Leimbach (Zürich)
Leimbach ist ein Quartier der Stadt Zürich im Kreis 2. Es liegt im unteren Sihltal am Fuss des Uetlibergs und ist das südlichste Quartier der Stadt. Gemeinsam mit Wollishofen und Enge bildet Leimbach den Stadtkreis 2.
Das Quartier entstand in seiner heutigen Form aus den früheren Weilern Unterleimbach und Mittelleimbach. Diese gehörten bis zur ersten Zürcher Eingemeindung von 1893 politisch zur damaligen Gemeinde Enge. Das südlich anschliessende Oberleimbach wurde dagegen 1893 der Gemeinde Adliswil zugeteilt und gehört nicht zur Stadt Zürich.
Leimbach hat trotz seiner Zugehörigkeit zur Grossstadt teilweise einen vorstädtischen und stark durchgrünten Charakter bewahrt. Wohnsiedlungen, insbesondere solche von Wohnbaugenossenschaften, prägen das Quartier ebenso wie die umliegenden Wälder, die Sihl und die Hänge des Uetlibergs.[1]
| Leimbach | |
|---|---|
| Stadt | Zürich |
| Stadtkreis | Kreis 2 |
| Kanton | Zürich |
| Land | Schweiz |
| Fläche | 2,92 km² |
| Einwohner | 6'415 |
| Einwohnerstand | 31. Dezember 2024 |
| Postleitzahl | 8041 |
| Historische Ortsteile | Unterleimbach, Mittelleimbach |
| Eingemeindung | 1. Januar 1893 |
Geografie
Leimbach liegt im Süden der Stadt Zürich im unteren Sihltal. Das Quartier wird landschaftlich von den Ausläufern des Uetlibergs im Westen und dem Entlisberg beziehungsweise der Sihl im Osten geprägt. Die bebaute Fläche konzentriert sich vor allem auf den Talboden und die unteren Hanglagen.
Das Quartier grenzt innerhalb der Stadt Zürich an Wollishofen und Friesenberg. Ausserhalb der Stadtgrenze liegen die Gemeinden Adliswil, Kilchberg und Stallikon.[2]
Die östliche Quartiergrenze zu Wollishofen folgt zu einem grossen Teil der Sihl. Im Norden bilden Waldgebiete am Uetliberg die Grenze zu Friesenberg. Im Westen verläuft die Grenze am Fuss des Uetlibergs entlang der Fallätsche und der Balderen. Die südliche Stadtgrenze trennt Leimbach vom zu Adliswil gehörenden Oberleimbach.[2]
Mit einer Fläche von rund 292 Hektaren ist Leimbach flächenmässig deutlich grösser, als es die relativ kompakte Siedlungsfläche vermuten lässt. Ein erheblicher Teil der Quartierfläche besteht aus Wald und anderen unbebauten Gebieten.
Name
Leimbach wird in einer Urkunde aus dem Jahr 946 erstmals im Zusammenhang mit einem gleichnamigen Hof erwähnt. Der Ortsname wird vermutlich von den Bezeichnungen Lehm, Leim oder dem mundartlichen Läi abgeleitet.[2]
Möglicherweise bezog sich der Name ursprünglich auf einen Bach mit lehmigem Wasser oder Untergrund. Als entsprechendes Gewässer kommt der heutige Rütschlibach in Betracht, der von der Fallätsche in Richtung Sihl fliesst.
Der mundartliche Name des Quartiers lautet Läibach.
Geschichte
Mittelalter und frühe Neuzeit
Das Gebiet des heutigen Leimbach war während Jahrhunderten überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Neben den späteren Siedlungskernen bestanden verschiedene Einzelhöfe.
An frühere Höfe erinnern noch heute Orts- und Strassennamen wie Im Hüsli, Im Ris und Höckler.[2]
Im Mittelalter befand sich oberhalb von Unterleimbach die Burg Manegg. Sie lag auf einem Geländesporn bei der Fallätsche und war mit dem Zürcher Rittergeschlecht der Manesse verbunden.
Das Geschlecht Manesse gehört zu den bekannten Zürcher Adelsfamilien des Mittelalters. Der Name ist insbesondere mit der berühmten mittelalterlichen Liedersammlung Codex Manesse verbunden. Von der Burg sind heute nur noch geringe Überreste erhalten.
Leimbach besass im Mittelalter ausserdem eine dem heiligen Ägidius geweihte Kapelle. Nach der Reformation verlor sie ihre kirchliche Funktion und verschwand später.
