Goldau
| Goldau | |
|---|---|
| Staat | Schweiz |
| Kanton | Schwyz |
| Bezirk | Schwyz |
| Gemeinde | Arth |
| Postleitzahl | 6410 |
| Höhe | 513 m ü. M. |
| Region | Zentralschweiz |
| Wichtiger Bahnhof | Bahnhof Arth-Goldau |
| Bekannt für | Bergsturz von Goldau, Natur- und Tierpark Goldau |
| Gemeindewebsite | www.arth.ch |
Goldau ist ein Dorf und Siedlungsgebiet der politischen Gemeinde Arth im Bezirk Schwyz des Kantons Schwyz. Es liegt in der Zentralschweiz zwischen Rigi und Rossberg in einem Talkessel zwischen Zugersee und Lauerzersee. Goldau befindet sich auf rund 513 m ü. M.[1]
Das Dorf ist vor allem durch zwei Entwicklungen von überregionaler Bedeutung geprägt worden: den verheerenden Bergsturz von Goldau vom 2. September 1806 und den Aufstieg Goldaus zu einem der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte der Zentralschweiz. Heute treffen sich am Bahnhof Arth-Goldau bedeutende Bahnverbindungen aus Richtung Zürich, Luzern, Tessin, Gotthard und der Ostschweiz.
Eine weitere bekannte Einrichtung ist der Natur- und Tierpark Goldau, der mitten in der vom Bergsturz geformten Landschaft liegt.
Goldau ist keine selbstständige politische Gemeinde. Es bildet zusammen mit Arth und Oberarth eines der drei traditionsreichen Dörfer der Gemeinde Arth. Die häufig verwendete Bezeichnung Arth-Goldau ist ebenfalls kein offizieller Gemeindename. Ursprünglich bezeichnete sie den Bahnhof, der in Goldau auf dem Gebiet der Gemeinde Arth errichtet wurde.[1]
Geographie
Goldau liegt im inneren Teil des Kantons Schwyz zwischen den beiden markanten Bergen Rigi im Westen und Rossberg im Osten. Südöstlich des Dorfes befindet sich der Lauerzersee, während westlich beziehungsweise nordwestlich der Zugersee liegt.
Die Landschaft rund um Goldau unterscheidet sich deutlich von vielen anderen Talgebieten der Zentralschweiz. Grosse Nagelfluhblöcke, unregelmässige Geländeformen und bewaldete Schuttflächen erinnern noch heute an den Bergsturz von 1806.
Ein erheblicher Teil des heutigen Dorfes wurde auf oder unmittelbar neben dem damaligen Bergsturzgebiet errichtet.
Die politische Gemeinde Arth erstreckt sich vom Zugersee über Arth, Oberarth und Goldau bis auf die Rigi. Die Gemeinde unterscheidet vier Siedlungsgebiete:
- Arth
- Oberarth
- Goldau
- das Rigi-Gebiet mit Klösterli, First, Staffel und Kulm
Arth, Oberarth und Goldau verstehen sich traditionell als Dörfer mit eigener Identität.[1]
Name
Goldau ist bereits im Mittelalter urkundlich belegt. Eine frühe bekannte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1306 in der Form Goltowe.[2]
Die Gemeinde Arth führt den Namen nicht auf das deutsche Wort «Gold», sondern auf einen älteren Ausdruck für Schutt beziehungsweise Geröll zurück. Dies passt zur geologischen Situation am Rossberg, an dessen Flanken sich bereits lange vor der Katastrophe von 1806 Bergstürze ereignet hatten.[3]
Geschichte
Mittelalter und frühe Neuzeit
Das Gebiet von Goldau wurde vermutlich bereits im Hochmittelalter besiedelt. Es gehörte zur Herrschaft Arth und teilte weitgehend deren politische Geschichte.
