Bahnhof Sihlbrugg

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Bahnhof Sihlbrugg
Bahnhof Sihlbrugg
Name Sihlbrugg
Typ Betriebsbahnhof und ehemaliger Personenbahnhof
Lage Trennungs- und Anschlussbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Ortsteil Sihlbrugg Station
Gemeinde Horgen
Bezirk Horgen
Kanton Zürich
Bahnstrecken Bahnstrecke Thalwil–Zug
Sihltalbahn
Infrastrukturbetreiber Schweizerische Bundesbahnen und Sihltal Zürich Uetliberg Bahn
Abkürzung SBG
IBNR 8502207
Höhe 514 m ü. M.
Eröffnung 1. Juni 1897
Einstellung des regulären Personenverkehrs 9. Dezember 2012
Koordinaten 47° 14′ 18,3″ N, 8° 34′ 37,4″ O

Der Bahnhof Sihlbrugg ist ein ehemaliger Personenbahnhof und weiterhin bestehender Betriebsbahnhof im Ortsteil Sihlbrugg Station der Gemeinde Horgen im Kanton Zürich. Er liegt an der Bahnstrecke Thalwil–Zug zwischen Horgen Oberdorf und Baar. Im Bahnhof mündet ausserdem die von Zürich durch das Sihltal führende Sihltalbahn in das Netz der Schweizerischen Bundesbahnen.

Die Station wurde am 1. Juni 1897 gemeinsam mit der Strecke Thalwil–Zug und der Verlängerung der Sihltalbahn von Sihlwald nach Sihlbrugg eröffnet. Sie war während mehr als eines Jahrhunderts ein Umsteige- und Anschlussbahnhof zwischen den Zügen der SBB und der heutigen Sihltal Zürich Uetliberg Bahn (SZU).

Der fahrplanmässige Personenverkehr auf der Sihltalbahn zwischen Sihlwald und Sihlbrugg endete im Dezember 2006. Bis Dezember 2012 hielten noch Züge der damaligen Linie S21 der S-Bahn Zürich an den SBB-Gleisen. Seither passieren die regulären Reisezüge den Bahnhof ohne Halt. Die Gleisanlagen werden weiterhin für den Bahnbetrieb, für Sonder- und Dienstfahrten sowie von der Zürcher Museums-Bahn genutzt.

Lage

Der Bahnhof liegt im engen Sihltal auf dem Gemeindegebiet von Horgen, rund drei Kilometer nördlich von Sihlbrugg Dorf. Zur Unterscheidung der beiden Orte wird die kleine Siedlung rund um den Bahnhof als Sihlbrugg Station bezeichnet.

Die Station befindet sich auf rund 514 Metern über Meer zwischen dem Zimmerberg im Westen und der Albiskette im Osten. Unmittelbar nördlich des Bahnhofs fliesst die Sihl durch das bewaldete Tal.

Die SBB-Strecke erreicht Sihlbrugg aus Richtung Thalwil und Horgen Oberdorf durch den fast zwei Kilometer langen Zimmerbergtunnel. Nach dem östlichen Tunnelportal überquert sie die Sihl auf zwei parallel verlaufenden Brücken und führt in den Bahnhof. Am südöstlichen Ende der Anlage beginnt der 3359 Meter lange Albistunnel, durch den die Strecke in Richtung Baar und Zug weiterführt.

Die Sihltalbahn nähert sich dem Bahnhof von Norden. Sie folgt der Sihl von Zürich über Adliswil, Langnau-Gattikon und Sihlwald und vereinigt sich in Sihlbrugg mit den SBB-Gleisen.

Das Bahnhofareal liegt abseits grösserer Siedlungen. Neben dem Aufnahmegebäude entstanden nur wenige Wohn- und Gewerbebauten. Diese bilden zusammen den Ortsteil Sihlbrugg Station. Der gleichnamige Strassenverkehrsknoten Sihlbrugg Dorf liegt weiter südlich an der Grenze der Kantone Zürich und Zug.

Bedeutung als Eisenbahnknoten

Sihlbrugg entstand als Verknüpfungspunkt zweier Eisenbahnstrecken mit unterschiedlichen Aufgaben.

Die Bahnstrecke Thalwil–Zug wurde als Zufahrt von Zürich zur Gotthardbahn gebaut. Sie verkürzte die Verbindung von Zürich nach Zug gegenüber der älteren Strecke durch das Knonauer Amt deutlich. Von Zug führten die Züge weiter nach Arth-Goldau und auf die Gotthardstrecke.

