauen die Schweizerischen Bundesbahnen die Station zu einer Kreuzungsstelle mit einem zweiten Gleis aus. Gleichzeitig wird der Bahnhof hindernisfrei gestaltet. Die Arbeiten sollen im Herbst 2027 abgeschlossen werden.[1]
Lage
Der Bahnhof befindet sich im Zentrum von Männedorf, etwas oberhalb des Zürichseeufers. Die Gleisanlage verläuft ungefähr von Nordwesten nach Südosten parallel zum See. In Richtung Zürich führt die Strecke über Uetikon am See, Meilen, Herrliberg-Feldmeilen, Küsnacht und Zürich Stadelhofen. In der Gegenrichtung verläuft sie über Stäfa, Uerikon, Feldbach und Kempraten nach Rapperswil.
Das Aufnahmegebäude und der Bahnhofplatz liegen auf der seeseitigen Seite des Gleises. Bergseits schliessen die Wohngebiete um die Liebeggasse, die Brunngasse und die Kugelgasse an. Die Verbindung zwischen den beiden Seiten der Bahnlinie erfolgt über die Personenunterführung Brunngasse sowie über Strassenquerungen in der Umgebung.
Der historische Dorfkern, das Gemeindehaus, das Zentrum Leue und verschiedene Einkaufsmöglichkeiten sind vom Bahnhof in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar. Ebenfalls in der näheren Umgebung befinden sich Schulen, das Hallenbad, das Kino Wildenmann und mehrere Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens.
Zwischen dem Bahnhof und dem See liegen der Hafen, die Dorfhaab und die Schiffstation Männedorf. Die Bahnstation bildet dadurch einen Ausgangspunkt für Spaziergänge am Zürichsee sowie für Wanderungen in Richtung Pfannenstiel, Oetwil am See und Stäfa.
Die zentrale Lage macht den Bahnhof zu einem wichtigen Bestandteil des Männedorfer Dorfzentrums. Er verbindet die Wohnquartiere am Hang mit dem Seeufer und dient zugleich als Umsteigepunkt zwischen Bahn, Bus, Schiff, Velo und Individualverkehr.
Geschichte
Planung der rechtsufrigen Zürichseebahn
Die Gemeinden am rechten Zürichseeufer bemühten sich während Jahrzehnten um einen Anschluss an das Eisenbahnnetz. Die linksufrige Zürichseebahn war bereits 1875 eröffnet worden, während die Ortschaften zwischen Zürich und Rapperswil am rechten Seeufer weiterhin hauptsächlich auf die Seestrasse und die Schifffahrt angewiesen waren.
Verschiedene Gesellschaften und Projektgruppen legten Pläne für eine rechtsufrige Bahnlinie vor. Umstritten waren insbesondere die Finanzierung, die Linienführung und die Lage der einzelnen Stationen. Die topografischen Verhältnisse am Hang des Pfannenstiels erforderten zahlreiche Einschnitte, Dämme, Stützmauern und Brücken.
Der aus Männedorf stammende Kantonsingenieur Kaspar Wetli gehörte zu den Fachleuten, die sich mit der Planung der Zürcher Eisenbahnverbindungen beschäftigten. Ein von ihm ausgearbeitetes Projekt sah bereits in den frühen 1870er Jahren eine Bahn am rechten Zürichseeufer vor, konnte damals jedoch nicht verwirklicht werden.
Schliesslich übernahm die Schweizerische Nordostbahn die Ausführung. Die Strecke wurde oberhalb der älteren, unmittelbar am See gelegenen Siedlungskerne angelegt. Dadurch entstanden in den Gemeinden neue Entwicklungsachsen zwischen den Bahnhöfen und den historischen Dorfzentren.
Eröffnung
Die rechtsufrige Zürichseebahn zwischen Zürich Stadelhofen und Rapperswil wurde am 15. März 1894 dem regulären Verkehr übergeben. Gleichzeitig nahm der Bahnhof Männedorf seinen Betrieb auf.[2]
Der Bahnhof wurde auf einem Plateau oberhalb des alten Dorfkerns errichtet. Zur Erschliessung entstanden neue Strassen und Fusswegverbindungen. Die Lage der Station beeinflusste die spätere räumliche Entwicklung Männedorfs wesentlich.
Das Aufnahmegebäude gehörte zu den grösseren Stationshäusern der Nordostbahn am rechten Zürichseeufer. Ähnliche Gebäude entstanden in Küsnacht, Meilen und Stäfa. Der zweigeschossige Bau enthielt Diensträume, einen Billettschalter, Wartesäle und Wohnungen für Bahnpersonal. Ein Güterschuppen und Ladeanlagen dienten dem örtlichen Warenverkehr.
