Kloten: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Römische Zeit ===
=== Römische Zeit ===


Während der römischen Herrschaft lag das Gebiet an einer wichtigen Strassenverbindung zwischen [[Turicum]], dem heutigen Zürich, und dem Raum [[Vindonissa]] beziehungsweise dem Bodensee.
Während der römischen Herrschaft lag das Gebiet an einer wichtigen Strassenverbindung zwischen Turicum, dem heutigen Zürich, und dem Raum [[Vindonissa]] beziehungsweise dem Bodensee.


Auf dem Gemeindegebiet wurden römische Münzen, Ziegel, Keramik und weitere Siedlungsspuren entdeckt. Sie weisen auf Gutshöfe, kleinere Gewerbebetriebe und Verkehrseinrichtungen hin.
Auf dem Gemeindegebiet wurden römische Münzen, Ziegel, Keramik und weitere Siedlungsspuren entdeckt. Sie weisen auf Gutshöfe, kleinere Gewerbebetriebe und Verkehrseinrichtungen hin.

Aktuelle Version vom 24. Juli 2026, 17:36 Uhr

Kloten

Wappen von Kloten

Wappen

Lage von Kloten

Lage der Gemeinde

Gemeindedaten

Staat

Schweiz

Kanton

Zürich

Region

Zürcher Unterland

Bezirk

Bülach

BFS-Nummer

0062

Postleitzahl

8302

Koordinaten

47.45167° N, 8.58444° E

Höhe

446 m ü. M.

Fläche

19,28 km²

Einwohner

22557
(Stand: 31. Dezember 2025)

Website

www.kloten.ch

Kloten ist eine politische Gemeinde und Stadt im Bezirk Bülach des Kantons Zürich. Sie liegt im Glattal und im Zürcher Unterland, rund zehn Kilometer nordöstlich des Zentrums der Stadt Zürich. Der grösste Teil des Flughafens Zürich, des bedeutendsten Flughafens der Schweiz, befindet sich auf Klotener Gemeindegebiet.

Zur politischen Gemeinde gehören neben dem städtischen Siedlungsgebiet die Aussenwachten und Weiler Gerlisberg, Egetswil, Rankhof, Vorderbänikon und Hinterbänikon sowie das Eigental. Das Gemeindegebiet umfasst ausserdem einen erheblichen Teil des Grossen Rieds, auf dem der Flughafen angelegt wurde.[1]

Kloten entwickelte sich nach der Eröffnung des Flughafens im Jahr 1948 innerhalb weniger Jahrzehnte von einem landwirtschaftlich und kleingewerblich geprägten Dorf zu einer international ausgerichteten Flughafenstadt. Ende 2025 lebten 22'557 Einwohnerinnen und Einwohner in Kloten. Gleichzeitig bestehen auf dem Stadtgebiet rund 40'000 Arbeitsplätze, von denen ein grosser Teil unmittelbar oder mittelbar mit dem Flughafen verbunden ist.[2][3]

Name

Der schweizerdeutsche Ortsname lautet Chloote.

Kloten wurde um 1155 erstmals urkundlich als Chlotun erwähnt.[4]

Die Herkunft des Namens ist nicht abschliessend geklärt. Ältere Deutungen brachten ihn mit einem germanischen Personennamen in Verbindung. Andere Erklärungen vermuten einen keltisch-römischen Ursprung und einen Zusammenhang mit dem gallischen Wort dunon beziehungsweise dem lateinischen dunum für eine befestigte Siedlung oder Burg.

Die Schreibweise veränderte sich im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach. Neben Chlotun sind unter anderem die Formen Clotun, Chloten und Kloten überliefert. Die heutige Schreibweise setzte sich in der Neuzeit durch.

Geographie

Lage

Kloten liegt im nördlichen Teil des Glattals zwischen der Stadt Zürich und dem Zürcher Unterland. Das Stadtzentrum befindet sich auf einer Höhe von ungefähr 446 Metern über Meer.

Das Gemeindegebiet grenzt an Winkel, Lufingen, Oberembrach, Nürensdorf, Bassersdorf, Dietlikon, Wallisellen, Opfikon und Rümlang. Rümlang gehört zum Bezirk Dielsdorf, die übrigen Nachbargemeinden liegen im Bezirk Bülach.

Die Stadt ist Teil der dicht besiedelten Flughafenregion Zürich. Die bebauten Gebiete von Kloten, Opfikon, Glattbrugg, Wallisellen, Bassersdorf und weiteren Gemeinden sind durch Verkehrsachsen, Gewerbegebiete und neue Wohnquartiere eng miteinander verbunden.

Gemeindegebiet

Die Fläche der Gemeinde beträgt 19,28 Quadratkilometer. Ein erheblicher Anteil entfällt auf das Flughafenareal, die Pisten, Rollwege, Abfertigungsanlagen und die dazugehörenden Verkehrs- und Betriebsflächen.

Das eigentliche Stadtgebiet liegt östlich und südöstlich des Flughafens. Es umfasst den historischen Dorfkern, das Zentrum rund um Bahnhof und Stadtplatz sowie zahlreiche Wohn-, Gewerbe- und Industriequartiere.

Im Norden und Nordosten besitzt Kloten einen deutlich ländlicheren Charakter. Wälder, Wiesen, Felder und die Aussenwachten Gerlisberg und Egetswil bilden einen starken Gegensatz zur dichten Bebauung und zur technischen Infrastruktur des Flughafens.

