Bahnhof Erlenbach ZH

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Bahnhof Erlenbach ZH
Bahnhof Erlenbach ZH
Name Erlenbach ZH
Typ Bahnhof
Lage Zwischenbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Gemeinde Erlenbach
Bezirk Meilen
Kanton Zürich
Bahnstrecke Rechtsufrige Zürichseebahn
Eigentümer Schweizerische Bundesbahnen
Betreiber Schweizerische Bundesbahnen
Abkürzung ERLB
IBNR 8503102
Bahnsteiggleise 2
Bahnsteige 2 Seitenperrons
Höhe 419 m ü. M.
Eröffnung 15. März 1894
Verkehrsverbund Zürcher Verkehrsverbund
Koordinaten 47° 18′ 19″ N, 8° 35′ 30″ O

Der Bahnhof Erlenbach ZH ist ein Bahnhof in der politischen Gemeinde Erlenbach im Bezirk Meilen des Kantons Zürich. Er liegt an der rechtsufrigen Zürichseebahn zwischen den Stationen Küsnacht ZH und Winkel am Zürichsee.

Der Bahnhof wird von den Linien S6 und S16 der S-Bahn Zürich bedient. Dadurch bestehen direkte Verbindungen nach Zürich, Zürich Flughafen, Baden, Meilen und Uetikon am See. In den Wochenendnächten hält zusätzlich die Nacht-S-Bahn-Linie SN7.

Auf dem Bahnhofplatz beginnen die Ortsbuslinien 961 und 962 der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland. Sie erschliessen die höher gelegenen Wohngebiete von Erlenbach und Teile der Nachbargemeinde Herrliberg. Die Schifflände Erlenbach am Zürichsee befindet sich in Gehdistanz.

Das heutige Aufnahmegebäude wurde 1967 nach Plänen des SBB-Architekten Max Vogt errichtet. Der mehrgeschossige Bau verbindet Einrichtungen des Bahnhofs mit Verkaufsflächen und Wohnungen und gehört zu den charakteristischen SBB-Bauten der schweizerischen Nachkriegsmoderne.

Lage

Der Bahnhof befindet sich im Zentrum von Erlenbach zwischen dem historischen Dorfkern und den Wohngebieten am Hang des Pfannenstiels. Die Gleisanlage verläuft ungefähr von Nordwesten nach Südosten parallel zum Zürichsee. In Richtung Zürich führt die Strecke über Küsnacht, Zollikon und Zürich Tiefenbrunnen zum Bahnhof Zürich Stadelhofen. In der Gegenrichtung verläuft sie über Winkel am Zürichsee, Herrliberg-Feldmeilen und Meilen nach Rapperswil.

Das Bahnhofgebäude und der wichtigste Zugang befinden sich auf der seeseitigen Seite der Gleise an der Bahnhofstrasse. Der alte Dorfkern mit der reformierten Kirche, der Gemeindeverwaltung und verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten ist zu Fuss in wenigen Minuten erreichbar.

Bergseits der Bahnlinie steigen die Wohnquartiere in Richtung Lerchenberg, Allmend, Chapf und Pflugstein an. Die Ortsbuslinien verbinden diese Gebiete mit dem Bahnhof. Die Bahnstation bildet deshalb den zentralen Umsteigepunkt zwischen der regionalen S-Bahn und der kommunalen Feinerschliessung.

Das Zürichseeufer und die Schifflände Erlenbach liegen südwestlich des Bahnhofs. Ebenfalls in der näheren Umgebung befinden sich das Erlengut, das Turmgut mit dem Rebturm, das Erlenbacher Tobel sowie Schul-, Sport- und Freizeitanlagen.

Geschichte

Planung der rechtsufrigen Zürichseebahn

Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde über eine Eisenbahnverbindung entlang des rechten Zürichseeufers diskutiert. Die Gemeinden zwischen Zürich und Rapperswil waren damals vor allem durch die Seestrasse und die Kursschiffe auf dem Zürichsee miteinander verbunden.

Während das linke Zürichseeufer bereits seit 1875 über eine durchgehende Eisenbahnstrecke verfügte, verzögerte sich der Bau am rechten Ufer wegen finanzieller, technischer und politischer Schwierigkeiten. Umstritten waren unter anderem die genaue Linienführung, die Lage der Stationen und die Verteilung der Baukosten.

