Paradeplatz
Paradeplatz ist ein zentraler Platz in der Stadt Zürich und einer der bekanntesten Orte des Zürcher Finanzplatzes. Er liegt an der Bahnhofstrasse im Quartier City des Kreises 1, wenige Gehminuten von der Altstadt, dem Zürichsee und dem Bürkliplatz entfernt.
Der Platz ist insbesondere durch die traditionsreichen Bankgebäude an seiner Nord- und Westseite bekannt. Über Jahrzehnte befanden sich hier die Zürcher Hauptsitze der beiden Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS beziehungsweise ihrer Vorgängerinstitute. Nach der Übernahme und Integration der Credit Suisse durch die UBS gehören beide historischen Bankstandorte zum Umfeld der UBS.
Neben seiner wirtschaftlichen Bedeutung ist der Paradeplatz einer der wichtigsten Knotenpunkte des Zürcher Tramnetzes. Ebenfalls unmittelbar am Platz befinden sich das traditionsreiche Stammhaus der Confiserie Sprüngli und das Hotel Mandarin Oriental Savoy, Zurich, dessen Geschichte bis 1838 zurückreicht.
| Paradeplatz | |
|---|---|
| Ort | Zürich |
| Stadtkreis | Kreis 1 |
| Quartier | City |
| Postleitzahl | 8001 |
| Historische Namen | Säumärt Neumarkt |
| Heutiger Name seit | 1865 |
| Wichtige Strasse | Bahnhofstrasse |
| Öffentlicher Verkehr | Tramhaltestelle Paradeplatz |
| Koordinaten | 47° 22′ 11″ N, 8° 32′ 20″ O |
Lage
Der Paradeplatz befindet sich im südlichen Teil der Zürcher Innenstadt auf der linken Seite der Limmat. Die Bahnhofstrasse durchquert den Platz in Nord-Süd-Richtung und verbindet ihn mit dem Hauptbahnhof im Norden sowie dem Bereich um Bürkliplatz und Zürichsee im Süden.
Nach Osten führt die Poststrasse in Richtung Münsterhof und Fraumünster. Westlich schliessen Geschäftsstrassen und die Tiefenhöfe an. Dadurch liegt der Paradeplatz an einer städtebaulichen Schnittstelle zwischen der mittelalterlich geprägten Altstadt und dem im 19. Jahrhundert entstandenen Geschäfts- und Bankenviertel.
Die nähere Umgebung wird überwiegend durch Geschäftsgebäude, Banken, Detailhandel, Gastronomie und Hotels geprägt. Wohnnutzungen spielen unmittelbar am Platz nur eine untergeordnete Rolle.
Geschichte
Säumärt
Das Gebiet des heutigen Paradeplatzes lag ursprünglich am südwestlichen Rand der befestigten Stadt Zürich.
Im 17. Jahrhundert war der Platz unter der Bezeichnung Säumärt bekannt. Das schweizerdeutsche Wort bezeichnet einen Schweinemarkt. Auf dem Platz wurden Tiere gehandelt, und die Umgebung hatte damals noch einen wesentlich stärker gewerblichen und militärischen Charakter als heute.[1]
In unmittelbarer Nähe befanden sich Befestigungsanlagen und ein Zeughaus. Vor der Stadtmauer verlief der Fröschengraben, ein Teil des damaligen Grabensystems.
Die Lage an einem wichtigen Zugang zur Stadt machte das Gebiet zugleich zu einem Verkehrsknoten für Reisende, Waren und Postverkehr.
Neumarkt
1819 erhielt der Säumärt den neuen Namen Neumarkt.[1]
Die Umbenennung fiel in eine Zeit tiefgreifender Veränderungen Zürichs. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden grosse Teile der alten Stadtbefestigungen abgebrochen. Dadurch öffnete sich die Stadt gegen Westen und Süden.
Eine besondere Rolle spielte die Entwicklung des Postverkehrs. Im Bereich des heutigen Platzes entstand ein bedeutender Postkutschenstandort. Von hier bestanden Verbindungen in andere Teile der Schweiz und ins Ausland.
1838 eröffnete der österreichische Hotelier Johannes Baur am Platz das Hotel Baur en Ville. Es gehörte zu den ersten grossen Hotels Zürichs und entwickelte sich zu einer wichtigen Adresse für internationale Gäste.