Religiöse Einrichtungen bestanden schon früh. Bereits vor 1354 ist in Goldau eine Kapelle belegt. 1469 wurde eine neue Marienkapelle errichtet. Um 1650 entstand ein grösserer Kapellenbau, der 1652 geweiht wurde.[4]
1702 wurde in Goldau eine Kaplanei als Filiale von Arth eingerichtet.[2]
Das damalige Goldau war jedoch wesentlich kleiner und ländlicher als das heutige Dorf. Landwirtschaft und Viehzucht prägten das Gebiet zwischen Rigi, Rossberg und Lauerzersee.
Bergsturz von Goldau
Das einschneidendste Ereignis in der Geschichte des Dorfes war der Bergsturz vom 2. September 1806.
Nach lang anhaltenden Niederschlägen lösten sich am Rossberg gegen 17 Uhr gewaltige Gesteinsmassen. Rund 40 Millionen Kubikmeter Gestein bewegten sich innerhalb weniger Minuten talwärts.[3]
Die Schuttmassen begruben Goldau sowie die Siedlungen Röthen und Teile von Buosingen. Sie erreichten ausserdem den Lauerzersee und lösten dort Flutwellen aus, die auch in Lauerz und Seewen Schäden und weitere Todesopfer verursachten.
Nach Angaben der Gemeinde Arth forderte die Katastrophe insgesamt:
- 457 Todesopfer
- 323 Stück getötetes Vieh
- 111 verschüttete Wohnhäuser
- 220 zerstörte Scheunen und Ställe
- vier verschüttete Kirchen und Kapellen
Die Gesteinsmassen bedeckten Teile des Tales mit einer ungefähr 10 bis 50 Meter hohen Schuttschicht.[3]
Das damalige Dorf Goldau wurde praktisch vollständig zerstört.
Folgen der Katastrophe
Die Nachricht vom Bergsturz verbreitete sich rasch in der damaligen Eidgenossenschaft. Aus benachbarten Gebieten wurden Hilfskräfte geschickt. Bereits kurz nach der Katastrophe traf Unterstützung aus den Kantonen Zug und Luzern ein, später auch aus Zürich und Bern.[3]
Eine landesweit organisierte Spendensammlung unterstützte die Überlebenden. Die Hilfsaktion wird in der lokalen Geschichtsschreibung als wichtiges frühes Beispiel gesamtschweizerischer Solidarität betrachtet.
Die zerstörten Verkehrswege mussten neu angelegt werden. Zwischen 1808 und 1811 entstand das Pfrundhaus. Später wurden weitere Häuser, Gaststätten und religiöse Einrichtungen gebaut.
Goldau wurde jedoch zunächst nur langsam wiederbesiedelt.
Wiederaufbau
Eine neue Kapelle wurde nach längerer Planung im 19. Jahrhundert errichtet. 1827 fiel der Beschluss für den Neubau, 1849 war das Gebäude fertiggestellt. Die Weihe erfolgte 1859.[4]
Mit der Wiederaufnahme der Wallfahrten und des Tourismus zur Rigi nach 1815 wurde Goldau zunehmend als Ausgangspunkt für Ausflüge genutzt. Auch die ungewöhnliche Landschaft des Bergsturzgebietes selbst zog Besucher an.[5]
Der entscheidende Entwicklungsschub setzte jedoch erst mit dem Eisenbahnbau in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein.
Goldau als Eisenbahnknotenpunkt
Die Entwicklung der Eisenbahn veränderte Goldau grundlegend. Aus dem wiederaufgebauten Dorf im Bergsturzgebiet wurde innerhalb weniger Jahrzehnte ein bedeutender Verkehrsknoten.
Arth-Rigi-Bahn
Am 4. Juni 1875 nahm die Arth-Rigi-Bahn ihren Betrieb auf. Goldau erhielt einen ersten kleinen Bahnhof. Von dort konnten Reisende in Richtung Rigi weiterfahren.[5]
Ursprünglich war geplant, die spätere Gotthardbahn nicht durch das schwierige Bergsturzgebiet zu führen. Stattdessen sollte ein rund 2,5 Kilometer langer Tunnel zwischen Oberarth und Steinen gebaut werden.