Ortsteile und Aussenwachten

Siedlungsteile von Kloten
Siedlungsteil Beschreibung
Kloten Städtisches Zentrum mit Bahnhof, Verwaltung, Schulen, Wohnquartieren, Gewerbe und Sportanlagen
Kloten Balsberg Südwestlicher Stadtteil zwischen Flughafen, Opfikon und dem übrigen Stadtgebiet
Egetswil Ländlich geprägter Ortsteil nordöstlich des Stadtzentrums
Gerlisberg Weiler auf einer Anhöhe nördlich von Kloten
Rankhof Kleine Hofsiedlung im nördlichen Gemeindegebiet
Vorderbänikon Landwirtschaftlich geprägte Siedlung im Bereich des Eigentals
Hinterbänikon Weiler und Einzelhöfe im nordöstlichen Gemeindegebiet
Eigental Natur- und Erholungsraum mit Weihern, Feuchtgebieten, Wald und Landwirtschaft

Egetswil und Gerlisberg besitzen bis heute erkennbare historische Siedlungsstrukturen. Das ehemalige Schulhaus von Gerlisberg wird als Vereinslokal und Treffpunkt des Weilers genutzt.

Landschaft

Das Landschaftsbild wurde während der Eiszeiten von den Gletschern des Mittellands geformt. Moränen, Geländemulden und Feuchtgebiete bestimmen die natürlichen Formen des Gemeindegebiets.

Der westliche Teil mit dem Flughafen liegt in der flachen Ebene des Grossen Rieds. Vor dem Bau des Flughafens bestanden dort ausgedehnte Feuchtwiesen und teilweise sumpfige Flächen.

Östlich des Stadtgebiets steigt das Gelände zu bewaldeten Hügeln und landwirtschaftlich genutzten Hochflächen an. Die Wälder dienen der Holzwirtschaft, dem Naturschutz und der Naherholung.

Zu den wichtigsten Waldgebieten gehören Teile des Hardwalds sowie die Wälder rund um Egetswil, Gerlisberg und das Eigental.

Gewässer

Durch das Stadtgebiet fliesst der Altbach, der abschnittsweise offen und teilweise eingedolt ist. Er mündet ausserhalb des Gemeindegebiets in die Glatt.

Im Eigental befinden sich der Eigenthalweiher und weitere kleine Gewässer. Das Gebiet besitzt besonders wertvolle Amphibienbestände. Während der saisonalen Wanderungen von Fröschen, Kröten und Molchen werden Strassenabschnitte zeitweise gesperrt, um die Tiere zu schützen.[5]

Der Nägelimoosweiher ist ein weiteres bekanntes Naherholungsgebiet. Weiher, Feuchtwiesen und Waldsäume bieten Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten.

Klima

Kloten besitzt ein gemässigtes mitteleuropäisches Klima. Die Sommer sind mässig warm, während im Winter Frost, Nebel und Schneefall auftreten können.

Wegen der Lage in einer flachen Talebene kommt es im Herbst und Winter häufig zu Hochnebel. Die erhöhten Gebiete bei Gerlisberg und Egetswil können zeitweise oberhalb der Nebeldecke liegen.

Die meteorologischen Verhältnisse sind für den Flughafenbetrieb von besonderer Bedeutung. Windrichtung, Sichtweite, Bewölkung, Niederschlag und Temperatur beeinflussen die Wahl der Start- und Landepisten.

Geschichte

Ur- und Frühgeschichte

Archäologische Funde belegen eine Besiedlung des Klotener Gemeindegebiets lange vor der ersten schriftlichen Erwähnung.

Die Lage am Rand der Glattebene, die Nähe zu Wasserläufen und die fruchtbaren Böden boten günstige Voraussetzungen für frühe Siedlungen. Einzelne Funde stammen aus der Bronze- und Eisenzeit.

Im Gebiet der späteren Stadt verliefen Verkehrswege zwischen dem Zürcher Becken, dem unteren Glattal, Winterthur und dem Rhein.

Römische Zeit

Während der römischen Herrschaft lag das Gebiet an einer wichtigen Strassenverbindung zwischen Turicum, dem heutigen Zürich, und dem Raum Vindonissa beziehungsweise dem Bodensee.

Auf dem Gemeindegebiet wurden römische Münzen, Ziegel, Keramik und weitere Siedlungsspuren entdeckt. Sie weisen auf Gutshöfe, kleinere Gewerbebetriebe und Verkehrseinrichtungen hin.

Die Strassenverbindung blieb auch nach dem Ende des Römischen Reichs für die regionale Entwicklung von Bedeutung.

Frühmittelalter

Nach dem Rückzug der römischen Verwaltung liessen sich alemannische Bevölkerungsgruppen in der Region nieder.

Aus einzelnen Hofgruppen entwickelte sich eine bäuerliche Siedlung. Die Bewohner betrieben Ackerbau, Viehzucht und Waldwirtschaft.

Der um 1155 erstmals genannte Ort Chlotun gehörte im Hochmittelalter zum Einflussbereich der Grafen von Kyburg und später der Habsburger.[4]

Herren von Kloten

Im Mittelalter bestand ein lokales Adelsgeschlecht, das sich nach Kloten benannte.

