Kanton Solothurn: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz
Die Seite wurde neu angelegt: «{{DISPLAYTITLE:Kanton Solothurn}} {| class="infobox" style="width:330px; float:right; clear:right; margin:0 0 1em 1em; font-size:90%;" |- ! colspan="2" style="font-size:125%; text-align:center; background:#eeeeee;" | Kanton Solothurn |- | '''Amtlicher Name''' | Kanton Solothurn |- | '''Kürzel''' | SO |- | '''Hauptort''' | Solothurn |- | '''Grösste Gemeinde''' | Olten |- | '''Region''' | Nordwestschweiz, Espace Mittelland |- | '''Beitritt z…»
 
Zeile 2'109: Zeile 2'109:
<references />
<references />


[[Kategorie:Kanton der Schweiz]]
[[Kategorie:Kanton der Schweiz|Solothurn]]
[[Kategorie:Solothurn (Kanton)| ]]
[[Kategorie:Solothurn (Kanton)| ]]
[[Kategorie:Nordwestschweiz]]
[[Kategorie:Nordwestschweiz]]

Version vom 24. Juli 2026, 12:32 Uhr

Kanton Solothurn
Amtlicher Name Kanton Solothurn
Kürzel SO
Hauptort Solothurn
Grösste Gemeinde Olten
Region Nordwestschweiz, Espace Mittelland
Beitritt zur Eidgenossenschaft 1481[1]
Amtssprache Deutsch
Fläche 790,46 km²[2]
Bevölkerung 293'081 Einwohnerinnen und Einwohner, 31. Dezember 2025[3]
Politische Gemeinden 104, Stand 1. Januar 2026[4]
Amteien 5
Bezirke 10[5]
Legislative Kantonsrat, 100 Mitglieder[6]
Exekutive Regierungsrat, 5 Mitglieder[7]
Höchster Punkt Hasenmatt, 1445 m ü. M.[2]
Tiefster Punkt Birs an der Kantonsgrenze bei Dornach, 277 m ü. M.[2]
Internet so.ch

Der Kanton Solothurn ist ein Kanton im Nordwesten der Schweiz. Hauptort ist die gleichnamige Stadt Solothurn, die grösste politische Gemeinde nach Einwohnerzahl ist Olten. Weitere wichtige Städte und regionale Zentren sind Grenchen, Zuchwil, Biberist, Dornach, Balsthal, Oensingen, Breitenbach und Bättwil.

Der Kanton erstreckt sich vom Schweizer Mittelland und dem Lauf der Aare über den Jurasüdfuss bis in den Kettenjura. Im Nordwesten gehören auch Gebiete jenseits der zentralen Juraketten zum Kantonsgebiet. Diese Region wird als Schwarzbubenland bezeichnet und ist wirtschaftlich und verkehrsmässig stark auf den Raum Basel ausgerichtet.

Solothurn grenzt an die Kantone Bern, Aargau, Basel-Landschaft und Jura. Durch seine nördlichen Exklaven besitzt der Kanton ausserdem eine kurze Staatsgrenze zu Frankreich.[8]

Die ungewöhnliche Form des Kantons entstand durch die Territorialpolitik der Stadt Solothurn im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Die Stadt erwarb ihr Herrschaftsgebiet schrittweise durch Käufe, Pfandschaften, Verträge und militärische Beteiligungen. Dadurch entstand kein geschlossenes, regelmässig geformtes Territorium, sondern ein langgestreckter Kanton mit mehreren räumlich abgetrennten Gebieten.

Solothurn trat 1481 gemeinsam mit Freiburg der Alten Eidgenossenschaft bei. Die Aufnahme wurde durch das Stanser Verkommnis ermöglicht.[1]

Der Kanton besitzt eine vielfältige Wirtschaftsstruktur. Historisch bedeutend waren Eisenverarbeitung, Uhrenindustrie, Schuhherstellung, Papierproduktion, Maschinenbau und Textilindustrie. Heute spielen Präzisionstechnik, Medizintechnik, Uhrenindustrie, Maschinenbau, Energie, Logistik, Lebensmittelproduktion und Dienstleistungen eine wichtige Rolle.

Ende 2025 lebten 293'081 Personen im Kanton. Die drei bevölkerungsreichsten Gemeinden waren Olten mit 19'349, Grenchen mit 19'215 und Solothurn mit 16'881 Einwohnerinnen und Einwohnern.[3]

Name

Der Name Solothurn bezeichnet sowohl den Kanton als auch dessen Hauptort. Zur Unterscheidung werden die Bezeichnungen «Kanton Solothurn» und «Stadt Solothurn» verwendet.

Auf Französisch heisst der Kanton Soleure, auf Italienisch Soletta und auf Rätoromanisch Soloturn.

Der Name geht auf die römische Siedlung Salodurum zurück. Sie befand sich im Gebiet der heutigen Stadt Solothurn und kontrollierte einen wichtigen Übergang über die Aare.

Der Bestandteil -durum wird gewöhnlich mit dem keltischen Wort duron in Verbindung gebracht, das eine befestigte Siedlung, ein Tor oder einen abgegrenzten Platz bezeichnete. Die Bedeutung des ersten Namensteils Salo- ist nicht abschliessend geklärt.

Aus Salodurum entwickelten sich im Mittelalter verschiedene Namensformen, darunter:

  • Salodurum;
  • Solodurum;
  • Soloturnum;
  • Soloturn;
  • Solothurn.

Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons werden als Solothurnerinnen und Solothurner bezeichnet. Das Adjektiv lautet solothurnisch oder in Eigennamen häufig Solothurner, beispielsweise Solothurner Kantonsrat, Solothurner Jura und Solothurner Filmtage.

Im Dialekt wird Solothurn je nach Region unter anderem Soledurn, Soleure oder in verkürzter Form Solothurn ausgesprochen.

Wappen und Flagge

Das Wappen des Kantons ist waagrecht geteilt:

  • oben rot;
  • unten weiss beziehungsweise silbern.

Die Kantonsflagge verwendet dasselbe Motiv.

Die heraldische Beschreibung lautet: Von Rot und Silber geteilt.

Das Wappen ist bereits im späten 14. Jahrhundert auf einem Siegel der Stadt Solothurn nachweisbar. Die Farben Rot und Weiss sind seit dem 15. Jahrhundert als Standesfarben belegt.

Die genaue Herkunft der Farben ist nicht eindeutig geklärt. Sie werden teilweise mit dem heiligen Ursus, dem Stadtpatron von Solothurn, und der Überlieferung der Thebäischen Legion in Verbindung gebracht. Eine sichere historische Herleitung ist daraus jedoch nicht möglich.

Das Wappen der Stadt und dasjenige des Kantons sind grundsätzlich identisch. Dies erklärt sich daraus, dass der spätere Kanton aus dem Herrschaftsgebiet der Stadt Solothurn entstand.

Rot und Weiss erscheinen heute:

  • auf kantonalen Fahnen;
  • in amtlichen Publikationen;
  • auf Fahrzeugen und Gebäuden des Kantons;
  • in Vereinszeichen;
  • bei politischen, kulturellen und sportlichen Veranstaltungen.

Geografie

Lage

Der Kanton Solothurn liegt im Übergangsraum zwischen dem Mittelland, dem Jurasüdfuss und dem Kettenjura.

Sein Gebiet reicht von den landwirtschaftlich intensiv genutzten Ebenen an Aare und Emme bis zu den bewaldeten Jurahöhen und den Tälern des Schwarzbubenlands.

Die Gesamtfläche beträgt 79'046 Hektaren beziehungsweise 790,46 Quadratkilometer.[2]

Der höchste Punkt ist die Hasenmatt in der Weissensteinkette mit 1445 Metern über Meer. Der tiefste Punkt befindet sich an der Birs bei Dornach auf 277 Metern über Meer.[2]

Die Entfernung zwischen dem nördlichsten und dem südlichsten Punkt beträgt ungefähr 48 Kilometer, zwischen dem östlichsten und dem westlichsten Punkt rund 55 Kilometer.

Unregelmässige Kantonsform

Solothurn besitzt eine der ungewöhnlichsten Gebietsformen unter den Schweizer Kantonen.

Das Hauptgebiet erstreckt sich entlang der Aare zwischen Grenchen und dem Raum Olten sowie über die Juraketten nach Norden.

Mehrere Gebiete sind räumlich vom übrigen Kantonsgebiet getrennt oder nur über schmale Verbindungen erreichbar.

Zu den besonderen Gebieten gehören:

  • das solothurnische Leimental;
  • die Gemeinde Kleinlützel;
  • das Gebiet Steinhof als Teil der Gemeinde Aeschi;
  • mehrere stark ausgebuchtete Grenzabschnitte im Schwarzbubenland.

Das solothurnische Leimental und Kleinlützel grenzen teilweise an Frankreich. Steinhof ist von bernischem Gebiet umgeben.

Die Grenzstruktur entstand durch mittelalterliche Herrschaften, spätere Gebietskäufe und die Konkurrenz Solothurns mit Bern, Basel und dem Fürstbistum Basel.

Jurasüdfuss

Der Jurasüdfuss bildet eine wichtige Siedlungs- und Wirtschaftsachse.

Er erstreckt sich von Grenchen über Bettlach, Selzach, Bellach und Solothurn bis in den Raum Oensingen und Olten.

Die südlich ausgerichteten Hänge bieten günstige Bedingungen für:

  • Siedlungen;
  • Landwirtschaft;
  • Obstbau;
  • Weinbau;
  • Industrie;
  • Verkehr.

Die Bahnlinie und die Autobahn A5 folgen weitgehend dieser Achse.

Grenchen entwickelte sich am westlichen Jurasüdfuss zu einem Zentrum der Uhren- und Präzisionsindustrie.