Die rechtsufrigen Gemeinden setzten sich wiederholt für eine direkte Bahnverbindung nach Zürich ein. Sie erwarteten davon Vorteile für den Personenverkehr, den Weinbau, das örtliche Gewerbe und den Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse.

Schliesslich übernahm die Schweizerische Nordostbahn die Ausführung des Projekts. Die Strecke wurde teilweise in Hanglage oberhalb des Zürichseeufers angelegt. In mehreren Ortschaften entstanden Einschnitte, Dämme, Brücken und neue Zufahrtsstrassen zu den Bahnhöfen.

Eröffnung

Die rechtsufrige Zürichseebahn zwischen Zürich Stadelhofen und Rapperswil wurde am 15. März 1894 eröffnet. Gleichzeitig nahm der Bahnhof Erlenbach seinen Betrieb auf.[1]

Der Bahnhof entstand oberhalb des älteren, näher am See gelegenen Dorfkerns. Zur Erschliessung der Station wurden neue Strassenverbindungen gebaut beziehungsweise bestehende Wege ausgebaut. Das Bahnhofareal entwickelte sich rasch zu einem neuen Schwerpunkt der Gemeinde.

Die Bahn ermöglichte direkte Reisen nach Zürich, Küsnacht, Meilen und Rapperswil. Landwirtschaftliche Erzeugnisse, Wein, Baumaterialien und Produkte der örtlichen Gewerbebetriebe konnten schneller transportiert werden. Gleichzeitig erleichterte die Eisenbahn den Einwohnerinnen und Einwohnern den Zugang zu Arbeitsplätzen und Bildungseinrichtungen in Zürich.

Nach Angaben der Gemeinde setzte mit der Eröffnung der Bahnstrecke eine deutliche Entwicklung Erlenbachs vom Weinbauerndorf zur Vorortsgemeinde Zürichs ein.[2]

Übergang an die SBB

Die Schweizerische Nordostbahn gehörte zu den grossen privaten Eisenbahngesellschaften der Schweiz. Nach der Annahme der Verstaatlichungsvorlage durch die eidgenössischen Stimmberechtigten wurden ihre Strecken zu Beginn des 20. Jahrhunderts in das Netz der neu gegründeten Schweizerischen Bundesbahnen eingegliedert.

Der Bahnhof Erlenbach ging 1902 an die SBB über. Diese übernahmen den Personen- und Güterverkehr sowie den Unterhalt der Gleise, Hochbauten und technischen Anlagen.

In den ersten Jahrzehnten verfügte der Bahnhof über ein für kleinere Stationen typisches Aufnahmegebäude mit Diensträumen, Wartesaal und Wohnungen. Hinzu kamen ein Güterschuppen, Ladegleise und Einrichtungen für den örtlichen Güterumschlag.

Der Güterverkehr war unter anderem für die landwirtschaftlichen Betriebe und die Erlenbacher Industrieunternehmen von Bedeutung. In Bahnhofsnähe befand sich die Holz- und Metallwarenfabrik Erba. Weitere bedeutende Betriebe der Gemeinde waren die Maschinenfabrik Schärer und die Grossbuchbinderei Baumann.[2]

Elektrifizierung und Ausbau

Die rechtsufrige Zürichseebahn wurde am 15. Mai 1926 elektrifiziert. Seither wird die Strecke mit dem bei den SBB üblichen Wechselstromsystem von 15 Kilovolt und 16,7 Hertz betrieben.[1]

Die Elektrifizierung ermöglichte den Einsatz leistungsfähigerer und wirtschaftlicherer Fahrzeuge. Die mit Dampflokomotiven bespannten Züge wurden durch elektrische Lokomotiven und Triebwagen ersetzt. Dadurch konnten die Fahrzeiten verkürzt und das Angebot schrittweise verdichtet werden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm der Pendlerverkehr am rechten Zürichseeufer stark zu. Erlenbach entwickelte sich zu einer gefragten Wohngemeinde im Einzugsgebiet der Stadt Zürich. Das zunehmende Verkehrsaufkommen führte zu einem schrittweisen Ausbau der Bahnstrecke und zur Modernisierung der Bahnhöfe.