Die Herren von Kloten standen in Beziehung zu den Habsburgern. Seit 1331 ist in ihrem Siegel ein halber Löwe nachgewiesen. Dieses Zeichen wurde später zum Wappen der Gemeinde.

Die Familie besass wahrscheinlich Güter, Gerichtsrechte oder Verwaltungsaufgaben in Kloten und der näheren Umgebung. Ihre genaue Stellung und der Standort eines möglichen befestigten Wohnsitzes sind nur teilweise bekannt.

Zürcher Herrschaft

Kloten gehörte zur Grafschaft Kyburg. Diese gelangte 1424 erstmals und 1452 endgültig an die Stadt Zürich.

Bis 1798 wurde der Ort im Rahmen der Zürcher Landvogtei Kyburg verwaltet. Die lokale Bevölkerung war gegenüber der Zürcher Obrigkeit zu Abgaben, Frondiensten und militärischen Leistungen verpflichtet.

Neben der Stadt Zürich besassen kirchliche Institutionen, Adelsfamilien und wohlhabende Bürger Güter und Rechte in Kloten.

Kirche und Reformation

Eine Kirche in Kloten ist bereits im Mittelalter belegt. Sie bildete das religiöse Zentrum der Siedlung.

In den 1520er-Jahren führte Zürich unter dem Einfluss von Huldrych Zwingli die Reformation ein. Auch die Bevölkerung von Kloten wurde reformiert.

Die heutige reformierte Kirche entstand 1785 und 1786 nach Plänen des Baumeisters Johann Jakob Haltiner. Sie wurde als quergerichteter Predigtsaal im spätbarocken Stil gestaltet.[6]

Der Kirchturm wurde wenige Jahre später neu errichtet. Kirche, Pfarrhaus und die umliegenden Gebäude prägen den historischen Dorfkern.

Landwirtschaft und Gewerbe

Bis ins 19. Jahrhundert war Kloten überwiegend landwirtschaftlich geprägt.

Die Einwohner betrieben Getreidebau, Viehzucht, Obstbau und Waldwirtschaft. In der Glattebene wurden Wiesen und Riedflächen genutzt.

Zusätzliche Einkünfte stammten aus Heimarbeit, Handwerk, Fuhrdiensten und dem Gastgewerbe. Die Lage an der Strasse zwischen Zürich, Bülach und dem Rhein förderte den Durchgangsverkehr.

Gasthäuser, Schmieden und Fuhrhalter profitierten von Reisenden und Warentransporten.

Politische Gemeinde

Mit dem Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft entstand 1798 die politische Gemeinde Kloten. Sie gehörte zunächst zum Distrikt Bassersdorf der Helvetischen Republik.

1803 wurde Kloten dem Bezirk Bülach zugeteilt. Zwischen 1814 und 1831 gehörte die Gemeinde vorübergehend zum Oberamt Embrach. Seit 1831 ist sie dauerhaft Teil des Bezirks Bülach.[4]

Die Zivilgemeinde Gerlisberg wurde 1872 aufgelöst. 1922 folgte die Zivilgemeinde Kloten. Im Jahr 1927 wurden Vorderbänikon, Hinterbänikon und Teile des Eigentals, die zuvor zu Oberembrach gehört hatten, Kloten angeschlossen.

Volksversammlung von 1839

Im Vorfeld des Züriputschs fand im September 1839 in Kloten eine grosse Volksversammlung statt.

Konservative Kräfte aus der Zürcher Landschaft protestierten gegen die liberale Kantonsregierung und insbesondere gegen die Berufung des deutschen Theologen David Friedrich Strauss an die Universität Zürich.

Die politische Bewegung führte wenige Tage später zum gewaltsamen Sturz der Kantonsregierung in Zürich.

Eisenbahn

Die Bahnstrecke durch Kloten wurde im 19. Jahrhundert eröffnet und verbesserte die Verbindung mit Zürich und Winterthur.

Der Bahnhof lag zunächst am Rand des damaligen Dorfs. In seiner Umgebung entstanden später Gewerbebetriebe, Wohnhäuser und öffentliche Einrichtungen.

Die Eisenbahn begünstigte den Übergang von der bäuerlichen Gemeinde zum Vorort der Stadt Zürich. Ihre Bedeutung wurde durch den späteren Flughafenbau weiter verstärkt.

Militärischer Waffenplatz

Im Gebiet des Grossen Rieds bestand vor dem Flughafenbau ein eidgenössischer Artillerie-Waffenplatz.

Das weitgehend unbebaute und flache Gelände erwies sich nach dem Zweiten Weltkrieg als geeigneter Standort für einen neuen interkontinentalen Flughafen.

Der bisherige Flugplatz Dübendorf war für den zunehmenden zivilen Luftverkehr zu klein geworden und konnte wegen der umliegenden Siedlungen nur begrenzt erweitert werden.

Bau des Flughafens

1945 entschieden der Bundesrat und die Zürcher Stimmberechtigten, den neuen Landesflughafen bei Kloten zu errichten.

Am 1. Juli 1946 begannen die Bauarbeiten. Für Pisten, Rollwege und Gebäude mussten grosse Flächen entwässert, eingeebnet und befestigt werden.