Die Stadt Solothurn liegt am Übergang zwischen dem Jurasüdfuss und der Aareebene.

Aaretal

Die Aare durchquert den Kanton von Westen nach Osten.

Sie tritt bei Grenchen in das Kantonsgebiet ein, fliesst an Solothurn, Zuchwil, Luterbach, Flumenthal, Wangen bei Olten und Olten vorbei und verlässt den Kanton in Richtung Aargau.

Die Aare ist der wichtigste Fluss des Kantons.

Sie dient:

  • der Stromproduktion;
  • der Trink- und Brauchwasserversorgung;
  • der Fischerei;
  • dem Naturschutz;
  • der Schifffahrt;
  • der Erholung;
  • als Verkehrs- und Siedlungsachse.

Zwischen Biel und Solothurn verkehren in der warmen Jahreszeit Kursschiffe.

Die Aareebene ist dicht besiedelt und wird intensiv für Landwirtschaft, Industrie, Verkehr und Freizeit genutzt.

Emme und Wasseramt

Die Emme fliesst aus dem Kanton Bern in das solothurnische Wasseramt und mündet bei Luterbach und Zuchwil in die Aare.

Das Wasseramt liegt südöstlich von Solothurn und umfasst eine flache bis leicht hügelige Landschaft zwischen Emme, Aare und bernischer Kantonsgrenze.

Bedeutende Gemeinden sind:

  • Biberist;
  • Zuchwil;
  • Derendingen;
  • Luterbach;
  • Gerlafingen;
  • Kriegstetten;
  • Subingen;
  • Deitingen;
  • Recherswil.

Die Region ist durch Wohnsiedlungen, Landwirtschaft, Industrie und gute Verkehrsverbindungen geprägt.

Die Wasserkraft der Emme spielte eine wichtige Rolle bei der Industrialisierung. Entlang von Kanälen entstanden Textil-, Papier- und Metallbetriebe.

Bucheggberg

Der Bucheggberg liegt südwestlich der Stadt Solothurn.

Die Landschaft besteht aus:

  • sanften Hügeln;
  • landwirtschaftlichen Hochflächen;
  • Wäldern;
  • kleinen Dörfern;
  • Einzelhöfen;
  • Bachläufen.

Die Region ist vergleichsweise dünn besiedelt und besitzt einen stark ländlichen Charakter.

Bedeutende Gemeinden sind Buchegg, Messen, Lüsslingen-Nennigkofen, Lüterkofen-Ichertswil und Schnottwil.

Der Bucheggberg ist historisch und konfessionell besonders. Während der Reformation blieb er unter solothurnischer Verwaltung, doch Bern setzte als Inhaber bestimmter Herrschaftsrechte die reformierte Konfession durch.

Gäu

Das Gäu liegt zwischen Oensingen, Egerkingen und dem Aaretal.

Es bildet einen wichtigen Verkehrs- und Wirtschaftsraum.

Die Autobahnen A1 und A2 treffen in der Region Härkingen und Egerkingen aufeinander. Dadurch entstanden grosse Logistik-, Gewerbe- und Industriegebiete.

Zu den Gemeinden gehören:

  • Oensingen;
  • Egerkingen;
  • Härkingen;
  • Kestenholz;
  • Neuendorf;
  • Niederbuchsiten;
  • Oberbuchsiten;
  • Wolfwil.

Die Dünnern durchfliesst den südlichen Teil der Region.

Thal

Der Bezirk Thal umfasst das Tal der Dünnern zwischen der Oensinger Klus und dem Passwanggebiet.

Hauptort ist Balsthal.

Weitere Gemeinden sind:

  • Aedermannsdorf;
  • Herbetswil;
  • Holderbank;
  • Laupersdorf;
  • Matzendorf;
  • Mümliswil-Ramiswil;
  • Welschenrohr-Gänsbrunnen.

Das Thal wird von mehreren Juraketten umgeben.

Die Region war historisch durch Landwirtschaft, Eisenverarbeitung, Uhrenindustrie, Kammherstellung und Heimarbeit geprägt.

Heute verbindet der Naturpark Thal Landschaftsschutz, Tourismus, Landwirtschaft und regionale Wirtschaftsentwicklung.[9]

Olten und Niederamt

Olten liegt an der Aare und an einem der wichtigsten Eisenbahnknoten der Schweiz.

Die Region umfasst dicht besiedelte Gemeinden wie:

  • Olten;
  • Trimbach;
  • Wangen bei Olten;
  • Dulliken;
  • Däniken;
  • Schönenwerd;
  • Niedergösgen;
  • Obergösgen;
  • Gretzenbach.

Das Niederamt erstreckt sich östlich von Olten in Richtung Aargau.

Industrie, Verkehr, Energieproduktion und Dienstleistungen prägen die Region.

Die zentrale Lage zwischen Basel, Bern, Zürich und Luzern machte Olten zu einem bedeutenden Arbeits-, Bildungs- und Verkehrszentrum.

Gösgen und Hauenstein

Der Bezirk Gösgen reicht von der Aareebene bis zu den nördlichen Jurahöhen.

Zu ihm gehören unter anderem:

  • Erlinsbach;
  • Lostorf;
  • Stüsslingen;
  • Hauenstein-Ifenthal;
  • Kienberg;
  • Wisen;
  • Trimbach;
  • Winznau;
  • Niedergösgen;
  • Obergösgen.

Der Untere Hauenstein verbindet Olten mit dem Baselbiet.

Der Pass und die Eisenbahntunnel durch den Jura waren für die Entwicklung des schweizerischen Nord-Süd-Verkehrs von grosser Bedeutung.

Bei Däniken befindet sich das Kernkraftwerk Gösgen.

Schwarzbubenland

Das Schwarzbubenland umfasst die Bezirke Dorneck und Thierstein.

Die Region liegt nördlich beziehungsweise nordwestlich der zentralen Juraketten und ist wirtschaftlich stark mit Basel verbunden.

Der Ursprung des Namens Schwarzbubenland ist nicht eindeutig geklärt. Verschiedene Deutungen beziehen ihn auf Kleidung, politische Bezeichnungen, Schmuggel oder historische Bewohnernamen. Keine Erklärung ist allgemein als endgültig anerkannt.

Wichtige Orte sind:

  • Dornach;
  • Breitenbach;
  • Bättwil;
  • Hofstetten-Flüh;
  • Nunningen;
  • Büsserach;
  • Seewen;
  • Hochwald;
  • Gempen;
  • Mariastein.

Der Bezirk Dorneck umfasst Teile des Leimentals, des Dorneckbergs und des Gempenplateaus.

Der Bezirk Thierstein liegt im Einzugsgebiet von Birs, Lüssel und Lützel.

Solothurnischer Jura

Der Solothurner Jura besteht aus mehreren parallel verlaufenden Faltenketten.

Zu den bedeutenden Erhebungen gehören:

  • Hasenmatt;
  • Weissenstein;
  • Röti;
  • Grenchenberg;
  • Balmberg;
  • Hauenstein;
  • Passwang;
  • Hohe Winde;
  • Gempenplateau.

Der Jura besteht überwiegend aus Kalkstein, Mergel und weiteren Sedimentgesteinen.

Typische Landschaftsformen sind:

  • Felswände;
  • Klusen;
  • Dolinen;
  • Höhlen;
  • Trockentäler;
  • bewaldete Höhenzüge;
  • Sennberge und Weiden.

Die Oensinger Klus durchbricht die erste Jurakette und bildet den Zugang zum Thal.

Der Weissenstein ist der Hausberg der Stadt Solothurn. Eine Seilbahn führt von Oberdorf auf den Höhenzug.

Gewässer

Neben Aare, Emme und Dünnern gehören zu den bedeutenden Gewässern:

  • Birs;
  • Lüssel;
  • Lützel;
  • Sense-Zuflüsse im Bucheggberg;
  • Siggern;
  • Oesch;
  • Limpach;
  • Dorfbäche und Jurabäche.

Die Dünnern entspringt im solothurnischen Jura, durchfliesst das Thal und das Gäu und mündet in Olten in die Aare.

Die Birs bildet in Teilen des Schwarzbubenlands die Kantonsgrenze und entwässert das Gebiet in Richtung Basel und Rhein.

Der Kanton besitzt keine grossen natürlichen Seen.

Zu den bekannteren Kleinseen gehören:

Beide liegen an der Grenze zwischen den Kantonen Solothurn und Bern.

Klima

Das Klima ist gemässigt, weist aber deutliche regionale Unterschiede auf.

Im Aaretal und im Mittelland sind die Sommer vergleichsweise warm. Im Winter treten häufig Nebel- und Hochnebellagen auf.

Die Jurahöhen erhalten mehr Niederschlag und weisen längere Schneeperioden auf.

An den Südhängen des Juras besteht ein relativ mildes und sonniges Mikroklima, das Wein- und Obstbau ermöglicht.

Der Klimawandel führt zu:

  • steigenden Durchschnittstemperaturen;
  • häufigeren Hitzetagen;
  • längeren Trockenperioden;
  • intensiveren Starkniederschlägen;
  • kürzeren Schneeperioden;
  • Veränderungen der Waldzusammensetzung;
  • steigendem Bewässerungsbedarf in der Landwirtschaft.

Administrative Gliederung

Amteien

Der Kanton ist in fünf Amteien gegliedert. Jede Amtei umfasst zwei Bezirke.[5]

Amtei Zugehörige Bezirke Bedeutende Zentren
Amtei Solothurn-Lebern Solothurn und Lebern Solothurn, Grenchen
Amtei Bucheggberg-Wasseramt Bucheggberg und Wasseramt Biberist, Zuchwil, Derendingen
Amtei Thal-Gäu Thal und Gäu Balsthal, Oensingen, Egerkingen
Amtei Olten-Gösgen Olten und Gösgen Olten, Schönenwerd, Niedergösgen
Amtei Dorneck-Thierstein Dorneck und Thierstein Dornach, Breitenbach

Die Amteien dienen als Grundlage für:

  • die Wahl des Kantonsrates;
  • die dezentrale Verwaltung;
  • die Organisation der erstinstanzlichen Rechtsprechung;
  • verschiedene regionale Behörden und Dienstleistungen.