Die Sihltalbahn diente dagegen in erster Linie der regionalen Erschliessung des Sihltals. Sie verband Zürich mit Adliswil, Langnau am Albis und dem Sihlwald. Durch die Verlängerung nach Sihlbrugg erhielt sie einen zweiten Anschluss an das normalspurige schweizerische Hauptbahnnetz.

Der Bahnhof ermöglichte den Übergang von Personen, Güterwagen und Schienenfahrzeugen zwischen beiden Bahnunternehmen. Wegen seiner Lage zwischen zwei Tunneln und an der Abzweigung der Sihltalbahn besass er zugleich eine wichtige betriebliche Funktion.

Geschichte

Planung der Gotthardzufahrt

Nach der Eröffnung der Gotthardbahn im Jahr 1882 wurde eine kürzere Zufahrtsstrecke von Zürich über Thalwil und Zug notwendig. Die damals bestehende Verbindung Zürich–Zug führte über Altstetten, Affoltern am Albis und Knonau.

Die Schweizerische Nordostbahn plante deshalb eine neue Strecke von Thalwil durch den Zimmerberg nach Sihlbrugg und weiter durch den Albis nach Baar. In Zug sollte sie an die Verbindung der Gotthardbahn-Gesellschaft nach Arth-Goldau anschliessen.

Die schwierige Topografie erforderte den Bau des Zimmerberg- und des Albistunnels sowie mehrerer Brücken. Zwischen den beiden Tunneln entstand im Sihltal der Bahnhof Sihlbrugg.

Verlängerung der Sihltalbahn

Die Sihltalbahn hatte am 3. August 1892 den Verkehr zwischen Zürich Selnau und Sihlwald aufgenommen. Bereits die frühen Planungen sahen eine Weiterführung in Richtung Zug und zur Gotthardbahn vor.

Als die Nordostbahn ihre Strecke Thalwil–Zug baute, nutzte die Sihlthalbahn-Gesellschaft die Gelegenheit zur Verlängerung ihrer Linie. Der rund vier Kilometer lange Abschnitt von Sihlwald nach Sihlbrugg führte durch ein kaum besiedeltes Waldgebiet entlang der Sihl.

Am 1. Juni 1897 wurden die Nordostbahnstrecke Thalwil–Zug und die Verlängerung der Sihltalbahn gleichzeitig eröffnet. In Sihlbrugg entstand damit eine direkte Verbindung zwischen beiden Netzen.[1]

Der Bahnhof war von Beginn an Endstation der Personenzüge der Sihltalbahn. Reisende konnten auf die Züge der Nordostbahn in Richtung Zürich, Zug und Gotthard umsteigen.

Aufnahmegebäude und Güteranlagen

Die Nordostbahn errichtete auf der südwestlichen Seite der Gleisanlagen ein Aufnahmegebäude. Es enthielt Diensträume, einen Billettschalter, Wartemöglichkeiten und Wohnungen für Bahnpersonal.

Zum Bahnhof gehörten ausserdem ein Güterschuppen, eine Verladerampe, Nebengebäude und mehrere Abstell- und Rangiergleise. In den Archiven von SBB Historic sind unter anderem Erweiterungen der Stellwerkanlage sowie die zwischen 1926 und 1931 ausgeführte Vergrösserung des Güterschuppens und der Verladerampe dokumentiert.[2]

Rund um die Station entstanden einzelne Wohnhäuser sowie das Hotel und Restaurant Waldhaus. Eine grössere Ortschaft entwickelte sich wegen der abgelegenen Lage jedoch nicht.

Übergang an die SBB

Die Schweizerische Nordostbahn wurde im Zuge der Verstaatlichung der grossen privaten Bahngesellschaften 1902 in die neu gegründeten Schweizerischen Bundesbahnen integriert.

Die Hauptstrecke und die wesentlichen Anlagen des Bahnhofs gingen damit an die SBB über. Die Sihltalbahn blieb ein eigenständiges Unternehmen und benutzte weiterhin ihren eigenen Streckenabschnitt bis zum Gemeinschaftsbahnhof Sihlbrugg.

Der Bahnhof wurde durch Personal der beteiligten Bahnen betrieben. Zu den Aufgaben gehörten die Sicherung der Zugfahrten, die Bedienung von Weichen und Signalen, der Billettverkauf sowie die Abfertigung von Gepäck und Gütern.

Elektrifizierung

Die Hauptstrecke über Sihlbrugg wurde im Zuge der Elektrifizierung der schweizerischen Hauptbahnen mit einer Fahrleitung ausgerüstet.