Das Hotel besteht nach mehreren Um- und Neubauten weiterhin. Seit Ende 2023 wird es als Mandarin Oriental Savoy, Zurich geführt.[2]
Tiefenhöfe
Von besonderer Bedeutung für die Entwicklung des Paradeplatzes waren die Tiefenhöfe südlich und südwestlich des Platzes.
Teile der dortigen Bebauung reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Mit der Entwicklung Zürichs zum Wirtschafts- und Handelszentrum entstanden im 19. Jahrhundert neue Geschäftshäuser.
1857 wurde ein moderner Geschäftshauskomplex an der Südseite des damaligen Neumarkts errichtet. Dafür musste unter anderem die bekannte Tiefenhoflinde weichen.
Die Neubauten gehörten zu den ersten sichtbaren Zeichen des Wandels vom ehemaligen Markt- und Randgebiet zu einem grossstädtischen Geschäftszentrum.
Confiserie Sprüngli
Eine der bekanntesten Institutionen am Paradeplatz ist die Confiserie Sprüngli.
David Sprüngli und sein Sohn Rudolf erwarben 1859 eine Liegenschaft am damaligen Neumarkt. Die Familie ging davon aus, dass der geplante neue Zürcher Bahnhof möglicherweise in diesem Gebiet entstehen könnte.[3]
Der Bahnhof wurde letztlich nicht am Paradeplatz gebaut. Die Standortwahl erwies sich dennoch als ausgesprochen günstig, da unmittelbar danach die Bahnhofstrasse entstand und sich das Gebiet zu einem der wichtigsten Geschäftsstandorte Zürichs entwickelte.
1859 eröffnete Sprüngli seine Confiserie am Platz. Sie wurde rasch zu einem bekannten Treffpunkt.
Zu den historischen Gästen gehörten unter anderem der Politiker und Eisenbahnpionier Alfred Escher, der Schriftsteller Gottfried Keller, Conrad Ferdinand Meyer sowie die Schriftstellerin Johanna Spyri.[3]
1909 und 1910 wurde das Sprüngli-Haus im Jugendstil umgebaut. Weitere umfassende Arbeiten erfolgten 1930/31. Das Haus gehört bis heute zu den charakteristischen Gebäuden am Paradeplatz.
Bahnhofstrasse
Hauptartikel: Bahnhofstrasse (Zürich)
Die entscheidende städtebauliche Veränderung für den Paradeplatz erfolgte in den 1860er-Jahren mit dem Bau der Bahnhofstrasse.
Nach dem Abbruch der Stadtbefestigungen wurde der ehemalige Fröschengraben überdeckt. 1865 entstand auf dieser Achse die neue Bahnhofstrasse als direkte Verbindung zwischen dem Zürcher Hauptbahnhof und dem südlichen Stadtzentrum.[4]
Der damalige Neumarkt lag damit plötzlich an einer der wichtigsten neuen Verkehrs- und Entwicklungsachsen Zürichs.
Die Bahnhofstrasse entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten von einer neuen Verkehrsstrasse zu einer Geschäfts-, Banken- und Einkaufsstrasse von internationaler Bedeutung.
Umbenennung in Paradeplatz
1865 wurde der Neumarkt in Paradeplatz umbenannt.[1]
Der neue Name nahm Bezug auf die militärische Vergangenheit der näheren Umgebung mit Zeughaus und Munitionslager. Mit der Bezeichnung verschwand zugleich der letzte direkte sprachliche Hinweis auf die frühere Nutzung als Viehmarkt.
Der heutige Name setzte sich rasch durch und wurde später eng mit dem Banken- und Finanzwesen verbunden.
Entstehung des Bankenzentrums
Die Entwicklung zum Finanzzentrum begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Zürich erlebte damals ein starkes wirtschaftliches Wachstum. Eisenbahnbau, Industrialisierung und die Gründung grosser Unternehmen führten zu einem zunehmenden Bedarf an Banken und Kapital.
Aufgrund seiner Lage an der neuen Bahnhofstrasse entwickelte sich der Paradeplatz zu einem bevorzugten Standort für Finanzinstitute.
Zwei Bankhäuser prägten das Erscheinungsbild des Platzes besonders stark: die Schweizerische Kreditanstalt, die spätere Credit Suisse, und der Schweizerische Bankverein, einer der Vorgänger der heutigen UBS.