Seit der Wahlkreisreform des frühen 21. Jahrhunderts bilden die fünf Amteien die Wahlkreise für die Kantonsratswahlen.

Bezirke

Die zehn Bezirke sind:

Bezirk Hauptort oder wichtigstes Zentrum Landschaftsraum
Bezirk Solothurn Solothurn Hauptort und Stadtgebiet
Bezirk Lebern Grenchen Jurasüdfuss und Leberberg
Bezirk Bucheggberg Buchegg beziehungsweise Messen Ländliches Hügelland
Bezirk Wasseramt Zuchwil beziehungsweise Biberist Aare- und Emmeebene
Bezirk Thal Balsthal Dünnerntal und Jura
Bezirk Gäu Oensingen Verkehrs- und Wirtschaftsraum am Jurasüdfuss
Bezirk Olten Olten Aaretal und Niederamt
Bezirk Gösgen Niedergösgen Aaretal und Hauensteingebiet
Bezirk Dorneck Dornach Dorneckberg, Leimental und Gempen
Bezirk Thierstein Breitenbach Birs-, Lüssel- und Lützeltal

Die Bezirke besitzen keine eigenständigen Parlamente oder Regierungen. Sie dienen als traditionelle, statistische, gerichtliche und administrative Gebietseinheiten.

Gemeinden

Seit dem 1. Januar 2026 besteht der Kanton aus 104 Einwohnergemeinden.[4]

Die Gemeinden unterscheiden sich stark hinsichtlich Fläche, Einwohnerzahl und wirtschaftlicher Struktur.

Die bevölkerungsreichsten Gemeinden waren Ende 2025:

  • Olten;
  • Grenchen;
  • Solothurn;
  • Zuchwil;
  • Biberist.[3]

Die Einwohnergemeinden erfüllen unter anderem folgende Aufgaben:

  • lokale Raumplanung;
  • Volksschule;
  • Gemeindestrassen;
  • Wasserversorgung;
  • Abwasser- und Abfallentsorgung;
  • Feuerwehr;
  • Sozialhilfe;
  • Einwohnerkontrolle;
  • Kultur- und Sportangebote;
  • kommunale Steuern.

In vielen Gemeinden bildet die Gemeindeversammlung die Legislative.

Grössere Städte und Gemeinden können ein Gemeindeparlament besitzen. Solche Parlamente bestehen unter anderem in Solothurn, Olten und Grenchen.

Gemeindearten

Neben den Einwohnergemeinden bestehen Bürgergemeinden und Kirchgemeinden.

Die Einwohnergemeinde umfasst grundsätzlich alle Personen mit Wohnsitz in der Gemeinde.

Die Bürgergemeinde vereinigt Personen, die das Bürgerrecht der betreffenden Gemeinde besitzen. Sie verwaltet häufig:

  • Wälder;
  • Grundstücke;
  • Bürgergüter;
  • soziale und kulturelle Einrichtungen;
  • Einbürgerungsangelegenheiten.

In verschiedenen Orten wurden Einwohner- und Bürgergemeinde zu einer Einheitsgemeinde zusammengeschlossen.

Die römisch-katholischen, evangelisch-reformierten und christkatholischen Kirchgemeinden besitzen öffentlich-rechtliche Aufgaben im kirchlichen Bereich.

Gemeindefusionen

Die Zahl der Gemeinden nahm durch Zusammenschlüsse ab.

Zu den bedeutenden Fusionen der jüngeren Zeit gehören:

  • Bildung der Gemeinde Buchegg;
  • Lüsslingen-Nennigkofen;
  • Drei Höfe;
  • Welschenrohr-Gänsbrunnen;
  • Rohr und Stüsslingen;
  • Gänsbrunnen und Welschenrohr;
  • Zusammenschluss von Halten, Oekingen und Kriegstetten zur Gemeinde Kriegstetten auf den 1. Januar 2026.

Gemeindefusionen sollen Verwaltung, Finanzen, Infrastruktur und politische Behörden stärken. Gleichzeitig bleiben Dorfidentitäten, Vereine und Bürgergemeinden häufig erhalten.

Bevölkerung

Am 31. Dezember 2025 lebten 293'081 Menschen im Kanton.[3]

Davon waren:

  • 216'282 Schweizer Staatsangehörige;
  • 76'799 ausländische Staatsangehörige.

Der Ausländeranteil betrug 26,2 Prozent.

Das Bevölkerungswachstum von 2025 beruhte vollständig auf Zuwanderung. Die Zahl der Todesfälle lag leicht über jener der Geburten.[3]

Die Bevölkerung konzentriert sich besonders auf:

  • die Agglomerationen Olten, Solothurn und Grenchen;
  • das Wasseramt;
  • den Jurasüdfuss;
  • den Raum Gäu;
  • die baselnahen Gemeinden des Schwarzbubenlands.

Dünner besiedelt sind der Bucheggberg, Teile des Thals und die höheren Juraregionen.

Seit dem späten 19. Jahrhundert führte die Industrialisierung zu einem starken Wachstum der Städte und Industriegemeinden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ausgedehnte Wohnquartiere in Gemeinden wie:

  • Zuchwil;
  • Biberist;
  • Bellach;
  • Derendingen;
  • Trimbach;
  • Dulliken;
  • Breitenbach;
  • Dornach.

Viele Solothurnerinnen und Solothurner pendeln zur Arbeit in die Kantone Bern, Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt oder Zürich.

Umgekehrt ziehen die Industrie-, Logistik- und Dienstleistungszentren des Kantons zahlreiche ausserkantonale Arbeitskräfte an.

Sprachen

Die Amtssprache ist Deutsch.[5]

In Verwaltung, Schulen, Gerichten und schriftlichen Medien wird Schweizer Hochdeutsch verwendet.

Im Alltag spricht die Bevölkerung überwiegend solothurnische Dialekte.

Die Dialekte gehören zum hochalemannischen Sprachraum und weisen regionale Übergänge auf:

  • Im westlichen Kantonsteil bestehen Gemeinsamkeiten mit dem Berndeutschen.
  • Im Raum Olten und Gösgen sind Einflüsse aus dem Aargau und dem Baselbiet erkennbar.
  • Im Schwarzbubenland werden nordwestschweizerische Dialekte gesprochen.
  • Im Thal und am Jurasüdfuss bestehen eigene lokale Laut- und Wortformen.

Eine einheitliche Form des Solothurnerdeutschen gibt es nicht.

Durch Zuwanderung sind ausserdem verbreitet:

  • Italienisch;
  • Albanisch;
  • Portugiesisch;
  • Spanisch;
  • Türkisch;
  • Serbisch;
  • Kroatisch;
  • Englisch;
  • Französisch;
  • Ukrainisch;
  • Arabisch.

Französisch besitzt aufgrund der Nähe zur Sprachgrenze und der historischen Beziehungen zu Frankreich eine kulturelle Bedeutung, ist jedoch keine kantonale Amtssprache.

Religion

Solothurn ist historisch überwiegend römisch-katholisch geprägt.

Während der Reformation verbreiteten sich reformierte Lehren auch im Solothurner Gebiet.

1529 bekannte sich ein grosser Teil der Landgemeinden zeitweise zum neuen Glauben. Nach dem katholischen Sieg im Zweiten Kappelerkrieg setzte die Regierung jedoch die katholische Konfession wieder durch.[1]

Eine Ausnahme bildete der Bucheggberg. Dort setzte Bern aufgrund seiner Herrschaftsrechte die Reformation durch.

Durch Industrialisierung und Zuwanderung nahm der Anteil der reformierten Bevölkerung im 19. und 20. Jahrhundert stark zu.

Heute sind öffentlich-rechtlich anerkannt:

  • die römisch-katholische Kirche;
  • die evangelisch-reformierte Kirche;
  • die christkatholische Kirche.

Daneben bestehen:

  • orthodoxe Gemeinden;
  • Freikirchen;
  • muslimische Gemeinschaften;
  • jüdische Einwohnerinnen und Einwohner;
  • hinduistische und buddhistische Gruppen;
  • eine wachsende konfessionslose Bevölkerung.

Bedeutende religiöse Orte sind:

  • St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn;
  • Kloster Mariastein;
  • Kloster Namen Jesu in Solothurn;
  • Kloster Visitation in Solothurn;
  • ehemalige Klosteranlage Beinwil;
  • Einsiedelei und Verenakapelle bei Rüttenen;
  • christkatholische Franziskanerkirche in Solothurn.

Geschichte

Ur- und Frühgeschichte

Das Gebiet des heutigen Kantons wurde bereits in der Altsteinzeit von Menschen aufgesucht.

Archäologische Funde stammen aus:

  • Höhlen und Felsschutzdächern des Juras;
  • dem Aaretal;
  • dem Gebiet von Olten;
  • dem Bucheggberg;
  • den Ufern des Burgäschi- und Inkwilersees.

Während der Jungsteinzeit entstanden bäuerliche Siedlungen.

An den Kleinseen sind Reste prähistorischer Seeufersiedlungen erhalten. Die Fundstelle am Inkwilersee gehört zum Umfeld der UNESCO-Welterbestätten «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen».

In der Bronze- und Eisenzeit bestanden befestigte Höhensiedlungen, Dörfer und Handelswege.

Die Region lag im Kontaktbereich verschiedener keltischer Bevölkerungsgruppen und war über Aare, Juraübergänge und Mittellandwege mit weit entfernten Gebieten verbunden.