Die Tunnelarbeiten wurden jedoch 1876 unter anderem aus finanziellen Gründen eingestellt. Als kostengünstigere Lösung entschied man sich schliesslich dafür, die Bahnlinie durch das Bergsturzgebiet zu führen.[5]
Gotthardbahn
1882 entstand in Goldau im Zusammenhang mit der Eröffnung der Gotthardbahn ein Stationsgebäude. Der Bahnhof erhielt den Namen Arth-Goldau.
Die Namenswahl sollte darauf hinweisen, dass sich die Station zwar im Dorf Goldau befand, dieses aber politisch zur Gemeinde Arth gehörte.[1]
Mit dem Anschluss an die Gotthardbahn gewann Goldau erhebliche Bedeutung im schweizerischen Nord-Süd-Verkehr.
Südostbahn und Strecke nach Zürich
1891 wurde Goldau an die Schweizerische Südostbahn angeschlossen. Damit entstanden direkte Verkehrsbeziehungen in Richtung Biberbrugg, Einsiedeln und später in die Ostschweiz.
1897 folgte die Strecke über Zug in Richtung Zürich. Im gleichen Zusammenhang wurde auch die Verbindung in Richtung Luzern ausgebaut.
Damit war Goldau zu einem Eisenbahnknoten mit Bahnstrecken in fünf Richtungen geworden.[5]
Die Arth-Rigi-Bahn erhielt 1895 beziehungsweise im Zusammenhang mit dem weiteren Bahnhofsausbau ihr charakteristisches Hochperron.
Bahnhof Arth-Goldau
Der Bahnhof Arth-Goldau ist bis heute einer der wichtigsten Verkehrsknoten der Zentralschweiz.
Hier treffen sich unter anderem Bahnverbindungen:
- von Zürich und Zug
- von Luzern
- über den Gotthard in Richtung Bellinzona, Lugano und Italien
- in Richtung Schwyz und Erstfeld
- über die Südostbahn in Richtung Biberbrugg und Ostschweiz
- mit der Arth-Rigi-Bahn in Richtung Rigi
Im Fernverkehr bestehen direkte Verbindungen unter anderem nach Zürich Hauptbahnhof, Basel SBB, Luzern, Bellinzona, Lugano und Locarno.[6]
Der Bahnhof spielt sowohl im nationalen Fernverkehr als auch für Pendlerinnen und Pendler aus der Region eine wichtige Rolle.
Einfluss auf die Dorfentwicklung
Mit dem Ausbau des Bahnhofs kamen zahlreiche Bahnarbeiter und Angestellte nach Goldau. Lokomotivführer, Kondukteure, Stationspersonal und weitere Beschäftigte liessen sich im Dorf nieder.
Allein im Jahr 1897 entstanden nach Angaben der Gemeinde Arth 15 neue Wohn- und Gasthäuser. Der Personalbestand am Bahnhof stieg im gleichen Jahr erheblich.[7]
Die Eisenbahn führte damit nicht nur zu einem wirtschaftlichen Aufschwung, sondern veränderte auch die Siedlungsstruktur. Goldau wuchs stark und entwickelte sich schliesslich zu einem der grössten Siedlungsgebiete der Gemeinde Arth.[5]
Arther Trämli
Zwischen Arth und Goldau bestand während mehrerer Jahrzehnte auch eine lokale Bahnverbindung.
Die Talstrecke der Arth-Rigi-Bahn verband Goldau über Oberarth mit Arth. Von 1897 bis 1959 wurde die Verbindung im Alltag häufig als Arther Trämli bezeichnet.
Am 31. August 1959 fuhr das Trämli zum letzten Mal. Anschliessend wurde die Verbindung durch Autobusse ersetzt.[8]
Die Trasse ist teilweise erhalten. Der sogenannte Tramweg dient heute als Fussweg zwischen Goldau, Oberarth und Arth.