Im Raum Erlenbach wurden die Gleis- und Sicherungsanlagen in den 1960er Jahren umfassend erneuert. Ein Relaisstellwerk der Bauform Domino 55 wurde 1967 in Betrieb genommen. Die Anlage wird heute aus der Betriebszentrale Ost der SBB ferngesteuert.[3]

Neubau des Aufnahmegebäudes

Das ursprüngliche Stationsgebäude wurde im Zuge der Modernisierung durch einen Neubau ersetzt. Das heutige Aufnahmegebäude entstand 1967 nach Plänen von Max Vogt.[4]

Vogt war von 1957 bis 1989 in der Hochbausektion der SBB-Kreisdirektion III tätig. Er entwarf zahlreiche Bahnhöfe, Stellwerke, Dienstgebäude und Güteranlagen. Seine Werke sind durch eine funktionale Gestaltung, klar gegliederte Baukörper und die sichtbare Verwendung moderner Materialien geprägt.

Das Erlenbacher Aufnahmegebäude ist als mehrgeschossiger, langgestreckter Bau ausgeführt. Im Erdgeschoss befinden sich öffentlich und kommerziell genutzte Räume, während die Obergeschosse Wohnungen enthalten. Grosse Balkone, Flachdächer und eine schlichte Fassadengestaltung bestimmen das Erscheinungsbild.

Die Verbindung von Bahnhof, Geschäftsräumen und Wohnnutzung entsprach dem Bestreben der SBB, ihre Liegenschaften in dicht besiedelten Vorortsgemeinden vielseitig zu nutzen. Der Bau bildet zusammen mit Perrondächern, Unterführung und weiteren Anlagen ein Ensemble der Nachkriegsmoderne.

S-Bahn Zürich

Am 27. Mai 1990 nahm die S-Bahn Zürich ihren Betrieb auf. Der Bahnhof Erlenbach wurde in das neue Liniennetz und den einheitlichen Tarif des Zürcher Verkehrsverbundes integriert.

Von besonderer Bedeutung war die Eröffnung des Hirschengrabentunnels zwischen Zürich Stadelhofen und dem unterirdischen Teil des Zürcher Hauptbahnhofs. Die Züge der rechtsufrigen Zürichseebahn konnten dadurch ohne Richtungswechsel durch das Zentrum von Zürich und auf weitere Strecken geführt werden.

Erlenbach erhielt umsteigefreie Verbindungen zum Zürcher Hauptbahnhof und in weitere Teile der Agglomeration. In späteren Ausbauschritten wurde das Angebot verdichtet. Mit der heutigen Überlagerung der S6 und der S16 bestehen während eines grossen Teils des Tages vier Verbindungen pro Stunde nach Zürich.

Die verbesserte Erreichbarkeit unterstützte die weitere Entwicklung Erlenbachs als Wohn- und Pendlergemeinde. Der Bahnhof wurde zugleich zum Ausgangspunkt der lokalen Buslinien, welche die höher gelegenen Quartiere erschliessen.

Bahnhofanlage

Der Bahnhof besitzt zwei durchgehende, elektrifizierte Gleise mit je einem Seitenperron. Die Strecke ist im Bereich des Bahnhofs doppelspurig. Beide Gleise werden von den Zügen der S6 und S16 sowie von durchfahrenden Betriebsfahrten genutzt.

Das seeseitige Perron liegt unmittelbar beim Aufnahmegebäude. Das bergseitige Perron ist über eine Personenunterführung mit dem Bahnhofplatz verbunden. Die Zugänge sind mit Rampen ausgestattet. Taktile Sicherheitslinien und weitere Orientierungselemente erleichtern die Nutzung durch Reisende mit eingeschränkter Mobilität.

Auf beiden Perrons befinden sich gedeckte Wartebereiche, Sitzgelegenheiten, Beleuchtung und elektronische Fahrgastinformationen. Billette können an Automaten und über digitale Vertriebskanäle bezogen werden. Ein bedienter SBB-Billettschalter besteht nicht mehr.

Im Aufnahmegebäude sind ein Avec-Express-Laden sowie ein Gastronomiebetrieb untergebracht.[5]

Nach Angaben der SBB stehen am Bahnhof 49 überdachte Veloabstellplätze zur Verfügung. Die P+Rail-Anlage umfasst 63 reguläre Parkplätze und einen Behindertenparkplatz. Zusätzlich befinden sich beim Bahnhof Standorte der Carsharing-Anbieter Mobility und Enterprise GO.[5]

Ein Teil der P+Rail-Fläche wird jeweils Anfang September für die traditionelle Erlenbacher Chilbi genutzt. Während der Veranstaltung ist das Parkplatzangebot vorübergehend eingeschränkt.