Die Bahn ermöglichte direkte Fahrten nach Zürich, Meilen, Stäfa und Rapperswil. Landwirtschaftliche Produkte, Wein, Lederwaren, Baumaterialien und industrielle Erzeugnisse konnten schneller transportiert werden. Zugleich erhielten die Einwohnerinnen und Einwohner einen besseren Zugang zu Arbeitsplätzen, Märkten und Bildungseinrichtungen in Zürich.
Übergang an die SBB
Die Schweizerische Nordostbahn wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts verstaatlicht. Im Jahr 1902 gingen der Bahnhof Männedorf und die rechtsufrige Zürichseebahn in den Besitz der neu gegründeten Schweizerischen Bundesbahnen über.
Die SBB übernahmen den Personenverkehr, den Güterumschlag und den Unterhalt der Bahnanlagen. Der Bahnhof war zunächst dauerhaft mit Personal besetzt. Der örtliche Stationsvorstand und weitere Mitarbeitende verkauften Billette, fertigten Gepäck und Güter ab und regelten die Zugfahrten.
Der lokale Güterverkehr spielte während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle. Männedorf besass neben Landwirtschaft und Weinbau verschiedene Gewerbe- und Industriebetriebe, darunter Lederverarbeitung, Orgelbau und Unternehmen der Präzisionsmechanik. Der Bahnhof ermöglichte die Anlieferung von Rohstoffen und den Versand fertiger Produkte.
Mit der zunehmenden Verlagerung des Güterverkehrs auf die Strasse verloren der Güterschuppen und die Ladegleise später ihre ursprüngliche Bedeutung. Die Anlage wurde schrittweise auf den Personenverkehr ausgerichtet.
Elektrifizierung
Die rechtsufrige Zürichseebahn wurde am 15. Mai 1926 elektrifiziert. Seither wird sie mit dem bei den SBB üblichen Wechselstromsystem von 15 Kilovolt und 16,7 Hertz betrieben.[3]
Die Elektrifizierung ersetzte die mit Dampflokomotiven geführten Züge durch elektrische Lokomotiven und Triebwagen. Sie ermöglichte kürzere Fahrzeiten, eine bessere Beschleunigung und einen wirtschaftlicheren Betrieb.
Im Bahnhof mussten Fahrleitungen, Masten und elektrische Schaltanlagen errichtet werden. In späteren Jahrzehnten wurden auch die Signal- und Stellwerktechnik modernisiert. Die örtliche Bedienung der Weichen und Signale wurde schrittweise durch ferngesteuerte Anlagen ersetzt.
Ausbau des Vorortsverkehrs
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Bevölkerung der Gemeinden am rechten Zürichseeufer stark zu. Die ehemaligen Weinbauerndörfer entwickelten sich zu Wohn- und Pendlergemeinden im Einzugsgebiet Zürichs. Dadurch stieg auch die Nachfrage im Bahnverkehr.
Die SBB bauten die Strecke abschnittsweise aus und führten dichtere Fahrpläne ein. Auf den stärker belasteten Abschnitten entstanden Doppelspurstrecken. Andere Bereiche, darunter der Bahnhof Männedorf und angrenzende Streckenabschnitte, blieben eingleisig.
In den 1960er Jahren führten die SBB auf der rechtsufrigen Zürichseebahn einen regelmässigen Halbstundentakt ein. Zum Einsatz kamen unter anderem die eigens für den Vorortsverkehr beschafften Triebzüge der Baureihe RABDe 12/12, die als «Mirage» bezeichnet wurden.
Das Angebot am rechten Zürichseeufer gilt als ein wichtiger Vorläufer der späteren S-Bahn Zürich. Der dichte Taktfahrplan machte die Bahn für den täglichen Pendlerverkehr attraktiver und beschleunigte die Entwicklung der Region als Teil der Zürcher Agglomeration.
S-Bahn Zürich
Am 27. Mai 1990 nahm die S-Bahn Zürich ihren Betrieb auf. Gleichzeitig wurde der Zürcher Verkehrsverbund gegründet und ein einheitlicher Zonentarif für Bahn, Bus, Tram, Schiff und weitere öffentliche Verkehrsmittel eingeführt.[4]
Durch den neuen Hirschengrabentunnel erhielten die Züge der rechtsufrigen Zürichseebahn eine direkte Verbindung vom Bahnhof Zürich Stadelhofen zum unterirdischen Teil des Zürcher Hauptbahnhofs. Die S-Bahn-Züge konnten von dort ohne Richtungswechsel in weitere Teile der Agglomeration weitergeführt werden.