Am 14. Juni 1948 wurde die Westpiste erstmals für den Flugbetrieb freigegeben. Am 17. November 1948 begann der regelmässige zivile Flugbetrieb. Die offizielle Einweihung des Flughafens fand 1953 statt.[7]

Der Flughafen wurde in mehreren Bauetappen erweitert. Neue Terminals, Pisten, Rollwege, Parkhäuser, Frachtanlagen und technische Einrichtungen entstanden.

Wachstum zur Flughafenstadt

Die Eröffnung des Flughafens veränderte Kloten grundlegend.

Neue Arbeitsplätze entstanden bei Fluggesellschaften, Abfertigungsunternehmen, der Flugsicherung, der Polizei, dem Zoll, der Gastronomie, im Detailhandel und bei zahlreichen Zulieferbetrieben.

Die Einwohnerzahl wuchs stark. Neue Wohnquartiere, Schulen, Strassen und öffentliche Einrichtungen wurden gebaut. Bereits in den 1970er-Jahren lebten rund 16'500 Menschen in Kloten.[3]

Das frühere Dorf entwickelte sich zu einer Agglomerationsstadt. Die Siedlungsflächen von Kloten näherten sich denjenigen von Opfikon, Bassersdorf und weiteren Nachbargemeinden an.

Gemeindeparlament

Aufgrund des Bevölkerungswachstums führte Kloten als eine der ersten grösseren Zürcher Landgemeinden ein Gemeindeparlament ein.

Im Februar 1970 wählten die Stimmberechtigten erstmals den Grossen Gemeinderat. Das Parlament wird heute als Gemeinderat bezeichnet und bildet die Legislative der Stadt.[8]

Privatisierung des Flughafens

Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Flughafen im Wesentlichen durch den Kanton Zürich betrieben.

1999 stimmten die Zürcher Stimmberechtigten der Privatisierung zu. Im Jahr 2000 nahm die Flughafen Zürich AG ihre Tätigkeit als gemischtwirtschaftliches Unternehmen auf.[7]

Der Kanton Zürich blieb bedeutender Aktionär. Die Flughafen Zürich AG ist Eigentümerin und Betreiberin der Flughafeninfrastruktur.

The Circle

Im November 2020 wurde gegenüber den Flughafenterminals das Dienstleistungszentrum The Circle eröffnet.

Der Gebäudekomplex umfasst Büros, Hotels, Gastronomie, Detailhandel, medizinische Einrichtungen, Bildungsangebote und Veranstaltungsräume.

The Circle schuf Raum für mehr als 4000 zusätzliche Arbeitsplätze und verstärkte die Entwicklung des Flughafens zu einem eigenständigen Wirtschafts- und Dienstleistungszentrum.[3]

Bevölkerung

Kloten war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts eine vergleichsweise kleine Gemeinde. Der Bau des Flughafens löste ein aussergewöhnlich starkes Wachstum aus.

Die Stadt zog Arbeitskräfte aus anderen Teilen der Schweiz und aus dem Ausland an. Heute besitzt Kloten eine international zusammengesetzte Bevölkerung.

Ende 2025 lebten 22'557 Personen in Kloten. Davon waren 13'778 Schweizer Staatsangehörige und 8779 ausländische Staatsangehörige. Der Ausländeranteil betrug 39 Prozent. In der Stadt waren Menschen aus 123 verschiedenen Staaten registriert.[2]

Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit am 31. Dezember 2025
Kategorie Personen Anteil
Schweizer Staatsangehörige 13'778 61,0 %
Ausländische Staatsangehörige 8779 39,0 %
Gesamtbevölkerung 22'557 100 %

Zu den grössten ausländischen Bevölkerungsgruppen gehören Personen aus Deutschland, Italien, Portugal, Spanien und Serbien.

Die hohe Zahl internationaler Arbeitsplätze führt zu einer stärkeren Bevölkerungsfluktuation als in vielen anderen Zürcher Gemeinden. Viele Einwohnerinnen und Einwohner leben nur während einer beruflichen Tätigkeit in der Flughafenregion in Kloten.

Die Mehrheit der Bevölkerung spricht Deutsch. Daneben sind Italienisch, Englisch, Portugiesisch, Spanisch, Albanisch, Serbisch und zahlreiche weitere Sprachen verbreitet.

Wappen

Die Blasonierung des Klotener Wappens lautet:

In Rot ein halber silberner Löwe.

In älteren Darstellungen wird der Löwe mit einer silbernen Zunge und silberner Bewehrung gezeigt.

Das Wappen geht auf die Herren von Kloten zurück. Diese verwendeten seit 1331 einen halben Löwen in ihrem Siegel und brachten damit wahrscheinlich ihre Verbindung zum Haus Habsburg zum Ausdruck.

Spätestens seit dem späten 18. Jahrhundert wurde der Löwe als Zeichen der Gemeinde verwendet. Eine Darstellung befindet sich auf dem 1793 errichteten Brunnentrog beim Gasthaus Zum Wilden Mann.

Der Gemeinderat legte 1927 die offizielle Form des Gemeindewappens fest.[9]

Politik und Verwaltung

Kloten ist als Stadt mit parlamentarischer Gemeindeorganisation verfasst.

Die Legislative bildet der Gemeinderat. Er behandelt unter anderem Budgets, Jahresrechnungen, kommunale Erlasse, Bauvorhaben, Kredite und parlamentarische Vorstösse.

Die Exekutive ist der siebenköpfige Stadtrat. Er führt die Verwaltung und vertritt die Stadt nach aussen.