Römische Zeit

Nach der römischen Eroberung wurde das Gebiet Teil des Römischen Reiches.

Die wichtigste Siedlung war Salodurum an der Aare.

Salodurum lag an einer Strassenverbindung zwischen:

Die Siedlung besass eine Brücke beziehungsweise einen wichtigen Flussübergang, Handwerksbetriebe, Wohnbauten und religiöse Anlagen.

Auch im Raum Olten bestand eine römische Siedlung an einem bedeutenden Verkehrsknoten.

Römische Gutshöfe sind in verschiedenen Teilen des heutigen Kantons nachgewiesen.

Im späten Römischen Reich wurde Salodurum befestigt.

Ursus und Viktor

Mit Solothurn ist die Überlieferung der Heiligen Ursus und Viktor verbunden.

Nach der Legende gehörten sie zur Thebäischen Legion und wurden wegen ihres christlichen Glaubens hingerichtet.

Ihre Verehrung ist seit dem frühen Mittelalter belegt.

Das St.-Ursen-Stift entwickelte sich zu einem wichtigen religiösen, wirtschaftlichen und politischen Zentrum.

Ursus und Viktor gelten als Stadt- und Kantonsheilige. Ihre Darstellung erscheint auf Kirchen, Brunnen, Siegeln und Kunstwerken.

Frühmittelalter

Nach dem Ende der römischen Herrschaft gehörte die Region zeitweise zum burgundischen und fränkischen Herrschaftsraum.

Im Mittelalter lag das Gebiet im Grenzraum zwischen dem Königreich Burgund und dem Herzogtum Schwaben.

Klöster, Stifte, Bischöfe und Adelsfamilien besassen umfangreichen Grundbesitz.

Zu den bedeutenden Herrschaftsträgern gehörten:

  • St.-Ursen-Stift;
  • Stift Schönenwerd;
  • Kloster St. Urban;
  • Kloster Beinwil;
  • Bischof von Basel;
  • Grafen von Buchegg;
  • Grafen von Frohburg;
  • Herren von Bechburg;
  • Herren von Falkenstein;
  • Grafen von Thierstein.

Zähringer und Reichsstadt

Im Hochmittelalter standen Solothurn und das St.-Ursen-Stift unter dem Einfluss der Herzöge von Zähringen.

Nach deren Aussterben im Jahr 1218 entwickelte sich Solothurn zu einer reichsfreien Stadt.

Die Stadt besass einen Rat, eigene Gerichte, Markt- und Zollrechte sowie ein zunehmend selbstständiges Bürgerwesen.

Durch Bündnisse mit Bern und weiteren Städten stärkte Solothurn seine Stellung gegenüber regionalen Adelsfamilien.

Territorialer Ausbau

Ab dem späten 14. Jahrhundert begann Solothurn, ein eigenes Herrschaftsgebiet aufzubauen.[1]

Die Stadt erwarb schrittweise:

  • Lebern;
  • Bucheggberg;
  • Wasseramt;
  • Balsthal und Thal;
  • Olten;
  • Gösgen;
  • Dorneck;
  • Thierstein;
  • weitere kleinere Herrschaften und Gerichtsrechte.

Die Erwerbungen erfolgten durch Käufe, Pfandschaften, Erbschaften, Verträge und militärische Beteiligungen.

Die Konkurrenz mit Bern, Basel und dem Fürstbistum Basel verhinderte die Bildung eines geschlossenen Territoriums.

Bis zum frühen 16. Jahrhundert waren die wesentlichen Grenzen des späteren Kantons entstanden.

Burgunderkriege

Solothurn beteiligte sich auf eidgenössischer Seite an den Burgunderkriegen gegen Karl den Kühnen.

Solothurner Truppen kämpften unter anderem in den Schlachten bei:

  • Grandson;
  • Murten;
  • Nancy.

Die militärische Zusammenarbeit verstärkte die Beziehungen zur Eidgenossenschaft.

Beitritt zur Eidgenossenschaft

Solothurn und Freiburg strebten nach den Burgunderkriegen die Vollmitgliedschaft in der Eidgenossenschaft an.

Die Aufnahme stiess bei mehreren Länderorten auf Widerstand. Sie befürchteten eine zunehmende Macht der Städte.

Die inneren Spannungen wurden 1481 durch das Stanser Verkommnis beigelegt.

Solothurn und Freiburg wurden anschliessend als vollberechtigte Orte in die Eidgenossenschaft aufgenommen.[1]

Solothurn nahm damit den elften Rang unter den damaligen eidgenössischen Orten ein.

Schlacht bei Dornach

Während des Schwabenkriegs von 1499 kam es bei Dornach zu einer entscheidenden Schlacht.

Am 22. Juli 1499 besiegten eidgenössische Truppen ein Heer des Schwäbischen Bundes.

Die Schlacht bei Dornach war eine der letzten grossen Auseinandersetzungen des Schwabenkriegs.

Der Sieg stärkte die Stellung Solothurns im nördlichen Jura und trug zum Ende des Kriegs bei.

Reformation

Die reformatorischen Ideen fanden wegen der Nachbarschaft zu Bern und Basel früh Eingang in das Kantonsgebiet.

1529 gewährte die Regierung zeitweise eine begrenzte Glaubensfreiheit.

Ein grosser Teil der Landgemeinden und ein bedeutender Teil der Stadtbevölkerung bekannten sich vorübergehend zur Reformation.

Nach dem Zweiten Kappelerkrieg von 1531 gewann die katholische Seite wieder die Oberhand.

1533 verhinderte Schultheiss Niklaus von Wengi während eines konfessionellen Konflikts eine gewaltsame Eskalation in der Stadt.

Die reformierte Bewegung wurde danach mit Ausnahme des Bucheggbergs zurückgedrängt.

Katholische Reform

Die Regierung förderte später die katholische Reform.

Jesuiten übernahmen wichtige Aufgaben in Bildung und Seelsorge.

Das Jesuitenkolleg in Solothurn wurde zu einer bedeutenden höheren Schule.

Kirchen, Klöster, Bruderschaften, Prozessionen und Wallfahrten prägten das öffentliche Leben.

Das Kloster Beinwil wurde im 17. Jahrhundert nach Mariastein verlegt. Mariastein entwickelte sich zu einem bedeutenden Wallfahrtsort.

Französische Ambassadoren

Von 1530 bis 1792 residierten die französischen Botschafter bei der Eidgenossenschaft in Solothurn.[1]

Die Stadt wird deshalb als Ambassadorenstadt bezeichnet.

Die französische Präsenz beeinflusste:

  • Politik;
  • Solddienst;
  • Diplomatie;
  • Architektur;
  • Mode;
  • Kunst;
  • Lebensweise des Patriziats.

Solothurner Familien stellten zahlreiche Offiziere in französischen Diensten.

Palais, Landsitze und repräsentative Bürgerhäuser erinnern an diese Epoche.

Zu den bedeutenden Bauwerken gehören:

  • Schloss Waldegg;
  • Palais Besenval;
  • Ambassadorenhof;
  • Jesuitenkirche;
  • St.-Ursen-Kathedrale.

Patriziat und Untertanengebiet

In der frühen Neuzeit konzentrierte sich die politische Macht auf eine begrenzte Zahl städtischer Familien.

Der Kleine Rat führte Regierung, Verwaltung und Rechtsprechung.

Die Landschaft war in elf Vogteien gegliedert.

Vögte vertraten die städtische Obrigkeit, zogen Abgaben ein und leiteten Gerichte.

Die Landbevölkerung besass lokale Gemeinde- und Nutzungsrechte, war politisch jedoch nicht mit den Stadtbürgern gleichgestellt.

Bauernkrieg von 1653

Während des Schweizer Bauernkriegs von 1653 beteiligten sich auch Solothurner Bauern und Bürger aus Olten an der Bewegung.

Die Erhebung richtete sich vor allem gegen wirtschaftliche Belastungen, Abgaben und die Politik der Obrigkeiten.

Die Solothurner Regierung reagierte teilweise zurückhaltender als andere beteiligte Kantone.

Olten verlor später einen Teil seiner früheren städtischen Rechte und wurde stärker in die solothurnische Landesverwaltung eingegliedert.

Helvetische Republik

Im März 1798 besetzten französische Truppen Solothurn.

Die patrizische Stadtrepublik brach zusammen.

Der Kanton wurde Teil der zentralistisch organisierten Helvetischen Republik.

Die bisherigen Vogteien wurden durch fünf Distrikte ersetzt:

  • Solothurn;
  • Biberist;
  • Balsthal;
  • Olten;
  • Dornach.

Stadt und Land wurden rechtlich gleichgestellt.

Die Bevölkerung war jedoch durch Besatzung, Einquartierungen, Militärdienst, Steuern und politische Unruhen belastet.

Mediationszeit

Die Mediationsakte von 1803 stellte Solothurn als selbstständigen Kanton wieder her.

Der Kanton wurde in neun Oberämter gegliedert.

Solothurn gehörte zu den Direktorialkantonen der Mediationsschweiz und beherbergte 1805 und 1811 die eidgenössische Tagsatzung.[1]

Die politische Vorherrschaft der Stadt wurde teilweise wiederhergestellt, die vollständige Rückkehr zur alten Untertanenordnung war jedoch nicht mehr möglich.

Restauration

Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft führte die Regierung 1814 eine konservative Verfassung ein.

Das städtische Patriziat erhielt erneut grossen politischen Einfluss.

Die Landschaft war im Grossen Rat deutlich untervertreten.

Zensuswahlrecht und Selbstergänzung der Behörden sicherten die Macht der alten Führungsschicht.

Diese Ordnung führte zu wachsender Unzufriedenheit auf dem Land und in liberalen Kreisen.

Volkstag von Balsthal

Unter dem Einfluss der europäischen Julirevolution von 1830 entstand eine breite Reformbewegung.

