Bahnhof Märstetten

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Bahnhof Märstetten
Bild Bahnhof Märstetten
Bahnhofstyp Zwischenbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung MAER
IBNR 8506104
Eröffnung 16. Mai 1855
Gemeinde Märstetten
Kanton Thurgau
Höhe 418 m ü. M.
Koordinaten 47.58288° N, 9.06215° E
Strecke Winterthur–Romanshorn
Streckenkilometer 55,69
Tarifzone 923 (OSTWIND)
Eigentümerin SBB
Infrastrukturbetreiberin SBB

Der Bahnhof Märstetten ist ein Bahnhof in der politischen Gemeinde Märstetten im Bezirk Weinfelden des Kantons Thurgau. Er liegt an der Bahnstrecke Winterthur–Romanshorn, die auch als Thurtallinie bezeichnet wird, zwischen den Bahnhöfen Müllheim-Wigoltingen und Weinfelden.

Der Bahnhof wird von den Linien S24 und S30 der S-Bahn Zürich bedient. Die S24 stellt direkte Verbindungen über Frauenfeld, Winterthur, den Flughafen Zürich, Zürich Hauptbahnhof und Thalwil bis nach Zug her. Die S30 verbindet Märstetten mit Weinfelden und Winterthur. Beide Linien werden im Regionalverkehr überwiegend von Thurbo betrieben.

Die Station wurde 1855 zusammen mit der Strecke Winterthur–Romanshorn eröffnet. Der Bau der Bahn führte südwestlich des historischen Dorfkerns zur Entstehung eines zweiten Siedlungs- und Gewerbeschwerpunkts, der als Märstetten Station bezeichnet wird. Von 2023 bis 2024 wurde der Bahnhof umfassend erneuert und für längere Züge sowie den barrierefreien Zugang ausgebaut.

Lage

Der Bahnhof befindet sich rund einen Kilometer südwestlich des historischen Dorfkerns von Märstetten. Zwischen dem alten Dorf und der Station verläuft die weitgehend geradlinige Bahnhofstrasse. Das Gebiet um die Bahnstation bildet heute einen eigenen Siedlungsteil mit Wohnhäusern, Gewerbe- und Industriebetrieben.

Die Bahnanlagen verlaufen ungefähr in Nordwest-Südost-Richtung durch das flache Thurtal. In nordwestlicher Richtung führt die Strecke über Müllheim-Wigoltingen, Hüttlingen-Mettendorf und Felben-Wellhausen nach Frauenfeld und Winterthur. Südöstlich wird nach wenigen Minuten der Bahnhof Weinfelden erreicht.

Südlich des Bahnhofs liegen landwirtschaftlich genutzte Flächen und das Gebiet der Thur. Nördlich schliessen die Quartiere von Märstetten Station an. Die Lage ausserhalb des ursprünglichen Dorfkerns ist typisch für zahlreiche Bahnhöfe, die Mitte des 19. Jahrhunderts entlang der Thurtallinie entstanden.

Der Bahnhof liegt auf etwa 418 Metern über Meer und bei Streckenkilometer 55,69 der von Winterthur nach Romanshorn kilometrierten Bahnstrecke.

Anlage

Der Bahnhof Märstetten ist ein Durchgangsbahnhof an der durchgehend zweigleisigen und elektrifizierten Thurtallinie. Er besitzt zwei Bahnsteiggleise mit je einem Aussenperron.

Im Regelbetrieb halten die Züge in Richtung Weinfelden am Gleis 1 und die Züge in Richtung Frauenfeld und Winterthur am Gleis 2. Betriebsbedingte Abweichungen sind möglich.

Das historische Aufnahmegebäude befindet sich auf der nördlichen Seite der Bahnlinie. Im Bereich des Hausperrons liegt ausserdem ein Anschlussgleis, das mit dem früheren Güter- und Gewerbeverkehr der Station verbunden ist. Für den heutigen Personenverkehr sind vor allem die beiden durchgehenden Hauptgleise von Bedeutung.

Die Perrons sind mit Fahrgastinformationsanlagen, Beleuchtung, Wetterschutz und Sitzgelegenheiten ausgestattet. Billette können an Automaten beziehungsweise über die elektronischen Vertriebssysteme des öffentlichen Verkehrs bezogen werden. Ein bedienter Billettschalter besteht nicht mehr.