Die Sihltalbahn stellte ihren Betrieb 1924 auf elektrische Traktion um. Sie übernahm das bei den SBB verwendete Stromsystem von 15 Kilovolt und 16,7 Hertz Wechselstrom.[3]

Die Verwendung desselben Stromsystems erleichterte den betrieblichen Übergang zwischen den beiden Netzen. Güterwagen und geeignete Triebfahrzeuge konnten ohne technische Systemgrenze zwischen der Sihltalbahn und den SBB-Gleisen wechseln.

In der Nähe des Bahnhofs befindet sich das Unterwerk Sihlbrugg. Es dient der Versorgung der Bahnanlagen mit elektrischer Energie. Die SZU bezieht die Energie für die Sihltalbahn unter anderem aus dem SBB-Unterwerk Sihlbrugg.[4]

Entwicklung des Personenverkehrs

Während des 20. Jahrhunderts hielten in Sihlbrugg Regionalzüge der SBB zwischen Thalwil und Zug sowie die Personenzüge der Sihltalbahn.

Der Bahnhof war insbesondere für Umsteigeverbindungen zwischen dem Sihltal, Horgen, Baar und Zug von Bedeutung. Wegen der abgelegenen Lage blieb die Zahl der Reisenden aus dem unmittelbaren Einzugsgebiet jedoch gering.

Mit der Eröffnung der S-Bahn Zürich am 27. Mai 1990 wurden die Personenzüge der Sihltalbahn als Linie S4 geführt. Gleichzeitig wurde die Strecke von Zürich Selnau in den unterirdischen SZU-Bahnhof unter dem Zürcher Hauptbahnhof verlängert.

Auf der SBB-Strecke wurde der regionale Verkehr durch die damalige S1 und später durch die S21 bedient. Die Züge verbanden Thalwil über Horgen Oberdorf und Sihlbrugg mit Baar und Zug.

Ende der S4 nach Sihlbrugg

Auf dem Abschnitt Sihlwald–Sihlbrugg war die Nachfrage deutlich niedriger als in den dicht besiedelten Gemeinden des unteren Sihltals.

Zuletzt verkehrten acht Zugpaare pro Tag zwischen Sihlwald und Sihlbrugg. Am 9. Dezember 2006 stellte die SZU den fahrplanmässigen Personenverkehr auf diesem Abschnitt ein. Die dadurch frei werdenden Fahrzeuge wurden für die Verdichtung des S4-Angebots auf dem stärker nachgefragten Abschnitt zwischen Zürich und Langnau-Gattikon eingesetzt.[5]

Sihlwald wurde zum neuen Endpunkt der regulären S4-Züge. Die Gleise zwischen Sihlwald und Sihlbrugg blieben erhalten und betriebsfähig.

Einstellung der SBB-Halte

Nach dem Ende der S4 hielten weiterhin die Züge der S21 auf der SBB-Strecke in Sihlbrugg. Damit blieb der Bahnhof über Thalwil, Horgen Oberdorf, Baar und Zug an den öffentlichen Verkehr angeschlossen.

Die Nutzung war jedoch sehr gering. Im Fahrplanjahr 2012 wurden an einem durchschnittlichen Werktag 30 Einsteigende und 33 Aussteigende gezählt.[6]

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2012 wurde der Halt der S21 aufgehoben. Seitdem halten keine regulären SBB- oder SZU-Personenzüge mehr in Sihlbrugg.

Die frühere S21 ging später in der neu geordneten Linie S24 auf. Diese verbindet heute Zug über Baar, Horgen Oberdorf, Thalwil und Zürich mit dem Flughafen und der Nordostschweiz, passiert Sihlbrugg aber ohne Halt.

Bahnhofanlage

Das Bahnhofareal erstreckt sich zwischen dem östlichen Portal des Zimmerbergtunnels und dem westlichen Portal des Albistunnels.

Die SBB-Hauptgleise führen durch die Anlage und werden von Reise-, Güter- und Dienstzügen befahren. Die Strecke besitzt im Bahnhofbereich mehrere Weichen und Verbindungen zu den Gleisen der Sihltalbahn.

Die früher für den Personenverkehr genutzten Perrons sind noch erkennbar. Da keine fahrplanmässigen Züge halten, sind sie nicht mehr als gewöhnliche öffentliche Ein- und Ausstiegsanlagen zugänglich.