Schweizerische Kreditanstalt und Credit Suisse
Hauptartikel: Credit Suisse
Die Schweizerische Kreditanstalt, kurz SKA, wurde 1856 unter massgeblicher Beteiligung von Alfred Escher gegründet.
Das Institut sollte insbesondere die Finanzierung der Industrialisierung und des schweizerischen Eisenbahnnetzes unterstützen.
Zwischen 1873 und 1876 entstand an der Nordseite des Paradeplatzes ein repräsentatives Hauptgebäude nach Plänen des Architekten Jakob Friedrich Wanner. 1876 wurde der neue Hauptsitz eröffnet.[5]
Der monumentale Bau unterstrich den wirtschaftlichen Aufstieg der Bank und trug wesentlich dazu bei, dass sich der Paradeplatz zum Zentrum des Zürcher Bankenwesens entwickelte.
Die Schweizerische Kreditanstalt verwendete ab dem späten 20. Jahrhundert zunehmend den Namen Credit Suisse.
Über viele Jahrzehnte war die Adresse Paradeplatz 8 der Hauptsitz der Credit Suisse und eines der international bekanntesten Bankgebäude der Schweiz.
Integration der Credit Suisse in die UBS
Im März 2023 wurde im Zuge der Krise der Credit Suisse die Übernahme durch die UBS vereinbart. Die Transaktion wurde im Juni 2023 vollzogen.
Am 31. Mai 2024 wurde die Credit Suisse AG mit der UBS AG fusioniert und anschliessend aus dem Handelsregister gelöscht. Sämtliche Rechte und Verpflichtungen gingen auf die UBS AG über.[6]
Damit endete die mehr als 160-jährige Geschichte der Credit Suisse als eigenständige Bank.
Das historische Gebäude Paradeplatz 8 wird seither von der UBS genutzt. Dort befindet sich unter anderem eine UBS-Geschäftsstelle.[7]
Damit sind die beiden historisch konkurrierenden Grossbankstandorte am Paradeplatz heute unter dem Dach desselben Bankkonzerns vereint.
Schweizerischer Bankverein und UBS
Hauptartikel: UBS
Auf der gegenüberliegenden Seite des Paradeplatzes etablierte sich Ende des 19. Jahrhunderts der Schweizerische Bankverein.
Das Institut erwarb bereits 1886 Bauland direkt gegenüber der Schweizerischen Kreditanstalt. Nach rund zweijähriger Bauzeit bezog der Bankverein 1899 sein neues Gebäude am Paradeplatz.[8]
Der repräsentative Bau wurde nach Plänen des französischen Architekten Charles Mewès errichtet.
Die direkte räumliche Gegenüberstellung der beiden Grossbanken wurde zu einem der charakteristischen Merkmale des Platzes.
In den 1950er-Jahren wurde das alte Bankvereinsgebäude abgebrochen und durch einen wesentlich grösseren modernen Komplex ersetzt.
Der von Roland Rohn weiterentwickelte Neubau wurde 1960 eröffnet. Seine streng gegliederte Fassade bildet einen deutlichen architektonischen Kontrast zum historistischen ehemaligen Gebäude der Schweizerischen Kreditanstalt auf der gegenüberliegenden Seite.[9]
1998 fusionierte der Schweizerische Bankverein mit der Schweizerischen Bankgesellschaft zur heutigen UBS.
Bedeutung für den Finanzplatz
Der Paradeplatz entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einem international bekannten Symbol des Schweizer Bankenwesens.
Die eigentliche wirtschaftliche Bedeutung des Zürcher Finanzplatzes erstreckt sich weit über den Platz hinaus. Banken, Versicherungen, Vermögensverwaltungen und weitere Finanzdienstleister befinden sich in der gesamten Innenstadt und in anderen Zürcher Quartieren.
Dennoch wurde «Paradeplatz» im öffentlichen Sprachgebrauch zu einem Synonym für die Schweizer Finanzbranche.
In Medien und politischen Diskussionen wird der Name häufig stellvertretend für Grossbanken, Vermögensverwaltung und die wirtschaftliche Macht des Finanzsektors verwendet.