Herz-Jesu-Kirche
Ein markantes Bauwerk des Dorfes ist die katholische Herz-Jesu-Kirche Goldau.
Die beim Bergsturz zerstörte historische Marienkapelle wurde im 19. Jahrhundert zunächst durch einen kleineren Neubau ersetzt. Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums war diese Kapelle um 1900 jedoch zu klein geworden.
Am 2. September 1906, genau hundert Jahre nach dem Bergsturz, wurde der Grundstein für eine grössere Kirche eingesegnet. Die Pläne stammten vom St. Galler Kirchenarchitekten August Hardegger.[4]
Die neuromanische Kirche wurde unter anderem aus Nagelfluhsteinen des Bergsturzgebietes errichtet und erhielt dadurch zusätzlich die Funktion eines Erinnerungsbauwerks.
Am 5. September 1909 wurde die Kirche geweiht.[4]
Jedes Jahr am 2. September um 17 Uhr läutet die grosse Glocke zum Gedenken an die Katastrophe von 1806.[3]
Natur- und Tierpark Goldau
Zu den bekanntesten Einrichtungen des Ortes gehört der Natur- und Tierpark Goldau.
Der Tierpark entstand unmittelbar im Bergsturzgebiet. Der Naturtierparkverein wurde 1925 gegründet; am 1. Mai 1926 wurde die Anlage offiziell eröffnet.[9]
Charakteristisch für den Park sind die grossen Nagelfluhblöcke, Wälder und natürlichen Geländeformen der Bergsturzlandschaft. Der Tierpark konzentriert sich insbesondere auf einheimische und europäische Wildtierarten.
Zu den dort gehaltenen Tieren gehören beziehungsweise gehörten unter anderem:
- Bären
- Wölfe
- Luchse
- Wildkatzen
- Hirsche
- Mufflons
- Steinböcke
- Gämsen
- Wildschweine
- Wisente
- Bartgeier
- verschiedene weitere europäische Vogel- und Säugetierarten
Der Park ist zugleich eine wichtige touristische und naturpädagogische Einrichtung der Zentralschweiz.[10]
Im Jahr 2025 beging der Natur- und Tierpark sein 100-jähriges Bestehen.
Bergsturzmuseum und Erlebnishalle
Die Erinnerung an die Katastrophe von 1806 besitzt in Goldau bis heute grosse Bedeutung.
Der Goldauer Wirt Edwin Simon begann im 20. Jahrhundert, bei Bauarbeiten entdeckte Gegenstände aus dem verschütteten alten Dorf zu sammeln. 1956 richtete er in einer Militärbaracke eine erste Ausstellung ein.[11]
1966 wurde ein eigenes Bergsturzmuseum eröffnet.
Das frühere Museumsgebäude wurde 2021 im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Eingangsbereichs des Natur- und Tierparks abgebrochen.
Seit Januar 2024 befindet sich die Erlebnishalle Goldauer Bergsturz im neuen Eingangsbereich des Natur- und Tierparks.[12]
Die Ausstellung beschäftigt sich mit den geologischen Voraussetzungen, dem Ablauf und den menschlichen Folgen der Katastrophe. Historische Fundstücke verbinden die geologische Darstellung mit dem Alltag des unter den Gesteinsmassen verschwundenen Dorfes.
Bergsturzlandschaft
Die Landschaft des Bergsturzgebietes ist heute nicht nur ein historisches Denkmal, sondern auch ein ökologisch wertvoller Lebensraum.
Zwischen den teilweise hausgrossen Felsblöcken entstanden während mehr als zwei Jahrhunderten Wälder, Trockenstandorte und andere kleinräumige Lebensräume.
Teile des Gebietes stehen unter Natur- beziehungsweise Pflanzenschutz.
Zum 200. Jahrestag des Bergsturzes wurde 2006 die Bergsturzspur eingerichtet. Der Wanderweg führt durch die Landschaft am Rossberg und vermittelt Informationen über Geologie, Natur und Geschichte der Katastrophe.[3]
Bildung
Goldau besitzt über die Gemeinde hinaus Bedeutung als Bildungsstandort.