Seit der Amtsperiode 2026–2030 ist Kurt Hottinger Stadtpräsident. Zum Stadtrat gehören ausserdem Mark Wisskirchen, Gaby Kuratli, Sandra Eberhard, Richard Frischknecht, Roger Isler und Roman Walt.[10]

Die Stadtverwaltung befindet sich an der Kirchgasse 7 im Zentrum von Kloten.

Zu den besonderen kommunalpolitischen Themen gehören die Zusammenarbeit mit dem Flughafen, Fluglärm, Verkehr, Wohnungsbau, innere Verdichtung, Schulraum, Natur- und Landschaftsschutz sowie die Entwicklung des Stadtzentrums.

Wirtschaft

Flughafen als Wirtschaftszentrum

Der Flughafen Zürich ist der wichtigste wirtschaftliche Faktor Klotens.

Zahlreiche Unternehmen sind in den Bereichen Luftverkehr, Bodenabfertigung, Flugzeugwartung, Logistik, Sicherheit, Zoll, Gastronomie, Hotellerie und Detailhandel tätig.

Der Flughafen ist gleichzeitig einer der grössten Arbeitsplatzstandorte der Schweiz. Viele Beschäftigte pendeln täglich aus dem gesamten Kanton Zürich und den Nachbarkantonen nach Kloten.

Die Stadt besitzt deshalb einen positiven Pendlersaldo: Es arbeiten mehr Menschen in Kloten, als von Kloten aus in andere Gemeinden pendeln.[3]

Fluggesellschaften und Luftfahrtbetriebe

Mit dem Flughafen verbunden sind die Fluggesellschaft Swiss International Air Lines, zahlreiche ausländische Airlines, Abfertigungsunternehmen und Wartungsbetriebe.

Weitere Arbeitsplätze bieten die Schweizer Flugsicherung Skyguide, die Kantonspolizei Zürich, die Eidgenössische Zollverwaltung, Frachtunternehmen und technische Dienstleister.

Die Nähe zu den Terminals macht Kloten zudem zu einem wichtigen Standort für Hotels, Konferenzbetriebe und internationale Unternehmen.

Gewerbe und Dienstleistungen

Ausserhalb des Flughafens besitzt Kloten ein vielfältiges Gewerbe.

Zu den vertretenen Branchen gehören Bauwirtschaft, Fahrzeughandel, Informatik, Beratung, Gesundheitswesen, Detailhandel, Gastronomie und persönliche Dienstleistungen.

Gewerbegebiete befinden sich unter anderem im Balsberg, im Steinacker, entlang der Schaffhauserstrasse sowie im Umfeld des Flughafens.

Die Konkurrenz durch das Einkaufsangebot im Flughafen, The Circle, die Stadt Zürich und die grossen Einkaufszentren der umliegenden Gemeinden stellt den lokalen Detailhandel vor besondere Herausforderungen.

Landwirtschaft

Trotz des städtischen Charakters bestehen in den Aussenwachten weiterhin landwirtschaftliche Betriebe.

Sie betreiben Ackerbau, Futterbau, Viehhaltung und teilweise Direktverkauf. Landwirtschaftliche Flächen befinden sich vor allem bei Gerlisberg, Egetswil, Bänikon und im Eigental.

Die Betriebe tragen zur Pflege der Kulturlandschaft und zum Erhalt offener Flächen im dicht besiedelten Grossraum Zürich bei.

Flughafen Zürich

Lage und Fläche

Der Flughafen Zürich liegt zum grössten Teil auf Klotener Gemeindegebiet. Kleinere Flächen gehören zu den Nachbargemeinden Opfikon, Rümlang, Oberglatt und Winkel.

Die Passagierterminals, das Airside Center, The Circle, grosse Teile der Pisten und zahlreiche technische Anlagen befinden sich in Kloten.

Der Flughafen besitzt drei Start- und Landepisten. Ihre Anordnung erlaubt unterschiedliche Betriebskonzepte, die je nach Wind, Sicht, Tageszeit und politischen Vorgaben angewandt werden.

Bedeutung

Der Flughafen Zürich ist der grösste internationale Flughafen der Schweiz und das wichtigste Drehkreuz der Swiss International Air Lines.

Er verbindet die Schweiz mit europäischen und interkontinentalen Zielen. Neben dem Passagierverkehr besitzt er Bedeutung für Luftfracht, Geschäftsreisen, Diplomatie, Tourismus und internationale Organisationen.

Für Kloten bringt der Flughafen Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, eine aussergewöhnlich gute Verkehrsanbindung und internationale Bekanntheit.

Gleichzeitig entstehen Belastungen durch Fluglärm, Strassenverkehr, Luftschadstoffe und hohen Flächenverbrauch.

Ausbauetappen

Seit seiner Eröffnung wurde der Flughafen mehrfach ausgebaut.

Ausgewählte Entwicklungsschritte des Flughafens
Jahr Ereignis
1946 Beginn der Bauarbeiten
1948 Aufnahme des Flugbetriebs
1953 Offizielle Einweihung
1970er-Jahre Ausbau der Pisten, Terminals und Frachtanlagen
1980 Eröffnung des unterirdischen Flughafenbahnhofs
2000 Aufnahme der Tätigkeit der Flughafen Zürich AG
2003 Eröffnung von Dock E und Skymetro
2004 Eröffnung des Airside Centers
2020 Eröffnung von The Circle

Das 2003 eröffnete Dock E liegt zwischen den Pisten und ist über die unterirdische Skymetro mit dem Airside Center verbunden. Es verfügt über Standplätze für Langstreckenflugzeuge.[11]

Fluglärm

Fluglärm ist seit Jahrzehnten ein zentrales politisches Thema in Kloten.