Zur Ausstattung des Bahnhofs gehören gemäss Angaben der SBB:

  • 99 gedeckte Veloabstellplätze;
  • 14 gedeckte Abstellplätze für motorisierte Zweiräder;
  • acht reguläre P+Rail-Parkplätze;
  • ein Behindertenparkplatz;
  • Billettautomaten;
  • digitale beziehungsweise elektronische Fahrgastinformationen.

Die relativ grosse Zahl von Veloabstellplätzen entspricht der Bedeutung des Velos als Zubringer aus dem Dorf und den umliegenden Weilern.[1]

Geschichte

Planung der Bodenseebahn

Die Geschichte des Bahnhofs ist eng mit dem Bau der Verbindung zwischen Zürich und dem Bodensee verbunden. Bereits in den 1830er- und 1840er-Jahren entstanden Projekte für eine Eisenbahn von Zürich über Winterthur und Frauenfeld nach Romanshorn.

Die Strecke sollte die aufstrebenden Industriegebiete im Raum Zürich und Winterthur mit dem Kanton Thurgau und dem Bodensee verbinden. In Romanshorn waren Anschlüsse an Schiffsverbindungen und später an Eisenbahnfähren nach Deutschland und Österreich vorgesehen.

Der Bau wurde zunächst von der Zürich-Bodenseebahn vorbereitet. Noch während der Bauzeit fusionierte diese Gesellschaft mit der Schweizerischen Nordbahn zur Schweizerischen Nordostbahn (NOB). Die NOB führte die Arbeiten weiter und übernahm den Betrieb.

Märstetten gehörte zu den von Anfang an vorgesehenen Stationen. Die Trasse wurde südlich des bestehenden Dorfes durch das ebene Thurtal gelegt. Dadurch liessen sich grössere Steigungen und enge Kurven vermeiden, der Bahnhof lag jedoch in beträchtlicher Entfernung vom damaligen Siedlungskern.

Eröffnung 1855

Die Bahnstrecke Winterthur–Romanshorn wurde am 16. Mai 1855 eröffnet. Mit ihr nahm auch der Bahnhof Märstetten den Betrieb auf. Die Linie gehörte zu den frühesten Eisenbahnstrecken innerhalb der Schweiz.

Die ersten Züge wurden von Dampflokomotiven geführt. Die Reisezeiten zwischen den Orten des Thurgaus sowie nach Winterthur und Zürich verkürzten sich erheblich. Personen, Postsendungen, landwirtschaftliche Erzeugnisse und gewerbliche Güter konnten schneller transportiert werden.

Die Gemeinde beschrieb den Beginn des Eisenbahnzeitalters später mit den ersten Pfiffen und Rauchfahnen der Nordostbahn. Vom Dorfkern wurde eine direkte Strasse zur Station angelegt. Entlang dieser Achse entstanden allmählich neue Gebäude, Gewerbebetriebe und Wohnhäuser.[2]

Die Bahnstation legte damit den Grundstein für den Ortsteil Märstetten Station. Während der historische Dorfkern rund um die Kirche zunächst landwirtschaftlich geprägt blieb, siedelten sich bei der Bahn vor allem Gewerbe- und später Industriebetriebe an.

Nordostbahn und SBB

Während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Bahnhof von der Schweizerischen Nordostbahn betrieben. Die Strecke entwickelte sich zur wichtigsten Ost-West-Verbindung des Kantons Thurgau.

Mit der Verstaatlichung der grossen Privatbahnen ging die Nordostbahn 1902 in den Schweizerischen Bundesbahnen auf. Der Bahnhof Märstetten und die Thurtallinie wurden damit Bestandteil des SBB-Netzes.

Die ursprünglich eingleisige Strecke wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts schrittweise auf Doppelspur ausgebaut. Der Abschnitt Frauenfeld–Müllheim wurde 1905 und der Abschnitt Müllheim–Sulgen 1907 zweigleisig in Betrieb genommen. Damit erhielt auch Märstetten zwei durchgehende Streckengleise.

Der Doppelspurausbau erhöhte die Kapazität und ermöglichte Zugbegegnungen ohne längere Aufenthalte in den Bahnhöfen. Er war eine wichtige Voraussetzung für die spätere Verdichtung des Personen- und Güterverkehrs.

