Bahnhof Bubikon

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Bahnhof Bubikon
Bahnhofstyp Zwischenbahnhof, früher Trennungsbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Gemeinde Bubikon
Kanton Zürich
Bezirk Hinwil
Feierliche Einweihung 27. April 1858
Aufnahme des Regelbetriebs 1. Mai 1858
Heutiges Aufnahmegebäude 1892
Eigentümerin Schweizerische Bundesbahnen
Betreiberin Schweizerische Bundesbahnen
Abkürzung BUB
IBNR 8503122
Perrongleise 2
Strecke Wallisellen–Uster–Rapperswil
Frühere Strecke Uerikon–Bauma
S-Bahn-Linien S5 und S15
Nachtverkehr SN5
Buslinien 880 und 882
Tarifverbund Zürcher Verkehrsverbund
Tarifzone 133
Höhe 509 m ü. M.
Adresse Ritterhausstrasse 1, 8608 Bubikon
Website sbb.ch

Der Bahnhof Bubikon ist ein Bahnhof der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in der politischen Gemeinde Bubikon im Kanton Zürich. Er liegt an der Bahnstrecke Wallisellen–Uster–Rapperswil zwischen den Bahnhöfen Wetzikon ZH und Rüti ZH und wird von den Linien S5 und S15 der S-Bahn Zürich bedient.

Die Station wurde am 1. Mai 1858 als Teil der Eisenbahnverbindung von Uster über Wetzikon und Bubikon nach Rüti eröffnet. Damit gehört sie zu den ältesten noch betriebenen Bahnstationen des Zürcher Oberlands. Das heutige Aufnahmegebäude entstand 1892 und ersetzte die wesentlich kleinere Anlage aus der Frühzeit des schweizerischen Eisenbahnwesens.[1]

Von 1901 bis 1948 kreuzte in Bubikon die Uerikon-Bauma-Bahn die Hauptstrecke. Der Bahnhof war während dieser Zeit ein regionaler Trennungs- und Umsteigebahnhof mit Zugverbindungen in vier Richtungen. Ein rund drei Kilometer langes Reststück der ehemaligen Nebenbahn zwischen Bubikon und Wolfhausen blieb als Stammgleis erhalten.

Heute ist der Bahnhof ein bedeutender Knoten für den Pendlerverkehr im südöstlichen Zürcher Oberland. Durch die Überlagerung von S5 und S15 bestehen tagsüber in der Regel vier Zugverbindungen pro Stunde in Richtung Zürich sowie nach Rüti und Rapperswil.[2]

Lage

Der Bahnhof liegt auf rund 509 Metern über Meer am östlichen Rand des historischen Dorfkerns von Bubikon. Die Gleise verlaufen ungefähr von Nordwesten nach Südosten durch das Siedlungsgebiet.

Auf der südwestlichen Seite befinden sich das historische Aufnahmegebäude, der Bahnhofplatz, der Bushof und die Ritterhausstrasse. Nordöstlich der Gleise liegen Wohn- und Gewerbegebiete sowie Fuss- und Veloverbindungen in Richtung Dürnten.

In der näheren Umgebung befinden sich:

  • das Dorfzentrum von Bubikon,
  • die Gemeindebibliothek,
  • Schul- und Sportanlagen,
  • das ehemalige Postgebäude,
  • Wohn- und Gewerbequartiere,
  • die Hauptstrassen nach Dürnten, Rüti und Wolfhausen,
  • der Beginn des historischen Stammgleises nach Wolfhausen.

Das Ritterhaus Bubikon, eine der bedeutendsten erhaltenen Johanniterkommenden Europas, liegt ungefähr einen Kilometer südlich des Bahnhofs. Es ist zu Fuss oder mit der Buslinie 880 erreichbar.

Die Bahnstrecke bildet innerhalb des Siedlungsgebiets eine räumliche Trennlinie. Unterführungen und weitere Querungen verbinden die Quartiere auf beiden Seiten der Gleise.

Name

Die offizielle Stationsbezeichnung lautet Bubikon. Die Bushaltestelle auf dem Bahnhofplatz trägt den Namen Bubikon, Bahnhof.

In den Planungsunterlagen der 1850er-Jahre wurde die Station zeitweise als gemeinsame Station für Bubikon und Dürnten betrachtet. Der endgültige Standort lag jedoch innerhalb der Gemeinde Bubikon, weshalb sich die kürzere Bezeichnung Bubikon durchsetzte.

Die betriebliche Abkürzung der Station lautet BUB. Die internationale Bahnhofsnummer beziehungsweise IBNR ist 8503122.[3]

Vorgeschichte

Verkehr vor dem Eisenbahnbau

Vor der Eröffnung der Eisenbahn wurde Bubikon hauptsächlich durch Landstrassen und Postkurse erschlossen.

Eine wichtige Verbindung führte von Zürich über die Forch, Grüningen und Bubikon nach Rapperswil. Weitere Strassen verbanden die Gemeinde mit Uster, Wetzikon, Dürnten, Rüti, Hombrechtikon und dem Zürichsee.

Der Personen- und Güterverkehr erfolgte mit:

  • Postkutschen,
  • privaten Fuhrwerken,
  • Boten,
  • Vieh- und Lastkarren,
  • Verbindungen zu den Schiffstationen am Zürichsee.

Die Reise nach Zürich war langsam und stark von den Strassen- und Witterungsverhältnissen abhängig. Für landwirtschaftliche und gewerbliche Betriebe verursachte der Transport von Rohstoffen und Fertigprodukten hohe Kosten.