Diese symbolische Bedeutung ist wesentlich grösser als die geografische Ausdehnung des Platzes selbst.
Architektur
Das Erscheinungsbild des Paradeplatzes wird durch Gebäude verschiedener Epochen geprägt.
Besonders auffällig ist der Gegensatz zwischen dem historistischen ehemaligen Hauptgebäude der Schweizerischen Kreditanstalt und dem modernistischen Bankgebäude auf der gegenüberliegenden Seite.
Weitere wichtige Bauten sind das Sprüngli-Haus sowie das historische Hotelgebäude an der Ostseite.
Die verschiedenen Baustile dokumentieren die Entwicklung des Platzes vom Randgebiet der frühneuzeitlichen Stadt über das Geschäftszentrum des 19. Jahrhunderts bis zum modernen Bankenviertel.
Mehrere Gebäude am Platz und in den angrenzenden Tiefenhöfen besitzen eine erhebliche bau- und kulturgeschichtliche Bedeutung.
Mandarin Oriental Savoy
An der Ostseite des Paradeplatzes befindet sich das Mandarin Oriental Savoy, Zurich.
Sein Vorgänger, das Hotel Baur en Ville, wurde 1838 von Johannes Baur eröffnet und gehört damit zu den ältesten Grandhotels Zürichs.[2]
Der Hotelstandort hat die Entwicklung des Platzes seit dem frühen 19. Jahrhundert begleitet.
Nach einer umfassenden Renovation wurde das Haus im Dezember 2023 als Mandarin Oriental Savoy, Zurich wiedereröffnet.
Das Gebäude verbindet damit die Geschichte des frühen Zürcher Tourismus mit der heutigen internationalen Bedeutung des Paradeplatzes.
Öffentlicher Verkehr
Der Paradeplatz ist einer der wichtigsten Knotenpunkte der Zürcher Strassenbahn.
Die Geschichte des öffentlichen Verkehrs am Platz reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück.
Am 5. September 1882 nahm Zürich seine erste Pferdestrassenbahn in Betrieb. Eine der ersten Strecken führte von Tiefenbrunnen über den Hauptbahnhof zum Paradeplatz.[10]
Das sogenannte Rösslitram wurde später durch elektrische Strassenbahnen ersetzt. Bereits in den 1890er-Jahren wurden die ersten elektrischen Tramverbindungen über den Platz geführt.
Heute kreuzen sich am Paradeplatz mehrere Linien der Verkehrsbetriebe Zürich. Dadurch bestehen direkte Verbindungen unter anderem in Richtung Hauptbahnhof, Bellevue, Enge, Wiedikon und verschiedene Aussenquartiere.
Die Haltestellenanlagen liegen unmittelbar auf dem Platz und prägen sein Erscheinungsbild wesentlich.
Am Paradeplatz befindet sich zudem ein Kundencenter des Zürcher Verkehrsverbunds.[11]
Fussverkehr
Aufgrund seiner Lage zwischen Bahnhofstrasse, Altstadt und Zürichsee besitzt der Fussverkehr eine besonders grosse Bedeutung.
Die Bahnhofstrasse ist in diesem Abschnitt stark auf Fussverkehr und öffentlichen Verkehr ausgerichtet. Vom Paradeplatz aus sind zahlreiche wichtige Orte der Innenstadt in wenigen Minuten erreichbar.
Über die Poststrasse gelangt man zum Münsterhof und zum Fraumünster. In südlicher Richtung führt die Bahnhofstrasse zum Bürkliplatz und zum See, während sie nach Norden über die Einkaufs- und Geschäftszone zum Hauptbahnhof führt.
Die Tiefenhöfe ermöglichen zusätzliche Fussverbindungen in Richtung Bleicherweg und Talacker.
Handel und Gastronomie
Neben Banken befinden sich am Paradeplatz und in seiner unmittelbaren Umgebung zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Dienstleistungsbetriebe.
Die Bahnhofstrasse gehört zu den bekanntesten Einkaufsstrassen der Schweiz und ist insbesondere für internationale Luxusmarken, Juweliere und hochwertige Warenhäuser bekannt.
Die Confiserie Sprüngli bildet seit 1859 einen festen Bestandteil dieses kommerziellen Umfelds. Ihr Café entwickelte sich zu einem traditionellen gesellschaftlichen Treffpunkt.