Am 22. Dezember 1830 versammelten sich mehrere Tausend Menschen zum Volkstag von Balsthal.

Sie forderten:

  • politische Gleichstellung von Stadt und Land;
  • eine neue Verfassung;
  • gewählte Volksvertretung;
  • Gewaltenteilung;
  • grössere Öffentlichkeit staatlichen Handelns.

Die Bewegung führte Anfang 1831 zu einer liberalen Kantonsverfassung.[1]

Liberaler Kanton

Die neue Ordnung beseitigte die politische Vorherrschaft des Patriziats.

Der Kanton entwickelte sich zu einem Zentrum des schweizerischen Liberalismus.

Eine wichtige Persönlichkeit war Josef Munzinger aus Olten.

Munzinger gehörte 1848 zu den ersten sieben Mitgliedern des Schweizer Bundesrates.

Solothurn unterstützte die Schaffung des modernen Bundesstaates und trat nicht dem katholisch-konservativen Sonderbund bei.

Ausbau der Volksrechte

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden die direktdemokratischen Rechte schrittweise erweitert.

1856 wurde ein Volksveto in der Gesetzgebung eingeführt.

1869 folgten unter anderem:

  • obligatorisches Gesetzesreferendum;
  • Gesetzesinitiative;
  • Volkswahl der Ständeräte;
  • Abberufungsrecht für Kantons- und Regierungsrat.[1]

1887 wurde die Volkswahl des Regierungsrates eingeführt.

1895 folgte das Verhältniswahlrecht für das Kantonsparlament.

Industrialisierung

Die Industrialisierung setzte regional unterschiedlich ein.

Zu den frühen Industrien gehörten:

  • von Roll’sche Eisenwerke;
  • Textilbetriebe im Raum Olten;
  • Schuhindustrie in Schönenwerd;
  • Uhrenindustrie in Grenchen;
  • Papierproduktion in Biberist und Attisholz;
  • Zementindustrie in Luterbach;
  • Kammindustrie in Mümliswil;
  • Maschinen- und Fahrzeugbau.

Die 1851 gegründete Firma Bally machte Schönenwerd zu einem international bekannten Zentrum der Schuhindustrie.

Grenchen entwickelte sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts von einem Bauerndorf zu einer Uhren- und Industriestadt.

Olten wuchs durch Eisenbahn, Werkstätten, Industrie und Handel.

Die Industrialisierung führte zu starker Zuwanderung, neuen Arbeitersiedlungen und der Entstehung einer organisierten Arbeiterbewegung.

Eisenbahnknoten Olten

1856 wurde die Bahnverbindung zwischen Olten und Luzern eröffnet. Weitere Strecken nach Basel, Bern, Zürich und Biel folgten beziehungsweise wurden miteinander verknüpft.

Olten entwickelte sich zu einem der wichtigsten Eisenbahnknoten der Schweiz.

Die Schweizerische Centralbahn errichtete dort Werkstätten und Verwaltungsanlagen.

Die zentrale Verkehrslage beeinflusste die wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung der gesamten Region.

20. Jahrhundert

Die industrielle Entwicklung setzte sich im 20. Jahrhundert fort.

Besonders wichtig waren:

  • Uhrenindustrie;
  • Metallverarbeitung;
  • Maschinenbau;
  • Elektroindustrie;
  • Papier;
  • Zement;
  • Fahrzeugbau;
  • Energieversorgung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchsen Bevölkerung, Siedlungsflächen und Pendelverkehr stark.

Die Wirtschaftskrise nach 1973 traf traditionelle Industrien schwer.

Im Thal, in Grenchen und in weiteren Industriegebieten gingen zahlreiche Arbeitsplätze verloren.

Der Kanton förderte danach eine stärkere wirtschaftliche Diversifizierung.

Frauenstimmrecht

Das Frauenstimm- und -wahlrecht wurde auf kantonaler Ebene am 6. Juni 1971 angenommen.[1]

Seitdem können Frauen an kantonalen und kommunalen Wahlen und Abstimmungen teilnehmen sowie öffentliche Ämter übernehmen.

Kantonsverfassung von 1986

Die geltende Kantonsverfassung wurde am 8. Juni 1986 angenommen.[5]

Sie trat am 1. Januar 1987 in Kraft.

Die Verfassung erweiterte die politischen Rechte und führte unter anderem ein:

  • Volksauftrag;
  • doppeltes Ja bei Initiative und Gegenvorschlag;
  • Gemeindeinitiative;
  • Gemeindereferendum;
  • stärkere Mitwirkung bei Vernehmlassungen;
  • modernen Grundrechtskatalog.

Die Verfassung bezeichnet Solothurn als eigenständigen Gliedstaat der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Sie betont ausserdem die Rolle des Kantons als Mittler zwischen Regionen und Kulturgemeinschaften der Schweiz.

Kantonalbankkrise

In den 1990er-Jahren geriet die Solothurner Kantonalbank in schwere finanzielle Schwierigkeiten.

Der Kanton musste hohe Belastungen übernehmen.

Die Bank verlor ihre Selbstständigkeit und wurde 1995 vom Schweizerischen Bankverein übernommen.

Die Krise führte zu Sparprogrammen, Verwaltungsreformen und einer Neuordnung der kantonalen Finanzpolitik.

Parlamentsreform

Der Kantonsrat umfasste lange 144 Mitglieder.

Nach einer Volksabstimmung wurde die Zahl auf 100 reduziert.

Seit 2005 besteht das Parlament aus 100 Mitgliedern.

Gleichzeitig wurden die fünf Amteien zu Wahlkreisen für die Kantonsratswahlen.

Politik

Kantonsverfassung

Die Verfassung vom 8. Juni 1986 bildet die Grundlage der kantonalen Ordnung.[5]

Sie regelt:

  • Grundrechte;
  • politische Rechte;
  • Kantonsrat;
  • Regierungsrat;
  • Gerichte;
  • Gemeinden;
  • Kirchen;
  • öffentliche Aufgaben;
  • Finanzen;
  • Verwaltungsorganisation.

Hauptort ist die Stadt Solothurn.

Kantonsrat, Regierungsrat und oberste kantonale Gerichte haben ihren Sitz in Solothurn.

Direkte Demokratie

Die Stimmberechtigten verfügen über weitreichende direktdemokratische Rechte.

Dazu gehören:

  • Verfassungsinitiative;
  • Gesetzesinitiative;
  • obligatorisches Referendum;
  • fakultatives Referendum;
  • Finanzreferendum;
  • Volksauftrag;
  • Volkswahl verschiedener Behörden.

Der Volksauftrag ist eine Solothurner Besonderheit.

100 Stimmberechtigte können dem Kantonsrat schriftlich einen Antrag zu Fragen der politischen Planung, Rechtsetzung oder zu weiteren parlamentarischen Themen unterbreiten.

Auch Gemeinden verfügen über Initiativ- und Referendumsrechte.

Kantonsrat

Der Kantonsrat ist die gesetzgebende und oberste aufsichtführende Behörde.

Er besteht aus 100 Mitgliedern.[6]

Die Mitglieder werden für vier Jahre nach dem Verhältniswahlverfahren gewählt.

Die fünf Amteien bilden die Wahlkreise.

Der Kantonsrat:

  • erlässt Gesetze;
  • behandelt Verfassungsänderungen;
  • genehmigt Budget und Staatsrechnung;
  • bewilligt grössere Ausgaben;
  • kontrolliert Regierungsrat und Verwaltung;
  • genehmigt Konkordate und Staatsverträge;
  • behandelt parlamentarische Vorstösse;
  • wählt bestimmte Gerichts- und Behördenmitglieder.

Die Sitzungen finden im Rathaus von Solothurn statt und sind grundsätzlich öffentlich.

Regierungsrat

Der Regierungsrat ist die leitende und vollziehende Behörde.

Er besteht aus fünf Mitgliedern, die vom Volk für vier Jahre gewählt werden.[7]

Die Wahl erfolgt nach dem Mehrheitsverfahren.

Jedes Mitglied leitet ein Departement:

  • Bau- und Justizdepartement;
  • Departement des Innern;
  • Finanzdepartement;
  • Volkswirtschaftsdepartement;
  • Departement für Bildung, Kultur und Sport.

Der Vorsitz trägt die traditionelle Amtsbezeichnung Landammann beziehungsweise Frau Landammann.

Das Vizepräsidium wird als Vize-Landammann bezeichnet.

Das Präsidium wechselt jährlich.

Gerichte

Die kantonale Justiz umfasst unter anderem:

  • Obergericht;
  • Verwaltungsgericht;
  • Amtsgerichte beziehungsweise Richterämter;
  • Jugendgericht;
  • Staatsanwaltschaft;
  • Jugendanwaltschaft;
  • Schlichtungsbehörden.

Die erstinstanzliche Rechtsprechung ist weitgehend nach den fünf Amteien organisiert.

Das Obergericht ist die oberste kantonale Instanz in Zivil- und Strafsachen.

Das Verwaltungsgericht entscheidet über öffentlich-rechtliche Streitigkeiten.

Vertretung im Bund

Solothurn verfügt über zwei Sitze im Ständerat.

Die Zahl der Sitze im Nationalrat richtet sich nach der Bevölkerungszahl.

Bei eidgenössischen Verfassungsabstimmungen besitzt der Kanton eine volle Standesstimme.

Wirtschaft

Der Kanton besitzt eine vielseitige Wirtschaftsstruktur.

Die wirtschaftlichen Schwerpunkte liegen in:

  • Olten und Niederamt;
  • Solothurn und Wasseramt;
  • Grenchen und Leberberg;
  • Gäu;
  • Schwarzbubenland;
  • Thal.