Glatthalbahn

1852 erhielt eine Gesellschaft die Konzession für eine Eisenbahn von Wallisellen über Dübendorf nach Uster. Daraus entstand die Glatthalbahn-Gesellschaft.

Der Abschnitt Wallisellen–Uster wurde am 1. Mai 1857 eröffnet. Schon während der Bauarbeiten plante die Gesellschaft eine Fortsetzung über Wetzikon und Rüti nach Rapperswil.

In den neu zu erschliessenden Gemeinden stiess das Vorhaben zunächst auf Zurückhaltung. Die Eisenbahn war in der Schweiz noch ein neues Verkehrsmittel, und viele Einwohnerinnen und Einwohner zweifelten an ihrer Wirtschaftlichkeit.

Auch in Bubikon konnten zunächst kaum Aktien der Bahngesellschaft verkauft werden. Vor allem Unternehmer und Vertreter aufstrebender Gewerbebetriebe unterstützten die neue Verbindung.[1]

Standortstreit

Die Wahl des Stationsstandorts führte zu längeren Auseinandersetzungen.

Der Gemeinderat von Hinwil beantragte 1856 eine Station im Betzholz. Diese hätte auch Teile der Gemeinden Dürnten, Hinwil und Bubikon erschlossen, wäre jedoch relativ weit vom Dorfzentrum Bubikons entfernt gewesen.

Die Glatthalbahn-Gesellschaft plante zunächst einen Anschluss bei der sogenannten Platte. Am 23. September 1856 bewarb sich die Gemeinde Bubikon formell um eine eigene Station im Mühletobel am heutigen Standort.

Die Bubiker Vertreter argumentierten unter anderem mit:

  • der Nähe zum Dorf,
  • der Erreichbarkeit der umliegenden Weiler,
  • der Lage an bestehenden Strassen,
  • dem zu erwartenden Personenverkehr,
  • den Bedürfnissen der örtlichen Industrie.

Die Gemeinde Dürnten unterstützte dagegen einen Standort beim Betzholz und verwies auf die grössere Bevölkerungszahl ihres Einzugsgebiets.

Am 1. April 1857 erklärte sich die Bahndirektion mit dem Standort im Mühletobel einverstanden. Sie verlangte jedoch von der Gemeinde einen finanziellen Beitrag und die Bereitstellung des benötigten Landes.

Nachdem zunächst nicht genügend Geld zusammenkam, war der Standort nochmals gefährdet. An einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 17. Mai 1857 verpflichteten sich schliesslich genügend private Geldgeber zur verlangten Garantie. Damit war der Bau der Station Bubikon gesichert.[1]

Bau und Eröffnung

Die Bauarbeiten für den Abschnitt Wetzikon–Ritterhaus wurden am 4. April 1857 ausgeschrieben.

Die Arbeiten umfassten:

  • die Erstellung des Bahndamms,
  • Geländeeinschnitte,
  • Strassen- und Bachquerungen,
  • den Bau der Stationsanlage,
  • Gleise und Weichen,
  • kleinere Kunstbauten und Stützmauern.

Die neue Strecke wurde zunächst eingleisig gebaut.

Am 27. April 1858 fanden in Rüti und Bubikon Einweihungsfeiern statt. Der fahrplanmässige Betrieb begann am 1. Mai 1858.[1]

Der Bahnhof lag an der Verbindung von Wallisellen über Uster, Wetzikon und Rüti nach Rapperswil. Bereits im folgenden Jahr wurde die durchgehende Bahnverbindung über Rapperswil und Weesen nach Glarus fertiggestellt.

In den ersten Jahren verkehrten vier Züge pro Tag und Richtung. Die Fahrt nach Zürich dauerte ungefähr eine Dreiviertelstunde, wobei ein Zugwechsel in Wallisellen erforderlich sein konnte.

Erste Bahnhofsanlage

Das ursprüngliche Stationsgebäude war wesentlich kleiner als der heutige Bau.

Es enthielt:

  • ein Stationsbüro,
  • einen kleinen Wartsaal,
  • Räume für den Billett- und Gepäckdienst,
  • einfache betriebliche Einrichtungen.

Die Wohnverhältnisse für das Bahnpersonal waren ungenügend. Nach einem Einbruch wurde im Dachgeschoss ein kleines Schlafzimmer eingerichtet, in dem der Stationsvorstand nachts anwesend sein musste.

1861 verliessen innerhalb eines Jahres vier Stationsvorstände ihre Stelle. Später wohnte der Stationsvorstand mit seiner Familie in einem feuchten Privathaus im Dorf.

Ein Gesuch von 1876, im Güterschuppen eine Dachwohnung einzubauen, wurde aus finanziellen Gründen abgelehnt.[1]

Früher Personen- und Güterverkehr

Die neue Eisenbahn wurde rasch zu einem wichtigen Bestandteil der lokalen Wirtschaft.

1860 wurden in Bubikon rund 6000 Fahrkarten verkauft und etwa 1700 Tonnen Güter umgeschlagen. Die jährlichen Einnahmen betrugen etwas mehr als 4200 Franken.[1]

Über den Bahnhof wurden unter anderem transportiert:

  • Textilien,
  • Garn und Baumwolle,
  • Steine und Baumaterialien,
  • Holz,
  • Vieh,
  • landwirtschaftliche Produkte,
  • Brennstoffe,
  • Petroleum,
  • Maschinen und Metallwaren,
  • Postsendungen.

