Rhone

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Rhone
Französischer Name Rhône
Oberwalliser Name Rotten
Staaten Schweiz, Frankreich
Flusssystem Rhone
Länge 812 km, davon 264 km in der Schweiz[1][2]
Einzugsgebiet rund 95'500 km²[2]
Quelle Rhonegletscher bei Gletsch im Obergoms, Kanton Wallis
Quellhöhe etwa 2'200 m ü. M.; Lage und Höhe verändern sich mit dem Rückzug des Gletschers
Mündung über Grand Rhône und Petit Rhône in das Mittelmeer bei der Camargue
Mündungshöhe 0 m
Durchflossener See Genfersee
Bedeutende Orte in der Schweiz Brig-Glis, Visp, Siders, Sitten, Martigny, Genf
Bedeutende Orte in Frankreich Lyon, Valence, Avignon, Arles
Mittlerer Abfluss rund 340 m³/s bei Chancy; rund 1'700 m³/s an der Mündung[3][2]

Die Rhone (französisch Rhône, im deutschsprachigen Oberwallis traditionell Rotten) ist ein 812 Kilometer langer Strom in der Schweiz und in Frankreich. Sie entspringt am Rhonegletscher im Kanton Wallis, durchfliesst das Walliser Haupttal und den Genfersee, verlässt die Schweiz bei Chancy und mündet in der südfranzösischen Camargue in das Mittelmeer. Mit einem mittleren Abfluss von rund 1'700 Kubikmetern pro Sekunde an der Mündung gehört sie zu den wasserreichsten Flüssen des westlichen Mittelmeerraums.[2]

Für die Schweiz ist die Rhone zugleich Alpenfluss, Lebensader des Wallis, Zufluss und Abfluss des Genfersees sowie internationales Grenzgewässer. Ihr Schweizer Lauf ist 264 Kilometer lang und berührt die Kantone Wallis, Waadt und Genf.[1] Das Einzugsgebiet umfasst einen grossen Teil der westlichen Schweizer Alpen. Gletscher, Schnee, alpine Niederschläge und zahlreiche Seitenbäche prägen den Abfluss. Der Fluss liefert Wasser und Energie, hat aber wiederholt schwere Überschwemmungen verursacht. Die laufende Dritte Rhonekorrektion soll den Hochwasserschutz verbessern und dem stark verbauten Gewässer mehr Raum geben.

Name

Die französische Schreibweise lautet Rhône. Im Deutschen der Schweiz wird der Fluss gewöhnlich ohne Zirkumflex als Rhone geschrieben. Im deutschsprachigen Oberwallis ist daneben der Name Rotten gebräuchlich; er erscheint auch in historischen Quellen und lokalen Bezeichnungen. Ab der Sprachgrenze im Mittelwallis dominiert der französische Name.

Der antike Flussname ist als griechisch Rhodanós und lateinisch Rhodanus überliefert. Seine vorlateinische Herkunft ist nicht abschliessend geklärt. Er dürfte zu einer sehr alten Schicht europäischer Gewässernamen gehören. Volksetymologische Deutungen, die den Namen direkt aus heutigen französischen oder deutschen Wörtern ableiten, gelten als nicht gesichert.

Im Französischen wird die Rhone als fleuve bezeichnet, weil sie ins Meer mündet. Das Deutsche unterscheidet sprachlich nicht konsequent zwischen einem direkt ins Meer mündenden Strom und einem Nebenfluss. In der Schweiz kann Rhone je nach Zusammenhang den gesamten Strom, nur den Walliser Lauf oder den Abschnitt unterhalb des Genfersees bezeichnen.

Verlauf

Hauptabschnitte der Rhone
Abschnitt Verlauf Charakter
Quellgebiet und Goms Rhonegletscher – Gletsch – OberwaldGomsBrig-Glis Alpiner Gletscherfluss mit starkem Gefälle und ausgeprägtem jahreszeitlichem Abfluss
Walliser Rhonetal Brig – Visp – Siders – Sitten – Riddes – Martigny Breites, dicht genutztes Tal; auf langen Strecken eingedämmtes und begradigtes Flussbett
Unterwallis und Chablais Martigny – Saint-MauriceMontheyPorte du Scex – Rhonedelta Nach Norden gerichteter Lauf zwischen Alpen und Voralpen; teilweise Grenze zwischen Wallis und Waadt
Genfersee Mündung bei Le Bouveret und Noville – Seeausfluss in Genf Der See wirkt als grosser Wasserspeicher, Sedimentfalle und hydrologischer Ausgleichsraum
Genfer Rhone Genf – Mündung der ArveVerboisLa Plaine – Chancy Reguliertes städtisches und voralpines Fliessgewässer mit Wasserkraftwerken
Französische Rhone Genfer Grenze – Lyon – Valence – Avignon – Arles – Camargue Grosser, weitgehend ausgebauter Strom; unterhalb Lyons wichtige Wasserstrasse