Der Dienstleistungssektor stellt den grössten Anteil der Arbeitsplätze. Industrie und Gewerbe besitzen im schweizerischen Vergleich weiterhin ein bedeutendes Gewicht.

Uhren- und Präzisionsindustrie

Grenchen gehört zu den wichtigsten Uhrenstädten der Schweiz.

Die Uhrenindustrie entwickelte sich dort seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Neben Uhrenherstellern entstanden zahlreiche Zulieferbetriebe für:

  • Uhrwerke;
  • Gehäuse;
  • Werkzeuge;
  • Mikromechanik;
  • Präzisionskomponenten;
  • Oberflächenbehandlung.

Auch Bettlach, Selzach, Solothurn und weitere Gemeinden am Jurasüdfuss sind mit der Uhren- und Präzisionsindustrie verbunden.

Maschinen- und Metallindustrie

Die Metallverarbeitung besitzt eine lange Tradition.

Historisch bedeutend waren die von Roll’schen Eisenwerke in Gerlafingen, Klus und Olten.

Heute bestehen Unternehmen in den Bereichen:

  • Maschinenbau;
  • Fahrzeugbau;
  • Metallverarbeitung;
  • Automation;
  • Elektrotechnik;
  • Präzisionsmechanik;
  • industrielle Zulieferung.

In Bellach befindet sich ein bedeutender Hersteller von Bussen und Fahrzeugaufbauten.

Medizintechnik und Life Sciences

Der Raum Solothurn, Zuchwil, Bettlach, Grenchen und Luterbach entwickelte sich zu einem bedeutenden Standort für Medizintechnik und Life Sciences.

Wichtige Tätigkeitsbereiche sind:

  • orthopädische Implantate;
  • chirurgische Instrumente;
  • medizinische Präzisionsteile;
  • pharmazeutische Produktion;
  • Biotechnologie;
  • Diagnostik.

In Luterbach entstand ein grosser biopharmazeutischer Produktionsstandort.

Energie

Der Kanton ist ein bedeutender Standort der schweizerischen Energieversorgung.

Bei Däniken befindet sich das Kernkraftwerk Gösgen.

An Aare, Emme und weiteren Gewässern bestehen Wasserkraftwerke.

Olten ist Sitz bedeutender Unternehmen und Einrichtungen des Energiesektors.

Die Energiewende fördert Investitionen in:

  • Solarenergie;
  • Wasserkraft;
  • Fernwärme;
  • Holzenergie;
  • Wärmepumpen;
  • Energieeffizienz.

Logistik

Das Gäu gehört wegen der Lage am Autobahnkreuz von A1 und A2 zu den bedeutendsten Logistikregionen der Schweiz.

Grosse Verteilzentren, Lager, Transportunternehmen und Gewerbebetriebe befinden sich insbesondere in:

  • Härkingen;
  • Egerkingen;
  • Neuendorf;
  • Oensingen;
  • Niederbuchsiten;
  • Gunzgen.

Die Logistik schafft Arbeitsplätze, verursacht jedoch auch hohen Flächenverbrauch und Verkehrsbelastung.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft unterscheidet sich nach Landschaftsraum.

Im Mittelland und im Gäu sind bedeutend:

  • Getreidebau;
  • Zuckerrüben;
  • Kartoffeln;
  • Mais;
  • Gemüse;
  • Schweine- und Geflügelhaltung.

Im Jura und im Thal dominieren:

  • Milchviehhaltung;
  • Rinderzucht;
  • Futterbau;
  • Alpwirtschaft;
  • Forstwirtschaft.

Der Bucheggberg ist durch Ackerbau, Viehhaltung und Obstbäume geprägt.

An den sonnigen Jurahängen und in einzelnen Gebieten des Bucheggbergs und Schwarzbubenlands wird Wein angebaut.

Forstwirtschaft

Ein grosser Teil des Kantonsgebiets ist bewaldet.

Die Wälder liefern Holz und erfüllen wichtige Aufgaben als:

  • Lebensraum;
  • Erholungsraum;
  • Trinkwasserschutz;
  • Schutz vor Steinschlag und Rutschungen;
  • Kohlenstoffspeicher.

Bürgergemeinden gehören zu den bedeutenden Waldeigentümerinnen des Kantons.

Tourismus

Solothurn ist kein klassischer Ferienkanton, besitzt jedoch einen bedeutenden Tages-, Kultur- und Naturtourismus.

Wichtige Reiseziele sind:

  • Altstadt von Solothurn;
  • Weissenstein;
  • Naturpark Thal;
  • Kloster Mariastein;
  • Goetheanum;
  • Schwarzbubenland;
  • Aare;
  • Schloss Waldegg;
  • Altreu;
  • Burgen und Ruinen des Juras.

Verkehr

Solothurn liegt an mehreren wichtigen schweizerischen Verkehrsachsen.

Eisenbahn

Olten ist einer der bedeutendsten Bahnknoten der Schweiz.

Von dort führen Hauptstrecken nach:

  • Basel;
  • Bern;
  • Zürich;
  • Luzern;
  • Biel;
  • Aarau.

Auch Solothurn und Grenchen besitzen bedeutende Bahnhöfe.

Die wichtigsten Bahnunternehmen und Netze sind:

  • Schweizerische Bundesbahnen;
  • BLS;
  • Regionalverkehr Bern–Solothurn;
  • Aare Seeland mobil;
  • Oensingen-Balsthal-Bahn;
  • Baselland Transport im nördlichen Kantonsgebiet.

Die Bahnlinie Solothurn–Moutier durchquert den Weissensteintunnel.

Grenchen besitzt zwei wichtige Bahnhöfe:

  • Grenchen Nord an der Linie Biel–Moutier–Basel;
  • Grenchen Süd an der Jurasüdfusslinie.

Strassen

Die wichtigsten Autobahnen sind:

Die A1 verbindet den Kanton mit Bern und Zürich.

Die A2 führt von Basel über das Gäu in Richtung Luzern und Gotthard.

Die A5 erschliesst Solothurn und Grenchen und verbindet die Region mit Biel.

Wichtige Juraübergänge sind:

  • Unterer Hauenstein;
  • Oberer Hauenstein;
  • Passwang;
  • Oensinger Klus;
  • Challpass;
  • verschiedene regionale Übergänge im Schwarzbubenland.

Öffentlicher Nahverkehr

Regionale Busnetze erschliessen Städte, Agglomerationen und ländliche Gemeinden.

Bedeutende Unternehmen sind:

  • Busbetrieb Solothurn und Umgebung;
  • Busbetrieb Olten Gösgen Gäu;
  • Postauto;
  • Baselland Transport;
  • Regionalverkehr Bern–Solothurn.

Solothurn besitzt eine meterspurige Bahnverbindung nach Bern.

Weitere Schmalspurlinien führen in Richtung Niederbipp und Langenthal.

Schifffahrt

Zwischen Solothurn und Biel verkehren saisonale Kursschiffe auf der Aare.

Die Fahrt führt durch die geschützte Flusslandschaft und vorbei an Altreu.

Die Schifffahrt dient hauptsächlich dem Tourismus und der Freizeit.

Flughafen Grenchen

Der Regionalflugplatz Grenchen wird genutzt für:

  • Geschäftsflüge;
  • Privatluftfahrt;
  • Flugschulen;
  • Segelflug;
  • Helikopterflüge;
  • Rettungs- und Spezialflüge.

Der Flugplatz besitzt eine lange Tradition in der Pilotenausbildung.

Bildung und Forschung

Volksschule

Die Gemeinden führen Kindergarten und Primarschule.

Der Kanton legt Lehrpläne, Bildungsziele und Qualitätsstandards fest und beaufsichtigt die Volksschulen.

Die Sekundarstufe I umfasst verschiedene Leistungszüge und bereitet auf Berufsausbildung oder weiterführende Schulen vor.

Kantonsschulen

Der Kanton führt zwei Kantonsschulen:

Sie bieten:

  • gymnasiale Maturität;
  • Fachmittelschule;
  • Fachmaturität;
  • weitere allgemeinbildende Angebote.

Im Schuljahr 2024/25 besuchten rund 1'850 Schülerinnen und Schüler die beiden Gymnasien.[2]

Berufsbildung

Die duale Berufsbildung verbindet praktische Ausbildung im Betrieb mit Unterricht an einer Berufsfachschule.

Wichtige Berufsbildungszentren befinden sich in:

  • Solothurn;
  • Grenchen;
  • Olten;
  • weiteren regionalen Standorten.

Besonders bedeutend sind Berufe in:

  • Maschinenbau;
  • Metallverarbeitung;
  • Uhrenindustrie;
  • Detailhandel;
  • Verwaltung;
  • Gesundheit;
  • Bau;
  • Elektronik;
  • Informatik.

Fachhochschule Nordwestschweiz

In Olten befindet sich ein bedeutender Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Dort sind verschiedene Bereiche vertreten, insbesondere:

  • Wirtschaft;
  • Soziale Arbeit;
  • Angewandte Psychologie;
  • Weiterbildung;
  • Forschung und Beratung.

Der Campus liegt unmittelbar beim Bahnhof und zieht Studierende aus der gesamten Nordwestschweiz an.

Der Kanton ist gemeinsam mit Aargau, Basel-Landschaft und Basel-Stadt Träger der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Universität

Solothurn besitzt keine eigene Universität.

Studierende besuchen vor allem Hochschulen in:

  • Basel;
  • Bern;
  • Zürich;
  • Freiburg;
  • Luzern;
  • anderen Schweizer Städten.

Die zentrale Verkehrslage ermöglicht kurze Verbindungen zu mehreren Hochschulstandorten.

Gesundheitswesen

Die Solothurner Spitäler bilden das wichtigste öffentliche Spitalunternehmen des Kantons.

Zu den bedeutenden Standorten gehören:

  • Bürgerspital Solothurn;
  • Kantonsspital Olten;
  • Spital Dornach;
  • Psychiatrische Dienste.