Elektrifizierung

Am 15. Mai 1928 wurde der elektrische Betrieb auf der Strecke Winterthur–Romanshorn aufgenommen. Die Fahrleitung wird seither mit dem schweizerischen Bahnstromsystem von 15 Kilovolt und 16,7 Hertz gespeist.[3]

Die Elektrifizierung ersetzte die Dampflokomotiven im regulären Verkehr. Elektrische Züge ermöglichten höhere Leistungen, kürzere Fahrzeiten und einen wirtschaftlicheren Betrieb. Gleichzeitig entfielen Rauch und Russ, die während der Dampfbahnzeit das Umfeld der Station geprägt hatten.

Wandel des Güterverkehrs

Der Bahnhof verfügte neben den Personengleisen über Anlagen für den lokalen Güterverkehr. Landwirtschaftliche Produkte, Baumaterialien und Erzeugnisse örtlicher Unternehmen konnten auf die Bahn verladen werden.

Die Ansiedlung von Industrie- und Gewerbebetrieben im Bereich Märstetten Station wurde durch den Bahnanschluss begünstigt. Für Unternehmen war die Nähe zu einem Gütergleis lange Zeit ein wichtiger Standortvorteil.

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verlagerte sich ein grosser Teil des kleinteiligen Güterverkehrs auf die Strasse. Güterschuppen, Freiverladeanlagen und Nebengleise verloren dadurch an Bedeutung. Ein Anschlussgleis blieb jedoch im Bahnhofsbereich erhalten.

Regionalverkehr und Taktfahrplan

Mit der Einführung des schweizerischen Taktfahrplans im Jahr 1982 wurden die Verbindungen auf der Thurtallinie systematischer gestaltet. Regionalzüge verkehrten in regelmässigen Zeitabständen und erhielten in Winterthur und Weinfelden abgestimmte Anschlüsse.

Seit der Gründung von Thurbo im Jahr 2001 wird ein grosser Teil des Regionalverkehrs in der Ostschweiz von diesem Unternehmen erbracht. Die Infrastruktur des Bahnhofs und der Strecke blieb im Eigentum der SBB.

Im Zuge der Neuordnung des Ostschweizer S-Bahn-Verkehrs wurde der durchgehende Regionalverkehr Winterthur–Romanshorn in Weinfelden geteilt. Westlich von Weinfelden übernahm die Linie S30 die Grunderschliessung, während östlich von Weinfelden andere Linien in Richtung Romanshorn verkehren.

Die Verlängerung der Zürcher S-Bahn-Linie S24 nach Weinfelden ergänzte das Angebot. Märstetten erhielt dadurch direkte Verbindungen zum Flughafen Zürich, nach Zürich Hauptbahnhof und weiter in Richtung Zug.

Umbau 2023 bis 2024

Vor dem jüngsten Umbau verfügte Märstetten als einziger Bahnhof zwischen Winterthur und Weinfelden nur über rund 120 Meter lange Perrons. Gleichzeitig lag die Perronhöhe am Hausperron lediglich bei 35 Zentimetern über der Schienenoberkante.

Diese Abmessungen genügten den Anforderungen des modernen Regionalverkehrs nicht mehr. Seit dem Fahrplanwechsel 2021 werden auf der Strecke teilweise bis zu 200 Meter lange Züge eingesetzt. Zudem sollte der Bahnhof den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes entsprechen.

Die SBB planten deshalb eine umfassende Anpassung der Anlage. Die Bauausführung erfolgte von Mai 2023 bis Dezember 2024. Zu den wichtigsten Massnahmen gehörten:

  • die Verlängerung beider Aussenperrons auf eine nutzbare Länge von jeweils 220 Metern;
  • die Erhöhung der Perronkanten auf 55 Zentimeter;
  • die Anpassung der Perronzugänge;
  • die Verlängerung der Perrons in Richtung Weinfelden um rund 92 Meter;
  • Anpassungen am Anschlussgleis im Bereich des Hausperrons;
  • die Erneuerung des Unterbaus;
  • der Bau einer neuen Gleisentwässerung;
  • die Ableitung des Gleisabwassers in ein Versickerungsbecken.