Verkehr

S-Bahn

Im Jahresfahrplan 2026 wird der Bahnhof Erlenbach ZH von den Linien S6 und S16 der S-Bahn Zürich bedient.[6]

  • S6: Baden AG – Wettingen – Würenlos – Otelfingen – Regensdorf-Watt – Zürich Affoltern – Zürich Oerlikon – Zürich Hardbrücke – Zürich HB – Zürich Stadelhofen – Zürich Tiefenbrunnen – Zollikon – Küsnacht ZH – Erlenbach ZH – Winkel am Zürichsee – Herrliberg-Feldmeilen – Meilen – Uetikon am See
  • S16: Zürich Flughafen – Zürich Oerlikon – Zürich Hardbrücke – Zürich HB – Zürich Stadelhofen – Zürich Tiefenbrunnen – Zollikon – Küsnacht ZH – Erlenbach ZH – Winkel am Zürichsee – Herrliberg-Feldmeilen, teilweise weiter bis Meilen

Die S6 verkehrt grundsätzlich im Halbstundentakt. Sie verbindet Erlenbach einerseits mit Uetikon und Meilen, andererseits mit dem Zentrum Zürichs, dem Furttal und dem Raum Baden.[7]

Die S16 verkehrt ebenfalls grundsätzlich halbstündlich. Sie bietet eine direkte Verbindung zum Flughafen Zürich und ergänzt die S6 zwischen Herrliberg-Feldmeilen und Zürich.[8]

Durch die Überlagerung beider Linien besteht zwischen Erlenbach und Zürich während eines grossen Teils des Tages ein angenäherter Viertelstundentakt. Zürich Hauptbahnhof ist ohne Umsteigen erreichbar.

Fernverkehrszüge verkehren nicht über die rechtsufrige Zürichseebahn. Anschlüsse an den nationalen und internationalen Fernverkehr bestehen insbesondere in Zürich Hauptbahnhof und am Flughafen Zürich.

Nachtverkehr

In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag hält die Nacht-S-Bahn-Linie SN7 in Erlenbach.

Die SN7 verkehrt von Bassersdorf über Kloten, Zürich Oerlikon, Zürich Hauptbahnhof, Zürich Stadelhofen, Küsnacht, Erlenbach, Meilen und Männedorf nach Stäfa.[9]

Für die Benutzung des ZVV-Nachtnetzes genügt ein gültiger Fahrausweis für die entsprechenden Tarifzonen. Ein besonderer Nachtzuschlag wird nicht erhoben.

Busverkehr

Die Haltestelle Erlenbach ZH, Bahnhof liegt unmittelbar beim Aufnahmegebäude. Sie wird von den Ortsbuslinien 961 und 962 der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland bedient. Beide Linien verkehren im Auftrag des Zürcher Verkehrsverbundes.[10]

Die Linie 961 verbindet den Bahnhof über Im Loo, das Alterswohnheim, Im Vogelsang, Rankstrasse, Sandfelsenstrasse, Erlenhöhe, Allmend, Föhrenstrasse und Chapf mit der Endhaltestelle Trottgatter.[11]

Die Linie 962 verkehrt als Rundkurs. Sie führt vom Bahnhof über das Kirchgemeindehaus, das Schulhaus, die Rebstrasse und Im Bindschädler nach Herrliberg-Holzwies. Von dort verläuft sie über die Bergstrasse, Freudacherstrasse, Pflugstein und Im Streuli zurück zum Bahnhof.[12]

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2024 verkehren die Linien 961 und 962 von Montag bis Freitag durchgehend im Halbstundentakt. Die Fahrpläne sind am Bahnhof auf die S16 von und nach Zürich abgestimmt.[13]

Ergänzend zu den regulären ZVV-Linien besteht der sogenannte Erlibus. Dieser bringt seine Mitglieder an Werktagen abends vom Bahnhof bis vor die Haustür. Das Angebot gehört nicht zum regulären ZVV-Nachtnetz.[10]

Schiffsverkehr

Die Schiffstation Erlenbach ZH (See) befindet sich am Zürichsee und ist vom Bahnhof in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar. Sie wird nach dem saisonalen Fahrplan der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft bedient.