Die Spitäler bieten:

  • Notfallversorgung;
  • Innere Medizin;
  • Chirurgie;
  • Geburtshilfe;
  • Intensivmedizin;
  • Psychiatrie;
  • ambulante Behandlungen;
  • Rehabilitation und Nachsorge.

Daneben bestehen private Kliniken, Arztpraxen, Alters- und Pflegeheime sowie Spitexorganisationen.

Die Nähe zu Basel, Bern und Aarau ermöglicht eine Zusammenarbeit mit ausserkantonalen Universitätsspitälern und Spezialkliniken.

Kultur

Ambassadorenstadt Solothurn

Der Hauptort besitzt eine der bedeutendsten barocken Altstädte der Schweiz.

Das Stadtbild wurde stark durch die Zeit der französischen Ambassadoren geprägt.

Zu den wichtigsten Bauwerken gehören:

  • St.-Ursen-Kathedrale;
  • Jesuitenkirche;
  • Zeitglockenturm;
  • Baseltor;
  • Bieltor;
  • Rathaus;
  • Palais Besenval;
  • Ambassadorenhof;
  • historische Zunft- und Bürgerhäuser.

Die Altstadt liegt an der Aare und besitzt zahlreiche Brunnen, Plätze und Gassen.

Zahl elf

Die Zahl elf besitzt in der Stadt Solothurn eine besondere symbolische Bedeutung.

Solothurn wurde 1481 als elfter Ort in die Eidgenossenschaft aufgenommen.

Die Zahl erscheint in zahlreichen späteren Traditionen und Bauwerken.

In der Stadt werden unter anderem gezählt:

  • elf historische Brunnen;
  • elf Kirchen und Kapellen;
  • elf Türme;
  • eine Uhr mit elf Stunden;
  • elf Glocken im Uhrwerk.

Auch die St.-Ursen-Kathedrale ist in verschiedenen architektonischen Einzelheiten auf die Zahl elf ausgerichtet.[10]

Ein Teil dieser Traditionen entstand erst nachträglich und wurde bewusst in das Stadtbild und das touristische Erscheinungsbild aufgenommen.

Museen in Solothurn

Bedeutende Museen sind:

  • Kunstmuseum Solothurn;
  • Naturmuseum Solothurn;
  • Museum Altes Zeughaus;
  • Historisches Museum Blumenstein;
  • Kosciuszko-Museum;
  • Schloss Waldegg.

Das Kunstmuseum besitzt bedeutende Werke schweizerischer Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

Das Museum Altes Zeughaus zeigt Waffen, Rüstungen, Fahnen und militärhistorische Objekte.

Olten

Olten besitzt eine historische Altstadt und eine vielfältige Kultur- und Literaturszene.

Bedeutende Einrichtungen sind:

  • Kunstmuseum Olten;
  • Historisches Museum Olten;
  • Naturmuseum Olten;
  • Stadttheater;
  • Kulturzentrum Schützi;
  • verschiedene Kleintheater und Veranstaltungsorte.

Die Oltner Kabarett-Tage gehören zu den wichtigsten Veranstaltungen für Satire und Kleinkunst in der Schweiz.

Grenchen

Grenchen dokumentiert seine Entwicklung von einem Bauerndorf zur Uhren- und Industriestadt.

Bedeutende Einrichtungen sind:

  • Kunsthaus Grenchen;
  • Kultur-Historisches Museum Grenchen;
  • Parktheater;
  • internationale Kunstausstellungen und Druckgrafik.

Goetheanum

In Dornach befindet sich das Goetheanum.

Es ist der Hauptsitz der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und ein international bekanntes Zentrum für:

  • Theater;
  • Architektur;
  • Kunst;
  • Bildung;
  • anthroposophische Forschung und Veranstaltungen.

Das erste Goetheanum wurde aus Holz errichtet und in der Silvesternacht 1922/23 durch einen Brand zerstört.

Das heutige Gebäude entstand in den 1920er-Jahren nach Entwürfen Rudolf Steiners und gehört zu den bedeutenden frühen Grossbauten aus Sichtbeton.

Solothurner Filmtage

Die Solothurner Filmtage finden seit 1966 jährlich statt.

Sie präsentieren Spiel-, Dokumentar-, Kurz- und Animationsfilme aus der Schweiz.

Das Festival gilt als bedeutendes nationales Forum des Schweizer Films.

Filmschaffende, Publikum, Medien und Kulturpolitik treffen sich während der Veranstaltung in Solothurn.

Solothurner Literaturtage

Die Solothurner Literaturtage finden jährlich statt.

Sie präsentieren Literatur aus den verschiedenen Sprachregionen der Schweiz.

Lesungen, Diskussionen, Übersetzungsprojekte und Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche gehören zum Programm.

Burgen und Schlösser

Zu den bedeutenden Anlagen gehören:

  • Schloss Waldegg;
  • Schloss Neu-Bechburg;
  • Schloss Wartenfels;
  • Schloss Alt-Falkenstein;
  • Ruine Dorneck;
  • Ruine Gilgenberg;
  • Ruine Frohburg;
  • Ruine Alt-Bechburg;
  • Schloss Buchegg.

Die Anlagen dokumentieren die mittelalterliche Herrschaftsstruktur und die spätere patrizische Kultur.

Brauchtum und Veranstaltungen

Solothurner Fasnacht

Die Solothurner Fasnacht gehört zu den bekanntesten Veranstaltungen des Kantons.

Sie beginnt am frühen Morgen des Schmutzigen Donnerstags mit der Chesslete.

Teilnehmende ziehen in weissen Nachthemden, Zipfelmützen und roten Halstüchern durch die Stadt und erzeugen mit Glocken, Trommeln und Metallgegenständen grossen Lärm.

Weitere Bestandteile sind:

  • Umzüge;
  • Guggenmusiken;
  • Masken;
  • Schnitzelbänke;
  • Fasnachtswagen;
  • Strassenfeste.

Während der Fasnacht wird Solothurn scherzhaft als Honolulu bezeichnet.

Hilari

Der Hilaritag im Januar gilt als Beginn der Solothurner Vorfasnacht.

Fasnachtsgruppen, Zünfte und Vereine veranstalten erste öffentliche Auftritte und Zusammenkünfte.

Die Tradition bezieht sich auf den Gedenktag des heiligen Hilarius.

Fasnacht in den Regionen

Auch Olten, Grenchen, Balsthal, Dornach und zahlreiche Dörfer besitzen eigene Fasnachtstraditionen.

Im Schwarzbubenland bestehen teilweise Einflüsse der Basler Fasnacht.

Im Thal und Gäu sind Dorffasnachten, Maskenbälle und Guggenmusiken verbreitet.

St.-Ursen-Fest

Das Fest der Stadtheiligen Ursus und Viktor wird in Solothurn kirchlich und kulturell begangen.

Die Verehrung der Heiligen gehört zu den ältesten Traditionen der Stadt.

Märkte und Dorffeste

Wochenmärkte, Jahrmärkte, Chilben und Erntedankfeste werden in vielen Gemeinden gepflegt.

Bedeutende Märkte bestehen unter anderem in:

  • Solothurn;
  • Olten;
  • Grenchen;
  • Balsthal;
  • Breitenbach.

Sehenswürdigkeiten

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Kantons gehören:

  • Altstadt von Solothurn;
  • St.-Ursen-Kathedrale;
  • Jesuitenkirche;
  • Zeitglockenturm;
  • Museum Altes Zeughaus;
  • Schloss Waldegg;
  • Weissenstein;
  • Verenaschlucht und Einsiedelei;
  • Kloster Mariastein;
  • Goetheanum;
  • Ruine Dorneck;
  • Naturpark Thal;
  • Schloss Neu-Bechburg;
  • historische Altstadt von Olten;
  • Storchensiedlung Altreu;
  • Höllchöpfli und Jurahöhen;
  • Bally-Park in Schönenwerd.

Verenaschlucht

Die Verenaschlucht liegt nördlich der Stadt Solothurn in der Gemeinde Rüttenen.

Ein Fussweg führt durch eine bewaldete Schlucht zur Einsiedelei.

Dort befinden sich:

  • Verenakapelle;
  • Martinskapelle;
  • Einsiedlerhaus;
  • Felsformationen;
  • Bach und Waldlandschaft.

Die Schlucht verbindet religiöse Tradition, Naherholung und Naturerlebnis.

Kloster Mariastein

Das Benediktinerkloster Mariastein liegt im Bezirk Dorneck nahe der französischen Grenze.

Es gehört zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten der Schweiz.

Zentrum der Wallfahrt ist eine Felsengrotte mit einem Marienbild.

Die barocke Klosteranlage umfasst Kirche, Konventsgebäude, Kapellen und historische Wirtschaftsgebäude.

Storchensiedlung Altreu

Altreu liegt an der Aare in der Gemeinde Selzach.

Der Vogelschützer Max Bloesch begann dort 1948 mit einem Programm zur Wiederansiedlung des Weissstorchs.

Die Storchensiedlung trug zur Rückkehr der Art in die Schweiz bei.

Heute ist Altreu ein beliebtes Ausflugsziel und Teil der Aarelandschaft.

Natur und Landschaftsschutz

Der Kanton besitzt trotz dichter Verkehrs- und Siedlungsräume eine grosse Vielfalt an Lebensräumen.

Dazu gehören:

  • Auen;
  • Trockenwiesen;
  • Jurafelsen;
  • Wälder;
  • Moore;
  • Kulturlandschaften;
  • Kleinseen;
  • Kiesbänke;
  • Obstgärten;
  • Rebberge.

Witi Grenchen–Solothurn

Die Witi ist eine weiträumige, offene Ackerbau- und Flusslandschaft zwischen Grenchen und Solothurn.