Unter-, Mittel- und Oberleimbach
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts setzte sich das Siedlungsgebiet aus mehreren Weilern und Einzelhöfen zusammen. Besonders bedeutend waren:
- Unterleimbach
- Mittelleimbach
- Oberleimbach
- Höckler
- Frymannshäuser
- Hüsli
- Ris
Politisch bildete Leimbach damals keine eigenständige Gemeinde. Unterleimbach und Mittelleimbach gehörten zur Gemeinde Enge, während Oberleimbach zur Gemeinde Wollishofen gehörte.
Diese historische Aufteilung ist für die heutige Grenze zwischen Zürich und Adliswil von Bedeutung.
Eingemeindung 1893
Im 19. Jahrhundert wuchs Zürich stark. Die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Verbindungen zwischen der Stadt und den umliegenden Gemeinden wurden immer enger.
Auf den 1. Januar 1893 wurden elf Aussengemeinden mit Zürich vereinigt. Zu ihnen gehörte auch Enge. Mit Enge kamen Unterleimbach und Mittelleimbach zur Stadt Zürich.[3]
Bei dieser Neuordnung wurde das Gebiet Leimbach gleichzeitig geteilt. Unter- und Mittelleimbach verblieben bei Enge und wurden damit Teil Zürichs. Oberleimbach, das zuvor politisch zu Wollishofen gehört hatte, wurde hingegen der Gemeinde Adliswil zugeschlagen.[2]
Aus Unter- und Mittelleimbach entwickelte sich das heutige Stadtquartier Leimbach.
Sihltalbahn und Wachstum
Von entscheidender Bedeutung für die weitere Entwicklung Leimbachs war der Bau der Sihltalbahn.
Die Bahn nahm 1892 ihren Betrieb auf. Sie erschloss das Sihltal und verband die damals noch stark ländlich geprägten Siedlungen wesentlich besser mit der Stadt Zürich.[2]
Das Stationsgebäude in Leimbach wurde 1894 errichtet. Es entstand damit kurz nach der Eingemeindung und spielte für die Entwicklung des Quartiers eine wichtige Rolle. Das historische Stationsgebäude gilt als ein bemerkenswertes Zeugnis der frühen Sihltalbahn.[4]
Die direkte Bahnverbindung verkürzte die Reisezeit ins Zürcher Zentrum erheblich und machte Leimbach zunehmend als Wohnort attraktiv.
Dennoch entwickelte sich das Quartier zunächst wesentlich langsamer als die dichter bebauten Gebiete näher am Stadtzentrum. Die besondere topografische Lage zwischen Uetliberg und Sihl begrenzte die Möglichkeiten der Siedlungsausdehnung.
Bevölkerungsentwicklung
Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Leimbach dünn besiedelt. 1930 lebten lediglich 682 Personen im Quartier.
In den folgenden Jahrzehnten nahm die Bevölkerung deutlich zu. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden zahlreiche neue Wohnsiedlungen. 2024 zählte das Quartier 6'415 Einwohnerinnen und Einwohner und damit mehr als neunmal so viele wie 1930.[2]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1930 | 682 |
| 1950 | 2'225 |
| 1970 | 3'859 |
| 1990 | 4'586 |
| 2010 | 5'293 |
| 2020 | 6'140 |
| 2024 | 6'415 |
Das Bevölkerungswachstum setzt sich auch im 21. Jahrhundert fort. Zwischen 2014 und 2024 nahm die Wohnbevölkerung um rund acht Prozent zu.[5]
Siedlungsstruktur
Leimbach unterscheidet sich hinsichtlich seiner Bebauung deutlich von den innerstädtischen Quartieren Zürichs. Viele Wohngebiete besitzen eine offene, stark durchgrünte Struktur.
Besonders charakteristisch sind grössere Wohnsiedlungen aus der Zwischenkriegs- und Nachkriegszeit. Mehrfamilienhäuser und Reihenhäuser liegen häufig in grosszügigen Grünanlagen.
Ein wichtiger Teil der baulichen Entwicklung wurde von Wohnbaugenossenschaften getragen. Seit den 1920er-Jahren errichteten verschiedene Genossenschaften umfangreiche Wohnsiedlungen in Leimbach.[2]
Ein grosser Teil der Wohnungen entstand zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren. Gleichzeitig wurden seit Beginn des 21. Jahrhunderts zahlreiche ältere Siedlungen saniert, erweitert oder durch Neubauten ersetzt.
Leimbach besitzt damit eine Mischung aus älteren dörflichen Strukturen, genossenschaftlichen Siedlungen, Reihenhäusern, Mehrfamilienhäusern und neueren grossmassstäblichen Wohnbauten.