Vom Rhonegletscher bis Brig

Die junge Rhone tritt als Schmelzwasserbach aus dem Rhonegletscher hervor. Die genaue Stelle der Quelle ist nicht unveränderlich: Mit dem Abschmelzen und dem Rückzug der Gletscherzunge verschiebt sich der Austritt des Wassers. Der Gletscher liegt nahe dem Furkapass oberhalb von Gletsch. Sein Höhenbereich wurde 2026 mit etwa 2'208 bis 3'620 Metern über Meer angegeben; seine Länge betrug noch rund 7,8 Kilometer.[4]

Bei Gletsch erreicht der Fluss den Talboden und fliesst zunächst durch das Obergoms. In diesem deutschsprachigen Abschnitt wird er traditionell Rotten genannt. Das Tal fällt stufenweise nach Südwesten und Westen ab. Der Fluss passiert Oberwald, Münster-Geschinen, Fiesch und weitere Gomser Ortschaften. Seitenbäche führen Wasser, Geschiebe und bei Unwettern auch Murgangmaterial aus steilen Tälern zu.

Bei Grengiols nimmt die Rhone die Binna auf. Unterhalb von Fiesch mündet die Massa, die das Gebiet des Aletschgletschers entwässert. Bei Brig erreicht die Saltina den Hauptfluss. Ihr Hochwasser richtete 1993 in Brig schwere Schäden an. Im Raum Brig wird das Haupttal breiter; von hier an verläuft die Rhone durch einen zusammenhängenden Siedlungs-, Industrie- und Landwirtschaftsraum.

Durch das Walliser Haupttal

Zwischen Brig und Martigny fliesst die Rhone im Allgemeinen nach Westen. In Visp mündet die Vispa, die das Matter- und Saastal entwässert. Weitere wichtige Zuflüsse sind unter anderem Lonza, Turtmänna, Dala, Raspille, Navizence, Borgne, Morge, Printse und Dranse. Die Zuflüsse kommen sowohl aus den vergletscherten Hochgebirgsgebieten der Walliser Alpen im Süden als auch aus den Berner Alpen im Norden.

Das heutige Flussbild ist stark durch den Wasserbau geprägt. Die Rhone liegt vielerorts zwischen hohen Dämmen und verläuft geradlinig. Entwässerungskanäle, Strassen, Bahnlinien, Hochspannungsleitungen, Industrieareale, Siedlungen und intensiv bewirtschaftete Landwirtschaftsflächen teilen sich den begrenzten Raum der Ebene. Historisch besass der Fluss ein viel breiteres Bett mit Kiesbänken, Seitenarmen, Auen und häufig wechselnden Gerinnen.

Bei Martigny beschreibt die Rhone einen markanten Bogen und wendet sich nach Norden. Die Richtungsänderung folgt den geologischen Strukturen der Alpen. Der von Süden kommende Fluss trifft hier auf das Tal der Dranse und durchbricht anschliessend den Engpass bei Saint-Maurice. Dieser Ort war wegen seiner Lage zwischen Felswänden und Fluss seit der Antike ein strategischer Übergang.

Chablais und Mündung in den Genfersee

Unterhalb von Saint-Maurice durchquert die Rhone das Chablais. Auf einem Teil dieses Abschnitts bildet sie die Grenze zwischen den Kantonen Wallis und Waadt. Zuflüsse sind unter anderem die Vièze aus dem Raum Monthey sowie der Avançon und die Grande Eau von der Waadtländer Seite. Das breite Tal ist dicht besiedelt und weist grosse Gewerbe-, Verkehrs- und Landwirtschaftsflächen auf.

Bei Porte du Scex öffnet sich das Tal zum Genfersee. Die Rhone mündet zwischen Le Bouveret im Wallis und Noville in der Waadt in den See. Das mitgeführte Material hat über Jahrtausende ein weit in das Seebecken reichendes Delta aufgebaut. Am Rand des Deltas sind in den Grangettes Reste der früher ausgedehnten Sümpfe, Röhrichte und Auenwälder erhalten. Das Schutzgebiet gilt als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung.[5]

Durch den Genfersee und den Kanton Genf

Die Rhone ist der wichtigste Zufluss des Genfersees. Im langjährigen Mittel bringt sie bei der Mündung ungefähr 182 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in den See.[6] Das kalte und oft sedimentreiche Flusswasser mischt sich nicht sofort vollständig mit dem Seewasser. Je nach Temperatur und Dichte kann es als Strömung in unterschiedlichen Tiefen in den See eindringen. Ein grosser Teil des Schwebstoffs und fast das gesamte grobe Geschiebe lagert sich im Delta oder im Seebecken ab.