Die Belastung unterscheidet sich je nach Quartier, Windrichtung und verwendetem Pistensystem. Besonders betroffen sind Gebiete unter den An- und Abflugrouten.

Nachtflugbeschränkungen, Schallschutzmassnahmen und betriebliche Verfahren sollen die Auswirkungen verringern. Dennoch besteht ein dauernder Interessenkonflikt zwischen wirtschaftlichen Ansprüchen, internationaler Erreichbarkeit und dem Schutz der Bevölkerung.

Verkehr

Eisenbahn

Kloten besitzt die Bahnhöfe Kloten und Kloten Balsberg.

Beide liegen an der Bahnstrecke Zürich–Kloten–Winterthur und werden von der Linie S7 der Zürcher S-Bahn bedient. Direkte Verbindungen bestehen unter anderem nach Zürich, Winterthur und Rapperswil.

Der unterirdische Bahnhof Zürich Flughafen befindet sich ebenfalls auf Klotener Gemeindegebiet. Er wird von InterCity-, InterRegio- und S-Bahn-Zügen bedient und bietet direkte Verbindungen in zahlreiche Schweizer Städte.

Tram und Glattalbahn

Der Bahnhof Kloten Balsberg ist mit den Tramlinien 10 und 12 verbunden.

Die Linie 10 führt über den Flughafen und Oerlikon zum Zürcher Hauptbahnhof. Die Linie 12 verbindet den Flughafen über Glattbrugg, Wallisellen und Dübendorf mit dem Bahnhof Stettbach.[12]

Eine Verlängerung der Glattalbahn vom Flughafen über das Zentrum von Kloten in das Industriegebiet Bassersdorf ist langfristig vorgesehen. Das Projekt soll Wohn- und Arbeitsplatzgebiete besser erschliessen.

Busverkehr

Ein dichtes Busnetz verbindet den Flughafen, den Bahnhof Kloten, die Wohnquartiere und die Nachbargemeinden.

Direkte Busverbindungen bestehen unter anderem nach Bülach, Embrach, Bassersdorf, Dietlikon, Oerlikon, Opfikon und in die umliegenden Dörfer.

Egetswil wird durch Linienbusse erschlossen. Für Gerlisberg besteht wegen der geringen Bevölkerungsdichte ein bedarfsorientiertes Ruftaxi-Angebot.

Strassenverkehr

Kloten liegt an der Autobahn A51, die den Flughafen mit Zürich und der Autobahn A1 verbindet.

Anschlüsse erschliessen den Flughafen, Kloten-Süd und die regionalen Hauptstrassen. Die Schaffhauserstrasse bildet eine wichtige Nord-Süd-Achse durch das Stadtgebiet.

Weitere Strassen führen nach Bassersdorf, Nürensdorf, Lufingen, Winkel, Rümlang und Opfikon.

Der starke Berufs-, Flughafen- und Durchgangsverkehr führt während der Hauptverkehrszeiten regelmässig zu Staus.

Fuss- und Veloverkehr

Die Stadt baut das Netz für Fussgängerinnen, Fussgänger und Velofahrende schrittweise aus.

Entlang des Altbachs, durch den Hardwald und in Richtung Eigental bestehen beliebte Freizeitwege.

Die Verbindung zwischen Stadtzentrum, Bahnhof, Flughafen und Nachbargemeinden ist wegen grosser Strassen, Bahnlinien und Flughafeneinrichtungen teilweise anspruchsvoll.

Stadtentwicklung

Kloten besitzt nur noch geringe Möglichkeiten, neue Siedlungsflächen einzuzonen. Die weitere Entwicklung konzentriert sich deshalb auf die Erneuerung und Verdichtung bestehender Quartiere.

Wichtige Entwicklungsgebiete befinden sich im Zentrum, beim Bahnhof, im Steinacker und im Balsberg.

Die Stadt verfolgt das Ziel, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, ohne Grünflächen, historische Siedlungsteile und die Lebensqualität übermässig zu beeinträchtigen.

Besondere Herausforderungen sind:

  • die räumliche Trennung durch Bahnlinien und Hauptstrassen;
  • das hohe Verkehrsaufkommen;
  • der Fluglärm;
  • der Mangel an freien Wohnbauflächen;
  • die Erneuerung älterer Schul- und Sportanlagen;
  • die Aufwertung des Stadtzentrums;
  • der Erhalt von Wald und Naherholungsgebieten.

Mit einem neuen kommunalen Richtplan sollen die langfristige Siedlungs-, Verkehrs- und Freiraumentwicklung koordiniert werden.

Bildung

Die Schule Kloten führt Kindergärten, Primarschulen und die Sekundarstufe.

Zu den Schulstandorten gehören unter anderem Nägelimoos, Hinterwiden, Spitz, Feld, Dorf und Freienberg.

Das starke Bevölkerungswachstum führte wiederholt zu Erweiterungen und Neubauten. Mehrere Schulanlagen werden saniert oder an neue pädagogische und energetische Anforderungen angepasst.