Durch die Perronhöhe von 55 Zentimetern wurde bei geeignetem Rollmaterial ein weitgehend niveaugleicher Einstieg ermöglicht. Die längeren Perrons erlauben den Halt von Regionalzügen in Doppeltraktion und erhöhen die betriebliche Flexibilität.[4]

Die Arbeiten fanden unter laufendem Bahnbetrieb statt. Einzelne Tätigkeiten mussten deshalb nachts oder während zeitweiliger Gleissperren ausgeführt werden.

Bahnverkehr

Im Fahrplanjahr 2026 wird Märstetten von zwei Linien der S-Bahn Zürich bedient.

Linie Verlauf Angebot
S24 Weinfelden – Märstetten – Müllheim-Wigoltingen – Frauenfeld – Winterthur – Zürich Flughafen – Zürich Oerlikon – Zürich HB – Thalwil – Baar – Zug grundsätzlich stündlich
S30 Winterthur – Oberwinterthur – Wiesendangen – Rickenbach-Attikon – Islikon – Frauenfeld – Felben-Wellhausen – Hüttlingen-Mettendorf – Müllheim-Wigoltingen – Märstetten – Weinfelden grundsätzlich stündlich

Die S24 und S30 verkehren zeitlich versetzt. Dadurch besteht zwischen Märstetten, Weinfelden, Frauenfeld und Winterthur tagsüber grundsätzlich ein annähernder Halbstundentakt.

Die Fahrzeit nach Weinfelden beträgt ungefähr vier bis fünf Minuten. Frauenfeld wird in rund einer Viertelstunde und Winterthur in etwa einer halben Stunde erreicht. Mit der S24 bestehen umsteigefreie Verbindungen zum Flughafen Zürich und nach Zürich Hauptbahnhof.

Die S30 dient vor allem der regionalen Erschliessung der Thurtallinie und hält an sämtlichen Stationen zwischen Weinfelden und Winterthur. Die S24 übernimmt ebenfalls die Bedienung der Regionalverkehrshalte, wird westlich von Winterthur jedoch über den Flughafen Zürich und die Durchmesserlinie weitergeführt.[5][6]

Fernverkehrszüge zwischen Zürich, Weinfelden, Romanshorn und Konstanz durchfahren den Bahnhof in der Regel ohne Halt.

Busverkehr

Unmittelbar beim Bahnhof befindet sich die PostAuto-Haltestelle «Märstetten, Bahnhof». Die Busverbindungen erschliessen den rund einen Kilometer entfernten Dorfkern und die umliegenden Ortschaften.

Von besonderer Bedeutung ist die PostAuto-Linie 833. Sie verbindet Weinfelden über Märstetten, Wagerswil, Lipperswil und den Arenenberg mit Ermatingen. In Märstetten bedient sie neben dem Bahnhof unter anderem die Haltestellen Obstgarten und Gemeindehaus.

Dadurch bestehen Busverbindungen zu den nördlich gelegenen Ortsteilen und Weilern sowie zum Freizeitpark Conny-Land in Lipperswil. In Weinfelden und Ermatingen bestehen Anschlüsse an weitere Bahn- und Buslinien.

Die regionale Linie 920 ergänzt das PostAuto-Angebot im Gebiet zwischen Frauenfeld, Müllheim, Lipperswil, Tägerwilen und Kreuzlingen. Die genaue Linienführung und Bedienung einzelner Haltestellen kann je nach Tageszeit und Fahrplanperiode variieren.[7]

Tarif

Der Bahnhof liegt in der Tarifzone 923 des Tarifverbunds OSTWIND. Innerhalb des Verbundgebiets gelten zonenbezogene Fahrausweise für Bahn und Bus.

Für Reisen in Richtung Zürich können je nach Ziel Fahrausweise des nationalen Direkten Verkehrs oder Angebote des Z-Pass verwendet werden. Abonnemente werden auf dem SwissPass referenziert.

Die Nähe zu Weinfelden ermöglicht den Umstieg zu weiteren Linien der S-Bahn St. Gallen und des Fernverkehrs. In Weinfelden bestehen unter anderem Verbindungen nach Konstanz, Kreuzlingen, Romanshorn, St. Gallen, Wil und Zürich.

Empfangsgebäude

Das frühere Empfangsgebäude steht nördlich der Gleise an der Weinfelderstrasse. Es erinnert an die Entstehungszeit der Thurtallinie und an die frühere Bedeutung des Bahnhofs für den örtlichen Güter- und Personenverkehr.