Nach der Durchquerung des Sees tritt die Rhone mitten in Genf wieder aus. Der Abfluss und der Wasserstand des Genfersees werden am Barrage du Seujet geregelt. Wenig unterhalb des Stadtzentrums mündet die Arve. Sie entspringt im französischen Mont-Blanc-Gebiet und führt häufig helles, sedimentreiches Gletscherwasser. Der sichtbare Zusammenfluss des klareren Rhonewassers mit der trüberen Arve gehört zu den bekannten Landschaftsbildern Genfs.

Westlich der Stadt fliesst die Rhone durch ein zunehmend bewaldetes Tal. Sie wird bei Verbois und Chancy-Pougny zur Stromerzeugung gestaut. Bei Chancy verlässt sie nach insgesamt 264 Kilometern auf Schweizer Boden das Land. Das Einzugsgebiet an der eidgenössischen Messstation Chancy umfasst 10'308 Quadratkilometer; darin liegen neben schweizerischen Gebieten auch französische Einzugsgebiete, insbesondere jenes der Arve.[3]

In Frankreich

Nach der Schweizer Grenze fliesst die Rhone zunächst durch den französischen Hochjura und das westliche Alpenvorland. Staustufen und Engtäler prägen den oberen französischen Lauf. Bei Lyon nimmt sie die Saône auf, ihren wasserreichsten Nebenfluss. Der Zusammenfluss verändert die Rhone zu einem grossen Tieflandstrom.

Südlich von Lyon folgt der Fluss dem Rhonegraben zwischen dem Zentralmassiv im Westen und den Alpen beziehungsweise Voralpen im Osten. Er passiert unter anderem Vienne, Valence, Montélimar, Orange und Avignon. Bedeutende Zuflüsse sind Isère, Drôme, Ardèche, Durance und Gardon. Der Strom ist durch Staustufen, Kraftwerke, Schleusen, Kanäle und Hochwasserdämme umfassend ausgebaut.

Bei Arles beginnt das Rhonedelta. Der Fluss teilt sich in den grösseren Grand Rhône und den Petit Rhône. Zwischen den beiden Armen liegt die Camargue, eine von Lagunen, Salzwiesen, Landwirtschaft und Naturschutzgebieten geprägte Landschaft. Beide Arme münden in das Mittelmeer.

Einzugsgebiet und Nebenflüsse

Das Einzugsgebiet der gesamten Rhone umfasst rund 95'500 Quadratkilometer.[2] Es reicht von den vergletscherten Viertausendern der Schweizer Alpen über den Genfersee und den französischen Jura bis zu den Tälern der Saône, Isère und Durance. Aufgrund dieser Grösse vereinigt der Strom alpine, kontinentale und mediterrane Abflussregime.

Der auf schweizerischem Staatsgebiet liegende Anteil des grenzüberschreitenden Rhonebeckens beträgt ungefähr 7'800 Quadratkilometer. Das entspricht rund 19 Prozent der Fläche der Schweiz. Die hydrologische Fläche bei Chancy ist grösser, weil französische Gebiete über die Arve und andere Zuflüsse oberhalb der Grenze in die Rhone entwässern.[7]

Auswahl wichtiger Zuflüsse
Zufluss Mündungsraum Herkunft und Bedeutung
Massa Unterhalb von Fiesch beziehungsweise bei Naters Entwässert den Grossen Aletschgletscher und Teile des Aletschgebiets
Saltina Brig Alpiner Wildfluss; bekannt durch das schwere Hochwasser von 1993
Vispa Visp Sammelt die Abflüsse aus Mattertal und Saastal
Lonza Gampel/Steg Entwässert das Lötschental
Navizence Chippis Kommt aus dem Val d'Anniviers
Borgne Raum Sitten Entwässert das Val d'Hérens
Dranse Martigny Sammelt Wasser aus dem Val de Bagnes, Val d'Entremont und Val Ferret
Vièze Monthey Entwässert das Val d'Illiez
Arve Genf Bedeutendster direkter Zufluss im Genfer Abschnitt; stammt aus dem Mont-Blanc-Gebiet
Saône Lyon Wasserreichster Nebenfluss der Rhone; erschliesst ein grosses Gebiet Ostfrankreichs
Isère Nördlich von Valence Grosser Alpenfluss aus Savoyen und der Dauphiné
Durance Südlich von Avignon Bedeutender Zufluss aus den französischen Alpen und der Provence

Der Genfersee besitzt ein eigenes Netz von Zuflüssen, deren Wasser über den See ebenfalls zur Rhone gelangt. Dazu gehören auf Schweizer Seite unter anderem Venoge, Aubonne und Promenthouse, auf französischer Seite unter anderem Dranse und Hermance. Hydrologisch gehören sie zum Rhonesystem, obwohl sie nicht direkt in das Flussbett münden.