Unterleimbach
Unterleimbach bildet den nördlichen Teil des historischen Siedlungsgebiets. Die Bebauung erstreckt sich vom Talboden an der Sihl die Hänge in Richtung Uetliberg hinauf.
Das Gebiet ist stark durch Wohnsiedlungen geprägt. Die Hanglagen sowie der nahe Wald verleihen Teilen Unterleimbachs einen ausgesprochen grünen Charakter.
Die topografische Struktur wird unter anderem durch den Einschnitt des Rütschlibachs bestimmt.
Mittelleimbach
Mittelleimbach bildet einen wichtigen lokalen Mittelpunkt des Quartiers. Hier befinden sich verschiedene öffentliche Einrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten und Wohnsiedlungen.
Das Gebiet rund um die Klebestrasse und Leimbachstrasse wird in den kommenden Jahren weiterentwickelt. Im Projekt Leimbach Mitte planen mehrere städtische Wohnbaustiftungen gemeinsam mit den Gesundheitszentren für das Alter zusätzliche Wohnungen und neue Nutzungen.[6]
Auch das Hallenbad Leimbach befindet sich in diesem Gebiet.
Wohnungsbau im 21. Jahrhundert
Leimbach verfügt im Vergleich zu vielen innerstädtischen Quartieren noch über grössere Entwicklungs- und Erneuerungspotenziale.
Zu den bedeutenden Wohnbauprojekten der jüngeren Vergangenheit gehört die Siedlung Vista Verde an der Soodstrasse. Die beiden Gebäude mit insgesamt 116 Wohnungen entstanden 2004 und 2005 auf städtischem Land.[2]
Ein weiteres grosses Projekt ist der Sihlbogen an der Sihl. Auf einem ehemaligen Gewerbeareal entstanden rund 220 Wohnungen und Gewerbeflächen. Das 2015 fertiggestellte Projekt wurde mit einem besonders autoarmen Mobilitätskonzept realisiert.[2]
Auch die beiden markanten Hochhäuser der Siedlung Sihlweid wurden umfassend erneuert. Ihre Fassaden wurden mit Photovoltaikelementen ausgestattet.
2013 entstand in Leimbach zudem ein speziell für Menschen mit multipler Chemikalien-Sensitivität konzipiertes Wohnhaus.
Stadtentwicklung
Die Stadt Zürich geht davon aus, dass sich Leimbach in den kommenden Jahren weiter verändern wird. Zahlreiche genossenschaftliche Siedlungen erreichen ein Alter, in dem umfassende Sanierungen oder Ersatzneubauten notwendig werden.
Seit 2025 begleitet ein städtisches Gebietsmanagement Leimbach / Manegg die Entwicklung des Gebiets. Es koordiniert verschiedene städtische Projekte und dient als Verbindung zwischen Verwaltung und Quartierbevölkerung.[7]
Dabei soll der stark durchgrünte Charakter Leimbachs auch bei einer höheren baulichen Dichte berücksichtigt werden. An den Hanglagen sieht die städtische Planung eine moderate Verdichtung vor, während im Talboden höhere bauliche Dichten möglich sind.
Verkehr
Leimbach ist trotz seiner Randlage gut an das öffentliche Verkehrsnetz Zürichs angeschlossen.
Bahnhof Zürich Leimbach
Der Bahnhof Zürich Leimbach liegt an der Sihltalbahn der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn (SZU).
Die Strecke wird von der Linie S4 der S-Bahn Zürich bedient. Sie verbindet Leimbach direkt mit dem Zürcher Stadtzentrum und führt in südlicher Richtung über Adliswil und Langnau am Albis ins Sihltal.
Die Bahn besitzt für das Quartier eine besonders grosse Bedeutung, da das Sihltal topografisch einen natürlichen Verkehrskorridor bildet.
Busverkehr
Der öffentliche Verkehr wird durch Buslinien der Verkehrsbetriebe Zürich ergänzt. Eine wichtige Verbindung ist die Buslinie 70, die unter anderem den Bahnhof Leimbach mit Mittelleimbach und dem Gebiet von Wollishofen verbindet.
Die Buslinien erschliessen insbesondere jene Wohngebiete, die weiter vom Bahnhof entfernt oder höher am Hang liegen.
Strassen
Die wichtigste Strassenachse des Quartiers ist die Leimbachstrasse. Sie verläuft weitgehend parallel zur Sihl und verbindet das Quartier nach Norden mit Wollishofen und nach Süden mit Adliswil.
Aufgrund der geografischen Lage konzentrieren sich Bahn, Hauptstrasse und ein erheblicher Teil der Bebauung auf den relativ schmalen Talboden.