Zu den bedeutenden Güterkunden gehörten örtliche Textil-, Metall-, Steinbau- und Handelsbetriebe.

Mit dem wirtschaftlichen Wachstum nahm vor allem der Wagenladungsverkehr stark zu. Zeitweise wurden bis zu zehn Güterwagen pro Tag abgefertigt.

Die ursprüngliche Anlage war dafür bald zu klein. Vor dem Aufnahmegebäude und dem Güterschuppen verlief ein Rampengleis. Abgestellte Güterwagen erschwerten den Reisenden den Zugang zu den Personenzügen.

Postdienst im Bahnhof

Am 15. Februar 1859 wurde das Bubiker Postbüro vom Gasthaus Löwen in das Stationsgebäude verlegt.

Der Stationsvorstand übernahm gleichzeitig die Leitung der Poststelle. Auf der durchgehenden Strecke Zürich–Uster–Rapperswil–Weesen–Glarus verkehrten Bahnpostwagen, in denen Sendungen während der Fahrt bearbeitet wurden.

Der Bahnhof wurde dadurch zum Mittelpunkt des Postverkehrs der Gemeinde. Im Stationsgebäude wurden:

  • Briefe und Pakete angenommen,
  • Bahnpostsendungen ausgetauscht,
  • Postsäcke für umliegende Orte bereitgestellt,
  • Post- und Bahndienste gemeinsam geführt.

Wegen des wachsenden Güterverkehrs wurden die Platzverhältnisse immer schwieriger. 1890 erhielt der Posthalter die Bewilligung, das Postlokal in ein eigenes Gebäude zu verlegen.[1]

Neues Aufnahmegebäude von 1892

1892 wurde das heutige Aufnahmegebäude errichtet.

Der neue Bau ersetzte die kleine Station aus der Eröffnungszeit und bot erstmals genügend Platz für eine Dienstwohnung des Stationsvorstands.

Das Gebäude besteht aus:

  • einem mehrgeschossigen, verputzten Massivbau,
  • einem weit auskragenden Satteldach,
  • regelmässig angeordneten Fensterachsen,
  • einem angebauten Güterschuppen in Holzbauweise,
  • einem gleisseitigen Perrondach.

Im Erdgeschoss lagen die öffentlich und betrieblich genutzten Räume. Das Obergeschoss diente als Wohnung für das Bahnpersonal.

Das Ensemble aus Aufnahmegebäude und Güterschuppen ist ein typischer Vertreter der ländlichen Bahnhofarchitektur des späten 19. Jahrhunderts. Beide Teile sind als denkmalpflegerisch bedeutend eingestuft.[4]

Vereinigte Schweizerbahnen

Noch vor der vollständigen Eröffnung der Strecke ging die Glatthalbahn zusammen mit anderen Gesellschaften in den Vereinigten Schweizerbahnen (VSB) auf.

Die VSB betrieben die Verbindung zwischen dem Raum Zürich, Rapperswil, dem Glarnerland, dem Walensee und der Ostschweiz.

Bubikon war dadurch Teil einer überregionalen Verkehrsachse. Züge verbanden die Gemeinde unter anderem mit:

  • Zürich,
  • Uster,
  • Rapperswil,
  • Glarus,
  • Sargans,
  • Chur.

Die Strecke gewann vor allem für den Güterverkehr und die Industrialisierung des Zürcher Oberlands an Bedeutung.

Uerikon-Bauma-Bahn

Hauptartikel: Uerikon-Bauma-Bahn

Planung

Am Ende des 19. Jahrhunderts entstand das Projekt einer Querbahn vom Zürichsee durch das Zürcher Oberland ins Tösstal.

Der Unternehmer und Eisenbahnpionier Adolf Guyer-Zeller förderte eine normalspurige Strecke von Uerikon über Hombrechtikon, Wolfhausen, Bubikon, Dürnten, Hinwil und Bäretswil nach Bauma.

Die Bahn sollte bestehende Strecken miteinander verbinden:

  • die rechtsufrige Zürichseebahn in Uerikon,
  • die VSB-Strecke in Bubikon,
  • die Strecke Wetzikon–Hinwil,
  • die Tösstalbahn in Bauma.

Guyer-Zeller erwartete eine überregional bedeutende Verbindung zwischen Ostschweiz, Zürichsee, Zürcher Oberland und Gotthardbahn.

Die Eisenbahngesellschaft Uerikon–Bauma wurde am 4. August 1898 gegründet. Die Bauarbeiten begannen 1899.

Eröffnung 1901

Die Uerikon-Bauma-Bahn wurde am 30. Mai 1901 feierlich eröffnet. Der planmässige Betrieb begann am 1. Juni 1901.[5]

In Bubikon kreuzte beziehungsweise berührte die neue Bahn die bestehende Hauptstrecke. Reisende konnten hier zwischen Zügen in vier Richtungen umsteigen:

  • Zürich und Wetzikon,
  • Rüti und Rapperswil,
  • Wolfhausen, Hombrechtikon und Uerikon,
  • Dürnten, Hinwil, Bäretswil und Bauma.

Der Bahnhof wurde dadurch zu einem regionalen Eisenbahnknoten.

Ausbau des Bahnhofs

Für die Uerikon-Bauma-Bahn mussten die Gleisanlagen erweitert werden.