Männedorf wurde zunächst durch die S7 bedient. Die Linie stellte direkte Verbindungen nach Zürich, Winterthur und Rapperswil her. In späteren Ausbauschritten wurde das Angebot durch zusätzliche Züge ergänzt.
Die S20 entstand als Verstärkungslinie für die Hauptverkehrszeiten. Sie bietet zwischen dem rechten Zürichseeufer und Zürich eine zusätzliche Verbindung und hält ebenfalls in Männedorf.
Aufnahmegebäude
Das historische Aufnahmegebäude stammt aus dem Jahr 1894. Es handelt sich um einen zweigeschossigen Massivbau mit Satteldach, regelmässig angeordneten Fenstern und einem seeseitigen Balkon.
Die Fassade ist durch Eckquaderungen, Gesimse und Fenstergewände gegliedert. Fensterläden und weitere traditionelle Bauelemente verleihen dem Gebäude einen ländlich-repräsentativen Charakter. Auf der Bahnseite schliesst ein langes Perrondach an.
Das Gebäude gehört zu einer Gruppe ähnlicher Stationshäuser, welche die Nordostbahn an den grösseren Stationen der rechtsufrigen Zürichseebahn errichten liess. Trotz verschiedener Umbauten blieb die ursprüngliche Form gut erkennbar.
Die Räume werden heute nur noch teilweise für den Bahnbetrieb benötigt. Im Gebäude und in den angrenzenden Bereichen befinden sich Verkaufsgeschäfte und Dienstleistungen. Dazu gehören ein Avec-Laden und ein Bio-Lebensmittelgeschäft.[5]
Bahnhofanlage
Vor Beginn des Ausbaus im Jahr 2026 bestand die Anlage aus einem einzigen durchgehenden, elektrifizierten Gleis mit einem Seitenperron. Da kein Kreuzungsgleis vorhanden war, konnten sich Züge im Bahnhof nicht begegnen.
Das Perron liegt beim historischen Aufnahmegebäude. Es besitzt ein Schutzdach, Sitzgelegenheiten, Beleuchtung, einen Billettautomaten und elektronische Fahrgastinformationen. Der Bahnsteig wird von den Zügen beider Fahrtrichtungen benutzt.
Die Personenunterführung Brunngasse verbindet die seeseitige Bahnhofstrasse mit der bergseitigen Liebeggasse. Während der Bauarbeiten von 2026 bis 2027 wird sie erweitert und teilweise gesperrt. Umleitungen für Fussgängerinnen und Fussgänger sind signalisiert.
Nach Angaben der SBB stehen am Bahnhof 149 überdachte Veloabstellplätze zur Verfügung. Die P+Rail-Anlage umfasst acht Parkplätze. Wegen der Bauarbeiten ist ein Teil der Parkmöglichkeiten zwischen März 2026 und voraussichtlich Juni 2027 nicht nutzbar. Beim Bahnhof befindet sich ausserdem ein Standort von Mobility Carsharing.[5]
Ein bedienter SBB-Billettschalter besteht nicht mehr. Billette können am Automaten sowie über die digitalen Verkaufskanäle von SBB und ZVV gekauft werden.
Ausbau 2026–2027
Ausgangslage
Die eingleisige Infrastruktur in Männedorf begrenzt die Kapazität der rechtsufrigen Zürichseebahn. S-Bahn- und Güterzüge können sich dort nicht kreuzen. Ein durchgehender Viertelstundentakt in beiden Fahrtrichtungen ist deshalb mit der bestehenden Anlage nicht möglich.
Im Rahmen des Ausbauschritts 2035 des Bundes soll der Viertelstundentakt langfristig zum Grundangebot der Zürcher S-Bahn werden. Dazu müssen verschiedene Engpässe entlang des rechten Zürichseeufers beseitigt werden.
Männedorf erhält deshalb ein zweites Gleis und wird zu einer Kreuzungsstation ausgebaut. Die Anlage soll insbesondere Kreuzungen zwischen S-Bahn- und Güterzügen ermöglichen.[1]
Zweites Gleis
Das neue Gleis wird parallel zum bestehenden Streckengleis gebaut. Es reicht von westlich der Unterführung Kugelgasse bis östlich des Bahnübergangs Bergstrasse.