Pädagogische Hochschule Schwyz
Die Pädagogische Hochschule Schwyz (PH Schwyz) befindet sich an der Zaystrasse in Goldau.
Der heutige Hochschulstandort wurde 2006 eröffnet. Die damalige PHZ Schwyz zog vom früheren Lehrerseminar in Rickenbach nach Goldau.[13]
Der Campus umfasst unter anderem Seminarräume, ein Auditorium, einen Theatersaal, Werkstätten, Musikräume, Sportanlagen, eine Mensa und eine Bibliothek.
Die Hochschule bildet unter anderem Lehrpersonen für Kindergarten, Unterstufe und Primarstufe aus und betreibt Forschung und Weiterbildung.[14]
Vom Bahnhof Arth-Goldau ist der Campus zu Fuss in ungefähr zehn Minuten erreichbar.[14]
Berufsbildungszentrum Goldau
Direkt in der Nähe befindet sich das Berufsbildungszentrum Goldau (BBZG).
Das Zentrum ist eine wichtige kantonale Einrichtung der Berufsbildung. Rund 1'350 Lernende besuchen dort Unterricht in etwa 20 Berufen und weiteren Bildungsangeboten.[15]
Die Lernenden stammen aus Lehrbetrieben verschiedener Zentralschweizer Kantone und angrenzender Regionen.
Verkehr
Goldau besitzt aufgrund seiner zentralen Lage eine aussergewöhnlich gute Verkehrsanbindung.
Eisenbahn
Der Bahnhof Arth-Goldau ist das wichtigste Element des öffentlichen Verkehrs. Neben dem Fernverkehr halten dort regionale Züge der SBB und der Südostbahn.
Von Goldau bestehen direkte oder schnelle Verbindungen unter anderem nach:
- Zürich
- Zug
- Luzern
- Schwyz
- Brunnen
- Altdorf
- Bellinzona
- Lugano
- Locarno
- Biberbrugg
- Pfäffikon SZ
- Rapperswil
- St. Gallen
Die Arth-Rigi-Bahn verbindet Arth-Goldau ausserdem mit der Rigi.
Strasse
Goldau liegt nahe der Autobahn A4. Der Autobahnanschluss Goldau stellt Verbindungen in Richtung Zug und Zürich sowie in Richtung Schwyz und Gotthardgebiet her.
Regionale Strassen verbinden das Dorf mit Arth, Oberarth, Lauerz, Steinen und weiteren Gemeinden des Schwyzer Talkessels.
Buslinien ergänzen das Bahnangebot und erschliessen insbesondere Arth, Oberarth sowie umliegende Ortschaften.
Wirtschaft
Die wirtschaftliche Entwicklung Goldaus war über lange Zeit eng mit der Eisenbahn verbunden.
Im späten 19. und während eines grossen Teils des 20. Jahrhunderts waren die Bahngesellschaften beziehungsweise später die SBB bedeutende Arbeitgeber. Viele Eisenbahnerfamilien liessen sich dauerhaft im Dorf nieder.
Mit der Zeit wandelte sich die Wirtschaftsstruktur. Heute prägen Dienstleistungsbetriebe, Detailhandel, Bildungseinrichtungen, Gewerbe, Tourismus und der öffentliche Verkehr den Ort.
Durch die guten Bahnverbindungen ist Goldau zugleich ein Wohnort für Pendlerinnen und Pendler, die in Zug, Zürich, Luzern oder anderen Zentren arbeiten.
Tourismus und Freizeit
Die touristische Bedeutung Goldaus beruht auf mehreren Faktoren.
Der Natur- und Tierpark Goldau ist eines der bekanntesten Familienausflugsziele der Zentralschweiz. Die Bergsturzlandschaft zieht Wandernde und geologisch Interessierte an.