Das Aufnahmegebäude steht auf der südwestlichen Seite der Gleise. An seinem Äusseren sind weiterhin typische Merkmale eines kleineren Bahnhofs aus der Zeit der Nordostbahn erkennbar.

Der Güterschuppen und weitere historische Anlageteile erinnern an die frühere Funktion im regionalen Güterverkehr. Teile der Nebengleise wurden im Laufe der Zeit zurückgebaut oder werden nur noch für betriebliche Zwecke verwendet.

SBB-Strecke

Die Bahnstrecke Thalwil–Zug gehört zu den wichtigen nördlichen Zufahrten zur Gotthardachse.

Von Thalwil führt sie über Oberrieden Dorf und Horgen Oberdorf zum Zimmerbergtunnel. Nach Sihlbrugg unterquert sie im Albistunnel die Albiskette und erreicht über die Dienststation Litti den Bahnhof Baar.

Die Tunnelabschnitte sind eingleisig. Im Bahnhof Sihlbrugg bestehen Gleisverbindungen und Möglichkeiten für betriebliche Kreuzungen beziehungsweise Überholungen.

Fernverkehrs-, S-Bahn- und Güterzüge zwischen Zürich, Zug, Luzern, Arth-Goldau und der Gotthardregion durchfahren den Bahnhof ohne Halt.

Die Lage zwischen zwei eingleisigen Tunneln macht Sihlbrugg weiterhin zu einem wichtigen Punkt für die Betriebsführung. Störungen oder Bauarbeiten in diesem Abschnitt können sich auf den Verkehr zwischen Zürich und der Zentralschweiz auswirken.

Sihltalbahn

Die Sihltalbahn endet betrieblich weiterhin in Sihlbrugg. In den offiziellen Infrastrukturunterlagen der SZU wird die Strecke Zürich Selnau–Sihlbrugg auch für das Kalenderjahr 2026 als Abschnitt 712 geführt. Sihlbrugg trägt darin die Betriebsabkürzung SBG.[7]

Der reguläre Personenverkehr der S4 endet in Sihlwald. Die Strecke von Sihlwald nach Sihlbrugg wird weiterhin für Sonderzüge, Museumsfahrten, Testfahrten, Übungen und betriebliche Zwecke benutzt.

Die betriebsfähige Verbindung zum SBB-Netz ermöglicht ausserdem die Überführung von Fahrzeugen. Unter besonderen betrieblichen Voraussetzungen kann die Strecke auch als alternative Verbindung zwischen Zürich und Sihlbrugg dienen.

Zürcher Museums-Bahn

Die Zürcher Museums-Bahn wurde 1996 gegründet. Sie erhält historische Fahrzeuge der früheren Sihltalbahn und führt öffentliche sowie bestellte Sonderfahrten durch.

Die Stammstrecke der Museumsbahn führt von Zürich beziehungsweise Sihlwald über die Sihltalbahn nach Sihlbrugg. Zum Bestand gehören Dampflokomotiven, historische elektrische Triebwagen sowie Personen-, Gepäck- und Dienstwagen.

An ausgewählten Tagen verkehren historische Züge bis in den ehemaligen Personenbahnhof Sihlbrugg. Die Museumsbahn macht dadurch den nicht mehr regulär bedienten Abschnitt Sihlwald–Sihlbrugg weiterhin für Reisende erlebbar.[8]

Der Zürcher Verkehrsverbund führt die Dampfbahn im Sihltal als Freizeitangebot. Die historischen Züge verkehren vom Zürcher Hauptbahnhof oder von Zürich Wiedikon bis Sihlbrugg.[9]

Busverkehr

Obwohl keine regulären Personenzüge mehr halten, wird das frühere Bahnhofareal saisonal durch die Bushaltestelle Sihlbrugg, Alter Bahnhof erschlossen.

Im Fahrplanjahr 2026 verkehrt die Buslinie 137 zwischen dem Bahnhof Horgen und Sihlbrugg. Sie führt über Horgen Oberdorf und den Bahnhof Sihlwald zum alten Bahnhof Sihlbrugg.

Das Angebot wird durch die Gemeinde Horgen finanziert und dient insbesondere dem Freizeitverkehr im Sihlwald. 2026 gilt der Saisonfahrplan vom 29. März bis zum 24. Oktober. Die Busse verkehren mittwochs, samstags sowie an Sonn- und allgemeinen Feiertagen stündlich.[10]

In Horgen Oberdorf bestehen Anschlüsse an die S24 in Richtung Zürich und Zug. Am Bahnhof Sihlwald kann auf die S4 nach Zürich umgestiegen werden.