Das zusätzliche Gleis erhält im laufenden Projekt keinen eigenen Personenbahnsteig. Die Infrastruktur wird jedoch so vorbereitet, dass später ein zusätzlicher Aussenperron errichtet werden kann.
Für den Bau müssen Fahrleitungen, Signale, Kabelanlagen und Entwässerungen angepasst oder neu erstellt werden. Auch verschiedene Stützkonstruktionen und die Gleisentwässerung werden erneuert.
Hindernisfreier Zugang
Die bestehende Personenunterführung Brunngasse wird verlängert und umgebaut. Auf der bergseitigen Seite entsteht eine Rampe. Auf der seeseitigen Seite beim Aufnahmegebäude wird ein Lift gebaut.
Nach Abschluss der Arbeiten soll das Perron von beiden Seiten der Bahnlinie hindernisfrei erreichbar sein. Dadurch wird die Nutzung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie für Reisende mit Kinderwagen, Rollatoren, Velos oder schwerem Gepäck erleichtert.
Die Perronanlagen erhalten ausserdem neue Beläge, taktile Markierungen und angepasste Fahrgastinformationen.
Kosten und Termine
Die Baukosten belaufen sich nach Angaben der SBB auf rund 22 Millionen Franken. Finanziert wird das Projekt über den Bahninfrastrukturfonds im Rahmen des Ausbauschritts 2035 des Bundes.[1]
Die Hauptarbeiten begannen im März 2026 und sollen bis im Herbst 2027 dauern. Ein erheblicher Teil der Arbeiten findet nachts statt, da Gleise und Fahrleitungen während des regulären Betriebs nicht beliebig gesperrt werden können.
Während der Bauzeit kommt es zu Einschränkungen bei den Zugängen, Parkplätzen und Strassenquerungen. Zeitweise sind auch Fahrplanänderungen und Bahnersatzangebote erforderlich.
Verkehr
S-Bahn
Im Jahresfahrplan 2026 wird der Bahnhof Männedorf von den Linien S7 und S20 der S-Bahn Zürich bedient.[6]
- S7: Winterthur – Effretikon – Bassersdorf – Kloten – Zürich Oerlikon – Zürich Hardbrücke – Zürich HB – Zürich Stadelhofen – Meilen – Männedorf – Stäfa – Uerikon – Feldbach – Rapperswil SG
- S20: Zürich Hardbrücke – Zürich HB – Zürich Stadelhofen – Küsnacht ZH – Meilen – Männedorf – Stäfa – Uerikon
Die S7 bildet das Grundangebot und verkehrt im Halbstundentakt. Sie verbindet Männedorf ohne Umsteigen mit dem Zentrum von Zürich, dem Zürcher Unterland, Winterthur und Rapperswil.
Die S20 verkehrt als Ergänzung während der Hauptverkehrszeiten. Sie hält zwischen Zürich und dem rechten Zürichseeufer an weniger Stationen als die S7 und bietet dadurch zusätzliche schnelle Verbindungen für Pendlerinnen und Pendler.
Fernverkehrszüge verkehren nicht über die rechtsufrige Zürichseebahn. Anschlüsse an den nationalen und internationalen Fernverkehr bestehen insbesondere in Zürich Hauptbahnhof, Winterthur und Rapperswil.
Nachtverkehr
In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag hält die Nacht-S-Bahn-Linie SN7 in Männedorf.
Die SN7 verbindet Bassersdorf über Kloten, Zürich Oerlikon, Zürich Hauptbahnhof, Zürich Stadelhofen, Küsnacht, Meilen und Männedorf mit Stäfa.[6]
Für die Benutzung des ZVV-Nachtnetzes genügt ein gültiger Fahrausweis für die durchfahrenen Tarifzonen. Ein besonderer Nachtzuschlag wird nicht erhoben.
Busverkehr
Die Haltestelle Männedorf, Bahnhof liegt auf dem Bahnhofplatz. Sie wird im Jahresfahrplan 2026 von den Buslinien 925 und 940 bedient.[7]
- Linie 925: Stäfa, Bahnhof – Männedorf, Bahnhof – Uetikon am See – Meilen, Bahnhof
- Linie 940: Männedorf, Bahnhof – Glärnischstrasse – Auf Dorf – Widenbad – Oetwil am See, Zentrum
Die Linie 925 verläuft parallel zur Bahnstrecke und übernimmt zugleich die Feinerschliessung der Siedlungsgebiete zwischen Stäfa, Männedorf, Uetikon und Meilen.