Über die Arth-Rigi-Bahn ist Goldau zudem ein wichtiger Ausgangspunkt für Ausflüge auf die Rigi. Vom Bahnhof fahren die Züge über Kräbel in Richtung Rigi Kulm.
Zu den Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen in und um Goldau gehören:
- Natur- und Tierpark Goldau
- Erlebnishalle Goldauer Bergsturz
- Bergsturzgebiet
- Bergsturzspur
- Herz-Jesu-Kirche
- historischer Bahnhof Arth-Goldau
- Arth-Rigi-Bahn
- Rigi
- Lauerzersee
- Naturschutzgebiete im Gebiet Schutt und Sägel
Goldau und Arth-Goldau
Die Begriffe Goldau und Arth-Goldau werden ausserhalb der Region gelegentlich miteinander verwechselt.
Goldau ist ein Dorf beziehungsweise ein Siedlungsgebiet innerhalb der politischen Gemeinde Arth.
Arth-Goldau ist dagegen historisch der Name des Bahnhofs. Die Bezeichnung wird inzwischen auch von verschiedenen Vereinen, Institutionen und Organisationen verwendet, wenn sie sich auf einen grösseren Raum mit Arth, Oberarth und Goldau beziehen.[1]
Eine politische Gemeinde mit dem offiziellen Namen «Arth-Goldau» existiert nicht.
Bedeutung
Die heutige Bedeutung Goldaus ist eng mit seiner aussergewöhnlichen Geschichte verbunden.
Der Bergsturz von 1806 vernichtete die damalige Siedlung fast vollständig und formte eine Landschaft, die noch heute das Erscheinungsbild des Ortes bestimmt. Gleichzeitig schuf der spätere Bau der Gotthardbahn die Grundlage für den wirtschaftlichen und demografischen Wiederaufstieg.
Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich Goldau von einem weitgehend zerstörten Bauerndorf zu einem Eisenbahnknoten von nationaler Bedeutung.
Heute verbindet der Ort mehrere Funktionen: Goldau ist Wohnort, Verkehrsknoten, Bildungsstandort, touristisches Ziel und Ausgangspunkt für Reisen in die Zentralschweizer Bergwelt. Der Natur- und Tierpark und die Bergsturzlandschaft verbinden dabei die Geschichte des Ortes besonders deutlich mit seiner heutigen Identität.
Siehe auch
- Arth
- Oberarth
- Bahnhof Arth-Goldau
- Bergsturz von Goldau
- Natur- und Tierpark Goldau
- Arth-Rigi-Bahn
- Rigi
- Rossberg
- Lauerzersee
- Kanton Schwyz
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Arth
- Portrait der Gemeinde Arth
- Der Bergsturz von Goldau
- Goldau wird Eisenbahnknotenpunkt
- Natur- und Tierpark Goldau
- Erlebnishalle Goldauer Bergsturz
- Pädagogische Hochschule Schwyz
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Gemeinde Arth: Portrait, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ 2,0 2,1 Goldau, Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 Gemeinde Arth: Der Bergsturz von Goldau, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ 4,0 4,1 4,2 4,3 Gemeinde Arth: Herz-Jesu-Kirche Goldau, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 Gemeinde Arth: Goldau wird Eisenbahnknotenpunkt, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ SBB: Direktverbindungen Fernverkehr ab Arth-Goldau, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ Gemeinde Arth: SBB-Bahnhof Arth-Goldau, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ Gemeinde Arth: Abschied vom Arther Trämli, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ Natur- und Tierpark Goldau: 100 Highlights für 100 Jahre, 31. Januar 2025, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ Natur- und Tierpark Goldau: Offizielle Website, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ Gemeinde Arth: Bergsturzmuseum Goldau, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ Stiftung Bergsturzmuseum Goldau, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ Pädagogische Hochschule Schwyz: Eröffnung in Goldau, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ 14,0 14,1 Pädagogische Hochschule Schwyz: Campus, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ Berufsbildungszentrum Goldau: Über uns, abgerufen am 9. August 2026.
Wikimedia Commons: Medien zu Goldau