Auch die Gastronomie und Hotellerie des Mandarin Oriental Savoy tragen zur Nutzung des Platzes ausserhalb der üblichen Geschäftszeiten bei.
Öffentlicher Raum
Obwohl der Paradeplatz zu den bekanntesten Plätzen Zürichs gehört, ist ein erheblicher Teil seiner Fläche durch den öffentlichen Verkehr geprägt.
Tramgleise, Haltestellen und Verkehrsflächen bestimmen die Platzmitte. Die eigentlichen Aufenthaltsflächen konzentrieren sich vor allem auf die Ränder.
Aufgrund seiner zentralen Lage wird der Platz täglich von einer grossen Zahl von Pendlerinnen und Pendlern, Beschäftigten, Kundinnen und Kunden sowie Touristinnen und Touristen durchquert.
Wiederholt wurde über Möglichkeiten diskutiert, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und mehr Grün in den stark versiegelten Innenstadtbereich zu bringen.
Politische und gesellschaftliche Bedeutung
Die symbolische Stellung des Paradeplatzes als Zentrum der Schweizer Finanzwelt machte ihn wiederholt zum Ort politischer Kundgebungen und Protestaktionen.
Demonstrationen zu Bankenpolitik, Globalisierung, Finanzmärkten und gesellschaftlicher Ungleichheit fanden mehrfach auf oder rund um den Platz statt.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt 2011 die Aktion Occupy Paradeplatz, die im Umfeld der internationalen Occupy-Bewegung entstand. Die Protestierenden kritisierten unter anderem die Folgen der globalen Finanzkrise und den Einfluss grosser Finanzinstitute.
Der Platz dient damit nicht nur als Wirtschafts- und Verkehrszentrum, sondern auch als symbolische Bühne für Auseinandersetzungen über die Rolle des Finanzsektors.
Wahrnehmung und Symbolik
Der Begriff Paradeplatz besitzt in der Schweiz eine Bedeutung, die über den eigentlichen geografischen Ort hinausgeht.
Ähnlich wie die Wall Street in New York oder die City of London wird der Name häufig als Kurzbezeichnung für einen gesamten Finanzplatz verwendet.
In Presse, Literatur und Alltagssprache kann «Paradeplatz» deshalb sowohl den tatsächlichen Zürcher Platz als auch die Schweizer Grossbanken und die Finanzbranche im weiteren Sinn bezeichnen.
Seine internationale Bekanntheit beruht insbesondere auf der jahrzehntelangen unmittelbaren Nachbarschaft zweier weltweit tätiger Schweizer Grossbanken.
Nach der Integration der Credit Suisse in die UBS hat sich diese historisch gewachsene Situation grundlegend verändert. Die Bedeutung des Paradeplatzes als Symbol des Schweizer Finanzwesens besteht jedoch weiterhin.
Siehe auch
- Bahnhofstrasse (Zürich)
- City (Zürich)
- Kreis 1 (Zürich)
- Finanzplatz Zürich
- Banken in der Schweiz
- UBS
- Credit Suisse
- Confiserie Sprüngli
- Altstadt Zürich
- Bürkliplatz
- Tram Zürich
Weblinks
- Paradeplatz bei Zürich Tourismus
- Geschichte der Confiserie Sprüngli
- Virtuelles Museum der UBS
- ZVV-Kundencenter Paradeplatz
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Paradeplatz, Zürich Tourismus.
- ↑ 2,0 2,1 Mandarin Oriental Savoy, Zurich, Mandarin Oriental Hotel Group.
- ↑ 3,0 3,1 Geschichte der Confiserie Sprüngli, Confiserie Sprüngli.
- ↑ Pestalozzianlage – Geschichte der Bahnhofstrasse, Stadt Zürich.
- ↑ Geschichte der Schweizerischen Kreditanstalt und Credit Suisse, UBS.
- ↑ Ehemalige Credit Suisse AG, UBS.
- ↑ UBS Paradeplatz 8, UBS.
- ↑ Virtuelles Museum – Schweizerischer Bankverein am Paradeplatz, UBS.
- ↑ Neubau am Paradeplatz, UBS.
- ↑ Allerlei vom Rösslitram, Stadt Zürich.
- ↑ Kundencenter Paradeplatz, Zürcher Verkehrsverbund.