Sihl
Die Sihl bildet ein prägendes Landschaftselement Leimbachs. Sie fliesst entlang des östlichen Randes des Quartiers in Richtung Zürcher Innenstadt.
Historisch stellte der Fluss wegen seiner Hochwasser eine Gefahr für die Besiedlung des Talbodens dar. Durch wasserbauliche Massnahmen und die Regulierung des Einzugsgebiets konnte die Gefahr reduziert werden, vollständig verschwunden ist sie jedoch nicht. Unter anderem die Hochwasser von 1999 und 2005 zeigten die weiterhin vorhandene Dynamik des Flusses.[2]
Heute bildet die Sihl zugleich einen wichtigen Natur- und Erholungsraum. Fuss- und Velowege verbinden Leimbach mit den nördlich und südlich gelegenen Gebieten des Sihltals.
Uetliberg und Fallätsche
Westlich von Leimbach erhebt sich der Uetliberg, der Hausberg Zürichs. Seine bewaldeten Hänge begrenzen die Siedlungsentwicklung des Quartiers nach Westen.
Von besonderer landschaftlicher Bedeutung ist die Fallätsche, ein markanter Erosionstrichter am Uetliberg. Die steilen, teilweise instabilen Hänge bilden einen auffälligen Gegensatz zum dicht besiedelten Zürcher Stadtgebiet.
Die Wälder oberhalb Leimbachs sind mit Wanderwegen erschlossen und gehören zu den bedeutenden Naherholungsräumen der Stadt.
Burg Manegg
Oberhalb von Unterleimbach befinden sich im Wald die Überreste der Burg Manegg. Die mittelalterliche Anlage lag auf einem Geländesporn in der Nähe der Fallätsche.
Sie wird mit der Zürcher Ritterfamilie Manesse in Verbindung gebracht. Die Familie spielte im mittelalterlichen Zürich eine wichtige gesellschaftliche und kulturelle Rolle.
Der Name Manesse ist vor allem wegen des Codex Manesse bekannt, einer der bedeutendsten deutschsprachigen mittelalterlichen Liederhandschriften. Die heute nur noch in Resten erhaltene Burg gehört zu den wichtigsten historischen Spuren im Gebiet von Leimbach.
Schulen
Die Bevölkerungszunahme Leimbachs führte wiederholt zu einem Ausbau der schulischen Infrastruktur.
Das erste Schulhaus Leimbach wurde 1901 errichtet. Nach dem starken Wachstum im 20. Jahrhundert entstanden zusätzliche Kindergarten-, Primar- und Sekundarschulgebäude.
Die Schulanlage Falletsche wurde seit den 1950er-Jahren mehrfach erweitert. Aufgrund des weiteren Bevölkerungswachstums wird die Schulinfrastruktur erneut ausgebaut.
Ein Ersatzneubau der Schulanlage Leimbach soll Platz für 18 Primarklassen und zwei Kindergartenklassen im Tagesschulbetrieb schaffen. Zur Anlage gehören auch eine Doppelsporthalle und eine öffentliche Bibliothek. Die Fertigstellung ist für 2027 vorgesehen.[8]
Kirchen
In Leimbach bestehen sowohl eine reformierte als auch eine römisch-katholische Kirche.
Die Geschichte der reformierten Gemeinde reicht weit zurück. Bereits im Mittelalter bestand eine dem heiligen Ägidius geweihte Kapelle. 1780 erhielt Leimbach wieder ein eigenes Bethaus. Im Zusammenhang mit dem Bau der Sihltalbahn wurde 1899 eine neue Kirche errichtet.
Das heutige reformierte Kirchenzentrum entstand im 20. Jahrhundert.
Die römisch-katholische Bevölkerung wird durch die Kirche Maria-Hilf betreut. Die Entwicklung der katholischen Gemeinde ist eng mit dem starken Bevölkerungswachstum Leimbachs im 20. Jahrhundert verbunden.
Hallenbad Leimbach
Das Hallenbad Leimbach an der Klebestrasse ist eine wichtige Sport- und Freizeiteinrichtung des Quartiers.
Das Bad verfügt unter anderem über ein 25-Meter-Schwimmbecken mit fünf Bahnen, ein Planschbecken, ein Sprungbrett sowie Sauna- und Dampfbadangebote. Auf der Dachterrasse befindet sich bei entsprechender Witterung ein Wasserspielplatz.[9]
Gemeinschaftszentrum
Das Gemeinschaftszentrum Leimbach ist ein Treffpunkt für die Quartierbevölkerung und bietet soziale, kulturelle und familienorientierte Aktivitäten.