Die Linie 940 verbindet den Bahnhof mit den höher gelegenen Quartieren Männedorfs und der Gemeinde Oetwil am See. Sie stellt damit für Gebiete abseits der Bahnlinie den wichtigsten Zugang zur S-Bahn dar.
Die Buslinien werden von den Verkehrsbetrieben Zürichsee und Oberland im Auftrag des Zürcher Verkehrsverbundes betrieben. Ihre Fahrpläne sind am Bahnhof grundsätzlich auf die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der S-Bahn abgestimmt.
Schiffsverkehr
Die Schiffstation Männedorf (See) liegt am Hafen südlich des Bahnhofs. Sie ist zu Fuss über das Dorfzentrum und die Hafenanlagen erreichbar.
Die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft bedient Männedorf nach einem saisonal unterschiedlichen Fahrplan. Im Fahrplanjahr 2026 bestehen unter anderem Schiffsverbindungen über den Zürichsee nach Wädenswil sowie entlang des rechten Seeufers in Richtung Stäfa.[8]
Die Schiffsverbindungen dienen sowohl dem regionalen Verkehr als auch dem Tourismus und Freizeitverkehr. Bahn, Bus und Schiff sind in den Zonentarif des Zürcher Verkehrsverbundes einbezogen.
Bedeutung
Der Bahnhof Männedorf ist der wichtigste Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs in der Gemeinde. Er erschliesst den Dorfkern, die Wohngebiete am Pfannenstielhang, das Seeufer sowie verschiedene Gesundheits-, Bildungs- und Sozialeinrichtungen.
Für Pendlerinnen und Pendler bestehen direkte Verbindungen nach Zürich, Winterthur und Rapperswil. Die kurze Reisezeit nach Zürich trägt wesentlich zur Attraktivität Männedorfs als Wohnort innerhalb der Zürcher Agglomeration bei.
Über die Buslinie 940 dient der Bahnhof auch Teilen von Oetwil am See als Zugang zum Bahnnetz. Die Linie 925 verbindet die benachbarten Seegemeinden und ergänzt die S-Bahn durch die Erschliessung lokaler Haltestellen.
Historisch war die Eröffnung des Bahnhofs ein entscheidender Schritt beim Wandel Männedorfs vom Weinbau-, Landwirtschafts- und Gewerbedorf zur modernen Wohn- und Dienstleistungsgemeinde. Die Bahn erleichterte den Warenverkehr und machte das tägliche Pendeln nach Zürich möglich.
Der Ausbau von 2026 bis 2027 erhöht die betriebliche Bedeutung der Station. Das zusätzliche Gleis schafft eine neue Kreuzungsmöglichkeit auf der weiterhin teilweise eingleisigen Zürichseebahn und bildet eine Voraussetzung für den späteren Viertelstundentakt.
Siehe auch
- Männedorf
- Rechtsufrige Zürichseebahn
- S-Bahn Zürich
- Bahnhof Uetikon
- Bahnhof Stäfa
- Liste der Bahnhöfe im Kanton Zürich
Literatur
- Rechtsufrige Zürichsee-Bahn: Eröffnung am 15. März 1894. Hofer & Burger, Zürich 1894.
- Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz und Bahnprofil Schweiz CH+. AS Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-909111-74-9.
- Werner Stutz: Bahnhöfe der Schweiz – Von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg. Orell Füssli, Zürich 1983, ISBN 3-280-01405-0.
- Gemeinde Männedorf: MänneDorfgeschichte. Fünf Bände, Männedorf 2004–2009.
Weblinks
- Bahnhof Männedorf auf der Website der SBB
- Ausbau des Bahnhofs Männedorf
- Fahrpläne für Männedorf beim Zürcher Verkehrsverbund
- Offizielle Website der Gemeinde Männedorf
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Bahnhof Männedorf: Ausbau für Zugkreuzungen und barrierefreien Zugang, Schweizerische Bundesbahnen, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Rechtsufrige Zürichsee-Bahn: Eröffnung am 15. März 1894, zeitgenössische Festschrift, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Bahnstrecke Zürich–Rapperswil, Schienenverkehr-Schweiz.ch, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Geschichte des Zürcher Verkehrsverbundes, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ 5,0 5,1 Bahnhof Männedorf, Schweizerische Bundesbahnen, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ 6,0 6,1 Haltestellen- und Linienfahrpläne Männedorf, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Haltestellenfahrplan Männedorf, Bahnhof, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 4. August 2026.
- ↑ Fahrpläne der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft, ZSG, abgerufen am 4. August 2026.
Wikimedia Commons Wikimedia Commons: Medien zu Bahnhof Männedorf