Die Privatbahn finanzierte:

  • ein drittes Betriebsgleis,
  • zwei Abstellgleise,
  • zusätzliche Weichen,
  • eine Erweiterung der Sicherungsanlagen,
  • ein zentrales Stellwerk beim Aufnahmegebäude.

Die Züge der UeBB wurden zunächst von der Tösstalbahn geführt. Später übernahm die Gesellschaft den Betrieb selbst.

Die wirtschaftlichen Erwartungen erfüllten sich jedoch nicht. Die Strecke verlief quer zu den wichtigsten regionalen Verkehrsströmen, und das Verkehrsaufkommen blieb gering.

Übergang an die SBB

In der Volksabstimmung vom 20. Februar 1898 stimmten die Schweizer Stimmberechtigten der Verstaatlichung der grossen Privatbahngesellschaften zu.

Am 1. Juli 1902 übernahmen die Schweizerischen Bundesbahnen das Netz der Vereinigten Schweizerbahnen und damit auch den Bahnhof Bubikon.[1]

Die SBB mussten zahlreiche aufgeschobene Ausbauwünsche übernehmen. Besonders dringend war eine Verbesserung der Güteranlagen.

Zwischen 1901 und 1905 stieg die Zahl der ankommenden Güterwagen von rund 2000 auf über 4500. Der Stückgutverkehr nahm im selben Zeitraum von etwa 1650 auf 2500 Tonnen zu.

1908 wurden deshalb:

  • der Güterschuppen vergrössert,
  • eine zusätzliche Rampe angebaut,
  • der Freiverladeplatz erweitert,
  • angrenzende Grundstücke erworben.

Spätere Modernisierungen umfassten unter anderem:

  • 1932 die Verlegung des Stationsbüros,
  • 1947 und 1952 neue Streckenblockanlagen,
  • 1953 einen neuen Schaltposten,
  • 1959 die Erweiterung von Schuppen und Rampe,
  • 1964 die elektrische Fernbedienung der Barrieren,
  • 1969 und 1970 einen umfassenden Gleisumbau.

Elektrifizierung

Die Strecke durch Bubikon wurde in den 1920er-Jahren elektrifiziert.

Sie erhielt das schweizerische Bahnstromsystem von 15 Kilovolt und 16,7 Hertz Wechselstrom. Elektrische Lokomotiven und Triebwagen ersetzten die Dampffahrzeuge.

Die Elektrifizierung brachte:

  • kürzere Fahrzeiten,
  • bessere Beschleunigung,
  • höhere Zugleistungen,
  • geringere Rauch- und Russbelastung,
  • einen wirtschaftlicheren Betrieb.

Sie bildete eine wichtige Voraussetzung für den späteren Ausbau des Zürcher Vorortsverkehrs.

Die Uerikon-Bauma-Bahn wurde dagegen nie elektrifiziert. Ihre Personenzüge wurden bis zur Betriebseinstellung überwiegend mit Dampftriebfahrzeugen geführt.

Stilllegung der Uerikon-Bauma-Bahn

Die Uerikon-Bauma-Bahn schrieb während eines grossen Teils ihrer Betriebszeit Verluste.

1946 stimmte das Zürcher Stimmvolk einer Neuordnung der defizitären Nebenbahnen im Zürcher Oberland zu. Die Verbindungen der UeBB, der Wetzikon-Meilen-Bahn und der Uster-Oetwil-Bahn sollten teilweise durch Busse ersetzt werden.

Am 2. Oktober 1948 verkehrten die letzten regulären Züge der Uerikon-Bauma-Bahn zwischen Uerikon und Hinwil.[5]

Der Abschnitt Hinwil–Bauma ging an die SBB und blieb zunächst im Personenverkehr erhalten. Heute wird er hauptsächlich von der Museumsbahn des Dampfbahn-Vereins Zürcher Oberland genutzt.

Die Streckenabschnitte:

  • Uerikon–Wolfhausen,
  • Bubikon–Dürnten,
  • Dürnten–Hinwil

wurden nach der Stilllegung weitgehend abgebrochen.

Stammgleis Bubikon–Wolfhausen

Zwischen Bubikon und Wolfhausen blieb ein ungefähr drei Kilometer langes Teilstück der Uerikon-Bauma-Bahn als Industrie- und Stammgleis erhalten.

Das Gleis erschloss unter anderem Industriebetriebe und Tankanlagen in Wolfhausen. Während Jahrzehnten wurden Güterwagen von der SBB-Strecke in Bubikon auf das Stammgleis übergeben.

Der Güterverkehr nahm später stark ab und wurde schliesslich eingestellt. Die Verbindung zum regulären SBB-Netz ist heute unterbrochen.

Das erhaltene Gleis führt vom Bereich des Ritterhauses bis zur Oberwolfhauserstrasse in Wolfhausen. Zusammen mit dem ehemaligen Stationsgebäude Wolfhausen gilt es als wichtiger Zeuge der lokalen Industrie- und Bahngeschichte.[6]

2021 sprach sich die Gemeindeversammlung für die Erhaltung des Stammgleises aus. Die Anlage wurde wieder in die kommunale Verkehrsplanung aufgenommen. Langfristig wird auch eine erneute Verbindung mit dem SBB-Netz geprüft.[7]

Auf Teilen der Strecke fanden zeitweise Nostalgie- und Draisinenfahrten statt.

Rückgang des Güterverkehrs

Der Bahnhof Bubikon war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein bedeutender lokaler Güterbahnhof.