Hydrologie

Abflussregime

Im Wallis besitzt die Rhone ein glazial-nivales Abflussregime. Schnee und Gletschereis speichern einen Teil der Winterniederschläge. Im Frühling steigt der Abfluss mit der Schneeschmelze; im Sommer tragen Gletscherschmelze und Niederschläge zu hohen Wassermengen bei. Im Winter führt der Oberlauf deutlich weniger Wasser. An der Messstation Brig lagen die langjährigen Monatsmittel für 1965 bis 2025 beispielsweise bei rund 8 Kubikmetern pro Sekunde im Februar und 114 Kubikmetern pro Sekunde im Juli.[8]

Mit jedem Seitental wächst der Abfluss. Vor der Mündung in den Genfersee liegt das langjährige Mittel bei ungefähr 182 Kubikmetern pro Sekunde.[6] Der See dämpft kurzfristige Schwankungen und hält einen grossen Teil der Sedimente zurück. Unterhalb Genfs erhöht vor allem die Arve die Wassermenge und verändert die Sedimentführung.

An der Messstation Chancy betrugen die Monatsmittel in der Periode 1935 bis 2025 etwa 259 Kubikmeter pro Sekunde in den abflussärmsten Herbstmonaten und rund 510 Kubikmeter pro Sekunde im Juli. Aus den Monatswerten ergibt sich ein langjähriges Jahresmittel in der Grössenordnung von 340 Kubikmetern pro Sekunde.[3] In Frankreich nimmt der Abfluss durch Saône, Isère, Durance und weitere Nebenflüsse auf durchschnittlich rund 1'700 Kubikmeter pro Sekunde an der Mündung zu.[2]

Seen, Speicher und Regulierung

Der Genfersee ist der wichtigste natürliche Speicher im Flusssystem. Sein Wasserstand und der Abfluss bei Genf werden geregelt, damit Hochwasserschutz, Ufernutzung, Schifffahrt, Ökologie und die Bedürfnisse der Unterlieger berücksichtigt werden können. Der See kann jedoch nicht beliebige Wassermengen zurückhalten. Bei lang anhaltenden Zuflüssen steigt sein Pegel, während starke Änderungen des Ausflusses Auswirkungen bis weit nach Frankreich haben.

Im alpinen Einzugsgebiet beeinflussen zahlreiche Speicherseen und Wasserkraftanlagen den Tages- und Jahresgang. Anlagen wie Grande Dixence, Mauvoisin und Emosson liegen nicht im Hauptstrom, sammeln aber Wasser aus seinen Nebenbecken. Sie verlagern einen Teil der Stromproduktion vom Sommer in den Winter und können Abflussspitzen teilweise zurückhalten. Der Kraftwerksbetrieb erzeugt zugleich künstliche Schwankungen, den sogenannten Schwall und Sunk, und stellt Anforderungen an Restwasser und Gewässerökologie.

= Geschiebe und Delta

Die steilen Walliser Zuflüsse transportieren Kies, Sand und Feinmaterial in den Hauptfluss. Bei Hochwasser können sehr grosse Mengen in kurzer Zeit anfallen. Die Eindämmung des 19. und 20. Jahrhunderts erhöhte zwar die Strömungsgeschwindigkeit, löste das Geschiebeproblem aber nicht vollständig. Material lagerte sich im Bett ab und liess die Flusssohle stellenweise ansteigen. Seit den 1960er-Jahren wird überschüssiger Kies auch durch Kieswerke entnommen.[9]

Im Genfersee lagert die Rhone den grössten Teil ihres Materials ab. Dadurch wächst das Unterwasserdelta weiter in den See. Gleichzeitig erreicht kaum grobes Geschiebe den Fluss unterhalb von Genf. Dieser Unterschied ist ökologisch bedeutsam, weil Kiesbänke, Uferdynamik und Laichplätze von der Verfügbarkeit und Bewegung der Sedimente abhängen.

Hochwasser und Rhonekorrektionen

Die ungebändigte Rhoneebene

Bis ins 19. Jahrhundert wechselte die Rhone in der breiten Walliser Talebene häufig ihren Lauf. Hochwasser überfluteten Äcker, Wege und Siedlungen; zurückblieben Kiesflächen, Altarme, Sümpfe und stehende Gewässer. Die Ebene war nur teilweise nutzbar und galt vielerorts als ungesund. Lokale Dämme und Uferschutzbauten wurden immer wieder errichtet, bildeten aber kein durchgehendes System.

Die grossen Korrektionen veränderten nicht nur den Fluss, sondern auch Wirtschaft und Gesellschaft des Wallis. Entwässerungskanäle und Dämme ermöglichten eine intensivere Landwirtschaft, neue Verkehrsachsen, Industrieanlagen und den Ausbau von Siedlungen. Dadurch stieg zugleich das Schadenspotenzial: Hinter den Dämmen befinden sich heute dicht bewohnte und wirtschaftlich bedeutende Flächen.