Nachdem der bediente Bahnbetrieb aufgegeben worden war, wurde das Gebäude anderen Nutzungen zugeführt. Zeitweise befand sich darin eine Bike-Station, die unter anderem Veloreparaturen und die Vermietung gemeindeeigener E-Bikes anbot.[8]

Das Gebäude und die angrenzenden früheren Güterverkehrsanlagen dokumentieren den Wandel von einer personell bedienten Landstation zu einem automatisierten Haltepunkt des modernen S-Bahn-Verkehrs.

Bedeutung für die Siedlungsentwicklung

Vor dem Eisenbahnbau konzentrierte sich die Bebauung Märstettens rund um die Kirche und die historischen Strassen des Dorfkerns. Die Bahnlinie wurde in deutlicher Entfernung südlich des Dorfs angelegt.

Zunächst blieb das Gebiet zwischen Dorf und Station weitgehend unbebaut. Auf historischen Karten des späten 19. Jahrhunderts ist die fast einen Kilometer lange Bahnhofstrasse nur locker von Gebäuden begleitet.

Mit der Zeit entwickelte sich die Station jedoch zu einem zweiten Gemeindezentrum. Gewerbe- und Industriebetriebe nutzten die verkehrsgünstige Lage an Bahn und Strasse. Später entstanden auch Wohnquartiere, sodass Märstetten Dorf und Märstetten Station baulich näher zusammenrückten.[9]

Der Bahnhof ist heute insbesondere für Pendlerinnen und Pendler wichtig. Er ermöglicht der Gemeinde direkte Bahnverbindungen nach Weinfelden, Frauenfeld, Winterthur, zum Flughafen Zürich und in die Stadt Zürich.

Güterverkehr und Durchgangsverkehr

Planmässiger lokaler Güterumschlag spielt am Bahnhof Märstetten heute nur noch eine geringe Rolle. Die Thurtallinie bleibt jedoch eine bedeutende Güterverkehrsachse zwischen der Ostschweiz und dem Raum Zürich.

Güterzüge aus dem Bodenseeraum und dem St. Galler Rheintal benutzen die Strecke in Richtung Winterthur und Rangierbahnhof Limmattal. Während der Zuckerrübenkampagne verkehren zudem Güterzüge zur Zuckerfabrik Frauenfeld.

Auch InterCity- und InterRegio-Züge befahren die beiden Hauptgleise ohne Halt. Wegen des Mischverkehrs aus schnellen Fernverkehrszügen, haltenden S-Bahnen und Güterzügen besitzt die Strecke eine hohe betriebliche Bedeutung.

Siehe auch

Literatur

  • Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz. AS Verlag, Zürich 2010.
  • Hans G. Wägli: Bahnprofil Schweiz 2005. Diplory Verlag, Grafenried 2004.
  • Paul Bärtschi: Die Bodenseebahn 1855–2005. Minirex, Luzern 2005.
  • 125 Jahre Thurtal-Linie 1855–1980. Frauenfeld 1980.

Einzelnachweise

  1. Bahnhof Märstetten. In: Schweizerische Bundesbahnen. Abgerufen am 2026-08-05.
  2. Geschichte. In: Gemeinde Märstetten. Abgerufen am 2026-08-05.
  3. Thurtallinie Winterthur–Romanshorn. In: Schienenverkehr Schweiz. Abgerufen am 2026-08-05.
  4. SBB BZU 23 Ost, Bahnhof Märstetten – Umsetzung BehiG. In: SNZ Ingenieure und Planer AG. Abgerufen am 2026-08-05.
  5. S24 Thayngen/Weinfelden–Flughafen–Zürich HB–Zug. In: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 2026-08-05.
  6. S30 Winterthur–Frauenfeld–Weinfelden. In: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 2026-08-05.
  7. Liniennetz Kreuzlingen West. Hrsg.: PostAuto. Abgerufen am 2026-08-05.
  8. s'Dorfgspröch, Mai/Juni 2015. In: Gemeinde Märstetten. Abgerufen am 2026-08-05.
  9. Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz: Märstetten. Hrsg.: Bundesamt für Kultur. Abgerufen am 2026-08-05.