Verkehrsmittel Strecke Betrieb
Museumsbahn Zürich beziehungsweise Sihlwald – Sihlbrugg öffentliche und bestellte Sonderfahrten
Bus 137 Horgen, Bahnhof – Horgen Oberdorf – Sihlwald – Sihlbrugg, Alter Bahnhof saisonaler Freizeitverkehr
Regulärer Bahnverkehr Durchfahrten auf der Strecke Thalwil–Zug kein fahrplanmässiger Halt

Chronologie

Jahr Ereignis
1892 Eröffnung der Sihltalbahn zwischen Zürich Selnau und Sihlwald
1897 Eröffnung der Bahnstrecke Thalwil–Zug, des Bahnhofs Sihlbrugg und der Verlängerung Sihlwald–Sihlbrugg
1902 Übergang der Nordostbahnstrecke und ihrer Bahnhofsanlagen an die SBB
1924 Elektrifizierung der Sihltalbahn
1990 Eingliederung der Personenzüge in die S-Bahn Zürich; Bedienung durch S4 und S21
1996 Gründung der Zürcher Museums-Bahn
1997 Hundertjähriges Bestehen der Strecke Sihlwald–Sihlbrugg
2006 Einstellung der regulären S4-Züge zwischen Sihlwald und Sihlbrugg
2012 Aufhebung des S21-Halts und Ende des regulären Personenverkehrs
seit 2012 Nutzung als Betriebsbahnhof sowie durch Sonder-, Museums-, Test- und Dienstzüge

Bedeutung

Die Bedeutung des Bahnhofs Sihlbrugg liegt heute vor allem in seiner Funktion als betriebliche Verknüpfung zwischen der SBB-Hauptstrecke und der Sihltalbahn.

Eisenbahngeschichtlich erinnert die Station an die Entwicklung der Zürcher Gotthardzufahrt und an die ursprünglichen Pläne, das Sihltal als durchgehenden Bahnverkehrskorridor zwischen Zürich und Zug zu nutzen.

Die erhaltenen Gebäude und Gleisanlagen dokumentieren die frühere Zusammenarbeit zwischen der Nordostbahn beziehungsweise den SBB und der Sihltalbahn. Sie zeigen zugleich den Wandel eines regionalen Umsteigebahnhofs zu einer nicht mehr regulär bedienten Betriebsstelle.

Für den Freizeitverkehr besitzt Sihlbrugg weiterhin Bedeutung als Ziel der Zürcher Museums-Bahn und als Ausgangspunkt für Wanderungen im Sihltal, im Sihlwald und in Richtung Sihlsprung.

Siehe auch

Literatur

  • Hans Waldburger, Hans Tempelmann: Die Sihltalbahn. 100 Jahre von der Dampfbahn zur modernen S-Bahn-Linie. Minirex, Luzern 1992, ISBN 3-907014-06-5.
  • Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz und Bahnprofil Schweiz CH+. AS Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-909111-74-9.
  • Werner Stutz: Bahnhöfe der Schweiz – Von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg. Orell Füssli, Zürich 1983, ISBN 3-280-01405-0.

Einzelnachweise

  1. Die Geschichte der SZU, Sihltal Zürich Uetliberg Bahn, abgerufen am 4. August 2026.
  2. Pläne und Akten zum Bahnhof Sihlbrugg, SBB Historic, abgerufen am 4. August 2026.
  3. Die Geschichte der Sihltalbahn, Sihltal Zürich Uetliberg Bahn, abgerufen am 4. August 2026.
  4. Sihltalbahn und Uetlibergbahn, Sihltal Zürich Uetliberg Bahn, abgerufen am 4. August 2026.
  5. Sihltalbahn: Verkehr und Einstellung des Personenverkehrs nach Sihlbrugg, abgerufen am 4. August 2026.
  6. Durchschnittliche Anzahl Fahrgäste an Zürcher Bahnhöfen im Fahrplanjahr 2012, Regierungsrat des Kantons Zürich, 2013, S. 5.
  7. Leistungskatalog Infrastruktur 2026, Sihltal Zürich Uetliberg Bahn, Version 4.0 vom 4. März 2026, S. 4 und 11.
  8. Öffentliche Fahrten, Zürcher Museums-Bahn, abgerufen am 4. August 2026.
  9. Dampfbahn im Sihltal, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 4. August 2026.
  10. Busbetrieb zwischen Horgen und Sihlbrugg, Medienmitteilung der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn vom 26. März 2026.

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