Erste Rhonekorrektion

Die Überschwemmung von 1860 gab den entscheidenden Anstoss zur Ersten Rhonekorrektion, die von 1863 bis 1894 ausgeführt wurde. Parallel verlaufende Erd- und Kiesdämme fassten den Fluss ein. Quer angeordnete Buhnen konzentrierten die Strömung auf die Flussmitte. Der Bund beteiligte sich finanziell; der Wasserbau wurde damit zu einer frühen grossen Gemeinschaftsaufgabe von Kanton und Eidgenossenschaft.

Die Arbeiten verbesserten den Schutz und erleichterten die Entwässerung der Ebene. Das verengte Gerinne konnte das von den Seitenbächen eingetragene Geschiebe jedoch nicht wie erhofft bis zum Genfersee weitertransportieren. Trotz Ausbaggerungen erhöhte sich die Sohle. Weitere Überschwemmungen zeigten, dass die Sicherheit nicht dauerhaft gewährleistet war.[10]

Zweite Rhonekorrektion

Nach schweren Hochwassern von 1897 und 1935 begann 1936 die Zweite Rhonekorrektion. Bis 1961 wurden Dämme verstärkt und erhöht, das Flussbett weiter eingeengt und die Transportkraft des Wassers vergrössert. Der systematische Kiesabbau trug später dazu bei, die Geschiebemengen zu kontrollieren.[9]

Auch diese Massnahmen beruhten hauptsächlich auf dem Leitbild eines möglichst geraden, rasch abfliessenden und von der Ebene getrennten Flusses. Die Rhone wurde dadurch über lange Strecken ökologisch verarmt. Zugleich blieb ein Restrisiko bestehen: Da das Flussbett zwischen hohen Dämmen teilweise über dem Niveau der Umgebung liegt, kann Wasser nach einem Dammbruch weit in die Ebene ausströmen und nur schwer in den Fluss zurückkehren.

Hochwasser des späten 20. Jahrhunderts

Hochwasser in den Jahren 1987 und 1993 führten zu neuen Untersuchungen. Die berechneten Bemessungsabflüsse mussten nach oben angepasst werden. Im Oktober 2000 war die Lage entlang der gesamten Walliser Rhone kritisch. Bei Chamoson brach ein Damm; Wasser überflutete in einer Kettenreaktion Teile von Chamoson, Leytron und Saillon. In Fully, Martigny und weiteren Gemeinden wurden Quartiere vorsorglich evakuiert.[11]

Die Ereignisse machten deutlich, dass blosse Erhöhungen der bestehenden Dämme langfristig nicht genügen. Ein Versagen hoher Dämme kann besonders schwere Folgen haben, und die enge Flussrinne bietet kaum ökologische oder hydraulische Reserven.

Dritte Rhonekorrektion

Die Dritte Rhonekorrektion ist das grösste laufende Hochwasserschutzprojekt der Schweiz. Sie umfasst 162 Kilometer von Gletsch bis zum Genfersee. Nach Angaben des Bundes sollen damit gut 100'000 Menschen geschützt und mögliche Schäden von geschätzt 10 Milliarden Franken verhindert werden. Die Kantone Wallis und Waadt veranschlagen die Gesamtkosten in einer Grössenordnung von 3,6 Milliarden Franken; die Ausführung wird mehrere Jahrzehnte beanspruchen.[12]

Das Konzept verbindet Hochwasserschutz mit einer teilweisen Renaturierung. Wo der Raum vorhanden ist, soll das Flussbett verbreitert werden. Aufweitungen senken bei Hochwasser den Wasserspiegel, verringern die Belastung der Dämme und schaffen Kiesbänke, flache Ufer und vielfältigere Lebensräume. An engen oder dicht bebauten Stellen bleiben Dammverstärkungen, Sohlenabsenkungen und lokale Schutzbauwerke notwendig.

Die Bauarbeiten begannen 2009 im Raum Visp. Das Generelle Projekt wurde 2016 von den Kantonen Wallis und Waadt genehmigt. 2024 leitete der Walliser Staatsrat eine Überprüfung des Projekts ein, ohne das Ziel eines zeitgemässen Schutzes aufzugeben. 2025 gab der Bundesrat einen Verpflichtungskredit von 306 Millionen Franken für prioritäre Massnahmen im Chablais und im Rhonedelta frei. Vorgesehen sind unter anderem eine Aufweitung auf 15 Kilometern im Chablais und die ökologische Aufwertung der letzten 1,63 Kilometer vor dem Genfersee.[13]

Die Umsetzung ist politisch anspruchsvoll. Landwirtschaft, Siedlungen, Industrie, Verkehr, Trinkwasserfassungen, Stromleitungen, Natur- und Landschaftsschutz beanspruchen dieselben Flächen. Besonders umstritten sind Landbedarf, Kostenverteilung und die Frage, wie rasch einzelne Abschnitte gesichert werden müssen. Das Projekt ist deshalb nicht nur ein Wasserbauvorhaben, sondern eine langfristige Neuordnung der Rhoneebene.