Die Stadt bietet schulergänzende Betreuung, Mittagstische, Horte und Angebote der frühen Förderung an.

Weiterführende Schulen befinden sich in Bülach, Zürich und Winterthur. Die Nähe zum Flughafen und zur Stadt Zürich erleichtert den Zugang zu Berufsfachschulen, Hochschulen und internationalen Bildungseinrichtungen.

Religion

Reformierte Kirche

Die reformierte Kirche von Kloten wurde 1785 und 1786 erbaut.

Der spätbarocke Bau ist als Querkirche gestaltet. Die Kanzel bildet den Mittelpunkt des Innenraums, wodurch die reformierte Bedeutung der Predigt architektonisch hervorgehoben wird.

Die Kirche wird für Gottesdienste, Konzerte und kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Römisch-katholische Kirche

Die katholische Bevölkerung gehört zur Kirchgemeinde Kloten-Bassersdorf.

Die katholische Kirche Christkönig entstand im 20. Jahrhundert als Folge des starken Bevölkerungswachstums und der Zuwanderung katholischer Arbeitskräfte.

Daneben bestehen evangelisch-methodistische, freikirchliche, orthodoxe, muslimische und weitere religiöse Gemeinschaften.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Historischer Dorfkern

Der historische Kern Klotens liegt im Bereich der Dorfstrasse, Kirchgasse und reformierten Kirche.

Erhalten sind einzelne Bauernhäuser, Gasthäuser, öffentliche Gebäude und Wohnhäuser aus verschiedenen Epochen.

Die ältere Bebauung vermittelt einen Eindruck vom früheren Bauerndorf, obwohl grosse Teile Klotens seit der Mitte des 20. Jahrhunderts vollständig verändert wurden.

Reformierte Kirche

Die reformierte Kirche gehört zu den wichtigsten Baudenkmälern der Stadt.

Ihr markanter Turm und die erhöhte Lage prägen das Ortsbild. Der Innenraum ist ein bedeutendes Beispiel für den protestantischen Kirchenbau des späten 18. Jahrhunderts.

Ortsmuseum

Das Ortsmuseum Kloten befindet sich an der Dorfstrasse 47.

Es dokumentiert die Geschichte der Gemeinde, das bäuerliche Leben, lokales Handwerk und die Entwicklung der Flughafenstadt.

Zu den Sammlungsgebieten gehören historische Fotografien, Werkzeuge, Haushaltsgegenstände, Dokumente und Erinnerungsstücke aus dem Alltag der Bevölkerung.

Zum Wilden Mann

Das historische Gasthaus Zum Wilden Mann gehört zu den bekannten Gebäuden im alten Dorfkern.

Vor dem Gebäude befindet sich ein Brunnentrog aus dem Jahr 1793 mit einer frühen Darstellung des Klotener Löwenwappens.

Flughafen und Besucherterrassen

Der Flughafen zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Region.

Besucherterrassen ermöglichen die Beobachtung von Flugzeugen, Abfertigungsvorgängen und dem Betrieb auf den Pisten.

Rundfahrten und Führungen vermitteln Einblicke in Gepäcksortierung, Feuerwehr, Flugzeugabfertigung und technische Anlagen.

The Circle

The Circle ist ein moderner Gebäudekomplex am Flughafenkopf.

Die halbkreisförmig angeordneten Gebäude wurden vom japanischen Architekten Riken Yamamoto entworfen. Hinter dem Komplex liegt ein bewaldeter Hügel mit Spazierwegen und Aussichtspunkten.

Gerlisberg und Egetswil

Die Aussenwachten Gerlisberg und Egetswil besitzen historische Bauernhäuser und einen ländlichen Charakter.

Von den erhöht gelegenen Gebieten bestehen Ausblicke auf den Flughafen, das Glattal und die umliegenden Hügel.

Eigental

Das Eigental ist ein bedeutender Natur- und Erholungsraum.

Weiher, Feuchtgebiete, Hecken, Wälder und Wiesen bieten Lebensraum für Amphibien, Vögel und Insekten.

Wanderwege verbinden das Gebiet mit Gerlisberg, Egetswil, Nürensdorf und Oberembrach.

Sport

Kloten ist in der Schweiz besonders als Eishockeystadt bekannt.

EHC Kloten

Der EHC Kloten wurde 1934 gegründet.

Der Verein zählt zu den traditionsreichsten Schweizer Eishockeyclubs und gewann fünf Schweizer Meistertitel. Eine besondere Bedeutung besitzt die Nachwuchsförderung.[13]

Die Vereinsfarben sind Blau, Weiss und Rot.

Swiss Arena

Die Heimspiele des EHC Kloten finden in der Swiss Arena im Sportzentrum Schluefweg statt.

Die Arena verfügt über 7378 Zuschauerplätze, darunter 5078 Sitzplätze. Neben Eishockey werden Eiskunstlauf, Curling, öffentliche Eisläufe und Veranstaltungen durchgeführt.[14]

Zentrum Schluefweg

Das Zentrum Schluefweg gehört zu den grössten Freizeit- und Sportanlagen der Flughafenregion.

Zum Angebot gehören:

  • Hallenbad und Freibad;
  • Eisstadion und Trainingshalle;
  • Turn- und Sporthallen;
  • Beachvolleyballfelder;
  • Seilpark;
  • Minigolfanlage;
  • Finnenbahn;
  • Skatepark und Pumptrack.