Die Statistik der Station zeigt den Wandel deutlich. Während 1859 etwas mehr als 1100 Tonnen Güter abgefertigt wurden, erreichte der Umschlag in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweise mehr als 30'000 Tonnen pro Jahr.[1]

Zu den wichtigen Güterarten gehörten:

  • Erdölprodukte,
  • Kohle und Heizöl,
  • Metallwaren,
  • Textilien,
  • Maschinen,
  • Naturstein,
  • Baustoffe,
  • landwirtschaftliche Erzeugnisse.

Mit dem Ausbau des Strassennetzes und der Verbreitung des Lastwagens verlagerte sich der örtliche Güterverkehr zunehmend auf die Strasse.

Ladegleise, Rampen und Freiverladeflächen verloren ihre ursprüngliche Funktion. Teile des ehemaligen Güterareals wurden später für Personenverkehr, Busanlagen, Parkplätze und andere Nutzungen umgestaltet.

Zürcher S-Bahn

Am 27. Mai 1990 wurde der Bahnhof in das Netz der Zürcher S-Bahn und des Zürcher Verkehrsverbunds integriert.

Die neue S-Bahn brachte:

  • einen systematischen Taktfahrplan,
  • direkte Züge durch den Zürcher Hauptbahnhof,
  • einheitliche Tarife für Bahn und Bus,
  • modernere Fahrzeuge,
  • verbesserte Anschlüsse,
  • eine starke Zunahme des Pendlerverkehrs.

Bubikon wurde zunächst vor allem durch die S5 bedient. Die Linie verband den Bahnhof über Wetzikon, Uster und Zürich mit dem Knonaueramt sowie in der Gegenrichtung mit Rüti, Rapperswil und Pfäffikon SZ.

Doppelspurausbau Bubikon–Rüti

Die Bahnstrecke war südöstlich von Bubikon lange eingleisig. Dies begrenzte die Zahl der möglichen Züge und machte den Betrieb anfällig für Verspätungen.

Im Rahmen der dritten Teilergänzung der Zürcher S-Bahn wurde der Abschnitt Bubikon–Rüti auf Doppelspur ausgebaut. Die neue Anlage ging 2006 in Betrieb.

Das Projekt umfasste:

  • ein zweites Streckengleis,
  • neue Fahrleitungen,
  • angepasste Signal- und Sicherungsanlagen,
  • Umbauten im Bahnhofbereich,
  • Anpassungen an Brücken und Durchlässen.

Der Doppelspurausbau war eine Voraussetzung für die Einführung der S15 als vollwertige S-Bahn-Linie. Zwischen Bubikon und Rüti können sich seither Züge begegnen, ohne in einem Bahnhof auf das Gegengleis warten zu müssen.[8]

Die neue S15 nahm im Dezember 2006 den Betrieb auf. Seitdem besitzt Bubikon tagsüber in der Regel vier Zugverbindungen pro Stunde in Richtung Zürich.

Aufnahmegebäude

Das Aufnahmegebäude von 1892 steht südwestlich der Gleise an der Ritterhausstrasse.

Der verputzte Massivbau besitzt ein weit auskragendes Satteldach. Das Obergeschoss diente ursprünglich als Wohnung des Stationsvorstands, während im Erdgeschoss die Räume des Bahnbetriebs lagen.

Zum historischen Raumprogramm gehörten:

  • Schalter- und Stationsbüro,
  • Wartsaal,
  • Gepäckabfertigung,
  • Diensträume,
  • Treppenhaus,
  • Dienstwohnung.

An das Aufnahmegebäude schliesst ein hölzerner Güterschuppen an. Dessen weit ausladendes Dach schützte die Laderampe und den Umschlagbereich.

Das Gebäude wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach verändert. Spätere Sanierungen hatten Teile seiner ursprünglichen Gestaltung verdeckt.

Bei einer denkmalpflegerisch begleiteten Instandsetzung wurden störende Veränderungen zurückgebaut und die ursprüngliche architektonische Wirkung des Ensembles wieder stärker hervorgehoben.[4]

Denkmalschutz

Aufnahmegebäude und Güterschuppen sind als historisch bedeutende Bahnbauten eingestuft.

Ihre Schutzwürdigkeit ergibt sich insbesondere aus:

  • dem hohen Alter der Station,
  • der Bedeutung für die Verkehrs- und Industriegeschichte Bubikons,
  • der weitgehend erhaltenen Verbindung von Massiv- und Holzbau,
  • der typischen Gestaltung eines Landbahnhofs des späten 19. Jahrhunderts,
  • der früheren Funktion als Knotenpunkt zweier Bahnstrecken.

Das Ensemble dokumentiert sowohl die Frühzeit der Vereinigten Schweizerbahnen als auch die spätere Entwicklung unter den SBB.

Neben seiner architektonischen Bedeutung ist der Bahnhof ein wichtiger Bestandteil der Ortsgeschichte. Die Eisenbahn prägte die Entwicklung des Dorfes, der Post, der Industrie und des regionalen Pendlerverkehrs.

Bahnhofsanlage

Der Bahnhof besitzt zwei Perrongleise.

Die Perrons sind über eine Personenunterführung miteinander verbunden. Rampen ermöglichen einen stufenfreien Zugang zu den Bahnsteigen.