Nutzung

Wasserkraft

Das Rhonegebiet gehört zu den wichtigsten Wasserkraftregionen der Schweiz. Das grosse Gefälle der Seitentäler und die Speicherfähigkeit alpiner Stauseen ermöglichen die Erzeugung von Lauf-, Speicher- und Spitzenenergie. Das Wallis ist der grösste Wasserkraftproduzent unter den Schweizer Kantonen.[14]

Am Hauptfluss liegen unter anderem Laufkraftwerke im Wallis sowie das Kraftwerk Lavey. Im Kanton Genf nutzen die Anlagen Seujet, Verbois und Chancy-Pougny den Abfluss. Chancy-Pougny ist ein schweizerisch-französisches Grenzkraftwerk. Die Stromerzeugung ist wirtschaftlich bedeutsam, verändert aber Wasserstand, Strömung, Temperatur und Geschiebetransport. Gewässerschutzmassnahmen betreffen deshalb Restwasser, Fischwanderung, Schwall und Sunk sowie die ökologische Sanierung von Kraftwerksanlagen.

Landwirtschaft, Industrie und Trinkwasser

Die korrigierte und entwässerte Rhoneebene gehört zu den produktivsten Landwirtschaftsräumen des Wallis. Obst-, Gemüse- und Ackerbau konzentrieren sich im Talboden, während Weinberge überwiegend an den sonnigen Hängen liegen. Bewässerung erfolgt aus Flüssen, Kanälen, Grundwasser und traditionellen Suonen. Bei Trockenheit können Nutzungskonflikte zwischen Landwirtschaft, Energieproduktion, Trinkwasserversorgung und Ökologie zunehmen.

Industrie- und Gewerbezonen in Brig, Visp, Siders, Sitten, Monthey und im Chablais nutzen die gute Verkehrslage der Ebene und sind auf einen verlässlichen Hochwasserschutz angewiesen. Fluss und Grundwasser stehen in enger Verbindung. Der Schutz vor chemischen Belastungen, Mikroverunreinigungen und unbehandeltem Abwasser bei Starkregen ist daher nicht nur für die Natur, sondern auch für die Wasserversorgung wichtig.

Verkehr und Schifffahrt

Das Rhonetal ist eine der grossen Verkehrsachsen durch die Westalpen. Bahnlinie, Autobahn A9 und Hauptstrassen folgen dem Fluss vom Oberwallis zum Genfersee. Über Simplon und Grossen St. Bernhard bestehen Verbindungen nach Italien; westwärts führt die Achse nach Lausanne, Genf und Frankreich.

Die Schweizer Rhone ist wegen Gefälle, Staustufen, wechselnder Wasserstände und fehlender Schleusen keine durchgehende Güterwasserstrasse. Auf dem Genfersee verkehren Kursschiffe, und einzelne Flussabschnitte werden für Freizeitboote, Paddeln oder Schwimmen genutzt. Unterhalb von Lyon ist die französische Rhone als Grossschifffahrtsweg ausgebaut und über die Saône mit dem Binnenwasserstrassennetz verbunden.

Freizeit und Tourismus

Die nationale Rhone-Route folgt als Veloland-Route Nummer 1 dem Fluss von Andermatt über den Furkapass beziehungsweise durch das Goms bis nach Genf. In Frankreich setzt die ViaRhôna die Route in Richtung Mittelmeer fort. Flussuferwege, Naturreservate, Weinlandschaften und historische Städte verbinden alpine und mediterrane Kulturräume.

Der Rhonegletscher war seit dem 19. Jahrhundert ein wichtiges Ziel des Alpentourismus. Sein starker Rückzug macht den Klimawandel unmittelbar sichtbar. In Genf ist die Rhone ein urbaner Freiraum zum Baden und Verweilen. Strömung, kaltes Wasser und plötzliche Pegeländerungen bei Kraftwerksanlagen können jedoch gefährlich sein; örtliche Verbote und Sicherheitshinweise sind zu beachten.

Natur und Gewässerschutz

Die natürliche Rhone war ein dynamischer Alpenfluss mit Seitenarmen, Kiesinseln, Auenwäldern, Mooren und zeitweise überfluteten Wiesen. Die beiden historischen Korrektionen, Entwässerung und Siedlungsausbau liessen den grössten Teil dieser Lebensräume verschwinden. Dämme unterbrachen die Verbindung zwischen Fluss und Aue, gleichförmige Ufer verringerten die Vielfalt der Strömungen und Wassertiefen.