Weitere Sportanlagen befinden sich in Stighag, Hinterwiden und bei verschiedenen Schulhäusern.

Fluglärm und Umwelt

Die wirtschaftlichen Vorteile des Flughafens stehen erheblichen Umweltbelastungen gegenüber.

Fluglärm beeinflusst die Wohnqualität und beschränkt den Bau neuer Wohnungen in besonders belasteten Gebieten.

Die Stadt beteiligt sich an politischen und technischen Verfahren zur Festlegung von Flugrouten, Betriebszeiten und Schallschutzmassnahmen.

Weitere Umweltthemen sind Luftschadstoffe, Bodenversiegelung, Strassenverkehr, Lichtemissionen und der Schutz von Grundwasser und Feuchtgebieten.

Gleichzeitig besitzt Kloten grosse Wald- und Landwirtschaftsflächen. Das Eigental, der Hardwald, Gerlisberg und Egetswil sind wichtige Ausgleichsräume innerhalb der dicht besiedelten Flughafenregion.

Persönlichkeiten

Mit Kloten verbunden sind unter anderem:

  • Heini Hemmi (* 1949), Skirennfahrer und Olympiasieger, in Kloten aufgewachsen;
  • Felix Hollenstein (* 1965), Eishockeyspieler und -trainer, langjähriger Spieler des EHC Kloten;
  • Roman Wick (* 1985), Eishockeyspieler, begann seine Laufbahn beim EHC Kloten;
  • Martin Gerber (* 1974), Eishockeytorhüter, spielte für den EHC Kloten;
  • Peter Schlagenhauf (* 1962), Eishockeyspieler und -trainer;
  • René Huber (* 1957), Politiker und von 2006 bis 2026 Stadtpräsident von Kloten.

Chronologie

Ausgewählte Ereignisse der Stadtgeschichte
Jahr Ereignis
Römische Zeit Siedlungen und Verkehrswege im heutigen Gemeindegebiet
um 1155 Erste bekannte Erwähnung als Chlotun
1331 Halber Löwe im Siegel der Herren von Kloten nachgewiesen
1424 Übergang der Grafschaft Kyburg an Zürich
1452 Endgültige Übernahme der Grafschaft Kyburg durch Zürich
1520er-Jahre Einführung der Reformation
1785–1786 Bau der heutigen reformierten Kirche
1798 Bildung der politischen Gemeinde Kloten
1831 Dauerhafte Zuteilung zum Bezirk Bülach
1839 Volksversammlung im Vorfeld des Züriputschs
1872 Auflösung der Zivilgemeinde Gerlisberg
1922 Auflösung der Zivilgemeinde Kloten
1927 Anschluss von Bänikon und Teilen des Eigentals
1946 Beginn des Flughafenbaus
1948 Aufnahme des Flugbetriebs
1953 Offizielle Einweihung des Flughafens Zürich
1970 Erste Wahl des Gemeindeparlaments
1980 Eröffnung des Flughafenbahnhofs
2000 Aufnahme der Tätigkeit der Flughafen Zürich AG
2003 Eröffnung von Dock E und Skymetro
2020 Eröffnung von The Circle
2025 Überschreiten der Marke von 22'500 Einwohnerinnen und Einwohnern

Siehe auch

Literatur

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Basel 1943.
  • Walter Drack: Kloten. Geschichte und Entwicklung einer Zürcher Gemeinde. Kloten.
  • Martin Illi: Kloten. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Stadt Kloten: Kloten. Vom Bauerndorf zur Flughafenstadt. Kloten.
  • Flughafen Zürich AG: Flughafengeschichte Zürich. Kloten.

Wikimedia Commons Wikimedia Commons: Medien zu Kloten

Einzelnachweise

  1. Stadt Kloten: Politische Gemeinde Kloten, abgerufen am 24. Juli 2026.
  2. 2,0 2,1 Stadt Kloten: Einwohnerstatistik per 31. Dezember 2025, abgerufen am 24. Juli 2026.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Stadt Kloten: Stadtentwicklung, abgerufen am 24. Juli 2026.
  4. 4,0 4,1 4,2 Martin Illi: Kloten, in: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 24. Juli 2026.
  5. Stadt Kloten: Verkehrssperrungen zum Schutz der Amphibien im Eigental, abgerufen am 24. Juli 2026.
  6. Universität Bern: Reformierte Kirche Kloten, abgerufen am 24. Juli 2026.
  7. 7,0 7,1 Flughafen Zürich: Flughafengeschichte, abgerufen am 24. Juli 2026.
  8. Stadt Kloten: Geschichte und Sitzungen des Gemeinderats, abgerufen am 24. Juli 2026.
  9. Stadt Kloten: Geschichte des Klotener Wappens, abgerufen am 24. Juli 2026.
  10. Stadt Kloten: Stadtrat und Konstituierung 2026–2030, abgerufen am 24. Juli 2026.
  11. Flughafen Zürich: Dock E, abgerufen am 24. Juli 2026.
  12. Zürcher Verkehrsverbund: Haltestellenfahrplan Kloten Balsberg 2026, abgerufen am 24. Juli 2026.
  13. Stadt Kloten: EHC Kloten, abgerufen am 24. Juli 2026.
  14. Stadt Kloten: Eissportzentrum und Swiss Arena, abgerufen am 24. Juli 2026.