Die kantonale Landwirtschafts- und Schutzzone soll:

  • die offene Landschaft erhalten;
  • eine naturnahe Landwirtschaft fördern;
  • Brut- und Zugvögel schützen;
  • Lebensräume für Feldhasen sichern;
  • naturverträgliche Erholung ermöglichen.[11]

Ein Teil der Witi ist ein Wasser- und Zugvogelreservat von nationaler Bedeutung.

Naturpark Thal

Der Naturpark Thal umfasst den Bezirk Thal.

Er verbindet:

  • Natur- und Landschaftsschutz;
  • regionale Landwirtschaft;
  • nachhaltigen Tourismus;
  • Gewerbe;
  • Umweltbildung;
  • Erhaltung der Dorf- und Industriekultur.

Die Landschaft wird durch Juraketten, Wälder, Sennberge, Felsgebiete und das Tal der Dünnern geprägt.

Wälder

Mehr als zwei Fünftel der Kantonsfläche sind bewaldet.

Die Wälder des Juras, Bucheggbergs und Schwarzbubenlands gehören zu den prägenden Landschaftselementen.

Wichtige Baumarten sind:

  • Buche;
  • Tanne;
  • Fichte;
  • Eiche;
  • Ahorn;
  • Esche.

Trockenheit, Stürme, Schadorganismen und Klimawandel verändern die Waldzusammensetzung.

Auen und Flüsse

Aare, Emme, Birs und kleinere Flüsse besitzen bedeutende Auen- und Uferlebensräume.

Frühere Flusskorrektionen, Kraftwerke und Siedlungsentwicklung schränkten die natürliche Dynamik ein.

Revitalisierungsprojekte sollen:

  • Flussräume verbreitern;
  • Fischwanderung verbessern;
  • Ufer aufwerten;
  • Hochwasserschutz und Naturschutz verbinden.

Naturgefahren

Zu den Naturgefahren gehören:

  • Hochwasser;
  • Rutschungen;
  • Steinschlag;
  • Felsstürze;
  • Sturm;
  • lokale Murgänge;
  • Waldbrand.

Besonders die steilen Jurahänge und engen Klusen erfordern Schutzwälder, Steinschlagschutz und Überwachung.

An Aare, Emme und Dünnern besitzt der Hochwasserschutz eine hohe Bedeutung.

Sport und Freizeit

Die Landschaft bietet vielfältige Sport- und Freizeitmöglichkeiten.

Beliebt sind:

  • Wandern;
  • Velofahren;
  • Mountainbike;
  • Klettern;
  • Schwimmen;
  • Rudern;
  • Kanufahren;
  • Segelfliegen;
  • Langlauf;
  • Schneeschuhwandern;
  • Orientierungslauf.

Der Weissenstein, der Grenchenberg, der Passwang und der Naturpark Thal gehören zu den wichtigsten Wandergebieten.

Die Aare wird im Sommer intensiv für Schwimmen, Bootfahren und Freizeit genutzt.

Fussball

Zu den bekannten Fussballvereinen gehören:

  • FC Solothurn;
  • FC Grenchen;
  • FC Olten;
  • weitere regionale Vereine.

Der FC Grenchen spielte während verschiedener Epochen in den höchsten Schweizer Ligen.

Eishockey

Der EHC Olten gehört zu den bekanntesten Eishockeyvereinen des Kantons.

Der Verein spielt traditionell in der zweithöchsten Schweizer Liga und besitzt eine grosse regionale Anhängerschaft.

Schwingen und Turnen

Schwingen, Turnen und Schiesssport besitzen besonders in den ländlichen Regionen eine lange Tradition.

Kantonale und regionale Schwingfeste ziehen Teilnehmende aus der Nordwest- und Zentralschweiz an.

Velosport

Der Jurasüdfuss, Passwang, Weissenstein und Schwarzbubenland sind beliebte Gebiete für Rennvelo und Mountainbike.

Grenchen besitzt ein nationales Velodrom und ist ein bedeutender Standort des Schweizer Bahnradsports.

Küche und regionale Produkte

Die Solothurner Küche verbindet Einflüsse des Mittellands, des Juras, der Region Basel und des Kantons Bern.

Eine landesweit einheitliche kantonale Küche besteht nicht. Viele Gerichte sind regional geprägt.

Solothurner Torte

Die Solothurner Torte ist die bekannteste süsse Spezialität.

Sie besteht aus:

  • Haselnussböden;
  • Biskuit;
  • Buttercreme;
  • gemahlenen Haselnüssen.

Die Torte wurde im frühen 20. Jahrhundert in der Stadt Solothurn entwickelt.

Käse und Milchprodukte

Im Jura und im Thal werden verschiedene Berg- und Alpkäse hergestellt.

Die Vieh- und Milchwirtschaft besitzt dort eine lange Tradition.

Regionale Käsereien produzieren Hart-, Halbhart- und Weichkäse.

Fleischgerichte

Zur traditionellen ländlichen Küche gehören:

  • geräuchertes Fleisch;
  • Speck;
  • Würste;
  • Gnagi;
  • Saucisson;
  • Eintöpfe;
  • Kartoffelgerichte.

Die Küche des Schwarzbubenlands weist teilweise Einflüsse aus dem Baselbiet und dem Elsass auf.

Wein

An den sonnigen Hängen des Juras werden verschiedene Weine produziert.

Rebflächen befinden sich unter anderem bei:

  • Grenchen;
  • Solothurn;
  • Lebern;
  • Dornach;
  • im Bucheggberg.

Angebaut werden unter anderem Pinot noir, Chasselas und verschiedene Spezialsorten.

Weitere Produkte

Weitere regionale Erzeugnisse sind:

  • Obst und Most;
  • Kirsch;
  • Honig;
  • Jura-Kräuter;
  • Bier;
  • Aarefische;
  • Backwaren und Fasnachtsgebäck.

Bedeutung innerhalb der Schweiz

Solothurn nimmt innerhalb der Schweiz eine besondere geografische und historische Stellung ein.

Der Kanton verbindet:

  • Mittelland und Jura;
  • Räume Bern, Basel, Zürich und Aargau;
  • katholische und reformierte Traditionen;
  • ländliche Gebiete und bedeutende Industriestandorte;
  • barocke Stadtkultur und moderne Präzisionstechnik.

Die Aufnahme Solothurns und Freiburgs in die Eidgenossenschaft im Jahr 1481 erweiterte den Bund nach Westen und stärkte das städtische Element.

Die Schlacht bei Dornach von 1499 gehört zu den entscheidenden Ereignissen des Schwabenkriegs.

Als Sitz der französischen Ambassadoren war Solothurn während mehr als zweieinhalb Jahrhunderten ein wichtiges diplomatisches Zentrum.

Im 19. Jahrhundert gehörte der Kanton zu den treibenden Kräften bei der Entwicklung des liberalen Bundesstaats.

Heute besitzt Solothurn grosse Bedeutung als Industrie-, Energie-, Logistik- und Verkehrskanton.

Olten gehört zu den wichtigsten Eisenbahnknoten des Landes, während Grenchen für Uhren- und Präzisionstechnik und Solothurn für Verwaltung, Kultur und Medizintechnik bekannt sind.

Siehe auch

Literatur

  • Andreas Fankhauser, Erich Meyer, Peter Heim und weitere: Solothurn (Kanton). In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Bruno Amiet: Solothurnische Geschichte. Band 1–3. Solothurn.
  • Hans Sigrist: Publikationen zur Geschichte des Kantons Solothurn.
  • Thomas Wallner: Geschichte des Kantons Solothurn 1831–1914. Solothurn.
  • Peter Heim und weitere: Geschichte des Kantons Solothurn im 20. Jahrhundert. Solothurn.
  • Historischer Verein des Kantons Solothurn: Jahrbuch für Solothurnische Geschichte.
  • Staatsarchiv Solothurn: Publikationen und Quellen zur Kantonsgeschichte.
  • Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte: Die Kunstdenkmäler des Kantons Solothurn.
  • Amt für Denkmalpflege und Archäologie: Archäologie und Denkmalpflege im Kanton Solothurn.
  • Statistikdienst des Kantons Solothurn: Kanton Solothurn in Zahlen.

Einzelnachweise

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 Andreas Fankhauser, Erich Meyer, Peter Heim und weitere: Solothurn (Kanton), Historisches Lexikon der Schweiz, Version vom 8. März 2023, abgerufen am 21. Juli 2026.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 Kanton Solothurn in Zahlen 2025, Statistikdienst des Kantons Solothurn, abgerufen am 21. Juli 2026.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 Bevölkerungswachstum im Kanton verlangsamt sich, Staatskanzlei des Kantons Solothurn, 25. März 2026, abgerufen am 21. Juli 2026.
  4. 4,0 4,1 Kantonales Einwohnerregister, Statistikdienst des Kantons Solothurn, abgerufen am 21. Juli 2026.
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 Verfassung des Kantons Solothurn vom 8. Juni 1986, Art. 43, Bereinigte Gesetzessammlung des Kantons Solothurn, abgerufen am 21. Juli 2026.
  6. 6,0 6,1 Zusammensetzung des Kantonsrates 2025–2029, Kanton Solothurn, abgerufen am 21. Juli 2026.
  7. 7,0 7,1 Mitglieder des Regierungsrates, Kanton Solothurn, abgerufen am 21. Juli 2026.
  8. Hoheitsgrenzen, Amt für Geoinformation des Kantons Solothurn, abgerufen am 21. Juli 2026.
  9. Naturpark Thal, abgerufen am 21. Juli 2026.
  10. Die magische Zahl 11, Solothurn Tourismus, abgerufen am 21. Juli 2026.
  11. Kantonale Landwirtschafts- und Schutzzone Witi Grenchen–Solothurn, Kanton Solothurn, abgerufen am 21. Juli 2026.