Erhaltene oder neu geschaffene Lebensräume besitzen deshalb hohe Bedeutung. Dazu zählen Auenreste im Goms und Unterwallis, Flussabschnitte im Genfer Hinterland sowie die Grangettes am Rhonedelta. Aufweitungen im Rahmen der Dritten Rhonekorrektion sollen neue Kiesflächen, Flachwasserzonen und Auen schaffen. Solche Gebiete dienen Fischen als Laich- und Jungfischhabitat, Vögeln als Brut- und Rastplatz und zahlreichen Insekten und Pflanzen als Lebensraum.

Der Genfersee unterbricht die ökologische Längsverbindung des Flusses auf natürliche Weise, Kraftwerke und Schwellen schaffen zusätzliche Hindernisse. Fischtreppen, Umgehungsgerinne und ausreichende Restwassermengen sollen die Durchgängigkeit verbessern. Gleichzeitig müssen invasive Arten, steigende Wassertemperaturen, Mikroplastik und Spurenstoffe beobachtet werden. Die Internationale Kommission zum Schutz des Genfersees koordiniert seit 1963 die französisch-schweizerische Überwachung und den Gewässerschutz im Genferseebecken.[15]

Klimawandel

Der Klimawandel verändert die Rhone bereits im Quellgebiet. Der Rhonegletscher zieht sich zurück, die Schneefallgrenze steigt und Niederschlag wird häufiger sofort als Wasser statt als Schnee wirksam. Gletscher speichern Wasser über Jahrzehnte und geben es in heissen, trockenen Sommern ab. Mit dem Verlust der Eismasse nimmt diese Pufferwirkung langfristig ab.[16]

Für Schweizer Fliessgewässer erwarten die hydrologischen Szenarien im Allgemeinen mehr Abfluss im Winter und weniger im Sommer. Die mittlere Jahresmenge verändert sich vielerorts weniger stark als ihre jahreszeitliche Verteilung. In heute stark vergletscherten Gebieten kann der Rückgang jedoch besonders deutlich sein.[17]

Für die Rhone bedeutet dies gleichzeitig Risiken durch sommerliche Trockenheit, höhere Wassertemperaturen und stärkere Niederschlagsextreme. Betroffen sind Wasserkraft, Landwirtschaft, Trinkwasser, Ökosysteme und der Abfluss nach Frankreich. Die künftige Bewirtschaftung muss Speicher, Seepegel, Restwasser und Hochwasserschutz deshalb stärker gemeinsam betrachten.

Zusammenarbeit mit Frankreich

Da die Schweiz am Oberlauf liegt, wirken sich ihre Stauseen, Kraftwerke und die Regulierung des Genfersees auf Frankreich aus. Umgekehrt entwässern französische Gebiete über die Arve und andere Zuflüsse in den schweizerischen Abschnitt. Wasserqualität, Hochwasser, Trockenheit, Energie, Kühlwasser, Trinkwasserversorgung und Ökologie sind daher grenzüberschreitende Aufgaben.

Am 4. September 2025 unterzeichneten die Schweiz und Frankreich zwei Abkommen zur Bewirtschaftung der Rhone und des Genfersees. Das erste schafft einen Rahmen für die integrierte Zusammenarbeit bei den grenzüberschreitenden Oberflächen- und Grundgewässern. Das zweite regelt die Koordination des Genferseepegels und des Rhoneabflusses, besonders für ausserordentliche Situationen wie Hochwasser und Trockenheit.[18] Damit erhielt die bereits bestehende fachliche Zusammenarbeit einen umfassenderen politischen und rechtlichen Rahmen.

Historische und kulturelle Bedeutung

Das Rhonetal war seit vorgeschichtlicher Zeit ein Siedlungs- und Verkehrsraum. In römischer Zeit verband es den Genfersee mit den Alpenpässen und Norditalien. Städte und Marktorte entstanden an Übergängen, Schwemmkegeln und Brücken. Zugleich begrenzten Hochwasser und Sümpfe die Nutzung des Talbodens bis weit in die Neuzeit.

Die Rhone ist ein verbindendes Element zwischen der deutschsprachigen Landschaft des Goms, dem französischsprachigen Unterwallis, der Genferseeregion und Südfrankreich. Sie verbindet alpine Gletscherwelt, Wein- und Obstbau, Industrielandschaften, internationale Stadtregionen und mediterranes Delta. In Literatur, Malerei, Fotografie und Tourismus erscheint sie sowohl als Naturkraft als auch als vom Menschen geformte Infrastruktur.

Im Wallis ist die Geschichte des Flusses eng mit der Modernisierung des Kantons verbunden. Die Korrektionen ermöglichten die wirtschaftliche Entwicklung der Ebene, schufen aber neue Abhängigkeiten von Dämmen und Unterhalt. Die heutige Debatte über mehr Raum für die Rhone spiegelt einen allgemeinen Wandel im schweizerischen Wasserbau: Sicherheit soll nicht mehr ausschliesslich durch Einengung, sondern soweit möglich durch Aufweitung, robuste Rückhalteräume und ökologische Funktionen erreicht werden.