Zur Ausstattung gehören:

  • gedeckte Wartebereiche,
  • Perrondächer,
  • elektronische Abfahrtsanzeigen,
  • Lautsprecheranlagen,
  • Billettautomaten,
  • öffentliche Toiletten,
  • ein Avec-Express-Geschäft,
  • Veloabstellanlagen,
  • eine gesicherte Velostation,
  • Carsharing-Angebote.

Ein bedientes SBB-Reisezentrum und Schliessfächer bestehen nicht.[9]

Die beiden Perrongleise dienen den Zügen in Richtung Wetzikon und Zürich beziehungsweise Rüti und Rapperswil.

Barrierefreiheit

Die Perrons sind stufenfrei erreichbar. Für geeignete Niederflurzüge ist ein selbstständiger Ein- und Ausstieg möglich.

Der Zürcher Verkehrsverbund führt Bubikon auf den Linien S5 und S15 als Station, an der Reisende mit eingeschränkter Mobilität die entsprechenden Niederflurzüge grundsätzlich selbstständig benutzen können.[10]

Die Ausstattung umfasst:

  • Rampen zu den Perrons,
  • hindernisfreie Wege,
  • akustische und optische Fahrgastinformationen,
  • erhöhte Perronkanten,
  • rollstuhlgängige Zugänge.

Die tatsächliche Einstiegssituation kann vom eingesetzten Fahrzeug abhängen.

Bahnverkehr

Im Fahrplanjahr 2026 wird der Bahnhof von den Linien S5 und S15 der Zürcher S-Bahn bedient.[2]

S5

Die S5 verkehrt von Zug über:

  • Steinhausen,
  • Knonau,
  • Mettmenstetten,
  • Affoltern am Albis,
  • Zürich Altstetten,
  • Zürich Hardbrücke,
  • Zürich Hauptbahnhof,
  • Zürich Stadelhofen,
  • Uster,
  • Wetzikon,
  • Bubikon,
  • Rüti,
  • Rapperswil

nach Pfäffikon SZ.

Die Linie verkehrt grundsätzlich im Halbstundentakt.

Sie bietet ab Bubikon direkte Verbindungen unter anderem nach:

  • Wetzikon,
  • Uster,
  • Zürich Stadelhofen,
  • Zürich Hauptbahnhof,
  • Zürich Hardbrücke,
  • Zürich Altstetten,
  • Affoltern am Albis,
  • Zug,
  • Rüti,
  • Rapperswil,
  • Pfäffikon SZ.

Die S5 ist die schnellere der beiden regelmässigen Verbindungen zwischen Bubikon und dem Zürcher Hauptbahnhof.

S15

Die S15 verbindet Rapperswil über:

  • Jona,
  • Rüti ZH,
  • Bubikon,
  • Wetzikon,
  • Uster,
  • Zürich Stadelhofen,
  • Zürich Hauptbahnhof,
  • Zürich Hardbrücke,
  • Zürich Oerlikon,
  • Glattbrugg,
  • Oberglatt,
  • Dielsdorf

mit Niederweningen.

Auch die S15 verkehrt grundsätzlich im Halbstundentakt.

Sie ergänzt die S5 und stellt direkte Verbindungen her nach:

  • Rapperswil und Jona,
  • Wetzikon und Uster,
  • Zürich Hauptbahnhof,
  • Zürich Oerlikon,
  • Glattbrugg,
  • Oberglatt,
  • Dielsdorf,
  • Niederweningen.

Angebot

Durch die Überlagerung von S5 und S15 bestehen tagsüber in der Regel vier Züge pro Stunde und Richtung.

Zwischen Bubikon und Zürich ergibt sich damit ein annähernder Viertelstundentakt. Dasselbe gilt für die Verbindung nach Rüti.

Die Fahrt nach Zürich Hauptbahnhof dauert je nach Linie und Haltemuster ungefähr 25 bis 35 Minuten. Wetzikon und Rüti sind in wenigen Minuten erreichbar.

Nachtverkehr

In den Nächten vor Samstagen und allgemeinen Feiertagen hält die Nacht-S-Bahn SN5 in Bubikon.

Die Linie verbindet den Bahnhof unter anderem mit:

  • Zürich,
  • Uster,
  • Wetzikon,
  • Rüti,
  • Rapperswil,
  • Pfäffikon SZ.

Das Nachtangebot ermöglicht eine späte Rückreise aus Zürich und den regionalen Zentren.

Busverkehr

Auf dem Bahnhofplatz befindet sich die Bushaltestelle Bubikon, Bahnhof.

Sie wird im Fahrplanjahr 2026 von den VZO-Linien 880 und 882 bedient.

Linie Hauptverbindung
880 Rüti ZH–Bubikon–Wolfhausen–Hombrechtikon–Stäfa, Frohberg
882 Bubikon, Bahnhof–Dürnten–Oberdürnten–Dürnten, J.-C.-Heerstrasse

Linie 880

Die Linie 880 verbindet den Bahnhof mit:

  • Bubikon Dorf,
  • dem Ritterhaus,
  • Bad Kämmoos,
  • Rüti ZH,
  • Wolfhausen,
  • Hombrechtikon,
  • Stäfa.

Sie erschliesst insbesondere den Ortsteil Wolfhausen, der keinen regulären Eisenbahnanschluss mehr besitzt.[11]

Linie 882

Die Linie 882 führt vom Bahnhof über die Gemeinde Dürnten in Richtung Oberdürnten.