Der Standort wurde in den 2010er-Jahren stärker in Richtung Mittelleimbach verlagert, um das Gemeinschaftszentrum besser erreichbar zu machen und mit dem dortigen Quartierzentrum zu verbinden.
Mit dem Wachstum im Raum Leimbach und Manegg gewinnt die soziale Infrastruktur zusätzlich an Bedeutung.
Wirtschaft
Leimbach ist in erster Linie ein Wohnquartier und kein bedeutender Arbeitsplatzschwerpunkt. 2024 beziehungsweise nach den jüngsten verfügbaren statistischen Grundlagen gab es rund 800 Arbeitsplätze im Quartier.[2]
Zu den wichtigsten Bereichen gehören Bildung, Betreuung, Detailhandel, Baugewerbe und lokale Dienstleistungen.
Viele Bewohnerinnen und Bewohner pendeln zur Arbeit in andere Teile Zürichs oder in die umliegenden Gemeinden. Die direkte S-Bahn-Verbindung erleichtert insbesondere den Arbeitsweg ins Stadtzentrum.
Natur und Erholung
Die Nähe zu Wald, Uetliberg und Sihl gehört zu den wichtigsten Eigenschaften Leimbachs.
Zahlreiche Fuss- und Wanderwege führen von den Wohngebieten unmittelbar in die Wälder. Über die Hänge des Uetlibergs bestehen Verbindungen in Richtung Uetliberg, Felsenegg, Balderen und in weitere Teile des Albisgebiets.
Auch das Sihlufer dient als Naherholungsraum und bildet eine wichtige Verbindung für den Fuss- und Veloverkehr zwischen Zürich und Adliswil.
Durch die Kombination aus städtischer Infrastruktur und unmittelbarer Nähe zu grossen Naturgebieten besitzt Leimbach innerhalb Zürichs einen besonderen Charakter.
Charakter des Quartiers
Leimbach nimmt innerhalb der Stadt Zürich eine Sonderstellung ein. Obwohl das Quartier seit 1893 zur Stadt gehört, blieb der räumliche Abstand zur dicht bebauten Kernstadt lange deutlich sichtbar.
Die geografische Lage zwischen den bewaldeten Hängen des Uetlibergs und der Sihl, die niedrige Bebauungsdichte sowie zahlreiche genossenschaftliche Wohnsiedlungen vermitteln bis heute teilweise den Eindruck eines eigenständigen Vororts.
Gleichzeitig ist Leimbach durch die Sihltalbahn eng mit dem Zentrum verbunden. Neue Wohnbauprojekte, die Erneuerung bestehender Siedlungen und die Entwicklung des angrenzenden Gebiets Manegg führen zu einer zunehmenden städtebaulichen Verdichtung.
Die Herausforderung der kommenden Jahre besteht darin, zusätzliche Wohnungen und öffentliche Infrastruktur bereitzustellen und gleichzeitig die grosszügigen Grünräume und den besonderen landschaftlichen Charakter des Quartiers zu erhalten.
Siehe auch
- Kreis 2 (Zürich)
- Stadtkreise der Stadt Zürich
- Wollishofen
- Enge (Zürich)
- Sihltal
- Sihl
- Uetliberg
- Fallätsche
- Burg Manegg
- Bahnhof Zürich Leimbach
- Sihltalbahn
- Sihltal Zürich Uetliberg Bahn
- Geschichte der Stadt Zürich
Einzelnachweise
- ↑ Quartierspiegel Leimbach, Statistik Stadt Zürich, abgerufen am 8. August 2026.
- ↑ 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 Quartierspiegel Leimbach 2025, Statistik Stadt Zürich, abgerufen am 8. August 2026.
- ↑ Digitale Zeitreise – Zürcher Eingemeindung, Stadt Zürich, abgerufen am 8. August 2026.
- ↑ Inventarergänzung 2019 – Bahnhof Leimbach, Stadt Zürich, abgerufen am 8. August 2026.
- ↑ Bevölkerungsbefragung 2025 – Quartierbericht, Stadt Zürich, abgerufen am 8. August 2026.
- ↑ Kooperation Leimbach Mitte, Stadt Zürich, abgerufen am 8. August 2026.
- ↑ Leimbach / Manegg, Stadt Zürich, abgerufen am 8. August 2026.
- ↑ Schulanlage Leimbach – Jurybericht, Stadt Zürich, abgerufen am 8. August 2026.
- ↑ Hallenbad Leimbach, Stadt Zürich, abgerufen am 8. August 2026.
Weblinks
Wikimedia Commons: Medien zu Leimbach (Zürich)