Bedeutung für die Schweiz

Die Rhone gehört mit Rhein, Inn und Ticino zu den grossen Flüssen, die Wasser aus der Schweiz in verschiedene europäische Meere führen. Ihr Einzugsgebiet entwässert die westlichen Alpen zum Mittelmeer und macht die Schweiz zu einem Oberliegerstaat von internationaler Verantwortung.

Für das Wallis bestimmt der Fluss die räumliche Ordnung des Haupttals. Siedlungen, Industrie, Landwirtschaft, Verkehr und Energieproduktion wären in ihrer heutigen Form ohne die Rhone und ihre wasserbauliche Beherrschung nicht denkbar. Für Genf ist sie Teil des Stadtbilds, Energiequelle und Verbindung nach Frankreich. Für die Waadt bildet sie im Chablais Kantonsgrenze, Naturraum und Hochwasserrisiko.

Die Dritte Rhonekorrektion bündelt zentrale Zukunftsfragen der Schweiz: den Umgang mit Naturgefahren, die Anpassung an den Klimawandel, die Sicherung der Wasserkraft, den Schutz knapper Böden und die Wiederherstellung von Lebensräumen. An der Rhone zeigt sich besonders deutlich, dass ein Fluss nicht nur Wasser ableitet. Er ist zugleich Ökosystem, Energieträger, Gefahrenquelle, Landschaft und gemeinsames Gut mehrerer Regionen und Staaten.

Siehe auch

Literatur

  • Daniel L. Vischer: Die Geschichte des Hochwasserschutzes in der Schweiz. Von den Anfängen bis ins 19. Jahrhundert. Berichte des Bundesamtes für Wasser und Geologie, Serie Wasser, Nr. 5, Biel 2003.
  • Kanton Wallis, Kanton Waadt: Dritte Rhonekorrektion. Generelles Projekt. Sitten und Lausanne 2016.
  • Commission internationale pour la protection des eaux du Léman: Rapports scientifiques. Jährlich erscheinende Berichte, Nyon.
  • Bundesamt für Umwelt: Auswirkungen des Klimawandels auf die Schweizer Gewässer. Hydrologie, Gewässerökologie und Wasserwirtschaft. Bern 2021.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten, Präsenz Schweiz: Seen und Flüsse, 31. Mai 2024; abgerufen am 22. Juli 2026.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 Office français de la biodiversité: Les rivières; abgerufen am 22. Juli 2026.
  3. 3,0 3,1 3,2 Bundesamt für Umwelt: Rhône – Chancy, Aux Ripes, Station 2174. Messreihen und Kennzahlen 1935–2025; abgerufen am 22. Juli 2026.
  4. Wallis/Valais Promotion: Rhonegletscher; abgerufen am 22. Juli 2026.
  5. Pro Natura Waadt: Réserve naturelle des Grangettes; abgerufen am 22. Juli 2026.
  6. 6,0 6,1 Commission internationale pour la protection des eaux du Léman: Le Rhône, une artère essentielle du Léman; abgerufen am 22. Juli 2026.
  7. Agence de l'eau Rhône Méditerranée Corse: Gouvernance franco-suisse des eaux du bassin versant du Rhône; abgerufen am 22. Juli 2026.
  8. Bundesamt für Umwelt: Rhone – Brig, Station 2346. Messreihen und Kennzahlen 1965–2025; abgerufen am 22. Juli 2026.
  9. 9,0 9,1 Kanton Wallis: Die 2. Rhonekorrektion (1936–1961); abgerufen am 22. Juli 2026.
  10. Kanton Wallis: Die 1. Rhonekorrektion (1863–1894); abgerufen am 22. Juli 2026.
  11. Kanton Wallis: Die Hochwasser der Rhone; abgerufen am 22. Juli 2026.
  12. Bundesamt für Umwelt: Die 3. Rhonekorrektion: Ein Generationenprojekt für mehr Sicherheit, 7. Mai 2026; abgerufen am 22. Juli 2026.
  13. Bundesamt für Umwelt: 3. Rhonekorrektion: Bundesrat gibt Verpflichtungskredit für Chablais und Rhonedelta frei, 21. Mai 2025; abgerufen am 22. Juli 2026.
  14. Bundesamt für Energie: Grosswasserkraft; abgerufen am 22. Juli 2026.
  15. Commission internationale pour la protection des eaux du Léman: Présentation de la CIPEL; abgerufen am 22. Juli 2026.
  16. National Centre for Climate Services: Schnee und Gletscher; abgerufen am 22. Juli 2026.
  17. National Centre for Climate Services: Fliessgewässer; abgerufen am 22. Juli 2026.
  18. Schweizerischer Bundesrat: Die Schweiz unterzeichnet zwei Abkommen mit Frankreich zur Bewirtschaftung von Rhone und Genfersee, 4. September 2025; abgerufen am 22. Juli 2026.