Sie bedient unter anderem:

  • Bubikon, Tafleten,
  • Dürnten, Rothus,
  • Dürnten, Kirche,
  • Oberdürnten,
  • die J.-C.-Heerstrasse.

Die Linie übernimmt eine wichtige Zubringerfunktion zur S-Bahn und verbindet Wohngebiete der Nachbargemeinde Dürnten mit dem Bahnhof Bubikon.[12]

Tarif

Der Bahnhof gehört zum Zürcher Verkehrsverbund und liegt in der Tarifzone 133.[13]

Innerhalb des ZVV-Gebiets gilt ein einheitlicher Zonentarif. Mit einem gültigen Fahrausweis können Bahn, Bus, Tram und Schiff innerhalb der gelösten Zonen benutzt werden.

Für Fahrten über die Verbundgrenze hinaus gelten die entsprechenden nationalen oder verbundübergreifenden Tarife.

Kombinierte Mobilität

Bubikon besitzt umfangreiche Anlagen für die Kombination von Bahn und Velo.

Nach Angaben der SBB stehen zur Verfügung:

  • eine gesicherte Velostation mit 103 Plätzen,
  • 185 weitere gedeckte Veloabstellplätze,
  • ein Standort des Carsharing-Unternehmens Mobility.[9]

Die Velostation ist rund um die Uhr zugänglich. Der Zutritt erfolgt über ein elektronisches Zugangssystem.

Die grosse Zahl von Veloabstellplätzen entspricht dem ausgedehnten Einzugsgebiet des Bahnhofs. Viele Reisende erreichen die Station aus den umliegenden Wohnquartieren und Weilern mit dem Velo.

Die Erweiterung der Veloabstellanlagen wurde im Rahmen des Agglomerationsprogramms Obersee mitfinanziert und ist inzwischen umgesetzt.[14]

Fahrgastaufkommen

Der Bahnhof gehört zu den stärker genutzten Regionalstationen im Zürcher Oberland.

Mehrere Tausend Reisende steigen an einem durchschnittlichen Werktag ein oder aus. Das Fahrgastaufkommen nahm insbesondere nach der Einführung der Zürcher S-Bahn und der S15 deutlich zu.[15]

Die Nachfrage wird vor allem bestimmt durch:

  • Pendlerfahrten nach Zürich, Uster und Wetzikon,
  • Verbindungen nach Rüti und Rapperswil,
  • den Zubringerverkehr aus Wolfhausen und Dürnten,
  • Schul- und Ausbildungswege,
  • den Freizeitverkehr.

Bedeutung für Bubikon

Der Bahnhof zählt zu den wichtigsten öffentlichen Infrastrukturanlagen der Gemeinde.

Er verbindet Bubikon direkt mit den regionalen Zentren Zürich, Uster, Wetzikon, Rüti und Rapperswil. Über die Buslinien werden auch Wolfhausen und Teile Dürntens erschlossen.

Der Bahnhof dient als:

  • Pendlerstation,
  • regionaler Busknoten,
  • Ausgangspunkt für Schulwege,
  • Verbindung zu Einkaufs- und Arbeitsorten,
  • Zugang zum nationalen Bahnnetz,
  • Ausgangspunkt für Wanderungen und Velotouren.

Die häufigen Verbindungen nach Zürich machen Bubikon zu einem attraktiven Wohnort innerhalb der Agglomeration.

Einfluss auf die Siedlungsentwicklung

Vor dem Bahnbau bestand Bubikon aus einem vergleichsweise kleinen Dorf sowie zahlreichen Weilern, Höfen und Einzelhäusern.

Die Station wurde zunächst am Rand des damaligen Siedlungsgebiets errichtet. In ihrer Umgebung entstanden später:

  • Wohnhäuser,
  • das Bahnhofrestaurant,
  • Post- und Geschäftsbauten,
  • Lagerhäuser,
  • Industriebetriebe,
  • Werkstätten und Gewerbeanlagen.

Die Eisenbahn förderte die Konzentration der Siedlungsentwicklung entlang der Achse zwischen dem historischen Dorfkern und dem Bahnhof.

Im 20. Jahrhundert wuchsen die Siedlungsgebiete um Dorf, Bahnhof und Ritterhaus zunehmend zusammen. Der Bahnhof liegt heute innerhalb eines zusammenhängenden Wohn- und Gewerbegebiets.

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Eisenbahn beschleunigte die Industrialisierung Bubikons.

Örtliche Unternehmen konnten Rohstoffe günstiger beziehen und ihre Produkte auf grössere Märkte liefern. Besonders wichtig war der Bahnhof für die Textil-, Metall-, Maschinen- und Baustoffindustrie.

Die Bahn erleichterte ausserdem:

  • den Import von Kohle und Petroleum,
  • den Versand von Naturstein,
  • den Transport landwirtschaftlicher Produkte,
  • die Versorgung der Bevölkerung,
  • den Post- und Stückgutverkehr,
  • das tägliche Pendeln von Arbeitskräften.

Die frühere Uerikon-Bauma-Bahn erschloss zusätzlich Industriebetriebe in Wolfhausen und verband sie mit dem SBB-Netz.

Heute liegt die wirtschaftliche Bedeutung hauptsächlich im Personenverkehr und in der guten Erreichbarkeit des Wirtschaftsraums Zürich.

Freizeitverkehr

Der Bahnhof ist ein Ausgangspunkt für Ausflüge im Zürcher Oberland.