Die Kursschiffe verbinden Erlenbach unter anderem mit Zürich, Küsnacht, Herrliberg, Meilen und weiteren Orten am Zürichsee. Die Schiffsverbindungen dienen sowohl dem Alltags- als auch dem Freizeit- und Ausflugsverkehr.

Bahn, Ortsbus und Schifffahrt bilden gemeinsam das öffentliche Verkehrsangebot der Gemeinde. Die Fahrpläne der Schiffe sind jedoch nicht bei allen Kursen systematisch auf die S-Bahn abgestimmt.

Bedeutung

Der Bahnhof Erlenbach ZH ist der wichtigste Verkehrsknoten der Gemeinde. Er erschliesst den Dorfkern, die Seeufergebiete und die über die Ortsbuslinien angebundenen Wohnquartiere am Hang.

Für Pendlerinnen und Pendler bietet der Bahnhof direkte und häufige Verbindungen nach Zürich. Die Fahrzeit ins Stadtzentrum ist kurz, und mit der S16 besteht zudem eine umsteigefreie Verbindung zum Flughafen Zürich. Dies trägt wesentlich zur Attraktivität Erlenbachs als Wohnstandort bei.

Die S6 verbindet die Gemeinde zusätzlich mit dem Furttal, Wettingen und Baden sowie mit Meilen und Uetikon am See. Die Ortsbuslinien stellen die Feinerschliessung innerhalb Erlenbachs sicher und binden Teile Herrlibergs an die S-Bahn an.

Historisch markiert die Eröffnung des Bahnhofs einen Wendepunkt in der Entwicklung der Gemeinde. Der Bahnanschluss leitete den Wandel vom landwirtschaftlich und vom Weinbau geprägten Dorf zur Vorortsgemeinde ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkte die zunehmende Mobilität diese Entwicklung.

Das von Max Vogt entworfene Aufnahmegebäude verleiht dem Bahnhof auch architekturgeschichtliche Bedeutung. Es steht für die funktionale und vielseitig nutzbare Bahnhofsarchitektur der SBB in den 1960er Jahren.

Siehe auch

Literatur

  • Karl Kuprecht, Walter Imhof: Erlenbach – Geschichte einer Zürichseegemeinde. Gemeinde Erlenbach, Erlenbach 1981.
  • Ruedi Weidmann, Karl Holenstein: Max Vogt – Bauen für die Bahn 1957–1989. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte und SBB-Fachstelle für Denkmalschutzfragen, Zürich 2008, ISBN 978-3-85881-185-1.
  • Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz und Bahnprofil Schweiz CH+. AS Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-909111-74-9.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Bahnstrecke Zürich–Rapperswil, Schienenverkehr-Schweiz.ch, abgerufen am 4. August 2026.
  2. 2,0 2,1 Historisches zu Erlenbach, Gemeinde Erlenbach, abgerufen am 4. August 2026.
  3. Erlenbach ZH, Stellwerksdatenbank, abgerufen am 4. August 2026.
  4. Max Vogt, SBB-Architekt, Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte und SBB-Fachstelle für Denkmalschutzfragen, abgerufen am 4. August 2026.
  5. 5,0 5,1 Bahnhof Erlenbach ZH, Schweizerische Bundesbahnen, abgerufen am 4. August 2026.
  6. Haltestellen- und Linienfahrpläne Erlenbach ZH, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  7. Linienfahrplan S6 Baden–Uetikon am See, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  8. Linienfahrplan S16 Zürich Flughafen–Herrliberg-Feldmeilen–Meilen, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  9. Linienfahrplan SN7 Bassersdorf–Stäfa, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  10. 10,0 10,1 Öffentlicher Verkehr, Gemeinde Erlenbach, abgerufen am 4. August 2026.
  11. Linienfahrplan 961 Erlenbach Bahnhof–Trottgatter, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  12. Linienfahrplan 962 Erlenbach–Herrliberg–Erlenbach, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  13. Durchgehender Halbstundentakt auf den Buslinien 961 und 962, Gemeinde Erlenbach, abgerufen am 4. August 2026.