Zu den nahe gelegenen Zielen gehören:

  • das Ritterhaus Bubikon,
  • das Ortsmuseum,
  • die Landschaft um den Egelsee,
  • Wolfhausen,
  • das Stammgleis der ehemaligen Uerikon-Bauma-Bahn,
  • die Gemeinden Dürnten und Rüti,
  • Wanderwege nach Hombrechtikon und zum Zürichsee,
  • Velorouten im Zürcher Oberland.

Das Ritterhaus ist vom Bahnhof zu Fuss in ungefähr zehn bis fünfzehn Minuten erreichbar. Die Buslinie 880 hält unmittelbar beim historischen Gebäudekomplex.

Wanderwege verbinden Bubikon mit Rüti, Dürnten, Grüningen, Wolfhausen und Hombrechtikon.

Zukunft

Die weitere Entwicklung des Bahnhofgebiets ist eng mit dem Wachstum der Gemeinde und dem Ausbau der Zürcher S-Bahn verbunden.

Zu den langfristigen Themen gehören:

  • zusätzliche Kapazitäten im Bahnverkehr,
  • die Verbesserung der Fahrplanstabilität,
  • eine mögliche Abstellanlage für S-Bahn-Züge,
  • zusätzliche Veloabstellplätze,
  • die Aufwertung des Bahnhofplatzes,
  • bessere Fuss- und Veloverbindungen,
  • die Erhaltung des historischen Aufnahmegebäudes,
  • die Zukunft des Stammgleises nach Wolfhausen.

Der vollständige Doppelspurausbau zwischen Wetzikon und Bubikon würde zusätzliche Kapazität schaffen, erfordert jedoch erhebliche bauliche Eingriffe.

Auch die mögliche Wiederanbindung des Stammgleises an das SBB-Netz bleibt Gegenstand kommunaler und bahntechnischer Planungen.

Literatur

  • Kurt Schmid: 125 Jahre Station Bubikon 1858–1983. In: Mit Karren, Kutsche, Bahn und Bus. Heimatbuch Bubikon-Wolfhausen, Bubikon 1983.
  • Alfred Hui: Die Uerikon-Bauma-Bahn. In: Mit Karren, Kutsche, Bahn und Bus. Heimatbuch Bubikon-Wolfhausen, Bubikon 1983.
  • Werner Neuhaus: Aus den Annalen der Uerikon-Bauma-Bahn. Th. Gut & Co. Verlag, Stäfa 1976.
  • Hans-Peter Bärtschi: Industriekultur im Kanton Zürich. Rotpunktverlag, Zürich.
  • Werner Stutz: Bahnhöfe der Schweiz. Von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg. Orell Füssli, Zürich 1983, ISBN 3-280-01405-0.
  • SBB Historic: Historische Bahnhofbilder und Bauakten Bubikon. Windisch.
  • Gemeinde Bubikon: Heimatbuch Bubikon-Wolfhausen. Bubikon.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 Kurt Schmid: 125 Jahre Station Bubikon 1858–1983. In: Gemeinde Bubikon: Mit Karren, Kutsche, Bahn und Bus, Heimatbuch Bubikon-Wolfhausen, Bubikon 1983, S. 279–283, abgerufen am 3. August 2026.
  2. 2,0 2,1 Zürcher Verkehrsverbund: Haltestellen- und Linienfahrpläne Bubikon, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 3. August 2026.
  3. Bundesamt für Verkehr und Open Transport Data Schweiz: Dienststellen des öffentlichen Verkehrs gemäss DiDok, Datensatz zum Bahnhof Bubikon, abgerufen am 3. August 2026.
  4. 4,0 4,1 Ernst Humbel Architekt: Instandsetzung Bahnhof Bubikon, Projektbeschreibung, abgerufen am 3. August 2026.
  5. 5,0 5,1 DSF Koblenz: Zur Geschichte der Strecke Bubikon–Wolfhausen, abgerufen am 3. August 2026.
  6. Interessengemeinschaft Stammgleis Bubikon–Wolfhausen: Über das Stammgleis Bubikon–Wolfhausen, abgerufen am 3. August 2026.
  7. Gemeinde Bubikon: Erhaltung des Stammgleises Bubikon–Wolfhausen, Unterlagen zur Gemeindeversammlung vom 15. Dezember 2021, abgerufen am 3. August 2026.
  8. Peter Balsiger: Die Lebensader der S5-Stadt, in: Oberländer Verkehrs-Panorama, 19. November 2019, abgerufen am 3. August 2026.
  9. 9,0 9,1 Schweizerische Bundesbahnen: Bahnhof Bubikon – Ausstattung und Mobilität, abgerufen am 3. August 2026.
  10. Zürcher Verkehrsverbund: Angaben zur Hindernisfreiheit der S15, Fahrplanjahr 2026, abgerufen am 3. August 2026.
  11. Zürcher Verkehrsverbund: Linienfahrplan 880, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 3. August 2026.
  12. Zürcher Verkehrsverbund: Linienfahrplan 882, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 3. August 2026.
  13. Zürcher Verkehrsverbund: Regionalnetz und Tarifzonen, abgerufen am 3. August 2026.
  14. Kanton Zürich: Zusätzliche Radabstellplätze am Bahnhof Bubikon, abgerufen am 3. August 2026.
  15. Schweizerische Bundesbahnen: Passagierfrequenz an Bahnhöfen, Datensatz zum Bahnhof Bubikon, abgerufen am 3. August 2026.

47,27095° N, 8,82249° E

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